ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 4 2011

ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 4 20111 Wissen. Impulse. Kontakte. www.elektronikpraxis.de . Februar , Echtzeit-Tuning für Windows Embedded Compact GHz-Prozessoren unter der Lupe Was unterscheidet die Embedded-Prozessoren Atom und Athlon von ARM und MIPS? Seite Einblick in die Interrupt-Handling-Architektur von Microsofts neuem Betriebssystem. Und: Wie OEMs diese für die Echtzeitfähigkeit ihres Systems nutzen können. Medizinprodukte erfüllen Compliance Tool hilft Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Seite Hochvolt-LEDs als Lampenersatz Welche Anforderungen müssen Hochvolt-LEDs in Lampen-Applikationen erfüllen? Seite NEUE EN, HKEIT MÖGLICIE SELBST! SEHEN S ew .de/n digikey

2 So funktioniert die neue EP-App Hier klicken/Click here: Hinter diesem Button können sich Zusatzinformationen oder -Funktionen jeglicher Art verstecken Fotogalerie: Ergänzende Fotos zum Thema Play/Video: Ergänzendes Video zum Thema, z.B. ein Interview oder Lehrvideo Learn more: Umfangreiche ergänzende Informationen zum Thema z. B in Form eines Datenblatts, White Papers, Webinars o.ä. Visit/Weblink: Verlinkung auf eine Html-Webseite, z.B. Produktseite oder zusätzliche redaktionelle Inhalte

3 Diese Ausgabe wird Ihnen präsentiert von Five Minutes with the Embedded Expert: The Importance of Debugger Driven Development (DDD). Erklärungstext: Viele Software-Entwickler rufen den Debugger nur dann auf, wenn sie einen Bug ausfindig machen müssen. DDD insistiert darauf, den Debugger stärker in den Mittelpunkt der Entwicklung zu stellen, von Beginn der Entwicklung an. Das Ziel: ein schnelles und klares Verständnis für die Software, von den komplexen Low-Level-Interaktionen bis hin zum Big Picture der Architektur. Dieses Konzept erklärt Green-Hills-CTO Dave Kleidermacher im Video (englisch) Kontakt: Green Hills Software, Tel. +49(0)228 4330 777, E-Mail: Info-de@ghs.com

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5 editorial Was unterscheidet Atom und Athlon von ARM und MIPS? rozessorexperte Prof. Christian Siemers hat im Auftrag der Redaktion die leistungsstärksten EmbeddedProzessoren verglichen. Mit vielen technischen Details gibt er Einblicke in die Stärken, Schwächen und Besonderheiten der führenden Architekturen im GHzBereich. Verglichen wurden die aus der PC-Welt kommenden Atom, Athlon und Geode mit den Embedded-RISC-Maschinen ARM und MIPS Loongson. Was raugekommen ist, lesen Sie ab Seite 20. Ähnlich ins Detail geht unsere Titelgeschichte beim Thema ,Echtzeit-Tuning für Windows Embedded Compact 7'. Autor Nicolas Besson befasst sich ab Seite 17 ausgiebig mit der Interrupt-Handling-Architektur und den dazu nötigen Optimierungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Embedded-Experten beide Aufsätze verschlingen werden. Neben diesen Leckerbissen zur embedded world finden Sie in dieser Ausgabe noch zahlreiche weitere Beiträge und Tipps, die das Lesen lohnen. Aber das ist noch lange nicht alles. Von diesem Heft gibt es eine App, die Sie im Apple Store kostenlos erhalten. Es handelt sich um ein sogenanntes Rich Media ePaper, das neben allen Redaktionsbeiträgen und Produktanzeigen auch zahlreiche Johann Wiesböck, Chefredakteur johann.wiesboeck@vogel.de "In Harry Potters Tageszeitung konnte man den Mord als Film sehen ­ bei ELEKTRONIKPRAXIS geht das so ähnlich." eingebettete Videos enthält. Harry Potter lässt grüßen: Bei ihm haben sich die Menschen in Bildern schon immer bewegt. Und in seiner Tageszeitung konnte man den Mord als Film sehen. So ungefähr müssen Sie sich die neue ELEKTRONIKPRAXIS-App vorstellen. Noch besser können Sie sich nur informieren, wenn Ihnen die Fachautoren von ELEKTRONIKPRAXIS live gegenüberstehen. Aber auch daran haben wir gedacht. Kommen Sie zur Linux-Woche (linux-debugging.de), zum EMS-Tag (emstag.de) oder zum Steckverbinder-Kongress (steckverbinderkongress.de) nach Würzburg ins Vogel Convention Center. Übrigens: Auf der embedded world finden Sie uns wie immer in Halle 10 am Stand 206. Sie sind herzlich eingeladen. Und mit etwas Glück treffen Sie dort auch Prof. Siemers. Herzlichst, Ihr ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011 OrCAD PCB Designer Preiswert & professionell Leiterplatten entwerfen Die OrCAD Produktfamilie ist der preiswerte Einstieg in die skalierbare PCB-Designumgebung von Cadence. Basierend auf der einheitlichen Datenbasis ist die Lösung von Cadence skalierbar für alle heutigen Designanforderungen. Von der einfachsten Testschaltung bis zu hochkomplexen analogen HF- oder digitalen High-Speed-Schaltungen lassen sich Schaltungen sehr effizient umsetzen. Das Programmpaket enhält in einer Lizenz folgende Funktionen: - Stromlaufplaneingabe - Constraint Manager - PCB Layout - Autorouter - Starter Bibliothek Fordern Sie noch heute Ihre Demo CD an, und testen Sie selbst, wie effizient Sie PCBs designen können. info@FlowCAD.de www.FlowCAD.de

6 INHALT Nr. . SOFTWARE Echtzeit mit Windows Embedded Compact Windows Embedded Compact eignet sich grundsätzlich für Echtzeit, ist in Bezug auf seine Einsatzgebiete aber auch hochflexibel. Wie die Interrupt-HandlingArchitektur in Microsofts neuem Betriebssystem arbeitet und welche Optimierungen OEMS für die Echtzeitfähigkeit ihres Systems vornehmen können, erklärt unsere Titelstory. ELEKTRONIKSPIEGEL Zahlen, Daten, Fakten News & Personalien Branchen & Märkte Eigenschaften und ökonomische Rahmenbedingungen Optoelektronik Hochvolt-LEDs sorgen für wirtschaftliche Retrofits Elektromechanik Was bringt Elektronikkühlung als Dienstleistung? SCHWERPUNKTE Software TITELTHEMA Wann thermische Simulation als externe Dienstleistung sinnvoll ist Bauteilebeschaffung Evaluierungs-Kits helfen beim Produktdesign Kürzere Design-Zyklen mit Referenz-Designs und Co. Interview mitThomas Klein, CEO bei MSC-Gleichmann Echtzeit-Tuning für Windows Embedded Compact Welche Anpassungen und Optimierungen OEMs beim Interrupt Management vornehmen können Distribution rechnet weiter mit Umsatzwachstum Was bieten Atom, Athlon, ARM und Loongson? Embedded Systeme Embedded-GHz-Mikroprozessoren unter der Lupe Tools und Bausteine für kürzere Designzyklen von SensorApplikationen Sensorik Sensor-Analog-Front-End vereinfacht das Design Eingabesysteme Tastatur für rauen Einsatz im Feld Silikontastaturen für staubige oder nasse Umgebungen Kriterien und Tipps für die Spannungsfestigkeitsprüfung Neue Konzepte erlauben enorme Einsparpotenziale Stromversorgungen Was Sie bei Hochspannungstests beachten sollten Medizinelektronik Medizinprodukte gesetzeskonform entwickeln Compliance mit Application Lifecycle Management Grüne USV-Anlagen mit Schwungrädern statt Akkus Beruf & Karriere Auszeichnung Top Job Kostengünstige Lösung dank SIMPLE-Architektur LED-Beleuchtung Mehrere LED-Stränge mit einer Topologie ansteuern Warum die Europa-Niederlassung des Halbleiterunternehmen schon wieder eine Auszeichnung erhielt für Fujitsu Semiconductor ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

7 Prof. Siemers vergleicht Atom, Athlon, ARM, MIPS Evaluierungs-Kits und Referenz-Designs Netzgeräte müssen Typtest bestehen Grüne USV arbeitet mit Schwungrädern SERIE CompactPCI Serial HE-Backplanes stellen mehr Nutzen zur Verfügung ZUM SCHLUSS Henning Butz, ASES Was Embedded-Entwickler von der Luftfahrt lernen können Die POINGWOOD Studios präsentieren! EBVtv: Der Nachrichtenkanal für die Halbleiterbranche Mit dem Launch von EBVtv ist EBV Elektronik mit Hauptsitz in Poing/München der erste Distributor in der EMEA Region, der regelmäßig eigene, hochwertig produzierte Sendungen auf seiner Website anbietet. EBV präsentiert gemeinsam mit Herstellern und Technologiepartnern Videos über die neuesten Produkte, Technologien und Anwendungen sowie Firmen-News in einem kompakten, modernen Format. Mit EBVtv nehmen wir wiederum eine Vorreiterrolle in unserer Branche ein, indem wir unseren Kunden neue Produkte und Dienstleistungen in einem innovativen Format nahebringen. RUBRIKEN Editorial Online Impressum ELEKTRONIKPRAXIS auf Facebook www.facebook.com/elektronikpraxis Das Magazin als E-Paper lesen www.elektronikpraxis.de/epaper Jetzt die neuesten Videos anschauen: www.ebv.com/tv ELEKTRONIKPRAXIS Nr. www.ebv.com/de Distribution is today. Tomorrow is EBV!

8 elektronikspiegel // Zahlen, daten, fakten AufgEmERKT Die erste Reihenklemme aus Kunststoff Vor 63 Jahren bestanden die elektrischen Reihenklemmen in Schaltschränken noch aus einer spröden Porzellankonstruktion. Diese hatte Hugo Knümann, Inhaber der Phönix Elektrizitätsgesellschaft, gemeinsam mit Ingenieuren der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) bereits 1928 für den Einsatz in Kraftwerken des RWE entwickelt. Im Jahr 1943 erdachten Carl August Weidmüller und der AEG-Ingenieur Wilhelm Staffel die so genannte Staffelklemme für Automatisierungsanwendungen der AEG. Nach dem Krieg nahm Weidmüller den Kontakt zu Staffel wieder auf, was zu einem Entwicklungsvertrag und 1948 zur Neugründung des Unternehmens C.A. Weidmüller führte. 1948 entwickelte Staffel, der inzwischen zu Weidmüller gewechselt war, die erste kunststoffisolierte Anreihklemme mit Zugbügelanschluss. Ab 1952 wurde dann die so genannte Schaltanlagen-Anreih-Klemme (SAK) aus duroplastischem Kunststoff mit Zugbügel aus Stahl in Stückzahlen produziert. // KR ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011 Quelle: Weidmüller

9 ELEKTRONIKSPIEGEL // ZAHLEN, DATEN, FAKTEN AUFGEDECKT: Macbook Air Das LED-beleuchtete TFT-Display mit , Zoll bringt es auf stolze x Pixel Auflösung. Die Solid State Disk, die anstelle einer herkömmlichen Festplatte verbaut ist, kommt von Toshiba und ist nur , mm dick. Display Multicore für Mobilrechner Die OMAP- -Plattform von Texas Instruments enthält zwei Cortex-A -Prozessorkerne von ARM, läuft mit Taktfrequenzen bis zu GHz pro Core und bietet % mehr Performance als der Cortex-A (bei gleicher Taktfrequenz). In Verbindung mit bis zu GByte Speicher und Hardware-Virtualisierung erfüllt der Cortex-A damit alle Voraussetzungen für zukünftige MobileComputing-Erfahrungen wie stereoskopische DWiedergabe und Gestenerkennung. // HH Auf dem Board arbeiten unter anderem ein Intel Core Duo . GHz Prozessor, ein NVIDIA GeForce M Grafikchip und GB RAM. Mainboard Das Glas-Trackpad wird von einem Broadcom BCM A K und einem Cypress CY C x - L PSoC gesteuert. Trackpad Für die Bodenplatte verwendet der Hersteller die bislang kaum verbreiteten PentalobeSchrauben. Schrauben Die Lithium-PolymerZellen liefern eine Leistung von Wh. Apple reklamiert fürs kleine Macbook Air bis zu fünf Stunden Akkulaufzeit. Akkus Zu schwach, zu unbequem in der Nutzung: Netbooks seien für Apple kein Thema, hat Chef Steve Jobs Anfang klargestellt ­ um weniger als ein Jahr später quasi die Luxus-Variante eines Netbooks auf den Markt zu bringen. Mit dem Macbook Air Zoll haben die Apple-HardwareIngenieure wieder einmal gezeigt, was sie am besten können: Hochwertige Technik und ästhetisches Äußeres auf kleinstem Raum zu kombinieren. // PK AUFGE SCHNAPPT "Wir haben Grund zur Zuversicht, aber keinen Anlass, uns zurückzulehnen" Gesamtmetall-Chef Kannegießer zur Lage der Metallund Elektro-Industrie Neuer Chef beim Fraunhofer IZM Prof. Klaus Dieter Lang ist zum . Februar als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration bestellt worden. Lang, ein international anerkannter Experte für Miniaturisierungstechnologien und Systemintegration, folgt damit auf Prof. Herbert Reichl, der das IZM seit Gründung geführt hatte. // JW AUFGEZÄHLT Um Prozent steigen soll die Ausbeute von Solarmodulen durch einen Nachführalgorithmus, den Siemens in die Anlagensteuerung Simatic S integriert. Er beruht auf astronomischen Berechnungen und korrigiert die Position der Module nicht nur der Tageszeit entsprechend, sondern stimmt sie auch mit Jahreszeit und Standort der Anlage ab ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

10 ELEKTRONIKSPIEGEL // NEWS & PERSONALIEN Konferenz im Zeichen der Implementierung von MOST150 Das dritte MOST Forum am 5. April 2011 in Frankfurt bietet zahlreiche Präsentationen rund um die MOST-Technologie. "Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr auf der Implementierung von MOST150", betont Dr. Wolfgang Bott, Technischer Koordinator der MOST Cooperation, der Organisation zur Standardisierung der MOST-Technologie (Media Oriented Systems Transport). "Es werden die Schritte und Aspekte untersucht, die der Markteinführung des ersten Fahrzeuges mit der neuen Netzwerktechnologie dienen. Diverse Referenten geben zudem einen Ausblick auf die Roadmap inklusive Forschungsergebnisse zur Datenübertragung über optische Polymerfasern im Gigabit-Bereich." Durch das Programm führen wird Henry Muyshondt, Technical Liaison der MOST Cooperation. Den Auftakt bildet die Keynote-Präsentation "Challenges of MOST in the Second Decade", in der Peter Häußermann von Daimler eine Zusammenfassung aus mehr als zehn Jahren Erfahrung mit MOST-Entwicklungen sowie einen Einblick in die laufende MOST150-Integration geben wird. Den ersten Vortragsblock rund um Netzwerk- und Systemarchitektur beginnt Audi mit einer Vorstellung zur Serieneinführung von MOST150. Anschließend präsentieren Continental, Daimler, K2L und das Forschungszentrum Informatik (FZI). Der Nachmittag beginnt mit dem Thema MOST Physical Layer, zu dem Alpine, die DKE Arbeitsgruppe, Elektrobit, KDPOF, Relnetyx, die Fachhochschule Nürnberg und die Universität Stuttgart vortragen werden. FZI, Goepel electronic und SMSC MOST FORuM 2011 MOST: Der Industriestandard für Multimedia- und Infotainment-Netzwerke in der Automobilindustrie berichten über neueste Erkenntnisse zu Test und Produktion. Daimler und SMSC runden das Programm ab. Im Ausstellungsbereich präsentieren wieder zahlreiche Unternehmen ihre MOST-Lösungen. Neben der MOST Cooperation als Technologiepartner unterstützen der Industriepartner ZVEI sowie u.a. die ELEKTRONIKPRAXIS als Medienpartner das MOST Forum. // TK MOST Forum InfoClick 2541952 Gewinnen Sie ein WaveAce-Oszilloskop 204 mit 60 MHz Zusammen mit dem Messtechnikspezialisten LeCroy verlost die ELEKTONIKPRAXIS das Oszilloskop 204 aus der WaveAceSerie mit einer Bandbreite von 60 MHz und einer Abtastrate von 2 GS/s bei einem Speicher von 20 kpts. Messsignale können über die vier Eingangskanäle aufgenommen werden. Ausgestattet ist das Gerät mit einem 5,7'' Farbdisplay. Für den Anwender steht ein multilinguales User Interface zur Verfügung. Die Geräteserie ist für Einsteiger in der Lehre, Ausbildung und oder Hochschule konzipiert. Über den USB-Anschluss lassen sich Drucker, Speichersticks oder ein PC zum Datentransfer anschließen. Im folgenden soll kurz ein Überblick über die WaveAce-Serie gegeben werden. Die 4-Kanal-Modelle der WaveAce-Serie sind mit Bandbreiten von 60, 100, 200 und 300 MHz verfügbar. Mit einer maxi1000 Punkte, Pass/Fail-Test, benutzerdefinierte digitale Filter sowie ein Waveform Sequence Recorder vereinfachen und verkürzen die Fehlersuche. Für die Modelle mit vier Kanälen wurde ein Befehlsatz für die Fernsteuerung entwickelt. Via PC und USB oder LAN/RS-232-Schnittstelle kann auf alle Steuerungen, Funktionen und Messungen zugegriffen werden. Signale können direkt auf dem PC betrachtet und das Oszilloskop virtuell bedient werden. Und so nehmen Sie am Gewinnspiel teil: Geben Sie auf unserem Online-Portal die InfoClick-Nummer ein und registrieren Sie sich. Unser Gewinnspiel läuft sechs Wochen und der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. // hEh LeCroy InfoClick 2540823 OSzILLOSkOP-GEWINNSPIEL Gewinnspiel: Das WaveAce 204 mit einer Bandbreite von 60 MHz und vier Eingangskanälen können Sie gewinnen malen Abtastrate von 2 GS/s und bis zu 20 kpts Speicher ist der WaveAce führend in der Klasse der tragbaren Oszilloskope. Mit dem Speicher sollen Messergebnisse bei voller Abtastrate erfasst werden, die bis zu 3-mal länger sind als bei anderen Geräten. Um das Signalverständnis und die -analyse zu optimieren, ist das Messgerät mit 32 serienmäßigen Messparametern ausgestattet, inklusive erweiterten Timing Parametern für Messungen zwischen den einzelnen Kanälen. Weitere Funktionen wie FFT über ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

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12 ELEKTRONIKSPIEGEL // NEWS & PERSONALIEN HALbLEItERfERtIguNg Wafer-Ausstoß nimmt rasant zu Der Ausstoß von Silizium-Wafern an die Halbleiter-Fabs hat im Jahr 2010 um 43% auf rund 10 Mrd. US-$ zugenommen, berichtet das Branchenkonsortium SEMI. Im laufenden Jahr soll der Ausstoß durchschnittlich um weitere 5,9% ansteigen. Der Umsatz mit Halbleiterbausteinen stieg im Jahr 2010 um 31,8% auf 298 Mrd. US-$. Alle Wafer-Durchmesser konnten laut SEMI dabei Zuwächse verzeichnen: Die Anzahl der 150und 200-mm-Wafer erhöhte sich im letzten Jahr ähnlich stark wie bei den 300-mm-Siliziumscheiben. Letztere sind in diesem Jahr allerdings mit Wachstumsraten von 11 bis 13% ausgewiesen. 150und 200-mm-Wafer weist die SEMI mit einem Anstieg von 2 bis 3% im Jahr 2011 aus. Die Umsätze für Materialien, die zur Halbleiterfertigung erforderlich sind, stiegen im Jahr 2010 um 29%. Die Material-Branche soll dieses Jahr um 5,9% auf knapp 11 Mrd. US-$ wachsen. // HH SEMI Europe InfoClick 2558630 Specials LED-ROADSHOW Fundierte Fachvorträge Im Februar und März veranstaltet Neumüller Elektronik in Hagen, Leipzig, München und Nürnberg an jeweils einem Tag eine Roadshow, welche die gesamte Entwicklungskette von der LED bis zum fertigen Beleuchtungsprodukt anhand von fundierten Fachvorträgen beleuchtet. Durch die langjährige Erfahrung der Referenten und praxisnaher Beispiele können die Teilnehmer ihr Wissen vertiefen, denn nur unter Berücksichtigung aller Designaspekte können die Vorteile von Leuchtdioden bei innovativen Beleuchtungsdesigns voll ausgeschöpft werden. Zu den Themenfeldern zählen: LED-Auswahl, Wärmemanagement, LED-Ansteuerung, Sekundäroptiken und Messtechnik. Termine sind am 28. Februar, 1., 2 und 4. März. Am 3. März findet ein Seminar am Bodensee und am 22. März in Graz statt. Mehr Infos erhalten Sie über unseren InfoClick // HEH Neumüller Elektronik InfoClick 2519628 250ksps 500ksps 1Msps 1.6Msps 2Msps 2376-18 2377-18 2378-18 2379-18 2386-16 2387-16 2388-16 3.75mW 7.5mW 15mW 18mW RFID 18-Bit 101dB SNR 16-Bit 96dB SNR Power Consumption www.elektronikpraxis.de/specials PASSIvE bAuELEmENtE BMBF fördert Optimierungsprojekt Führende Hersteller von passiven Bauelementen wie TDKEPC, Sumida und Via Elektronik sind zusammen mit Spezialisten für Werkstoffe und Forschungseinrichtungen wie Treofan, FITCeramics, Bosch, Semikron, Fraunhofer IISB und Fraunhofer IKTS Projektpartner im Forschungsprojekt "Effiziente passive Bauelemente höchster Energiedichte für einen erweiterten Temperaturbereich in der Leistungselektronik". Auf Grundlage des Programms IKT2020 der Bundesregierung unterstützt das BMBF im Rahmen der Förderbekanntmachung "Leistungselektronik zur Energieeffizienzsteigerung" das Projekt mit 1,669 Mio. und einem Gesamtvolumen von 2,923 Mio. . Ziel des Projekts, das bis Ende 2013 abgeschlossen sein soll, ist es, durch den Einsatz neuartiger passiver Bauelemente zukünftig kompaktere und ressourcenschonende Stromversorgungen aufbauen zu können. // TK Sumida InfoClick 2542570 2380-16 19mW www.elektronikpraxis.de 07251_13 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

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14 ELEKTRONIKSPIEGEL // NEWS & PERSONALIEN Erste Embedded-Linux-Woche findet in Würzburg statt Das Interesse, Linux in industriellen und Embedded-Anwendungen einzusetzen, steigt ständig. Doch es gibt Einstiegshürden. Deshalb veranstaltet ELEKTRONIKPRAXIS vom 22. bis 25. März die 1. Embedded-LinuxWoche in Würzburg. Zielgruppe der 1. EmbeddedLinux-Woche 2011 sind sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene. Als Referenten sind erfahrene Linux-Experten aus der Automatisierung und der Embedded-Branche im Einsatz. Das Programm der Linux-Woche (www.linux-debugging.de) besteht aus den folgenden drei zweitägigen Hands-on-Seminaren: Das Seminar zu EchtzeitLinux und die Einbindung von Echtzeit-Peripherie mit Andreas Klinger und Dr. Carsten Emde am 22./23. März beschäftigt sich am ersten Tag mit harter und weicher Echtzeit und am zweiten Tag mit Systemintegration und mit der Anbindung von Echtzeitperipherie. Zielgruppe sind Entwickler und System-Designer mit grundlegenden Kenntnissen im Umgang mit der Linux-Shell sowie Kenntnissen in C. Das Seminar zu EmbeddedLinux-Kernel-Treiber ebenfalls mit Andreas Klinger und Dr. Carsten Emde am 24./25. März beginnen jeweils am ersten Tag um 10:15 Uhr und enden um 18 Uhr. Der zweite Tag beginnt dann jeweils um 9:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Am 22. März lädt ELEKTRONIKPRAXIS alle Teilnehmer und Referenten zu einem gemeinsamen Abend in die Frankenweinmetropole Würzburg ein. Beginn: 19:30 Uhr. Details dazu erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung. Jedes zweitägige Seminar kostet 780 plus MwSt. Im Preis enthalten sind Schulungsunterlagen (Papier und Software), Essen und Getränke und ein Teilnahmezertifikat. Da es sich um Hands-on-Seminare handelt, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Alle Seminarteilnehmer arbeiten mit ihren eigenen Rechner und erhalten ein Image zum Booten eines Linux-Systems via USB. Partner von ELEKTRONIKPRAXIS bei der Gestaltung der 1. Linux-Woche sind IT-Klinger, Open Source Automation Development Lab eG und Mixed Mode. Sie stellen auch die Referenten und Trainer für die einzelnen Seminare. Fragen beantworten Ihnen gerne Jürgen Dölling unter Tel. 0931/4182054. // JW www.linux-debugging.de InfoClick 2552756 SOftWAREENtWIckLuNg ELEKTRONIKPRAXIS-Chefredakteur Johann Wiesböck: "Linux in EmbeddedAnwendungen reizt viel Firmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie erfolgreich starten." befasst sich am ersten Tag mit der Kernel-Architektur und mit Kernel-Treibern und am zweiten Tag mit Interrupts, Scheduling und Synchronisierung. Zielgruppe sind Entwickler und SystemDesigner mit grundlegenden Kenntnissen im Umgang mit der Linux-Shell sowie Programmierkenntnissen in C. Die Agenda zu Linux-Debugging, das am 22./23. März und 24./25. März angeboten wird, geht am ersten Tag auf Debugging im User- und Kernel-Space ein und befasst sich am zweiten Tag mit Profiling im User-Space sowie Tracing im Kernel- und User-Space. In diesem bestens erprobten Seminar von Mixed Mode sind auch praktische Übungen enthalten, um die theoretisch erlernten Kenntnisse zu vertieft. Die Übungen werden teilweise mit Eclipse oder dem Kommandozeilen-tool GDB durchgeführt. Zielgruppe sind Entwickler mit Kenntnissen im Umgang mit der Linux-Shell, der Linux-Kernel-Programmierung sowie Kenntnissen in C/C++. Die Keynote findet am 22. März nach der Begrüßung von 9:00 bis 10:00 Uhr statt. Die Seminare Bordnetzarchitektur nutzt fahrzeugübergreifende Informationen Je mehr Energie die Funktionen im Elektrofahrzeug brauchen, desto kürzer fährt man mit einer Batterieladung. Aus diesem Grund haben die Forscher des Fraunhofer ESK ein Datenbordnetz entwickelt, bei dem die Energieeffizienz und die funktionale Sicherheit im Vordergrund stehen. Ein spezielles Energiemanagement für Body-, Komfort- und Infotainment-Elektronik schont den Energievorrat des Elektroautos. Das Datenbordnetz nutzt Car-to-X-Informationen aus der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit ihrer Umwelt. Sensoren im Fahrzeug geben positionsgenaue und aktuelle Warnmeldungen an die Infrastruktur, die Ampel, und andere Fahrzeuge. Effiziente Fahr- und Betriebsstrategien lassen sich berechnen, wenn diese Daten mit Staumeldungen oder Informationen aus dem Internet kombiniert werden. Dazu muss die Fahrzeugsoftware dynamischer und offener werden, ohne bei der Sicherheit Kompromisse zu machen. Mit den dynamischen Konzepten der Fraunhofer ESK wird nicht nur die Fehlertoleranz erhöht, sondern es können auch Consumer Devices nahtlos ins Fahrzeug integriert werden. Die Simulation am Messestand zeigt ein nahtlos integriertes Mobiltelefon, über das das Fahrzeug auf die Kontakte in sozialen Netzwerken zugreifen kann. Diese Informationen sollen den Fahrer sicher ans Ziel bringen. // hEh Fraunhofer ESK InfoClick 2521252 Bordnetzarchitektur für Elektroautos: Auf der embedded world zeigt die Fraunhofer ESK ein mögliches Modell fraunhofer ESk VERNEtzuNgS- uNd SOftWAREtEchNOLOgIE ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

15 GENESIS ­ Es werde Chip! IGBT-Modul von EBV und Vishay für den Einsatz in Photovoltaik-Anlagen GENESIS, das erste Produkt aus der EBVchips-Reihe, ist ein Leistungsmodul für einphasige photovoltaische Wechselrichter im Wohngebäudebereich. GENESIS verfügt über die Standard Boost BridgeTopologie mitTrench-IGBTs und SiC-Dioden für höhere Effizienz und bessere EMV. GENESIS wird in der bewährten RoHS-konformen Econo 2-Verpackung mit Kupfergrundplatte und PCB-Lötanschlüssen geliefert und ist eine zuverlässige Lösung, die bestens für den Photovoltaik-Sektor geeignet ist. Weitere Informationen, Design-Unterstützung und Anwendungsberatung zu GENESIS erhalten Sie bei Ihrem lokalen Vertriebspartner von EBV Elektronik, dem führenden Spezialisten der Halbleiter-Distribution in EMEA. Besuchen Sie uns auch im Internet unter ebv.com/genesis. Distribution is today. Tomorrow is EBV! www.ebv.com/de Nürnberg, 01. - 03. März 2011 Halle 12, Stand 458 chips

16 ELEKTRONIKSPIEGEL // BRANCHEN & MÄRKTE PHOTOVOLTAIK UND BUNDESFÖRDERUNG Deutschland, ein Sonnenmärchen Veit Mette/Stadtwerke Bielefeld PROGRAMMIERBARE LOGIKBAUSTEINE Lattice wächst im CPLD-Markt % % % % % % % Q Q % % % % Northland Securities, Lattice-Schätzungen Altera Lattice Xilinx Deutschland baut sich voll - mit Photovoltaik-(PV-)Anlagen auf Dächern und Freiflächen (im Bild: das Haupttribünendach des Stadions in Bielefeld). Fast könne man meinen, der Strom komme nur noch über die Sonne aus der Steckdose. Tatsächlich tragen PV-Anlagen gerade einmal % zur Gesamtstromerzeu- gung bei. Dabei ist die installierte Modul-Leistung laut der AG Energiebilanzen im vergangenen Jahrzehnt exponential angestiegen - dank der Förderung in Milliardenhöhe, die nun zwar zurückgeschraubt wird, die Stromrechnung aber trotzdem teurer macht. // HH InfoClick CPLD-Marktanteile: Lattice Semiconductor nimmt den zweiten Platz unter den drei großen Anbietern programmierbarer Logik ein Unter den drei führenden Anbietern von "Complex Programmable Logic Devices" verzeichnet nur Lattice Semiconductor mit seinem MachXO- und ispMACH-Angebot dauerhaft steigende Marktanteile. Altera führt den Markt mit seiner MAX-Serie an. Xilinx bietet dazu seine Cool-Runner-Reihe. // HH InfoClick BRANCHENBAROMETER Recycling in der Photovoltaik Die ersten nennenswerten Installationen von Photovoltaikanlagen erfolgten Anfang der neunziger Jahre. Bei einer Lebensdauer von Jahren sind demnach die ersten ausgedienten Module zu erwarten. Die Industrie will bis dahin ein Rücknahme- und Recyclingprogramm entwickeln. BILDVERARBEITUNG Moderates Wachstum in Sicht . . . + % + % VDMA Abwärmenutzung in der Industrie Industrie und Gewerbe verbrauchen mit rund % fast die Hälfte der Endenergie in Deutschland. Prozessbedingt geben sie oft einen erheblichen Anteil an die Umwelt ab. Ob sich die Investition in Wärmerückgewinnungsanlagen rentiert, ist vom Einzelfall abhängig. Deutschen fehlt Internetkenntnis Eine Studie der Initiative D erklärt % der Deutschen zu "digitalen Außenseitern", die keinerlei Bezug zu Computern oder Internet haben. Weitere % seien "Gelegenheitsnutzer". Für sie bestehe die Gefahr, dass der Anschluss an die digitale Welt verloren geht. Industrielle Bildverarbeitung in Deutschland: Gesamtumsatz in Millionen Euro (Inland und Export) * Prognose Effiziente Logistik durch richtige IT Innovative IT-Werkzeuge sind maßgebend für effiziente Logistik. Ein individueller, optimaler Software-Einsatz minimiert Bestände, verkürzt Durchlaufzeiten und sichert eine bestmögliche Auslastung und hohe Termintreue. Ein modularer Aufbau hilft bei der Anpassung. Der Markt für industrielle Bildverarbeitung hat sich laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Jahr stark erholt (+ %) und zeigt für ein moderates Wachstum von %. Wachstumstreiber seien vor allem die D-Bildverarbeitung und die Standardisierung. // HH InfoClick Weitere Marktzahlen finden Sie unter: www.elektronikpraxis.de/Marktzahlen ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

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18 EMBEDDED COMPUTING // BETRIEBSSYSTEME TITELSTORY Wie ein System echtzeitfähig zu machen ist, hängt von den Echzeitanforderungen, dem Hardwaredesign und den Systeminteraktionen ab. Eine Systemoptimierung durch Interrupts Management, Thread-Prioritäten und Resource Sharing kann durchaus eine Herausforderung sein. Dieser Artikel bietet nicht die optimale Lösung für alle Konfigurationen. Er soll vielmehr das Bewusstsein von Entwicklern stärken, bestimmte Ziele durch neue oder bekannte Routinen und Lösungsmöglichkeiten zu erweitern. ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

19 EMBEDDED COMPUTING // BETRIEBSSYSTEME Echtzeit-Tuning für Windows Embedded Compact 7 Windows Embedded Compact 7 eignet sich grundsätzlich für Echtzeit ist aber in Bezug auf seinen Einsatz hochflexibel. Welche Anpassungen OEMs daher vornehmen können, erklärt dieser Beitrag. NIcOLAS BESSON * indows Embedded Compact 7, ein 32-Bit-Betriebssystem und das neueste Release von Microsofts Embedded- Betriebssystemen, bietet zahlreiche Dienste, die es OEMs erlauben, eine Vielfalt an unterschiedlichen Geräten zu entwickeln. Dazu zählen auch Systeme, die Echtzeitbedingungen erfordern, wie beispielsweise ein Gerät zur Signalerfassung. Windows Embedded Compact 7 besitzt eine hohe Flexibilität, um jedoch ein für eine bestimmte Anwendung festgelegtes Zeitverhalten sicherzustellen, werden OEMs an ihren Systemen gewisse Anpassungen vornehmen müssen, um die * Nicolas Besson... ... ist für den Engineering-ServicesAnbieter und Windows Embedded Gold Partner Adeneo Embedded tätig. Echtzeitfähigkeiten von Windows Embedded Compact zu optimieren. Dieser Artikel beschreibt die Interrupt Handling Architektur von Windows Embedded Compact und potenziell notwendige Optimierungen. Windows Embedded Compact 7 adressiert den Industrial-Markt. Zugleich ist es jedoch ausreichend allgemein gehalten, um in zahlreichen anderen Gebieten eingesetzt zu werden, vom GPS-Navigationsgerät bis zum Industrieroboter. Je nach Einsatzgebiet haben Entwickler unterschiedliche Anforderungen an den Funktionsumfang oder die Echtzeitfähigkeit eines Systems. Grundsätzlich bietet Windows Embedded Compact Echtzeitfähigkeit und arbeitet auf drei verschiedenen Typen von Prozessorfamilien (ARM, x86, MIPS), die Interrupts, Timer und den Zugang zum Speicher unterschiedlich handhaben. Aus diesen Gründen bietet Microsoft einen gene- rischen Kernel, der auf ein spezifisches Softwarelayer weiterleitet, genannt OEM Abstraction Layer. Diese Ebene ist jeweils pro Prozessor und Hardwaredesign spezifisch. Dieser Code kommt zusammen mit dem Board Support Package (BSP), das verbindlich für jede Plattform ist um einen Kernel und folglich auch das Runtime Image zu bilden. Da das OAL spezifisch zur Hardware ist, gebunden an das Runtime Image Design, enthält dieses Layer sämtlichen Zugang zur Hardware, wie z.B. die Register von Interrupt Controller, Timer und Real Time Clock. Microsoft stellt ein Set von Funktionen bereit, wie OEMInterruptInitialize und OEMInterruptDone, die implementiert werden müssen um den generischen Kernel mit der Hardware interagieren zu lassen. Außer dem erwarteten Verhalten dieser Funktionen gibt Microsoft jedoch keine Tipps mit auf den ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

20 EMBEDDED COMPUTING // BETRIEBSSYSTEME Interrupt Management unter Windows Embedded Compact: Es macht sich den für das OEM-AbstractionLayer spezifischen Code und die synchronisierten Objekte zum Vorteil, indem es das Verfahren in zwei Teile splittet: die Interrupt Service Routine (ISR) und den Interrupt Service Thread (IST). Weg, wie der Code geschrieben werden sollte. Eine logische Funktion namens Interpretation macht es jedoch leicht nachvollziehbar, dass ein System um so besser und leistungsstärker sein wird, je weniger Zeit ein System für Interrupts aufbringen muss. Unter Windows Embedded Compact macht sich das Interrupt Management den OALspezifischen Code und die synchronisierten Objekte zum Vorteil, indem es das InterruptManagement-Verfahren in zwei Teile splittet: die Interrupt Service Routine (ISR) und den Interrupt Service Thread (IST). Interrupt Management unter Windows Embedded Compact Sobald ein Hardware-Interrupt signalisiert wird, nimmt der Kernel davon Notiz und leitet die Information an die ISR weiter, deren Aufgabe die Identifikation des System Interrupts (SYSINTR) ist. Nach der Identifikation des Interrupts erwacht der assoziierte Thread, der in einem Treiber gehosted und dann weiterverarbeitet wird. Das bedeutet, dass ISR und IST-Code die Engstelle für die Reaktionsfähigkeit des Systems mit äußeren Impulsen sein können. Da der Kernel alle Interrupts ausblendet, die während der Ausführung der ISR geringer oder gleichwertig zur Priorität sind, ist es wichtig die Zeit zu verkürzen um die ISR zu beenden und einen SYSINTR-Wert zurückzugeben, sodass der Kernel alle IRQs mit minimaler Verzögerung wieder reaktivieren kann (außer dem aktuell ausgeführten Interrupt). Die Systemleistung kann sichtlich einbrechen, falls das System zu viel Zeit mit ISR verbringt, was bei einigen Geräten zu verpassten bzw. fehlgeschlagenen Interrupts oder Overrun Buffers führen kann. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die ISR im Kernel Modus läuft und keinen Zugang zu APIs eines High-Level-OS hat. Normalerweise führen aus diesem Grund ISRs lediglich grundlegende Aufgaben aus, wie beispielsweise schnelles Kopieren von Hardware-Register-Daten zu den Memory Buffers. Bei Windows Embedded Compact wird zeitintensives Interrupt-Processing für gewöhnlich in einem IST ausgeführt. Wie vorhin angesprochen zielt der Interrupt Service Thread (IST) auf die Verarbeitung von zeitaufwendigen Aktionen, wie Register Access und Datenmanipulation. Der IST-Code wird in einem Treiber gehosted und während der Interrupt-Initialisierung, die normalerweise während der Treiberinitialisierung ausgeführt wird, gestartet. Unter Windows Embedded Compact kann bei Threads ein Prioritätswert zwischen und festgesetzt werden, abhängig von der Wichtigkeit des Tasks, wobei für die höchste Priorität steht. Die ISR nutzt das Synchronization Event Object um den IST vor einem Interrupt zu bewahren. Während der Konfiguration des Interrupts durch den IST wurde dieses Objekt erstellt und dem IRQ zugewiesen. Danach benutzt das IST die WaitForSingleObject API um zu warten bis das Objekt gemeldet wird. Wenn der Interrupt stattfindet, teilt die ISR dem Kernel mit, welche Objekte gemeldet werden müssen, was den IST freigibt und ausführbar macht. Falls der IST der mit der höchsten Priorität laufende Thread ist, wird er so festgesetzt, dass er sofort ausgeführt wird. Microsoft Installable Interrupt Service Routine (IISR) Das ISR-Verhalten das in den vorangegangenen Passagen beschrieben wurde, ist eine allgemeine Methode und kann unter Umständen völlig nutzlos für ein spezialisiertes Gerät sein. Beispielsweise kann ein IRQ mehreren Geräten zugewiesen werden, wenn Shared Interrupts verwendet werden oder die Methode des Zugriffs und der Identifizierung der Interruptquelle (und daraus resultierend die Möglichkeit, den korrekten SYSINTR Wert an den Kernel zurückzumelden) nicht nur ein Lesezugriff auf die ProzessorRegister ist. Für diesen Spezialfall bietet Windows Embedded Compact eine Lösung. Die spezifischen Interrupt-Mechanismen, die zwar nicht direkt in den Kernel gespeist, aber während der Systemausführung installiert werden, können in der Installable ISR (IISR) aus- und durchgeführt werden. Demnach identifiziert der generische ISRCode erst die Interruptquellen, die eine generische Identität besitzen und leitet sie dann an die IISR weiter um diese nach speziell geregelten Interrupt Handles zu "durchsuchen". Wesentliche Aspekte der Echtzeitoptimierung Prioritäten-Tabelle: Unter Windows Embedded Compact kann bei Threads, abhängig von der Wichtigkeit des Tasks, ein Prioritätswert zwischen und festgesetzt werden, wobei für die höchste Priorität steht. Von Anfang an ist unser oberstes Ziel die Optimierung des gesamten Interrupt Ma- ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

21 EMBEDDED COMPUTING // BETRIEBSSYSTEME nagements, um die Zeit, die für das Interrupt Management gebraucht wird, zu verkürzen. Zudem soll die Reaktionsfähigkeit des Systems verbessert werden, um Echtzeitbedingungen zu ermöglichen. Wie zuvor erläutert wurde, kann man durch ISR und IST eine Optimierung erreichen. Allerdings ist dieser Lösungsweg nicht einfach und kann großen Einfluss auf das Hardwaredesign haben. Der Softwareentwickler sollte zuerst: die Hardware verstehen, inneinander geschachtelte (nested) Interrupts verwenden: die Prioritäten innerhalb der Hardware festlegen, verkette Interrupts vermeiden: sehr zeitaufwendig abhängig von der Anzahl der Geräte, Prioritätsumkehrung oder ­vererbung vermeiden. Verschachtelte Interrupts: Auf Prozessoren haben die IRQs Prioritäten und wenn der Kernel Interrupts verbirgt bevor der ISR angepingt wird, kann die höhere IRQ-Priorität die Ausführung der ISR stoppen. Durch die Verknüpfung dieses Verhaltens mit den Echtzeitanforderungen kann man die Reaktionsfähigkeit des ISR mit externen Impulsen erhöhen. Üblicherweise unterstützen ARMProzessoren die IRQ-Prioritätsmechanismen leider nicht, deshalb sollte man zwei Optionen berücksichtigen: optimieren der Default-ISR und Wiederaktivierung der Interrupts mit höherer Priorität, sowie sicher gehen, dass die ISR wiederverwendbar ist, Benutzung der FIQ Line (Fast IRQ) Verkettete Interrupts: Wie im Absatz zur Installable Interrupt Service Routine (IISR) beschrieben, bezeichnet ein verkettetes Interrupt eine einzelne Interuptlinie, die zwischen mehreren Geräten geteilt wird. In diesem Fall wird die ISR folgerichtig die registrierten IISRs für die festgelegte ISR-Linie aktivieren, bis die Quelle identifiziert ist. Die Identifikation des Interrupts in jeder IISR kann bis zu einigen Mikrosekunden dauern, sogar bei Optimierung, und möglicherweise Memory-Bus-Zugriff benötigen um die verbundenen Geräte-Register auszulesen. So kann man sich vorstellen, dass das Interrupt vom letzten abgefragten IISR kommen könnte und das System eine maßgebliche Zeit im Kernel verbracht hat, bevor es zurück kommt. Durch das Vermeiden von verketteten Interrupts kann man garantieren, dass die Zeit, während der Kernel Interrupts durchführt, eine obere Grenze hat, die niemals erreicht wird. Thread-Prioritätsumkehrung: In einigen Thread-Sperrzuständen kann der Kernel vorrübergehend die Prioritäten der Threads, die für die Sperrung verantwortlich sind, erhöhen, um ihnen die Entriegelung der gesperrten Systemressource zu ermöglichen. Dies wird Thread-Prioritätsumkehrung genannt. Durch das Vermeiden einer maximalen Prioritätenumkehrung verhindert man, dass der Kernel zusätzlich Zeit benötigt um System Threads und System Locks bis zur Beendigung des Threads neu festzusetzen. Prioritätenumkehrung lässt sich zwar reduzieren, allerdings ist es vor allem in komplexen Systemen schwer, sie vollständig zu verhindern. Wege zur Validierung der Echtzeitfähigkeit Die Validierung von Echtzeitfähigkeit auf einer echten Hardware und in einem Systemkontext ist äußerst wichtig. Es gibt verschieden Wege um die Validierung sicher zu stellen: Interrupt latency (Interrupt-Wartezeit): Der übliche Weg, Interrupt-Wartezeiten zu überprüfen, ist die Verwendung eines Rechteckwellen-Generators als Quelle eines Interrupts auf einem dedizierten GPIO, welcher den Inputlevel auf eine Prozessor-GPO reflektiert. Die verstrichene Zeit zwischen der Rechteckwellenkante und der GPO-Kante repräsentiert die Zeit, die das System benötigt die Kante beim Input zu bearbeiten. IlTiming: Dieses softwarebasierte EchtzeitMessungs-Tool misst ISR- und IST-Wartezeiten. OSBench: Die OSBench-Applikation führt "Scheduler Performance-Timing Tests" durch, stellt die Dauer eines grundlegenden Kernel Tasks fest. Kernel Tracker: Der Kernel Tracker zeigt die Interaktion zwischen Prozessen, Threads und Interrupts. Er protokolliert Interrupts, TLB-Verfehlungen und Prioritätsumkehrungen. "Out-of-Bounds"-Systemtests: Ein System kann außerhalb des Sollzustandes getestet werden, indem man System-CPU und Speicher überlädt. //MH Messehinweis: Microsoft präsentiert Windows Embedded Compact 7 auf der Embedded World 2011 in Hall 11, Stand 318 Microsoft: +49(0)89 31760 InfoClick Windows Embedded Produkthomepage MSDN Embedded Developer Center Windows Embedded Community www.elektronikpraxis.de InfoClick 2492451 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

22 PRÜFSTAND // Prozessoren für embedded-systeme Embedded-GHz-Mikroprozessoren unter die Lupe genommen Atom, Athlon, ARM oder Loongson ­ bei den stärksten EmbeddedMikroprozessoren haben Entwickler die Qual der Wahl. Prozessorexperte Prof. Christian Siemers hat die Kandidaten gründlich verglichen. enn man sich die PCWelt anschaut, dann beginnen die Prozessoren etwa in der Intel/AMDMobile-Klasse, also mit Intels Atom- oder AMDs Geode (LX) bzw. der neuen AMD-FusionFamilie. Das Ende nach oben ist offen. Im Embedded-Bereich hingegen stellen Prozessoren bzw. Mikrocontroller der Intel/ AMD-Mobile-Klasse wohl die Spitze dar ­ von Ausnahmen einmal abgesehen. Im Bereich der PDAs, der Smartphones und der industriellen Anwendungen mit hohem Performancebedarf treffen diese Welten nun aufeinander: Noch PC oder schon eher EmbeddedSystem bzw. System mit spezialisierten Funktionen? Dieses Zusammentreffen ist auch am CPU- und MCU-Markt zu erkennen, denn in dieser Performanceklasse treffen die bekannten Prozessoren aus der Pentium-Leistungsklasse die in der Embedded-Welt ebenso bekannten Highend-MCUs, vertreten durch ARM CortexA8/A9 ­ und neuerdings auch den MIPSbasierten Loongsom 2F chinesischen Ursprungs. Grund genug, diese Prozessoren/ Controller einmal nebeneinander zu stellen. Embedded-Prozessorvergleich: Welche CPU/ MCU eignet sich für die jeweilige Applikation im Embedded-Bereich? Je nach Applikation den richtigen Prozessor wählen Es wird kein Vergleich mit einem Punktesystem sein, bei dem am Ende herauskommt, dass der Mikrocontroller/-prozessor xyz der Beste ist, denn den "Besten" für alle Fälle kann es nicht geben. Ziel der Darstellungen ist es vielmehr, jeden, der eine spezielle Applikation im Auge hat, ein wenig mehr in die Lage zu versetzen, einen geeigneten Typ herauszufinden. Und das steht und fällt mit den Vergleichskriterien. Schaut man auf die Applikationen, so stellt sich oft heraus, dass eine oder wenige Eigen- schaften die Wahl der Hardware dominieren: Performance-orientiert, Input-/Output-orientiert, Sicherheit/Security oder Sicherheit/ Safety, Low-Power oder auch nur die Verfügbarkeit einer bestimmten Software, z.B. eines Betriebssystems können hier relevant sein und alle weiteren Kriterien als zweitrangig erscheinen lassen. Aus dieser Liste von Kriterien wird im Rahmen dieses Beitrags eine nicht betrachtet: Der Sicherheits-/SafetyMarkt ist doch sehr eigenständig, da hier die Maßstäbe, die bezüglich Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit an die Prozessoren gelegt werden, sehr hoch gesteckt sind. Die Erreichung einer Wahrscheinlichkeit von einem (maschinen-bedingten) Fehler in 109 Betriebsstunden (Failure in Time, FIT) ist eine echte Herausforderung, der die Hersteller mithilfe spezieller Prozessoren begegnen. Die stehen hier aber nicht im Fokus. Zur Performance-Orientierung wiederum ist zu sagen, dass es auch hier verschiedene Klassen von (Performance-hungrigen) Applikationen gibt: Stream-orientiertes Rechnen, also z.B. Audio- und Video-Streams, erfordert andere Eigenschaften als stark irreguläre Kontrollalgorithmen. Hier wird ­ neben der Taktrate und dem Speichersystem ­ viel über den Befehlssatz entschieden. Aus diesem Grund werden die in den Prozessoren integrierten Befehlssätze aufgeführt. Applikationen mit starker Orientierung an Input und Output werden durch zwei, eigentlich sogar drei Eigenschaften eines Rechnersystems unterstützt: Die Unterstützung durch integrierte Hardware ist natürlich der wesentliche Eckpfeiler, je weitgehender dies erfolgt, desto entlasteter ist die Softwareseite von In- und Output. Man stelle sich einmal vor: Im Durchschnitt über viele Applikationen im Embedded-Bereich gilt die Regel, dass der Prozessor mindestens um den Faktor 3 schneller getaktet sein müsste, gäbe es keine "intelligente" Peripherie, von Echtzeitfragen einmal ganz abgesehen. High Performance versus Low Power fällt im Rahmen dieser Darstellung natürlich relativ aus: Jeder der hier diskutierten Prozessoren zeichnet sich durch sehr hohe Performance aus. Natürlich gibt es Unterschiede, aber insbesondere ist ­ in Richtung dynamische Performance-Anpassung und damit auch balancierter Verlustleistung ­ der Blick auf die Flexibilität der Prozessoren interessant. Da gibt es aber noch mehr, was in der Embedded-Welt zählt: Die (lieferungstechnische) Verfügbarkeit, die Temperaturbereiche und die Aussagen zur Qualität der Bausteine: Wie umfangreich sind die Tests der Produk- ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

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24 PRÜFSTAND // PROZESSOREN FÜR EMBEDDED SYSTEME INTEL ATOM Thermal Design Power (TDP) N : , W Northbr. GSE: W Southbr. ICH -M: , W N : , W Southbr. ICH M: , W D : W Southbr. ICH M: , W E / : , / . W Southbr. EG T: , W(optional, siehe Text) N D E /N : /E /N : : AMD Geode LX : , W Southbr. CS (Companion Chip): , W Athlon II Neo (N L): W Southbr. M G: Turion II Neo (N L): W G-T R: W Southbr. A E: , W G-T N: W Southbr. A E: , W LX : N L: N L: G-T R: G-T N: : MHz (Memory DDR, N L: , GHz (Memory: DDR N L: , GHz (Memory: DDR G-T R: , GHz (Memory: LVDDR GByte G-T N: , GHz (Memory: DDR GByte) LX L : LX MHz) MHz) MHz) MHz, MHz, ARM CORTEX A AM ca. , W (gemäß elektrischen und thermischen Spezifikationen) LOONGSON F STLS F ca. W (gemäß elektrischen und thermischen Spezifikationen) Anzahl der Kerne ( -fach superskalar) Taktrate (pro Kern) N / : , GHz (FSB: MHz) N /D : , GHz (Memory: DDR MHz, / GByte) E /E : , / , GHz (Memory: DDR MHz, GByte) GHz (mit SDRAMController) MHz (mit DDR - Cache-Größe N / / : L : KByte Instruktionen KByte Daten L : KByte D : L : x KByte Instruktionen, x KByte Daten L : KByte E / : L : KByte Instruktionen KByte Daten L : KByte : KByte Inst., KByte Daten L : KByte N L: L : KByte Inst., KByte Daten L : x MByte N L: L : KByte Inst., KByte Daten L : x MByte G-T R:L : KByte Instruktionen KByte Daten L : KByte G-T N: L : x KByte Instruktionen x KByte Daten L : x KByte L : KByte Instruktionen KByte DatenL : KByte KByte Instruktionen KByte Daten L : KByte Befehlssatz N SSE N SSE E SSE N N N D E E / : x mit SSE , , Intel /D : x , Intel , , SSE , SSSE / : x mit MMX, SSE, , SSE , SSSE : Threads : Thread : Threads : Threads : Threads : Threads LX : x mit MMX N L/N L: x mit AMD , SSE , SSE , SSE a G-T R/G-T N:SSE , SSE , SSE , SSSE , SSE A LX : Thread N L: Threads N L: Threads ARM V , mit Thumb , NEON SIMD MIPS III mit SIMDErweiterung (ähnlich SSE ) SMT-fähig Thread Thread Betriebssysteme Linux, Windows, VxWorks, QNX, Android Linux, Windows Linux, Windows Embedded CE Linux, Windows CE ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

25 PRÜFSTAND // Prozessoren für embedded-systeme te? Welche Ausfallrate wird gemessen? Um es vorweg zu nehmen: Während Informationen zu Temperaturbereichen natürlich verfügbar sind, werden solche zu Ausfallraten etc. natürlich streng geheim gehalten ­ verständlicherweise, so dass in diesem Artikel keine Aussagen zu finden sind. An quantitativen Aussagen sind zunächst die Anzahl der Prozessorkerne, die jeweilige Taktrate pro Kern, die Anzahl der Threads pro Kern bzw. gesamt, sowie der verwendete Befehlssatz für eine Gegenüberstellung interessant. Im Zeitalter der Multicores ­ präziser ausgedrückt des Chip-integrated Multiprocessing (CMP) ­ kann die Anzahl der Kerne auch in Embedded-Systemen durchaus >1 sein, abhängig natürlich von der Applikation. Alle Anbieter haben aber auch SingleCore-Systeme im Rennen, deren Daseinsberechtigung außer Frage steht. Die Unterstützung mehrerer Threads ­ präzise mit Simultaneous Multithreading (SMT) bezeichnet ­ ist schon etwas komplexer. Allein die Definition von Threads als "Leichtgewichtsprozesse" ist schwammig und nicht eindeutig. Bei Prozessoren mit SMT, Intel spricht hier von Hyperthreading, wird pro superskalarem Kern versucht, die Auslastung der Ressourcen nicht nur von einem Programmfluss (Thread), sondern von mehreren gleichzeitig zu erreichen. In der Auswirkung entspricht SMT wieder in etwa einem Multiprocessing (weshalb in Betriebssystemen auch "Kerne" statt Threads gezählt werden), in der Architektur gibt es aber wesentliche Unterschiede. Verarbeitungsgeschwindigkeit und Befehlssätze Die Taktrate der Probanden liegt so um die 1-GHz-Marke herum, präzise zwischen 600 MHz und 1,6 GHz. Diese ist hauptverantwortlich für die Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber eben nicht ausschließlich, wie bereits ausgeführt: Allein aus der Tatsache, dass der eine Prozessor mit 1,6 GHz getaktet ist, der andere mit 1 GHz, lässt sich nicht schlussfolgern, dass sich die Bearbeitungszeiten für den gleichen Algorithmus im Verhältnis 1:1,6 (oder 5:8) verhalten, denn dazwischen liegen noch Befehlssatz, Speicherarchitektur und -auslegung, Compiler etc. Bei den Befehlssätzen gibt es im Probandenfeld drei Lager: x86-Derivate von Intel und AMD, die ARM7-Architektur sowie die MIPS-kompatible Loongsom-Architektur, jeweils mit Erweiterungen. Diese sind auf der einen Seite 64-Bit-Befehlssätze, bei Intel und AMD jeweils unterschiedlich ausgeprägt, sowie der Thumb2-Befehlssatz bei ARM, der durch die Beschränkung auf 16-Bit-Codierung enorm Platz im Codespeicher spart, auf der anderen Seite die spezielleren SIMD(Single-Instruction-Multiple-Data-)Befehlssätze, SSEx, NEON und ­ ganz neu ­ AVX (Advanced Vector Extensions), die auch als Vektorbefehle bezeichnet werden. Diese Vektorbefehle berechnen mehrere Datenverknüpfungen mit geringerer Bitbreite auf einen Schlag, was z.B. bei Grafik oder ähnlichen Strukturen enorme Vorteile bringt. Letztendlich soll man von den Befehlssätzen nichts bemerken ­ außer, dass bestimmte Applikationen wohltuend schnell laufen, denn Compiler und Laufzeitbibliothek sollen diese entsprechend nutzen. Wichtig ist ggf. nur das Wissen, dass diese vorhanden sind, um die Unterstützung der jeweiligen Applikation abschätzen zu können. Bei Taktraten von 1 GHz weiß wohl jeder, dass der aktuelle Halbleiterspeicher nicht mithalten kann. Es ist kurios, dass es einen Zeitraum gab, in dem Prozessor- und Speichergeschwindigkeit identisch waren. Vor- Microcontrollers Stromsparende Mikrocontroller für batterieschonendes Design Microchip bietet geringsten Stromverbrauch im Aktiv- und Sleep-Modus Erhöhen Sie die Batterielebensdauer Ihrer Anwendung durch PIC® Mikrocontroller mit nanoWatt XLP Technologie. Die branchenweit geringste Stromaufnahme im Aktiv- und Sleep-Modus ist dabei garantiert. Microchips neue PIC12F182X-, PIC16F182X- und PIC16F19XX-MCUs bieten umfangreiche Peripherie sowie eine Stromaufnahme im Aktivmodus von weniger als 50 A; im Sleep-Modus bis hinab auf 20 nA. Damit lassen sich batterieschonende Designs entwickeln, die auch mit kapazitiver Berührungssensorik, LCD, Datenkommunikation und anderen Funktionen ausgestattet werden können, durch die sich Ihre Produkte vom Wettbewerb unterscheiden. Microchips verbesserte Mid-Range 8-Bit-Architektur bietet bis zu 50% mehr Leistungsfähigkeit und 14 neue Befehle, was eine bis zu 40% bessere Code-Ausführung gegenüber früheren 8-Bit PIC16 MCUs garantiert. PIC12F182X- und PIC16F182X-Baureihen bieten: Gehäuse von 8 bis 64 Pins mTouchTM kapazitive Berührungssensorik umfangreiche DatenkommunikationsPeripherie Dual I2CTM/SPI-Schnittstellen PWM-Ausgänge mit unabhängigen Zeitbasen Datensignal-Modulator PIC16F19XX-Bausteine bieten: mTouch kapazitive Berührungssensorik LCD-Treiber umfangreiche DatenkommunikationsPeripherie mehr PWM-Kanäle mit unabhängigen Timern bis zu 28 KB Flash-Programmspeicher verbessertes Daten-EEPROM 32-stufige Bandlückenreferenz drei Rail-to-Rail Eingangskomparatoren Digital Signal Controllers Analog Memory EINFACHER START IN 3 SCHRITTEN 1. Low-Power-Vergleichsvideos ansehen 2. Low Power Tipps und Tricks herunterladen 3. Samples und Entwicklungstools bestellen www.microchip.com/XLP PIC16F193X"F1" Evaluierungsplattform DM164130-1 Intelligent Electronics start with Microchip www.microchip.com/xlp Der Name Microchip, das Microchip-Logo und PIC sind eingetragene Marken; mTouch ist eine Marke der Microchip Technology Incorporated in den USA und in anderen Ländern. © 2010 Energizer. Energizer ist eine Marke von Energizer. Alle anderen Marken sind im Besitz der jeweiligen Eigentümer. © 2010, Microchip Technology Incorporated, Alle Rechte vorbehalten. ME269Ger/08.10

26 PRÜFSTAND // Prozessoren für embedded-systeme her war der (Kern-)Speicher wesentlich langsamer, was zu der Entwicklung der CISCArchitektur (Complex Instruction Set Computing) geführt hatte. Jetzt ist der Speicher wieder viel langsamer als die Prozessoren, was diesmal zur intensiven Nutzung von Cache-Speicher führte. Wenn man also die Kopplung von Prozessor und Speicher beurteilen will, muss man zwei Dinge betrachten: Das Interface zum Speicher und die Integration von Cache am Prozessor, besser auf dem Prozessor-Die, denn bei solchen Geschwindigkeiten muss der Level-1-Cache direkt integriert sein. Alle hier dargestellten Prozessoren bieten solchen L1-Cache an. Dieser Cache Level 1 ent- scheidet über sehr viel der resultierenden Performance. Hier scheint sich ein "machbarer" Kompromiss bei mehr oder weniger allen Herstellern eingestellt zu haben: 32 KByte Größe, getrennt für Instruktionen und Daten, gilt offenbar als die maximale Größe, um auch bei höchster Prozessortaktung noch in einem Zyklus zugreifbar zu sein. Gleiches gilt für den Cache Level 2. Hier gibt es bei Mehrkernprozessoren immerhin die Variationsmöglichkeit, ob L2 privat ist oder nicht, also "shared" über alle Prozessoren. Letzterer Fall hat den Vorteil, dass der Datenaustausch sehr viel einfacher ist, allerdings mit dem Preis eines komplexeren Interfaces. Auch hier ist die Antwort eindeutig: Fazit unseres Autors Prof. Christian Siemers man Werte zwischen 2,1 (Cortex-A8) und 5,7 (turion II neo). Ist es also das ziel, höchste effizienz zu erreichen, sind Cortex-A8 und Intel Atom e620 die sieger, bei Performance hingegen Intel Atom d510 und Amd turion II neo. die Verhältnisse ändern sich allerdings nicht um Größenordnungen! Andererseits können die schwerpunkte ganz anders gesetzt sein: Wollen sie einen integrierten Grafikprozessor? dann ist der Amd Geode eine gute Wahl, und auch der Am3703, die hier besprochene Implementierung des Cortex-A8, bietet ein display-subsystem an. sind hingegen die Anforderungen an die Peripherie sehr speziell, dann wird man eher auf integrierte (oder durch die notwendigen zusatzbausteine vorhandene) Peripherie verzichten wollen und einen "puren" Chip wählen. In diesem fall haben sie mit der e6xx-familie von Intel, dem Loongson 2f und auch dem Cortex-A8 gute Wahlmöglichkeiten. Und dann wäre da noch das binäre Interface der Prozessoren: PC-Welt (also irgendwie noch x86-kompatibel) oder nicht? dieses wird durchaus immer noch diskutiert, meist mit eher emotionalen Argumenten, denn in einer Welt, in der wir versuchen, möglichst weit von der Hardware zu abstrahieren, spielt das eigentlich nur noch "gefühlt" eine rolle. Allerdings sind Verfügbarkeit von Compilern, betriebssystemen und weiteren tools ein gutes Argument: richten sie sich also danach, welche softwareunterstützung sie speziell für Ihren einsatzfall haben. 256-512 KByte L2-Cache, gemeinsam für Instruktionen und Daten, aber privat für jeden Kern, erscheint wohl als die beste Antwort. Bei dem Interface zum Hauptspeicher allerdings divergieren die Methoden. Intel verfolgt traditionsgemäß das Konzept des Frontside-Bus (FSB) [1]. Frontside bedeutet hierbei die Abgrenzung zum früher verwendeten Backside-Bus, der die CPU mit Cache-Speicher verband (und der aufgrund der Integration des Caches auf dem Prozessor-Die entfallen ist). Die dahinter angegebene Zahl entsprach zunächst dem Takt des Busses (der sich mit einem Faktor multipliziert in der CPU und der Peripherie wiederfand), später wurden die doppelte und vierfache Datenrate integriert. So heißt FSB1066, dass hier ein Takt von 266 MHz mit einer vierfachen Datenrate vorhanden ist. Die Nutzung des FSB bedeutet, dass ­ direkt oder indirekt ­ dahinter ein Interface zum Hauptspeicher (Northbridge) und zur Peripherie (Southbridge mit Peripherie) auf der Platine integriert sein müssen. Für den Embedded-Bereich hat sich schon seit Jahren durchgesetzt, auch die Grafikeinheit in die Northbridge zu implementieren. Dies sind Kosten in Euro und Energie, die berücksichtigt werden müssen. Auf Seiten der Geschwindigkeit ist zu beachten, dass alle Zugriffe durch den Frontside-Bus gehen müssen. Grafik-, Speicher- und PCIExpress-Controller integrieren Das hat wohl auch Intel dazu bewegt, bei zumindest einigen neueren Versionen den Memory Controller auf dem Prozessor-Die zu integrieren ­ und bei den neuen Atom- und Core-i3/i5/i7-Prozessoren auch die Grafik im Prozessor zu integrieren und damit ganz auf die Northbridge zu verzichten. In diesem Fall wird auf die Southbridge, der nun als Controller Hub bezeichnet wird und der die weitere Peripherie einbindet, mithilfe des PCIExpress-Busses zugegriffen. Der Memory Controller ­ also die Northbridge ­ entfällt auch bei AMD, weil auch hier der Speichercontroller in der CPU enthalten ist. Die Kopplung zur weiterhin vorhandenen Southbridge übernimmt HyperTransport, ein Hochgeschindigkeits-Bus serieller Natur. An dieser Stelle wird also nur ein Peripheriechip benötigt, wobei dies auf Kosten der Flexibilität im Speicherinterface geht. ARM selbst ist fabless, d.h. es werden keine Chips hergestellt und vertrieben. Um den Cortex-A8 in den Vergleich einzubeziehen, muss man auf die Implementierung durch andere Firmen ausweichen, hier wurde der AM3715/03 von Texas Instruments gewählt. Prof. Dr. Christian Siemers: ist der Autor dieses Embedded-Prozesservergleichs. Er ist Professor für Hardwareentwicklung und Robotik am Institut für Informatik der TU Clausthal die tabelle in diesem beitrag fasst einige familienmitglieder von Amd, Arm, Intel und mIPs/Loongson mit ihren wesentlichen eigenschaften zusammen, um dadurch ein wenig Vergleichbarkeit zu schaffen. Was hierin nicht enthalten ist, sind eigenschaften wie Qualifikation für den embedded-bereich, verfügbare temperaturbereiche usw. das wäre jeweils individuell hinzuzufügen. den einen finalen tipp gibt es leider nicht, dafür aber einige: schauen sie zunächst auf die Verlustleistung (tdP) und die taktrate: das Verhältnis bewegt sich zwischen 2,1 (Cortex-A8) und 11,4 (turion II neo). bezieht man noch die Anzahl des threads und (beim Loongson 2f) die superskalarität (hier mit einer Performance von 1,5 anstatt 4 bewertet) mit ein, erhält ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

27 Think Microcontroller. Think Silica.

28 PRÜFSTAND // PROZESSOREN FÜR EMBEDDED SYSTEME Bild : Schichtenmodell Applikation, Betriebssystem und Hardware Hier wird der Unterschied mehr als deutlich: Ein Speicherinterface ist für SDRAM und Flash/SRAM etc. jeweils enthalten, und auch die Peripherie ist auf dem Chip integriert. Der Fall, dass applikationsspezifische Peripherie anzubinden ist, ist zwar möglich, aber im Grunde strebt man hier ein Einchip-System (bis auf den Speicher) an. Der MIPS-basierte Loongsom F wurde anfangs bei ST als STLS F hergestellt. Inzwischen verbauen andere Fabs den Core. Die -Bit-MCU weist ein PCI-Interface und ein DDR zur Anbindung von Peripherie und SDRAM auf. Die auf dem Chip integrierte Peripherie beschränkt sich allerdings auf den Interrupt-Request-Controller, alle anderen Teile müssen extern aufgebaut sein. Die Verlustleistung ist auch so eine Sache. Eine schöne Angabe ist die Thermal Design Power (TDP): Dies ist die maximale Verlustleistung, die dann ja im Betrieb von elektrischer in thermische Energie umgesetzt wird und somit im Design eines Boards als maximal abzuführende thermische Leistung berücksichtigt werden muss ­ nicht mehr, aber auch nicht weniger [ ]. Hieraus lässt sich natürlich auch schließen, wie die elektrische Versorgung ausgelegt sein muss, aber die wirklich benötigte Verlustleistung und damit die Laufzeit pro Batterieladung sind so nicht zu ermitteln (sondern nur im schlechtesten Fall). Dennoch wurde TDP aufgeführt, weil diese Größe eben diejenige ist, die sich vergleichen lässt. Die Atom-Prozessoren von Intel erfreuen sich wohl der größten Bekanntheit. Intel hat hier mehrere "Serien" im Programm, so die N- (Netbook), Z- (Smartphones) und die D(Desktop) Serie. Neu gibt es die E- (Embedded) Serie, mit der E -Familie, bei der der Übergang vom Northbridge/SouthbridgeSystem, für PCs bestens geeignet, auf das Embedded-kompatible PCI-Express-System vollzogen wurde. Im November stellte Intel dann mit der E C Prozessorserie einen Atom-Prozessor mit einem FPGA von Altera auf einem Multichipmodul vor, der sogar ganz ohne weitere Komponenten aus- kommt. Der FPGA ist über PCI Express angebunden und führt frei konfigurierbare Schnittstellen aus, wodurch das Systemlayout sehr flexibel an die individuellen Anforderungen angepasst werden kann. In diesen Artikel einbezogen wurden N , N und D (in Richtung Performance optimiert), Z (Power-optimiert) und E xx (Basis-Level und Power-optimiert), um die vielen Varianten bei Intel einigermaßen abzudecken. Wie bereits angekündigt muss man diese Prozessoren jeweils mit den notwendigen Interface-Chips betrachten, um das System im Mindestumfang zu vervollständigen. Interface-Chip im EmbeddedBereich wird hinfällig Der N benötigt noch eine North- und eine Southbridge, N und D nur noch eine Southbridge, da sie ein Speicherinterface auf dem Die anbieten. Für den Z ist eine Kombination Northbridge/Southbrige (US W) bei Intel verfügbar, die einen Memory Controller mit u.a. zwei PCI-Express Kanälen und einen I/O Hub Controller enthält. Die E xx-Familie macht ­ wie die zweite Generation der Core-i /i /i -CPUs ­ den Schritt, der bald für den Embedded-Bereich notwendig ist: Ein Interface-Chip muss nicht mehr zwangsweise verwendet werden, da Grafik-, Speicher- und PCI-Express-Controller auf dem Die vorhanden sind. Dieser Schritt erscheint einleuchtend, denn einer der Unterschiede zwischen PCund Embedded-Welt besteht darin, dass die Schnittstellen beim PC (nahezu) genormt sind und somit in ein Interface integriert werden können, während im Embedded-Markt eine fast unüberschaubare Vielfalt gilt. Der Atom-Controller-Hub EG T bietet als Allrounder die wichtigsten Schnittstellen: x USB . Host, x USB Device, Gigabit-Ehernet und SATA. Alle anderen Interfaces können über PCI-Express angeschlossen werden, denn die E xx-CPUs haben einen Grafik-, Speicher- und PCI-Express-Controller auf dem Die. AMDs Prozessoren für den Embed- ded-Bereich reichen vom Geode mit Taktfrequenzen von MHz bis hin zum -CoreOpteron der -Serie mit , GHz (und mehr). Hier wird jedoch die Darstellung auf wenige Typen aus dem relativ unteren Spektrum beschränkt. Die ausgewählten Bausteine sind AMD Geode LX @ , W (im industriellen Temperaturbereich sollte der LX @ , W gewählt werden), der Athlon II Neo (R L) und der AMD Turion II Neo (N L). Dieses Feld teilt sich in zwei Lager: Die Geode-Prozessoren besitzen einen integrierten Grafikprozessor und Speichercontroller (Northbridge), so dass sie nur eine Southbridge, CompanionChip genannt, benötigen. Auch die Prozessoren der Athlon/Turion-Familie bieten eine Speicherschnittstelle, benötigen allerdings einen Grafikprozessor als Northbridge. Selbst bei Nichtgebrauch der Grafik kann die Southbridge ­ der Teil, der die gesamten Schnittstellen beherrbergt ­ nur via Northbridge mit dem Prozessor verbunden werden ­ zumindest bislang. Ganz neu sind die APUs (Accelerated Processing Units) der Embedded G-Serie von AMD, ebenfalls in der Tabelle enthalten. AMD bietet diese neuen APUs in fünf Leistungsstufen vom , GHz G-T R mit einer AMD -Singlecore-CPU und AMD Radeon HD Grafik bis hin zum G-T N mit einer AMD -Dualcore-CPU, , GHz und ansonsten identischen Komponenten. Die passende Southbridge ist in zwei Versionen erhältlich: Der "kleine" AMD A M Controller Hub hat sechs SATA-Schnittstellen mit GBit/s, x USB . und x USB . für die Anbindung von Maus und Tastatur. Der A e Controller Hub ergänzt das Featureset des A M um einen GBit/s Ethernet MAC, einen RAID , , Controller und vier -MHz-PCI-Slots. ARM ist seit Jahrzehnten erfolgreich mit Architekturen und Ideen am Markt vertreten, allerdings nicht mit hergestellten Chips. Aus diesem Grund muss auf andere Hersteller, hier Texas Instruments, ausgewichen werden, wenn es um die realen Eigenschaften der Produkte geht. So fiel die Wahl auf den AM , der einen Single-Core Cortex-A implementiert. Für den wesentlich schnelleren Cortex-A (oder gar der A ), der den A um mehr als die zweifache Performance übertreffen soll (allein durch die maximale Taktrate bis GHz), sind zwar Produkte z.B. von Samsung angekündigt, indes noch nicht verfügbar und somit auch nicht näher spezifiziert. Daher muss der Vergleich (noch) auf den A -Kern beschränkt werden... // HH Die Fortsetzung des Beitrags, Literaturverzeichnis und weitere Informationen: www. elektronikpraxis.de unter InfoClick . ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

29 Mit uns setzen Sie auf die richtige Karte! Unsere innovativen Produktneuheiten sind kein Glücksgriff, sondern das Ergebnis zukunftsorientierter und wegweisender Entwicklungsarbeit von State of the Art Embedded-Technologien. Im Messezentrum in Nürnberg präsentiert Ihnen die MSC/Gleichmann Gruppe vom 01.­ 03. März 2011 die neuesten Trends am Markt. Für Ihren ganz persönlichen Glücksgriff, laden wir Sie herzlich an unseren MSC/Gleichmann Black Jack-Tisch ein. Besuchen Sie uns auf der embedded world 2011, Halle 9, Stand 463. Teilen Sie unsere Visionen! Gerne vereinbaren wir auch einen individuellen Termin mit Ihnen auf unserem Messestand. Eine kostenlose Eintrittskarte stellen wir Ihnen auf unserer Website www.msc-ge.com zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen eine spannende Messezeit! Messe-Schwerpunkte ACTEL/Microsemi Atmel Cypress E2V Frequency Devices Lattice Renesas RF Components Samsung Display Group Embedded Computer Technologies LED Lighting V-1_2011-FS-5372 MSC Vertriebs GmbH +49 7249 910-0 · stutensee@msc-ge.com Besuchen Sie uns! www.msc-ge.com Nürnberg · 1. - 3.3.2011 Halle 9 · Stand 463

30 SERIE // COMPACT PCI SERIAL, TEIL HE-Backplanes für CompactPCI Serial CHRISTIAN GANNINGER * H. , die parallel zum CompactPCI-Bus genutzt werden können. CompactPCI Serial übernimmt dieses Konzept von CompactPCI und optimiert es weiter. Auch bei CompactPCI Serial ist das elektrische Interface im HE-Bereich untergebracht. Zur Verbesserung der Signalintegrität und zur Reduzierung der Kosten werden die Rear-I/O-Signale nicht mehr durch die Backplane durchgeführt, sondern die Front- und die Rear Transition Boards werden direkt im HE-Bereich ineinander gesteckt. Dabei ist der Anwender auch nicht an einen definierten Stecker gebunden, sondern kann den auswählen, der für seine Anwendung optimal passt. Es sind sowohl LowSpeed-, High-Speed- oder auch optische Steckverbinder denkbar. Signalführung auch zwischen den Boards CompactPCI Serial: HE-Front- und Rearboard m die verschiedenen Anforderungen an Systeme am Markt zu erfüllen, hat schon CompactPCI die beiden Kartenhöhen - und HE definiert. Das elektrische Interface ist bei CompactPCI im HE-Bereich untergebracht. Die Erweiterung auf HE wurde definiert, um dem Anwender zusätzlichen * Christian Ganninger ... ist Product Manager MicroTCA, Backplanes und PSU EMEA, Schroff / Pentair, Straubenhardt. Nutzen zur Verfügung zu stellen. Damit steht z.B. mehr als doppelt so viel Platz für die Elektronik auf dem Board zur Verfügung. Die Frontplatten der HE-Frontboards und der Rear-Transition-Module sind ebenfalls größer und erlauben somit eine weitaus größere Anzahl von Front- und Rear-I/OSchnittstellen. Darüber hinaus hat die PICMG in zahlreichen Unterspezifikationen zusätzliche Busse im HE-Bereich definiert, wie z.B. PSB oder Die anwendungsspezifischen Signale können auch in der Backplane zwischen den Boards geführt werden. In diesem Fall wird der CompactPCI-Serial-Steckverbinder dann auch im HE-Bereich eingesetzt. Zukünftige CompactPCI-Serial-Unterspezifikationen, die standardisierte Schnittstellen in diesem Bereich definieren, sind natürlich auch möglich. Um dem höheren Leistungsbedarf der HE-Boards Rechnung zu tragen, sind für die HE-Backplanes weitere Power Pins definiert worden, so dass für jeden HE-CompactPCISerial-Slot W Leistung zur Verfügung gestellt werden kann. Für Anwendungen im Telekommunikationsbereich sind zusätzlich noch vier -V-Pins definiert. // HH Schroff + InfoClick ( )

31 AKTUELLE PRODUKTE // EmbEddEd ComputiNg Com ExprEss Modul auf AMD-Fusion-Basis tion lassen sich auf dem congaBAF abspielen. congatec bietet derzeit fünf Prozessoren der Reihe, die vom AMD T44R 1,2 GHz Single Core (L1 Cache 64 KByte, L2 cache 512 KByte x2) mit 9 W TDP bis hin zum AMD T56N 1,6 GHz Dual Core (L1 Cache 64 KByte, L2 Cache 512 KByte x2) mit 18 W TDP reichen. Das conga-BAF verwendet den AMD Hudson-E1 Fusion Controller-Hub. congatec InfoClick 2537779 Mechanik und Elektronik für Embedded Systeme CompactPCI ® CompactPCI/CompactPCI Serial & VME/VME64x Komplettsysteme inklusive Backplane, Stromversorgung und Entwärmung Einfache und schnelle Anfrage online unter: www.schroff.biz/conf Konfigurierte Systeme in 9 Arbeitstagen AdvancedTCA, AdvancedMC und MicroTCA Für schnellen Datenaustausch nicht nur im Telekommunikationsbereich Absolute Zuverlässigkeit durch redundanten Systemaufbau und Hot-Swap-Fähigkeit Mezzanine-Karten zur Funktionserweiterung von Trägerplatinen congatec erweitert seine COMExpress-Produktpalette mit Prozessoren der AMD Embedded G-Series. Sowohl hochauflösende Multimedia-Inhalte als auch 3D-Spiele der neuesten Genera- auf der Messe and 230 Halle 12 St Displays effizient ansteuern dienoberfläche erfolgt unter VS.NET bzw. Linux. Schnittstellen wie USB (Memory Stick/ActivSync), Ethernet (FTP/HTTP/ Telnet Server), Audio (VoIP/ WAV/MP3) und CAN stehen zur Verfügung. PicoCOM4 (40 mm x 50 mm) basiert auf einer AtmelMCU mit ARM9-Kern und arbeitet mit 400 MHz. Das Board bietet 64 MByte Flash, 64 MByte RAM sowie Signale für 2x seriell, USB Host, USB Device, I2C, etc. F&S Elektronik Systeme InfoClick 2532097 Arm9-boArd pentairtechnicalproducts.com www.schroff.biz Das COM-Modul PicoCOM4 von F&S eignet sich für tragbare Geräte sowie als Anzeige- und Kommunikationsmodul für die Industrie und Medizintechnik. Die Erstellung der grafischen Be- Etx ExprEss COM Express mit USB 3.0 einem Intel Core i7 2715QE QuadCore-Prozessor mit Intel Mobile QM67 I/O Hub und USB 3.0. Die Boards sind mit PICMG COM Express rev. 2.0 Pin-Out Typ 2 oder Typ 6 erhältlich und beschleunigen Upgrades wie auch Neudesigns. Die verbesserte Intel Turbo Boost Technology, Advanced Vector Extensions und das Kontron Embedded Application Programming Interface (KEAPI) sorgen für mehr Performance. Kontron InfoClick 2517352 www.elektronikpraxis.de/newsletter Tages-Newsletter die Nachrichten der letzten 24 Stunden Jetzt 07283_01 Zeitgleich zum Launch der zweiten Generation der Intel-CoreProzessoren präsentiert Kontron seine COM Express basic Computer-on-Module-Familie ETXexpress-SC. Die COMs basieren auf anmeld ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

32 EingabEsystEmE // SilikontaStatur Tastatur für rauen Einsatz im Feld Silikontastaturen sind ideal für spezielle Kundenwünsche, etwa wenn sie in staubigen oder nassen Umgebungen eingesetzt werden sollen. Am Beispiel einer Kundenapplikation zeigen wir die Möglichkeiten. GuIdO KOPPING * astaturen haben ein breites Anwendungsspektrum. Hersteller müssen bei der Entwicklung ihrer Produkte Lösungen suchen, die dem Gebrauch und den Anforderungen exakt entsprechen. Zugleich sollten diese Lösungen natürlich in einem gewissen Kostenrahmen liegen, um das Produkt verkaufen zu können. Dennoch sind immer die Einsatzbedingungen entscheidend für die Auswahl der geeigneten Technologie. Staubige oder nasse Umgebungsbedingungen, Kontakt mit Reinigungsmitteln oder Chemikalien, lassen die Eingabegeräte bei ungeeigneter Technologie schnell verschleißen oder zerstören diese sogar. Bei unserer speziellen Kundenapplikation han- delt es sich um ein qualitativ hochwertiges Antennenmessgerät, welches häufig im Freien eingesetzt wird. Daher ist es absolut notwendig einen gewissen Grad an Nässe- und Staubschutz zu erreichen, damit der Kunde über einen langen Zeitraum hinweg problemlos mit dem robusten Gerät arbeiten kann. Eine weitere Anforderung war die Beleuchtung für das Tastenfeld, um die Eingaben selbst bei schlechten Lichtverhältnissen durchführen zu können. der Einsatzbereich als entscheidendes Kriterium Die abschließende Entscheidung für oder gegen eine Technologie hängt weitgehend vom Einsatzbereich ab. Um sich aber für eine Technik zu entscheiden ist es wichtig zu wissen, welche Eigenschaften oder Vorzüge die entsprechende Technologie hat und wie sie hergestellt wird, d.h. welche Kosten für Werkzeuge und Produkt entstehen. Zur Herstel- * Guido Kopping ...ist als Produktmanager für den Ausbau des kundenspezifischen Bereiches bei GeBE Computer & Peripherie tätig. lung von Silikonschaltmatten muss eine metallische Form hergestellt werden. Dieses Herstellungsverfahren ist relativ teuer, die daraus hergestellten Produkte eignen sich jedoch sehr gut für die Massenproduktion. Das Grundmaterial aus Silikonkautschuk wird im Werkzeug in der präzisen Menge eingebracht und anschließend unter hohem Druck und mit hoher, definierter Temperatur in dem Werkzeug derart gepresst, dass es sich in der gesamten Form verteilt und zu einem einheitlichen Werkstück verschmilzt. Auf Grund der hohen Elastizität des Materials sind leichte Hinterschneidungen in der Konstruktion möglich, das Produkt lässt sich dennoch problemlos entformen. In dem Herstellungsprozess lassen sich auch andere Metall- und Kunststoffteile in die Matte integrieren. Die anschließende Beschriftung geschieht meistens mit Siebdruck. Damit eine abriebfeste Legende entsteht, wird die Farbe in einem thermischen Verfahren in das Beständig: Die transparente Matte wurde an allen Tasten farblich passend beschichtet ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

33 Leistung in Hülle und Fülle. SuperSwitcherII TM sorgen für maximale Leistungsdichte SuperSwitcherIITM sparen Zeit und Geld bei DC-DC-Abwärtsreglern Anwendungen Server & Workstations Dezentrale Energiesysteme Teilenummer MIC26400 MIC26600 MIC26950 MIC27600 Eingangsspannung 4,5V - 26V 4,5V - 26V 4,5V - 26V 4,5V - 36V Ausgangsspannung 0,8V - 5,5V 0,8V - 5,5V 0,8V - 5,5V 0,8V - 5,5V Ausgangsstrom 5A 7A 12A 7A Gehäuse MLF® -28L MLF® -28L MLF® -28L MLF® -28L Industrieanlagen Moderne leistungsintensive Anwendungen erfordern die kontinuierliche Versorgung mit sehr hohen Strompegeln und gleichzeitig einen maximalen Wirkungsgrad und geringen Platzbedarf. Die Abwärtsregler SuperSwitcherIITM von Micrel mit hoher Leistungsdichte decken diese Anforderungen ab. Die Abwärtsregler im SuperSwitcherIITM mit integrierten FETs bieten eine exzellente Leistungsdichte. Ultraschnelle Sprungantwort, ein hoher Wirkungsgrad, Low-Duty-Cycle-Betrieb und Stabilität mit unterschiedlichen Kondensatortechnologien am Ausgang in jedem Kapazitätsbereich ­ damit sind die SuperSwitcherIITMBausteine einfach in der Anwendung und erlauben deutlich reduzierte Herstellkosten. Weitere Informationen erhalten Sie über Ihren MicrelVertriebsbeauftragten, oder besuchen Sie uns auf: www.micrel.com/ad/superswitcherII. Produktmerkmale Any CapacitorTM Stable ­ eliminiert Stabilitätsprobleme mit verteilter Kapazität oder ESR-Schwankungen Effiziente Regelung bei großen Spannungsdifferenzen (VIN, VOUT) ermöglicht hohen Wirkungsgrad Schnelle Sprungantwort erlaubt die Verwendung kleiner und preiswerter Ausgangskondensatoren Festfrequenzbetrieb vereinfacht das EMI-Design

34 EINGABESYSTEME // SILIKONTASTATUR Querschnitt: Hohe Anforderungen an die konstruktive Ausführung der Tastatur Silikon eingebrannt. Um die Widerstandsfähigkeit weiter zu erhöhen, gibt es zusätzlich Methoden zur Beschichtung bis hin zum Aufbringen von Tastenkappen aus Kunststoff oder Metall. Je nach Einsatzbereich muss die Tastatur verschiedenste Umweltbedingungen wie Kälte, Wärme, Sonneneinstrahlung oder Regen verkraften, sie darf keine Beschädigung durch Substanzen wie Reinigungsmittel, Säuren oder ähnliche aggressive Stoffe erleiden und muss eine hohe Abriebfestigkeit haben. In speziellen Fällen in denen die Hygiene eine große Rolle spielt, wie zum Beispiel in der Medizintechnik, gibt es auch antimikrobakterielle Beschichtungen, die Bakterienwachstum verhindern oder eindämmen. Die Anforderungen zur Hintergrundbeleuchtung sowie das "Feeling" der Tastatur gaben schließlich den Ausschlag für die Technik einer Silikonschaltmatte. Die alternative Technik einer Folientastatur wurde auf Grund der schwierigen Beleuchtungsmöglichkeit und dem subjektiv besseren Anfühlen verworfen. Zur Realisierung der Beleuchtung ist die Grundmatte als transparentes Teil erstellt worden. Bedienfreundliche Tastatursysteme nach Kundenwusch Hierdurch wird gewährleistet, dass eine unter der Matte angebrachte Lichtquelle durch die Matte hindurch leuchten kann. Zur Erleichterung der Bedienbarkeit sollten zusätzlich Bereiche und Tasten farblich unterschiedlich ausgeführt werden, damit der Benutzer nicht nach einer benötigten Taste Unterschiedliches Kraft-Weg-Verhalten "suchen" muss. Daher ist die Matte dem Kundenwunsch entsprechend farbig beschichtet worden. Diese zusätzliche Beschichtung gewährleistete dem Kunden ein maximal widerstandsfähiges Gerät. Um die Legende und Beschriftung sichtbar zu machen, ist die Beschichtung anschließend an den Symbolund Zeichenpositionen mit einem Laser entfernt worden. Dieses kundenspezifische Projekt stellte hohe Anforderungen an die konstruktive Ausführung der Matte und die Lage der Lichtquelle, da es unter ungünstigen Bedingungen zu ungewünschter Schattenbildung an der Oberfläche kommen kann. Die leitfähigen Kontaktpillen, zwei bis vier je nach Größe und Form der Taste, sind bei dieser Applikation jeweils an den Eckpunkten der einzelnen Taste angebracht. Dies gewährleistet den Lichtaustritt im Zentrum der Taste, genau an der Stelle, wo er gewünscht wird. Silikontastaturen sind für viele Anwendungen interessant Als Alternative wäre noch eine ringförmige Kontaktpille möglich gewesen, die allerdings meist extra angefertigt werden muss, während bei kreisförmigen Kontaktpillen sehr oft auf Standardprodukte zurück gegriffen werden kann. Die Anordnung der Pillen ist auf Seite unten dargestellt. So lässt sich erreichen, dass das Licht sehr gut und ohne störende Schatten an der Oberfläche der Taste durchdringen kann: Generell sind Silikontastaturen für die unterschiedlichsten Anwendungen interessant. Bedingt durch die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten und der Widerstandsfähigkeit des Materials eignen sie sich für eine große Anzahl von Applikationen aus Industrie, Medizin, Telekommunikation, Mess- und Steuerungstechnik, In den beiden Bildern sind zwei Beispiele für sehr unterschiedliches KraftWeg-Verhalten beschrieben. Anhand der beiden Bilder wird deutlich, wie sich die Konstruktion auf das Verhalten der Schaltmatte auswirkt und wie mit der Gestaltung Einfluss auf die Taktilität genommen werden kann. Ist das Werkzeug fertiggestellt, können solche kon- struktiven Änderungen nur noch bedingt ausgeführt werden. Anders sieht es mit der Härte des Materials aus. Hier kann auch nach Fertigstellung der Werkzeuge Einfluss auf die Taktilität genommen werden. Schaltkraft: ca. bis g Schaltweg: ca. , bis , mm Schaltzyklen:ca. . bis . . ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

35 EINGABESYSTEME // SILIKONTASTATUR Automotive bis hin zu Consumer Produkten, beispielsweise für Fernbedienungen. Silikonschaltmatte garantiert direkte Schaltfunktion Die Silikonschaltmatte wird verwendet, um eine direkte Schaltfunktion auf einer darunter liegenden Leiterplatte auszulösen. An der Unterseite der Tasten sind leitfähige Kontaktpillen aus Karbon angebracht. Das lässt sich im mittleren Bild auf Seite sehr gut erkennen. Diese drücken beim Betätigen der Taste auf die mäanderförmig ausgeprägten Leiterbahnen der Leiterplatte und lösen somit den Schluss des Kontaktes und letztlich den Tastendruck elektrisch aus. Um die Tastatur für das Messgerät herzustellen, ist es notwendig eine Leiterplatte zu entwickeln, bei der die Ausführung der Mäanderstruktur an die in der Matte verwendeten Kontakte angepasst wird. Das gewährleistet einen sicheren Schaltvorgang. meter, wie Kontaktwiderstand, maximale Strombelastbarkeit und Lebensdauer, entscheidend beeinflussen. Der Einfluss des KraftWeg-Verhaltens Durch die geometrische Gestaltung der Tasten, im speziellen des Stegs, und die Härte des Materials, lassen sich auch die taktilen Eigenschaften der Tastatur effektiv bestimmen. Das Kraft-Weg-Verhalten kann ebenfalls sehr gut an die Anforderungen der Applikation angepasst werden. Der Abstand der Kontaktpille zur Leiterplatte definiert den Weg oder besser Hub, die Konstruktion des Stegs und das verwendete Material beeinflussen maßgeblich die Kraftkomponente. Im Laufe der Projektphasen sind mehrere Änderungen an der Beschichtung vorgenommen worden, um der Oberfläche ein besseres Tastgefühl und eine bessere Durchleuchtung zu geben. Nach abschließender Klärung aller technischen Details und der Freigabe durch den Kunden, konnte das Produkt dann in Serie gehen. Das Beispiel zeigt, dass sich eine Matte aus Silikon für Tastaturen im rauen Umfeld gut eignet, da die Kontakte geschützt sind. Entscheidend bei der Wahl der richtigen Technologie ist das Umfeld oder der künftige Einsatzbereich. Nur mit diesem Wissen lässt sich eine vernünftige Planung und Dimensionierung anstellen. //HEH GeBE: + ( ) Beispiel Kundenapplikation: Das Messgerät muss staubige und feuchte Umgebungen überstehen Die geometrischen Dimensionen der Tastatur In unserem konkreten Fall wurden die Leiterbahnen an relativ kleine, am Rande platzierte Kontaktpillen, angepasst. In den beiden unteren Abbildungen auf Seite sind weitere denkbare Ausführungen der Leiterbahnstruktur und Kontaktpillenformen abgebildet, die hier nur exemplarisch für andere mögliche Formen stehen. Wichtig bei der geometrischen Gestaltung sind aber ebenso Faktoren wie Größe oder Länge der Taste, wie bei der Leertaste, eine eventuelle Hintergrundbeleuchtung, Taktiliät oder Hub der Tasten und vieles mehr. Die Leiterbahn kann beispielsweise als einfacher Mäander, Mäander und kammförmig ausgeführt sein. Je nach Material der Kontaktpille lassen sich die elektrischen und manuellen Para- Die Anordnung der Pillen: Sie lassen das Licht sehr gut und ohne störende Schatten an der Oberfläche der Taste erscheinen Leiterbahnanordnung: Beispiele zur Ausführung der Leiterbahnen unterhalb einer Taste InfoClick Unterseite Taste: Mögliche Ausführungen der Kontaktpillen Kundenspezifische Silikontastaturen von GeBE www.elektronikpraxis.de InfoClick ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

36 MEDIZINELEKTRONIK // APPLIKATIONEN Medizinprodukte gesetzeskonform entwickelt Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie strenge ComplianceVorgaben sind für Hersteller von Medizingeräten Hürden, die sie mit den richtigen Werkzeugen nehmen können. MATThEw KLASSEN * hart umkämpften und lukrativen Markt stehen viele größere etablierte Unternehmen in harter Konkurrenz zu kleineren neu gegründeten Unternehmen, die für den Entwurf und die Herstellung von medizinischen Hightechprodukten nur einen Bruchteil der Zeit benötigen, die vor wenigen Jahren noch erforderlich war. Wie in zahlreichen anderen Branchen ist in diesem Fall die Software die treibende Kraft bei der Entwicklung neuer Funktionen. Tatsächlich macht Software bei einem Hightechgerät mit durchschnittlichen Anforderungen schätzungsweise mehr als 50% der Forschungs- und Entwicklungskosten aus. Ein technischer Leiter formulierte es so: "Die Hardware ist die Plattform, die Software das Produkt." Durch den Einsatz von Software können bei der Produktentwicklung mehr Funktionen und Produktvarianten in kürzerer Zeit auf den Markt gebracht und gleichzeitig die Kosten sowohl für die Fertigung als auch die Wartung reduziert werden. Dies veranlasst viele traditionelle Produkthersteller, die Art und Weise, in der sie ihre Produkte entwickeln, zu überdenken. Viele stellen zwei bis fünfmal so viele Softwareentwickler ein wie "traditionelle" Maschinenbauer und Elektroingenieure. Bild: Thorben Wengert, pixelio.de Zunahme der Software sorgt für komplexere Abläufe Leider bringen aufwändige Softwareprodukte trotz aller Vorteile auch beträchtliche Herausforderungen mit sich. Ovum, einer der weltweit führenden Analysten im HightechBereich, schätzt beispielsweise, dass Geschwindigkeit und Umfang, in denen sich Software verändert, zehnmal größer sind als bei elektrischen Bauteilen und bis zu 100 Mal als bei mechanischen Bauteilen. Zudem sorgt die Verwaltung dieser Vielzahl an Produktvarianten für eine nicht unerhebliche Komplexität und einen Mehraufwand, der für die meisten Unternehmen schwer zu bewältigen ist. Eng zusammenhängende Entwicklungsprozesse verwandeln die einst hardwarezen- Gesetzliche Richtlinien: Die Hersteller von Medizinprodukten müssen sich an die Compliance-Vorgaben halten, was für viele einen immensen Mehraufwand bedeutet * Matthew Klassen ... ist Solution Marketing Manager bei MKS. ie Medizintechnikbranche deckt den Markt gegenwärtig mit einer Flut neuer Produkte ein. Im Jahr 2010 lag der weltweite Umsatz für Medizinprodukte laut Kalorama Information, The Global Market for Medical Devices, bei 300 Mrd. US-$ und wies einen bedeutenden Wachstumsanteil bei Hightechprodukten auf. Auf einem solch ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

37 MEDIZINELEKTRONIK // APPLIKATIONEN trierte Wertschöpfungskette in eine technologisch ausgerichtete Kette, in der Anforderungen, Systemmodelle und Testprodukte stetig erneuert und modifiziert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hersteller von Medizinprodukten mit zusätzlichen Hürden wie Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie strengen Compliance-Vorgaben konfrontiert sind. Manuelle Berichte sind nicht tragfähig Viele Hersteller halten ihre derzeitigen Tools und Prozesse zur Bewältigung dieser Herausforderungen daher für ungeeignet. Die manuelle Erstellung von Berichten zur Nachvollziehbarkeit und Compliance am Ende eines Entwicklungszyklus ist nicht mehr tragfähig. So benötigte ein Unternehmen zur manuellen Erstellung eines FDA 510k-Zulassungsantrags für eine neue Version 36 Personenwochen ­ zusätzlich zum Entwicklungszyklus. Darüber hinaus ergaben sich am Ende bei der Qualitätssicherung über 200 Ausnahmebedingungen. Damit steht dieses Unternehmen nicht allein. Zahlreiche andere Unternehmen müssen sich denselben Herausforderungen stellen. Führende Hersteller von Medizinprodukten müssen daher ihre Risiko-, Qualitäts- und Compliance-Prozesse in einen zentralen, softwarezentrierten Entwicklungsprozess integrieren, wenn sie nicht von agileren Mitbewerbern verdrängt werden wollen. Für das Risikomanagement werden üblicherweise gesonderte Tools und Prozesse in den Umgebungen eingeführt, in denen auch Anforderungen und Testprozesse verwaltet werden. In vielen Fällen werden zur Risikoverwaltung komplexe Excel-Tabellen verwendet, was einen erheblichen manuellen Mehraufwand bedeutet. Ein größeres Prob- MKS Integrity: berechnet automatisch die Risikoprioritätszahlen und liefert vorgefertigte Echtzeit-Dashboards lem besteht jedoch in der Trennung der Risiken von den übrigen Artefakten des Entwicklungsprozesses. Ein wesentlicher Punkt bei der Gewährleistung hoher Qualitätsstandards und schneller Innovationsprozesse ist die Nachvollziehbarkeit von Anforderungen und Designelementen, die der Risikominimierung dienen. Die Risiken präzise und effektiv verwalten Mit MKS Integrity, einer ManagementPlattform für die Entwicklung von Software und Systemen, können Unternehmen das Risikomanagement in den Produktzyklus integrieren, so dass Risiken nun in den System- und Datenmodellen aller anderen Lifecycle-Artefakte mit verwaltet werden. Auf diese Weise lassen sich Risiken präziser, zu- verlässiger und effektiver verwalten. Durch die Bereitstellung einer automatisierten FMEA-Lösung können Unternehmen mit der Softwarelösung außerdem Art, Beschreibung, Wahrscheinlichkeit und Schweregrad von Ausfällen verfolgen und anschließend die Risikoprioritätszahl (RPZ) automatisch berechnen. Anforderungen können daraufhin mithilfe einer "verringert durch"-Beziehung auf bestimmte Fehlerursachen zurückgeführt und die RPZ nach der Fehleranalyse erneut berechnet werden. Zusätzlich bietet die Lösung auch ein RisikomanagementDashboard, das Informationen in Echtzeit liefert. Ein weiteres Problem bei der Entwicklung von Medizinprodukten sind die manuellen Verfahren im Anforderungsmanagement. Die Erfassung von Anforderungen, Spezifikationen und Testergebnissen für un- Standardmäßige und modifizierte Gehäuse aus Aluminium-Druckguss, Metall oder Kunststoff. www.hammondmfg.com ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011 sales@hammondmfg.eu

38 MEDIZINELEKTRONIK // APPLIKATIONEN eines Produktes ermittelt werden. Der Leiter einer Entwicklungsabteilung stellte dazu fest: "Dank der Lösung können wir mit wenigen Mausklicks innerhalb von Minuten Nachvollziehbarkeitsmatrizen erstellen. Früher, als wir dies manuell tun mussten, haben wir mehrere Wochen dafür benötigt." Automatisierung von Compliance-Reports Die Einhaltung von gesetzlichen Richtlinien, die Compliance, ist eine schwierige Aufgabe, die alle Hersteller von Medizinprodukten erfüllen müssen. Für die meisten bedeutet dies einen immensen Mehraufwand, der den Ausschlag darüber geben kann, ob ein Mitbewerber geschlagen wird und entscheidende Marktanteile erworben werden, oder ob man der Marktentwicklung hinterher hinkt und bedeutende Einnahmen einbüßt. Viele Unternehmen erstellen Anträge an die FDA und andere Regulierungsinstanzen noch immer manuell. Dies zieht nicht nur den Entwicklungszyklus in die Länge, es erhöht auch das Risiko von manuellen Fehlern und Ausnahmebedingungen hinsichtlich der Compliance. Flächendeckende Nachvollziehbarkeit: Umfassende Echtzeit-Informationen über Risikodeckung und -verminderung werden übersichtlich dargestellt terschiedlichste Systeme sowie Soft- und Hardwareentwicklungen in verschiedenen Word-Dokumenten verhindert die Nachvollziehbarkeit von Entwicklungsartefakten. Alle größeren Frameworks zur Prozessoptimierung, einschließlich CMMI, weisen darauf hin, dass die Nachvollziehbarkeit ein zentraler Bestandteil bei der Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte ist. Da die FDA und andere Regulierungsinstanzen verlangen, dass alle Anforderungen durch entsprechende Testprozesse überprüft und bewertet sowie alle Risiken auf ein angemessenes Maß reduziert werden, müssen umfassende Funktionen zur Nachvollziehbarkeit bereitgestellt werden. steht ein zentrales Produkt- und Datenmodell zur Verfügung, um Risiken, Anforderungen, Spezifikationen und Testprozesse zu verwalten. Die Trace Relationships zwischen den Artefakten werden automatisiert verwaltet, da Traces getrennt von den Artefakten verwaltet werden. Reports zur Nachvollziehbarkeit werden automatisch erstellt. Dadurch können die Auswirkungen einer Änderung augenblicklich abgeschätzt oder die Qualität Reports lassen sich leicht anpassen Die spezielle MKS-Lösung für Medizinprodukte umfasst eine Reihe von vorkonfigurierten Reports, die eine Vielzahl der für Anträge an Regulierungsbehörden benötigten Komponenten erstellen, einschließlich der Berichte und Matrizen zur Nachvollziehbarkeit. Diese Reports können leicht an unternehmensspezifische Formatanforderungen angepasst werden. Compliance-Berichte für Hersteller von Medizinprodukten kann wesentlich optimiert optimiert werden. Die Hersteller von Medizinprodukten müssen viele komplexe Herausforderungen wie strenge Compliance-Vorgaben und regulatorische Vorschriften bewältigen. Mithilfe von Software-Lösungen lassen sich Risiko-, Qualitäts- und Compliance-Verfahren integrieren und automatisieren. //hEh MKS: +49(0)711 3517750 Die Vorzüge eines automatisierten Ablaufs In der Praxis stellen viele Unternehmen nach der Entwicklungsphase die Nachvollziehbarkeit manuell her, da sie für die Zulassung ihrer Produkte erforderlich ist. Diese Methode kann aufgrund des langwierigen manuellen Prozesses viel zusätzliche Zeit und Mühe kosten und Risiken erhöhen. Außerdem wird dadurch der Nutzen, den die Nachvollziehbarkeit durch die Automatisierung von Wirkungsanalysen, effektives Änderungsmanagement und Echtzeit-Informationen für die Qualitätskontrolle bringt, wieder zunichte gemacht. Den Entwicklungsabteilungen von Medizinprodukten PRAxIS WERT Bisher galt Software nur dann als Medizinprodukt, wenn sie direkt für das Funktionieren eines medizinischen Geräts verantwortlich war. Mit Inkrafttreten der geänderten Richtlinie im März 2010 müssen Softwarehersteller für jede Software, die medizinischen Zwecken dient, deren MDD-Compliance nachweisen. Wird das versäumt, droht ein EU-weites Vertriebsverbot. Strengere Vorgaben InfoClick Whitepaper: Software in der Medizintechnik Webcast: Medizinische Software standardkoform entwickeln www.elektronikpraxis.de InfoClick 2533544 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

39 AKTUELLE PRODUKTE // MediziNelektroNik Medical-tablet-Pc Mobiler PC mit Touchscreen Intel Atom N270 Prozessor, 1 GByte DDR2 Arbeitsspeicher und eine 1,8'' 60 GByte Festplatte. Der Tablet PC selber verfügt über WLAN, Bluetooth, Lautsprecher, zwei Mikrofone, eine 2-Megapixel-CMOS-Kamera und einen USB2.0 Port. Dank dazugehöriger Docking-Station sind die Anschlüsse 1 x Gigabit-LAN, 1 x RS232, 3 x USB und 1 x VGA vorhanden. Im Docking-Modus wird der Akku geladen. Lead Deutschland InfoClick 2551183 Das ACmaxxPrinzip. Der M1255 Medical-Tablet-PC von Lead Deutschland bietet ein 12,1'' Touchscreen-Display und ist nach EN60601-1, EN60601-1-2 zertifiziert und durch die IP65 geschützt. Im Gerät arbeiten ein EMI-Abschirmdichtung effizienz von 95 dB. Seine Fasern sind silberbeschichtet. Es eignet sich für tragbare medizintechnische Geräte. Ein selektiv beschichteter, druckempfindlicher Kleber kann dabei die Montage vereinfachen und beschleunigen. Das Material ist in kundenspezifischen Profilen sowie als rechteckige oder quadratische Streifendichtung erhältlich. Der Betriebstemperaturbereich erstreckt sich von -40 bis 70 °C. Chomerics Europe InfoClick 2551118 Gehäuse iN der MediziNtechNik Leistung Das Abschirmmaterial SoftShield 4850 von Chomerics Europe basiert auf einem multiplanaren, z-achsigen leitfähigen Schaumstoff und bietet eine durchschnittliche Abschirm- Verbrauch Auch mit der neuesten Lüftergeneration des ACmaxx, dem ACi 4400, bleiben wir unserem Prinzip treu: hohe Leistung bei immer weniger Verbrauch. Und das bei immer kompakteren Maßen. So wurde die Elektronik erstmals komplett in den Motor integriert, wodurch der neue Energiesparer genauso flach ist wie ein herkömmlicher 119 mm AC-Lüfter. Damit ist der 1:1-Austausch völlig problemlos. Und der lohnt sich jetzt besonders, denn strömungstechnische Optimierungen sorgen für noch geringere Betriebsgeräusche und höhere Effizienz als bei bestehenden ACmaxxLüftern ­ für Energieeinsparungen von bis zu 77 % bei fast doppelt so langer Lebensdauer. ACmaxx ­ kompakte, energieeffiziente Lüfter für den Netzbetrieb. www.ebmpapst.com/acmaxx LED-Modul für Chirurgen ne helle, gleichmäßige Beleuchtung und ermöglicht Chirurgen eine bessere und klarere Beurteilung von Situationen im Operationssaal. Es erreicht eine bis zu 50 Mal höhere Lebensdauer als herkömmliche HID-Lampen. Zusätzlich bietet das LED Illuminator Modul Präzisionsoptik, ein integriertes Wärmemanagementsystem sowie eine Abschirmung vor elektromagnetischen Interferenzen (EMI). PerkinElmer InfoClick 2527448 Fiber oPtic illuMiNator Von PerkinElmer kommt das LED-Modul OTFI-0250, um in der Medizintechnik Endoskope, Operationsmikroskope und Stirnlampen zu integrieren. Das Modul sorgt zum Beispiel für ei- Die Wahl der Ingenieure ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

40 LED-BELEuchtung // Ansteuerungstopologie Mehrere LED-Stränge mit einer Topologie ansteuern Viele Beleuchtungssysteme nutzen LEDs, da sie energieeffizient sind und wenig Wartung benötigen. Unser Beitrag stellt eine Topologie vor, mit der sich mehrere LED-Stränge ansteuern lassen. JAmES ALbERTI * LED als Lichtquelle: Energieeffizient und wartungsfreundlich Einzelnen LED-Strang mit einer Stromversorgung speisen Eine weitere, verhältnismäßig einfache Methode besteht darin, einen langen Strang mit einer einzelnen Reihe von LEDs anzulegen und über eine Stromversorgung zu speisen, die einen konstanten Gleichstrom hoher Spannung liefert. Die Spannungswerte liegen hierbei über den Werten der Schutzkleinspannung (SELV), d. h. über 60 VDC bzw. 42 * James Aliberti ... ist Product Marketing Engineer bei Texas Instruments und für das technische Marketing der Power Supply Controls verantwortlich. V RMS. Der Beleuchtungskörper bzw. das Gehäuse benötigt damit die Zulassung der zuständigen Prüforganisationen. Gleichzeitig ist der Entwickler weniger flexibel und kann das elektrische Design nicht ohne weiteres auf andere Anwendungen übertragen. Ein weiterer Gesichtspunkt bei dem Einstrang-Ansatz ist die Zuverlässigkeit des Systems. Bei einem Defekt einer LED fällt der gesamte Beleuchtungskörper aus. Es besteht zwar die Möglichkeit, mehrere Klemmschaltungen oder andere Vorrichtungen zu integrieren,allerdings würden sich damit die Kosten und Komplexität des Beleuchtungskörpers erhöhen. Bei Hochleistungs-LED-Beleuchtungssystemen ist eine Mehrstrang-Architektur, bei der die Stromregelung über Schaltregler erfolgt, am gebräuchlichsten. Eine einzelne Stromversorgung wandelt die Netzwechsel- spannung in eine Bus-Gleichspannung, die für gewöhnlich innerhalb der SELV-Werte liegt. Über den Bus werden die parallelen LED-Stränge versorgt, wobei in den einzelnen Strängen jeweils ein Abwärtswandler oder ein Aufwärtswandler vorhanden ist. Der Einfachheit beschränken wir uns auf die Abwärtswandler-Lösung, da die Aufwärtswandler-Variante von den Kosten und der Anzahl der Komponenten sehr ähnlich ist. Im Bild 1 ist ein Schaltkreis mit einem Abwärtsregler dargestellt. Der Schaltkreis umfasst einen PWM-Controller, eine Induktivität, einen MOSFET, eine Diode sowie mehrere Widerstände und Kondensatoren. Ist ein höherer Wirkungsgrad gefordert, kann die Diode gegen einen MOSFET getauscht werden, und es kann ein PWM-Controller eingesetzt werden, der einen synchronen BuckBetrieb erlaubt. ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011 tobias Zeller, pixelio.de ine einfache und kostengünstige Lösung ist eine Stromversorgung, mit der die Netzspannung in eine Ausgangsgleichspannung von 12 oder 24 V umgewandelt wird. An die Stromversorgung werden anschließend parallele LED-Stränge angeschlossen, wobei der Strom mit Widerständen in den einzelnen Strängen geregelt wird. Bei den heutigen ultrahellen LEDs, die teilweise Ströme über 350 mA aufnehmen, wäre ein solcher Ansatz sehr dissipativ, also zerstreut: Zum einen bietet er nur einen geringen Wirkungsgrad, zum anderen lässt sich der Strom nur unzureichend regeln, wodurch es zu erkennbaren Abweichungen der Lichtleistung in den einzelnen Strängen kommen kann. Bei einer optimierten Variante dieser Methode werden die Widerstände durch Linearregler ersetzt. Auf diese Weise wird über alle Stränge hinweg eine einheitlichere Lichtleistung erzielt. Hinsichtlich Wirkungsgrad oder Verlustleistung ergeben sich keine merklichen Verbesserungen. Eine reduzierte Verlustleistung ist jedoch sehr wichtig für eine lange LED-Lebensdauer. Bei den skizzierten Ansätzen wirken die eingesetzten Widerstände oder Linearregler als lokalisierte Wärmequellen und verkürzen damit die LED-Lebensdauer deutlich.

41 LED BELEUCHTUNG // ANSTEUERUNGSTOPOLOGIE Die Netzwechselspannung wird gleichgerichtet und einer Boost-Schaltung mit Leistungsfaktorkorrektur (PFC) zugeführt. Durch die PFC wird eine Spannung von V erzeugt, die wiederum die Eingangsspannung für einen nachgeschalteten DC/DC-Wandler bildet. Mit der Ausgangsspannung des DC/ DC-Wandlers wird anschließend ein LowVoltage-Bus realisiert, der normalerweise von bis V dimensioniert wird und der den Strom für die LED-Stränge mit den Abwärtsreglern liefert. Dieser Ansatz bietet einen relativ hohen Wirkungsgrad und ist eine gute Lösung, solange es wenige LED-Stränge sind. Bei Anwendungen mit höherer Leistung und vier oder mehr Strängen kann der Bauteile- und Kostenaufwand sehr hoch werden. Mehrere LED-Stränge kostengünstig verbinden Das Bild zeigt eine SIMPLE-(Series Input Multiple Parallel LED-)Steuerung, die eine kostengünstige Lösung zur Ansteuerung mehrerer LED-Stränge darstellt. Lässt man die PFC unberücksichtigt, handelt es sich dabei um einen zweistufigen Ansatz, bestehend aus einem invertierten KonstantstromAbwärtsregler und einem nachgeschalteten DC/DC-Wandler. Das Verfahren ist hoch effizient, bietet eine exzellente Stromregulierung für die LEDStränge und ist vor allem auch kostengünstiger als andere Ansätze. Baut man in jedem Strang eine einzelne passiv arbeitende Klemmschaltung (SCR Crowbar) ein, so bietet er auch eigene Redundanzfunktionen. So Bild : Kostengünstiger, einfach aufgebauter Schaltkreis mit einem Abwärtsregler wird sichergestellt, dass beim Ausfall einer LED oder eines einzelnen Strangs die übrigen Stränge weiter in Betrieb bleiben. Was für eine SIMPLE-Steuerung spricht Bevor wir uns mit der konkreten Funktionsweise beschäftigen, wollen wir noch einige Punkte betrachten, die auf Anhieb für den Einsatz einer SIMPLE-Steuerung mit mehreren Transformatoren sprechen. Als erstes ist festzustellen, dass es sich um ein Design mit galvanischer Trennung handelt, bei dem die sekundärseitigen Ausgangsspannungen so ausgelegt werden können, dass sie innerhalb der SELV-Werte bleiben. In die- sem Fall ist es nicht mehr erforderlich, den Beleuchtungskörper mit der Stromversorgung zu kombinieren. Ebenso entfällt die Notwendigkeit einer Sicherheitszulassung für die Anschlusselemente. Bewegt sich die Ausgangsspannung innerhalb der genannten Grenzwerte, bringt dies zusätzliche Flexibilität und ermöglicht unterschiedliche Lösungskonzepte, die für zahlreiche andere Beleuchtungssysteme übernommen werden können. Zwar ist für die Stromversorgung ­ ebenso wie für die in diesem Artikel behandelten Offline-Lösungen ­ noch eine Zulassung erforderlich, für den Beleuchtungskörper selbst jedoch nicht mehr. Das Design mit galvanischer Trennung ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

42 LED BELEUCHTUNG // ANSTEUERUNGSTOPOLOGIE Bild : Typisches Hochleistungs-LED-Beleuchtungssystem mit Abwärtsreglern Wirkungsgrad gewährleistet, und ist umso kostengünstiger, je mehr LED-Stränge die jeweilige Lösung hat. Die Ausgangsspannung der PFC-Schaltung bildet die Eingangsspannung des invertierten Abwärtsreglers. Letzterer ist so konfiguriert, dass er am Ausgang einen konstanten Strom liefert. Auf diesem Strom baut der geschlossene Regelkreis des Systems auf. Die erzeugte Ausgangsspannung wird der nachgeschalteten DC/DC-Transformatorschaltung zugeführt, die neben einem Halbbrücken-Controller zwei MOSFETs, die Kondensatoren C und C und die Transformatoren umfasst. Der Strom wird anschließend über die HalbbrückenMOSFET-Schalter zu den Primärseiten der in Reihe geschalteten Transformatoren geleitet. Wie sich die Anzahl der LEDStränge dimensionieren lässt Die Kondensatoren C und C nehmen dabei mehrere Funktionen wahr: Sie dienen zur Einrichtung eines Spannungsteilers für die Halbbrücke und fungieren als Bestandteile der Resonanzschaltung sowie als DC-Blocking-Kondensatoren, die einer Sättigung der Transformatoren entgegenwirken. Durch den Resonanzbetrieb können die MOSFETSchalter spannungslos schalten (Zero Voltage Switching, ZVS). Auf diese Weise werden Schaltverluste reduziert und die Ausgangsdioden werden veranlasst, ihrerseits stromfrei zu schalten (ZCS), wodurch jeweils der Wirkungsgrad erhöht wird. Der von Gleich- in Wechselstrom umgewandelte Strom wandert an der Primärseite aller in Reihe geschalteten Transformatoren hin und her. Dabei kann ziemlich flexibel festgelegt werden, wie viele Primärseiten in Reihe geschaltet werden können. Hierfür müssen nur die Wicklungsverhältnisse so ausgelegt werden, dass eine größere Bild : SIMPLE-Steuerung mit mehreren Transformatoren bedeutet auch unter dem Wärmemanagement-Aspekt eine deutliche Verbesserung, da die LEDs keine Mindestabstände zu Metalleinfassungen haben müssen. Darüber hinaus zeichnet sich das Design dadurch aus, dass das Signal vom Ausgang nicht zurückgeführt werden muss. Somit wird der Einsatz eines Optokopplers oder einer anderen sicherheitsgeprüften Rückkopplungseinheit mit galvanischer Trennung überflüssig. Ein weiterer Pluspunkt ist der einfache Aufbau der Sekundär- seite. Hier gibt es lediglich einige wenige passive Bauelemente, jedoch keine BiasVersorgung, aktiven Komponenten oder Steuerungen gleich welcher Art. Je mehr LED-Stränge, umso kostengünstiger Im Betrieb sorgt die SIMPLE-Steuerung für einen ausgezeichneten Stromausgleich mit weniger als einem Prozent Abweichung zwischen den verschiedenen Strängen. Sie bietet einen Resonanzbetrieb, der einen hohen Touch-Systeme in Single- und Eingabe-Systeme Ausgabe-Systeme Stromversorgungen Embedded Systeme Elektro-mechanische Bauelemente Engineering, technischer Support, Logistik Elektrosil Systeme der Elektronik GmbH Ruhrstraße 53 D-22761 Hamburg Multitouch-Ausführung · Infrarot · Resistiv · Kapazitiv & projiziert-kapazitiv · Touch-Controller & Interface Boards Tel. +49 (0)40 84 00 01-0 Fax +49 (0)40 84 00 01-65 anz@elektrosil.com www.elektrosil.com ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

43 LED BELEUCHTUNG // ANSTEUERUNGSTOPOLOGIE PRAXIS WERT Hochleistungs LEDs ansteuern In unserem Beispiel steuern zwei Transformatoren vier LED-Stränge mit einem Ampere an. An jedem Strang befinden sich zehn Hochleistungs-LEDs. Voraussetzungen: LED-Durchlassspannung Vf = , V bei einer Spannung/Strang = V Der Ausgangswert des DC-Abwärtsreglers mit V bildet den Eingangswert für die DC/DC-Transformatorschaltung. Somit liegt als Spannung an den in Reihe geschalteten Primärseiten die halbe Spannung des durch C und C gebildeten Kondensator-Spannungsteilers an, also jeweils V. Das Wicklungsverhältnis lässt sich relativ einfach berechnen: Primärspannung (VP) pro Transformator = Brückenspannung / Anzahl Transformatoren = V/ = V, Wicklungsverhältnis : Wicklungsverhältnis : (Gleichung ) Stränge ansteuert, ist zunächst zu beachten, dass pro Transformator abwechselnd immer nur ein Strang für einen halben Zyklus leitend ist. Das bedeutet, dass der Strom, der an den leitenden Strang abgegeben werden muss, um während der inaktiven Phase den Stromfluss in den LEDs aufrechtzuerhalten, doppelt so hoch wie der LED-Strom sein muss. Im vorliegenden Fall soll der LED-Strom ein Ampere betragen. Somit muss an die LED und den Filterkondensator pro Halbzyklus ein Strom von A abgegeben werden. Zur Berechnung des Stromwerts für den EMBEDDED PCs DISPLA YS POWER SUPPLIES High-End Sets für den industriellen Einsatz Dabei gilt: NP = Anzahl Wicklungen auf der Primärseite NS = Anzahl Wicklungen auf der Sekundärseite VS = Spannung auf der Sekundärseite bzw. am LED-String VP = Spannung an der Primärwicklung Bei der Berechnung des Ausgangsstroms der invertierten Abwärtsregler, wobei jeder Transformator zwei LED- Abwärtsregler (ISet) siehe Gleichung : Wie deutlich wurde, lassen sich die Anforderungen an die Transformatoren denkbar einfach bestimmen. Die SIMPLE-Steuerung erweist sich dabei als äußerst flexible Lösung für zahlreiche verschiedene Beleuchtungssysteme. Soll eine SIMPLE-Steuerung im Rahmen eines modularen Ansatzes in LED-Beleuchtungssystemen eingesetzt werden, müssen die vorgeschalteten Leistungsstufen (Komponenten für die Stromregelung in der Halbbrücke, im invertierten Abwärtsregler und in der PFC-Schaltung) so dimensioniert sein, dass sie in der Lage sind, die höchsten zu erwartenden Leistungen zu verarbeiten. · Langzeitverfügbare LCDs von AUO & NEC · Operat. Temp. -30°C ~ +85°C · Diagonalen von 3.5" ­ 65" · Mit LED- oder CCFL Backlight erhältlich · Kundenspezifische Firmware für Ansteuerkarten · Embedded Boards u. a. von Kontron & Advantech · Kundenspezifische Basisboards & COMs · Kundenspezifisches XP embedded · Touchscreens vormontiert oder mit Frontplatte · Passende Stromversorgungen Zahl von Transformatoren oder LED-Strängen unterstützt wird. Bei der Berechnung der Wicklungsverhältnisse muss die Anzahl der Stränge berücksichtigt werden, weil dadurch die Anzahl der Transformatoren und die Durchlassspannung der einzelnen Stränge vorgegeben wird. Beleuchtungssystemen bevorzugt mit aktiver PFC gearbeitet wird, betrachten wir diese der Einfachheit halber als Funktionsblock und ordnen ihrem Ausgang typische Werte zu. (...) Lesen Sie den vollständigen Beitrag weiter auf unserem Online-Portal. //HEH Texas Instruments: + ( ) Nürnberg, 1.-3.3.2011 Halle 9 -263 Für einen größtmöglichen Wirkungsgrad Um bei der Stromwandlung den größtmöglichen Wirkungsgrad zu erzielen, sollte eine möglichst geringe Strommenge verarbeitet werden. Hierzu müssen wir so nah wie möglich an der Eingangsspannung bleiben. Nachdem bei den meisten Hochleistungs- InfoClick LED-Treiber und Lichtlösungen von Texas Instruments (englisch) www.elektronikpraxis.de InfoClick www.fortecag.de FORTEC ELEKTRONIK AG Lec h wies enst r 9 D-86899 Landsberg am Lech Tel +49 (0) 8191 911 720 Fax +49 (0) 8191 21 770 info @ fo rtecag.de ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

44 OPTOELEKTRONIK // HOCHVOLT LEDS Hochvolt-LEDs sorgen für wirtschaftlich sinnvolle Retrofits Hochvolt-LEDs dienen als Ersatz für die herkömmlichen Glüh- oder Leuchtstofflampen. Doch welche Anforderungen müssen sie haben und wie sieht der Markt aus? Unser Beitrag gibt Antworten. EWING LIU * LED-Designkonzeptionen: LEDs lassen sich mit Gleichstrom, Wechselstrom und als Hochvolt betreiben Vorteile: Die Hochvolt-LEDs von Everlight Electronics ie Prognosen schätzten das Volumen der Solid State Lighting Integral Lamps auf Millionen Einheiten im Jahr und Millionen für das laufende Jahr . Diese Menge mag zunächst eindrucksvoll erscheinen. Doch verglichen mit der Anzahl herkömmlicher Glüh- und Leuchtstofflampen nimmt sich der Anteil von LED-Retrofits mit einer Marktdurchdringungsrate von deutlich unter % noch immer * Ewing Liu ... ist als Produktmanager bei Everlight Electronics Co, Ltd. in Taiwan verantwortlich für LED-Beleuchtungsprodukte. sehr bescheiden aus. Das langsame Wachstum der LED-Retrofit ist auf den hohen Preis zurückzuführen. Halbleiterbeleuchtungslösungen für Anwendungen im Wohnbereich und Retrofit-Lampen liegen preislich immer noch höher als was der Verbraucher bislang im Handel zu zahlen bereit ist. Tatsächlich zögern die Kunden noch, das Zehnfache für einen Leuchtmittelersatz zu zahlen, der ebenso gut ist wie sein herkömmliches Pendant, trotz seiner ökonomischen Aspekte. Allgemein gesagt sieht die Prioritätenfolge der Kaufargumente des Privatverbrauchers explizit so aus: der Preis, dann das Packaging, Leistung und Energieeinsparung, die Produktlebensdauer, die Ästhetik und ganz zum Schluss erst der Markenname. Um ein rapides Marktwachstum von LED-Retrofits voranzutreiben, bedarf es eines neuen Lichtquellentyps, der diese Hindernisse gezielt angeht. Traditionelle Leuchtmittel haben einen sehr niedrigen Wirkungsgrad, bei Halogen-MR und PAR-Lampen sind es um die lm/W, bei Glühlampen nicht einmal das. LEDs mit einem höheren Wirkungsgrad stellen hier eine überlegene Alternative dar. Aktuelle LED-Leuchtmittel nutzen DC-LEDs als Hauptlichtquelle. Vergleicht man jedoch die Wirkungsgrade von LED-Leuchtmittel und DC-LED miteinander, ist der Unterschied nicht zu übersehen. Beispielsweise wird eine LED mit einer Lichtausbeute von lm/W, auch wenn sie richtig implementiert ist, eine Effizienz von nur lm/W oder weniger hervorbringen. Abzüge beim Wirkungsgrad resultieren aus Verlusten in der Optik, durch Wärme und vor allem die Treiberlösung. Eine Standard-Treiberlösung verbraucht nicht nur bis % der gesamten Energie sondern schlägt auch mit bis % der Materialliste zu Buche. Die kostspieligste Komponente der Treiberlösung ist der AC/DC-Wandler, der typischerweise aus einem Umformer und Gleichrichter oder anderen elektronischen Komponenten besteht. Könnte eine LED-Retrofit ohne eine komplette Treiberlösung auskommen, würde sich der Gesamtwirkungsgrad der Lampe mehr dem der LED, ihrer Lichtquelle, annähern. Der Verlust an Effizienz ließe sich potentiell zurückgewinnen und der Gesamtpreis der LED-Lampe reduzieren. Die besonderen Eigenschaften der Hochvolt LEDs Hochvolt-LEDs sind in Bezug auf ihre Leistung DC-LEDs. In gewissem Sinn sind HVLEDs mehrere DC-LEDs in einem einzigen Gehäuse oder Chip. Der einzige Unterschied besteht darin, wie die HV-LED angesteuert wird. Je näher die Spannung der HV-LED der der effektiven Netzspannung kommt, desto ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

45 OPTOELEKTRONIK // HOCHVOLT LEDS weniger Komponenten benötigt die Treiberlösung. Da die Spannung einer HV-LED der Netzpannung angepasst ist, wird ein Wandler in der Treiberlösung überflüssig. Im Ergebnis steigt die Gesamteffizienz und die Stücklistenkosten der LED-Lampe sinken. HV-LEDs von Everlight umfassen ab dem . Quartal eine - bis -V-Single-Chip HV-LED, eine -V- -Chip HV-LED-Serie für Nordamerika und Asien und eine -V- Chip-HV-LED-Serie für Europa. Werden LEDLampen mit diesen HV-LEDs ausgestattet, ist eine komplette Treiberlösung nicht mehr nötig, sondern nur noch ein Brückengleichrichter, ein Widerstand und ein Kondensator für die absoluten Grundfunktionen. Je nach angestrebter Leistung und Designwunsch können ein paar weitere Komponenten hinzugefügt werden. Zusätzlich zu den verbesserten Faktoren Kosten und Effizienz ergeben sich weitere Vorzüge aus der Verringerung der Bauelementeanzahl in LED-Retrofits. Der Carbon Footprint wird drastisch reduziert: Weniger zu fertigende Komponenten und weniger Schritte im Fertigungsprozess verringern den Kohlendioxidausstoß. Vorzüge verschiedener LED-Typen: Die Ungleichheit zwischen dem Wirkungsgrad einer Leuchte und einer LED verlangt nach einer Lösung, die keiner Wandler, Treiber und zusätzlicher Komponenten bedarf Die Platzzuteilung wird verbessert: Bei einer kleineren Stückzahlenliste gibt es mehr Platz für eine zusätzliche Wärmeableitung. Die Produktlebensdauer erhöht sich: Die Lebenszeit einer LED-Lampe hängt oft von der Lebensdauer der anfälligeren Treiberkomponenten und ICs ab. Die der HochvoltLEDs basiert auf dem längeren Lebenszyklus des eigentlichen LED-Bausteins und lässt sich durch zusätzliche Wärmeableitung steigern. Die Dimmbarkeit: HV-LEDs lassen sich mit dem richtigen Design dimmen. //HEH Everlight Europe: + ( ) InfoClick Retrofit-Systeme von Everlight Das Beleuchtungsangebot von Everlight in Europa www.elektronikpraxis.de InfoClick B e9 EM Hall WO d 63 hen suc ED Stan Be EDD - r de uf 011 sa un LD 2 Sie R 3 S TA N D A R D D I S P L AY S · 7-Segment LCD-Anzeigen ·Alphanumerische LCD-Anzeigen · Monochrome graphische LCD-Anzeigen · Farb-LCD-Anzeigen (FSC, CSTN, TFT) · LED-Anzeigen · OLED-Anzeigen · Hinterleuchtungen (LED, EL, CCFL, OLED) · Zubehör (Touch-Panels, Tastaturen, Leitgummis, etc.) KUNDENSPEZIFISCHE PRODUKTE · Als Partner der europäischen weiterverarbeitenden Industrie sind wir im Bereich kundenspezifischer LCD-Anzeigen spezialisiert. · Kundenspezifische Folientastaturen perfektionieren Ihren Gesamtauftritt. · Wir bieten einen vollständigen Service, angefangen mit der Realisierung einer simplen 7-Segment LCD-Anzeige bis hin zu einer vollgraphischen LCD-Anzeige mit integrierter Hinterleuchtung, Tasten, Touch-Panels etc. (embedded solutions). www.display-elektronik.de Display Elektronik GmbH · Am Rauner Graben 15 · D-63667 Nidda Tel. 0 60 43 - 9 88 88 - 0 · Fax 0 60 43 - 9 88 88 -11 ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

46 AKTUELLE PRODUKTE // OptOelektrONik & Displays MeMOry lcD Jedes Pixel mit 1-Bit-Speicher ausgestattet Daher muss die Bildinformation nur in den Pixeln neu geschrieben werden, bei denen der Inhalt sich im Vergleich zum vorherigen Bildframe geändert hat. Memory LCDs sind reflektive Versionen ohne Hintergrundbeleuchtung. Somit benötigen die Low Power LCDs nur 0,8 % des Strombedarfs herkömmlicher Displays gleicher Größe. Dadurch können kleine Solarzellen ausreichend Strom liefern, um die Displays zu betreiben. Das ist eine ideale Lösung für tragbare Anwendungen wie Armbanduhren, Pulsmesser und andere energiekritische Applikationen. Größen von 3,42 cm (1,35''), 6,85 cm (2,7'') mit einer Auflösung von 400 x 240 Dots und 7,46 cm (2,94'' mit einer Auflösung von 456 x 240 Dots, sind bereits erhältlich. Eine Variante mit 15,29 cm (6,02'') soll demnächst verfügbar sein. Weiter in der Planung sind transflektive Versionen mit Hintergrundbeleuchtung und Versionen mit kapazitiven Touchpanels. Data Modul InfoClick 682152 Die Memory LCDs basieren auf der Sharp eigenen Continuous Grain Silicon (CGS) Technologie. Jedes Pixel ist mit einem 1-BitSpeicher ausgestattet, der die Bildinformationen speichert. leD-treiBer Flimmerfreies und gleichmäßiges Dimmen gen von 10 bis 100 W. In den LEDTreiber ist eine Halteschaltung integriert, die den Stromfluss im Phasendimmer dynamisch einstellt. Im Verbund mit einem programmierbaren DimmungsDecoder gewährleistet die dynamische Halteschaltung einen ruhigen und gleichmäßigen Helligkeitsverlauf über den gesamten Dimmbereich. Der LED-Treiber sorgt für die exakte Regelung des Ausgangs und gewährleistet eingangsseitig die Einhaltung eines einwandfreien Leistungsfaktors. Der integrierte Phasendimmungs-Decoder wertet den Phasenwinkel aus und erzeugt ein mit 500 Hz getaktetes PWMSignal. Implementiert werden kann das Modul wahlweise in ein- oder zweistufigen Konfigurationen. Die einstufige Lösung eignet sich bei geringen Dimensionen und bietet hohe Wirkungsgrade. Bei der zweistufigen Konfiguration sind verbesserte Dimmungs-Eigenschaften und höhere Störimmunität gegeben. National Semiconductor InfoClick 2551607 Mit dem LM3450 stellt National Semiconductor einen LED-Treiber für High-Brightness-LEDs vor. Das Modul eignet sich für leistungsfähige, phasendimmbare LED-Leuchten mit Leistun- BeschichteN vON leDs Schutzlacke für LED-Anwendungen verfügt über hohe Remissionswerte sowie thermische Stabilität. Eine Beschichtung mit dem silbergrauen 2-KomponentenSiebdrucklack FP 2410-1020 eignet sich für Leiterplatten in Leuchtmitteln, die mit Aluminiumreflektoren versehen sind. Der thermisch härtende lötbadbeständige Siebdrucklack FP 2410-1020 kann sowohl auf weißen als auch auf grünen fotostrukturierbaren Lötstopplacken eingesetzt werden. Mit den weißdeckenden Schutzlacken Elpegurad SL 1397 werden die LEDs bei der Lackierung ausgespart und dunkle Bauelemente abgedeckt. Einen starken Kontrast zum Untergrund versprecht der schwarzdeckende, matte Schutzlack SL 1347. Baugruppen mit grünem Lötstopplack können durch selektive Schutzlackierung schwarz beschichtet werden. Dies ist von besonderem Vorteil bei darstellenden LEDAnwendungen wie Anzeigetafeln oder Ampeln Lackwerke Peters InfoClick 2464911 Soll die Abstrahlcharakteristik einer LED erhöht werden, bietet sich der weiße Lötstopplack Elpemer SD 2491 SM-TSW-R2 an. Dieser reinweiße, deckende fotostrukturierbare Lötstopplack ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

47 AKTUELLE PRODUKTE // OptOelektrONik & Displays eDelstahl-MONitOre Diagonalen von 12,1 bis 19 Zoll den Größen 12,1 sowie 15, 17 und 19'' angeboten. Aufgrund des komplett geschlossenen V2A Edelstahl-Gehäuses erfüllen die Monitore alle Anforderungen der IP65-Norm und sind staub-/ spritzwassergeschützt und für eine besonders leichte Desinfektion geeignet. Alle Anschlüsse sind wasserdicht verschließbar. Dies ermöglicht einen bedenkenlosen Einsatz in Umgebungen mit hohen hygienischen Anforderungen, wie diese insbesondere in der Landwirtschafts-, Lebensmittel-, Chemie- und Pharmabranche notwendig sind. Alle Monitore werden standardmäßig mit einer optisch entspiegelten Glas-Schutzscheibe geliefert. Diese kann optional einfach gegen einen Touch Screen ausgetauscht werden. Kundenspezifische Anpassungen werden gern berücksichtig und können jederzeit vorgenommen werden. Die Geräte sind serienmäßig mit einer Betriebsspannung von 12 V DC ausgestattet. ADM electronic InfoClick 2551719 Mit der Produktlinie der Edelstahl-Monitore erweitert die ADM electronic ihr Produktportfolio der Industrie-Rechner und Industrie-Monitore. Die schmalen Slimline-Geräte werden in iNDustrie lCD-MODul Einsatz in hellen Industrieumgebungen Das verbaute Kompaktgehäuse in Leichtbauweise und eine geringere Modulstärke von 8,8 mm ermöglichen ein Gewicht von 165 g. Bei einer Temperatur von 25 °C beträgt die Betriebslebensdauer der LED-Hintergrundbeleuchtung laut Hersteller mehr als 100.000 Stunden. Die TFT-LCD-Module bieten eine Helligkeit von 450 cd/m² und eignen sich somit für den Einsatz in sehr hellen Umgebungen. Die Gesamtleistungsaufnahme einschließlich der LEDHintergrundbeleuchtung beträgt 1,83 W. Das Modul deckt einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis 80 °C ab. Mitsubishi Electric hatte als erstes Unternehmen die LEDHintergrundbeleuchtung in seinen TFT-LCD-Modulen eingeführt. Mit dem vorgestellten Modell verfügt die Produktreihe jetzt über 80 verschiedene Module und deckt insgesamt 18 Kombinationen aus Bildschirmgröße und Auflösung ab. Mitsubishi Electric InfoClick 2551764 Von Mitsubishi Electric kommt ein 5,7'' QVGA TFT-LCD-Farbmodul für industrielle Anwendungen. Der im AA057QD01 integrierte LED-Treiber steuert die LED-Hintergrundbeleuchtung. leD-MODule Bestückt mit 12 bis 36 High Power LEDs sich mit Spezialreflektoren zur Eistellung des Abstrahlwinkels verwenden. Die Module der Familie VLSL50xxA besitzen eine Silikonlinse, welche eine schmetterlingsförmige Abstrahlcharakteristik erzeugt. Beide LED-Module wurden für Straßenlampen, Innenraumbeleuchtung, Tunnelbeleuchtung und allgemeine Beleuchtungsanwendungen optimiert und haben eine Farbtemperatur zwischen 5000 und 7000 K. Außerdem haben beide Produktfamilien eine glänzendweiße Oberfläche, wobei die LEDs auf einer einseitigen Leiterplatte mit Metallkern und einer Kupferdicke von >0,75 µm sitzen. Jedes Modul besitzt eine leitende oberste Schicht mit einer minimalen Kupferstärke von 18 µm und eine Isolationsschicht aus einem 63 µm dicken 1080 FR4 Prepreg. Durch unterschiedliche Reflektorkombinationen kann der Abstrahlwinkel in einer Richtung von etwa 120 bis 55° verändert werden. Vishay InfoClick 2551971 Von Vishay kommen zwei Kaltweiß-Leistungs-LED-Module mit Metallkern, die jeweils mit 12, 24 oder 36 ultrahellen high power LEDs bestückt sind. Die Module der Familie VLSL40xxA lassen ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

48 ELEKTROMECHANIK // WÄRMEMANAGEMENT Dienstleistung Elektronikkühlung ­ was kann man erwarten? Eine optimierte Kühlung ist heute fester Bestandteil in der ElektronikEntwicklung. Wann ist die thermische Simulation als externe Dienstleistung sinnvoll und was sollte der Dienstleister bieten? TObIAS bEST* Bild 1: Der richtige Partner sollte Spezialist im Bereich Elektronikkühlung sein und fundiertes Wissen über aktuelle Technologien besitzen * Tobias best ... ist geschäftsführender Gesellschafter der Alpha-Numerics GmbH in Neuhäusel. it der Miniaturisierung der Elektronik, der stetig steigenden Funktionsvielfalt und den wachsenden Anforderungen im Feld stößt jeder Elektronikentwickler früher oder später an die maximal zulässigen Temperaturen seiner Produkte. Sei es die Sperrschichttemperatur der Komponenten, der Schmelzpunkt des Lots oder die Gewährleistung, welche einen Min- destlebenszyklus der Produkte vorschreibt ­ Temperatur ist ein Thema, das zum festen Bestandteil in der Elektronikentwicklung geworden ist. Nun kommen nicht nur Megakonzerne in dieses Dilemma, sondern auch mittelständische und kleine Unternehmen, die sich pro Kalenderjahr nur zwei bis drei Mal mit diesem Thema befassen müssen. Für diese Un- ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

49 ELEKTROMECHANIK // WÄRMEMANAGEMENT ternehmen stellt sich die Frage, ob die eigene Kompetenz neben dem Messlabor durch die Installation eines Simulations-Arbeitsplatzes erweitert werden soll oder ob man sich externe Dienstleister ins Haus holen möchte. Dieser Beitrag befasst sich nicht mit der Evaluierung dieser Frage, sondern soll es Ihnen ermöglichen, den Ausdruck "Dienstleistung" in seinem ganzen Erscheinungsbild zu erschließen. Was versteht man unter Dienstleistung für Elektronikkühlung? Welche Eckdaten muss man kennen/liefern, um welche Erfahrungen machen zu können? Wie kann man den Prozess der Optimierung begleiten und was kann man für zukünftige Projekte daraus ableiten? In diesem Artikel soll der Weg einer Simulations-Dienstleistung für Elektronikkühlung vom ersten Kontakt bis hin zur Rechnungsstellung/Ergebnis am Beispiel einer LED-Kühlung erläutert werden. "Der richtige Partner" sollte seit vielen Jahren im Thema Elektronikkühlung zuhause sein und dies nicht als Nebenstandbein betreiben. Fundiertes Wissen über aktuelle Technologien in der Elektronikkühlung sowie Flexibilität, Servicegedanke und hohe Leistungsbereitschaft sollten sein Auftreten unterstreichen. Auf die Aufgabe zugeschnittenes Simulationswerkzeug Projektbezogenes Arbeiten fordert von Projektsitzung zu Projektsitzung neue erarbeitete Ergebnisse sowie innovative Ideen (Bild 1). Änderungswünsche müssen in das Modell einfließen und Variantenstudien durchkalkuliert werden. Hierzu bleibt dem Spezialisten meist nur eine bis zwei Wochen Zeit. Dies ist nur zu realisieren, wenn das Simulationswerkzeug für die Aufgabenstellung zugeschnitten ist. Am besten benutzt man eine "branchenspezifische" CFD Software (Computational Fluid Dynamics), die es dem Anwender erleichtert mit wenigen Informationen sehr schnell und präzise physikalische Ersatzmodelle zu erstellen. Hierzu sollte eine Anbindung an die CAD- und EDA-Welt obligatorisch sein. Auch bestimmt die Leistungsfähigkeit einer derartigen Software die Machbarkeit einer Aufgabenstellung. Mehrere Millionen Knotenpunkte (Zellen) werden iterativ für die gekoppelte Betrachtung von Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch berechnet. Ist dann noch komplexe Geometrie eine grundlegende Ausgangsbedingung, so ist diese Aufgabe für die meisten CFD-Programme kaum noch zu bewältigen. Die Struktur der SimulationsDienstleistung Folgende Elemente sollte jede professionelle Beratung beinhalten: Situationsbesprechung/Aufgabenstellung Geheimhaltungserklärung Datenerfassung für Aufwandsabschätzung Unverbindliches Angebot: ­ Projekt- und Aufwandsbeschreibung ­ Aufwandsabschätzung ­ Zeitliche Abschätzung bis zur Lieferung ­ Zahlungskonditionen Auftragserteilung Endgültige Datenerfassung (detailliert) Modellerstellung und Datenabgleich Ist-Analyse ­ erster Bericht Brainstorming Elektronikkühlung zwischen Berater und Kunde Variantenanalyse, Vergleich und Empfehlung Lieferung der Ergebnisse ­ Medienwahl Ein Fallbeispiel: die Kühlung von Leuchtdioden Aufgrund der wachsenden Nachfragen nach applikationsbezogenen Kühlungsmethoden in der LED-Technologie habe ich diesen Schwerpunkt gewählt. Wir erhalten Anfragen von Leuchtenherstellern aus den Bereichen Leuchten in abgehängten Decken, Straßenbeleuchtung, Leuchtmittel in der Automobil- oder Flugzeugtechnik sowie der Arbeitsplatzbeleuchtung. Der typische Inhalt einer Anfrage umschließt meist folgende Ausgangssituation: Ein bestehendes Leuchtmittel soll gegen ein LED-Modul ausgetauscht werden. Das LED-Modul hat z.B. eine Leistung von 48 W und ist von Hersteller XYZ. Das Modul soll maximal 50°C warm werden, um die Leuchtkraft und die Lebensdauer nicht negativ zu beeinflussen. Im Einbauraum können auch mal Umge- Den richtigen Partner als Dienstleister finden Aufgrund der Natur der Aufgabenstellung ist ein wichtiger Faktor die Wahl des richtigen Partners. Weil die Temperatur stark von den Luftströmungen beeinflusst wird, sollten es zum einen Spezialisten der Strömungsmechanik und Thermodynamik sein, zum anderen sollte sich diese Erfahrung in praxisgerechten Arbeitsmethoden und Bearbeitungszeiten wiederspiegeln. Niemand hat Zeit für wissenschaftliche Herleitungen und theoretische Betrachtungsweisen. ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

50 ELEKTROMECHANIK // WÄRMEMANAGEMENT bungstemperaturen von 40°C herrschen. Kein Lüfter (Lärm und Ausfallrisiko). Man hat bisher gebastelt und gemessen. CFD-Simulation ist noch nie mit eingebunden worden. Aus diesen Grundfakten heraus werden dann weitere Fragen abgeglichen. Hier ist es wichtig den genauen Einbauort zu definieren, d.h., ob die Leuchte auch Fremdwärmequellen wie der Sonne oder einem Motor ausgesetzt ist, spritzwasserdicht im Gehäuse verpackt sein soll, durch einen engen Einbauraum kaum lokale Kühlmasse bietet oder Vorgaben bezüglich Gewicht und Montage das Kühlsystem eingrenzt. Auch sollte man sich das LED-Modul genauer ansehen und über den Hersteller die genaue "Verlust"-Leistung ermitteln. Nachdem man sich ein grobes Bild der Aufgabenstellung gemacht hat, ist eine Aufwandsabschätzung möglich. Diese beschreibt eine Mischkalkulation aus den aktiven Arbeitsstunden des Spezialisten (Projektanalyse, Modellerstellung, Kalibrierung, Projektgespräche und Erstellung einer detaillierten Auswertung) sowie einem Anteil der tatsächlichen Projektlaufzeit, welche sich teilweise aus der Belegung der Hardware Ressourcen ergibt. Nach der Auftragserteilung wird das Modell erstellt und anhand weiterer Daten, z.B. CAD-Daten, Materialdatenblättern oder Technologiebeschreibungen der Leiterplatten spezifiziert (Bild 2). Nachdem das erste Modell steht, wird dieses mit dem Kunden anhand einer virtuellen Sitzung noch einmal durchgesprochen. So vermeidet man Missverständnisse und läuft nicht Gefahr auf falscher Basis weiter zu arbeiten. Eine derartige virtuelle Sitzung findet online über ein Meetingtool, z.B. Webex, statt, bei der der Moderator seinen Bildschirm mit dem der Teilnehmer teilt. mung diskutiert. Dies kann wieder in einer virtuellen Sitzung oder in einem Meeting vor Ort beim Kunden geschehen. Der letzte Schritt ist nun die Erstellung der Varianten und deren Analyse. Als Ergebnis erhält man, basierend auf den Anforderungen, ein sauberes Kühlungskonzept für die Leuchte. Diese finalen Ergebnisse werden zum einen in einem Bericht protokolliert, können aber auch zum anderen als interaktive Datei zur Verfügung gestellt werden. Was der finale Bericht beinhalten sollte Der Bericht solch einer Dienstleistung sollte sauber und übersichtlich strukturiert sein. Neben der Auflistung aller gelieferten Daten wie Geometrie, Verlustleistungen, Materialdaten und Umgebungsbedingungen sollten auch die benutzen Annahmen, welche an die Stelle fehlender Detaildaten getreten sind, sauber dokumentiert sein (z.B. Materialdaten, Oberflächenemissivitäten etc.). Die Simulationsergebnisse kann man sich als Messkurven virtueller Messfühler oder projizierte Schnitte sowie in Tabellenform ausgeben lassen. Im Beispiel mit der Software 6SigmaET ist es zudem möglich, sich die Ergebnisse als native Datei übersenden zu lassen. Durch einen stand-alone Viewer von 6SigmaETErgebnissen kann der Kunden selbstständig die Simulationsergebnisse dreidimensional anzeigen und zoomen/rotieren. Dies ermöglicht einen besseren Einblick in die Wärmewege der Leuchte und hilft bei zukünftigen Entwicklungen. Die Entscheidung zwischen einer eigenen Simulationssoftware oder einer externer Dienstleistung hängt davon ab, ob Ihr Unternehmen das Wissen im eigenen Hause behalten und pflegen möchte, oder ob eine gewisse Flexibilität ohne Verpflichtungen gewährleistet sein soll. Des weiteren hängt die Entscheidung natürlich von der Art und Komplexität der Projekte sowie der Amortisation der Kosten ab. Im Kasten sind die entsprechenden Argumente für bzw. gegen eine Dienstleistung zusammengefasst. // KR Alpha Numerics +49(0)2620 9543680 Bild 2: Nach der Auftragserteilung wird das Modell erstellt und anhand weiterer Daten spezifiziert Das erste Resultat der Simulation ist eine Darstellung der thermischen Wärmepfade in der Leuchte sowie die Analyse der ersten Kühlungsidee. Bei Bedarf wird dies schon in einem ersten Bericht sauber protokolliert und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse, welche in Form von interaktiven Animationen der Luftströmung sowie virtuellen Temperaturschnitten durch das Objekt bestehen, werden mit den Kunden im Detail besprochen. Gemeinsam werden weitere mögliche Maßnahmen zur Entwär- Pro und Contra einer Dienstleistung Pro Berater sind auf dem neuesten Stand der Entwärmungstechnik Berater hat alle Tools zur Verfügung um diese Aufgabe zu lösen: ­ Simulation ­ Prototypenbau ­ Messung Flexibler Zugriff ohne Kosten in den Projektpausen Kostenbelastung projektbezogen Contra Kaum Aufbau eigener Erfahrungen Wenig eigene Innovationskraft, da alles vom Dienstleister erfolgt Meist transferiert man nach der ersten positiven Erfahrung Ansätze auf andere Projekte und hat "mehr" als nur zwei bis drei Projekte im Jahr: eine eigene Software lohnt sich Dokumentation ist aufwändig und somit eine feste Größe in den Kosten InfoClick Die Simulationssoftware 6SigmaET Dienstleistungsportfolio von Alpha Numerics Lexikon zur Elektronikkühlung www.elektronikpraxis.de InfoClick 2539079 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

51 Bergquist Thermal Clad verwandelt große PowerModule in kleine Kraftwerke POWER-BOARD-BAUGRUPPE (48) FETs (9) Low-Profile-Kondensatoren (5) Low-Profile-Verteilerschienen Gesamtgewicht 370,6 g ORIGINAL POWER-BOARD-BAUGRUPPE (66) Thru-Hole FETs (15) High-Profile-Kondensatoren (9) High-Profile-Verteilerschienen Gesamtgewicht 1543,6 g Mit Thermal Clad® bringt Jungheinrich Gabelstapler sämtliche Leistung bei halbem Platzbedarf unter. Bergquist Thermal Solutions erhöhen die Leistungskapazität ohne größeren Platzaufwand. Die Kühlung mit Thermal Clad IMS reduziert den Einsatz von Kühlkörpern, Halterungen, Lüftern und anderen diskreten Bauteilen, die nur das Gehäuse Jungheinrich, ein führender europäischer Hersteller von Gabelstaplern, wollte vergrößern und eine kostspielige manuelle Montage erfordern. Mithilfe der den Platzbedarf seiner Motorsteuerungen verringern, gleichzeitig aber die SMD-Technologie war Jungheinrich nun imstande, einen Großteil des Ausgangsleistung beibehalten. Die isolierten Metallsubstrate (IMS®) von Fertigungsprozesses zu automatisieren sowie die Zykluszeiten und langfristigen Thermal Clad ermöglichten den Austausch von Thru-Hole FETs, Fertigungskosten zu verringern. Kondensatoren und Verteilerschienen mit großer Bauhöhe in eine geringere Fordern Sie Ihr Anzahl von SMD-Bauteilen mit geringer "Wir wollten unsere Fertigungskosten verringern, Bauhöhe. Dieses neue, schlanke Design kostenloses Sample die einfach zu arbeitreduzierte die Gehäusegröße um die Hälfte, Kit an. saufwändig waren. Mit ohne dabei nur ein Watt an Leistung zu Thermal Clad konnten wir Ein kostenloses Thermal Clad verlieren.Thermal Clads einzigartiges diesen Vorgang automa Select Sample Kit erhalten Dielektrikum verteilt die Wärme wesentlich tisieren, die Wärme besser Sie über unsere Website verteilen und die Größe um effizienter als FR-4 oder andere Leiterplatten oder rufen Sie uns noch die Hälfte verringern." ­ und eignet sich somit ideal für heute an. Stephan Taube Applikationen mit hohem Leistungsbedarf, wie z.B. Motorsteuerungen. Entwicklungsleiter bei Jungheinrich Gabelstapler Automatisierte Montage verringert Fertigungskosten. Kostenloses Select Sample Kit. Tel: +49 4101 803 230 oder im Internet unter: www.bergquistcompany.com European Headquarters - The Netherlands. Tel: EU +31 (0) 35 5380684 . D +49-4101-803-230 . UK +44-1908-263663 Thermal Products Membrane Switches Touch Screens Electronic Components

52 AKTUELLE PRODUKTE // WärmemaNagemeNt KeramiKsysteme Extrudierte Alunitkeramik erstmals in Serie CeramTec ist es gelungen, die besonders wärmeleitfähige Aluminiumnitrid-Keramik serienmäßig zu extrudieren. Das Verfahren ist Herstellerangaben zufolge weltweit bislang einzigartig und ermöglicht stabförmige Körper und Rohrsysteme aus Keramik mit einer Wärmeleitfähigkeit von 170 W/mK, hoher mechanischer Stabilität und Durchschlagsfestigkeit. Zur Zeit sind Durchmesser von 0,98 bis ca. 35 mm möglich. Die Mindestwandung beträgt 0,2 mm, die Maximallänge 250 mm. Alunit hat mit ca. 4.1 ppm/K einen ähnlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten wie Silizium (ca. 4 ppm/K) und zudem in alle Richtungen gleiche Wärmeleitung und Ausdehnung. Thermische Spannungen, beispielsweise in der Lotschicht zwischen Chip und Substrat, sind daher gering. Die Applikationen für AlN Keramik sind vielfältig ­ vom passiven Bauteil und Baugruppenträger bis zur Flüssigkühlung. CeramTec InfoClick 2559730 Stressfrei Einbauen ­ Vergessen Komponenten von SEPA zeichnen sich durch eine extrem lange Lebensdauer und außergewöhnliche Zuverlässigkeit aus. SEPA EUROPE ist führender Partner für Lüfter, Kühlkörper, Lüfterzubehör. Wenn Sie für Ihre Kühlaufgabe die optimale Lösung suchen ­ dann sind Sie bei uns genau richtig. PC-KühluNg Eine robuste Alternative zur Wasserkühlung Der CooolPC von Coool Case ermöglicht durch sein Kühlkonzept eine leistungsstarke Kühlung bei gleichzeitigem Schutz der Komponenten vor Feuchtigkeit und Staub ­ ohne den Einsatz von Kühlflüssigkeit. Das Gehäuse ist so konstruiert, dass zwei in sich geschlossene Luftkreisläufe mit einem Wärmetauscher verbunden sind. Das Gesamtsystem kann bei einer Leistungsaufnahme von 300 W die entsprechende Verlustleistung abführen. Die Wärmeübertragung wird durch den Einsatz einer hochwertigen AluminiumLegierung erreicht. Damit ist die im Elektronikbereich rotierende Luft immer dieselbe. Das System verschmutzt auch unter harten Umweltbedingungen nicht. Aufgrund des geschlossenen Raumes ist die Beeinflussung anderer elektronischer Geräte laut Anbieter ausgeschlossen. Durch entsprechende Kabelführung ist der Luftstrom im Elektronikbereich nicht gestört. Coool Case InfoClick 2559795 KühlKörPer Optimales Wärmemanagement von Sharp-LEDs Als LED-Trägermaterial nutzt Sharp für fast alle Hochleistungs-LEDs hochwertige Keramik. Diese ermöglicht eine effiziente Wärmeableitung und hilft den benötigten Kühlköper klein zu halten. Fischer Elektronik hat für die stetig steigende Nachfrage nach LED-Kühlkörpern hierauf abgestimmte Konzepte entwickelt. Neben vielen Standardkühlkörpern, die für die Abführung von Wärme der LED einsetzbar sind, werden für LEDs modifizierte Kühlkörpervarianten und speziell auf einzelne Sharp-LED-Produkte abgestimmte Aluminium-Kühlkörper angeboten. Die Befestigung der LEDs auf dem Kühlkörper erfolgt wahlweise mittels doppelseitiger, wärmeleitender Klebefolie oder einem geeigneten Wärmeleitkleber. Optionale Schraubverbindungen können hier zusätzliche Sicherheit bieten. Die Oberflächenausführungen sind standardmäßig schwarz oder naturfarbig anodisiert. Sharp InfoClick 2559871 Erfahren Sie mehr über uns und unser Lüfter- und Zubehörprogramm im Internet: www.sepa-europe.com Tel.: +49 (0)761/3 84 22 73-0 Fax: +49 (0)761/3 84 22 73-99 Desire for High Precision ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

53 AKTUELLE PRODUKTE // WärmemaNagemeNt Thermisch leitende Dichtung mK. Die weichen, selbstklebenden Schnittstellenpads sind mit minimalem Druck einzupassen. Das Pad ist in Dicken von 0,50 bis 5,0 mm in Abstufungen von jeweils 0,010 Zoll erhältlich. Es ist elektrisch isolierend, stabil von ­40 bis 160°C und nach der Flammschutzklasse UL 94V0 zertifiziert. Einsatzgebiete: Telekommunikation, IT, Unterhaltungselektronik, Automobiltechnik, LED und Stromversorgung. Altron InfoClick 2560050 WärmemaNagemeNt Bei der Serie Tflex XS400 von Laird Technologies (Vertrieb: Altron) handelt es sich um ein Thermopad für thermisch leitende Dichtungen mit einer thermischen Leitfähigkeit von 2,0 W/ FilterlüFter 43 % weniger Energieverbrauch die Filterlüfter auch durch eine Effizienz von 43 %. Die Ausblasrichtung ist nicht wie bisher in Achsrichtung des Lüfters, sondern diagonal nach außen weg. Dies begünstigt eine gleichmäßige Luftverteilung im Gehäuse bzw. Schaltschrank und vermeidet die Bildung von Wärmenestern. Neben der flachen Bauform sind die entscheidenden Vorteile die steilere Kennlinie und der höhere Drucksattel. Rittal InfoClick 2559967 In den TopTherm-Filterlüftern von Rittal kommt erstmals die Diagonal-Lüftertechnik zum Einsatz. Neben einfacher, werkzeugloser Montage und hoher Wartungsfreundlichkeit überzeugen Bedruckte Peltiermodule gedruckt werden. Danach werden die Module getrocknet und damit ein transport- und lagerfähige Peltiermodul erstellt. Durch Erhitzen oberhalb der Phasenänderungstemperatur wird das Material wieder flüssig und benetzt das Peltierelement. Damit werden Lufteinschlüsse aus den Mikrostrukturen der Oberfläche ausgeschlossen und ein optimaler thermischer Übergang auf der Heiß- und Kaltseite garantiert. Uwe electronic InfoClick 2559914 Kühlaggregate Jetzt Tages-Newsletter ­ die Nachrichten der letzten 24 Stunden anmel www.elektronikpraxis.de/newsletter 07251_06 Uwetronic bietet Peltiermodule mit vorappliziertem "Phase Change Material" an. Mittels eines speziell gebauten Geräts kann das Material mit einer Schichtdicke von 70 µm plan auf- www.elektronikpraxis.de ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

54 BAUTEILEBESCHAFFUNG // VALUE ADDED SERVICES Durch Evaluierungs-Kits Produkte rascher auf den Markt bringen Entwicklungsplatinen, Evaluierungs-Kits und Referenz-Designs können den Design-Zyklus beschleunigen. Sowohl Hersteller als auch Distributoren bieten verschiedenste Lösungen. Gewinner sind Geräte-OEMs. DIETmAR VEITh * selbst erkannt hatten, führte das zu einer Weiterentwicklung und Ausbreitung der Referenz-Designs, Evaluation-Kits und Entwicklungsplatinen. Schaltungsentwickler können mittlerweile Chipsätze und sogar vollständige, voll integrierte Plug-and-PlayModule einkaufen und sie in ihre Schaltungen einbauen. Auch die Verbreitung des Internet unterstützte den Einsatz von Referenz-Designs, Entwicklungsplatinen und Evaluierungs-Kits als Standard-Ansatz bei der Entwicklung neuer Produkte. So beschleunigen Online-Angebote wie Applikationsberichte und Entwicklungssoftware sowie Audio- und Video-Trainingsmodule die Produktentwicklung. Zudem sind Foren von Drittanbietern sowie e-Communities, die unabhängige Anwendererfahrungen, Unterstützung und Rat bieten, äußerst wertvoll. Amicus18-Platine: Der 8-bit Microchip PIC-Mikrocontroller und ergänzende Komponenten erleichtern die Programmierung sowie das Einfügen in andere Schaltungen Die Geräte-OEms sparen Zeit und manpower Gerade die Consumer-Elektronik ist von einem immer wettbewerbsträchtigeren und sich schneller bewegenden Markt geprägt. Die Fähigkeit, ein Produkt in kürzester Zeit vom ursprünglichen Konzept zu einem Umsatz-generierenden, verkaufbaren Produkt zu führen, ist daher von entscheidender Bedeutung. Die Entwicklungstools und Kits unterstützen Ingenieure bei ihrer Arbeit immens, indem sie bewährte Kernfunktionalitätsblöcke einsetzen. Auf diese Weise können Entwickler die zeitraubenden und kostspieligen Prototyp-Stufen vermeiden. Ein weiterer Vorteil: Es entfallen Engpässe im Entwicklungszyklus. Referenz-Designs befassen sich mit Aufgaben wie der Auswahl passiver Komponenten zur Unterstützung des korrekten Betriebs der integrierten Schaltung. Sie können außerdem anspruchsvolle Probleme angehen, darunter bespielsweise parasitäre Effekte ie von den Herstellern angebotenen Entwicklungsplatinen, EvaluierungsKits und die Referenz-Designs haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Angesichts der Forderung der Unternehmen, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen, sind sie für die unter Zeitdruck stehenden Entwickler eine willkommene Hilfe. Dieser Beitrag geht der Frage nach, warum die Bedeutung und die Relevanz von Referenz-Designs, Entwicklungs-Boards und Evaluierungs-Kits derart in einem Markt mit rascher Bewegung angestiegen ist, der von der Endverbrauchernachfrage vorangetrieben wird. Die Evolution von ReferenzDesigns Bausteinhersteller machten in der ersten Ausführung der Referenz-Designs Vorschläge für Schaltungslayouts entweder auf einem Breadboard ­ einer lötfreien Einsteckplatine ­ oder auf Veroboard (auch als Stripboard oder Lochrasterplatine bekannt). Beide Lösungsansätze erlaubten den Anwendern das Experimentieren bei der Schaltungsentwicklung sowie die Herstellung von funktionalen, wenngleich häufig mühsamen Prototypen. Als die Bauelementehersteller die Vorteile sowohl für ihre Kunden als auch für sich * Dietmar Veith ... ist International Senior Product Lead bei Farnell ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

55 BAUTEILEBESCHAFFUNG // VALUE ADDED SERVICES und die Erdung in Hochfrequenzschaltungen oder Wärmemanagement und ESD/EMVSchutz. Für ein Projekt reichen daher wenige Ingenieure oder solche mit einer geringeren technischen Qualifikation. Der Geräte-OEM spart so Kosten und kann ein Endprodukt zu einem wettbewerbsfähigeren Preis anbieten. Der einzige negative Aspekt hinsichtlich der Entwicklungs-Tools liegt darin, dass sie die Einzigartigkeit von neuen Produkten schmälern können. Doch im Normalfall gibt es bei einem Design so viele unterschiedliche Gesichtspunkte, dass nach wie vor zahlreiche Möglichkeiten bestehen, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. Solar-Mikrowechselrichter von Microchip: Das Referenz-Design hilft Ingenieuren bei der Entwicklung zuverlässiger und effizienter Solarstromentwicklungen Die Hersteller gewinnen über die Bauteile neue Kunden Darüber hinaus ist ein leichter Zugriff auf Evaluierungs- und Entwicklungs-Tools wichtig. Das bedeutet, dass Komponenten-OEMs nicht nur auf ihrer eigenen Website Tools anbieten müssen, sondern auch über benannte Distributionskanäle. Denn Distributoren sind häufig die Lieferquelle von Pro- dukten für Prototypen und kleine Vorproduktions-Stückzahlen. Distributoren wie Farnell haben die Bedeutung von einem Angebot kleiner Mengen von Produkten und Entwicklungs-Tools erkannt, die den Produktentwicklern dabei helfen, einen kürzeren Design-Zyklus mit weniger Unbekannten und Prototyp-Stufen zu erreichen. Entwickler können derzeit aus einem Portfolio von mehr als 2000 Evaluierungs-Boards plus Software-Tools, Demo-Boards, Debuggern und Emulatoren auswählen. Weitere Unterstützung bieten etwa Datenblätter und Handbücher. Dem Entwickler wird auf diese Weise während der Produktentwicklung eine Anlaufstelle aus einer Hand geboten, ehe er, sobald die Fertigung in signifikanten Stückzahlen beginnt, direkt zum Bauelementehersteller überwechselt. Technische Diskussionsforen und e-Communities wie element14 ergänzen die Vorteile von Entwicklungstools, indem sie Designer mit ähnlich gelagerten Problemen miteinander in Verbindung bringen. Auf diese Weise können sie sich gegenseitig über auftretende Probleme, Erfahrungen und Lösungen austauschen. // MK Farnell +49(0)89 61393939 InfoClick Services & Angebote von Farnell Mehr zu element14 www.elektronikpraxis.de InfoClick 2539131

56 BAUTEILEBESCHAFFUNG // VALUE ADDED SERVICES Die Distribution rechnet auch im Jahr 2011 mit Umsatzwachstum 2010 verzeichneten etliche Distributoren trotz der Lieferengpässe Rekordumsätze. Auch das Jahr 2011 startet erfolgversprechend. Thomas Klein, CEO Distribution der MSC-Gleichmann-Gruppe, wagt im Interview mit der ELEKTRONIKPRAXIS einen Ausblick. ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Klein, wie verlief das Jahr 2010 für die MSC-GleichmannGruppe? 2010 werde ich nicht so schnell vergessen. Dass sich MSC Gleichmann so rasch wieder an die Ergebnisse des bisherigen Rekordjahres 2008 heranarbeiten würde, hätte Anfang 2010 bei allem Optimismus wohl keiner meiner Kollegen zu prognostizieren gewagt, ich übrigens auch nicht. Erst 2009 dieser geradezu desaströse Markteinbruch, dann im darauffolgenden Jahr ein Rekordumsatzplus von 36% auf knapp 400 Mio. Euro. So etwas Verrücktes wie die letzten 24 Monate habe ich in den 23 Jahren, in denen ich in der Elektronikbranche im Vertrieb arbeite, definitiv noch nie erlebt. Die MSC-Gleichmann-Gruppe verzeichnete 2010 also einen Rekordumsatz trotz Lieferengpässen? Ja. Wären nicht die Lieferprobleme der Bauelementehersteller gewesen, hätte das Umsatzwachstum sogar noch weitaus höher ausfallen können. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte sind unsere Mitarbeiter mit Beschaffungsanfragen regelrecht überschüttet worden. Aber wenn Kunden wie Hersteller ihre Lager praktisch auf Null gefahren haben, und die Nachfrage aus einer solchen Situation innerhalb weniger Monate plötzlich um 50% und mehr explodiert, stoßen irgendwann auch die ausgefeiltesten Beschaffungs- und Logistikkonzepte an ihre Grenzen. Wie hat MSC Gleichmann die Phase der Bauteileknappheit gemeistert? Entweder man entscheidet sich in einer solchen Phase für den schnellen Euro oder für die bestmögliche Versorgung seiner angestammten Kunden. Wir haben uns wie immer in Zeiten der Allocation ganz bewusst und ohne Wenn und Aber für letztere Variante entschieden. Prozent und damit die Rückkehr zu einer gewissen Normalität. Das gibt uns die Chance, uns neben dem reinen Beschaffungsmanagements endlich wieder mehr unseren langfristigen strategischen Zielen zu widmen. Welche Ziele sind dies? Ein Ziel ist der eingeläutete Umbau der MSC-Gleichmann-Gruppe vom klassischen Design-In-orientierten Distributor hin zu einem systemorientierten Lösungsanbieter. Meine Kollegen und ich gehen nach wie vor davon aus, dass angesichts immer kürzerer Produktzykluszeiten und immer komplexerer Systeme in den nächsten Jahren der Bedarf an Komplettlösungen, die z. B. neben einem standardisierten Embedded-Board auch gleich das Display, die Systemverkabelung, Speichermedien und optimierte Wireless Interfaces beinhalten, weiter rasant steigen werden. Für uns ist es wichtig, das dedizierte Wissen einzelner Bereiche und Spezialisten künftig möglichst allen Mitarbeitern und damit auch möglichst vielen Kunden verfügbar zu machen. Auch wenn momentan noch an der Optimierung der dafür notwendigen Strukturen gefeilt wird: Da wir in den letzten Monaten parallel dazu unsere Aktivitäten in den Bereichen Visualisierung ­ Stichwort Touch Displays ­ und Lighting nochmals deutlich erweitert haben, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir auch 2011 wieder ein Umsatzplus jenseits der 10-Prozent-Marke erreichen werden. // MK MSC Gleichmann: +49 (0)7249 9103715 Thomas Klein: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auch 2011 wieder ein Umsatzplus jenseits der 10-Prozent-Marke erreichen werden." Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit haben bei MSC Gleichmann schon immer eine herausragende Rolle gespielt, aber in Krisenzeiten kommt diesen Tugenden noch mehr Bedeutung als sonst zu. Immerhin konnten unsere Mitarbeiter letztes Jahr durch ihren umsichtigen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen in rund 100 Fällen einen drohenden Bandstillstand abwenden. Was erwarten Sie für das Jahr 2011? 2011 lässt sich dieser Rekordumsatz kaum wiederholen. Trotzdem wollen wir, der viertgrößte europäische Bauelementedistributor, zweistellig wachsen. Dafür soll unter anderem die Lösungskompetenz der Unternehmensgruppe noch stärker in den Vordergrund gerückt werden. Für das Geschäftsjahr 2011 erwarte ich ein Marktwachstum zwischen fünf und sieben InfoClick Zur Linecard von MSC Zur Linecard von Gleichmann www.elektronikpraxis.de InfoClick 2507544 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

57 AKTUELLE PRODUKTE // BauteileBeschaffuNg arrow Lighting-Lösungen von Carclo Der Distributor Arrow vertreibt unter anderem Linsen, Reflektoren, Optiken und Module von Carclo Optics in der Region EMEA. Carclo entwickelt auch komplette Systeme, etwa für Straßenbeleuchtungen. Mit Carclo Optics, einer Geschäftseinheit von Carclo Technical Plastics (CTP), erweitert der Distributor Arrow sein Spektrum High Power LEDs und Solid State Lighting. // MK Sie glauben nicht an den Poltergeist?... Lighting-Partner: Paul Drosihn, Arrow (links) und David Sumner, Carclo Arrow InfoClick 2528962 eNdrich Vorschaltgeräte von Lumotech wie Vorschaltgeräte, die für eine primäre Dimmung geeignet sind. Das Produktspektrum von Lumotech passt zu den High Power LEDs von Citizen (3 bis 13 W), da die benötigten Nennströme der LEDs auf den Vorschaltgeräten einstellbar sind bzw. voreingestellt werden können. Die Citizen-LEDs CL-L251 (4 bzw. 6 W) und CL-L233 (13 W) können mit dem doppelten Nennstrom bis 1,4 A betrieben werden. // MK Endrich InfoClick 2546914 Endrich Bauelemente bietet die LED-Vorschaltgeräte von Lumotech in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Lumotechs Produktportfolio beim Distributor Endrich beinhaltet Vorschaltgeräte mit Ausgangsleistungen bis 40 W und konstanten Ausgangsströmen von 250 mA bis 1,4 A. Die LED-Vorschaltgeräte zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad bis 90 % sowie eine erwartete Lebensdauer von 50.000 h aus. Erhältlich sind dimmbare Lösungen über Drucktaster, 0- bis 10-V-Controller so- avNet emBedded Abkommen mit Emerson Network Avnet Embedded vertreibt und unterstützt die Standard- und kundenspezifischen Produkte und Services von Emerson Network Power für Embedded-Computing, einschließlich Motherboards, Single-Board-Computer und System on Module. Durch die Partnerschaft kann Avnet Embedded seinen Kunden ein erweitertes Technologieportfolio und Computing-Lösungen anbieten. // MK Avnet Embedded InfoClick 2535747 Alessandro Brazzoni, Avnet Embedded: "Die Partnerschaft mit Emerson Network Power erweitert unser Technologieportfolio." ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

58 AKTUELLE PRODUKTE // BauteileBeschaffung Branchenweit erste Gratis-iPad-App einer Elektronik-Kundenzeitschrift Die iPad-App eTech bietet RSKunden interaktive Ergänzungen zum Kundenmagazin eTech. Interessierte erhalten zusätzliche Detailinformationen, Bilder, Videos und Animationen. Die kostenlose iPad-App ist über den Apple-Store verfügbar. Abonnenten der eTech-App von RS können ohne Verbindung zum Internet durch die Inhalte navigieren. "Die eTech-App verkörpert einen neuen Weg, um Informationen zu Produkten und Technologien darzustellen. Es ist die branchenweit erste iPad-App einer Elektronik-Kundenzeitschrift", betont Glenn Jarrett, Head of Electronics Marketing bei RS. "Für Elektronikentwickler gibt es immer mehr Informationsquellen. Deshalb wollen wir sie mit Neuigkeiten und Einschätzungen in einem Format ansprechen, das informativ ist. Die App nutzt alle Vorteile des iPad selbst bei der Offline-Betrachtung aus." Speziell für Entwickler und Techniker in der Elektronik geschrieben, ist das Magazin eTech sowohl online als auch in gedruckter Form weltweit erhältlich. RS arbeitet hier mit Entwicklern und Experten zusammen, um Informationen über neue Technologien für verschiedenste Anwendungsbereiche zu bieten. Ziel der iPadApp von RS ist, Leser rasch über alle Branchenneuheiten und online- sowie offline-Entwicklungen auf dem neuesten Stand zu halten. Abonnenten erhalten eine Benachrichtigung, sobald die nächste Ausgabe für sie bereitgestellt wurde. // MK RS Components InfoClick 2553754 Rs components Glenn Jarrett: "Die eTech-App verkörpert einen neuen Weg, um Informationen zu Produkten und Technologien darzustellen." silica Mikrocontroller-Tool Core 'n More bietet MCU-Lösungen aus einer Hand Im Fokus der Initiative "Core 'n More" von Silica steht ein umfassendes Portfolio an Mikrocontrollerlösungen sowie eine Supportstrategie für Tools, Software und Design-in-Services. Der ARM-Prozessor spielt dabei eine Schlüsselposition. "Durch Core 'n More können Kunden Applikationen mit der branchenweit größten MCU-Auswahl entwickeln", erklärt Miguel Fernandez, President von Silica. "Im Rahmen von Core 'n More bieten wir Kunden ein europäisches Software-Team und ein Netzwerk an Tool-, Modul- und Softwarepartnern, verstärkten DesignSupport und somit die MCU-Lösung aus einer Hand." Strategisch profitiert das Core 'n MoreProgramm von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den weltweit größten Mikrocontrollerherstellern. Silicas Halbleiterportfolio umfasst acht der zehn weltweit führenden MCU-Hersteller. So unterhält Silica Vertriebsvereinbarungen für Prozessorprodukte auf ARM-Basis mit führenden Anbietern wie Texas Instruments, NXP, Freescale, STMicroelectronics und Cypress. Zudem wird das Core `n MorePortfolio durch Hersteller wie Microchip und Renesas oder Intel ergänzt, die alternative Cores für Embedded-Applikationen anbieten. ARM werde aufgrund seiner immer weiter fortschreitenden Prozessortechnologie und Verbreitung bei EmbeddedDesigns eine Schlüsselrolle innerhalb von Core 'n More spielen. // MK Silica InfoClick 2551570 Miguel Fernandez, Silica: "Unser Software-Team und ein Netzwerk an Tool-, Modul- und Softwarepartnern bieten MCU-Lösungen aus einer Hand." ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

59 AKTUELLE PRODUKTE // BauteileBeschaffuNg www e-emv.com Vereinbarung mit Techflex Der Distributor hält ab sofort die Geflechtschläuche und Ummantelungslösungen von Techflex am Lager. "Wir freuen uns über die Vertriebsvereinbarung mit Techflex. Denn Digi-Key will seinen Kunden eine erstklassige Produktauswahl und -verfügbarkeit bieten", sagt Jeff Shafer, bei Digi-Key als Vice President für Steckverbinder, passive und elektromechanische Produkte verantwortlich. // MK Jeff Shafer, Digi-Key: "Die TechflexProdukte ergänzen unser Portfolio bestens." Digi-Key InfoClick 2554946 Digi-Key ...dann kommen Sie nach Stuttgart zur EMV 2011 Registrierung online unter: www.e-emv.com IC-Standardprodukte von ZMDI Das Distributionsabkommen zwischen SE Spezial-Electronic und ZMDI, Anbieter analoger und Mixed-Signal-Lösungen, umfasst die erweiterte europäische Region. Zu den Produkten zählen Schnittstellen-ICs für Sensoren, industrielle Bus-ICs und Schnittstellen, Analog/Digital-Wandler und LED-Treiber-ICs, speziell für Industrieelektronik, Medizintechnik und Konsumerelektronik. // MK SE Spezial-Electronic InfoClick 2555042 se spezial-electroNic EMV 2011 Stuttgart Internationale Messe Klaus Barenthin, SE Spezial: "Mit den ZMDI- Produkten können wir die wachsenden Ansprüche unserer Kunden in Europa erfüllen." für Elektromagnetische Verträglichkeit Messe Stuttgart mit Workshops 15.- 17. März 2011 chaNNel MicroelectroNic USB-Win7-HID-Sensorbaugruppe Ansprechempfindlichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit auf die jeweilige Anwendung optimiert werden. Channel Microelectronic hat zahlreiche Standardfolien und Full Customized Solutions. Doch aufgrund der hohen Komplexität betrachtet der Anbieter jede PCT-Lösung als ein kundenspezifisches Design und begleitet die Kunden von der Definition bis zur Serie des fertigen Produktes. // MK Channel Microelectronic InfoClick 2552141 Weitere Informationen unter 0711-61946-0 oder emv@mesago.com Channel Microelectronic bietet komplette ITO-Sensorfolienbaugruppen auf PET-Trägerbasis an. Deren assemblierter Chipsatz ermöglicht über USB eine Windows 7 konforme multitouchfähige HID-Lösung. Der eigentliche Finger-Touch wird performant und prozesssicher als virtueller Cursor umgesetzt, um die windowsbasierende Bedienerlogik anwenderfreundlich wiederzugeben. Entwicklungstools unterstützen die Systemintegration. So können für das Bedienempfinden wichtige Parameter wie ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

60 AKTUELLE PRODUKTE // Gehäuse 19"-schränke Vernetzungs- und Serverschränke mit 43 Höheneinheiten Flachdach mit Ausbruch-Möglichkeiten für eine Bürstenleiste zur Kabeldurchführung oder einen Lüfteraufsatz. Statt der Nivellierfüße kann optional auch ein Sockel mit Seitenblenden eingesetzt werden. Der Vernetzungsschrank wird in lichtgrau (RAL 7035) angeboten. Der 19"-Serverschrank weist eine Grundfläche von 600 mm x 1000 mm auf und bietet wie der Vernetzungsschrank bei einer Höhe von 2000 mm eine Nutzung auf 43 HE. Aufgebaut ist der Schrank auf einem stabilen verschweißten Grundgestell. Vorne und hinten sind perforierte Stahltüren (mit 180°-Scharnier und Verriegelung) zur passiven Entwärmung eingebaut. Eine Nachrüstung mit Schwenkhebelgriff und Profilhalbzylinder ist möglich. Dazu kommen verschraubte Seitenwände mit Innensicherung. Zwei Paar 19"-Server-Winkelprofile sind in einem Befestigungsabstand von 740 mm vormontiert. Secomp InfoClick 2421756 Secomp hat die 19"-Schränke der Marke ROLINE überarbeitet. Der Vernetzungsschrank mit einer Grundfläche von 800 mm x 800 mm bietet bei einer Höhe von 2000 mm eine Nutzung auf 43 HE. Zu einem stabilen verschweißten Grundgestell kommen vorne eine Stahltür mit einem Einsatz aus Sicherheitsglas, hinten eine geschlossene Stahltür sowie verschraubte Seitenwände mit Innensicherung. Beide Türen sind mit 180°-Scharnier und Verriegelung mit Schlüsselschild ausgestattet. Eine Nach- rüstung mit Schwenkhebelgriff und Profilhalbzylinder ist möglich. Eine 19"-Ebene ­ im Abstand von 150 mm zur Fronttür vormontiert ­, Nivellierfüße und ein Erdungsset gehören ebenso zur Grundausrüstung wie ein 19-Zoll-schrank Ansprechendes Design und hohe Funktionalität de Stahl- oder Vollglastür mitgeliefert werden. Die Tür ermöglicht einen Öffnungswinkel von 180°. Das Schrankgestell ist zerlegbar und besteht aus einem Druckgussrahmen und Aluminiumprofilen, die trotz leichter Bauweise eine hohe Stabilität geben. Der Schrank gewährleistet die Schutzart bis IP 40 und hat eine statische Traglast von 400 kg (getestet nach IEC 61 587-1). Eine seitlich im Gestell integrierte Nut kann für die Befestigung von Tragarmsystemen mit Monitor oder anderem Zubehör genutzt werden. Stationäre oder ausziehbare Fachböden, Gleitschienen sowie weiteres Zubehör ermöglichen einen flexiblen Schrankausbau. Die Schnellverschlüsse der Seitenwände sind so gestaltet, dass sie bei kleinen Schrankgrößen als Tragegriffe genutzt werden können. Durch Rollen mit integrierten Nivellierfüßen ist der Schrank ideal für den mobilen Einsatz im Labor. Schroff InfoClick 2482568 Schroff hat für MSR-Anwendungen im Labor und in Audio/ Video-Applikationen die Aluminiumschrank-Plattform Novastar entwickelt. Der Schrank mit Aluminium-Gestell und innen liegenden Verkleidungsteilen bietet selbst ohne Abdeckblenden, Dekorahmen oder Türen ein sehr ansprechendes Design. Durch die innen liegenden Verkleidungsteile ist der bis zu 47 HE hohe Schrank mit einer Breite von 553 mm 19"-fähig. Die 19"-Lochung ist in den front- und rückseitigen Holmen integriert und dient zur Aufnahme von 19"-Einschüben wie z.B. Messgeräten, Verstärkern, Equalizern und anderen Komponenten. Die Baugruppen schließen dabei bündig mit dem Schrankgestell ab. Bei Bedarf kann eine passen- SCHALTSCHRÄNKE STROMVERTEILUNG KLIMATISIERUNG

61 AKTUELLE PRODUKTE // Gehäuse FRontplatten Maßgeschneiderte Fertigung gung nach Kundenzeichnungen mit einer Größe von maximal 480 mm x 400 mm. Platten können gestanzt, gebohrt, mehrfarbig siebgedruckt, graviert, farbig "Infill"-graviert, mit PolyesterOverlays versehen, zur Aufnahme einer eingespressten Membrantastatur gefalzt und mit EMVDichtungen ausgerüstet werden. Leitfähige und nicht leitfähige Oberflächen sowie Lackierungen sind möglich. Vero Technologies InfoClick 2483072 KleinGehäuse Schutz für Baugruppen carbonat, schlagfestes ABS oder Aluminium-Profil sein. Führungsschlitze für die Montage, Gewindeeinsätze oder Schraubkanäle zur Befestigung, Vertiefungen zur Aufnahme von Tastaturen, Aufhängung oder Klarsichtdeckel sind möglich. Der Kunde bestimmt Schirmeigenschaften, Funktionalität und Erscheinungsbild. Die Fertigung erfolgt in China, die Qualitätskontrolle in Deutschland. Frank electronic InfoClick 2482380 Vero bietet einen schnellen Anpassungsdienst für in Eigenfertigung hergestellte Frontplatten, einen Änderungsdienst für Platten anderer Anbieter und maßgeschneiderte Plattenferti- Frank electronic entwickelt und fertigt Kleingehäuse. Sie werden kundenspezifisch produziert und an die geplante Anwendung angepasst. Materialien können temperaturfestes Poly- Rahmen Maschinengestelle nach dem Baukastenprinzip Seit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages mit der X-frame Systems ist häwa offizieller X-frame-Systempartner und europäischer Hersteller der Rahmen-Komponenten. X-frame ist ein variables Rahmensystem mit Baukastenprinzip zur Erstellung von Maschinengestellen und Einhausungen jeglicher Art. Es kombiniert die Flexibilität von Aluminiumprofilen mit der von standardisierten Modulen. Aus wenigen Einzelkomponenten werden komplexe Maschinengestelle in kurzer Zeit zusammenteile vieler Profilhersteller mit den X-frame Komponenten verbinden. Eingesetzt werden Xframe Rahmensysteme in der Regel als modulare Einzelzellen und für lineare oder rotative Applikationen. Als Einzelzelle bieten X-frame-Systeme eine flexible, kostengünstige Standardlösung, die bei einer Erweiterung leicht wiederverwendet werden kann. Für den Aufbau von linearen Applikationen können Xframe-Komponenten als Einzeloder Doppelelemente einfach angereiht werden. Grundsätztlich können pro Segment die Abschrankungen und Türen definiert werden. Für die Verwendung von rotativen Applikationen stehen mit X-frame mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Es können quadratische, rechteckige, 6- und 8-eckige Applikationen erstellt werden. Auch bei diesen Varianten können pro Segment die entsprechenden Türsysteme jederzeit definiert werden. häwa InfoClick 2482432 gestellt. Es können dabei verschiedene Aluprofile montiert werden (20 mm x 40 mm, 40 mm x 40 mm, 80 mm x 40 mm). Die Kastenmodul-Systemkomponenten sind aus Stahlblech gefertigt. Ebenso lassen sich die Zubehör- Rittal live erleben: Jeden Tag werden es mehr Kunden, die sich über eine perfekt abgestimmte Schaltschrankarchitektur freuen. Erleben Sie live, welche Möglichkeiten Ihnen "Rittal ­ Das System." bietet! CeBIT in Hannover 01.-05.03.2011 Halle 11, Stand E06 IT-INFRASTRUKTUR SOFTWARE & SERVICE

62 AKTUELLE PRODUKTE // Passive BauelemeNte schieBePoteNziometer Kompakte SMD-Baureihe rung erhältlich. Zu m Betätigen ist eine Schiebekraft von 0,17 ±0,15 N nötig, der Schiebweg beträgt 8 mm. Die Lebensdauer ist mit 10.000 Zyklen spezifiziert. Weitere technische Merkmale sind eine maximale Betriebsspannung von 5 VDC und ein Gesamtwiderstand von 10 k ±30%. Einsetzbar sind die Potentiometer von -10 bis 70 °C. Die Bauteile sind für Reflow-Löten geeignet Zettler InfoClick 2552110 Zettler bietet die kompakten Schiebepotenziometer der RS08Serie von ALPS an. Die SMDBauteile messen 13,2 mm x 3,0 mm x 2,1 mm und sind in horizontaler und vertikaler Ausfüh- Im 0805-Format mit 22 µF Platz. Der neue Kondensator trägt dazu bei, dass elektronisches Equipment wie Notebooks oder LCD-TVs flacher konstruiert werden können. Der neue Kondensator mit der Typenbezeichnung GRM21BR61E226ME44 besitzt eine nominelle Kapazität von 22 µF und ist für eine Nennspannung von 25 V DC ausgelegt. Er hat die X5R-Temperaturcharakteristik und ist für -55 bis 85 °C vorgesehen. Murata InfoClick 2552268 KeramiKKoNdeNsatoreN Wir stellen aus: embedded 2011, Halle 12, Stand 645 Murata bietet einen monolithischen Keramik-Kondensator im 0805-Format mit 22 µF/25 V an. Er hat etwa die doppelte Kapazität existierender Kondensatoren und braucht ca. 50% weniger iNduKtivitäteN Klein, niedrig und abgeschirmt schirmten und schockgeprüften Chip-Draht-Induktivitäten messen je nach Wert zwischen 3 mm x 3 mm x 1,25 mm und 8 mm x 8 mm x 4 mm. Verfügbar sind Serien mit folgenden Werten für Induktivität und Stromtragfähigkeit: SDIA0312 mit 1,0 ... 100 H (1,50 ... 0,195 A), SDIA0412 mit 1,0 ... 820 H (1,95 ... 0,05 A), SDIA0612 mit 10 ... 100 H (0,75 ... 0,19 A) und SDIA0840 mit 2,2 ... 100 H (7,33 ... 1,00 A). Weltronic InfoClick 2552188 Die SMD-Leistungsinduktivitäten der SDIA-Serie von Weltronic eignen sich für den Einsatz bei beengten Platzverhältnissen, z.B. in LCDs oder kleinen DC/DCWandlern. Die magnetisch abge- Wir stellen aus: embedded 2011, Halle 12, Stand 251 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

63 AKTUELLE PRODUKTE // Messtechnik ac-LeistungsMessgerät Digitale Panel-Meter testen wechselstrombetriebene Geräte Murata Power Solutions vertreibt zwei digitale Panel-Meter von Datel: Das ACM20-2-AC1-R-C und ACM20-2-AC1-R-F-C sind digitale AC-Leistungsmessgeräte mit einer Messauflösung von 0,001 A und 0,1 W. Durch die verbesserte Auflösung eignen sie sich für Test- und Instrumentierungseinrichtungen, vor allem beim Testen wechselstrombetriebener Produkte mit geringer Stromaufnahme. Die beiden Messgeräte bieten einen Eingangsbereich von 0 bis 10 A bei einer Auflösung von 0,001 und maximal 999,9 W. Neben Spannung, Strom und Aktivleistung misst der ACM20-2-AC1R-C den Leistungsfaktor, während der ACM20-2-AC1-R-F-C eine Frequenzmessung ermöglicht. Mit einem Betriebsspannungsbereich von 85 bis 264 VAC bei einer Frequenz von 47 bis 63 Hz eignen sich die beiden Leistungsmesser ideal für Test- und Instrumentierungseinrichtungen. Alle ACM20-MultifunktionsLeistungsmesser enthalten integrierte Stromwandler, womit für deren Betrieb keine weiteren Bauteile erforderlich sind. Murata InfoClick 2551256 Messkarten Für dynamische Signale National Instruments hat die Module der Reihe NI PXIe-449x auf den Markt gebracht. Mit den Messkarten können dynamische Signale mit hoher Kanalanzahl ermittelt werden. Sie bieten AC/ DC-Kopplung für Sensormessungen mit Mikrofonen oder Beschleunigungssensoren sowie für Spannungsmessungen von Tachometern oder Prüflingen. Sie verfügen wahlweise über 8 oder 16 Kanäle mit A/D-Wandlern mit 24 Bit pro Kanal und einem Dynamikbereich von 113 dB. Der große Dynamikbereich senkt den Rauschpegel und erleichtert so das Auffinden kleinster Geräusch- und Schwingungssignale. Ferner bieten die Module der Reihe NI PXI Express eine per Software und pro Kanal konfigurierbare Verstärkung zur Verbesserung des Signal-Rausch-Abstandes. Außerdem lassen sich mit ihnen physikalische Größen jeglicher Art einfach synchronisieren und Ereignisse in Echtzeit vergleichen. Werden die Karten mit den Datenerfassungsgeräten NI SC Express synchronisiert, um Signalkonditionierung und Anbindungsmöglichkeiten zum Erfassen von Temperatur, Dehnung und hoher Spannungen zu kombinieren. Die PXI-ExpressModule sind mit der Sound and Vibration Measurement Suite kompatibel. National Instruments InfoClick 2551359 Einfach mehr Oszilloskop Erleben Sie live das erste 12-bit Oszilloskop der Welt ! Halle 10 ­ Stand 208 WaveRunner 6 Zi 400 MHz ­ 4 GHz Oszilloskope szilloskope Der neue WaveRunner 6 Zi überzeugt mit überlegenen Leistungsmerkmalen, umfangreichen Analysemöglichkeiten, einem revolutionären Display-Konzept und einem breiten Angebot an Anwendungspaketen und Triggern. Das Bedienkonzept ist optimiert für eine schnelle und einfache Navigation. Eine Vielzahl neuer Tastköpfe erleichtert die Arbeit mit dem Oszilloskop. 400 MHz ­ 4 GHz Bandbreite bis 40 GS/s Abtastrate bis 128 Mpts Erfassungs- & Analysespeicher Drehbarer 12,1" Touchscreen im 16:9 Format Hervorragende Signalreinheit Sehr leise Lüfter 12-bit Oszilloskope ab Mai 2011 erhältlich Budgetfreundliche Preise ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011 www.lecroy.de Telefon 0 62 21- 8 27 00

64 AKTUELLE PRODUKTE // ElEktroNikfErtiguNg Selektives IR-Löten lässt empfindliche Folien kalt Essemtec stellt mit dem selektiven IR-Löten ein neues System vor für das Löten von wärmeempfindlichen flexiblen Materialien wie Mylar. Das Prinzip: Die IR-Strahlung wird von der Lötstelle absorbiert, nicht aber von der Folie. Dieser Prozess basiert auf einer speziellen Wahl von Lot, Folie und IR-Strahlung. Für diesen Prozess musste Essemtec keine komplett neue Maschine bauen, sondern konnte eine Standardmaschine für die außergewöhnliche Aufgabe anpassen. Die Herstellung von Folientastaturen erfolgt in mehreren Schritten. Einer davon ist die Bestückung der Tastaturfolien mit elektronischen Bauteilen, LEDs und Schnappscheiben. Dafür wird eine FLX-2011-VL von Essemtec eingesetzt. Diese Maschine kann in einem Arbeitsgang Dispensen und Bestücken, ohne die Folien zwischen den Arbeitsgängen bewegen zu müssen. Anschließend werden die Tastaturfolien im Selektiv-IR-Ofen gelötet. Es ist ein Reflow-Lötsystem RO300FC mit speziellen Anpassungen für diesen Prozess. Essemtec InfoClick 2559883 foliENtastaturEN QfN-gEhäusE . ..for applicatio ns with highest reliab ility Mehr Stabilität mit Metal-Frame Offene QFN-Gehäuse ermöglichen die Entwicklung eigener Mikrochips in kleinen Stückzahlen. Durch die Position der Anschlüsse an der Unterseite der Bauteile ist eine höhere Packungsdichte und damit eine Reduzierung der Platinengröße möglich. Bei factronix sind nun neue offene QFN-Gehäuse (Open Cavities) von Mirror Semiconductor erhältlich, die auf einem Metal-Lead-Frame basieren (MQFN). Dadurch bieten sie eine größere Formstabilität als die mit den bisherigen Basismaterialien BT und NL-Core gefertigten Gehäuse. Umrandet ist das Laminat mit einem sehr präzise gefertigten Mold. Die Pads im Inneren der Gehäuse sind optimiert zum Drahtbonden vergoldet und die Unterseite der QFNs ist ideal zum bleifreien Löten beschichtet. Zum automatischen DrahtBonden von mehreren Gehäusen in Serie hat sich der Einsatz der Rohlinge im Nutzen bewährt. Für diese Variante sind mehrere Gehäuse auf einem Nutzensubstrat (2" x 2") angeordnet und werden erst nach dem Bonden bzw. Vergießen vereinzelt. Die Gehäuse können mit einer Wafersäge getrennt werden. Die Open-Cavities sind als QFN-Packages in Größen von 8 bis 100 Anschlüssen und Pitch von 0,4 mm bis 0,8 mm erhältlich. factronix InfoClick 2563812 TFT-LCD-Module IGBT-Module (NX-Serie) www.mitsubishichips.eu semis.info@meg.mee.com ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

65 AKTUELLE PRODUKTE // ElEktronikfErtigung handlötstation Spitzenpflege leicht gemacht Serie weist einen Abstreifbehälter auf, der zugleich als Auffangschale für überschüssiges Lot dient. Das Material des Abstreifers weist eine hohe Temperaturbeständigkeit bis zu 450°C auf und ist dadurch kaum von Verschleiß betroffen. Ebenfalls leicht verändert wurde das Softwareprogramm. Somit wird eine noch leichtere Bedienung des Menüprogramms ermöglicht. Aston InfoClick 2563544 ESD-gerechte Chip-Container stattet. Insgesamt sind die ChipContainer in sieben Innenmaßen erhältlich. Die Verpackungsboxen werden mit elektrisch leitfähigen Weich- und Hartschaumstoffeinlagen ausgestattet. Dabei werden die Größen 8/14-W oder H und 8/28-W oder H aus nicht elektrisch leitfähigen Kuststoff mit Klarsichtdeckel geliefert. Für ICs und EPROMs sind die elektrisch leitfähigen Chip-Cassetten vorgesehen. kappich InfoClick 2447479 BautEilE sichEr lagErn und transportiErEn JBC aus Spanien im Vertrieb von Aston hat eine neue Produktlinie an Handlötstationen auf den Markt gebracht. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Spitzenpflege gerichtet. Die neue Die Chip-Container, Verpackungsboxen und -Casetten für Versand und Lagerung von elektronischen Bauteilen sind entweder mit oder ohne elektrisch leitfähigen Schaumstoff ausge- lEitErplattEn Britze investiert in Onlinekalkulation und neuen Maschinenpark Seit über 35 Jahren fertigt die Berliner M. Britze Elektronik Leiterplatten GmbH Kleinserien und Prototypen für Industriebetriebe und Ingenieure. Nachdem der Betrieb in den vergangenen Jahren mit Problemen zu kämpfen hatte, bringt ein Inhaberwechsel nun eine neue Unternehmensführung mit sich. Laut dem neuen Geschäftsführer Melih Cakirbey sollen der Ausbau der Onlinekalkulation (www.britze.de) und erhebliche Investitionen in Maschinen und Produktionsräume frischen Wind bringen: "Wir erwarten in Kürze einen weiteren Flying Probe E-Tester von Gardien, der den Flaschenhals in der elektrischen Endkontrolle beseitigen wird, sodass wir Termindienste wieder pünktlich liefern können." Technologisch setzt Britze vor allem auf die immer anspruchsvolleren Mutlilayer. Feine Strukturen stellen mit den bestehenden Ätzmaschinen keine Schwierigkeit dar, jedoch haperte es in der Vergangenheit an zuverlässigen Möglichkeiten für Sacklöcher und feine Bohrungen. "Eine Blackhole Durchkontaktierungsanlage nach neuesten Vorgaben des Chemiespezialisten MacDermids ist bei der Firma Adeon in Auftrag gegeben worden. Neuste Standards inklusive Vakuumabsaugung werden die Herausforderungen im DK-Bereich vollends lösen", ist Cakirbey überzeugt. "Ab Februar werden wir mit einer neuen Multi-X von Schmoll bohren. Die digitale Z-Achse, das Kamerasystem und extrem hohen Drehgeschwindigkeiten sorgen hier für einen Qualitäts- und Geschwindigkeitssprung." Eine 2-Spindel Aluminiumfräsmaschine mit automatischer Einspritzkühlung rundet das Profil für die neu entstehende Mechanik ab. Klimaanlagen und Zuluft mit Überdruck bedeuten den ersten Schritt auf dem Weg zu einer Reinraumabteilung im Fotodruck. Insgesamt fließen somit in diesem Jahr knapp 400.000 Euro in den Aus- und Umbau der Produktion. M. Britze Elektronik InfoClick 2559733 PCB Spezialist für Prototypen & Kleinserien ALLE SERVICES PCB proto STANDARD pool spezieller Prototypen Service große Auswahl 1-8 Lagen 100µ Technologie aluminium Prototypen im Pooling alle Optionen bis 16 Lagen TECH pool IMS pool On demand Preise sofort online Online Bestellung Attraktive Pooling Preise Keine Einmalkosten Lieferung ab zwei Werktagen Schablonen Service Rufen Sie uns an: +49 (2681) 4662 Email: euro@eurocircuits.com www.eurocircuits.de Besuchen Sie uns auf der Embedded World 2011 ­ Halle 12 ­ Stand 255 ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

66 SenSorik // Signalaufbereitung Konfigurierbares Sensor-AnalogFront-End vereinfacht das Design Zwei konfigurierbare Sensor-Analog-Front-End-ICs stellt National Semiconductor vor. In Kombination mit Tools aus der WEBENCH-Familie können Signalpfade schneller entwickelt werden. ierliche Hintergrund-Kalibrierung eliminiert Offset- und Verstärkungsfehler über Zeit und Temperatur. Offset- und Verstärkungsfehler werden ohne Beeinträchtigung des zu messenden Signals ermittelt. Der LMP90100 enthält einen 24-Bit-SigmaDelta-ADC mit flexiblem Eingangsmultiplexer- für den Anschluss an beliebige Kombinationen von differenziellen oder SingleEnded-Eingängen. Signalverstärkung (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64 und 128), Abtastrate und Sensor-Diagnose können individuell für jeden Sensor programmiert werden. Außerdem stehen zur Ansteuerung der Sensoren zwei aufeinander abgestimmte Stromquellen zur Verfügung. Der LMP90100 ist für den gesamten Temperaturbereich von -40 °C bis +125 °C spezifiziert. Da er im Durchschnitt weniger als 0,7 mA aufnimmt, eignet er sich ideal für Temperaturgeber in 4- bis 20-mA-Applikationen. Für schnelle Sensorsystementwicklung: Analog-Frontend-Bausteine und Designtool ie konfigurierbaren Sensor-AFE-ICs und das Tool "WEBENCH Sensor AFE Designer" ermöglichen es den Entwicklern, einen Sensor auszuwählen, die Lösung zu entwerfen und zu konfigurieren und die Konfigurationsdaten an das SensorAFE herunterzuladen. Eine typische SensorApplikation, die zurzeit noch bis zu 25 Bauelemente erfordern kann, reduziert sich damit auf ein einziges IC. "Die Entwicklung sensorbasierter Systemdesigns gestaltet sich zeitaufwändig und kompliziert und erfordert für jedes System ein optimiertes Design", sagt Anita Ganti, Precision Systems Business Unit Director bei National. "Bisher setzten die Designer auf maßgeschneiderte analoge Lösungen, deren Entwicklung Wochen oder gar Monate in Anspruch nahm. Wir können ihnen jetzt helfen, schneller auf den Markt zu kommen." Als erste Bausteine einer neuen Produktfamilie stellt National zwei konfigurierbare Sensor-AFE-Produkte vor, die jeweils für eine bestimmte Sensor-Applikation ausgelegt sind und verschiedenste Ausstattungsmerkmale mitbringen, wie zum Beispiel programmierbare Stromquellen, SpannungsreferenzOptionen und einstellbare Abtastraten und Verstärkungen. Das kostenlos verfügbare Online-Designtool WEBENCH Sensor AFE Designer enthält die technischen Spezifikationen Hunderter Temperatur-, Druck- und Chemikaliensensoren. In der Datenbank des Tools sind Produkte von Omega Engineering, Honeywell Sensing & Control, Tempco Electric Heater. und All Sensor berücksichtigt. Potentiostat für die Gassensorik Der LMP91000 ist ein vollständig konfigurierbare Potentiostat mit geringer Leistungsaufnahme, der eine komplette, integrierte Signalpfad-Lösung zwischen Sensor und A/D-Wandler (ADC) implementiert. Das programmierbare AFE eignet sich für den Einsatz in Micropower-Chemikalien- und Gassensor-Applikationen (z. B. Einzelgassensoren mit drei Elektroden oder Sauerstoffsensoren mit zwei Anschlüssen). Der LMP91000 misst den Strom in einem Potentiostat, der proportional zur Gaskonzentration ist. Mit Hilfe eines Transimpedanz-Verstärkers erzeugt er eine Ausgangsspannung proportional zum Zellenstrom. Die Transimpedanz-Verstärkung kann vom Anwender über ein I2C-kompatibles Interface programmiert werden, sodass der LMP91000 Giftgas-empfindlichkeiten von 0,5 nA/ppm bis 9,5 nA/ppm unterstützt. Dank seiner geringen Leistungsaufnahme eignet sich der LMP91000 für batteriebetriebene Systeme sowie für 4- bis 20-mA-Geber. Durch die Programmierbarkeit lassen sich Mehrkanaliges 24-Bit-Sensor-Front-End Der LMP90100 ist ein mehrkanaliges 24-Bit-Sensor-AFE mit kontinuierlicher Hintergrund-Kalibrierung und Diagnosefunktionen für Geber- und MesswertaufnehmerApplikationen im Bereich der Temperaturund langsamer Druckmessung. Die kontinu- Anita Ganti, National Semiconductor ... "Unsere konfigurierbaren SensorAFE-ICs und das Tool ,WEBENCH Sensor AFE Designer' beschleunigen die Sensorikentwicklung ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

67 SENSORIK // SIGNALAUFBEREITUNG Zellenspannung und Ausgangsverstärkung vom Anwender wählen. Beides erlaubt den Einsatz mit einem breiten Spektrum von Gasen und Gaskonzentrationen, wobei die Gesamt-Stromaufnahme des Bausteins durchschnittlich nur A beträgt. Das I²C-Interface ermöglicht die Überprüfung der Sensor-Performance, und ein eingebauter Temperatursensor stellt ein zusätzliches Ausgangssignal zur Überwachung der Temperatur zur Verfügung. Der LMP kann mit Spannungen von , V bis , V betrieben werden. Tools, Preise und Verfügbarkeit der Bausteine Der "WEBENCH Sensor AFE Designer" ergänzt Nationals Angebot an WEBENCH-Online-Designtools. Angeboten wird außerdem ein Bench-top-Evaluierungs-Tool, das mit einem Hardware-Interface ausgestattet ist, um die Entwicklungszeit zu verkürzen und die Prototyp-Evaluierung zu erleichtern. Mit diesem System kann der Anwender Konfigurationsdaten aus seinem Design an das Sensor-AFE herunterladen, die Sensoren anschließen und mit dem Evaluieren beginnen. Der LMP ist im TSSOP- -Gehäuse lie- Bild : Mehrkanaliges -Bit-Sensor-AFE mit kontinuierlicher Hintergrund-Kalibrierung und Diagnosefunktionen für Geber- und Messwertaufnehmer-Applikationen im Bereich der Temperatur- und langsamen Druckmessung ferbar und kostet , US-Dollar (ab . Stück). Der ebenfalls sofort verfügbare LMP im LLP- -Gehäuse kostet , USDollar (ab . Stück). Weitere AFE-Produkte dieser Bausteinfamilie werden im im Lauf des Jahres eingeführt. // JW National Semiconductor: + ( ) InfoClick Weitere Informationen zum LMP und die Möglichkeit zur Bestellung von Mustern und eines Evaluation-Boards Weitere Informationen über die Sensor-AFEProdukte von National www.elektronikpraxis.de InfoClick Wise use of illumination like ... LED Drivers from ZMDI Enabling Energy Efficient LED Lighting Solutions · Up to 95 % efficiency · 750 mA to 1 A Output current · Wide input voltage ranges: 6 V up to 40 V and 8 VDC to 450 VDC or 110 VAC / 230 VAC · Small SOP8 and SOT89-5 package · Highly integrated ICs / Low BOM cost www.zmdi.com/LEDdrivers

68 STROMVERSORGUNGEN // NETZGERÄTE & NETZTEILE Was Sie bei HochspannungsTyptests beachten sollten An Netzspannung betriebene Geräte müssen einen Typtest bestehen. Worauf es dabei konkret ankommt und welche Richtlinien gelten, erfahren Sie in diesem Beitrag. KENT SmITh * HV-Tests: Ohne Spannungsfestigkeitsprüfung gibt es keine Zulassung für netzbetriebene Geräte wie dieses Schaltnetzteil er Hochspannungstest ist ein elektrischer Test, der angewendet wird, um die Wirksamkeit von elektrischen Isolationen zu prüfen ­ etwa bei Netzgeräten. Der HV-Test wird auch als Spannungsfestigkeitsprüfung bezeichnet. Elektrische Geräte, die an Netzspannung betrieben werden, müssen einen Typtest bestehen, der von den zuständigen Zulassungsstellen vorgenommen wird. Die in der Regel anwendbaren Normen sind die IEC60950-1 für ITE-Equipment und die IEC60601-1 für Medizingeräte. Bevor die Geräte dem Typtest unterzogen werden, wird der Stromversorgungs- oder Gerätehersteller selbst testen, um sicherzustellen, dass die Geräte die gestellten Anforderungen auch erfüllen. Allerdings können die Testbedingungen auch falsch interpretiert werden. Das kann dazu führen, dass bei den Tests das Gerät zerstört wird, was Verzögerungen bei den Sicherheitszulassungen und damit bei der Markteinführung zur Folge haben kann. Worauf sich die Sicherheits normen beziehen Dieser Beitrag beleuchtet die Testanforderungen und gibt grobe Richtlinien für die Anforderungen an den Hersteller beim Typtest. Zunächst wird dies für Geräte der Schutzklasse I beschrieben. Die Unterschiede zu Geräten der Schutzklasse II werden * Kent Smith ... ist Applications Engineer bei XP Power separat behandelt. Die Sicherheitsnormen beziehen sich in der Regel auf folgende Isolationsanforderungen: Zwischen Primärseite (AC-Eingang) und Sekundärseite (DC Ausgang) wird in der Regel eine verstärkte Isolation gefordert. Zwischen Primärseite und Schutzleiter wird eine Basisisolation gefordert. Zwischen Sekundärseite und Schutzleiter ist in der Regel eine Betriebsisolation gefordert. Bei Anwendungen der Schutzklasse I muss der Schutzleiter vorhanden sein. Bei Schutzklasse-II-Anwendungen dagegen wird eine doppelte oder verstärkte Isolation eingesetzt, um die Sicherheit auch ohne Schutzleiter zu gewährleisten. Bild 1 zeigt den typischen Isolationsaufbau eines Schutzklasse-I-Netzteils. ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

69 STROMVERSORGUNGEN // NETZGERÄTE & NETZTEILE Bild 1: Typischer Isolationsaufbau eines Schutzklasse I Netzteils (R ­ Verstärkte Isolation; B ­ Basisisolation; O ­ Betriebsisolation) Bild 2: Für die Typprüfung kann es erforderlich sein, alle Y-Kondensatoren und das Gehäuse zu entfernen Bei der Durchführung des Isolationstests wird zwischen Typtest (bei der Sicherheitszulassung) und den Tests während der Serienprüfung unterschieden. Isolationstest Typprüfung: Diese Prüfung wird vom Testhaus durchgeführt und stellt sicher, dass der Aufbau des Netzteils die durch die relevante Norm festgelegten Anforderungen erfüllt. Die Isolationsanforderungen für IEC60950-1 (ITE) und IEC60601-1 (Medizin) zeigt die Tabelle. Isolationstest in der Fertigung: Diese Tests werden während des Fertigungsprozesses durchgeführt und stellen die Wirksamkeit der sicherheitsrelevanten Isolationen in der Serie sicher. Hierbei werden während der Produktion die verstärkte Isolation und die Basisisolation an Baugrup- Power in 1HE 19" Frontend Power Supplies bis 10 kW ­ die HFE-Serie 4 x 2500 W in 1 HE 5 x 1600 W in 1 HE 12 V, 24 V, 48 V Ausgang Temperaturgeregelter Lüfter Überzeugen Sie sich auch von unseren 1 HE-Lösungen für Einbau-, Labor- und modulare Netzgeräte. Besuchen Sie uns: 01. ­ 03.03.11 · Halle 12 · Stand 454 Innovating Reliable Power Wir freuen uns auf Ihre Aufgaben Tel. +49 (0) 7841 666-0 www.de.tdk-lambda.com ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

70 STROMVERSORGUNGEN // NETZGERÄTE & NETZTEILE Typtest: Die Isolationsanforderungen gemäß IEC60950-1 (ITE) und IEC60601-1 (Medizin) im Detail len führen kann. Dies hat zur Folge, dass das Gerät nicht mehr arbeitet. In solchen Fällen ist zu verifizieren, an welcher Isolationsstrecke es zu dem Durchschlag kam. Oftmals geschieht dies bei der Betriebsisolation zwischen Sekundärseite und Schutzleiter und es ergibt keinen Überschlag der Primär- zu Sekundärisolation, die geprüft werden sollte. Koronaentladungen sind aus der sicherheitstechnischen Sicht nicht als Ausfall zu betrachten. pen sowie Bauteilen welche die Isolationsstrecken überbrücken geprüft. Die verstärke Isolation kann an einem Fertiggerät nicht getestet werden, ohne die Basisisolation zu überbeanspruchen (Hinweis: UL60950-1, C5.2.2 oder UL60601-1 2nd Edition Sektion 20.4 oder IEC60601-1 3rd Edition Sektion 8.8.3 für weitere Informationen). Deshalb dürfen die Hersteller die verstärkte Isolation separat testen. So können Transformatoren und andere Bauteile, welche die Primär- Sekundärisolation überbrücken, getestet werden, bevor sie in die Geräte eingebaut werden. Nur die Basisisolation zwischen Primärseite und Schutzleiter wird am Fertiggerät vor der Auslieferung getestet. schen Primär- und Sekundärseite mit 3000 VAC die Isolationsstrecken zwischen Primärseite und Gehäuse sowie Sekundärseite und Gehäuse überbeanspruchen und unter Umständen eine Schädigung der Isolationen hervorrufen. HV-Tests bei Netzteilen der Schutzklasse II Bei Schutzklasse-II-Geräten ist kein Schutzleiteranschluss vorhanden. Deshalb ist auch kein Test der Isolation zwischen Primärseite und Schutzleiter notwendig. Da kein Schutzleiters vorhanden ist, muss man sich auch keine Sorgen zur Überbeanspruchung von Bauteilen oder Isolationsstrecken zwischen Primärseite und Schutzleiter bzw. Ausgang und Schutzleiter machen. Der Anwender kann den Hochspannungstest zwischen Eingang und Ausgang mit 3000 VAC (4242 VDC) bei ITE-Geräten oder 4000 VAC (5656 VDC) bei Medizinnetzteilen durchführen um die Isolation zu überprüfen. // TK XP Power: +49(0)421 639330 Für Isolationstests ist meist eine Demontage erforderlich Wenn die verstärkte Isolation ordnungsgemäß geprüft werden soll, muss das Netzteil in der Regel aus dem Gehäuse ausgebaut werden. Darüber hinaus müssen, soweit di3es möglich ist, die Verbindungen zu Gehäuse/Schutzleiter entfernt werden, um die Basis- und Betriebsisolation beim Test nicht zu überbeanspruchen. Dies bedeutet in der Regel, dass alle Y-Kondensatoren entfernt werden müssen (Bild 2). Bei manchen Geräten ist es nicht möglich, alle Verbindungen zu entfernen. Auch kann es unter Umständen beim Anlegen der Prüfspannung zu einem Überschlag oder zu Funkenbildung kommen, was zu Bauteileausfäl- Die Prüfung mit 3000 VAC kann zu Schäden führen Da zwischen Primärseite und Gehäuse mit Schutzleiter nur eine Basisisolation und zwischen Sekundärseite und Gehäuse/Schutzleiter in der Regel nur Betriebsisolation existiert, würde die Prüfung am Fertiggerät zwi- InfoClick Netzteile von XP Power Details zu Sicherheitstandards www.elektronikpraxis.de InfoClick 2527636 1 A Schaltregler TSR-1 Serie Pinkompatibel zu den LM 78xx Linearreglern · · · · · · · · · Hoher Wirkungsgrad bis 96 % Keine Kühlkörper erforderlich Volllastbetrieb bis +60 °C Weiter Eingangsbereich bis 36 VDC SMD- oder Durchsteckmontage Hohe Ausgangsgenauigkeit Keine externen Kondensatoren notwendig Niedriger Stand-by-Strom 3 Jahre Produktgewährleistung T 2530.D TRACO ELECTRONIC GmbH D - 85729 Ismaning · Tel. 089 / 96 11 82 0 · info@traco-electronic.de · www.traco-electronic.de www.tracopower.com ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

71 AKTUELLE PRODUKTE // StromverSorguNgeN Wochen-Newsletter ­ Fachbeiträge, Expertentipps, Termine u.v.m. XP Power InfoClick 2564108 DC/DC-WaNDler MTU1: Isolierte DC/DC-Wandler mit 1 Watt Leistung InfoClick 2501950 Für lüfterlose Industrie-PC ca. 1,5 W. Bei Ausgangsleistungen bis 150 W wird kein Lüfter benötigt. Es schaltet bei Übertemperatur und bei Kurzschluss sämtliche Ausgänge automatisch ab. Die MTBF nach MILHDBK-217F, Notice 2, beträgt bei 50 °C 172.700 h. Das BEP-520H im Netzspannungsbereich 90 bis 264 V und zwischen 47 und 63 Hz. Das BEP-520H liefert Ausgangsspannungen von +3,3 V, +5 V, +12 V, -12 V und +5 Vsb. Bicker Elektronik InfoClick 2564175 MTU1S 0505C XYYWW Netzteile Originalgröße Die 200-W-DC/DC-Wandler der MGDS-200-Familie von GAÏA Converter im 2"x3"-Format benötigen keinen direkten Kühlkörper. Der Wirkungsgrad von >90% und eine thermische Anbindung GAÏA Converter www.elektronikpraxis.de/newsletter Jetzt anmel 07251_05 Das IPC-Netzteil BEP-520H von Bicker Elektronik ist für den Einbau in lüfterlose Industrie-PC konzipiert. Der Wirkungsgrad beträgt bei Volllast über 83%, im Standby-Betrieb verbraucht es www.elektronikpraxis.de ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011 Innovation3 Für Musterbestellungen: sales@murata-ps.com der Verlustleitung produzierenden Bauteile an Gehäuserahmen und Ableitpins ermöglichen die Wärmeabfuhr über die Leiterkarte. Die Wandler gibt es mit Eingangsbereichen von 9 ... 45, 16 ... 80 und 36 ... 140 V DC. Die Transienten nach Bahnstandard EN50155 und MIL-STD 704, MILSTD-1275, DO 160 werden abgedeckt. Die MGDS-200 Familie ist mit Singleausgängen zwischen 3,3 und 28 VDC verfügbar. Verkleinerung der Stellfläche um 50% 200 Watt ohne Kühlkörper Geringere Betriebstemperaturen 56% weniger Verlustleistung Lastregulierung - 7,3% Telefon: +49 89 544334-0 Die 400-W-Netzteile der Serie FCM400 von XP Power haben die Medizinzulassung und einen Singleausgang. Der Wirkungsgrad beträgt typisch 85% und die Leistungsdichte 13,9 W/Inch3. Wir verändern die Dimension von DC/DC Wandlern Die Geräte der Serie FCM400 liefern bis zu 0,5 s eine Spitzenlast von 600 W. Vor allem medizinische Anwendungen wie Beatmungs-, Chirurgische Geräte und Krankenhausbetten benötigen oft für kurze Zeit hohe Spitzenströme. Die Serie umfasst 6 Modelle mit den nominalen Ausgangssannungen +12, +15, +24, +28, +36, oder +48 VDC und arbeitet im Weitbereichseingang von 80 bis 275 VAC. MTU1S0505MC MTU1S0509MC MTU1S0512MC MTU1S0515MC MTU1S1205MC MTU1S1209MC MTU1S1212MC MTU1S1215MC Part Nr. Vin V 5 5 5 5 12 12 12 12 murata-ps.com/mtu1w Mit Medizinanzulassung Vout V 5 9 12 15 5 9 12 15 Iout mA 200 111 83 67 200 111 83 67 Lastregulierung % 7.3 6.1 5.6 5.3 5.6 3.9 3.5 3.2 Netzteile

72 AKTUELLE PRODUKTE // STROMVERSORGUNGEN POWER MANAGEMENT Batterieschutz-ICs für -Zellen-Li-Ion/Li-Polymer-Akkus Überladespannung, Unter-Entladespannung, Über-Ladestrom, Über-Entladestrom sowie einen Schutz gegen Kurzschluss. Optional sind Auto-Release und Einrastfunktionen für die Überladung und Entladung verfügbar. Eine weitere Eigenschaft des R ist das Temperatur-Monitoring, das über einen externen Sensor realisiert wird, der an das IC angeschlossen werden kann. In dieser Konfiguration wird ein Alarm-Ausgang aktiviert, sobald die Zellenspannung in Bezug auf die Zellentemperatur in einem unsicheren Bereich liegt. Auch die Überlade-Alarmschwelle wird mit der Temperatur geändert. Es stehen zwei optionale Alarmausgangsvarianten zur Verfügung: eine mit zwei Logikpegeln und eine mit drei Logikpegeln, um damit verschiedene Alarmzustände zu spezifizieren. Die Bausteine in sehr kleinen Gehäusen können auch auf dicht bepackten Baugruppen montiert werden. Scantec InfoClick Scantec bietet die drei Batterieschutz-ICs R , R und R von Ricoh für -Zellen-LiIon/Li-Polymer-Akkus an. Die Bausteine mit verbesserten Sicherheitsmaßnahmen für den Lade-/Entladeprozess verlängern die Batterielebensdauer bei Anwendungen mit -Zellen-LiIonen-Polymer-Batterien. Sie überwachen Lade- und Entladeströme und intervenieren, sobald die Gefahr besteht, dass der sichere Betriebsbereich der Zelle verlassen wird. Die Erkennungsgenauigkeit der Überladespan- nung wurde verbessert, sodass der Ladeprozess nun an einem sehr genau definierten Pegel unterbrochen wird, sobald der Sicherheitsbereich überschritten wird. Die Bausteine bieten Standard-Detektionsschaltungen für MULTILOAD Mehrkanal-Last zur Belastung von Stromversorgungen Kleiner, stärker und vielseitiger als ihre Vorgängermodelle ist die neue Multiload PMLI von Höcherl & Hackl. Bis zu Lastkanäle mit je W sind in einem "-Gehäuse mit HE untergebracht. Jeweils bis zu vier Kanäle können kombiniert werden. So lassen sich individuell zusammengestellte Lastsysteme aufbauen, z.B. x W+ x W + x W+ x W. Verschiedene Spannungs- ( V / V/ V) und Strombereiche ( , A / A / A) sorgen für Flexibilität. Zwischen den Modulen werte für Spannung und Strom. Die Steuerung erfolgt über die standardmäßig eingebaute RS /GPIB-Schnittstelle mit SCPI-Interpreter. Außerdem ist ein Ethernet-Konverter verfügbar. Zur Kühlung der Geräte wird Luft durch die Frontplatte angesaugt und durch die Rückwand ausgestoßen. Dadurch lassen sich komprimierte Schranksysteme ohne Zwischenräume realisieren. Umfangreiche Sicherungen schützen das Gerät bei Überlast. Die Prüflinge werden über eine Klemmleiste an der Rückseite angeschlossen, welche als Ganzes abgesteckt werden kann. Analoge Monitorsignale für Spannung und Strom sowie ein analoger Strom-Steuereingang machen die Geräte fit für DAQSysteme. Die PMLI Serie eignet sich besonders zum Aufbau von vielkanaligen Belastungseinrichtungen auf engstem Raum. Mehr als Lastkanäle finden in einem "-Schrank mit HE Platz. Höcherl & Hackl InfoClick dürfen Potenzialunterschiede bis zu V herrschen. Jedes Lastmodul kann unabhängig in einer der Betriebsarten CC, CV, CR oder CP arbeiten, wobei letztere drei per Software realisiert werden. Jeder Kanal liefert Mess- Das komplette Stromversorgungsprogramm · · · · · · · · · · · Leistungen 640W bis 150kW Spannungen 0...32V bis 1500V DC Ströme 0...10A bis 5100A -Prozessor gesteuert Tischversion und 19"-Einschub Alle Werte im grafischen Display Flexible Ausgangsstufe Speicherbare Gerätekonfiguration Integrierte Sequenz-Funktion Innenwiderstandsregelung optional Schnittstellen: Analog / CAN / IEEE / Ethernet / RS232 / USB / Profibus / Bedienersoftware Programmierbare Labornetzgeräte · · · · · · · · · · · Leistungen 400W bis 100kW Spannungen 0...80V bis 750V DC Ströme 0...25A bis 600A -Prozessor gesteuert Betriebsmodi CC+CV+CP+CR Alle Werte gleichzeitig im Display Für automatische Prüfsysteme Luft- oder wassergekühlt Dynamische Testfunktionen Batterietestfunktion Schnittstellen: Analog / CAN / IEEE / Ethernet RS232 / USB / Bedienersoftware Programmierbare Elektronische DC-Lasten · · · · · · · · · · · Programmierbare Batterieladegeräte für alle aufladbaren Batterien Leistungen 160W bis 150kW Spannungen 0...2V bis 1500V DC Ströme 0...5A bis 5100A -Prozessor gesteuert Einbauversion und 19"-Einschub Alle Werte im grafischen Display Programmierbar für alle Lithium-Batterien Programmierbar für alle Blei-Batterien Für NiMh und NiCd Batterien Temperaturkompensation Schnittstellen: Analog / CAN / Ethernet / RS232 USB / Profibus / Bedienersoftware · Leistungen 320W bis 5000W · Spannungen 0...16V bis 500V DC · Ströme 0...5A bis 170A · -Prozessor gesteuert · Einbaugehäuse · Alle Werte im grafischen Display · Flexible Ausgangsstufe · Speicherbare Gerätekonfiguration · Analogschnittstelle · Fernfühlung, Share-BUS ab 5000W · Schnittstellen: Analog / CAN / Ethernet / RS232 USB / Profibus / Bedienersoftware Programmierbare Einbaunetzgeräte Serie PS / PSI 800 R EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG Helmholtzstr. 31- 33 D-41747 Viersen Tel: +49 (0) 21 62 / 37 85 -0 EA1974@elektroautomatik.de www.elektroautomatik.de Fax: +49 (0) 21 62 / 1 62 30 ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

73 AKTUELLE PRODUKTE // StromverSorguNgeN making Technology for you opeN-Frame-Netzteile Für medizinische Anwendungen und eine Leerlaufleistung von <0,5 W. Die 120 W stehen ohne Zwangskühlung zur Verfügung, mit Lüfter sind es sogar bis 130 W. Der Eingangsspannungsbereich beträgt 90 bis 264 VAC mit PFC. Die Serie umfasst sechs Modelle mit einer Ausgangsspannung von 12, 15, 18, 24, 48 bzw. 60 V. Alle haben einen kurzschlussfesten Ausgang und verfügen über Überlast- und Überspannungsschutz. Günter Power Supplies InfoClick 2500338 Die Open-Frame-Netzteile der Serie SNP-X12 von Günter Power Supplies liefern eine Leistung von 120 W zwischen -20 bis 40 °C, mit Derating bis 70 °C. Sie haben einen Wirkungsgrad von 87% LDO-Regler-Serie Einfaches Design Hohe Präzision Hohe Zuverlässigkeit e-CommerCe Online-Shop für Power-Module halb von wenigen Tagen. Dieser Service ist verfügbar für alle Brick-basierenden Lösungen, die V.I Chip sowie Picor Produkte, Zubehörteile und eine breite Auswahl an Evaluation Boards. Auf den Vicor-Seiten befindet sich direkt neben dem online zu kaufenden Bauteil ein "In den Warenkorb"-Feld. Diese Funktion ist auch in den verschiedenen Konfigurationsprogrammen verfügbar. Vicor InfoClick 2502017 · Standard-LDO-Regler · Sekundär-LDO-Regler · CMOS-LDO-Regler Product-Line-up Serie BD357 BA CC0 BD C0A BA DD0 BD D0A BA JC5 BA BC0 BD00GC0 BD00GA5 BD00GA3 BD00HC5 BD00HC0 BD00HA5 BD00HA3 BD00IC0 BD00IA5 BD KA5 BH 0V 15V 35V 0V 3V 7V 12V 16V 0A 1A 2A VOUT IOUT Power-Komponenten von Vicor sind nun online auch in Kleinstückzahlen erhältlich. Kunden können speziell auf ihre Spezifikation zugeschnittene Bauteile kaufen und erhalten diese inner- SiCheruNgSmodule 24-Volt-Stromkreise überwachen nungseinbrüchen. Die Module sind unempfindlich gegen kurze Lastspitzen und erlauben das Zuschalten von Lasten mit hohen Eingangskapazitäten. Die Signalanschlüsse ermöglichen eine Ferndiagnose und Fernsteuerung. Die 4-kanaligen, 45 mm breiten Sicherungsmodule für die DIN-Schiene sind mit verschiedenen Ausgangsstromkombinationen zwischen 1 und 10 A verfügbar. Puls InfoClick 2499820 Features · · · · · · · Variable oder fixe Ausgangsspannung Hohe Ausgangsspannungs-Genauigkeit (bis zu ±1 %) Optionaler 0-µA-Shutdown-Schalter Kompatibel zu kompakten Keramik-Kondensatoren Mehrere integrierte Schutzschaltungen Kompakte, für hohe Verlustleistung ausgelegte Gehäuse Automotive-Serie mit sehr niedrigem Ruhestrom (BD357X Serie) Die PISA-Schutzmodule von Puls ermöglich neben einer reinen Stromüberwachung der einzelnen Ausgänge auch die Überwachung der 24-V-Netzgerätespannung sowie den Schutz vor Span- Ideal für elektronische Geräte mit mehreren Versorgungsspannungen in Consumer-, Industrie- und AutomotiveApplikationen. www.rohm.com/eu ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

74 STROMVERSORGUNGEN // USV Grüne USV-Anlagen mit Schwungrädern statt Akkus USV-Anlagen mit Akkus als Energiespeicher sind uneffektiv und teuer im Unterhalt. USVs mit Schwungradspeicher bieten dagegen enorme Einsparpotenziale bei Wartung, Batterieersatz und Stromkosten. UwE SchRAdER-hAUSmANN * USV-Anlagen sichern die Versorgung kritischer Lasten bei Stromstörungen. Sie arbeiten im wesentlich ohne Unterbrechung: Die in Rechenzentren üblicherweise eingesetzten Doppelwandler (VFI-SS-III) verwandeln permanent Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom, mit dem die Batterie versorgt wird, die dann die Energiezufuhr für die Last bei Ausfall des Primärnetzes aufrechterhält. Dafür muss der Gleichstrom für den Betrieb der angeschlossenen AC-Lasten wieder zu Wechselstrom konvertiert werden. Dieser zweifache Umwandlungsprozess führt zu Verlusten, die als Wärme abgeführt werden. Je geringer der Wirkungsgrad, definiert als das Verhältnis von Ausgangs- zu Eingangsleistung unter festgelegten Betriebsbedingungen, desto mehr Strom wird nicht zweckdienlich eigesetzt, sondern in Wärme umgewandelt, die wiederum zusätzlichen Bedarf an Klimatisierung in Form leistungsfähigerer Systeme und höherer Betriebskosten nach sich zieht. USVs im Rechenzentrum sind nie optimal ausgelastet Da jeder Prozentpunkt Wirkungsgrad mehr über die bis zu 20 Lebensjahre einer USV nicht nur die Betriebskosten deutlich verringert, sondern auch die CO2-Belastung senkt, setzen innovative USV-Konzepte am Wirkungsgrad an. Moderne Anlagen erzielen mit optimierten Stromrichterventilen und digitalen Komponenten in IGBT-Technik (Isolated Gate Bipolar Transistor) meist einen guten Wirkungsgrad. Allerdings kommt auch der beste Wirkungsgrad nur dann voll zum Tragen, wenn die Auslastung der USV-Anlage stimmt ­ im Dauerbetrieb bei ca. 70% bis 90%. Nur werden die wenigsten USV-Systeme unter Ausschöpfung ihrer Möglichkeiten betrieben. Üblich ist Teillastbetrieb, vor allem beim Einsatz in redundanten Architekturen, wie er für Rechenzentren typisch ist: Dort steigt die Auslastung einer USV nie über 50%. In der Konsequenz ist davon auszuge- CleanSource USV-Anlagen: anstelle von Batterien arbeiten ein oder mehrere Schwungräder als Energiespeicher T-Systeme sind Stromfresser par excellence. Ihren Stromverbrauch in Deutschland gibt das Borderstep Institut für das Jahr 2008 mit 1,8% des gesamten inländischen Stromverbrauches an. Auch wenn der Wert gering erscheinen mag: Er entspricht der Jahresproduktion von vier mittelgroßen * Uwe Schrader-hausmann ... ist Chief Technical Officer und Vice President Engineering bei Active Power Kohlekraftwerken. Den Löwenanteil davon verbrauchen Rechenzentren, für den Betrieb der IT-Last als solcher und der für ihren Betrieb notwendigen Infrastruktur mit den Hauptfunktionen Klimatisierung und Stromversorgung. Selbst geringe Einsparungen beim Stromverbrauch haben deshalb spürbare Auswirkungen nicht nur auf die Betriebskosten, sondern auch auf die Entwicklung der CO2-Emission. Neben der Hardware und insbesondere der Klimatisierung bieten auch die USV-Systeme einiges an Einsparpotenzial. ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

75 STROMVERSORGUNGEN // USV hen, dass der Wirkungsgrad erheblich niedrigerer liegt. Untersuchungen von Lawrence Berkeley National Laboratory zeigen Werte von meist unter % bei einer Belastung von % und von % bis % bei einer Belastung von %. Verlustreiche elektrochemische Wandlungsprozesse Maßgeblich für die Verlustleistung sind die im Zusammenhang mit der Batterie notwendigen Wandlungsprozesse. Es liegt also nahe, für die Energiespeicherung andere als die herkömmlichen elektrochemischen Verfahren zu nutzen, die neben den umwandlungsbedingten Verlusten eine ganze Reihe weiterer Nachteile aufweisen. So wird unabhängig von den jeweils verwendeten Inhaltsstoffen bei jedem Lade- und Entladevorgang Material verbraucht, was die Lebensdauer der Batterien ebenso begrenzt ist wie ihre Kapazität. Nicht zuletzt beanspruchen die chemischen Prozesse Zeit; die Ladezeit einer Batterie kann mehrere Stunden betragen, in denen die Last bei einem Ausfall der Netzversorgung nicht ausreichend versorgt werden kann. Active Power hat deshalb einen anderen Weg für die Energiespeicherung eingeschlagen und die CleanSource-Technologie entwickelt. Batterielos: Das Prinzipschaltbild zeigt die Funktionsweise der CleanSource-USV Schwungräder liefern Strom aus Bewegungsenergie Dabei speichert ein Schwungrad (Flywheel) kinetische Energie in rotierenden Massen. Im Normalbetrieb dreht sich das Schwungrad mit gleichbleibender Geschwindigkeit; die Last wird aus dem Versorgungsnetz gespeist. Wird dieser Stromfluss unter- brochen, wandelt das System die im Schwungrad gespeicherte Energie in elektrische Energie um. Liegt wieder Spannung vom Versorgungsnetz an, schaltet das System sowohl die Last als auch das Schwungrad für die Wiederaufladung auf das Versorgungsnetz zurück. Die volle Ladungskapazität hat das Schwungrad mit Umdrehungen pro Minute erreicht, einsatzbereit ist die USV bei Umdrehungen pro Minute. Je nach Entladungstiefe dauert die Ladezeit zwischen wenigen Sekunden und zwei Minuten und bleibt selbst bei der Inbetriebnahme der Anlage unter fünf Minuten. Das Schwungrad-Verfahren ermöglicht die sehr kurzfristige Bereitstellung hoher Energiemengen und eignet sich für die zuverlässige Absicherung großer Lasten bei Kurzzeitausfällen. Da ein Versorgungssystem, das eine Verfügbarkeit von , % für kritische Verbraucher sicherstellen soll, ohnehin nicht ohne Notstromaggregat auskommt, reicht die durch die Schwungrad-Verfahren bereitgestellte Überbrückungszeit aus, bis der Dieselgenerator die Last unterstützt. Hocheffizientes Schwungrad mit % Wirkungsgrad Dies lässt sich innerhalb von zwölf Sekunden erreichen. Längere Überbrückungszeiten verbessern die Wahrscheinlich nicht, dass der Diesel nach einem Fehlstart bei einem zweiten Startversuch anspringt, sondern verschärfen lediglich das Temperaturproblem im Rechenzentrum. Der Wirkungsgrad von Active Powers flywheel-basierten USVSystemen liegt bei % bei optimalen Lastbedingungen und sinkt auch bei ungünsti-

76 STROMVERSORGUNGEN // USV gen Lastverhältnissen von % nicht unter %. Neben der Versorgung der Last bei Spannungsausfällen regulieren USV-Systeme die Stromqualität und eliminieren Verunreinigungen. Ermittelt werden sie von der CleanSource UPS-Technologie mit Verfahren wie der Messung des Spannungseffektivwertes, der Abfrage der Eingangsspannung und der Messung von Änderungen der DC-BusSpannung. Sämtliche in IEEE aufgeführten Netzstörungen werden vom System behoben. Die Umschaltung auf die Versorgung über das Schwungrad erfolgt absolut unterbrechungsfrei ohne jegliche Verzerrung der Ausgangspannung. Jahr. Das macht bei den Stromkosten für den Betrieb der USV rund . im Jahr aus bezogen auf einen um vier Prozentpunkte höheren Wirkungsgrad, die Kosten für die Kühlung sinken um bis zu . . Nachhaltige Flywheel-Technik mit Jahren Lebensdauer Der CO -Ausstoß vermindert sich um bis zu Tonnen jährlich. Außerdem entfallen Umweltbelastungen durch die Entsorgung bzw. das Recyceln der in Batterien verwendeten giftigen Inhaltsstoffe. Die FlywheelTechnik ist auf eine Lebenszeit von bis zu Jahren ausgelegt und stellt damit ein hohes Maß an Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ressourcen sicher, die für den Bau der Anlagen eingesetzt worden sind. // TK Active Power: + ( ) Schwungrad-USVs bieten ein enormes Einsparpotenzial Die Kosten für Schwungrad-USV-Anlagen liegen über denen für eine USV-Anlage derselben Leistungsklasse in herkömmlicher Bauweise. Die Differenz ist in erster Linie den höheren Kosten für das Hightech-Schwungrad geschuldet. Den Mehrkosten bei der Anschaffung stehen Einsparungen bei Wartung und Ersatz von Batterien, beim Platzbedarf High-Tech-Produkt Schwungrad: Die Schwungmasse rotiert auf Magnetlagern in einem Vakuum und bei den Stromkosten gegenüber. Die USV-Lösungen von Active Power mit der Flywheel-Technik machen sich im Schnitt bereits nach zweieinhalb Jahren bezahlt: So liegen Einsparungen im Verbrauch bei der CleanSource-UPS bei ca. . kWh pro InfoClick Mehr zum Thema bei Active Power www.elektronikpraxis.de InfoClick AUTOMOTIVE CLASS LITHIUM ION 23.­24. März 2011 K TÜ 4. Entwicklerforum Akkutechnologien in der Stadthalle Aschaffenburg Fachkongress und Ausstellung · Elektro Fun Parcours · Akku-Workshop "Do-it-yourself" 23.-24.03. Expertenforum 23.03.11 24.03.11 24.03.11 Grundlagenschulung "Akkutechnologien" Seminar "Normen und Gesetze" Europäische Gesetzgebung für Batterien Basiswissen "Zellchemien" Zertifizierung nach UN - IEC - EN - UL 11 20 D PR O U RS I Lasten, Test- & Prüfgeräte NETZGERÄTE Programmierbare DC-Stromversorgungen 0-1200V, 0-3.000A, bis 100kW · Power Meter · HIPOT & SAFETY Tester · Video Pattern Generator & Color Analyzer Elektronische Lasten 60W bis 100kW Tel. +49 (0)6188 99410-15 Fax +49 (0)6188 99410-20 forum@batteryuniversity.eu www.batteryuniversity.eu ELEKTRONIKPRAXIS Nr. www.pce-powercontrol.de Tel: (+49)08374-23260-0 Unsere 10-seitige Produktübersicht finden Sie hier: Melden Sie sich jetzt an! Alle Infos unter: www.batteryuniversity.eu AC-Quellen 1und 3-phasig 0-300VAC/ph bis 90kVA Automatische Testsysteme für Stromversorgungen

77 AKTUELLE PRODUKTE // StromverSorguNgeN DC/DC-WaNDler 25 oder 30 W für die Bahntechnik oder 24 V. Sie eignen sich für Wand- oder Hutschienenmontage. Vibrations- und Schockfestigkeit nach EN 61373 und der Arbeitstemperaturbereich von -40 bis 85 °C stellen den zuverlässigen Betrieb auch unter rauen klimatischen Bedingungen sicher. Die Maße betragen 145 mm x 60 mm x 30 mm, die MTBF 500.000 h und sie erfüllen die Bahnnormen EN 50155 2006, EN 50121-3-2 2006, IEC 60571. Grau Elektronik InfoClick 2556531 Die DC/DC-Wandler der Serie LPB von Grau Elektronik mit 25 oder 30 W gibt es für für Eingangsspannungen von 24 und 48 V sowie für 72 ... 110 V und mit Ausgangsspannungen von 12 Netzgeräte DC-Hochspannung bis 30 Kilovolt spannung und Ausgangsstrom können über 10-Gang-Potenziometer an der Frontplatte eingestellt werden. Die Regelgenauigkeit im Konstant-Spannungsmodus beträgt ±0,05% und im Konstant-Strombetrieb ±0,1%. Der Ripple liegt bei 0,05%, die Langzeitstabilität bei 0,05% über 8 h. Ausgangsstrom und Ausgangsspannung können auch über externe Spannungen (0 ... 5 V) eingestellt werden. Weltronic InfoClick 2503783 Specials www.elektronikpraxis.de/specials 07251_09 DC/DC-WaNDler 1 Watt im SMD-Gehäuse vanische Isolation von bis zu 3000 VDC. Sie haben einen Wirkungsgrad bis 83%, sind bei Umgebungstemperaturen von -40 bis 85 °C einsetzbar und 100% Burn-in-getestet. Die MTBF der Wandler liegt über 2.000.000 Betriebsstunden. Es sind Varianten für vier Eingangsspannungen (3,3, 5, 12 und 24 V) sowie fünf Ausgangsspannungen (3,3, 5, 9, 12 und 15 V) einzeln und dual (3,3 V nur einzeln) lieferbar. HY-LINE Power Components InfoClick 2502285 1-W-DC/DC-Wandler von Phi-Con sind bei HY-LINE Power Components als Miniaturausführung für die SMD-Bestückung verfügbar. Die Wandler der P1AS-Serie im SMD-Gehäuse bieten eine gal- www.elektronikpraxis.de Ecodesign Weltronic bietet geregelte Hochspannungs-Netzgeräte mit Ausgangsleistungen von 30 und 60 W an. Verfügbar sind 30 Typen von 1 kV mit 30 bzw. 60 mA bis 30 kV mit 1 bzw. 2 mA. Ausgangs- ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011 Halle 12.0 / 425

78 THE WORLD OF POWER AKTUELLE PRODUKTE // StromverSorguNgeN Laborstromversorgungen mit der Technologie von morgen! Entwicklung und Produktion aus einer Hand ­ auch bei Sonderlösungen! LAB/HP Dc/Dc-WaNDler Präzise Regelung im Standard-SIP spannungen von 5, 9, 12, 15 oder 24 V. Dabei regeln sie Schwankungen der Eingangsspannungen von ±10% auf weniger als ±0,5% aus. Laständerungen verursachen Spannungsänderungen von maximal ±1,5%. Die Isolation zwischen Ein- und Ausgang beträgt mindestens 3000 VDC . Die Serie 12D-2W eignet sich für eine Grenztemperatur von 100 °C und liefert von ­40 bis 85 °C die volle Ausgangsleistung von 2 W. Weitere Eigenschaften zur Erzeugung lokaler Hilfsspannungen, etwa zum Versorgen analoger Front-Ends in digitalen Systemen, zur Speisung von Sensoren, Interface-Schaltungen und viele weitere Applikationen sind geringe Welligkeit, DauerKurzschlussfestigkeit sowie eine Lebensdauer (MTBF nach MILHDBK-217F) von mindestens 1,5 Mio. Stunden. Die DC/DC-Wandler der Serie 12D-R2W haben standardisierte Anschlussbelegungen und können ungeregelte Wandler direkt ersetzen. MSC InfoClick 2412800 Die DC/DC-Wandler der Serie 12D-R2W von YDS (Vertrieb MSC) im Single-in-Line-Gehäuse mit 19,5 mm x 7,1 mm x 10 mm generieren aus Eingangsspannungen von 12, 15 oder 24 V AusgangsUI, UIP, UIR-Mode, Simulation von PV-Kennlinien. Script-Steuerung: Programmierung von Abläufen und Kennlinien und Starten von der Speicherkarte Erstellen beliebiger Ausgangskennlinien über Speicherkarte oder digitale Schnittstelle. Datenlog-Funktion: Aktuelle Betriebswerte werden in einem einstellbaren Intervall auf der Speicherkarte gesichert. Die Script-Steuerung in Verbindung mit der Datenlog-Funktion ermöglicht den Aufbau eines unabhängigen Stand-alone-Prüfplatzes. Digitale Schnittstellen: RS232, RS485, USB, GPIB, LAN Analoge Schnittstelle galvanisch getrennt: 0 - 5 V oder 0 - 10 V (Vom Anwender auswählbar) Umax und Imax vom Anwender wählbar, um Ausgangsspannung bzw. -strom zu begrenzen. Weitere Produkte finden Sie unter: www.et-system.de Standardisiert und doch kundenspezifisch Customized"-Komplettangebote. Basis ist ein zu 90% vordefiniertes Produktangebot in bewährter Technik mit praxisgerechtem Leistungsumfang, das mittels individueller Zusatzspezifikationen aus dem "Baukasten" vom Kunden an die gewünschte Applikation angepasst wird. Das Ergebnis ist eine komplett kundenspezifische Stromversorgung in Top-Qualität mit Festpreisgarantie und zum Fixtermin ohne zusätzliche Entwicklungs- und Nebenkosten. Alle Komplettangebote sind EuP2-konform, nach Eco-Design-Richtlinien entwickelt und für harte Industriebedingungen spezifiziert: Lebensdauer >10 Jahre, Arbeitstemperatur -20 bis 70 °C (ohne Derating), Wirkungsgrad bis >91% und selbstverständlich einer Mindestlieferfähigkeit 5 Jahre. Das derzeitige Angebot von Netzteilen mit 10/30/60/100 W mit je drei Ausgangsspannungen, 5, 12 und 24 V (Single Output) soll mittelfristig erweitert werden. inpotron InfoClick 2501910 SchaltNetzteile Stromversorgungen gab es bisher als Standardprodukte, modifizierte Standardprodukte und als voll kundenspezifische Lösungen. inpotron bietet nun eine vierte Variante: Die "Qualified Schaltregler Primär getaktete Module liefern 48 Watt gungen mit AC/DC-Weitbereichseingang (90 bis 264 VAC, 100 bis 353 VDC), die mit Single-Ausgangsspannungen von 5, 12, 15, 24 und 48 VDC erhältlich sind. Sie sind kurzschluss- und leerlauffest. Die Module sind mechanisch und elektrisch robust und für die Leiterplatten- (PMAS) bzw. Chassismontage (PCMAS) vorgesehen. Die Außenmaße betragen je nach Ausführung für das PMAS 90,5 mm x 65,5 mm x 33,5 mm bzw. 120,0 mm x 65,0 mm x 33,0 mm für das PCMAS. Die zur Fertigung verwandte SMD-Technologie, ein 100-%Burn-In-Test sowie eine automatische Einzelstückprüfung sichern einen hohen qualitativen Standard. Die Geräte sind vakuumvergossen, für den Einsatz in Schutzklasse 1 und/oder 2 vorbereitet und erfüllen die Niederspannungsrichtlinien sowie die aktuellen EN-Normen zur CEKonformität. Sie haben CB-Scheme und sind nach VDE sowie UL/ cUL zertifiziert. MTM InfoClick 2500176 ETSYSTEM ET System electronic GmbH Hauptstraße 119 - 121 D-68804 Altlußheim Tel.:+49 (0)6205 3948-0 info@et-system.de www.et-system.de Die primär getakteten Module der Serie PMAS/PCMAS48 von MTM Power liefern eine Dauerausgangsleistung von 48 W. Es handelt sich um universell einsetzbare Kompaktstromversor- ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

79 AKTUELLE PRODUKTE // StromverSorgungen SpannungSregler Über den ECO-Pin sind zum Energie sparen drei Betriebsarten wählbar Der Spannungsregler R1191 von Ricoh (Vertrieb Scantec) verfügt über einen ECO-Pin zur Wahl einer der drei Betriebsarten ON, SLEEP und OFF. In der Betriebsart ON regelt der LDO Transienten schnell aus, im SLEEP-Modus ist der Stromverbrauch um 88% reduziert und im OFF-Modus ist der LDO abgeschaltet. Der R1191 enthält darüber hinaus auch eine verbesserte Schutzschaltung gegen Stromrückfluss, die verhindert, dass Strom rückwärts durch den LDO fließen kann. Die eingebettete Foldback StrombegrenÜberhitzung in Form eines integrierten Sensors. Sobald die Temperatur des Bausteins 150 °C erreicht, schaltet sich der LDO aus und verhindert damit weiteren Temperaturanstieg. Ein optionales Feature ist Auto-Discharge, mit dem der Ausgangskondensator über einen zusätzlich integrierten Transistor zwischen LDO-Ausgang und Masse besonders schnell entladen wird, sobald der Regler über den CE-Pin abgeschaltet wird. Zur Stabilisierung des LDOs genügt ein keramischer Kondensator mit niedrigem ESR und einer minimalen Kapazität von 4,7 µF. Der R1191 ist in den drei Gehäusen SOT895, HSOP-6J und TO252-5-P lieferbar, je nachdem, welche Verlustleistung abzuführen ist. Der Regler kann in der Spannungsversorgung ganz unterschiedlicher Anwendungen eingesetzt werden, z.B. in digitalen Home-Anwendungen, A/VEquipment und allgemein in batteriebetriebenen Geräte. Scantec InfoClick 2502280 zung limitiert den Ausgangsstrom im Falle eines Kurzschlusses auf etwa 50 mA und verhindert damit Beschädigungen am LDO oder anderen Schaltungsteilen. Zudem existiert eine Sicherungseinrichtung gegen Zuverlässige und robuste Lösungen für alle Einsatzgebiete Ob auf der Baustelle, in der industriellen Produktion oder in der Werkstatt: Oft wird Elektrizität an Orten benötigt, wo Feuchtigkeit, Schmutz und andere widrige Einflüsse die Energieversorgung erschweren. Zuverlässige und robuste Lösungen bietet Jäger direkt mit seinem stark erweiterten Sortiment der Marke SIROX an. Auf 84 Seiten präsentiert der SIROX-Sortimentskatalog maßgeschneiderte Lösungen für verschiedenste Anwendungsbereiche. Rund 100 neue Produkte runden das Programm für die tet genügend Platz für Zubehör, Werkzeug, Verlängerungen etc. Die Box wird fertig montiert und verdrahtet geliefert und wiegt ca. 4 kg. Das Angebot im Programm reicht von verschiedensten Steckvorrichtungen und CEEKomponenten über Kabel, Zubehör und robuste Kabeltrommeln bis hin zu Verteilern in zahlreichen Ausführungen sowie robuster Beleuchtungstechnik für harte Einsatzgebiete. Individuelle Anforderungen lassen sich durch Sonderanfertigungen und Lösungen erfüllen. Dies gilt auch für die Beschriftung von Kabeln sowie die individuelle Laserkennzeichnung von Verteilern und Kabeltrommeln. Das Unternehmen hält Standard-Verteiler jederzeit ab Lager für das Elektrohandwerk abrufbereit und auch Sondertypen sind innerhalb von 24 Stunden konfiguriert und lieferbar. Der aktuelle SIROX-Sortimentskatalog kann ab sofort bei Jäger direkt kostenlos angefordert werden. Jäger direkt InfoClick 2546742 mobile StromverSorgungen mobile Stromversorgung ab. Neu im Sortiment ist u.a. der Kompaktverteiler L-BOXX 238, der die Vorteile eines mobilen Verteilers und eines Systemkoffers miteinander verbindet. Er garantiert eine sichere Verteilung und bie-

80 Beruf & Karriere // ArbeitgeberportrAit Auszeichnung Top Job 2011 für Fujitsu Semiconductor Europe Im Januar 2011 erreichte FSEU die bestmögliche Platzierung in der renommierten Studie "Top Job 2011" unter den Unternehmen mit 101 bis 500 Mitarbeitern. amit reiht sich eine weitere Auszeichnung in die umfangreiche Trophäensammlung des Unternehmens ein. Allein im vergangenen Jahr wurde FSEU unter anderem für sein Gesundheitsmanagement, seine Förderung des Frauenanteils sowie als "Great Place to Work" und "Top Arbeitgeber Automotive" geehrt. Die Karriereplattform semica nimmt die aktuelle Auszeichnung zum Anlass für ein Interview mit Axel Tripkewitz, Personalleiter der Fujitsu Semiconductor Europe GmbH. semica: Herr Tripkewitz, herzlichen Glückwunsch, fSeu zählt 2011 erneut zu den besten arbeitgebern Deutschlands. Sie sammeln diese auszeichnungen ja geradezu. Tripkewitz: (lacht) So könnte man es auch sagen, ja. Wir sind als Arbeitgeber in den letzten Jahren in einigen Bereichen ausgezeichnet worden. Aber ein erster Platz in der "Top Job-Studie" ist schon etwas Besonderes und darüber freue ich mich wirklich sehr. Der Dank für diese Auszeichnung gebührt aber in erster Linie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern! Top Job 2011 (von links): Prof. Dr. Heike Bruch (Wissenschaftliche Leitung des Top-Job-Projekts), Axel Tripkewitz (Senior Director Human Resources Europe, FSEU), Ulrich Wickert (Mentor des Top-Job-Projekts) Was wird in der "Top Job-Studie" eigentlich bewertet? Wenn man als Unternehmen an der Studie teilnimmt, werden alle relevanten Unternehmensbereiche wie Management, Kommunikationskultur, Mitarbeiterentwicklung und Motivation von einer neutralen Jury im Hinblick auf Arbeitnehmerfreundlichkeit ausgewertet. Die Analyse erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch die Universität St. Gallen. Zuerst wird eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Im zweiten Schritt werden dann wir als Personalverantwortliche zu unserer Arbeit und den eingesetzten Führungsinstrumenten befragt. Die Befragungen sind dabei immer auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung und legen außerdem viel Wert auf soziale Aspekte. fSeu beschäftigt mittlerweile über 350 Mitarbeiter. Welches Konzept steckt hinter der erfolgreichen Mitarbeiterführung von fSeu? Einmal im Jahr befragen wir unsere Mitarbeiter. Wir wollen wissen, wie zufrieden das Team zurzeit ist und wo wir noch Verbesserungsbedarf haben. Das hat sich wirklich bewährt. Im Unternehmen herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre und ein kollegiales Miteinander. Wichtig für den Erfolg ist ja letztlich der Mensch, der dahinter steht. Und diesen Erfolgsfaktor "Mensch" versuchen wir durch individuelle Trainings- und Entwicklungsprogramme und eine ordentliche Vergütung zu fördern. Wir schätzen die tägliche Leistung unserer Mitarbeiter für das Unternehmen und wollen sie das auch spüren lassen, weswegen wir unsere Führungskräfte in diese Richtung kontinuierlich anleiten und weiterentwickeln. fSeu hat derzeit freie Positionen in europa zu besetzen. Worum handelt es sich dabei? Insgesamt bietet unsere Firma viel Entfaltungsraum im Hardware-Design, bei der Software-Entwicklung, in der Applikation und im Vertrieb. Wir sind aktuell auf der Suche nach motivierten Ingenieuren der Elektrotechnik und Informatik, die sich in internationalen Teams wohlfühlen. Auch Studenten dürfen sich auf attraktive Praktika an unseren Standorten Langen, München und Linz freuen. //MK semica: +49 (0)8106 304817 InfoClick 2539105 Fujitsu Semiconductor Europe Fujitsu Semiconductor europe (FSeU) zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Halbleiterprodukten. Das Unternehmen bietet bereits seit 30 Jahren innovative Systemlösungen an, und zwar für die bereiche Automotive, Digital-tV, Mobile Kommunikation und Networking sowie für verschiedene industriesegmente. ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

81 Beruf & Karriere // News Chefs sind gegen facebook & Co. am arbeitsplatz Zwei Drittel der Chefs halten nichts davon, wenn sich ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit in sozialen Netzwerken aufhalten, so die Studie "IT-Sicherheit und Datenschutz 2011", die 100 Fach- und Führungskräfte aus der IT-Branche befragte. Zwei Drittel der Führungskräfte sind gegen die Nutzung von Xing, Facebook, Twitter & Co. am Arbeitsplatz: 40% meinen, dass "die Nutzung dieser Dienste nur privat durchgeführt werden solle". Weitere 26% sehen in der Nutzung der Dienste am Arbeitsplatz sogar "ein nicht zu kalkulierendes Risiko für die IT- und Informationssicherheit eines Unternehmens." NIFIS fragte auch nach dem Datenschutzverhalten von Facebook und Google, das derzeit in der Diskussion steht. Über die Hälfte der Befragten meint, dass solche Vorgehensweisen im Zusammenhang mit der Vernetzung verschiedener Kanäle, der Kontaktfreude und dem Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen "normal" sei und "jemand, der freiwillig Teil des Ganzen ist, sich nicht beschweren dürfe". Doch 44% der Befragten meinen, dass der Umgang der genannten Unternehmen mit persönlichen Daten "nicht zu dulden" sei und diesem Geschäftsgebaren ein Riegel vorgeschoben werden müsse. Nur 4% halten das Vorgehen von Facebook, Google & Co. für "notwendig, damit neue Dienste entwickelt und verbreitet werden können". Übertriebener Datenschutz blockiere Innovationen. // MK NifiS infoClick 2538143 social Media dieNste UNterNehMeNsstrategie Öko-Bewusstsein erhöht die arbeitsmoral Es lohnt sich für Unternehmen, umweltbewusst zu handeln und das an die Mitarbeiter zu kommunizieren. Denn ihr Öko-Image macht die Belegschaft zufriedener als rein wirtschaftlicher Erfolg. Zu dem Ergebnis kommen Cassandra Walsh und Adam Sulkowski vom Charlton College of Business, Massachusetts, in ihrer Studie "A greener company makes for happier employees ...". Befragt wurden Mitarbeiter von 113 US-Unternehmen. Das Ergebnis zeigte, dass die Wahrnehmung der ökologischen Performance des Arbeitgebers mit hoher Arbeitszufriedenheit einhergeht, während es keinen Zusammenhang zur ökonomischen Entwicklung gibt. "Die internen Effekte von Umweltinvestitionen liegen weit über jenen bei externen Stakeholdern. Sie sollten zu den Strategien des Personalmanagements zählen, da sie helfen, die besten Talente zu rekrutieren und bei der Stange zu halten", raten die US-Forscher. // MK university of Massachusetts infoClick 2561160 Bild: gerd-altmann_pixelio.de Lohnend: Für die Mitarbeiterzufriedenheit ist gutes Öko-Image wichtiger als wirtschaftlicher Erfolg UNterNehMeNsführUNg Kaum eine firma kennt ihre Schlüsselfunktionen Der wirtschaftliche Unternehmenserfolg hängt meist nur von 10% der Mitarbeiter ab. Doch 60% der Personalverantwortlichen wissen nicht, welche Schlüsselfunktionen es in ihrer Firma gibt, und welche Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen sie bekleiden. Diesen Firmen droht der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Zudem haben bereits 40% der Unternehmen in Deutschland Schwierigkeiten, gute Fachkräfte zu finden ­ Tendenz steigend. Sechs von zehn Großbetrieben klagen dabei vor allem über einen Mangel an Akademikern. Aber auch ohne den Fachkräftemangel droht Unternehmen durch nicht oder falsch besetzte Schlüsselfunktionen der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. "Wer sich mit seinen Schlüsselfunktionen zu spät beschäftigt, verliert mit dem Abgang wichtiger Mitarbeiter nicht nur Knowhow, sondern häufig auch wichtige Kunden", so Dr. Hans Schlipat, Partner der Personalberatung Rochus Mummert. 50% der Unternehmen versuchen daher, Mitarbeiter etwa durch Fortbildung zu binden. Doch um die richtigen Mitarbeiter zu adressieren, sind zuvor die für den wirtschaftlichen Erfolg relevanten Schlüsselpositionen zu definieren und die Stelleninhaber in punkto Qualifikation und Arbeitszufriedenheit zu analysieren. Zudem lohnt ein Pool möglicher Kandidaten, um eine unerwartete Kündigung rasch ausgleichen zu können. // MK rochus Mummert infoClick 2519357 blindow-gruppe.de Techniker/in berufsbegleitend in der Turboversion (36 Monate) mit Präsenzseminaren in Leipzig, Friedrichshafen, Hannover, Kiel/Schwentinental, Berlin Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Elektrotechnik Maschinenbau Bernd-Blindow GRUPPE Fernstudium bundesweite Studienzentren NEU! NEU! NEU! NEU! Mechatronik (B.Eng.) Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) Wirtschaftsingenieur (B.Eng.) Elektrotechnik (B.Eng.) i.V. Info-Tel.: 0 57 22 / 9 50 50 ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011

82 STELLENMARKT FIRMA STANDORT Jena POSITION Entwicklungsingenieur (m/w) Elektronik KURZBESCHREIBUNG Für die Entwicklung von anspruchsvollen Hardwarelösungen auf verschiedenen Gebieten der Elektronik suchen wir einen erfahrenen Entwicklungsingenieur. Wir suchen Field Application Engineers, die unseren Kunden im Rahmen der technischen Beratung eine fachkundige Expertise und eine für ihn optimale Lösung anbieten. Nutzen Sie Ihre Chance in einem dynamischen Unternehmen mit Zukunft. Als Ingenieur entwickeln Sie bei FSEU innovative Grafik- und Systemlösungen für die Sektoren Automotive, Industrial, Communications und Multimedia. Bewerben Sie sich beim "Arbeitgeber des Jahres 2011". Als Program Manager setzen Sie Ihre Erfahrung aus dem Elektronik-Produktionsumfeld ein, um in der Schnittstelle zu strategischen Kunden aus der Beleuchtungsindustrie kundenspezifischen LED-Module zu implementieren. Sie führen ein kleines Vertriebsteam bei einem renommierten Halbleiterhersteller und sorgen dadurch für ein signifikantes Wachstum bei den europäischen Kunden in den Bereichen Industrie, Medical, Consumer und Distribution. In dieser abwechslungsreichen Position verantworten Sie global das strategische und operative Marketing und arbeiten eng mit Produktmanagement, Vertrieb sowie der Geschäftsführung zusammen. Wir suchen Sie als Embedded-Software-Spezialisten. Sie unterstützen uns bei der Entwicklung von Algorithmen und deren Umsetzung in Firmwarelösungen für zukünftige Generationen sicherheitsgerichteter Sensoren (Kennziffer PA 444/10). Wir suchen Sie als Software-Entwicklungsingenieur, der gemeinsam mit unserem Team an der Erstellung von Spezifikationen und Designvorgaben für die grafische Visualisierung arbeitet (Kennziffer PA 246/10). Wir suchen Sie als Qualitäts- & Prozessingenieur. Im Rahmen dieser Position sind Sie eigenverantwortlich für die Bearbeitung und Lösung von Qualitätsthemen verantwortlich (Kennziffer PA 281/10). Wir suchen Sie als Systemingenieur, der uns u.a. bei der Gestaltung von neuen Konzeptdesigns für Sensor-Systemlösungen im Bereich F&E der Division Industrial Safety Systems unterstützt (Kennziffer PA 207/10). Wir suchen Sie für die Bereiche Projektsteuerung, Entwicklung und Qualitätswesen. Die Stellenanzeigen im Detail finden Sie auf unserer Website. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Wachsen Sie mit uns! Sie ergänzen unser internationales Team, indem Sie unsere Product Marketing Manager bei der Produktkalkulation und dem Managen des kompletten Produktlebenszyklus unterstützen. Als Field Application Engineer sind Sie für unsere europäischen Kunden der erste Ansprechpartner, wenn es um die technische Beratung für die Bereiche Leistungselektronik, Schaltnetzteile und Telekommunikation geht. Diverse Standorte möglich Field Application Engineers (m/w) System Level Design Langen, München und Linz Ingenieure der Elektrotechnik oder Informatik (m/w) Lünen bei Dortmund Program Manager (m/w) ­ LED Module Nordrhein-Westfalen oder München Sales Manager (m/w) Großraum München Marketing Manager (m/w) Waldkirch ­ Baden-Württemberg Entwickler Algorithmen (m/w) Embedded Software Waldkirch ­ Baden-Württemberg Entwicklungsingenieur (m/w) Software Waldkirch ­ Baden-Württemberg Qualitäts-/ Prozessingenieur (m/w) Waldkirch ­ Baden-Württemberg Systemingenieur (m/w) Multidimensionale Sensoren Lindau (Weißensberg) Techniker oder Ingenieure (m/w) - Fachrichtung Elektrotechnik / Elektronik Product Marketing Technician (m/w) - Power Modules Products München Vertriebsbüro München Field Application Engineer (m/w) Europe Weitere Informationen zu diesen ausgewählten Stellenangeboten finden Sie im Internet unter www.semica.de ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

83 SERVICE // online ONLINE-CLICKChARTS Foto: CAU / Torsten Winkler liTerATUr-GeWinnspiel Buchtipp: Die menschliche Seite "Stellt Sie Ihr eigenes Verhalten oder das Ihrer Kollegen auch manchmal vor Rätsel?", fragt Peter Siwon einleitend in seinem neuesten Buch "Die menschliche Seite des Projekterfolgs". Der Autor beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Themen Gehirn und Psyche im Zusammenhang mit der Projektarbeit in technischen Berufen. Auf unterhaltsame Weise zeigt er die menschliche Seite des Projekterfolgs auf, jenseits von Projektplänen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Denn wenn Menschen in Projekten scheinbar gegen alle Logik Unglaubliches leisten oder auch katastrophal scheitern, stecken häufig verborgene Denkautomatismen und -modelle dahinter, die den Projektmitgliedern nicht bewusst sind. Dabei beantwortet der Autor Fragen wie: Wann und warum werden Projektsituationen falsch eingeschätzt? Welche vielfältigen Streiche spielt den Mitgliedern von Projektteams ihr Ego? Und wie entkommt man diesen Fallen und Automatismen? Der Autor beschreibt weit verbreitete Phänomene menschlichen Verhaltens, in der Projektarbeit in der Form kleiner Episoden. Er erklärt die psychologischen Hintergründe und gibt InfoClick 2542121: Einer Kieler Forschergruppe ist es gelungen, durch Licht den Magnetzustand eines Moleküls bei Raumtemperatur gezielt zu steuern ­ ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Molekularelektronik. Management ingenieur verdient im schnitt 4380 euro InfoClick 2520752 iso 26262 - norm zur funktionalen sicherheit von straßenfahrzeugen InfoClick 326054 125 Jahre Bosch und 150. Geburtstag des Firmengründers InfoClick 2511553 die Zukunft des Maschinenbaus liegt in Asien InfoClick 2521366 selbstbeherrschung ist wesentlicher erfolgsfaktor im leben InfoClick 2538848 Hardwareentwicklung Wie viele leds brauche ich zum optimalen Ausleuchten? InfoClick 2467186 Gefährliche Bastelei oder notwendige individuelle sicherheit InfoClick 2510362 Mehrere led-stränge mit einer Topologie ansteuern InfoClick 2514697 prototypen und schaltungen mit einem simulationstool entwerfen InfoClick 2458499 schwungrad als energiespeicher InfoClick 2537903 Elektronikfertigung Förderung schon im Juli kürzen InfoClick 2511878 photovoltaikanlagen bei Brand höchst gefährlich InfoClick 2540911 Baugruppenfertigung: Flip-ChipBonden auf flexiblen leiterplatten InfoClick 2524483 risikofaktor Basismaterial ­ delamination im bleifreien lötprozess verhindern InfoClick 2413768 siplACe-Bestücklösungen sorgen für präzision beim HörgeräteHersteller phonak InfoClick 2517313 Software Engineering Wie echtzeit-software auch ohne echtzeit-Betriebssystem entwickelt werden kann InfoClick 2423292 leitfaden für die norm ieC 61508 InfoClick 299108 objektorientierte programmierung mit C InfoClick 338380 Android für embedded InfoClick 337076 sysMl und TopCased praxisbericht InfoClick 2423980 Bauteilebeschaffung Wie evaluierungs-Kits entwicklern dabei helfenx InfoClick 2505047 Vielkanalige spannungserfassung an Batterien und Brennstoffzellen InfoClick 2502411 Wie kleine Unternehmen durch electronic sourcing sparen können InfoClick 2502889 Übersicht über die Top 20 der distributoren in deutschland InfoClick 2423770 dem Leser Tipps und Denkanstöße für den eigenen Projekterfolg. Peter Siwons Buch ist eine unterhaltsame, lehrreiche Lektüre, die den Lesern an vielen Stellen "Aha-Effekte" beschert. Besonders einprägsam sind diese Dank verschiedener Experimente, die der Autor anbietet und die jeder Leser an sich selbst testen kann. Auch wenn das Buch ursprünglich für Software-Entwickler geschrieben wurde: Im Grunde lohnt sich seine Lektüre für jeden, der im Berufsalltag eng mit Kollegen zusammenarbeitet. ELEKTRONIKPRAXIS verlost fünf handsignierte Exemplare: www.elektronikpraxis.de/ gewinnspiele CisCo-sTUdie Mobiler Datenverkehr explodiert bile Data Traffic Forecast festgestellt. Der mobile Datentransfer weist damit in Deutschland eine jährliche Wachstumsrate von 97 Prozent und global von 92 Prozent auf. Hauptursache dafür ist die verstärkte Nutzung von VideoAnwendungen und -Diensten über mobile Internetfähige Geräte wie Smartphones. Die vollständige Studie steht unter: http://newsroom.cisco. com/dlls/ekits/Cisco_VNI_Global_Mobile_Data_Traffic_Forecast_2010_2015.pdf www.elektronikpraxis.de Im Jahr 2015 werden in Deutschland 30-mal mehr Daten mobil übertragen als 2010, weltweit 26mal mehr. Dies hat der Cisco Virtual Networking Index (VNI) Global Mo- ELEKTRONIKPRAXIS nr. 4 23.02.2011

84 ZUM SCHLUSS Keine Angst vor Komplexität ­ Lernen von der Luftfahrt "divide et impera!­ teile und herrsche!" Die uralte Bewältigungsstrategie für komplexe politische Situationen funktioniert auch bei technischen Systemen. Ihr Prinzip: analytische Zerlegung ­ modulare Synthese. Henning Butz, ASES: hat mehr als Jahre verschiedene Systementwicklungsbereiche bei Airbus geleitet. Heute ist er als selbständiger Berater tätig. echnische Tragödien vermitteln medienwirksam: die Welt komplexer Artefakte ist unberechenbar und unbeherrschbar! Die Katastrophe von Tschernobyl, das Scheitern des ersten Toll Collect Projekts, um Jahre verspätete Flugzeugprogramme, die Explosion der Challenger-Raumfähre: vier Beispiele von vielen, die den Menschen im Licht komplexer Systeme und Prozesse wie den "Zauberlehrling" in Goethes gleichnamigem Gedicht aussehen lassen. Werden wir der gerufenen Geister nicht mehr Herr? So ist es nicht. Kritisch betrachtet ist die Komplexität eines Projekts oder Systems nur sehr selten die Ursache des Scheiterns. Wesentlich häufiger liegen die Versagensgründe in der Nichtbeachtung grundlegender Regeln ­ oft in der irrigen Annahme, so Geld oder Zeit sparen zu können. Was aber ist die "goldene" Regel? "divide et impera!­ teile und herrsche!" Die uralte, bewährte Bewältigungsstrategie für komplexe politische Situationen funktioniert auch bei technischen Systemen. René Descartes hat sie für die westliche Welt im . Jahrhundert auf Naturwissenschaft und Technik adaptiert. Die seither erzielten exponentiellen Fortschritte beweisen die überlegene Wirksamkeit der Methode. Ihr Prinzip: analytische Zerlegung ­ modulare Synthese. Konsequent und gewissenhaft angewendet, knackt dieses Instrument beliebig komplexe Zusammenhänge. Warum? Die Analyse enthüllt hinter komplex erscheinenden Wirkungen oft äußerst simple Ursachen. Ihre mathematisch-formale Beschreibung ist vielfach erstaunlich schlicht. Beispiel: die "Chaotischen Systeme". Sehr komplexes Verhalten ­ sehr einfache Differentialgleichungen, aber stark verkoppelt. So ist es mit vielen Systemen. Wiederholte, insbesondere dynamische Kopplung und Rück-Kopplung erzeugt Komplexität. Sorgfältige Analytik legt das offen. Die Systemstruktur kann dann modularisiert und entkoppelt werden. Mit der Entkopplung verschwindet die Komplexität. Modularisierung bedeutet Zerlegung des Systems in zuverlässige Komponenten mit minimalen Schnittstellen. Die Zuverlässigkeit der Komponenten sichert ein maschineninterpretierbarer "Vertrag", der ihre Eigenschaften und Schnittstellen verbindlich beschreibt. Die Verbindlichkeit garantieren interne und externe Kontrollfunktionen. Der Vorteil: es lässt sich im Vorwege maschinell überprüfen, ob die "Verträge" aller Komponenten konsistent sind und konfliktfrei zusammenspielen. So können unerwünschte Wechselwirkungen und komplexes Verhalten schon im Entwurf erkannt und vermieden werden. Das System bleibt transparent und der Mensch Herr der Lage ­ divide et impera! Unter der Bezeichnung "Component Contract Based Design" wird dieses Verfahren z.B. für die Konfiguration der Integrierten Modularen Avionik (IMA), dem Gehirn und Nervensystem von Flugzeugen angewendet: Ihre Funktionssoftware ist mehrere hundert MByte groß, sie verarbeitet mehrere . Signale und bedient ebenso viele Schnittstellen. Die Spezifikation einzelner Funktionen des Avioniksystems umfasst nicht selten . Anforderungen ­ . Seiten Text, falls sie verbal beschrieben würden. Durch Modularisierung des Systems und Formalisierung der Anforderungen in State Chart Semantik schrumpfen selbst große Spezifikationen auf Charts. Die Anzahl der Schnittstellen reduziert sich auf wenige tausend. Was ist passiert? Die Modularisierung verlegt die Mehrzahl der Schnittstellen in die Komponenten. Deren Konsistenz, Kompatibilität und Interoperabilität sichert der "contract". So kann das System aus zuverlässigen Bausteinen mit minimalen, übersichtlichen Kopplungen zusammengesetzt werden. Der minimale zusätzliche Zeitund Kostenaufwand für dieses analytisch-modulare Vorgehen lohnt sich. Das Resultat: % Betriebszuverlässigkeit bereits bei der ersten Inbetriebnahme. // JW ELEKTRONIKPRAXIS Nr.

85 Impressum Redaktion Chefredakteur: Johann Wiesböck (jw), V.i.S.d.P. für die redaktionellen Inhalte, Ressorts: Zukunftstechnologien, Kongresse, Kooperationen, Tel. (09 31) 4 18-30 81 Chef vom dienst: Peter Koller (pk), Tel. (09 31) 4 18-30 98 Redaktion München: Tel. (09 31) 4 18Martina Hafner (mh), Produktmanagerin Online, Embedded Software Engineering Kongress Tel. -30 82; Hendrik Härter (heh), Messtechnik, Testen, EMV, Medizintechnik, Laborarbeitsplätze, Displays, Optoelektronik, Tel. -30 92; Holger Heller (hh), ASIC, Entwicklungs-Tools, Embedded Computing, Mikrocontroller, Prozessoren, Programmierbare Logik, SOC, Tel. -30 83; Gerd Kucera (ku), Automatisierung, Bildverarbeitung, Industrial Wireless, EDA, Leistungselektronik, Tel. -30 84; Thomas Kuther (tk), Kfz-Elektronik, Stromversorgungen, Oszillatoren, Passive Bauelemente, Tel. -30 85; Kristin Rinortner (kr), Analogtechnik, Mixed-Signal-ICs, Elektromechanik, Relais, Tel. -30 86 Margit Kuther (mk), Bauteilebeschaffung, Supply Chain Management, Distribution, Tel. (0 81 04) 6 29-7 00 Freie Mitarbeiter: Prof. Dr. Christian Siemers, FH Nordhausen und TU Clausthal; Peter Siwon, MicroConsult; Sanjay Sauldie, EIMIA; Hubertus Andreae, dreiplus praxisbegleitende Innovationsförderung Verantwortlich für die Fed-news: Dr. Stephan Weyhe, FED, Alte Jakobstr. 85/86, D-10179 Berlin, Tel. (0 30) 8 34 90 59, Fax (0 30) 8 34 18 31, www.fed.de Redaktionsassistenz: David Franz, Tel. -30 97, Gudrun Peine, Tel. -30 87, redaktionep@vogel.de Redaktionsanschrift: München: Grafinger Str. 26, 81671 München, Tel. (09 31) 4 18-30 87, Fax (09 31) 4 18-30 93 Würzburg: Max-Planck-Str. 7/9, 97082 Würzburg, Tel. (09 31) 4 18-24 77, Fax (09 31) 4 18-27 40 Layout: Michela Deppe, Joachim Haselmann, Carolin Frank, Sigrid Rau, Meike Herkersdorf Produktion: Claudia Ackermann, Tel. (09 31) 4 18-20 58 eLektRonikPRaXiS ist organ des Fachverbandes elektronik-design e.V. (Fed). Fed-Mitglieder erhalten eLektRonikPRaXiS im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Vogel Business Media GmbH & Co. KG, Max-Planck-Straße 7/9, 97082 Würzburg, Postanschrift: Vogel Business Media GmbH & Co. KG, 97064 Würzburg Tel. (09 31) 4 18-0, Fax (09 31) 4 18-28 43 Beteiligungsverhältnisse: Vogel Business Media Verwaltungs GmbH, Kommanditistin: Vogel Medien GmbH & Co. KG, Max-Planck-Straße 7/9, 97082 Würzburg geschäftsführung: Stefan Rühling (Vorsitz), Ernst Haack, Günter Schürger Publisher: Johann Wiesböck, Tel. (09 31) 4 18-30 81 anzeigenleitung: Franziska Harfy, Tel. (09 31) 4 18-30 88, Fax -30 93, Grafinger Str. 26, 81671 München, franziska.harfy@vogel.de anzeigenverkauf Würzburg: Tel. (09 31) 4 18-, Fax (09 31) 4 18-28 43 Susanne Müller, Tel. -23 97, susanne.mueller@vogel.de, key-account-Manager: Tel. (09 31) 4 18-, Fax (09 31) 4 18-28 43 Hans-Jürgen Schäffer, Tel. -24 64, hans.schaeffer@vogel.de, Claudia Fick, Tel. -30 89, Fax -30 93, Grafinger Str. 26, 81671 München, claudia.fick@vogel.de Marketingleitung: Elisabeth Ziener, Tel. (09 31) 4 18-26 33 auftragsmanagement: Stephanie Röll, Tel. (09 31) 4 18-22 81, Fax -27 93 anzeigenpreise: Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 44 vom 01. 01. 2009. Vertrieb, Leser- und abonnenten-Service: DataM-Services GmbH, Fichtestr. 9, 97074 Würzburg, Thomas Schmutzler, Tel. (09 31) 41 70-4 88, Fax -4 94, tschmutzler@datam-services.de, www.datam-services.de. erscheinungsweise: 24 Hefte im Jahr (plus Sonderhefte). Verbreitete auflage: 45 732 Exemplare (III/2008 bis II/2009). Angeschlossen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern Sicherung der Auflagenwahrheit. Bezugspreis: Einzelheft 9,00 EUR. Abonnement Inland: jährlich 197,00 EUR inkl. MwSt. Abonnement Ausland: jährlich 228,20 EUR (Luftpostzuschlag extra). Alle Abonnementpreise verstehen sich einschließlich Versandkosten (EG-Staaten ggf. +7% USt.). Bezugsmöglichkeiten: Bestellungen nehmen der Verlag und alle Buchhandlungen im In- und Ausland entgegen. Sollte die Fachzeitschrift aus Gründen, die nicht vom Verlag zu vertreten sind, nicht geliefert werden können, besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter Bezugsgelder. Abbestellungen von Voll-Abonnements sind jederzeit möglich. Bankverbindungen: HypoVereinsbank, Würzburg (BLZ 790 200 76) 326 212 032, S.W.i.F.t.-Code: HY VED EMM 455, IBAN: DE65 7902 0076 0326 2120 32 Herstellung: Andreas Hummel, Tel. (09 31) 4 18-28 52, Frank Schormüller (Leitung), Tel. (09 31) 4 18-21 84 druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH, 97204 Höchberg. erfüllungsort und gerichtsstand: Würzburg Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur zurückgesandt, wenn Rückporto beiliegt. internet-adresse: www.elektronikpraxis.de www.vogel.de datenbank: Die Artikel dieses Heftes sind in elektronischer Form kostenpflichtig über die Wirtschaftsdatenbank GENIOS zu beziehen: www.genios.de Ab 1. Juni 2011 gilt die Meldepflicht an die European Chemicals Agency (EChA) für alle Substances of Very High Concern (SVHC) in Produkten, die seit mindestens 6 Monaten auf der sogenannten Kandidatenliste stehen und für die eine der folgenden beiden Bedingungen zutreffen: Der Stoff ist in den Produkten des jeweiligen Unternehmens in einer Menge von insgesamt mehr als einer Tonne pro Jahr und in einer Konzentration von mehr als 0,1 Masseprozent enthalten. Neues FED-Praxis-Seminar Gesetzliche Vorgaben und deren Umsetzung in der Elektronikindustrie REACh VeRLag In der neuen Verordnung werden Registrierung, Evaluierung und Authorisierung von Chemikalien neu geregelt. Die Beweislast wird umgekehrt, d. h., sie liegt beim Verursacher. Die Vermarktung von Stoffen und Erzeugnissen, in denen die Stoffe der Kandidatenliste enthalten sind, ist nur bei Vorhandensein eindeutiger Daten zulässig. Die Informationsweitergabe innerhalb der gesamten Lieferkette wird damit vorgeschrieben. Der FED nimmt dies zum Anlass, in Kooperation mit namhaften Referenten zu informieren und sensibilisieren. Das neue PraxisSeminar richtet sich in erster Linie an die Personengruppen, die mit der Umsetzung der REACh-Verordnung in ihren Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie betraut sind. Die ReferentenInnen setzen sich mit der Problematik in 4 Einzelbeiträgen und unter verschiedenen Sichtweisen auseinander: REACh und die damit verbundenen Informationspflichten, die Bedeutung für die Bauteileindustrie, die Umsetzung in den betrieblichen Alltag und der Praxisbericht zur Umsetzung bei einem großen EMS-Unternehmen. Termine: 17.03.2011, Sartorius College, Göttingen 19.05.2011, Mercure Hotel Erlangen Verlagsvertretungen inLand: Auskunft über zuständige Verlagsvertretungen: Dr. Andreas Wagener, Tel. (09 31) 4 18-23 39, Fax (09 31) 4 18-28 57. aUSLand: Belgien, Luxemburg, Niederlande: S.I.P.A.S., Lotusstraat 3, NL-1448 BR Purmerend, Tel. (+31) 2 99 67-13 03, Fax -15 00. Frankreich: DEF & COMMUNICATION, 48, boulevard Jean Jaurès, 92110 Clichy, Tel. (+33) 14730-7180, Fax -0189. großbritannien: Vogel Europublishing UK Office, Mark Hauser, Tel. (+44) 800-3 10 17 02, Fax -3 10 17 03, mark.hauser@comcast.net, www.vogel-europublishing.com. USa/Canada: VOGEL Europublishing Inc., Mark Hauser, 3321 Ashbourne Circle San Ramon, CA 94583, Tel. (+1) 9 25-6 48 11 70, Fax -6 48 11 71. Copyright: Vogel Business Media GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, digitale Verwendung jeder Art, Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. Fotokopieren veröffentlichter Beiträge ist gestattet zu innerbetrieblichen Zwecken, wenn auf jedes Blatt eine Wertmarke der Verwertungsgesellschaft Wort, Abt. Wissenschaft, in 80336 München, Goethestraße 49, nach dem jeweils geltenden Tarif aufgeklebt wird. Nachdruck und elektronische Nutzung: Wenn Sie Beiträge dieser Zeitschrift für eigene Veröffentlichung wie Sonderdrucke, Websites, sonstige elektronische Medien oder Kundenzeitschriften nutzen möchten, erhalten Sie Information sowie die erforderlichen Rechte über http://www.mycontentfactory.de, (09 31) 4 18-27 86. VeRLagSBüRoS Teilnahmegebühren: FED-Mitglieder: 200,- Nichtmitglieder: 250,- Weitere Informationen zum neuen Seminar erhalten Sie in der ELEKTRONIKPRAXIS Nr. 4 23.02.2011 FED-Geschäftsstelle Tel. +49(0)30 8349059 Fax +49(0)30 8341831 E-Mail: info@fed.de www.fed.de Anschrift: Alte Jakobstr. 85/86 | 10179 Berlin

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