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goliving.de München1 goliving.de Licht-SpieLe holen Sie sich jetzt die Sonne in die Wohnung SchLAfen Sie Gut! Großer Bettentest mit wichtigen Matratzen-infos kostenfrei zum Mitnehmen I im Zeitschriftenhandel 2,90 Euro Winterausgabe 2011/2012 IN MÜNCHEN Das staDtmagazin für Die zweite LebenshäLfte Mit großem Kulturteil uMzüGe für ÄLtere Susanne Scheuch hilft mit leichter hand Winter in München Schöne Läden für Geschenke, neue Bars, spannende Theater- und Musiktipps, interessante Ausstellungen Besuchen Sie uns online www.goliving.de

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3 Tangente von NOMOS Glashütte: Nicht an jeder Ecke, doch vielerorts. NOMOS Glashütte baut beste mechanische Uhren für Frauen wie Männer, mit Handwie mit Selbstaufzug und in verschiedenen Größen. Tangente gibt es für mindestens 1000 Euro etwa hier: Aachen: Lauscher; Augsburg: Bauer & Bauer, Hörl; Baden-Baden: Brauchle; Bad Wörishofen: Hollfelder; Bamberg: Triebel; Bautzen: Scholze; Bayreuth: Böhnlein, Engelmann; Berlin: Brose, Christ im KaDeWe, Heinen, Leicht, Lorenz, Niessing, Schubert-Jordan; Bielefeld: Böckelmann, Plettenberg; Bochum: LMB Marc, Mauer, Michael; Bonn: Hild, Kersting, Schumann, Toussaint; Braunschweig: Jauns; Bremen: Meyer; Castrop-Rauxel: Zimmer; Celle: Rahls; Chemnitz: Böhnlein, Roller; Darmstadt: Münzer, Techel; Dinslaken: Michels; Dortmund: Gerwi, Rüschenbeck; Dresden: Leicht, Vögele; Düsseldorf: Blome, Christ Berliner Allee, Niessing; Erfurt: Jasper; Essen: Deiter, Ellies, Mauer, Maxime; Esslingen: Lepple; Frankfurt: Christ Zeil, David No. 10, Pletzsch, Rüschenbeck; Freiburg: Burhans und Lewalter, Seilnacht; Gummersbach: Zapp; Hamburg: Becker, Bucherer, Christ Spitaler Straße, Crown Juwelen, Mahlberg, Niessing, Ohle; Hattingen: Faatz; Heidelberg: Classic Times; Heidenheim: Scheuble; Ingolstadt: Dührkoop; Jena: Christ; Kiel: Happe, Mahlberg; Koblenz: Hofacker; Köln: Adriane Friedrich, Berghoff, Kaufhold, Schmuck + Form; Konstanz: Baier; Leipzig: Christ Peterstraße, Vögele; Lippstadt: Jasper; Lübeck: Mahlberg; Lüdenscheid: Zapp; Ludwigsburg: Hunke; Lüneburg: Knabe; Magdeburg: Elze; Mainz: Wagner-Madler, Willenberg; Minden: Laufer; München: Bucherer, F.C. Bauer, Fridrich, Hieber, Kiefer, Niesen, Niessing; Münster: Freisfeld, Oeding-Erdel; Neuss: Berghoff; Nürnberg: Bucherer, Christ Pfannenschmiedgasse, Voigt, Wegener; Osnabrück: Oeding-Erdel; Ravensburg: Buchmüller; Regensburg: Kappelmeier, Rieger; Rostock: Brinckmann; Saarbrücken: Eckstein, Hüther; Stralsund: Voss; Stuttgart: Niessing, Pietsch; Trier: Hofacker, Lürenbaum; Ulm: Kerner, Roth, Scheuble; Weimar: Oeke; Westerland (Sylt): Horn; Wiesbaden: Epple, Hembd, Stoess; Wuppertal: Möller; Würzburg: Scheuble. Überall: Wempe. www.nomos-glashuette.com und www.nomos-store.com

4 Editorial Die Redaktion von links: Edith Lauenstein (Fotos), Anne Tzschaschel (Bildredakteurin), Christiane Hirsch (Autorin), Barbara Schulz (Autorin), Karen Cop (Autorin), Caroline Mascher (Chefredakteurin), Ursula Kronenberger (Chefredakteurin), Sabine Krämer (Anzeigenleitung), Rita Gerstenbrand (Art Direktion), Leonie Poppe (Bildredakteurin, Fotos), Karl Rheinheimer (Herausgeber). goliving.de Licht-SpieLe holen Sie sich jetzt die Sonne in die Wohnung SchLAfen Sie Gut! Großer Bettentest mit wichtigen Matratzen-infos kostenfrei zum Mitnehmen I im Zeitschriftenhandel 2,90 Euro Winterausgabe 2011/2012 IN MÜNCHEN Das staDtmagazin für Die zweite LebenshäLfte Liebe Leserin, lieber Leser, als dieses Bild oben entstand, hatte die Sonne zwar schon an Kraft verloren, aber es war ein wunderschöner Tag mit strahlend blauem Himmel. Das goliving.deTeam sitzt auf den Stufen vor der Antikensammlung am Königsplatz - an einem der vielen schönen Plätze der Stadt. Um Orte, an denen sich Münchner gerne aufhalten, geht es auch wieder in diesem Heft. Passend zur Jahreszeit haben wir uns jedoch indoor umgeschaut und ungewöhnliche Geschäfte, Cafés und Restaurants entdeckt, bei denen es sich lohnt, vorbeizuschauen. Sie finden in dieser Ausgabe auch wieder Geschichten über interessante Menschen. Wie die von Renata Neukirchen, die als Unternehmerin bereits die siebte Firma gegründet hat und deren Belegschaft zum großen Teil aus Behinderten besteht (Seite 10). Oder das Porträt über den Autor Robert Hültner und seinen Kriminal-Inspektor Kajetan (Seite 20). Wir stellen Wohnmodelle vor, die auch im Alter ein angenehmes Leben in der Stadt ermöglichen. Und wenn Sie sich an dunklen Wintertagen Ihre gute Laune erhalten wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Licht-Strecke. Hier erfahren Sie, wie eine ideale Beleuchtung aussieht und wie sie unser Lebensgefühl beeinflusst (Seite 34). Stimmungsmacher sollten natürlich auch die vielen Kultur-Events sein, die wir für Sie ausgesucht haben - und selbstverständlich die Lektüre von goliving.de. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei. Ihre Anregungen und Ihr Feedback sind uns willkommen (unter info@goliving.de). Es grüßt Sie Ihr goliving.de-Team Mit großem Kulturteil uMzüGe für ÄLtere Susanne Scheuch hilft mit leichter hand Winter in München Schöne Läden für Geschenke, neue Bars, spannende Theater- und Musiktipps, interessante Ausstellungen Besuchen Sie uns online www.goliving.de Unser Titel Umziehen kann so einfach sein. Wie es Innenarchitektin Susanne Scheuch gelingt, einen Wohungswechsel für ältere Menschen stressfrei zu gestalten, lesen Sie auf Seite 62. Foto: Edith Lauenstein Editorial Die Redaktion von links: Edith Lauenstein (Fotos), Anne Tzschaschel (Bildredakteurin), Christiane Hirsch (Autorin), Barbara Schulz (Autorin), Karen Cop (Autorin), Caroline Mascher (Chefredakteurin), Ursula Kronenberger (Chefredakteurin), Sabine Krämer (Anzeigenleitung), Rita Gerstenbrand (Art Direktion), Leonie Poppe (Bildredakteurin, Fotos), Karl Rheinheimer (Herausgeber). goliving.de Licht-SpieLe holen Sie sich jetzt die Sonne in die Wohnung SchLAfen Sie Gut! Großer Bettentest mit wichtigen Matratzen-infos kostenfrei zum Mitnehmen I im Zeitschriftenhandel 2,90 Euro Winterausgabe 2011/2012 IN MÜNCHEN Das staDtmagazin für Die zweite LebenshäLfte Liebe Leserin, lieber Leser, als dieses Bild oben entstand, hatte die Sonne zwar schon an Kraft verloren, aber es war ein wunderschöner Tag mit strahlend blauem Himmel. Das goliving.deTeam sitzt auf den Stufen vor der Antikensammlung am Königsplatz - an einem der vielen schönen Plätze der Stadt. Um Orte, an denen sich Münchner gerne aufhalten, geht es auch wieder in diesem Heft. Passend zur Jahreszeit haben wir uns jedoch indoor umgeschaut und ungewöhnliche Geschäfte, Cafés und Restaurants entdeckt, bei denen es sich lohnt, vorbeizuschauen. Sie finden in dieser Ausgabe auch wieder Geschichten über interessante Menschen. Wie die von Renata Neukirchen, die als Unternehmerin bereits die siebte Firma gegründet hat und deren Belegschaft zum großen Teil aus Behinderten besteht (Seite 10). Oder das Porträt über den Autor Robert Hültner und seinen Kriminal-Inspektor Kajetan (Seite 20). Wir stellen Wohnmodelle vor, die auch im Alter ein angenehmes Leben in der Stadt ermöglichen. Und wenn Sie sich an dunklen Wintertagen Ihre gute Laune erhalten wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Licht-Strecke. Hier erfahren Sie, wie eine ideale Beleuchtung aussieht und wie sie unser Lebensgefühl beeinflusst (Seite 34). Stimmungsmacher sollten natürlich auch die vielen Kultur-Events sein, die wir für Sie ausgesucht haben - und selbstverständlich die Lektüre von goliving.de. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei. Ihre Anregungen und Ihr Feedback sind uns willkommen (unter info@goliving.de). Es grüßt Sie Ihr goliving.de-Team Mit großem Kulturteil uMzüGe für ÄLtere Susanne Scheuch hilft mit leichter hand Winter in München Schöne Läden für Geschenke, neue Bars, spannende Theater- und Musiktipps, interessante Ausstellungen Besuchen Sie uns online www.goliving.de Unser Titel Umziehen kann so einfach sein. Wie es Innenarchitektin Susanne Scheuch gelingt, einen Wohungswechsel für ältere Menschen stressfrei zu gestalten, lesen Sie auf Seite 62. Foto: Edith Lauenstein Editorial Die Redaktion von links: Edith Lauenstein (Fotos), Anne Tzschaschel (Bildredakteurin), Christiane Hirsch (Autorin), Barbara Schulz (Autorin), Karen Cop (Autorin), Caroline Mascher (Chefredakteurin), Ursula Kronenberger (Chefredakteurin), Sabine Krämer (Anzeigenleitung), Rita Gerstenbrand (Art Direktion), Leonie Poppe (Bildredakteurin, Fotos), Karl Rheinheimer (Herausgeber). goliving.de Licht-SpieLe holen Sie sich jetzt die Sonne in die Wohnung SchLAfen Sie Gut! Großer Bettentest mit wichtigen Matratzen-infos kostenfrei zum Mitnehmen I im Zeitschriftenhandel 2,90 Euro Winterausgabe 2011/2012 IN MÜNCHEN Das staDtmagazin für Die zweite LebenshäLfte Liebe Leserin, lieber Leser, als dieses Bild oben entstand, hatte die Sonne zwar schon an Kraft verloren, aber es war ein wunderschöner Tag mit strahlend blauem Himmel. Das goliving.deTeam sitzt auf den Stufen vor der Antikensammlung am Königsplatz - an einem der vielen schönen Plätze der Stadt. Um Orte, an denen sich Münchner gerne aufhalten, geht es auch wieder in diesem Heft. Passend zur Jahreszeit haben wir uns jedoch indoor umgeschaut und ungewöhnliche Geschäfte, Cafés und Restaurants entdeckt, bei denen es sich lohnt, vorbeizuschauen. Sie finden in dieser Ausgabe auch wieder Geschichten über interessante Menschen. Wie die von Renata Neukirchen, die als Unternehmerin bereits die siebte Firma gegründet hat und deren Belegschaft zum großen Teil aus Behinderten besteht (Seite 10). Oder das Porträt über den Autor Robert Hültner und seinen Kriminal-Inspektor Kajetan (Seite 20). Wir stellen Wohnmodelle vor, die auch im Alter ein angenehmes Leben in der Stadt ermöglichen. Und wenn Sie sich an dunklen Wintertagen Ihre gute Laune erhalten wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Licht-Strecke. Hier erfahren Sie, wie eine ideale Beleuchtung aussieht und wie sie unser Lebensgefühl beeinflusst (Seite 34). 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6 goliving.de Lesen & Surfen www.goliving.de ist das OnlinePortal für die zweite Lebenshälfte. Hier dreht sich vieles um die Themen "Wohnen" und "Finanzieren". Aber Sie finden auch Infos zu Reisen, Kultur und Wellness. www.goliving.de/ immobilien-wohnen Die Themen: Immobilienfinanzierungen für die zweite Lebenshälfte. Immobilien mit Lift - zum Mieten und Kaufen. So schützen Sie Ihre Wohnung vor Einbrechern. Experten für Umzüge, Architekten und Handwerker www.goliving.de/residenzen Die Themen: Residenzplätze für Senioren in der Großstadt. Infos über Verträge mit Residenzen. Unser goliving.de-Scout, der Ihre Angehörigen bei der Suche nach einem Residenzplatz begleitet www.goliving.de/ einrichten-umbau Die Themen: Das Bad sanieren oder barrierefrei umbauen. Trendige, bequeme Möbel. Praktische Küchen www.goliving.de/geld-recht Die Themen: Fördermittel für den Immobilienkauf. Geld für Sanierungen. Tipps für die Altersvorsorge www.goliving.de/lebensstil Die Themen: ausgewählte Kulturtipps, Reisen, Wellnessangebote, Cafés in Ihrer Stadt, neue Läden Dekoration. Radspieler - traditionsreiches Geschäft für moderne Wohnkultur Seite 72 Spotlight. Beleuchtung zum Wohlfühlen. Mit Kauf- und Expertentipps Seite 34 Leben in Der StaDt 8 10 20 56 66 70 74 98 Neue Läden & Co. Renata Neukirchen - eine soziale Unternehmerin Spannung pur - Robert Hültner im Gespräch Bargefühle - eine Frau ist nachts unterwegs Urbanes Wohnen - "wagnis" bietet Zukunftsmodelle Geschenke - originelle Münchner Geschäfte Kochschule - zu Gast bei den Küchenmeistern Szene - heiße Dates im World Wide Web Wohnen 14 24 30 34 62 68 Möbelscout - auf der Suche nach dem idealen Bett Umbauen - ein Münchner Haus wird barrierefrei Wassermusik - Ihr Badezimmer als Vitalzentrum Licht & mehr - stylische Stimmungsmacher Wohnungswechsel - Hilfe bei Seniorenumzügen Sound & Style - die neuesten Media-Geräte goliving.de Lesen & Surfen www.goliving.de ist das OnlinePortal für die zweite Lebenshälfte. Hier dreht sich vieles um die Themen "Wohnen" und "Finanzieren". Aber Sie finden auch Infos zu Reisen, Kultur und Wellness. www.goliving.de/ immobilien-wohnen Die Themen: Immobilienfinanzierungen für die zweite Lebenshälfte. Immobilien mit Lift - zum Mieten und Kaufen. So schützen Sie Ihre Wohnung vor Einbrechern. Experten für Umzüge, Architekten und Handwerker www.goliving.de/residenzen Die Themen: Residenzplätze für Senioren in der Großstadt. Infos über Verträge mit Residenzen. Unser goliving.de-Scout, der Ihre Angehörigen bei der Suche nach einem Residenzplatz begleitet www.goliving.de/ einrichten-umbau Die Themen: Das Bad sanieren oder barrierefrei umbauen. Trendige, bequeme Möbel. Praktische Küchen www.goliving.de/geld-recht Die Themen: Fördermittel für den Immobilienkauf. Geld für Sanierungen. Tipps für die Altersvorsorge www.goliving.de/lebensstil Die Themen: ausgewählte Kulturtipps, Reisen, Wellnessangebote, Cafés in Ihrer Stadt, neue Läden Dekoration. Radspieler - traditionsreiches Geschäft für moderne Wohnkultur Seite 72 Spotlight. Beleuchtung zum Wohlfühlen. Mit Kauf- und Expertentipps Seite 34 Leben in Der StaDt 8 10 20 56 66 70 74 98 Neue Läden & Co. Renata Neukirchen - eine soziale Unternehmerin Spannung pur - Robert Hültner im Gespräch Bargefühle - eine Frau ist nachts unterwegs Urbanes Wohnen - "wagnis" bietet Zukunftsmodelle Geschenke - originelle Münchner Geschäfte Kochschule - zu Gast bei den Küchenmeistern Szene - heiße Dates im World Wide Web Wohnen 14 24 30 34 62 68 Möbelscout - auf der Suche nach dem idealen Bett Umbauen - ein Münchner Haus wird barrierefrei Wassermusik - Ihr Badezimmer als Vitalzentrum Licht & mehr - stylische Stimmungsmacher Wohnungswechsel - Hilfe bei Seniorenumzügen Sound & Style - die neuesten Media-Geräte

7 Inhalt Kammeroper. Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren" im Cuvilliés-Theater Seite 44 Wertanlagen. Finanzberaterin Helma Sick mahnt in Krisenzeiten zur Besonnenheit Seite 56 Vietnam. Eine Reise zu fantastischen Märkten und spektakulärer Natur Seite 86 Kultur 38 40 43 46 48 51 52 55 Highlights - sechs ganz besondere Kulturevents Metropol Theater - Jochen Schölch erzählt Geschichten Theatertipps KloHäuschen - Anja Uhlig und ihr "beseelter" Ort Kunsttipps Literatur - Neuerscheinungen Münchner Autoren Klangerlebnisse - Felix Gargerle und sein Label Musiktipps FInanzen 58 60 Vollmacht - sorgen Sie für sich und Ihren Partner vor Helma Sick - Wertanlagen in Krisenzeiten WohlFühlen 80 82 86 Gesunde Haut - ein jährlicher Check muss sein Golf - so bleiben Gelenke und Bänder fit Traumtrip - Vietnam, das ganz andere Reiseland Wellness - regionale Resorts für die kalte Jahreszeit Horoskop - astrologische Wohnträume 4 12 Editorial Impressum 90 94 Inhalt Kammeroper. Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren" im Cuvilliés-Theater Seite 44 Wertanlagen. Finanzberaterin Helma Sick mahnt in Krisenzeiten zur Besonnenheit Seite 56 Vietnam. Eine Reise zu fantastischen Märkten und spektakulärer Natur Seite 86 Kultur 38 40 43 46 48 51 52 55 Highlights - sechs ganz besondere Kulturevents Metropol Theater - Jochen Schölch erzählt Geschichten Theatertipps KloHäuschen - Anja Uhlig und ihr "beseelter" Ort Kunsttipps Literatur - Neuerscheinungen Münchner Autoren Klangerlebnisse - Felix Gargerle und sein Label Musiktipps FInanzen 58 60 Vollmacht - sorgen Sie für sich und Ihren Partner vor Helma Sick - Wertanlagen in Krisenzeiten WohlFühlen 80 82 86 Gesunde Haut - ein jährlicher Check muss sein Golf - so bleiben Gelenke und Bänder fit Traumtrip - Vietnam, das ganz andere Reiseland Wellness - regionale Resorts für die kalte Jahreszeit Horoskop - astrologische Wohnträume 4 12 Editorial Impressum 90 94

8 leben in der stadt beStriCKeNd SChöN Stricken ist Kult! Und für alle, die es gerne tun oder erst noch lernen müssen, gibt es jetzt den kleinen, trendigen Woll-Laden von Tina Schettler. Die Grafikerin bietet einen offenen Kurs an, in dem jeder Tricks und Kniffe lernen kann, und einen Kurs für Anfänger. Wolladiho, Gabelsbergerstraße 68, Tel. 12 76 56 63, Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 16 Uhr, www.wolladiho.de Neu in München SüSSe KreatioNeN Eigentlich ist so ein Cupcake viel zu schade, um gegessen zu werden. Jedes für sich ist ein kleines Kunstwerk. So wunderbar dekoriert, dass schon das Anschauen ein Genuss ist. Und so lecker wie sie aussehen, schmecken sie auch. Egal ob "Vanilla Wolke"Vanillekuchen mit Vanillecreme oder die Schokoladenvariante "Chocolate Decadence" - es lohnt sich bei "Wir machen Cupcakes" nach neuen Kreationen zu schauen. Wir machen Cupcakes, Utzschneiderstr. 12, Tel. 01 76- 66 85 52 58, Öffnungszeiten: Di - So 11 - 18 Uhr, www.wirmachencupcakes.de SpäteS StudiuM Kunstgeschichte studieren, sich mit Gleichgesinnten austauschen - die Winckelmann Akademie bietet im Bayerischen Nationalmuseum einen entsprechenden Studiengang. Für alle ab 50, die sich mit historischen und künstlerischen Themen beschäftigen wollen. dr. habil. Steffen Krämer, Destouchesstraße 44, Tel. 30 72 87 54 www.winckelmann-akademie.de leben in der stadt beStriCKeNd SChöN Stricken ist Kult! Und für alle, die es gerne tun oder erst noch lernen müssen, gibt es jetzt den kleinen, trendigen Woll-Laden von Tina Schettler. Die Grafikerin bietet einen offenen Kurs an, in dem jeder Tricks und Kniffe lernen kann, und einen Kurs für Anfänger. Wolladiho, Gabelsbergerstraße 68, Tel. 12 76 56 63, Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 16 Uhr, www.wolladiho.de Neu in München SüSSe KreatioNeN Eigentlich ist so ein Cupcake viel zu schade, um gegessen zu werden. Jedes für sich ist ein kleines Kunstwerk. So wunderbar dekoriert, dass schon das Anschauen ein Genuss ist. Und so lecker wie sie aussehen, schmecken sie auch. Egal ob "Vanilla Wolke"Vanillekuchen mit Vanillecreme oder die Schokoladenvariante "Chocolate Decadence" - es lohnt sich bei "Wir machen Cupcakes" nach neuen Kreationen zu schauen. Wir machen Cupcakes, Utzschneiderstr. 12, Tel. 01 76- 66 85 52 58, Öffnungszeiten: Di - So 11 - 18 Uhr, www.wirmachencupcakes.de SpäteS StudiuM Kunstgeschichte studieren, sich mit Gleichgesinnten austauschen - die Winckelmann Akademie bietet im Bayerischen Nationalmuseum einen entsprechenden Studiengang. Für alle ab 50, die sich mit historischen und künstlerischen Themen beschäftigen wollen. dr. habil. Steffen Krämer, Destouchesstraße 44, Tel. 30 72 87 54 www.winckelmann-akademie.de

9 ItalIenIsche Bar Endlich gibt es eine Bar für alle Tageszeiten. Hier fühlt man sich morgens, mittags und abends wohl. Beim Frühstück mit Cappuccino und Croissant, beim Lunch mit wechselnden MenüAngeboten, und zum Ausgehen kann man sich hier wunderbar auf ein Gläschen Wein oder zum Essen treffen. Große Fenster schaffen eine helle, angenehme Atmosphäre und betonen die sehr stilsichere Einrichtung der Bar. Wie schon in der Bar Centrale soll die Bar Giornale ein Stück des Dolce Vita Italiens nach München bringen. Bar Giornale, Leopoldstraße 7, Tel.: 33 20 00, Öffnungszeiten: Mo - Do 8 - 1 Uhr, Fr - Sa 8 - 2 Uhr, So 9- 24 Uhr, www.bar-giornale.com exotIsch speIsen Hier wurde ein Urlaubstraum verwirklicht. Beeindruckt von den Stränden, dem Essen und der Lebensfreude der Seychellen, haben Simone und Tobias das Coco de Mer eröffnet. Die seychellische Küche ist ostafrikanisch, französisch und indisch beeinflusst. coco de Mer, Dreimühlenstraße 30, Tel. 1 39 27 65 03, Öffnungszeiten: Mo - Fr 18 - 1 Uhr, Sa - So 10- 1 Uhr, www.coco2mer.de

10 leben in der Stadt Kleine Rendite - große Freude Gilt ein Handicap als Hindernis? Nicht für die Münchner Bankerin und Psychotherapeutin Renata Neukirchen. Weil es nicht genug Firmen gab, die Menschen mit Behinderungen einstellen, hat sie jetzt ihr siebtes Unternehmen gestartet Chefin Neukirchen ist Psychotherapeutin und das für alle, die seit 26 Jahren für sie arbeiten: im "Umweltteam", im "Putzblitz", bei einem der Conviva-Gastronomie-Betriebe. Die Münchnerin spricht ruhig, entschlossen, warm. Als sie ihre Augen hebt, schaut sie einen direkt an, mit lächelnden Augenwinkeln, und man ahnt sofort: Diese Frau ist wirklich präsent. Und genau da, wo sie sein will. Wie hat sie das geschafft? "Ich bin mit einem hohen Energiepotential in die Welt geschickt worden", holt Renata Neukirchen ein bisschen aus. Ihr Vater war der einzige überlebende Sohn einer jüdisch-ungarischen Familie, ihre Mutter psychisch krank - zwei von der Nazizeit tief verstörte junge Menschen. Doch der Großvater, der als Sozialist verfolgt wurde, wünschte sich ein Kind in der Familie. "Das war dann ich." Ein Licht, "vom Großvater auf Händen getragen", voller Erwartung. Die sie nicht immer brav erfüllen wollte. Renata wünschte sich ein Psychologiestudium, die Mutter schickte sie zur Banklehre. Mit 21 war sie Börsenhändlerin. Und schmiss hin, um für ein soziales Jahr nach Israel zu gehen. Es folgte ein Studium der Sozialpädagogik, Heilpädagogik an der Klinik, die Ausbildung als Gruppen-Analytikerin, Montessori-Pädagogin und analytische Supervisorin. Mit Anfang 30 hatte Renata Neukirchen eine eigene Praxis und ein Kind, es ging ihr gut. Dann fragten eines Tages Eltern der Montessorischule, ob sie nicht ein Konzept schreiben könne, das behinderten Kindern eine echte Zukunft bietet: "Die Eltern waren unzufrieden, weil die Kinder zum Teil gut gefördert sind, aber an den Bedürfnissen der Arbeitswelt scheitern. Es gab nur die Behindertenwerkstätten oder den freien Markt. Und der nahm sie nicht auf." Denn "hochqualifizierte Rollstuhlfahrer oder arme Sonnenstrahlen fallen in den Garten des Neubaus der Hochschule für Fernsehen und Film im Kunstareal. Sie brechen sich in filigranem Glas und landen auf solidem Beton. Hunderte Champagnergläser blitzen im Licht, drapiert von emsigen Helfern, für künftige Sternchen und Stars. Ein prickelnder Empfang soll es werden. Oskar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck und Caroline Link lernten an der HFF, Doris Dörrie lehrt hier. Für die Mitarbeiter der Conviva-Kantine jedoch zählt nur Renata Neukirchen. Die 63-jährige Münchnerin steht einfach da und telefoniert mit einem ihrer 200 Mitarbeiter, 105 davon mit Handicap, die anderen ohne. Sie spricht mit einem Koch, der nicht recht weiß, wie er mit seiner geistig behinderten Küchenhilfe umgehen soll. Fotos: Wolfgang Schmidt

11 Renata Neukirchen, 63, schafft in aller Ruhe ein Riesenpensum, weil sie von Grund auf will, was sie tut: Menschen mit Handicap dabei helfen, einen sinnvollen Platz im Leben zu finden. Mehr über alle Firmen unter www.cbamuenchen.de

12 Blinde konnte man sich vorstellen, die machen das gleiche Studium, aber gegenüber Leuten, die man in die Sonderschule schickt, gab es eine große Skepsis. Ich hab einfach gesagt: Wir probieren es gerne aus." Renata Neukirchen gründete mit anderen Eltern die cba, die "Cooperative Beschützende Arbeitsstätte". Seit 26 Jahren ist sie Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins, unter dessen Dach ihre Unternehmen wachsen. Und erst kürzlich sagte sie auch wieder: "Ich weiß nicht, wie es geht. Aber jetzt versuchen wir es halt." Als die Psychiatrie auf sie zukam und um Beschäftigung von Menschen mit einer langen psychischen Erkrankung bat. Ganz einfach ist das natürlich nie. "Menschen mit Handicap sind hochsensibel, gehen schnell in die Abwehr und schmeißen hin. Oder werden ganz leise und verschwinden irgendwie", erklärt die Unternehmerin. "Andererseits wollen sie sehr, sehr gut sein." Und weder in Watte gepackt, noch angepflaumt werden. "Die Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Ein Klima ist wichtig, in dem genug Zeit ist, um über bestimmte Sachen zu sprechen." Renata Neukirchen beschäftigt in Stoßzeiten mehr Personal als andere Betriebe. Und stellt jeden höchstpersönlich an, um mit therapeutischem Feingefühl herauszufinden, ob er gerne Knödel dreht und Cannelloni spritzt oder Spaß daran hat, eine Schule liebevoll zu putzen. Manchmal dauert es, bis sie in Gesprächen Erwartung und Wirklichkeit in Einklang bringt. Wie zum Beispiel bei der schwer übergewichtigen Frau, die gerne Balletttänzerin werden wollte. "Sich von diesem Traum zu verabschieden war ein großer Trauerprozess, aber dann sagte sie plötzlich: Jetzt fange ich bei Ihnen im Putzblitz an und kaufe mir Ballettkarten von dem Geld, das ich verdiene." Der Profit ihrer Firmen ist gering, auch deshalb, weil seit fünf Jahren immer mehr staatliche Zuschüsse gestrichen werden. Aber Renata Neukirchen rechnet auch nicht mit zweistelligen Renditen wie andere Unternehmen. "Meine Rendite ist, anderen viel Freude zu machen." Das soll so bleiben. Sie denkt nicht daran "bei der Qualität zu streichen". Stattdessen sucht sie Leute, die Patenschaften für Arbeitsplätze übernehmen. Offene Stellen tun sich sowieso nie auf. "Bei uns ist die Fluktuation gleich Null, wir müssen mit neuen Firmenprojekten wachsen." Von welchen träumt sie noch? "Es wäre toll, ein Gästehaus zu gründen." Denn: "Das wäre eine ganz große Nische, da kann man über Wäscherei, Housekeeping, Service bis hin zu Gartenarbeiten alles machen!" Ach, und dann würde sie gern mehr mit Kindern arbeiten, sie nicht nur in ihrer therapeutischen Praxis betreuen. Vielleicht wird sie eine Leih-Großeltern-Firma gründen. Wie ,Granny Aupair' in Hamburg? "Davon habe ich gehört. Aber diese Idee hatte ich schon lange!" Der Großmutter-Gedanke reize sie einfach sehr. Vielleicht gehe sie auch ins Kinderkrankenhaus und lese dort vor. Ein Projekt, das Renate Neukirchen sehr liebt, ist das Conviva-Restaurant im Blauen Haus bei den Kammerspielen. Das möchte sie auch im Rentenalter nicht aufgeben, weil sie dem Theater nahe sein mag. Sie kann sich vorstellen, ihre eigene kreative Ader noch mal auszutoben. "Ich sah mich immer mit einer Gitarre freche Lieder singen." Auch Märchen schrieb sie schon. Obwohl sie 14 bis 16 Stunden täglich arbeitet, sagt sie: "Ich habe mehr Zeit, weil ich keine Zeit mehr brauche, um mich zu beweisen." Und: "Was ich tue, ist keine Belastung für mich. Mehr eine Bestimmung." KAREN COP goliving.de Licht-SpieLe holen Sie sich jetzt die Sonne in die Wohnung SchLAfen Sie Gut! Großer Bettentest mit wichtigen Matratzen-infos kostenfrei zum Mitnehmen I im Zeitschriftenhandel 2,90 Euro Winterausgabe 2011/2012 IN MÜNCHEN Das staDtmagazin für Die zweite LebenshäLfte Mit großem Kulturteil uMzüGe für ÄLtere Susanne Scheuch hilft mit leichter hand Winter in München Schöne Läden für Geschenke, neue Bars, spannende Theater- und Musiktipps, interessante Ausstellungen Besuchen Sie uns online www.goliving.de IMPRESSUM Herausgeber: Karl J. Rheinheimer Chefredaktion: Ursula Kronenberger, Caroline Mascher Art-Direktion und Bildredaktion: Rita Gerstenbrand Bildredaktion: Leonie Poppe, Anne Tzschaschel Autoren: Karen Cop, Philipp Fischer, Barbara Schulz, Christiane Hirsch Fotos: Edith Lauenstein, Hannes Mauerer, Leonie Poppe Gesamtanzeigenleitung: Sabine Krämer, sabine.kraemer@goliving.de Anzeigen München: Anette Woll, anette.woll@goliving.de, Renate Schirmann (Grafik) Marketing Print und Online: Barbara Webinger goliving.de Das Stadtmagazin für die zweite Lebenshälfte erscheint vierteljährlich im Verlag living-crossmedia GmbH & Co. KG, Zweibrückenstraße 1, 80331 München, info@goliving.de, Telefon 089/80 03 80 63. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Geschäftsführer: Sabine Krämer, Ursula Kronenberger, Caroline Mascher, Karl Rheinheimer © 2011 für alle Beiträge bei living-crossmedia GmbH & Co. KG Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträger nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Verantwortlich für den Inhalt: Ursula Kronenberger und Caroline Mascher, Zweibrückenstraße 1, 80331 München. Vertrieb: living-crossmedia GmbH & Co. KG Produktion: Peter Becker GmbH, Delpstraße 15, 97084 Würzburg Druck: Evers Druck GmbH, Postfach 840, 25697 Meldorf Nachbestellungen der Ausgaben 2011/ 2012 für München und Umgebung unter info@goliving.de

13 et mit d das be Awar em d für ste Sp a-Kon zept Ausge z eichn 2011. "Gott gab uns die Zeit - von Hektik hat er nichts gesagt" Spiritueller Luxus-Romantik-SPA mit hochkarätiger Auszeichnung Es ist eine zeitlos spirituelle Atmosphäre, die das Hotel Klosterbräu***** im Zentrum von Seefeld umgibt. Dieses Gefühl auf Architektur und Nutzung des Wellnessdomizils zu übertragen, war das Ziel bei der Umgestaltung des einstigen Augustinerklosters, das heute in der 6. Generation von der Gastgeberfamilie Seyrling persönlich und herzlich geführt wird. Gegenwärtiges Design und historische Klosterkulisse verschmelzen zu einem einladenden Ambiente: Kostbare, antike Möbel und luxuriöse Materialien prägen das Interieur. Inmitten der meterdicken 500 Jahre alten Klostermauern befinden sich 97 individuelle Wohlfühlzimmer und Suiten, 5 hochklassige Restaurants und Dinnerlocations, eine gemütliche Pianobar & Zigarrenlounge, ein romantischer Klosterhof mit eigener Hochzeitskapelle, sowie hinter dem Hotel ein 150.000 m2 grosser Garten. Das Herzstück des Hauses ist der historische Weinkeller zu dem nur die Wirtsfamilie Seyrling persönlich die schwere Eichentüre für den Willkommensaperitif öffnet. Der brandneue 4.000 m2 große "Spiritual Spa" wurde mit dem "Senses" Award für das beste Spa-Konzept 2011 ausgezeichnet, denn nebst origineller Infrastruktur wie der Brotbacksauna, dem Besinnungsgang, einem Sünden-Keller oder dem Privat Spa "Vino Veritas", werden alle Behandlungen durch alte Mönchsrituale abgerundet - wahrlich einzigartig! Familie Seyrling - seit 200 Jahren Romantikstrasserl 1, A-6100 Seefeld /Tirol Tel. +43.5212.26210, Fax +43.5212.3885 info@klosterbraeu.com, www.klosterbraeu.com Hotel Klosterbräu***** Seefeld/Tirol GoLIVING.DE VoRTEILSANGEBoT Drei Übernachtungen mit Erlebnis-Gourmet-Halbpension und Dine Around in den diversen Restaurants, pro Person eine Wellnessbehandlung nach Wahl, Willkommensaperitif und KlosterbräuLuxury-Services. Gültig von 01. 12. bis 22. 12. 2011 sowie 05. 03. bis 25. 03. 2012 ab EUR 329,- pro Person. (DZ zur Einzelnutzung ohne Aufpreis) Anzeige

14 WOHNEN Wie man sich bettet, ... ... so liegt man? Wenn das so einfach wäre. Denn nicht jedes Bett passt zu jeder Matratze. Ohne die individuell richtige Unterlage aber kann das schönste Bett einen um den Schlaf bringen. Möbelscout Anita von Spreti hat sich für goliving.de in München auf die Suche nach geeigneten Lösungen gemacht SKANDINAVISCHE MASSARBEIT Wie auf Wolken gebettet: Bei der schwedischen Traditionsmarke Hästens ist jedes Bett nach dem gleichen Prinzip aufgebaut und wird für jeden Kunden je nach Geldbeutel, Statur und Körpergewicht individuell gefertigt. Der untere Holzrahmen mit Federkern sorgt für Stabilität, die mittlere Matratze für Komfort, die Auflage für ein gutes Schlafklima. Diese sollte nach sieben Jahren gewechselt werden, der gesamte Unterbau hält gut 30 Jahre. Für die Füllung werden nur Bio-Naturfasern wie Rosshaar, Wolle und Baumwolle verwendet. Gesehen bei Hästens, Maximiliansplatz 1 b; Preis je nach Aufwand von 3000 bis ca. 25 000 Euro Fotos: Edith Lauenstein

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16 "Hier könnte icH wunderbar im bett früHstücken"

17 KUNST AM BETT: Die österreichische Möbelmanufaktur Team 7 bietet feinste Schreinerarbeit. Der Kopfteil des Bettes "valore relief" (Bild rechts) ist in Relief-Technik gearbeitet, der warme Farbton des Kirschholzes schafft ein angenehmes Ambiente. Alle Betten sind aus Naturholz. Sie sind metallfrei und für Allergiker geeignet. Gesehen bei Team 7, Herzogspitalstraße 3; Preis ca. 2760 Euro NESTBAU: Der Korpus des Doppelbettes "nox" von Team 7 (Bild links) ist aus Eiche, der gepolsterte Kopfteil aus Leder. Es thront auf einem Holzpodest und wirkt dadurch wie ein freischwebendes Nest. Einem Vogelbau nachempfunden ist auch das Bio-Matratzensystem der Schweizer Firma Hüsler, das Team 7 für seine Betten empfiehlt. Es besteht aus vier Schichten: einem Holzrahmen, den Federelementen aus Holz, einer Naturlatexmatratze und einer Schafwollauflage. Gesehen bei Team 7, Herzogspitalstraße 3, Bett ca. 2670 Euro. Matratze HüslerNest (90 x 200 cm) ab 1928 Euro SCHIFFSMELDUNGEN: Das 160 cm breite Bett "aqua 2" aus Nussbaum (Fotos rechts) der italienischen Firma Presotto erinnert mit seinem geschwungenen Kopfteil an ein Wikingerschiff. Gesehen bei Schlafraumkonzept Stefan, Clarita-Bernhard-Straße 18; Preis ca. 2920 Euro. Das Fachgeschäft bietet auch Matratzen namhafter Hersteller, die unter anderem auf Bedürfnisse älterer Menschen Rücksicht nehmen, z.B. mit einem härter gepolsterten Rand zum leichteren Aufstehen wie die Matratze "Royal" (90 x 200 cm) für ca. 910 Euro Die Nachttische an beiden Seiten des Bettes aqua "2" mit den Schubladen findet Anita von Spreti nicht nur schön, sondern auch praktisch. Preis je ca. 570 Euro

18 www.goliving.de Weitere praktische EinrichtungsTipps finden Sie unter www.goliving.de/einrichten-umbau Auf die Matratze kommt es an SCHLAFEN À LA CARTE bietet die Firma Kreamat mit ihren Boxspring-Betten (Matratze auf Matratze). Anita von Spreti wird gewogen und ihr Körper fotografisch erfasst. Per Computer wird so der ideale Matratzen-Unterbau ermittelt, der im Inneren aus drei unabhängigen Matratzenkernen besteht, in ihrem Fall soft im Schulter-, medium im Lenden- und x-firm im Hüftbereich. Die obere Matratze ist mit drei verschiedenen Härtegraden in 7 Zonen unterteilt. Gesehen bei Schlafraumkonzept Stephan, Clarita-Bernhard-Str. 18; Einzelbett ab 2700 Euro, Doppelbett ab 5400 Euro ie richtige Matratze zu finden, ist nicht einfach. Zeit zum Probeliegen sollte man mitbringen - wenigstens fünf Minuten pro Matratze. Und man sollte am Vormittag auf die Suche gehen, wenn die Schwere des Tages noch nicht in den Knochen steckt. Das zumindest empfehlen erfahrene Verkäufer, denn ein erschöpfter Mensch findet alles bequem. Hier eine kleine Matratzenkunde, damit Sie wissen, worüber der Verkäufer redet: FEDERKERN-MATRATZEN sind der Klassiker unter den Matratzen. Im Inneren befinden sich dicht an dicht Stahlfedern, die gut umpolstert sind. Ein Vorteil ist, dass die Matratze durch die Bewegung der Spiralen immer gut durchlüftet wird. Die Qualitätsunterschiede können jedoch immens sein, je nach der Dichte der Federn und der Beschaffenheit und Güte des Polstermaterials. Mit Billigangeboten sollte man vorsichtig sein und sich genau nach dem verwendeten Material erkundigen. BEI EINEM TASCHENFEDERKERN werden einzelne Federn in Stofftaschen eingenäht und reihenweise geklebt oder geklammert. Auf diese Weise soll der Liegekomfort erhöht werden, einzelne Zonen lassen sich je nach Dichte der Taschen fester oder weicher polstern. LATEX-MATRATZEN gibt es aus dem natürlichen Rohstoff oder aus synthetisch erzeugtem Latex. Das Material ist hochflexibel und gibt nur dort nach, wo es belastet wird. Die Matratzen haben meist drei bis sieben unterschiedlich harte Liegezonen, je höher der Latexkern (14 cm mindestens), desto besser der Liegekomfort. Gute Matratzen sind daher relativ schwer. Millionen winzigster Luftkammern im Schaum bewirken eine gute Wärmeisolierung. Daher sollte man den Schlafraum morgens gut lüften und keine Tagesdecke verwenden. SCHAUM- UND KALTSCHAUM-MATRATZEN: Normale Schaumstoffmatratzen bestehen aus Polyetherverbindungen, die mit Hilfe eines Treibmittels aufgeschäumt wurden. Beim Kaltschaum wird darauf verzichtet. Er ist wesentlich elastischer und kehrt bei Entlastung zügig in seine Form zurück. Seine Porenstruktur sorgt für ein angenehmes Schlafklima, er ist besonders leicht. TEMPUR-MATRATZEN haben wie das "Tempo" ihren Namen nach einem Hersteller. Es handelt sich um viskoelastischen Schaum, der sich auch nach dem Aufstehen an die Belastung "erinnert". Für Menschen mit Rückenproblemen kann das sehr entlastend sein, andere fühlen sich durch die entstehenden Schlafmulden eher eingeschränkt. Die Matratzen sind recht warm, inzwischen werden daher oft Kaltschaummatratzen mit nur einer oberen Lage "Gedächtnisschaum" hergestellt, die zudem preislich günstiger sind. CAROLINE MASCHER

19 nox | Design Jacob Strobel Die Produktionszeit unserer Möbel beträgt 85 Jahre. Die ersten 84 davon finden im Wald statt. Im nox Bett befindet sich so viel Metall wie in einem Laubbaum: nämlich keins. It's a tree story. www.team7.at TEAM 7 München | Herzogspitalstraße 3 | 80331 München | Tel. 089 232 49 50-0 | www.team7-muenchen.de TEAM 7 Hamburg | Stahltwiete 14a (Phoenixhof) | 22761 Hamburg-Altona | Tel. 040 39 84 10-0 | www.team7-hamburg.de

20 LEBEN IN DER STADT Obwohl im Endspurt mit seinem neuen Inspektor-Kajetan-Roman, hat Krimi-Autor Robert Hültner der Reporterin gemailt: "Habe keine Termine, schlagen Sie einen vor." Klingt unkompliziert. Ein Gespräch Der Geschichtensammler err Hültner, Sie leben seit zehn Jahren im Glockenbachviertel und haben dort, wie Sie sagen, mehrere "Ratschcafés". In Ihrem Stammcafé wollten Sie uns aber lieber nicht treffen. Ja, das erschien mir ein bisschen zu exponiert. Das liegt mir einfach nicht. Sind Sie ein scheuer Mensch? Auch auf Ihrer Homepage erfährt man fast gar nichts über Sie. Halten Sie Ihr Leben bewusst zurück? Ja, durchaus. Aber scheu ist nicht das richtige Wort. Es ist eher der Wunsch nach einer Privatheit. Ich mag es sogar, wenn es ein Geheimnis um einen Menschen gibt, wenn sich jemand nicht sofort öffnet, oder genauer gesagt, sich erst dann öffnet, wenn sein Gegenüber etwas dafür tut. Das, was meine Persönlichkeit ausmacht, zeigt sich doch ausreichend in meinen Büchern. In der Art, was ich sehe, wie ich Dinge beschreibe. Auch Ihr Held, Inspektor Kajetan, scheint gewissermaßen ein Mann ohne Geschichte zu sein. Mehr noch, er hat - anders als Sie - keine Familie, keine Kinder. Das stimmt nur bedingt. In meinem neuesten Kajetan- Roman wird man sehr viel über ihn erfahren, zum Beispiel, dass er der Sohn eines italienischen Ziegelei-Arbei- ters ist. Der hat in Oberföhring jene Ziegel hergestellt, aus denen München zum großen Teil aufgebaut ist. Diese Italiener waren sehr angesehene Facharbeiter. Überhaupt war München zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein sehr dynamischer Schmelztiegel. Es hat allerdings erheblich an Kraft verloren, als im Ersten Weltkrieg alle Ausländer ausgewiesen wurden. Und dann mit den Konservativen und erst recht mit den Nazis an der Macht, ist München immer enger geworden. Wobei wir bei Ihrem Lieblingsthema wären: München in den Jahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Machtergreifung Hitlers. Sie müssen das verstehen, wenn ich - wie jetzt gerade - an einem Kajetan-Roman schreibe, lebe ich gewissermaßen im München der 20er-Jahre. Heißt das, der Inspektor ist wieder nach München zurückgekehrt? Ihr letzter Kajetan-Krimi spielte ja überwiegend in Zellach, an der österreichischen Grenze. Wieso zurückgekehrt? Ich trenne da nicht. München ohne sein Umland ist für mich nicht denkbar. In der Geschichte der Stadt hat das Umland immer eine große Rolle gespielt. Es ist ja noch nicht so lange her, dass München eine Großstadt geworden ist. Und es sind die Gebräuche und die Sprache der Zuwanderer aus der ländlichen Provinz, die Fotos: Leonie Poppe

21 "Ich höre Menschen gerne zu. Schon in der Art zu sprechen, kann sich eine ganze Lebensgeschichte offenbaren." Robert Hültner im Münchner Stadtcafé

22 dieser Stadt ihr Gesicht gegeben haben. Sie selber sind aus dem Chiemgau nach München gezogen. Ja, ich bin in einem Dorf groß geworden, mein Großvater hatte dort ein bisschen Land und einen Zeitungsladen. Es wurde also immer viel gelesen. 1966, mit 16, bin ich nach München gegangen und habe in Schwabing in einer kleinen Druckerei eine Lehre als Schriftsetzer gemacht. Ganz allein? Ja früher war das so, bei uns auf dem Land war man eigentlich mit 14 erwachsen und hat angefangen zu arbeiten. Ich habe das Herstellen von Büchern wirklich richtig gelernt - vom Setzen der Buchstaben bis zum Binden. Schon den Geruch der Bücher habe ich geliebt. Aber Drucker sind Sie dann doch nicht geblieben. Ich habe verschiedene Sachen ausprobiert, bin über eine Begabten-Klausel erst zwei Semester an die Kunsthochschule gegangen und habe dann an der Filmhochschule Dokumentarfilm studiert. Und was hat Sie letztendlich zum Schriftsteller gemacht? Meine Wurzeln liegen in der traditionellen Erzählkultur. Die habe ich ja selber als Kind erlebt. Bei uns im Dorf hat man abends oft zusammen gesessen, da gab es grandiose Erzähler, die unglaublich spannende Geschichten erzähl- "Das ist unser keltischromanisches Erbe: die Art Feste zu feiern, diese Liebe zum Theater." MORD MACHT GESCHICHTE Bekannt wurde Robert Hültner, der 1950 in Inzell geboren wurde, durch seine teils mehrfach preisgekrönten Inspektor-KajetanKrimis, die in München der 20er-Jahre spielen. Sein sechster, an dem er derzeit schreibt, wird im nächsten Jahr erscheinen. Neben weiteren Krimireihen, Theaterstücken und Radio- und TV-Tatorten für den BR, schrieb Hülten die historischen Romane "Der Hüter der köstlichen Dinge" und "Sommer der Gaukler". Letzterer, eine Tragikkomödie um den Mozart-Librettisten Emanuel Schikaneder wurde von Marcus H. Rosenmüller verfilmt und kommt am 22. Dezember in die Kinos. ten - da kommt kein Actionfilm mit. Beim Film werden Geschichten auf eine ganz andere Weise erzählt, und man ist mit vielen kommerziellen Zwängen konfrontiert. Da habe ich mich doch nicht so wieder gefunden. Und doch merkt man Ihren Büchern an, dass Sie vom Film kommen. Sie sind sehr szenisch aufgebaut. Ich habe während des Studiums ein paar Jahre ein Wanderkino betrieben, da bin ich über die Dörfer gefahren und habe Filme gezeigt. Dabei habe ich viel darüber gelernt, wie man eine Geschichte aufbaut, wie die Magie funktioniert : an welcher Stelle das Publikum bei einer Szene lacht, wann es zu schniefen anfängt, wann Unruhe im Saal aufkommt. Und ich habe mit den Menschen in den Dörfern und Stadtteilen gesprochen, Ihnen zugehört. Da haben sich so viele Geschichten angesammelt. Also dem Volk buchstäblich aufs Maul geschaut? Die Sprache ist für mich ein Mittel, Authenzität herzustellen. Ich höre Menschen sehr gerne zu und finde es unglaublich spannend, wie ein Mensch einen Satz baut, in welchem Tempo, und wie er dabei mit seinem Körper umgeht. Wenn ich einen Charakter schildere, bilde ich seine Sprache nach. Nicht im lautschriftlichen Sinne, sondern seine Sprechweise. Da muss ich nicht schreiben: Er war cholerisch oder melancholisch. Schon in der Art zu sprechen kann sich eine Lebensgeschichte offenbaren. Aber die Sprache, die Sie abbilden, ist das Bayerische. Engen Sie den Kreis Ihrer Leser dadurch nicht ein? Ich glaube, das ist eher ein Problem des Feuilletons. Wenn man diese Region zum Thema macht, dann wird einem schnell die Lederhose angezogen. Dabei erzähle ich ja Menschengeschichten, von Dramen die an jedem anderen Platz der Welt passieren könnten. Wenn ich meine Besuche auf dem Land mache und mit den Menschen dort spreche, dann komme ich manchmal mit Geschichten zurück, die geradezu shakespearisch sind. Die aber niemand erzählt. Hat sich das durch den Boom der Lokal-Krimis nicht

23 geändert? Oder kriegt man dann nur einen neuen Stempel, "regional", aufgedrückt? Den hab ich zum Glück nicht bekommen, da es bei mir ja immer auch um die Weltgeschichte geht, um die politische Geschichte Münchens. Und woher kommt dieses geschichtliche Interesse? Am Anfang war es die Neugier zu sehen, was hinter der Oberfläche einer Stadt und ihrer Menschen steckt. Aber es hat auch etwas mit der hiesigen Kultur zu tun, von der München ja nur ein Teil ist. Da gibt es einerseits dieses Geschichtsbild von Bayern, mit dem ich aufgewachsen bin: des bäuerlichen Beharrens, des bürgerlichen Konservatismus. Aber dann ist da dieses andere Element - es hat ja auch viele Rebellionen gegeben. Ich nenne das den kelto-romanischen Anteil: dieser Freiheitswille, diese kreative Wildheit, die Art, wie man Feste feiert, und diese große Liebe zum Theater. Da scheint es fast zwingend, dass der bayerische Regisseur Marcus H. Rosenmüller Ihren Roman "Der Sommer der Gaukler" um den Straubinger Theaterprinzipal und Mozart-Librettisten Schikaneder verfilmt hat. Ich war sehr glücklich, dass er die Regie übernommen hat. Mir gefällt seine Mehrschichtigkeit, seine Sicht auf Personen, dieser Sinn für das Barocke und Tragischkomische. Er teilt mein Interesse, aufzuspüren, was es für Schätze in dieser Kultur zu bergen gibt. Der Emanuel Schikaneder ist ja über die Jahrhunderte zum zweitrangigen Autor degradiert worden. Dabei war er in seiner Zeit einer der erfolgreichsten Theatermacher Europas. Wenn Ihnen das bayerische Land so nahe ist, wie kommt es, dass Sie sich zum Schreiben in Ihr Haus in einem Bergdorf in Südfrankreich zurückziehen? Frankreich ermöglicht mir, bestimmte Dinge von außen zu betrachten, und ich kann mich dort gut konzentrieren. Aber ehrlich gesagt hatte ich es mir einfacher vorgestellt. Dort fällt es mir manchmal schwer, in meiner eigenen Sprache zu schreiben - der Klang der französischen Sprache ist so anders, da kann mich schon ein Besuch beim Bäcker rausreißen. Die Franzosen bauen auch ihre Sätze ganz anders. Es passiert mir, dass ich Sätze schreibe, die mir dort schlüssig scheinen, dann beim Heimkommen aber einfach nicht mehr passen. Mit "Heim" meinen Sie aber immer noch München? Ich muss in München leben. Dort finde ich die Anregungen und Gespräche, die ich für meine Bücher brauche. INTERVIEW: CAROLINE MASCHER geändert? Oder kriegt man dann nur einen neuen Stempel, "regional", aufgedrückt? Den hab ich zum Glück nicht bekommen, da es bei mir ja immer auch um die Weltgeschichte geht, um die politische Geschichte Münchens. Und woher kommt dieses geschichtliche Interesse? Am Anfang war es die Neugier zu sehen, was hinter der Oberfläche einer Stadt und ihrer Menschen steckt. Aber es hat auch etwas mit der hiesigen Kultur zu tun, von der München ja nur ein Teil ist. Da gibt es einerseits dieses Geschichtsbild von Bayern, mit dem ich aufgewachsen bin: des bäuerlichen Beharrens, des bürgerlichen Konservatismus. Aber dann ist da dieses andere Element - es hat ja auch viele Rebellionen gegeben. Ich nenne das den kelto-romanischen Anteil: dieser Freiheitswille, diese kreative Wildheit, die Art, wie man Feste feiert, und diese große Liebe zum Theater. Da scheint es fast zwingend, dass der bayerische Regisseur Marcus H. Rosenmüller Ihren Roman "Der Sommer der Gaukler" um den Straubinger Theaterprinzipal und Mozart-Librettisten Schikaneder verfilmt hat. Ich war sehr glücklich, dass er die Regie übernommen hat. Mir gefällt seine Mehrschichtigkeit, seine Sicht auf Personen, dieser Sinn für das Barocke und Tragischkomische. Er teilt mein Interesse, aufzuspüren, was es für Schätze in dieser Kultur zu bergen gibt. Der Emanuel Schikaneder ist ja über die Jahrhunderte zum zweitrangigen Autor degradiert worden. Dabei war er in seiner Zeit einer der erfolgreichsten Theatermacher Europas. Wenn Ihnen das bayerische Land so nahe ist, wie kommt es, dass Sie sich zum Schreiben in Ihr Haus in einem Bergdorf in Südfrankreich zurückziehen? Frankreich ermöglicht mir, bestimmte Dinge von außen zu betrachten, und ich kann mich dort gut konzentrieren. Aber ehrlich gesagt hatte ich es mir einfacher vorgestellt. Dort fällt es mir manchmal schwer, in meiner eigenen Sprache zu schreiben - der Klang der französischen Sprache ist so anders, da kann mich schon ein Besuch beim Bäcker rausreißen. Die Franzosen bauen auch ihre Sätze ganz anders. Es passiert mir, dass ich Sätze schreibe, die mir dort schlüssig scheinen, dann beim Heimkommen aber einfach nicht mehr passen. Mit "Heim" meinen Sie aber immer noch München? Ich muss in München leben. Dort finde ich die Anregungen und Gespräche, die ich für meine Bücher brauche. INTERVIEW: CAROLINE MASCHER

24 Wohnen

25 Kaffeemühlen werden diese Kastenhäuser mit Spitzdach aus den 30er-Jahren genannt. Auf einen unschönen Anbau aus den 50ern setzte Architekt Gutjahr Huckepack noch einen drauf Umbauen mit Erinnerung Bewahren und dennoch neue Wege wagen - ein Münchner sanierte das Haus seiner Kindheit fürs Alter hütetes Geheimnis aus der Vergangenheit einweihen. Kein Wunder also, dass der Umbau dieses Hauses für den 59-jährigen Reisejournalisten nicht irgendein Bauprojekt war. 33 Jahre lang hatten er und seine Frau Angelika in Oberbiberg zwischen seinen vielen Reisen ein eher ländliches Leben mit riesigem Garten und Feldern drum herum geführt. Doch als vor zwei Jahren sein Vater starb, musste Wolfgang Ehrnsperger entscheiden, was mit dem Elternhaus geschehen solle: verkaufen und Erbschaftssteuer zahlen oder renovieren und selber nutzen? Er entschied sich für letzteres: "Auch weil meine Frau und ich wieder näher an der Stadt sein wollten", sagt er. In Wirklichkeit aber hätte es wohl einfach keiner enn Wolfgang Ehrnsperger an seine Kindheit im Haus der Eltern in Harlaching denkt, dann kommen Bilder in ihm hoch. Bilder, die an Gefühle geknüpft sind. Etwa an das wohlige Gefühl der Geborgenheit, wenn er und sein jüngerer Bruder auf dem weißen Teppich unter dem großen Flügel im Wohnzimmer lagen, während die Mutter - eine Pianistin - ihre täglichen Etüden spielte. Oder an die angenehme Spannung, wenn der kleine Junge morgens zur Mutter ins Bett kriechen durfte, und sie dann aus einer der vielen kleinen Schubladen der Bettkommode alte Briefe und Fotos nahm - als würde sie ihn in ein gut ge-

26 Die Besitzer Wolfgang und Angelika Ehrnsperger im Gespräch mit ihrem Architekten Uwe Gutjahr Aus dem Familienalbum: Von vorne scheint das Haus seit den 50er-Jahren unverändert Altes wahren, aber auch für die Zukunft planen fertiggebracht, dieses hübsche, aber renovierungsbedürftige Kaffeemühlen-Haus aus den 30er-Jahren in fremde Hände zu geben. Doch Wolfgang Ehrnsperger wollte nicht nur den erinnerungsträchtigen Charakter dieses Hauses erhalten. Gleichzeitig sollte es möglichst barrierearm saniert und so konzipiert werden, dass es auch im hohen Alter bewohnbar bleiben würde. Das Ehepaar wollte nicht in die gleiche Falle tappen wie zuvor die Eltern. Durch die engen Stiegen und die verschachtelte Raumaufteilung war es zuerst unmöglich geworden, die Mutter zu Hause zu pflegen. Später hatte sich der Vater nur noch im Inneren des Hauses und auch da nur im unteren Wohnzimmer aufhalten können. Eine dritte Vorgabe brachte der Architekt Uwe Gutjahr ins Spiel. Angesichts einer so umfassenden Sanierung und Entkernung könne man doch auch gleich die Bausünden der 50er-Jahre beheben, schlug er vor. So hatten die Vorbesitzer in der Nachkriegszeit die Fensterfronten im ersten Stock einfach zur Hälfte zugemauert und Heizkörper davor gesetzt. Und ein flacher Anbau hatte zwar das Wohnzimmer im Erdgeschoss erheblich vergrößert, wirkte von außen aber wie eine lieblos angeklatschte Garage. Auf diesen Vorsprung, so Gutjahrs Idee, könne man doch wie im Huckepack einen weiteren Quader setzen und den neu gewonnenen Raum in späteren Jahren einer Pflegekraft zur Verfügung stellen. Erinnerungen bewahren und gleichzeitig modern und auch noch barrierearm bauen - bei so widersprüchlichen Vorgaben bleiben Missverständnisse nicht aus. Das Verhältnis zwischen einem privaten Bauherren und seinem Architekten ist ja per se schon ein sehr zwiespältiges. Einerseits fast intim, denn der Hausbesitzer muss dem Architekten vertrauensvoll Einblick in sein Privatleben gewähren, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Andererseits streng hierarchisch, denn im Zweifelsfall muss der Architekt - oftmals zähneknirschend - seine eigenen ästhetischen und baulichen Vorstellungen den Wünschen der Auftraggeber opfern. Dass die schöne alte Kommode im ehemaligen Zimmer der Mutter erhalten bleiben sollte, war für Uwe Gutjahr nur zu verständlich, und gerne entwarf er die dazu passenden Einbauschränke. "Aber warum die Familie unbedingt den engen, bogenförmigen Durchgang zwischen Küche und Wohnzimmer behalten wollte, konnte ich kaum nachvollziehen", gesteht der Architekt. "Bis mir klar wurde, dass dieses Detail ein Stück Erinnerung ist." Der Bogen blieb. Bei anderen Maßnahmen setzte sich - nach zähem Ringen - der Fachmann durch. Nur mühsam konnte Gutjahr seine Kunden etwa davon überzeugen, Wände einzureißen, um die Küche im Erdgeschoss und Fotos: Uwe Gutjahr, Edith Lauenstein, privat

27 Nicht alles ist barrierefrei: Die Treppe ins Dachgeschoss sollte erhalten bleiben, hier wird notfalls mit einem Treppenlift nachgerüstet. das Bad darüber großzügig und barrierefrei gestalten zu können. Vor allem der jüngere Bruder - zwar ausgezahlt, aber doch ideell am Umbau beteiligt - sah diese Maßnahme nicht ein. "Er wurde richtig sauer", erinnert sich Wolfgang Ehrnsperger. "Er hatte Angst, dass wir den Charakter des Hauses zerstören und stattdessen eine auf Loft gestylte ,Schöner Wohnen'-Kulisse schaffen." Heute ist das Ehepaar froh über die Weitsicht des Architekten. Denn noch während der Bauarbeiten erhielt Ehrnsperger, der Chefredakteur des Magazins "Abenteuer & Reisen", eine folgenschwere Diagnose: Ein erster Schub des Nervenleidens Multiple Sklerose zwang ihn ins Krankenhaus. Von einem Tag auf den anderen stand das gesamte Leben des Ehepaars auf dem Kopf. Angelika Ehrnsperger pendelte fast täglich zwischen ihrem Job in den Bavaria Filmstudios und dem Krankenhaus - wie sollte sie sich da noch um eine "Nebensächlichkeit" wie eine Baustelle kümmern? "Man denkt immer, man habe noch so viel Zeit und man könne mit den Umbaumaßnahmen anfangen, wenn man sie braucht", sagt sie. "Aber das kann man dann eben nicht, wie unser Beispiel gezeigt hat, weder finanziell noch kräftemäßig." Mit viel Disziplin und all seiner Willenskraft hält Wolfgang Ehrnsperger sich trotz seiner Krankheit fit. Nachdem ein dritter Schub auf sein Sprachzentrum schlug, hat er in nur drei Monaten wieder das Sprechen erlernt. Nur wer ihn lange kennt und von seiner Krankheit weiß, bemerkt eine leichte Veränderung. Seit einem Jahr lebt das Ehepaar nun in dem Haus. Mit dem Architekten verbindet die Beiden mittlerweile ein fast freundschaftliches Verhältnis. "Uwe hat den Umbau von der Küchen- und Badezimmereinrichtung bis zu den Rollos an den Fenstern oder der Beleuchtung in allen Räumen so zu Ende gebracht, dass es für uns wirklich nichts mehr zu basteln gab", weiß Wolfgang Ehrnsperger zu schätzen. Völlig barrierefrei ist das Haus auch nach der Grundsanierung nicht, denn die enge Treppe, die vom Erdgeschoss bis unters Dach führt, blieb auf Wunsch der Familie in ihrer Grundform erhalten - Krankheit hin oder her. CAROLINE MASCHER Beleuchtung erschließt die Architektur, denn Licht macht Räume und Formen, Farben und Strukturen visuell und emotional wahrnehmbar Wir realisieren Ihre Visionen von Licht Gestaltung von Licht und Entwicklung von Leuchten sind die beiden Eckpunkte unserer Planungen. Seit 35 Jahren verwirklichen wir erfolgreich individuelle Lösungen in Privathäusern, Arztpraxen, Hotels, Geschäftsräumen und großen öffentlichen Gebäuden. ® Licht + FoRm Gmbh . Gautinger Strasse 59 a . 82152 Krailling Telefon +49 (0)89 895 162 0 . Fax +49 (0)89 857 38 10 info@lichtundform.de . www.lichtundform.de Besuchen Sie unseren Showroom in Krailling . Gautinger Strasse 59 a

28 wohnen Ein bequemes Haus fürs Alter Es muss nicht immer die Etagenwohnung sein. Wie wäre es mit einem barrierefreien Fertighaus? Mit Wasserfall-Treppen und Lift ie Kinder sind ausgezogen, das alte Haus ist zu groß, das neue soll eine überschaubare Größe haben. Ein stadtnahes Grundstück gibt es schon. Angenehm wäre auch, wenn die Fertigstellung nicht allzu lange dauert. Denn jetzt haben wir anderes zu tun, als Monate auf einer Baustelle zu verbringen. Die ideale Lösung ist ein Fertighaus. Vom Erdgeschoss bis zum Dach wird alles angeliefert und innerhalb weniger Wochen montiert. Inzwischen bieten Hersteller Fertighäuser auch barrierefrei an. Wie zum Beispiel die Firma Baufritz mit dem Modell "Schwaab", das wir auf dieser Seite zeigen. Die Stockwerke überbrückt ein Aufzug, über eine Wasserfall-Treppe mit Geländerschiene lässt es sich aber auch bequem nach oben steigen. Das Haus ist mit natürlichen Materialien gebaut und energieeffizient. Die Gestaltung des Innenlebens können Sie weitgehend selbst bestimmen. Unser Modell auf dieser Seite ist mit einem Wellness-Bereich ausgestattet. Zu ihm gehören eine barrierefreie Regendusche, unterfahrbare Waschbecken und eine Sauna, von der aus man barrierefrei auf eine nicht einsehbare Terrasse gelangen kann.

29 Der Sitzmacher - das Polstermöbelgeschäft Bayerns für ein schönes zu Hause ? Vielfältigkeit ist unsere Stärke ? Maßprogramme für Ihre Sitzkomfort ? Outlet bekannter Möbelhersteller Bayerwaldstraße 3-5 82538 Geretsried telefon 08171/909390 telefax 08171/909309 www.dersitzmacher.de info@dersitzmacher.de

30 Wie ein warmer TropenSchauer prasselt das Wasser aus dieser Regenbrause "L'Aura" von Villeroy & Boch, Preis ab 698 Euro. Der Clou: Das Thermostatmodul (ca 2070 Euro) verbirgt sich bis auf zwei Reglerventile für Temperatur und Wassermenge in der Wand

31 Wohnen Wassermusik Nichts erfrischt und belebt uns Menschen so sehr wie die Kraft sprudelnden Wassers. Eine neue Generation von Hähnen, Brausen und Düsen verwandelt auch Ihr Badezimmer in ein echtes Vitalzentrum Von allen Zwängen befreit: Die freistehende Armatur "FS1" der dänischen Firma Vola verbindet modernen Komfort mit einem Hauch Nostalgie. Ermöglicht sie doch Badevergnügen wie in alten Zeiten, als noch jeden Samstag der große Badezuber in der Stube aufgestellt wurde. Preis für die komplette Armatur in Edelstahl gebürstet ca. 3990 Euro Fotos: Herzbach, Vola, Villeroy & Boch Alles fließt: Wie Quellwasser ergießt sich der Strahl ins Waschbecken - hier dank integrierter LED-Leuchte farbig. Der Wasserhahn "Cascata" von Herzbach macht Händewaschen zum sinnlichen Erlebnis. Preis ca. 660 Euro, mit LED 1340 Wohnen Wassermusik Nichts erfrischt und belebt uns Menschen so sehr wie die Kraft sprudelnden Wassers. Eine neue Generation von Hähnen, Brausen und Düsen verwandelt auch Ihr Badezimmer in ein echtes Vitalzentrum Von allen Zwängen befreit: Die freistehende Armatur "FS1" der dänischen Firma Vola verbindet modernen Komfort mit einem Hauch Nostalgie. Ermöglicht sie doch Badevergnügen wie in alten Zeiten, als noch jeden Samstag der große Badezuber in der Stube aufgestellt wurde. Preis für die komplette Armatur in Edelstahl gebürstet ca. 3990 Euro Fotos: Herzbach, Vola, Villeroy & Boch Alles fließt: Wie Quellwasser ergießt sich der Strahl ins Waschbecken - hier dank integrierter LED-Leuchte farbig. Der Wasserhahn "Cascata" von Herzbach macht Händewaschen zum sinnlichen Erlebnis. Preis ca. 660 Euro, mit LED 1340

32 Zu gewinnen! Ein Fernseher für Ihr Badezimmer Nirgendwo entspannt es sich schöner als daheim bei einem gemütlichen Vollbad. Mit dem neuen waterscreen-Fernseher von der Firma Repabad verwandeln Sie ihr Bad endgültig zum Wohnraum. Der waterscreen ist absolut wasserdicht und vor Spritzwasser geschützt. Die Oberfläche des 22-ZollBildschirms ist beheizt und kann daher auch bei höherer Luftfeuchtigkeit nicht beschlagen. Das Gerät lässt sich sowohl vor die Wand als auch in die Wand montieren. Es hat eigene Lautsprecher, alle Systemanschlüsse sind möglich. Für goliving.de-Leser verlost Repabad einen waterscreen im Wert von 2600 Euro. Teilnahme per e-mail an: info@goliving.de. Stichwort: Repabad. Einsendeschluss ist der 31.02.2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wasser marsch! Das WC "aqua clean" von Geberit hat eine integrierte Dusche, die mit sanftem, warmen Strahl die Haut reinigt - Knopfdruck genügt. Wer mag, kann sich auch einen Föhn einbauen lassen. Preise je nach Ausführung (Aufsatz oder verschiedene Komplettlösungen) von 590 bis 4149 Euro www.goliving.de Weitere Infos finden Sie auf www.goliving.de/einrichten-umbau Fotos: geberit, hansgrohe, repabad Wasserspiele: Erst auf den zweiten Blick entpuppt sich diese Ablagekonsole unter ihrer schönen Glasoberfläche als ein DuschThermostat. Der Temperaturregler des "Ecostat Select" aus dem Hause Hansgrohe sitzt dezent an der Seite, der Schlauch für die Handbrause führt nach unten. Preis ab ca. 260 Euro

33 Das neue emporiaRL2. Einfach telefonieren mit Stil und Sicherheit. Das neue emporiaRL2 ist ein Mobiltelefon, das nicht nur den Ansprüchen einfacher Telefonie besonders gerecht wird. Mit der einzigartigen emporia Notruffunktion sorgt es auch für mehr Sicherheit im Alltag. Die integrierte LED-Taschenlampe ist ein praktischer Helfer, gerade in der dunklen Jahreszeit. Integrierte Notruftaste emporiaRL2 o o o o o o o o o Einfache Bedienung Mit Tischladestation Integrierte LED-Taschenlampe Extragroße Tasten mit optimalen Druckpunkten Breites Display mit gut lesbarer Schrift Sprachausgabe, z.B. für Uhrzeit, Weckzeit usw. Geeignet für Schwerhörige Integrierte Notruffunktion Bluetooth und Radio Hörerlautstärke Lautstärkeregelung LED-Taschenlampe Tastensperre Bluetooth www.emporia.de Exklusiv bei Vodafone Wir machen Kommunikation einfach.®

34 wohnen icht macht Laune. Es bringt Energie zurück, kann sie aber auch rauben. So schlägt eine diffus leuchtende Lampe auch mal auf die Stimmung. "Falsche Lichttemperatur macht krank", sagt Henning Dickhoff von A+P-Architekten aus München. Deshalb lohne es sich durchaus, über das Lichtkonzept der eigenen Wohnung nachzudenken. Mit Lichttemperatur sind die Leuchten selbst gemeint. Sie beeinflussen die Atmosphäre eines Raums, können warme oder kalte Farben ausstrahlen. Zwar tickt jeder etwas anders, aber die meisten Menschen mögen vormittags ein Licht mit höherem Blauanteil und bevorzugen nachmittags mehr Orange - das entspricht dem Farbwechsel des Sonnenlichtes und den Tageslichtfarben. Diese können heute nach Lichtstärke und -farbe gesteuert werden. "Wenn die Sonne scheint, wird die Lux-Zahl reduziert, bei schlechtem Wetter wird sie erhöht", sagt Dickhoff. Licht beeinflusst das Lebensgefühl. Es kann müde, aber auch glockenwach machen Leuchtende Stimmungsmacher Sein Büro arbeitet mit Lichtplanern wie Susanne Lingnau ("Licht und Form", München-Krailling) zusammen. Die Innenarchitektin - bei der sich jeder beraten lassen kann - versucht für ihre Kunden eine optimale Beleuchtung zu finden. "Das ist sehr individuell", sagt sie, "aber es gibt Regeln, wie man einen Raum angenehmer und größer erscheinen lassen kann." So entsteht das Gefühl von Helligkeit, wenn sichtbar wird, was auf Augenhöhe ist. Indirekte Beleuchtung "erweitert" einen Raum. Neben dem Licht, das jeder braucht, um sich zu orientieren, gibt es Akzentlichter, die Möbel, Bilder oder Flächen betonen - und damit einen Raum optisch völlig verändern können. TEXT: URSULA KRONENBERGER Die Hängelampe "Shanghai" öffnet sich, wenn man sie anschaltet. Gesehen bei "Licht und Form" (München-Krailling, www.lichtund form. de), Preis auf Anfrage

35 Zwei Leuchtsysteme, die sich ergänzen. Für die Raumbeleuchtung sorgen Deckenstrahler (DADO S von TAL, ab 150 Euro). Einen interessanten Akzent setzt die dimmbare RegalLeuchte Slize Dimmable von TAL, ca. 970 Euro Kleines Bad mit großer Wirkung. Das indirekte Licht erweitert den Raum, Spots betonen den hellen Bereich. Gestaltet von "Licht und Form", München Diese LED-Pendelleuchte "Ocular" (Licht im Raum) hängt an der Decke und hat eine enorme Leuchtkraft. Es gibt sie in Edelstahl handpoliert ab 1360 Euro und in Edelstahl gebürstet für ca. 1180 Euro Der iPod lässt grüßen. Ganz trendig, aber äußerst zurückgenommen und formschön ist die Lampe "Spock" von Modular. Gesehen bei "Licht und Form", 725 Euro, www.lichtundform.de

36 Außergewöhnlich im Design, energiesparend im Verbrauch ist die tischleuchte "Looksoflat" von ingo maurer. Die flache form ermöglichen zwei LeDs, die als Leuchtstoff dienen. Ab 880 euro Leuchtende Objekte Licht zum WOhLfühLen Wenig Leistung, wenig Stromkosten, viel Licht - und das in allen farbnuancen. LeD gehört die zukunft, auch wenn gute Leuchten noch ziemlich teuer sind. LeD-Lampen halten bis zu 70 000 Stunden und sind richtige Alleskönner. mit ihnen lassen sich unbedenklich Bilder oder uV-empfindliche teppiche beleuchten, sie enthalten keinerlei schädliche Strahlen. Je nach Kelvinzahl verbreiten sie kuscheliges Kerzenlicht- (2300 Kelvin) oder Kühlhaus-Atmosphäre (4500 Kelvin). Die Qualitätsunterschiede zwischen den LeD-Lampen sind groß. momentan gelten die Produkte der firma Ledon als besonders hochwertig. Sie können sie bei Licht + form bestellen, Gautingerstraße 59a, tel. 8951620, www.lichtundform.de "George floor" von tobias Grau gleicht mehr einem Kunstobjekt als einer Lampe. Sie ist aus Glas und eiche. es gibt sie mit oder ohne Reflektorsegel. ca. 920 euro Klassisch und stilvoll wirkt die tischleuchte "Stilio" (Licht im Raum) mit ihren eng aneinander gereihten Glasstäben. Gesehen bei "Licht + form", münchen, 669 euro

37 Ein leuchtendes Handy für viele Gelegenheiten leuchtende Spuren Eine gute Treppenbeleuchtung ist angenehm und schützt vor Fehltritten. Ideal: die leuchte "cameron", Jamaton line (Bild oben). Mit ihrem warmen licht und den seitlichen Schlitzen bietet sie einen besonderen Effekt. Gesehen bei Sigllicht, München, 125 Euro. Bild unten: eine dezente lED-Beleuchtung, die sich mit einem Präsenzmelder verbinden lässt. Inlet S, Delta light, ab 99 Euro Für Menschen mit schwächerer Sehkraft ist dieses Handy eine gute Lösung. Nicht nur durch seine leicht bedienbare, große Tastatur. Das neue emporia ELEGANCEplus bietet neben einem extrastarken Vibrationsalarm auch eine Blink-Funktion, sodass Sie auch nachts keinen Anruf übersehen können. Es hat einen Notrufbutton und - ganz wichtig - eine eingebaute besondere Taschenlampenfunktion. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist sie ein praktischer Helfer, etwa beim Öffnen von Türschlössern. Die LED-Lampe lässt sich unkompliziert über eine Seitentaste einschalten und scheint auch stark genug, um Ihnen nachts den Weg zu leuchten. Zusätzlich verfügt das Handy auch noch über eine Erinnerungs- und Weckerfunktion, die Sie zuverlässig an Termine erinnert. Das Handy ist nicht nur ein Alleskönner, sondern auch optisch ein Hingucker. Es hat mehrere DesignPreise gewonnen. www.emporia.de it 50 benötigen Sie eine doppelt so starke Beleuchtung wie ein Zwanzigjähriger. Erst dann haben Sie den gleichen Helligkeitseindruck. Die Augen lassen nach und auch die Trittsicherheit. Deshalb ist es sinnvoll, in der zweiten Lebenshälfte die Lichtquellen der Wohnung zu verändern. Auf diesen Seiten finden Sie einige Beispiele, wie Sie zentrale Räume beleuchten können. Vermeiden Sie allzu starke Kontraste. Im dunklen Raum unter einer kleinen Lampe lesen, das ermüdet Ihre Augen. Eine gleichmäßige Grundhelligkeit ist angenehm, Arbeitsbereiche brauchen etwas mehr Licht. Besonders der Flur- und Treppenbereich sollten gut beleuchtet sein. Hat eine einfache, selbsterklärende Bedienung - das Handy für ältere Menschen, emporia ElEGancEplus, ohne Vertrag ab 100 Euro www.goliving.de Weitere Einrichtungstipps finden Sie unter www.goliving.de/einrichten-umbau

38 KULTUR MuSiK Ain't misbehavin' 1982 war das legendäre BroadwayMusical die Sensation am Deutschen Theater - jetzt kehrt es zurück. Der Titel des Musicals war das geflügelte Wort der Jazz-Legende Fats Waller und sollte auch der Titel von dessen bekanntesten und mit dem Tony Award ausgezeichneten Songs werden. Dass sein "Ich tu keinem was" einmal als Musical den Siegeszug durch die Welt antreten würde, hatte er nicht geahnt. Eine Hommage an ihn und an Harlems Jazzclubs der 20erund 30er-Jahre. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85- 28 99, www.prinzregententheater.de, 6. bis 9. und 15. Januar Sechs Highlights aus Theater, Musik und Kunst KuNST "Why i never became a Dancer" Die zweite Ausstellung von Ingvild Goetz im Luftschutzkeller des Hauses der Kunst gehört der Jugendkultur der vergangenen 20 Jahre. Denn, so Goetz, "jede Generation hat ihre eigene Kultfigur, ihre eigene Sprache, Musik, Mode und Ausdrucksweise." Wie sie sich ausprobiert, bis sie ihre Kultur gefunden hat, zeigen Videoarbeiten internationaler Künstler wie Doug Aitken, Tracey Emin und Rosemarie Trockel. Sammlung Goetz im Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, Tel. 0 89/2 11 27-1 13, www.hausderkunst.de, bis 1. April

39 KuNST Große Frau: Georgia O'Keeffe Sie malte Blumen, die an Kraft und erotischer Ausstrahlung kaum zu überbieten waren. Ihre Ansichten von New York sind weltberühmt. Das malerische Ergebnis ihrer Blicke auf Mexikos Landschaft berührt tief und sinnlich. Georgia O'Keefe war Künstlerin des für seine provokativen Ausstellungen berühmten New Yorker Galeristen Alfred Stieglitz (und später seine Frau). Aber eine große Retrospektive der Malerin, die außerdem ihr aufregendes Leben dokumentiert, ist jetzt erstmals in der Kunsthalle zu sehen. Kunsthalle der hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, Tel. 22 44 12, www.hypo-kunsthalle.de, 16. September bis 15. Januar TheaTer Steps & Times Frederick Ashton, der als größter Choreograph Englands gilt, bezeichnete das 1948 für das Royal Ballet geschaffene Werk "Scènes de ballet" bis zum Ende seines Lebens als sein eigentliches Meisterstück: konzentrierte Choreographie und strukturierte Bewegung zu Strawinskys Musik. Programmatischer gibt sich Kenneth MacMillans "Das Lied von der Erde", entstanden 1965, das mit seiner Reflexion über Tod, Hoffnung und Leben das musikalische Spätwerk Gustav Mahlers kommentiert. Nationaltheater, Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 17 11, www.bayerische.staatsoper.de, Premiere 22. Dezember Fotos: Uwe Ahrens, Emmanuel Donny, Georgia O'Keeffe Museum, Thomas Kirchgraber MuSiK Olga Peretyatko TheaTer Turandot Das Märchen der männermordenden Prinzessin Turandot, die keinem Mann gehören will und sich schließlich doch noch verliebt. Die finale Liebesszene allerdings konnte Giacomo Puccini nicht mehr vollenden - er starb, bevor er seine letzte Oper fertig komponiert hatte und hinterließ die Szene uninstrumentiert. Unter der Leitung von Zubin Mehta singen Jennifer Wilson und Marco Berti als Calaf in der Inszenierung von Carlus Padrissa. Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 01, www.bayerische.staatsoper.de, Premiere, 3. Dezember "Der Nixe Rusalka verleiht sie eine so traumhaftverschwommene dunkle Stimme, dass man ihr sofort ins tiefe Wasser folgen würde" lobte die Presse die junge russischstämmige Sopranistin mit dem dunklen Timbre nach ihrer Debut-CD "La belezza del canto". Noch ist sie Studentin, schon sagt man ihr eine große Karriere voraus. Ausdrucksstark und strahlend singt sie mühelos Arien von Donizetti, Verdi, Rossini, Puccini u.a. herkulessaal der residenz, Residenzstraße 1, Tel. 29 06 71, Tickets über www.muenchenticket.de, www.residenz-muenchen.de, 29. Januar www.goliving.de Weitere Tipps finden Sie unter www.goliving.de/Lebensstil/Kultur

40 THEATER

41 nd dann kommt da plötzlich einer, der will tatsächlich Geschichten erzählen im Theater! Ja, natürlich will einer Geschichten erzählen, dessen Zimmer in der Bayerischen Theaterakademie August Everding, an der er unterrichtet, schon ein derart beredter Ort ist: Gründerzeitstühle rund um den riesigen Tisch voller Bücher und Manuskripte, ein ehrwürdiger Schreibtisch samt Polsterstuhl, 50er-Jahre-Lampen. Eine Menge Geschichte. Vor rund 13 Jahren, als Jochen Schölch das Metropol Theater gründete, galt er mit seinem konservativen Anspruch als Exot in der Münchner und in der allgemeinen Theaterlandschaft. Fiel die Eröffnung des Hauses doch in die Zeit der Dekonstruktion der Stoffe, aber auch in die des großen Theatersterbens. Auch war es alles andere als eine Option auf ein ausverkauftes Haus, dass das neu gegründete Theater in einem ehemaligen Kino im wenig glamourösen Stadtteil Freimann lag, "eher ein Selbstmordunternehmen!" Heute ist das Metropol Theater mehrfach ausgezeichnet und gilt als bestes freies Theater im deutschsprachigen Raum. Er hat also recht behalten, dieser junge Theatermacher der - im besten Sinne - alten Schule, der trotz diverser Ausflüge an feste Häuser immer ein Mann des freien Theaters war. Für ihn war es damals nicht nur die bewusste Rückkehr zur freien Szene, sondern auch nach München. "Die Stadt ist spannend, wird immer eine Kulturstadt sein. Und ich hatte hier mein Netzwerk, ohne das ein freies Theater nicht funktionieren kann." Schließlich wurde ihm das alte Kino - ganz unromantisch - über einen Makler angeboten. Dass inmitten einer Wohnsiedlung ein Theater genehmigt wurde, ist der Unterschriftenaktion der Freimanner Anwohner zu verdanken. Was für Jochen Schölch folgte, waren viele schlaflose Nächte. Immerhin haftete er mit seinem Privatvermögen - "Vermögen ist übertrieben, mit Schulden", lacht er. Er kaufte die Bestuhlung eines geschlossenen Landshuter Kinos auf, renovierte das Theater mühe- und liebevoll, kümmerte sich um Inszenierungen und machte den Geldbeutel öfter auf als zu. Trotz eines Starts mit einigen Vorstellungen vor fast leerem Haus verlor er nie den Glauben an sein Theater. Und reagierte unkonventionell: "Ich hielt mich an Goethes Faust, zwang Masse mit Masse und inszenierte nicht sparsam den Monolog, sondern opulent: Ballhaus - Erinnerung an ein Jahrhundert". Das Theater überlebte. Und wie! Mit Tom Waits' "Black Rider", seinem ersten Stück am Metropol, machte er klar, was ästhetisch und inhaltlich an seinem Haus passieren sollte: "Ein Stück, das sehr stilisiert und einfach daherkommt. Das ist die Linie, die ich fahren will. Mich langweilt Theater, das alles zeigt." Es seien nur kleine Zeichen notwendig, solange es die richtigen und solange sie wohl überlegt eingesetzt seien. Denn man dürfe alles, nur nicht didaktisch sein. Da ist er wieder, der Freigeist, tief verwurzelt in Traditionen, die er entstaubt und zum Leben erweckt, dabei aber durchaus auch gegen den Strich bürstet. Lieber baut er auf ein mündiges Publikum, das sich seiner Theater- Eine Bühne für die Phantasie Er mag dunkle, enge Zuschauerräume. Denn Theater ist für ihn ein Ort, an dem man sich erinnert, wie es sich anfühlt, lebendig zu sein. Theatermacher Jochen Schölch über das Geheimis seines Metropol Theaters nd dann kommt da plötzlich einer, der will tatsächlich Geschichten erzählen im Theater! Ja, natürlich will einer Geschichten erzählen, dessen Zimmer in der Bayerischen Theaterakademie August Everding, an der er unterrichtet, schon ein derart beredter Ort ist: Gründerzeitstühle rund um den riesigen Tisch voller Bücher und Manuskripte, ein ehrwürdiger Schreibtisch samt Polsterstuhl, 50er-Jahre-Lampen. Eine Menge Geschichte. Vor rund 13 Jahren, als Jochen Schölch das Metropol Theater gründete, galt er mit seinem konservativen Anspruch als Exot in der Münchner und in der allgemeinen Theaterlandschaft. Fiel die Eröffnung des Hauses doch in die Zeit der Dekonstruktion der Stoffe, aber auch in die des großen Theatersterbens. Auch war es alles andere als eine Option auf ein ausverkauftes Haus, dass das neu gegründete Theater in einem ehemaligen Kino im wenig glamourösen Stadtteil Freimann lag, "eher ein Selbstmordunternehmen!" Heute ist das Metropol Theater mehrfach ausgezeichnet und gilt als bestes freies Theater im deutschsprachigen Raum. Er hat also recht behalten, dieser junge Theatermacher der - im besten Sinne - alten Schule, der trotz diverser Ausflüge an feste Häuser immer ein Mann des freien Theaters war. Für ihn war es damals nicht nur die bewusste Rückkehr zur freien Szene, sondern auch nach München. "Die Stadt ist spannend, wird immer eine Kulturstadt sein. Und ich hatte hier mein Netzwerk, ohne das ein freies Theater nicht funktionieren kann." Schließlich wurde ihm das alte Kino - ganz unromantisch - über einen Makler angeboten. Dass inmitten einer Wohnsiedlung ein Theater genehmigt wurde, ist der Unterschriftenaktion der Freimanner Anwohner zu verdanken. Was für Jochen Schölch folgte, waren viele schlaflose Nächte. Immerhin haftete er mit seinem Privatvermögen - "Vermögen ist übertrieben, mit Schulden", lacht er. Er kaufte die Bestuhlung eines geschlossenen Landshuter Kinos auf, renovierte das Theater mühe- und liebevoll, kümmerte sich um Inszenierungen und machte den Geldbeutel öfter auf als zu. Trotz eines Starts mit einigen Vorstellungen vor fast leerem Haus verlor er nie den Glauben an sein Theater. Und reagierte unkonventionell: "Ich hielt mich an Goethes Faust, zwang Masse mit Masse und inszenierte nicht sparsam den Monolog, sondern opulent: Ballhaus - Erinnerung an ein Jahrhundert". Das Theater überlebte. Und wie! Mit Tom Waits' "Black Rider", seinem ersten Stück am Metropol, machte er klar, was ästhetisch und inhaltlich an seinem Haus passieren sollte: "Ein Stück, das sehr stilisiert und einfach daherkommt. Das ist die Linie, die ich fahren will. Mich langweilt Theater, das alles zeigt." Es seien nur kleine Zeichen notwendig, solange es die richtigen und solange sie wohl überlegt eingesetzt seien. Denn man dürfe alles, nur nicht didaktisch sein. Da ist er wieder, der Freigeist, tief verwurzelt in Traditionen, die er entstaubt und zum Leben erweckt, dabei aber durchaus auch gegen den Strich bürstet. Lieber baut er auf ein mündiges Publikum, das sich seiner Theater- Eine Bühne für die Phantasie Er mag dunkle, enge Zuschauerräume. Denn Theater ist für ihn ein Ort, an dem man sich erinnert, wie es sich anfühlt, lebendig zu sein. Theatermacher Jochen Schölch über das Geheimis seines Metropol Theaters

42 Bild oben: Szenenbild "Dogville", eine Inszenierung nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier. Bild links: Szene aus "Black Rider", einer Neuinszenierung aus 2010 "Ich bin kein Freund von intellektuellen Ergüssen. Theater soll für den Zuschauer wieder ein sinnliches Erlebnis sein." form öffnet und Phantasie zulässt. Dann gehe auf der Bühne alles. "Die Qualität muss ermöglichen, dass man die Zensur im Kopf ausschaltet und sich einfach hingibt. Man muss verführen. Zum Lachen und zum Weinen. Wie auch immer man das tut." Ihm gelingt das mit kleinen, reduzierten Mitteln. Doch ist Theater mehr für Schölch: Er will aufbauen, und natürlich will er frei entscheiden können über Gastspiele oder die Auswahl der Stücke. Ohne Bildungsauftrag. Er will nicht Dürrenmatt spielen, nur weil "Die Physiker" auf dem Lehrplan stehen. Und er will nicht, dass der Grund für eine ShakespeareInszenierung ist, "dass der Hamlet von mir doch so gut funktioniert hat". Dafür kümmert er sich lieber um weniger bekannte Autoren, die er gut findet und wert, auf die Bühne gebracht zu werden: "Es geht mir auf die Nerven, dieses Denken in der Gesellschaft: Wenn einer gut ist, dann kennt man ihn." Er selbst hatte schon einen Namen und irritierte das Publikum, als er sich mit dem Metropol dem freien Theaters verschrieb: Aufgewachsen in Ottobrunn, wollte er zunächst Musiker werden, fühlte sich aber bald als Regisseur in der Theatergruppe zu Hause und war gerade mal 20, als er in München 1986 Michael Endes "Das Gauklermärchen" als freie Produktion herausbrachte. Es folgten weitere freie Produktionen in München, am legendären Theater im Fuchsbau in Schwabing, am Münchner Teamtheater, wo er Hausregisseur war, danach eine feste Stelle am Potsdamer Hans Otto Theater, dazu gefeierte Inszenierungen am Münchner Residenztheater, am Teatro di Ricerca im sardischen Cagliari. Die Verunsicherung hat sich gelegt. Das Metropol ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, manche Inszenierungen sind über Wochen hin ausgebucht. Jochen Schölch indes ist unermüdlich: Er inszeniert an verschiedenen großen Häusern in München, in Shanghai, wo er auch einen Lehrauftrag hat, St. Petersburg wartet. Er leitet den Studiengang Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie, ist seit 2006 Professor. Für einen, der seine Ausbildung am Stadttheater Ingolstadt abgebrochen hat, kein schlechter Weg. "Das war hier in der Akademie nie Thema", erzählt er. "Nur für mich! Ich hab mir damals schon überlegt, ob die nicht den Falschen angerufen haben." Haben sie nicht. Denn wenn einer sich durch die Arbeit mit jungen Schauspielern nicht vordergründig bestätigt sieht, sondern sich selbst, seine Arbeit und seine Erfahrung bewusst täglich wieder in Frage stellt und das auch aushält, dann ist er am richtigen Platz. Für einen wie ihn, der Theater als Ort der Entschleunigung sieht, ist das eine ganze Menge Programm. "Es geht ja nur darum, nicht fremdbestimmt, sondern eigenverantwortlich zu handeln. Ich mach die Dinge ja gern", erklärt er den nicht vorhandenen Burnout - "was ein Phänomen ist". Der Wechsel zwischen Tiefgang beim Inszenieren und der Notwendigkeit, in der Akademie schnell umzuschalten, die Rastlosigkeit und die Neuanfänge, das alles komme seinem Naturell entgegen. "Man braucht Begegnungen, um weiterzukommen, besser zu werden, mehr zu verstehen. Mich nicht zu wiederholen, das ist der Weg!" BARBARA SCHULZ Fotos: Hilda Lobinger Bild oben: Szenenbild "Dogville", eine Inszenierung nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier. Bild links: Szene aus "Black Rider", einer Neuinszenierung aus 2010 "Ich bin kein Freund von intellektuellen Ergüssen. Theater soll für den Zuschauer wieder ein sinnliches Erlebnis sein." form öffnet und Phantasie zulässt. Dann gehe auf der Bühne alles. "Die Qualität muss ermöglichen, dass man die Zensur im Kopf ausschaltet und sich einfach hingibt. Man muss verführen. Zum Lachen und zum Weinen. Wie auch immer man das tut." Ihm gelingt das mit kleinen, reduzierten Mitteln. Doch ist Theater mehr für Schölch: Er will aufbauen, und natürlich will er frei entscheiden können über Gastspiele oder die Auswahl der Stücke. Ohne Bildungsauftrag. Er will nicht Dürrenmatt spielen, nur weil "Die Physiker" auf dem Lehrplan stehen. Und er will nicht, dass der Grund für eine ShakespeareInszenierung ist, "dass der Hamlet von mir doch so gut funktioniert hat". Dafür kümmert er sich lieber um weniger bekannte Autoren, die er gut findet und wert, auf die Bühne gebracht zu werden: "Es geht mir auf die Nerven, dieses Denken in der Gesellschaft: Wenn einer gut ist, dann kennt man ihn." Er selbst hatte schon einen Namen und irritierte das Publikum, als er sich mit dem Metropol dem freien Theaters verschrieb: Aufgewachsen in Ottobrunn, wollte er zunächst Musiker werden, fühlte sich aber bald als Regisseur in der Theatergruppe zu Hause und war gerade mal 20, als er in München 1986 Michael Endes "Das Gauklermärchen" als freie Produktion herausbrachte. Es folgten weitere freie Produktionen in München, am legendären Theater im Fuchsbau in Schwabing, am Münchner Teamtheater, wo er Hausregisseur war, danach eine feste Stelle am Potsdamer Hans Otto Theater, dazu gefeierte Inszenierungen am Münchner Residenztheater, am Teatro di Ricerca im sardischen Cagliari. Die Verunsicherung hat sich gelegt. Das Metropol ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, manche Inszenierungen sind über Wochen hin ausgebucht. Jochen Schölch indes ist unermüdlich: Er inszeniert an verschiedenen großen Häusern in München, in Shanghai, wo er auch einen Lehrauftrag hat, St. Petersburg wartet. Er leitet den Studiengang Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie, ist seit 2006 Professor. Für einen, der seine Ausbildung am Stadttheater Ingolstadt abgebrochen hat, kein schlechter Weg. "Das war hier in der Akademie nie Thema", erzählt er. "Nur für mich! Ich hab mir damals schon überlegt, ob die nicht den Falschen angerufen haben." Haben sie nicht. Denn wenn einer sich durch die Arbeit mit jungen Schauspielern nicht vordergründig bestätigt sieht, sondern sich selbst, seine Arbeit und seine Erfahrung bewusst täglich wieder in Frage stellt und das auch aushält, dann ist er am richtigen Platz. Für einen wie ihn, der Theater als Ort der Entschleunigung sieht, ist das eine ganze Menge Programm. "Es geht ja nur darum, nicht fremdbestimmt, sondern eigenverantwortlich zu handeln. Ich mach die Dinge ja gern", erklärt er den nicht vorhandenen Burnout - "was ein Phänomen ist". Der Wechsel zwischen Tiefgang beim Inszenieren und der Notwendigkeit, in der Akademie schnell umzuschalten, die Rastlosigkeit und die Neuanfänge, das alles komme seinem Naturell entgegen. "Man braucht Begegnungen, um weiterzukommen, besser zu werden, mehr zu verstehen. Mich nicht zu wiederholen, das ist der Weg!" BARBARA SCHULZ Fotos: Hilda Lobinger

43 THEATER Theater und Oper in München Roncallis Sternenzauber Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig. de, 5./6./7.1.2012 Poesie, Traumwelt, Phantasie - Circus meets classic. Ein Gesamtkunstwerk in feinster Manier des Roncalli-Gründers Bernhard Paul. Wassa "Alle treibenden Kräfte unseres Lebens (...) sind lächerlich oberflächlich, verglichen mit dem Instinkt, mit dem eine Mutter ihre Kinder beschützt", resümiert der lettische Regisseur Alvis Hermanis über Maxim Gorkis Wassa Schelesnowa. Die Geschäftsfrau Wassa Schelesnowa kämpft im Russland der Zeit nach dem Scheitern der Revolution um den Erhalt ihrer auseinanderfallenden Familie. Spielhalle der Kammerspiele, Maximilianstraße 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchner-kammerspiele.de, Premiere: 3. Februar Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tel. 0 89/2 90 67-1, Premiere 12.3. Franz Xaver Kroetz' bedrückendes Kindertotenlied basiert auf dem Verbrechen an dem kleinen Pascal, der in Burbach ums Leben kam. Magic - Zauber der Illusion Vergnüglich - eine Frau wechselt ihr Outfit im Sekundentakt; erstaunlich - Menschen lösen sich einfach in Luft auf; unglaublich - Körperteile machen sich selbstständig: Der Komiker und Zauberkünstler Ed Alonzo führt durch die magische Show der Illusionen, für die er die weltbesten Magier, Illusionisten und mystischen Verführer zusammengetrommelt hat. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 22. bis 28. Dezember ANZEIGE Einer muss die Leiche sein Blutenburg Theater, Blutenburgstraße 35, Tel. 1 23 43 00, www.blutenburgtheater.de, Premiere am 25.2. Kriminalkomödie von Henry W. Falk und Carola Wandt. Kai Taschner inszeniert die skurrile Geschichte um eine Erbschaft. Bloß a Gschicht Schwere Reiter, Dachauer Straße 114, Tel. 32 49 42 70, www.schwerereiter. de, Premiere am 16.12. Peter Pichler inszeniert das Buch von Hans Söllner als musikalisches Passionsspiel der Utopie, die Idee von einem anderen Leben mache frei. Fotos: Arno Declair, Hildegard Lobinger Atropa. Die Rache des Friedens Kammerspiele, Maximilianstraße 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchnerkammerspiele.de, Premiere 17.12. Tom Lanoye konfrontiert am Beispiel des Trojanischen Krieges die Rhetorik und Logik der Kriegsführung mit den Stimmen der Opfer. Regie: Stephan Kimmig. THEATER Theater und Oper in München Roncallis Sternenzauber Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig. de, 5./6./7.1.2012 Poesie, Traumwelt, Phantasie - Circus meets classic. Ein Gesamtkunstwerk in feinster Manier des Roncalli-Gründers Bernhard Paul. Wassa "Alle treibenden Kräfte unseres Lebens (...) sind lächerlich oberflächlich, verglichen mit dem Instinkt, mit dem eine Mutter ihre Kinder beschützt", resümiert der lettische Regisseur Alvis Hermanis über Maxim Gorkis Wassa Schelesnowa. Die Geschäftsfrau Wassa Schelesnowa kämpft im Russland der Zeit nach dem Scheitern der Revolution um den Erhalt ihrer auseinanderfallenden Familie. Spielhalle der Kammerspiele, Maximilianstraße 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchner-kammerspiele.de, Premiere: 3. Februar Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tel. 0 89/2 90 67-1, Premiere 12.3. Franz Xaver Kroetz' bedrückendes Kindertotenlied basiert auf dem Verbrechen an dem kleinen Pascal, der in Burbach ums Leben kam. Magic - Zauber der Illusion Vergnüglich - eine Frau wechselt ihr Outfit im Sekundentakt; erstaunlich - Menschen lösen sich einfach in Luft auf; unglaublich - Körperteile machen sich selbstständig: Der Komiker und Zauberkünstler Ed Alonzo führt durch die magische Show der Illusionen, für die er die weltbesten Magier, Illusionisten und mystischen Verführer zusammengetrommelt hat. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 22. bis 28. Dezember ANZEIGE Einer muss die Leiche sein Blutenburg Theater, Blutenburgstraße 35, Tel. 1 23 43 00, www.blutenburgtheater.de, Premiere am 25.2. Kriminalkomödie von Henry W. Falk und Carola Wandt. Kai Taschner inszeniert die skurrile Geschichte um eine Erbschaft. Bloß a Gschicht Schwere Reiter, Dachauer Straße 114, Tel. 32 49 42 70, www.schwerereiter. de, Premiere am 16.12. Peter Pichler inszeniert das Buch von Hans Söllner als musikalisches Passionsspiel der Utopie, die Idee von einem anderen Leben mache frei. Fotos: Arno Declair, Hildegard Lobinger Atropa. Die Rache des Friedens Kammerspiele, Maximilianstraße 28, Tel. 23 39 66 00, www.muenchnerkammerspiele.de, Premiere 17.12. Tom Lanoye konfrontiert am Beispiel des Trojanischen Krieges die Rhetorik und Logik der Kriegsführung mit den Stimmen der Opfer. Regie: Stephan Kimmig.

44 Base Alles an Base ist neu: die Show, das Ensemble, die Dimension. Spektakuläres Varieté unter der Regie von Pierre Caesar, einem der legendären Caesar Twins. Dahinter steckt Base Berlin, die Kultstätte innovativer artistischer Ausdrucksformen. Internationale Newcomer schaffen aus Trends der Jugendkultur feinste und anspruchsvollste athletische Varietékunst. GOP Varietétheater, Maximilianstraße 47, Tel. 2 10 28 84 44, www.variete.de, Premiere 11. Januar (Spielzeit bis 4. März) Theater und Oper in München Sauschneidn. Ein Mütterspiel Stadttheater Oblomow, Hans-SachsStraße 12, Tel. 32 19 55 33, www. oblomow.info, Premiere am 1.12. Das erste Drama des Österreichers Ewald Palmetsdorfer zeichnet anhand zweier Frauen und der Abwesenheit eines Mannes eine äußerst bedrückende Milieustudie in Mundart. Magdalena Rheingold Die Oper bildet den Auftakt der gewaltigen Wagner-Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", einem "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend" und ist damit die Exposition der Geschichte von Neid, Macht und Gier um Wotan, Alberich und Loge, die während der folgenden fünfzehn Musikstunden dargestellt werden. Die Neuinszenierung stammt von Andreas Kriegenburg unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano. Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 01, www.bayerische.staatsoper.de, Premiere 4. Februar Münchner Volkstheater, Brienner Straße 50, Tel. 523 46 55, www. muenchner-volkstheater.de, ab 23. 2. Magdalena verlässt den Hof, scheitert in der Stadt, prostituiert sich, muss zurückkehren - und bezahlt mit dem Tod. Maximilian Brückner führt Regie. Er entstaubt das Ludwig-Thoma-Drama und deckt die Zeitlosigkeit des Themas auf. Jan Weiler: Berichte aus dem Christstollen Das Schloss, Schwere-Reiter-Straße 15, Tel. 14 34 080, www.dasschlossonline.de, 21.12. Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus dem Bestseller "Maria, ihm schmeckt's nicht" und der Serie "Mein Leben als Mensch". Erpressung Für den italienischen Regisseur Pippo Delbono ist Theater auch ein politischer Ort. Und so hält er sein Theaterstück "als Ritus, als Wiedergabe eines Wechselspiels zwischen den Herrschenden und den Beherrschten, den Erpressern und den Erpressten, den Siegern und den Verlierern" seinem Land entgegen, das korrupt und verwundet daliegt, nur noch vom Glanz alter vergangenen Zeiten lebend. Residenztheater, MaxJoseph-Platz 1, Tel. 21 85 01, www.residenztheater.de, Uraufführung 14. Januar Sammler der Augenblicke Metropoltheater, Floriansmühlstraße 5, Tel. 32 19 55 33, www.metropoltheater.com, ab 1.12. Manch einem mag der Titel als Kinderbuch bekannt sein. Stimmt! Wie Quint Buchholz in seiner Geschichte und seinen Bildern versteht Jochen Schölch, Theaterleiter und Regisseur, die Phantasie auf eine wunderbare Reise zu schicken. Fotos: Wilfried Hösl, Pequod76 Base Alles an Base ist neu: die Show, das Ensemble, die Dimension. Spektakuläres Varieté unter der Regie von Pierre Caesar, einem der legendären Caesar Twins. Dahinter steckt Base Berlin, die Kultstätte innovativer artistischer Ausdrucksformen. Internationale Newcomer schaffen aus Trends der Jugendkultur feinste und anspruchsvollste athletische Varietékunst. GOP Varietétheater, Maximilianstraße 47, Tel. 2 10 28 84 44, www.variete.de, Premiere 11. Januar (Spielzeit bis 4. März) Theater und Oper in München Sauschneidn. Ein Mütterspiel Stadttheater Oblomow, Hans-SachsStraße 12, Tel. 32 19 55 33, www. oblomow.info, Premiere am 1.12. Das erste Drama des Österreichers Ewald Palmetsdorfer zeichnet anhand zweier Frauen und der Abwesenheit eines Mannes eine äußerst bedrückende Milieustudie in Mundart. Magdalena Rheingold Die Oper bildet den Auftakt der gewaltigen Wagner-Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", einem "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend" und ist damit die Exposition der Geschichte von Neid, Macht und Gier um Wotan, Alberich und Loge, die während der folgenden fünfzehn Musikstunden dargestellt werden. Die Neuinszenierung stammt von Andreas Kriegenburg unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano. Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz 2, Tel. 21 85 01, www.bayerische.staatsoper.de, Premiere 4. Februar Münchner Volkstheater, Brienner Straße 50, Tel. 523 46 55, www. muenchner-volkstheater.de, ab 23. 2. Magdalena verlässt den Hof, scheitert in der Stadt, prostituiert sich, muss zurückkehren - und bezahlt mit dem Tod. Maximilian Brückner führt Regie. Er entstaubt das Ludwig-Thoma-Drama und deckt die Zeitlosigkeit des Themas auf. Jan Weiler: Berichte aus dem Christstollen Das Schloss, Schwere-Reiter-Straße 15, Tel. 14 34 080, www.dasschlossonline.de, 21.12. Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus dem Bestseller "Maria, ihm schmeckt's nicht" und der Serie "Mein Leben als Mensch". Erpressung Für den italienischen Regisseur Pippo Delbono ist Theater auch ein politischer Ort. Und so hält er sein Theaterstück "als Ritus, als Wiedergabe eines Wechselspiels zwischen den Herrschenden und den Beherrschten, den Erpressern und den Erpressten, den Siegern und den Verlierern" seinem Land entgegen, das korrupt und verwundet daliegt, nur noch vom Glanz alter vergangenen Zeiten lebend. Residenztheater, MaxJoseph-Platz 1, Tel. 21 85 01, www.residenztheater.de, Uraufführung 14. Januar Sammler der Augenblicke Metropoltheater, Floriansmühlstraße 5, Tel. 32 19 55 33, www.metropoltheater.com, ab 1.12. Manch einem mag der Titel als Kinderbuch bekannt sein. Stimmt! Wie Quint Buchholz in seiner Geschichte und seinen Bildern versteht Jochen Schölch, Theaterleiter und Regisseur, die Phantasie auf eine wunderbare Reise zu schicken. Fotos: Wilfried Hösl, Pequod76

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46 KUNST Geliebte Orte Anja Uhlig liebt Mathematik, künstlerische Konzepte und das "KloHäuschen". Seit fast drei Jahren "beseelt" sie den Raum an der Großmarkthalle, indem sie andere Künstler einlädt, sich mit ihm zu beschäftigen. Während ihre eigenen Arbeiten wachsen und wachsen

47 as KloHäuschen ist klein. Als Anja Uhlig es das erste Mal sah, schien die Sonne durch das kleine Fenster auf sechs Pinkelstellen für Männer, ein paar Glassteine und gelbe Kacheln. "Ich habe mich sofort unsterblich verliebt!" Seitdem spielt sie mit dem Raum und lädt "Gäste" ein. Klaus von Gaffron feierte im Juni mit nach dem letzten Fest weggeworfenen Tannenbäumen Halbzeit beim Warten auf Weihnachten, das Häuschen war glänzend geschmückt. Es gab schon Winterperformance-Wochen hier. Bulgarien koppelte das kleine alte Klo an die Biennale in Venedig an, machte es zum Pavillon. Gerade "etablierte Künstler gestalten etwas ganz anderes hier als sonst," wundert sich Anja Uhlig. Sicher spüren sie auch, worum es der Künstlerin geht: um mehr als eine Ausstellung neuer Werke. Diesem Ort muss man sich ganz anders nähern. Der bespielende Künstler - inzwischen waren es 40 in nicht mal drei Jahren - ist gezwungen, sich den Gegebenheiten anpassen. Es gibt keine großzügig zu behängenden Wände. "Man muss alles selbst machen, das verunsichert auch", weiß Uhlig. Und tröstet die Künstler: "Das KloHäuschen beschützt dich doch!" In ihren Augen hatte dieses Haus von Anfang an einen faszinierenden Charakter. Als Künstlerin versucht Anja Uhlig Zusammenhänge herzustellen und Pflanzen, Orten oder Räumen auf besondere Weise Respekt zu erweisen. Dabei ist sie immer auch politisch, aber ohne moralisch erhobenen Zeigefinger. Außerdem liebt sie Strukturen sowie die Mathematik. Sie arbeitet als Programmiererin, hat eine Dreiviertel-Stelle, die es ihr möglich macht, bei ihrer Kunst frei zu sein von Existenz sichernden Zwängen. 2008 startete sie das Projekt "soilent ark", eine Arche für Orte, die wegen Bauvorhaben zu verschwinden drohen. Das war, nachdem sie den Film "Soylent Green" von Richard Fleischer mit Charlton Heston gesehen hatte, in dem ein Polizist versucht herauszufinden, woher das merkwürdige Essen kommt, da die Natur fast tot ist. Ihr gesamtes "Projekt Spitzbergen", präsentiert im Rahmen des künstlerischen Austauschprojekts "Cityscale München-Istanbul", erinnert noch ein wenig an diesen Science-FictionFilm. Uhlig kochte dafür 613 Granatäpfel ein. Von jedem behielt sie einen Samen, aus dem sie Setzlinge zog, 613 Bäume für ihre "rote Pflanzung." Inzwischen haben die meisten einen Hüter gefunden. Uhlig nahm von ihr gesuchten und gefundenen Menschen in München und Istanbul das Versprechen ab, sich gut um einen der Zöglinge zu kümmern, und fotografierte sie mit ihrem Baum. Im Verborgenen wächst jetzt ein riesiger Granatapfelwald. Wobei "ich merke, dass dieses Projekt sich zu einem Menschenprojekt entwickelt." So sei das: "Mein ganzer Kopf macht Konzepte. Und das Leben will was ganz anderes." Anja Uhlig nimmt sich deshalb viel Zeit und Raum, um die Kunst-Projekte in Ruhe wachsen zu lassen. Sie gibt keine Statements ab, die dann, sobald sie einmal entstanden sind, unerschütterlich der Zukunft standhalten müssen. Ihre Kunst lebt auch nicht vor sich hin wie die Fettecken von Josef Beuys. Anja Uhlig bleibt in Kontakt, sie sorgt sich und nährt ihre Projekte, lenkt sie ein bisschen - aber immer nur so viel, dass die Ideen ihr Potential voll entfalten können. Da verhält sie sich fürsorglich, geduldig, liebevoll weiblich, wie eine gute Mutter. Mit dem Klohäuschen unterhält sich die 39-Jährige sogar. Zum Beispiel über die nächsten Bewohner und ihre Ideen. Über Christa Sturm, die für den 17. Dezember (bis 30.1.) Performance und Installation plant mit dem Titel "ich bin keine Jungfrau." Sturm arbeitet viel mit Blut, aber es soll um das "Genesen, Säubern und Durchbrechen von Mauern" gehen. Im Februar 2012 feiert das KloHäuschen seinen dritten Geburtstag. Vielleicht wird es eine KloHäuschen-Biennale geben, die "erste richtige Ausstellung, mit Vernissage und Prosecco", ein bisschen wie die Istanbul Biennale, nur kleiner. Bei der Wiedergeburt des KloHäuschens als Projektraum haben viele Künstler Statements im Kachelformat abgegeben, wie die Feen-Wünsche bei Dornröschen. "Das KloHäuschen macht ja alles Mögliche mit!" Und sei es für einen Tag. Unbedingt mal hinsehn! KAREN COP Mehr Infos unter www.das-klohaeuschen.de und www.realitaetsbuero.de Uhligs "rote Pflanzung": Für ihr Projekt Spitzbergen verteilte sie 613 Granatapfel-Samen an 613 Menschen in München und Istanbul zum Aufpäppeln Foto: Karen Cop

48 Made in Norway KUNSt Raffaels Meister: Perugino Testen Sie das Original auf über 800 qm! Im 15. Jahrhundert wurde Pietro Vannucci als bester Maler seiner Generation gefeiert. Man nannte ihn Perugino, weil er aus Perugia in die damalige Kunstmetropole Florenz kam. 1480 bemalte er mit drei Kollegen die Sixtinische Kapelle, später wurde er Lehrer von Raffael, in dessen Schatten er im Laufe der Jahrhunderte geriet. Die alte Pinakothek ehrt den großen Renaissance-Maler mit der Ausstellung früher und später Werke: prachtvolle Altarbilder, Gemälde und Zeichnungen. Dazu erscheint ein anspruchsvoll gestalteter Katalog. Alte Pinakothek, Barer Str. 27, Tel. 2 38 05 -2 16, www.pinakothek.de, bis 15. Januar Skulpturales Handeln Ihr Dankeschön-Gutschein Machen Sie eine Sitzprobe und Sie erhalten gegen Vorlage dieser Anzeige die original Stressless® CD als Dankeschön! Bitte hier abtrennen. Gratis für Sie! Reißen, umweben, zerdrücken? Sechs Künstler haben sich still bis humorvoll, aber immer experimentell mit zeitgenössischer Skulptur beschäftigt. Michael Beutler veranschaulicht "Ressourcen", Phyllida Barlow Objekte, die den Besucher manipulieren, Kimberly Sextons "Columns" erinnern an Richard Serra, Anita Leisz setzt sich mit der Platzierung im Raum auseinander, Alexandra Bircken zeigt mit Tauen und Verspannungen Rollenbilder, und Vincent Fecteau inszeniert die Vielansichtigkeit von Skulpturen. Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, Tel. 2 11 27 -1 13, www.hausderkunst.de, bis 26. Februar Johann-G.-Gutenberg-Str. 39 82140 Olching Augsburg Telefon 08142/15724 www.moebelkeser.de Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 9.30 - 18.30 Uhr Samstag: 9.30 - 16.00 Uhr Karlsfeld Olching A8 München B471 Fürstenfeldbruck Inning A96 Foto: Jean Tholance

49 Made in Norway Schiele: Das unrettbare Ich Um 1900 geriet das Individuum in die Krise. Deshalb nennt sich die Ausstellung nach einem Essay von Schieles Zeitgenossen, dem Literaten Hermann Bahr, und dementsprechend befasst sich das Konzept mit Egon Schieles Fragen nach Identität und Naturverständnis. Gedichten des Künstlers stehen zum Beispiel Selbstportraits gegenüber. Daneben stehen seine unterschiedlich umgesetzten Gedanken zu Wahrnehmungsprozessen. Ein Blick auf den berühmten Künstler, der von der teils skandalträchtigen Biografie entschieden zu Schieles Kunst in Beziehung zu seiner Zeit lenkt. Kunstbau, Städtische Galerie im Lenbachhaus, Königsplatz / U-Bahn-Zwischengeschoss, Tel. 23 33 20 00, www.lenbachhaus.de, bis 4. März Stressless ist ... 40 - und besser als je zuvor Der beste Stressless® Comfort aller Zeiten! Trends kommen und gehen, aber wahrer Comfort verliert nie an Wert. Über 4 Jahrzehnte hinweg wurde jedes noch so kleine Detail der Stressless® Sessel und Sofas überdacht und optimiert. Testen Sie jetzt den besten Stressless® Comfort aller Zeiten! Nur echt mit der Stressless® Marke! Das Original Patentiert Jetzt Gratis-Katalog anfordern! Für Ihren Katalog und das Stressless® ComfortStudio in Ihrer Nähe Coupon per Post oder Fax (040/6931205) senden, im Internet unter www.sitzprobe.de abfordern oder unsere Hotline wählen: Gleitsystem Patentiert Kreuzstütze Gestell + Funktion 0 18 05/65 75 85 Vorname/Name Straße/Nr. PLZ/Ort (14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz; max. 42 Ct./Min. aus dem dt. Mobilfunk) Schlaf-Funktion 10 Jahre Garantie Telefon/Fax/E-Mail D350 Original Stressless® - nur im ausgewählten Fachhandel Ekornes GmbH, Postfach 700528, 22005 Hamburg

50 KUNSt VErloSung Tangente heißt der Klassiker von NOMOS Glashütte - jene runde Uhr mit den vielen rechten Winkeln. Dieses Meisterstück an Geradlinigkeit ist wohl eine der schönsten mechanischen Armbanduhren der Welt. Sie gilt als Designklassiker und hat bereits einige Preise gewonnen. Wir verlosen eine Uhr im Wert von 1080 Euro. Schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@goliving.de. Stichwort: Nomos. Einsendeschluss ist der 31.02.2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Schwarz und weiß: Ellsworth Kelly Ein Windfang, der Boden eines Pariser Cafés, Schatten im Treppenhaus - der 90-jährige Amerikaner Ellsworth Kelly sucht nach Formen im Alltag, die "immer da" waren. Dabei werden sie zu viel mehr als bloße Erinnerungsstücke; mit seiner abstrakten Bildsprache schuf Kelly eine neue Wirklichkeit. Die Ausstellung im Haus der Kunst zeigt schwarz-weiße Bilder und Reliefs; in der Pinakothek der Moderne sind Pflanzenzeichnungen zu sehen, die oft an Kaligrafien erinnern, die erstaunliche Gedanken sichtbar machen. Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Tel. 2 38 05 -3 60, www. pinakothek.de, bis 8. Januar, Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, Tel. 2 11 27 -1 13, www.hausderkunst.de, bis 22. Januar Belle Epoque Pionier Jules Chéret Der "Tiepolo der Boulevards" scharte um 1900 Künstler und Literaten um sich und setzte diese plakativ in Szene. Jules Chéret hat Werbeplakate zu Kunst gemacht, mit seinem unverkennbaren Stil, der sich vom Neorokoko zur Moderne entwickelte und auch berühmten Impressionisten wie Toulouse-Lautrec gefiel. Neben Plakaten sind Bilder des unbekannteren Malers Jules Chéret zu sehen, dazu Wandbehänge, Zeichnungen, Buchumschläge. Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, Tel. 45 55 51 -0, www.villastuck.de, bis 5. Februar

51 Literatur Neuerscheinungen von Münchner Autoren Wissensbücher: Martin Tzschaschel ist eine spannende Light-Version gelungen Ein Buch über Schulwissen - das ist eine ungewöhnliche Idee. Wie kam es dazu? Als Schüler interessierte ich mich für ein Fach nur dann, wenn es dem Lehrer oder der Lehrerin gelang, den Unterricht interessant zu gestalten. Das war leider nur in wenigen Fächern der Fall. Heute hätte ich doch gerne das eine oder andere gewusst. Dieses Buch habe ich also auch für mich selbst geschrieben, denn beim Recherchieren musste ich alle Fächer noch einmal lernen. Auch die, die ich früher hasste. Sie bieten jedes Thema in drei Schwierigkeitsgraden an. Wollen Sie damit die Einstiegsschwelle senken? Schon beim flüchtigen Durchblättern meines Buchs soll der potenzielle Leser oder die Leserin spüren: Der Stoff wird mir hier leicht verdaulich dargeboten, selbst wenn er schwierig ist. Jedes der 14 Kapitel beginnt mit einem Hinweis, was den Leser hier erwartet - und was ihm hier erspart bleibt. Mit welchem Kapitel haben Sie sich besonders gequält? War das wie in der Schule? Seltsamerweise fand ich Geschichte und Religion sehr interessant, obwohl ich diese Fächer in der Schule nicht mochte. Stolz war ich, als ich Chemie endlich verstanden hatte und nun darüber schreiben konnte. Viel schwieriger als erwartet war für mich das Fach Musik. Wer denkt schon gerne an die Schule zurück? Und dann noch an die Fächer Chemie und Physik? Jetzt gibt es Gelegenheit, sich mit diesen Erinnerungen zu versöhnen. Dem Journalisten Martin Tzschaschel ist ein ganz besonderes Buch gelungen: Er bereitet Schulwissen so auf, dass es wirklich spannend ist - und je nach Wunsch auch leicht konsumierbar. Da gibt es die wenig anspruchsvolle Kost für diejenigen, die nur ihre Allgemeinbildung aufpolieren und Sequenzen für Leser, die sich in einen Stoff vertiefen wollen. Ein Buch zum Selberlesen und Verschenken - an ältere und jüngere Leser und auch an Schüler. Wie war das noch? M. Tzschaschel, Goldmann, 480 Seiten, 9,99 Euro Es ist die Geschichte einer Liebe und einer Trennung gleichermaßen: Nach 17 Jahren steht eine Frau völlig unerwartet vor den Scherben ihrer Beziehung, die sie anhand von 17 Fotos aufarbeitet. Um schließlich frei und unabhängig zu werden. In wunderschönen Bildern erzählt die Münchner Journalistin und Autorin Annette Hohberg die Geschichte von Gesine und Leo, die ein vermeintlich perfektes Leben führen: voller Literatur, Musik und Leidenschaft fürs Kochen, fürs Essen, fürs Trinken, für Frankreich. Ein intelligentes und sinnliches Buch für Frauen, das zu Tränen rühren kann. Und auch Lust auf Rotwein und Paté macht. Alles, was bleibt Anette Hochberg, Knaur, 352 Seiten, 14,99 Euro Sich mit jemandem ohne Worte verstehen. Hanns-Josef Ortheil bringt diesen Traum mit einer Performance in Verbindung: Im Frühjahr 2010 saß die Künstlerin Marina Abramovic 736,5 Stunden im MoMa, New York, und schaute regungslos Besucher an, die sich zu ihr an den Tisch setzten. Für den dritten Roman seiner Liebes-Trilogie fand Ortheil mehr Bühnen. Er inszenierte die tiefe Sehnsucht nach einer Geliebten, mit der symbiotische und inspirierende Ergänzung möglich ist, im Schwimmbad, im Hotel, in einer Buchhandlung. Ein höchst romantisches Liebesspiel voll wunderschöner Ideen! Liebesnähe H.-J. Ortheil, Luchterhand, 400 Seiten, 21,99 Euro

52 Sound mit Seele Eigentlich ist Felix Gargerle Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters. Wenn er nicht Geige spielt, widmet er sich seinem Klassik-Label Farao und der Technik. Und produziert Klangerlebnisse, die berühren

53 Musik an könnte ihm stundenlang zuhören. Obwohl er seine Geige gar nicht ausgepackt hat. Felix Gargerle, Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters, sitzt am Tisch in der Küche des Studios von Farao. Jenem Klassik-Label, das er zusammen mit Andreas Caemmerer vor mehr als 10 Jahren gegründet hat, mit dabei sind Andreas Reiner und Enoch zu Guttenberg als passive Gesellschafter. Gargerle fachsimpelt zunächst einmal über Computer. Ein trockenes Thema? Nicht, wenn Gargerle darüber spricht. Er brennt nicht nur für Dinge, er tut sie. Nun gäbe es viele Stationen zu erwähnen, an denen Felix Gargerle auf seinem Weg Halt gemacht hat. Um bei Farao anzukommen, der schlüssigen Symbiose all seiner handwerklichen und intellektuellen Leidenschaften. Mit 16 machte der Spross der fünfköpfigen Musikerfamilie aus München nach zwölf Jahren Schluss mit der Geige, hatte genug vom Reproduzieren, spielte Jazz und Rock'n'Roll auf dem Bass. Zog einen Musikalienhandel auf, der in drei Jahren von Null auf 4,5 Millionen explodierte. Brach das Studium der Elektrotechnik ab, packte die Geige wieder aus, studierte in Wien. Um als Mitglied des Orchesters der Münchner Staatsoper nach München zurückzukehren. Eigentlich genug Beruf, sollte man meinen. Nicht für Gargerle. Er sucht "die Conclusio" aus all dem, was er bisher gemacht hat - Musik und Technik. Und findet sie, als er um die Nachbearbeitung einer Demo-Aufnahme gebeten wird. Andreas Caemmerer, einst Kunde im Musikalienladen, brachte das notwendige technische Know-how mit. Darüber entstand die Vision, mit der Farao an den Start ging: diesen künstlerischen Prozess, lebendige Musik auf einen toten Tonträger zu übertragen, maßgeblich in die Hände von Musikern zu legen - Planung, Aufnahme, Schnitt und Mischung bis zur Veröffentlichung. Das Ziel: der Musik und der Interpretation des Musikers mit einem Höchstmaß an Technik gerecht zu selbst geht es an den Start. "Der handwerkliche Anspruch an Musik vom Tonträger ist wahnsinnig hoch. Wir müssen nachbearbeiten, das Werk auszugsweise im Studio wiederholen, Partien takt- und tonweise zusammensetzen." Es gilt, anhand des Materials aus mehreren Durchläufen zu entscheiden, Eine wichtige Frage ist, welche Musiker wirklich etwas zu sagen haben werden, "mit unserer Produktion das aus der Musik rüberzuretten, was wirklich berührt." Das bedeutet Perspektivenwechsel: Der Musiker wird zum Zuhörer. "Die Vorstellung, ein Konzerterlebnis als 1:1-Abbildung auf CD zu brennen", funktioniert nicht. "Wenn ich im Konzert am idealen Platz ein ideales Mikro aufhänge und diese Aufnahme auf einer idealen Stereoanlage abspiele, höre ich technische Mängel, die live völlig unwesentlich sind. Der Tonträger muss dieses Erlebnis mit der perfekten Technik kombinieren", sagt Gargerle, der Perfektionist, Musiker, und Techniker. Es ist ein diffiziles und hochsensibles Puzzle. Zur Spielvorbereitung gehört die Frage, welche Musik und welcher Künstler es wert ist, produziert zu werden. Schwierig genug - "es wäre Hybris zu sagen, dass wir das wüssten". Es gehört Erfahrung dazu und ein bisschen Spekulation. Und doch sind sich Caemmerer und Gargerle eigentlich immer einig, wortlos. Es geht um Sinnhaftigkeit in einer Zeit, die völlig inflationär und schnellebig ist. Und darum, welche Künstler überhaupt etwas zu sagen haben - Nagano zum Beispiel, zu Guttenberg, Mehta. Erst mit der Musik welcher Ton aus welcher Aufnahme kommt, um dann wieder den Spannungsbogen zu erreichen, der gedacht und gefühlt war. SisyphosArbeit für das perfekte Klangerlebnis. "Allein die Editierung von 100 Minuten Musik kostet 120 bis 150 Stunden", überschlägt Gargerle. Die Mischung lässt die Nachbearbeitung leicht auf 200 Stunden anschwellen. Nicht zuletzt, um der Kritik zu entgehen, man greife zu sehr gestaltend in die Interpretation ein, wird idealerweise gemeinsam mit dem Künstler gearbeitet. Mit Kent Nagano zum Beispiel. Er hat Farao gebeten, "seine" Siebte von Bruckner für Sony zu produzieren. "Nagano weiß sehr genau, was er hören will. Das ist seine Stärke: sein klarer Blick auf das Ergebnis, seine hohe Genauigkeit im Hören." Es ist also letztlich eine Frage der Philosophie: "Für uns ist der Tonträger selbst ein Kunstprodukt, wie ein Foto. Nicht deshalb gut, weil er die Realität abbildet, sondern weil er in sich lebt." Hier wird die Technik in den Dienst der Musik gestellt und nicht umgekehrt - das ist es, was dieses Label so einzigartig macht. BARBARA SCHULZ Bruckners 7. Sinfonie von Kent Nagano ist jetzt im Handel erhältlich Foto: Andreas Cämmerer

54 MUSIK Thomas Quasthoff: Tribute to Ray Charles Zusammen mit dem Mahler Chamber Orchestra und der WDR Big Band bringt "Stimmwunder" und "Ausnahmesänger" Thomas Quasthoff, klassischer Bassbariton, sein neuestes Jazz-Projekt auf die Bühne, das er zusammen mit der Soul- und Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith der Jazz-Legende Ray Charles widmet. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 15. April Konzerte in München Red Hot Chili Peppers Olympiahalle, Spiridon-Louis-Ring 21, Tel. 30 670, www.olympiapark.de, 5.12. Endlich! Die Kultband rockt die Bühne mit neuem Saitengott Josh Klinghoffer und ihrem neuen Album "I'm with you". In the Mood Herkulessaal der Residenz, Residenzstraße 1, Tel. 29 06 71, Tickets über www.muenchenticket.de, www.residenz-muenchen.de, 29. 12. Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra laden das Publikum auf eine Zeitreise in das Amerika der 30er- und 40er-Jahre ein. Lyambiko & Band Mit samtweicher Stimme verführt die in Thüringen geborene Tochter eines aus Tansania stammenden Musikers in hochkarätigen Jazz. Während ihrer Bühnenkarriere wurde sie neben Dave Brubeck und Wayne Shorter mit ihrem Trio im "Boston Globe" zu den zehn besten Live-Ereignissen des Jahres gewählt. Nun erweist sie mit wunderschönen Songs u.a. der Jazz-Ikone Nina Simone ihre Referenz. Allerheiligen Hofkirche, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenticket.de, 17. März colours, light and bubbles Herkulessaal der Residenz, Residenzstraße 1, Tel. 29 06 71, Tickets über www.muenchenticket.de, 14.1. Werke von Olivier Messiaen, Younghi Pagh-Paan (Uraufführung "Hohes und tiefes Licht") und Elliott Carter im Rahmen der Münchner Konzertreihe für zeitgenössische Musik, musica viva. Dana Fuchs: Love to Beg Tour 2012 VeRLosunG Mit "BeoTime" - das Design ist inspiriert von Mozarts Zauberflöte - beginnt Ihr Tag auf eine ganz besondere Art: Der BeoTime-Wecker holt Sie mit sanftem Klingeln aus den Träumen, schaltet automatisch den CD-Spieler im Schlafzimmer ein, und Sie stehen mit Ihrer Lieblings-CD auf. Oder auch mit dem Frühstücksfernsehen oder Ihrem morgendlichen Radioprogramm. Die Aluminiumröhre hält sich magnetisch an der Wandhalterung fest. Wir verlosen einen BeoTime im Wert von ca. 320 Euro, zur Verfügung gestellt von Bang & olufsen in der Maximilianstraße. Schicken Sie eine E-Mail an info@goliving.de, Stichwort "Bang & Olufsen, Maximilianstraße". Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 19.3. Der blonde Engel löst alles ein, was man von einer stimmgewaltigen Rockröhre erwartet. Luxuslärm Backstage, Reitknechtstraße 6 , Tel. 12 66 100, www.backstage.eu, 16.12. Nachdenklich oder fröhlich, Ballade oder Rock - die 2006 gegründete Erfolgsband um die stimmgewaltige Jini stellt das neue Album "Carousel" vor. Fotos: Uwe Arens, ferber, Stefan Malzkorn, Buntaro Tanaka, Deniz Saylan

55 Patricia Kopatchinskaja Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 20.3. Sie ist der "letzte ungezähmte Derwisch" unter den Geigerinnen. Die temperamentvolle, meist barfuß auftretende Moldawierin spielt Tschaikowsky und Dvorak. Der Diener zweier Herren Carlo Goldonis Komödie um Truffaldino, den König aller Diener, erinnert an Mozarts Figaro, blieb aber ein Projekt des Meisters. Ein Orkan der Verwirrung und Verwechslung, voller Wortwitz und Komik, mit Opernfragmenten, Konzertarien und Ballettmusiken Mozarts, meisterhaft arrangiert und umgesetzt vom Ensemble der Kammeroper München. Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenmusik.de, www.kammeroper-muenchen.com, Tel. 45 20 56 10, ab 27. Dezember Rebekka Bakken Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 2.2. "Kommunikation braucht so viel mehr als Worte", sagt die norwegische Sängerin, die mit ihrer DreiOktaven-Stimme und intelligenter Poesie Gefühle aller Art ausleuchtet. Kodo 30th Anniversary One Earth Tour 2012 Sie wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, die rund 50 Männer und Frauen, die auf der Insel Sado vor Japan leben. Eng verbunden mit der Natur, die sie zu vielen Stücken inspiriert. Seit 30 Jahren schon sind die japanischen Trommelkünstler unterwegs mit ihrer geradezu artistischen Technik, basierend auf der Tradition der japanischen Trommelkunst. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 4./5. Februar Rolando Villazón Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 5.4. Leidenschaftlicher kann ein Tenor nicht singen. Nach seiner Krankheit ist er wieder voll da, mit Liedern von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi Olga Scheps Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 18.3. Smetana, Beethoven und Tschaikowsky stehen auf dem Programm der russisch-stämmigen Pianistin, die als neuer Stern am ChopinHimmel gefeiert wird. Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium Das Hamburger Damenquartett Salut Salon überrascht wieder mit selbstironischer Respektlosigkeit. In ihrem neuen Programm bricht der argentinische Haifisch "Escualo" mit viel Tango-Getöse von Astor Piazzolla in Camille Saint-Saens' stille Unterwasserwelt ein. Ob Konzert oder Show - virtuos und mitreißend sind sie allemal. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, tel. 21 85-28 99, www.prinzregententheater.de, 30. März bis 2. April Nobu Tsujii Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 7.3. Der 1988 blind geborene Nobu Tsujii zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern am Klavier. Er interpretiert Werke von Mussorgsky, Mozart, Beethoven. Patricia Kopatchinskaja Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 20.3. Sie ist der "letzte ungezähmte Derwisch" unter den Geigerinnen. Die temperamentvolle, meist barfuß auftretende Moldawierin spielt Tschaikowsky und Dvorak. Der Diener zweier Herren Carlo Goldonis Komödie um Truffaldino, den König aller Diener, erinnert an Mozarts Figaro, blieb aber ein Projekt des Meisters. Ein Orkan der Verwirrung und Verwechslung, voller Wortwitz und Komik, mit Opernfragmenten, Konzertarien und Ballettmusiken Mozarts, meisterhaft arrangiert und umgesetzt vom Ensemble der Kammeroper München. Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenmusik.de, www.kammeroper-muenchen.com, Tel. 45 20 56 10, ab 27. Dezember Rebekka Bakken Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 2.2. "Kommunikation braucht so viel mehr als Worte", sagt die norwegische Sängerin, die mit ihrer DreiOktaven-Stimme und intelligenter Poesie Gefühle aller Art ausleuchtet. Kodo 30th Anniversary One Earth Tour 2012 Sie wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, die rund 50 Männer und Frauen, die auf der Insel Sado vor Japan leben. Eng verbunden mit der Natur, die sie zu vielen Stücken inspiriert. Seit 30 Jahren schon sind die japanischen Trommelkünstler unterwegs mit ihrer geradezu artistischen Technik, basierend auf der Tradition der japanischen Trommelkunst. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 4./5. Februar Rolando Villazón Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 5.4. Leidenschaftlicher kann ein Tenor nicht singen. Nach seiner Krankheit ist er wieder voll da, mit Liedern von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi Olga Scheps Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 18.3. Smetana, Beethoven und Tschaikowsky stehen auf dem Programm der russisch-stämmigen Pianistin, die als neuer Stern am ChopinHimmel gefeiert wird. Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium Das Hamburger Damenquartett Salut Salon überrascht wieder mit selbstironischer Respektlosigkeit. In ihrem neuen Programm bricht der argentinische Haifisch "Escualo" mit viel Tango-Getöse von Astor Piazzolla in Camille Saint-Saens' stille Unterwasserwelt ein. Ob Konzert oder Show - virtuos und mitreißend sind sie allemal. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, tel. 21 85-28 99, www.prinzregententheater.de, 30. März bis 2. April Nobu Tsujii Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 7.3. Der 1988 blind geborene Nobu Tsujii zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern am Klavier. Er interpretiert Werke von Mussorgsky, Mozart, Beethoven. Patricia Kopatchinskaja Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 20.3. Sie ist der "letzte ungezähmte Derwisch" unter den Geigerinnen. Die temperamentvolle, meist barfuß auftretende Moldawierin spielt Tschaikowsky und Dvorak. Der Diener zweier Herren Carlo Goldonis Komödie um Truffaldino, den König aller Diener, erinnert an Mozarts Figaro, blieb aber ein Projekt des Meisters. Ein Orkan der Verwirrung und Verwechslung, voller Wortwitz und Komik, mit Opernfragmenten, Konzertarien und Ballettmusiken Mozarts, meisterhaft arrangiert und umgesetzt vom Ensemble der Kammeroper München. Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenmusik.de, www.kammeroper-muenchen.com, Tel. 45 20 56 10, ab 27. Dezember Rebekka Bakken Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 2.2. "Kommunikation braucht so viel mehr als Worte", sagt die norwegische Sängerin, die mit ihrer DreiOktaven-Stimme und intelligenter Poesie Gefühle aller Art ausleuchtet. Kodo 30th Anniversary One Earth Tour 2012 Sie wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, die rund 50 Männer und Frauen, die auf der Insel Sado vor Japan leben. Eng verbunden mit der Natur, die sie zu vielen Stücken inspiriert. Seit 30 Jahren schon sind die japanischen Trommelkünstler unterwegs mit ihrer geradezu artistischen Technik, basierend auf der Tradition der japanischen Trommelkunst. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 4./5. Februar Rolando Villazón Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 5.4. Leidenschaftlicher kann ein Tenor nicht singen. Nach seiner Krankheit ist er wieder voll da, mit Liedern von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi Olga Scheps Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 18.3. Smetana, Beethoven und Tschaikowsky stehen auf dem Programm der russisch-stämmigen Pianistin, die als neuer Stern am ChopinHimmel gefeiert wird. Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium Das Hamburger Damenquartett Salut Salon überrascht wieder mit selbstironischer Respektlosigkeit. In ihrem neuen Programm bricht der argentinische Haifisch "Escualo" mit viel Tango-Getöse von Astor Piazzolla in Camille Saint-Saens' stille Unterwasserwelt ein. Ob Konzert oder Show - virtuos und mitreißend sind sie allemal. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, tel. 21 85-28 99, www.prinzregententheater.de, 30. März bis 2. April Nobu Tsujii Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 7.3. Der 1988 blind geborene Nobu Tsujii zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern am Klavier. Er interpretiert Werke von Mussorgsky, Mozart, Beethoven. Patricia Kopatchinskaja Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 20.3. Sie ist der "letzte ungezähmte Derwisch" unter den Geigerinnen. Die temperamentvolle, meist barfuß auftretende Moldawierin spielt Tschaikowsky und Dvorak. Der Diener zweier Herren Carlo Goldonis Komödie um Truffaldino, den König aller Diener, erinnert an Mozarts Figaro, blieb aber ein Projekt des Meisters. Ein Orkan der Verwirrung und Verwechslung, voller Wortwitz und Komik, mit Opernfragmenten, Konzertarien und Ballettmusiken Mozarts, meisterhaft arrangiert und umgesetzt vom Ensemble der Kammeroper München. Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenmusik.de, www.kammeroper-muenchen.com, Tel. 45 20 56 10, ab 27. Dezember Rebekka Bakken Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 2.2. "Kommunikation braucht so viel mehr als Worte", sagt die norwegische Sängerin, die mit ihrer DreiOktaven-Stimme und intelligenter Poesie Gefühle aller Art ausleuchtet. Kodo 30th Anniversary One Earth Tour 2012 Sie wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, die rund 50 Männer und Frauen, die auf der Insel Sado vor Japan leben. Eng verbunden mit der Natur, die sie zu vielen Stücken inspiriert. Seit 30 Jahren schon sind die japanischen Trommelkünstler unterwegs mit ihrer geradezu artistischen Technik, basierend auf der Tradition der japanischen Trommelkunst. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 4./5. Februar Rolando Villazón Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 5.4. Leidenschaftlicher kann ein Tenor nicht singen. Nach seiner Krankheit ist er wieder voll da, mit Liedern von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi Olga Scheps Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 18.3. Smetana, Beethoven und Tschaikowsky stehen auf dem Programm der russisch-stämmigen Pianistin, die als neuer Stern am ChopinHimmel gefeiert wird. Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium Das Hamburger Damenquartett Salut Salon überrascht wieder mit selbstironischer Respektlosigkeit. In ihrem neuen Programm bricht der argentinische Haifisch "Escualo" mit viel Tango-Getöse von Astor Piazzolla in Camille Saint-Saens' stille Unterwasserwelt ein. Ob Konzert oder Show - virtuos und mitreißend sind sie allemal. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, tel. 21 85-28 99, www.prinzregententheater.de, 30. März bis 2. April Nobu Tsujii Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 7.3. Der 1988 blind geborene Nobu Tsujii zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern am Klavier. Er interpretiert Werke von Mussorgsky, Mozart, Beethoven. Patricia Kopatchinskaja Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 20.3. Sie ist der "letzte ungezähmte Derwisch" unter den Geigerinnen. Die temperamentvolle, meist barfuß auftretende Moldawierin spielt Tschaikowsky und Dvorak. Der Diener zweier Herren Carlo Goldonis Komödie um Truffaldino, den König aller Diener, erinnert an Mozarts Figaro, blieb aber ein Projekt des Meisters. Ein Orkan der Verwirrung und Verwechslung, voller Wortwitz und Komik, mit Opernfragmenten, Konzertarien und Ballettmusiken Mozarts, meisterhaft arrangiert und umgesetzt vom Ensemble der Kammeroper München. Cuvilliés Theater, Residenzstraße 1, Tickets über www.muenchenmusik.de, www.kammeroper-muenchen.com, Tel. 45 20 56 10, ab 27. Dezember Rebekka Bakken Muffathalle im Muffatwerk, Zellstraße 4, Tel. 45 87 50 10, www.muffatwerk.de, 2.2. "Kommunikation braucht so viel mehr als Worte", sagt die norwegische Sängerin, die mit ihrer DreiOktaven-Stimme und intelligenter Poesie Gefühle aller Art ausleuchtet. Kodo 30th Anniversary One Earth Tour 2012 Sie wirken wie eine verschworene Gemeinschaft, die rund 50 Männer und Frauen, die auf der Insel Sado vor Japan leben. Eng verbunden mit der Natur, die sie zu vielen Stücken inspiriert. Seit 30 Jahren schon sind die japanischen Trommelkünstler unterwegs mit ihrer geradezu artistischen Technik, basierend auf der Tradition der japanischen Trommelkunst. Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 4./5. Februar Rolando Villazón Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www.gasteig.de, 5.4. Leidenschaftlicher kann ein Tenor nicht singen. Nach seiner Krankheit ist er wieder voll da, mit Liedern von Bellini, Donizetti, Rossini und Verdi Olga Scheps Philharmonie am Gasteig, Rosenheimer Straße 5 , Tel. 48 09 80, www. gasteig.de, 18.3. Smetana, Beethoven und Tschaikowsky stehen auf dem Programm der russisch-stämmigen Pianistin, die als neuer Stern am ChopinHimmel gefeiert wird. Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium Das Hamburger Damenquartett Salut Salon überrascht wieder mit selbstironischer Respektlosigkeit. In ihrem neuen Programm bricht der argentinische Haifisch "Escualo" mit viel Tango-Getöse von Astor Piazzolla in Camille Saint-Saens' stille Unterwasserwelt ein. Ob Konzert oder Show - virtuos und mitreißend sind sie allemal. Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, tel. 21 85-28 99, www.prinzregententheater.de, 30. März bis 2. April Nobu Tsujii Prinzregententheater, Prinzregentenplatz 12, Tel. 21 85 28 99, www. prinzregententheater.de, 7.3. Der 1988 blind geborene Nobu Tsujii zählt zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern am Klavier. Er interpretiert Werke von Mussorgsky, Mozart, Beethoven.

56 Leben in der Stadt Wo bitte geht's zum Nachtleben? goliving.de-Reporterin Caroline Mascher wollte an vergangene Zeiten anknüpfen und machte sich auf die Suche nach einer passenden Cocktailbar Wir Frauen beginnen mit dem Münchner Klassiker, verabreden uns um 23 Uhr im Schumann's - und müssen draußen bleiben. Geschlossene Gesellschaft! Die Bar im Vorraum hat zwar geöffnet, doch wir stehen eingezwängt mit den Mänteln überm Arm - lange lässt sich das nicht durchhalten. Was sich aber erfreulicherweise nicht geändert hat: Die Barkeeper im Schumann's sind einfach Profis. Immer nett, aufmerksam, gesprächsbereit, und sie kassieren selbst bei größtem Gedränge nicht sofort ab. Telefonisch beraten wir uns mit dem noch arbeitenden Kollegen. Er schlägt das Nachtcafe vor, da sei er früher oft gewesen, und es liege in Fußnähe. Wir machen uns auf den Weg, aber je näher wir kommen, desto mehr Jungvolk strömt uns entgegen. Uns schwant nichts Gutes, und tatsächlich: "Das Nachtcafe gibt es schon lange nicht mehr", schauen uns die Türsteher vom jetzigen Pascha mitleidig an. Wir ziehen weiter. Am Karlsplatz hat im ehemaligen Möwenpick das Künstlerhaus neu eröffnet. Doch wir sind enttäuscht, der Tresen verschmiert, leere Pistazienschalen, das Publikum jung und die Musik laut. Hier wollen wir nicht bleiben. Bei den Fünf Höfen gebe es noch die nette Kellerbar Barista, erinnert sich meine Kollegin - mittlerweile schon recht verfroren. Durch das Fenster sehen wir kurz darauf lachende Menschen, warmes Licht - aber nicht für uns. Geschlossene Gesellschaft! Wieder telefonieren wir mit dem Kollegen; zum Aufwärmen und Treffen gehen wir ins nahe Literaturhaus. Dort sitzen nur noch zwei knutschende Pärchen an der Bar, wie gut, dass ich jetzt nicht alleine bin! Einen Wein kriegen wir, dann ist Schluss - mittlerweile ist es halb zwei. Aber die freundliche Kellnerin weiß Rat, das Tobacco gegenüber vom Bayerischen Hof habe bis drei geöffnet. Und tatsächlich: Eine wunderschöne, schummrige Bar mit echten Barkeepern tut sich vor uns auf. So hatte ich mir das vorgestellt - jetzt einen Whiskey Sour! Bei halbleeren Gläsern beschließen wir, unsere knallharte Recherche schon bald und im gleichen Team fortzusetzen: Geht doch! wei Dinge gehören zu einer Frau von Welt: Sie muss elegant rauchen können, und sie muss auf jedem Barhocker in jedem Zustand eine gute Figur machen. Davon war ich in meinem früheren, kinderlosen Leben fest überzeugt, und ich habe hart an der Perfektionierung dieser zwei Eigenschaften gearbeitet. Nun, das Rauchen habe ich - der Vernunft folgend - schon vor langer Zeit aufgegeben. Und das vorsätzliche Herumlungern an Kneipentresen? Leider auch. Allerdings war das ein eher schleichender Prozess: Zuerst waren die Kinder zu klein, dann der Babysitter zu teuer. Und irgendwann traf man sich eher am Elternstammtisch, als an einer Bar. Und jetzt? Jetzt könnte ich. Wenn ich abends ausgehe, freuen sich meine Kinder auf die sturmfreie Bude. "Mama, musst du nicht mal los?", wurde ich neulich freundlich aus der eigenen Wohnung hinaus komplimentiert. Das Problem ist: In meinem Alter teilen nur noch wenige meine Leidenschaft für stilvolles Trinken. Kenne ich doch mittlerweile mehr Menschen, die man ab 21 Uhr nicht mehr anrufen darf, als Nachteulen. Und die können abends nicht weg, weil sie zu Hause sein müssen, wenn ihre Kinder aus irgendeinem angesagten Club heimkommen. Ich beschließe, mich in Etappen an das Projekt "mittelalter Single allein an der Bar" zu wagen, verabrede mich mit zwei Freunden auf einen Drink im Glockenbachviertel, komme aber eine halbe Stunde eher. Das "Kreuzberg" ist zwar eine solide Eckkneipe, aber zum Üben, so scheint es mir, ideal. Doch, oh Schreck, als ich reinkomme, ist der Tresen besetzt. Lauter Männer meines Alters sitzen da. Selbst wenn es noch einen freien Hocker gäbe: keine zehn Pferde bekämen mich da hinauf. Ich setze mich an den einzigen freien Tisch und hoffe, dass mein Freunde mich bald erlösen. Nein, so geht das nicht. Alleine macht das keinen Spaß. Ein Strategiewechsel ist angesagt! An einem Freitag rufe ich eine frühere Kollegin an, Sie ist Mitte dreißig und hat nach Redaktionsschluss tatsächlich Zeit. Ein Kollege schließt sich uns spontan an, er könne aber erst später nachkommen. Fotos: iStock

57 Leben Schwung FolPlus Mit Folsäure, Vitamin B 6 und Vitamin B12 den Homocystein-Wert niedrig halten: o zum Schutz der Blutgefäße o zur Stärkung der Knochen o zur Unterstützung der geistigen Leistungsfähigkeit Frei von Laktose, Fructose, Gluten, Farb- und Aromastoffen. 60 Tabletten = 6,20 EUR (empf. VK) 120 Tabletten = 9,20 EUR (empf. VK) Erhältlich in allen Apotheken. www.steripharm.de

58 Marktplatz Design&Wohnen Finanzen stern Wer soll SKULPTUR sich kümmern? WarumCouchtisch, Der stern die Gewinner des reddot Vorsorgevollmacht design award 2011, ist Möbel und Skulptur zugleich. Er überzeugt wichtiggeometrischen ist mit seiner TISCH UND Formensprache und die außergewöhnliche Konstruktion. Raffiniert geschliffenes Glas verheiratet und überzeugt, Ihre ie sind glücklichlenkt den Blick auf das edle Frau und ruftIhr Mann werde sich schon um alles Holz oder reizvolle optische Effekte Sie selbst einmal - durch Krankkümmern, wenn hervor. heit, Unfall oder Alter - nicht dazu in der Lage sein sollten? Weit gefehlt. Auch ein Ehepartner hat nicht automatisch die Befugnis, die Belange des anderen zu regeln oder über den gemeinsamen Besitz zu verfügen. Dazu benötigt er eine Vorsorgevollmacht. So wollte eine Frau, als ihr Mann nach 3 | 80331 München TEAM 7 München | Herzogspitalgasse einem Schlagwww.team7-muenchen.de Was viele eheleute nicht wissen: Der Partner hat nicht automatisch die | Tel.: 089/232 49 50-0 Befugnis, alles zu regeln marktplatz_118x118_stern.indd 1 16.08.11 11:08 Der SpezialiSt für DetailS unD inDiviDuelle löSungen o Beschläge o Schliessanlagen o Klingelanlagen o Briefkästen o Vorhangsysteme beschläge k.suckfüll am ostbahnhof orleansstraße 57 81667 münchen telefon 089 - 448 29 36 fax 089 - 448 21 56 email beschlaege-suckfuell@t-online.de www.beschlaege-k-suckfuell.de GL_anz_mp_suckfu?ll.indd 1 15.04.11 13:08

59 anfall schwerstbehindert blieb, das gemeinsame Haus verkaufen, um die Pflege bezahlen zu können. Da sie aber nicht mit im Grundbuch stand, durfte sie dies nicht, und ein Gericht setzte einen Betreuer ein. Der Konstanzer Rechtsanwalt Elmar Uricher, ein renommierter Experte für Erbrecht, kennt diesen und noch viele ähnliche Fälle. Er rät daher dringend auch Ehepaaren, rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht aufsetzen zu lassen. "Gerade wenn es um Vermögensverfügungen geht", sagt Uricher, "darf nichts als selbstverständlich angenommen werden." Selbst mit einer handschriftlichen Vollmacht könne es Schwierigkeiten geben, warnt der Jurist: "Die Beglaubigung durch einen Notar kostet bei einem Vermögenswert zwischen 50.000 und 100.000 Euro nicht mehr als 60 bis 100 Euro. Das sollte man sich wirklich leisten können und zwar möglichst in jungen Jahren." Wenn vereinbart, gilt die Vorsorgevollmacht auch über den Tod hinaus, so dass die Angehörigen nicht die Erteilung des Erbscheins abwarten müssen, um den Nachlass zu regeln. Hinterlegt wird sie im zentralen Vorsorgeregister, wo sie jederzeit aufgefunden werden kann. Sie kann auch widerrufen werden. Besonders bei Patchworkfamilien kann eine Vorsorgevollmacht auch zur Absicherung des neuen Partners wichtig werden, wie ein anderes Beispiel aus der Beratungspraxis des Rechtsanwalts zeigt. Als ein wohlhabender, in zweiter Ehe verheirateter Geschäftsmann nach einem Unfall ins Dauerkoma fiel, ließ sich der Sohn aus erster Ehe gerichtlich die Betreuung übertragen und setzte die ungeliebte Stiefmutter vor die Tür. Absolut unverzichtbar ist eine Betreuungsverfügung für alleinstehende Menschen. "Es gibt so viel Missbrauch bei der Betreuung alter und dementer Menschen, das ist unglaublich", weiß Uricher. Umso wichtiger sei es, rechtzeitig eine Person des Vertrauens zu finden, die jung genug, willens und kompetent ist, im Notfall wichtige Entscheidungen zu treffen. Notfalls sei es besser die Betreuung einer karitativen Stiftung zu überlassen. Um Missbrauch vorzubeugen, sollte die Verfügung möglichst individuell und der Lebenssituation entsprechend aufgesetzt werden. So können etwa bestimmte Geschäftsbereiche getrennt behandelt oder eine Deckelung vereinbart werden. cm We sleep. Do you? Do you? Do you? Hästens Luxuria ab 0,86 EUR /Nacht* Luxuria 180x200 cm inkl BJX-Auflegematratze: 7.880EUR Foto: Getty Images *umgerechneter Preis pro Tag und Person innerhalb der Garantiezeit - 25 Jahre. HÄSTENS STORE MÜNCHEN Maximiliansplatz 12b, 80333 München Tel 089-2424 3931. Fax 089-2424 3945 E-Mail muenchen.maximiliansplatz@hastensstores.com

60 FINANZEN "Nie von Panik treiben lassen" Aktien abstoßen oder halten? Und welche Wertanlagen sind in Krisenzeiten überhaupt sicher? Diese Fragen beschäftigen derzeit viele Menschen, die Geld für ihre Altersvorsorge angelegt haben. Die unabhängige Münchner Finanzberaterin Helma Sick mahnt zur Besonnenheit Foto: Quirin Leppert

61 as raten Sie? Soll man seine Aktien derzeit abstoßen oder halten? Ich würde als Privatanlegerin keinesfalls in einem Börsentief gute Aktien verkaufen. Sie realisieren damit ja Verluste, die sonst nur auf dem Papier stehen. Und was machen Sie mit dem Geld? Untersuchungen zeigen, dass Anleger, die in Krisen alles verkaufen und auf Tagesgeld legen, meist den Einstieg verpassen, wenn es wieder aufwärts geht. Dann liegt das Geld schlecht verzinst auf einem Sparkonto, während die Börsenkurse steigen! Was halten Sie überhaupt von Aktienanlagen? Für die Altersvorsorge wäre es völlig verfehlt, überwiegend auf Aktien zu setzen. Wenn Sie von dem Geld leben wollen, müssen sichere Anlagen den Vorrang haben. Ich wage zu behaupten, dass derzeit nur die Wenigsten wirklich durchblicken, was an den Börsen abgeht. Wer gerne zockt und viel Geld und Zeit hat, der möge mit Aktien spekulieren. Für mich fällt das in die Kategorie ,Hobby'. Was empfehlen Sie denn in diesen Zeiten? Zu allen Zeiten, und besonders in Krisenzeiten, empfehlen alle seriösen Fachleute, das Vermögen breit gestreut anzulegen. Mit breit gestreut meine ich eine gut überlegte Anlage mit System. Dabei werden verschiedene Geldanlagen kombiniert, die unterschiedliche Ziele verfolgen und unterschiedliche Risiken aufweisen und deren Renditen sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln. Wenn Ihr Vermögen so aufgestellt ist, dann kann es auch in Krisenzeiten unverändert bleiben. Zu einer breit gestreuten Anlage gehören etwa erstklassige Fonds, eine private Rentenversicherung, eventuell auch ein oder zwei geschlossene Fonds. Aber das können natürlich nur allgemeine Empfehlungen sein. Aber Rentenversicherungen bringen doch so wenig? So sehe ich das nicht. Rentenversicherungen gehören zu den sichersten Anlagen, die es in Deutschland gibt. Sicherheit bringt immer weniger Rendite als Risiko. Aber eine Rentenversicherung bringt eine lebenslange Rente, die kaum besteuert wird - das ist ein großer Vorteil. Und was soll man mit Kapital-Lebensversicherungen machen? Wer eine vor 2005 abgeschlossen hat, soll sie unbedingt behalten. Denn die Auszahlung aus diesen älteren Lebensversicherungen ist noch völlig steuerfrei! Seit 2005 gibt es das gar nicht mehr. Eine neue Kapital-Lebensversicherung abzuschließen, rate ich ab. Und warum Aktienfonds und nicht Einzelaktien? Weil Sie bei Einzelaktien nur mit ganz großen Summen eine gute Streuung erreichen. Es gibt Vermögensverwaltungen, die bis zu einer Anlagesumme von 500 000 Euro nur in Fonds anlegen. Ein großer Aktienfonds kann 100 bis 200 Aktien enthalten, aus vielen Ländern und verschiedenen Branchen. Das kriegen Sie alleine nicht hin. Sie empfehlen oft vermögensverwaltende Mischfonds. Was ist denn das? Diese Fonds bieten eine Vermögensverwaltung für alle, die eine pflegeleichte Anlage ohne hohes Risiko suchen. Sie können in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Rentenpapiere, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle, ja sogar in Wald und in andere Investmentfonds investieren und das in unterschiedlicher Gewichtung. Das hat sich bewährt. Der Clou ist, dass ein Fondsmanagement sich in Krisenzeiten z.B. ganz von Aktien verabschieden kann. Die Aktienquote ist dann eben über eine bestimmte Zeit bei Null. Haben sich die Börsen beruhigt, werden wieder Aktien zugekauft. Herbe Verluste in Krisenzeiten können dadurch effektiv gemindert werden. Gold empfehlen Sie nicht? Auf keinen Fall! Dafür ist es jetzt zu spät, der Goldpreis ist viel zu teuer. Viele Experten sehen schon Anzeichen für eine Blase, die irgendwann platzen wird. Generell heißt es, fünf Prozent des Vermögens in Gold anzulegen sei in Ordnung. Aber nicht jetzt! Ich würde grundsätzlich nichts empfehlen, was durch allgemeine Panik im Preis hochgetrieben wurde. Das gilt auch, wenn die Preise umgekehrt durch einen Boom überteuert sind. Also Finger weg von Immobilien in München? Die eigene Immobilie gilt ja als sichere Investition für das Alter. Aber das funktioniert nur, wenn der Preis stimmt. Das 20-fache der Jahreskaltmiete wäre annehmbar. Aber in München geht diese Rechnung meist nicht mehr auf. Und wenn Sie kaufen, dann sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie diesen Preis bei einem Verkauf womöglich nicht mehr erzielen werden. CAROLINE MASCHER Haben Sie Fragen an Helma Sick? Auf unserem Online-Portal www.goliving.de beantwortet die Expertin von der unabhängigen Finanzberatung "Frau & Geld" Leseranfragen zum Thema Altersvorsorge www.goliving.de Das Portal f ü r die zweite Lebensh ä l fte

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63 Wohnen er Entschluss war gefasst, die geeignete Zwei-Zimmer-Wohnung fürs Alter endlich gefunden. Das Ehepaar Mechthilde und Bruno Wanner fühlt sich aus seinen Zukunftsvisionen gerissen. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Das Haus mit Speicher und Werkstatt soll leer geräumt werden. Der Termin des Umzugs rückt näher, Unsicherheit und Überforderung machen sich breit. Was soll mit in das neue Zuhause, wo anfangen mit dem Aussortieren, und was geschieht mit den Dingen, die einen ein halbes Leben lang begleitet haben? Susanne Wanner-Scheuch hat diese Situation bei ihren eigenen Eltern erlebt. Vor Jahren zogen sie von ihrem Haus in eine kleine Wohnung. Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. Umziehen mit leichter Hand Die Innenarchitektin Susanne Wanner-Scheuch organisiert Umzüge für Senioren. Sie plant, arrangiert und sorgt dafür, dass alle mit der Veränderung gut leben können. Die Alten und die Jungen Wohnen er Entschluss war gefasst, die geeignete Zwei-Zimmer-Wohnung fürs Alter endlich gefunden. Das Ehepaar Mechthilde und Bruno Wanner fühlt sich aus seinen Zukunftsvisionen gerissen. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Das Haus mit Speicher und Werkstatt soll leer geräumt werden. Der Termin des Umzugs rückt näher, Unsicherheit und Überforderung machen sich breit. Was soll mit in das neue Zuhause, wo anfangen mit dem Aussortieren, und was geschieht mit den Dingen, die einen ein halbes Leben lang begleitet haben? Susanne Wanner-Scheuch hat diese Situation bei ihren eigenen Eltern erlebt. Vor Jahren zogen sie von ihrem Haus in eine kleine Wohnung. Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. Umziehen mit leichter Hand Die Innenarchitektin Susanne Wanner-Scheuch organisiert Umzüge für Senioren. Sie plant, arrangiert und sorgt dafür, dass alle mit der Veränderung gut leben können. Die Alten und die Jungen Wohnen er Entschluss war gefasst, die geeignete Zwei-Zimmer-Wohnung fürs Alter endlich gefunden. Das Ehepaar Mechthilde und Bruno Wanner fühlt sich aus seinen Zukunftsvisionen gerissen. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Das Haus mit Speicher und Werkstatt soll leer geräumt werden. Der Termin des Umzugs rückt näher, Unsicherheit und Überforderung machen sich breit. Was soll mit in das neue Zuhause, wo anfangen mit dem Aussortieren, und was geschieht mit den Dingen, die einen ein halbes Leben lang begleitet haben? Susanne Wanner-Scheuch hat diese Situation bei ihren eigenen Eltern erlebt. Vor Jahren zogen sie von ihrem Haus in eine kleine Wohnung. Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. Umziehen mit leichter Hand Die Innenarchitektin Susanne Wanner-Scheuch organisiert Umzüge für Senioren. Sie plant, arrangiert und sorgt dafür, dass alle mit der Veränderung gut leben können. Die Alten und die Jungen Wohnen er Entschluss war gefasst, die geeignete Zwei-Zimmer-Wohnung fürs Alter endlich gefunden. Das Ehepaar Mechthilde und Bruno Wanner fühlt sich aus seinen Zukunftsvisionen gerissen. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Das Haus mit Speicher und Werkstatt soll leer geräumt werden. Der Termin des Umzugs rückt näher, Unsicherheit und Überforderung machen sich breit. Was soll mit in das neue Zuhause, wo anfangen mit dem Aussortieren, und was geschieht mit den Dingen, die einen ein halbes Leben lang begleitet haben? Susanne Wanner-Scheuch hat diese Situation bei ihren eigenen Eltern erlebt. Vor Jahren zogen sie von ihrem Haus in eine kleine Wohnung. Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. Umziehen mit leichter Hand Die Innenarchitektin Susanne Wanner-Scheuch organisiert Umzüge für Senioren. Sie plant, arrangiert und sorgt dafür, dass alle mit der Veränderung gut leben können. Die Alten und die Jungen Wohnen er Entschluss war gefasst, die geeignete Zwei-Zimmer-Wohnung fürs Alter endlich gefunden. Das Ehepaar Mechthilde und Bruno Wanner fühlt sich aus seinen Zukunftsvisionen gerissen. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Das Haus mit Speicher und Werkstatt soll leer geräumt werden. Der Termin des Umzugs rückt näher, Unsicherheit und Überforderung machen sich breit. Was soll mit in das neue Zuhause, wo anfangen mit dem Aussortieren, und was geschieht mit den Dingen, die einen ein halbes Leben lang begleitet haben? Susanne Wanner-Scheuch hat diese Situation bei ihren eigenen Eltern erlebt. Vor Jahren zogen sie von ihrem Haus in eine kleine Wohnung. Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. 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Die 52-Jährige mit dem gewinnenden Lächeln sieht die Lage der Umzugswilligen ganz realistisch: "So eine Trennung von der alten Umgebung oft nach dreißig, vierzig Jahren in derselben Wohnung, das tut schon weh, das ist schmerzlich." Das übliche Hauruck-Verfahren, Ausmisten unter Zeitdruck, Warten auf gepackten Koffern und die Ankunft mit dem Möbelwagen in einer Wohnung voller Kisten. So etwas wollte sie ihren Eltern ersparen. Und so entwickelte die Unternehmensgründerin von "Sedes", dem Umzugsservice für Senioren, ihr ganz ei- genes Konzept. Ihre Prämissen: Ein sorgsamer Umgang mit den Dingen und ein sanfter Übergang zum neuen Wohnsitz. Und wichtig für die Planung der neuen Räume: die bisherigen Lieblingsstücke. Die bestehenden Möbel kombiniert Susanne Wanner-Scheuch mit einer neuen Farbe oder modernen Einzelstücken - als Zeichen für den Neuanfang. Am Tag der Ankunft ist die neue Wohnung dann bereits komplett eingerichtet - ein Strauß Blumen auf dem Tisch inklusive. 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Trotzdem aber ist ein Umzug gerade für ältere Menschen ein wahrer Kraftakt. Das Aussortieren von Dingen, an denen ganze Familiengeschichten hängen, hat etwas von Verlust. Denn mit ins neue Zuhause kann nicht sehr viel: ein Bett, ein Tisch und ein paar Stühle, ein Schrank, vielleicht ein Sekretär. Vom Rest muss man sich trennen. Die Sachen einfach wegwerfen? Susanne Wanner-Scheuch schüttelt energisch den Kopf. Lieber sucht sie für Tisch und Co. eine neue Bleibe bei Familienmitgliedern. Irgendwann lässt sich schon heraushören, dass die Tochter des Hauses vor Jahren einmal ein Auge auf das große Ledersofa geworfen hat. Indem sie genau zuhört findet sie heraus, welche Gegenstände dem Kunden wirklich wichtig sind. Und wenn ein Kunde seine Kommodenschubladen nicht gleich beim ersten Gespräch öffnet, heißt es geduldig bleiben. Umziehen mit leichter Hand Die Innenarchitektin Susanne Wanner-Scheuch organisiert Umzüge für Senioren. Sie plant, arrangiert und sorgt dafür, dass alle mit der Veränderung gut leben können. Die Alten und die Jungen

64 Wachsen die Stapel beim gemeinsamen Sortieren des Hausstands dann in die Höhe, macht die Umzugsorganisatorin noch eine Ecke auf für das Auktionshaus und die Caritas. So bekommen die meisten Dinge ein neues Leben anderswo. Die Kunden können auf diesem Weg die positiven Seiten des Weggebens viel eher genießen: weniger Ballast, mehr Freiraum und mehr Struktur im Leben. Auch beim Transport der Dinge geht Susanne WannerScheuch behutsam vor. Stück für Stück packen die drei hung erfasst sie oft mit einem Blick, was dort aussortiert werden muss, im Gespräch über die Lieblingsstücke sieht sie diese schon vor ihrem inneren Auge in den neuen Räumen arrangiert. Geistig dem Geschehen stets einen Schritt voraus, kann sie unangenehme Situationen für die Kunden abfedern. "Manchmal hilft schon ein Stück Kuchen zur Aufmunterung", schmunzelt sie. Um die Liebe zu dieser besonderen Klientel weiß Susanne Wanner-Scheuch seit ihrer Tätigkeit in einem Senio- Angenehm soll ein Umzug für ältere Menschen sein. Nicht zu belastend. Denn es ist schwer, nach Jahrzehnten die vertrauten vier Wände zu verlassen. Innenarchitektin und Umzugsexpertin Susanne Wanner-Scheuch kennt diese Probleme. Strategisch bereitet sie alles vor. Vom ersten Aussortieren bis zum Einrichten des neuen Heims mit Schürzen bekleideten Damen von "Sedes" die Kisten. In mehreren Fuhren gehen diese an ihre neuen Bestimmungsorte. Die alte Wohnung wird immer leerer, bis alles in der neuen Wohnung eingeräumt ist. Ein Übersiedeln auf Raten, nie sitzen die Kunden auf dem Trockenen. Wer an dieser Stelle meint, so einen entspannten Umzug kann es gar nicht geben, der hat Recht. Denn zumindest für Susanne Wanner-Scheuch ist Umziehen eine logistische Herausforderung: einpacken, auspacken und der Transport von Gütern von A nach B. Genau das war bisher ihr Metier. Seit Jahren wirkt sie mit an Umzügen von Museumsdepots, und als Bühnenbildnerin an der Bayerischen Staatsoper war Aufbauen und Abbauen ihr täglich Brot. Dort hat sie auch gelernt, in einem engen Zeitplan zu jonglieren und zugleich niemanden spüren zu lassen, wie groß die Zeitnot ist. Während die Vorstellung vorne läuft, zieht sie im Hintergrund die Fäden. So auch bei Sedes. Während der ersten Wohnungsbege- renstift. Alte Menschen haben es ihr angetan. Älter werden ist in ihren Augen keine Schreckensvision, sondern ein Lebensabschnitt, auf den man sich vorbereiten kann - Freundschaften pflegen, flexibel bleiben und sich eine Aufgabe suchen. Früh genug. So hält sie es auch für sich selbst. In der Unternehmensgründung um die Fünfzig sieht die Geschäftsfrau und Mutter von Zwillingen den ersten Schritt in ihr Leben nach der Kinderphase. Dass das Lehrgeld kostet, damit rechnet sie. Der Beratungsaufwand für die Kunden ist vorab schwierig abzuschätzen, und ihre Umzugslösungen sind so individuell wie die Menschen selbst. Ihr Unternehmensziel? Es anderen Menschen im wahrsten Sinn des Wortes so gut einzurichten, dass sie schließlich glücklich in ihrem neuen Zuhause sitzen und bereit sind für einen Neuanfang. Ein hochgestecktes Ziel zwar, aber Susanne Wanner-Scheuch nimmt man das ab. CHRISTIANE HIRSCH www.goliving.de Weitere Umzugs-Tipps finden Sie unter www.goliving.de/immobilien-wohnen Fotos: Edith Lauenstein

65 Renditechancen ohne Wenn und Aber - Solaranlagen für die Zukunft Sie möchten bei Ihrer Vorsorge fürs Alter ganz auf Nummer sicher gehen und trotzdem die Chance auf eine attraktive Verzinsung haben? Dann ist unsere Solaranlage die richtige Lösung für Sie. Wir sind Ihr alleiniger Ansprechpartner und kümmern uns um die komplette Abwicklung: Wir suchen für Sie ein passendes Dach aus den umliegenden Städte und Gemeinden. Die Anlage wird von uns schlüsselfertig erstellt - Sie müssen sich also um nichts kümmern. Sorgen Sie für den Umweltschutz - Sorgen Sie gleichzeitig für Ihre Enkel. Ihr Vorteile: · Investitionssumme: ab 24.000,00 EUR entspricht einer 10 kWp Solarstromanlage · Ertrag: Bei 945 Sonnenstunden in unserer Region Sachsen ergibt sich eine Solarernte von ca. 9.450 Kilwattstunden pro Jahr. Das entspricht für zwei vierköpfige Familien den Jahrestromverbrauch. · Einspeisevergütung zur Zeit lt. EEG 28,75 ct (20 Jahre staatl. garantiert) entspricht 2.716,88 EUR pro Jahr abzgl. 10 % lfd. Kosten wie Versicherung, Zählermiete, Wartungsvertrag · entspricht einer Rendite ca. 9,98 % · Stromabnehmer die hiesigen Energieversorger (Enso AG, RWE, ENVIA, EON u.s.w.) Helbig Energieberatungs GmbH · Wesenitzweg 5a · 01909 Großharthau Telefon (035954) 52514 · Telefax (035954)52523 · info@helbig-energie.de · www.helbig-energie.de Stand April 2011

66 Leben in der Stadt Das Wagnis wagen Münchens jüngste Wohnbaugenossenschaft "wagnis eG" hat am Ackermannbogen und in Riem in nur 10 Jahren rund 250 bezahlbare Wohnungen geschaffen - samt Infrastruktur und funktionierender Nachbarschaften agnis - schon der Name klingt nach Abenteuer. Und ein Abenteuer war es wohl auch, als Elisabeth Hollerbach vor 11 Jahren mit 20 anderen Münchnern diese bemerkenswerte Wohnbaugenossenschaft ins Leben rief, die mittlerweile in drei Bauprojekten nicht nur 250 Wohnungen geschaffen hat, sondern auch das dazugehörige urbane Leben mit Cafés, Kulturräumen und Nachbarschaftsprojekten für das ganze Viertel. Die Gründer wollten von Anfang an mehr als nur für sich selbst bezahlbaren Wohnraum schaffen. Sie wollten ihren Traum von einem gemeinschaftlichen und nachhaltigen Leben realisieren, so wie der Name "wagnis" es eigentlich zusammenfasst: Wohnen und arbeiten in Gemeinschaft, nachbarschaftlich, innovativ und selbstbestimmt. Nur bei dem "s", so Elisabeth Hollerbach, sei man sich nicht so sicher, es könne genau so gut für sozial stehen. "Wir haben von Anfang an groß gedacht", erklärt die Vorstandsvorsitzende. Für sie persönlich nicht gerade von Vorteil, aber das ficht sie nicht an: "Eigentlich wollte ich mit meinen Kindern hier leben", lacht sie. "Bis wir aber alle bürokratischen und baulichen Hürden überwunden hatten, dauerte es zu lange, und so sind sie hier nie eingezogen." Tausend Mitglieder hat die Genossenschaft mittlerweile, und so groß ist der Andrang und so enorm der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, dass die Genossen einfach nicht aufhören können zu bauen: Nach fünf langen Jahren der Gründungsphase sowie vier weiteren des Planens und Bauens wurden 2004/2005 die ersten vier Häuser von wagnis1 am Ackermannbogen fertig gestellt. Danach ging es Schlag auf Schlag: 2006 entstand ein paar Straßen weiter mit wagnis2 ein Haus mit 45 Wohnungen, und das im Verbund mit dem städtischen Pilotprojekt "Solare Nahwärme am Ackermannbogen". Im Herbst 2009 wurden mit wagnis3 gleich fünf Häuser mit 97 Wohnungen in der Messestadt Riem fertig. Sie sind als Niedrig-Energie-Häuser konzipiert, eines sogar als PassivEnergie-Haus. Von den Gemeinschaftseinrichtungen wie dem Café "Riemini" oder der Anwohner-Bibliothek profitieren auch die anderen Bewohner des Neubaugebiets, das in Sachen Infrastruktur bis heute eher unterversorgt ist. Derzeit wird - ebenfalls am Ackermannbogen - wagnis4 mit 55 Wohnungen geplant. In dem neuen Komplex wird es auch einen Dorfladen, eine Mobilitätsstation für ältere Mitbewohner, eine "Küche im Kiez" sowie ein Café samt Tonstudio für jüngere Leute geben. Ein Wohnmodell ganz anderer Art soll auf dem Gelände der einstigen Kaserne an der Domagkstraße entstehen. Für wagnisART sind 130 Wohnungen und Ateliers geplant - ein lebendiges Viertel in dem Leben und Kunst Hand in Hand gehen sollen. Einige Bewohner der ehemaligen Fotos: Wohnbaugenossenschaft wagnis eG

67 Urbanes Leben wie im Dorf: Die Projekte wagnis1 (links) und wagnis2 (oben) am Ackermannbogen Künstlerkolonie sind Mitglieder der Genossenschaft geworden und wollen sich an der Gestaltung der Anlage, die an etwa 100 städtische Ateliers grenzt, beteiligen. Rein ehrenamtlich lässt sich das alles nicht mehr bewerkstelligen. Elisabeth Hollerbach ist mittlerweile als geschäftsführender Vorstand bei der Genossenschaft angestellt; außer ihr gibt es zwei Teilzeitkräfte. "Wir haben noch immer sehr schlanke Strukturen, da steht und fällt die ganze Sache mit dem Engagement der einzelnen Genossen", beschreibt sie das Konzept. So gebe es in jedem Projekt verschiedene Arbeitsgruppen, die jeweils eigenverantwortlich für ihren Bereich zuständig sind. "Für jeden ist das nicht geeignet", räumt Hollerbach ein: "Bei den Informationsveranstaltungen weise ich immer wieder darauf hin, dass die Übernahme von Verantwortung und das Miteinander mit den Nachbarn weit ins Privatleben reichen kann." So benötigt etwa das ausgeklügelte Energiekonzept von wagnis3 viel technisches Wissen und Einsatz, damit die Wartung klappt und Reparaturen erledigt werden. Damit aus einer Interessengemeinschaft aber auch wirklich eine lebendige Nachbarschaft wird, braucht es mehr als nur Arbeitsgruppen. Ein wichtiges Element der Partizipation noch in der Bauphase ist, dass jeder künftige Bewohner sich mit 80 Stunden Eigenarbeit einbringt. Es schweißt eben zusammen, wenn man gemeinsam Wände spachtelt oder die Fliesen für den Werkraum verlegt. "Wir haben aber auch viel gefeiert", betont Helga Germann, eine Genossin aus wagnis2. Was aber hält eine Hausgemeinschaft zusammen, wenn die erste Euphorie verflogen ist? Manchmal sind es Kleinigkeiten wie der Grillplatz im Hinterhof oder die Gemüsebeete, die man Seite an Seite mit dem Nachbarn bepflanzen kann. Oder auch die gemeinsame Verantwortung etwa für das Gästeapartment, das es in jedem Projekt gibt. "Von dem Geld aus der Vermietung bilden wir Rücklagen, zum Beispiel für die Renovierung des Gemeinschaftsraumes", erzählt Helga Germann. Vorstand Elisabeth Hollerbach sieht aber auch noch einen anderen Grund dafür, dass wagnis bisher so gut funktioniert: "Was uns von anderen Projekten unterscheidet, ist unsere Größe. Da spielt der menschliche Faktor nicht eine so große Rolle", ist sie überzeugt. Bei kleinen Genossenschaftsprojekten könne es leicht passieren, dass eine private Feindschaft gleich die ganze Gemeinschaft sprenge. Was aber wären wagnis1 und 2 ohne das Café "Rigoletto", das die Pächter - auch sie sind Genossen - mit viel Liebe, gutem Essen und fairen Preisen betreiben. Es hat sich schnell zum Herzen des Ackermannbogens entwickelt - nicht nur für wagnis-Bewohner. "Probiert mal diesen Kuchen", bittet die Wirtin ihre Gäste. "Den hat meine Schwiegermutter gebacken." Während noch alle andächtig kauen, kommt eine ältere Dame mit einer Unterschriftenliste vorbei. Die Stadt will Bäume fällen, das könne man doch nicht hinnehmen. Und plötzlich versteht auch ein flüchtiger Besucher, was Elisabeth Hollerbach antreibt, immer weiterzumachen. Es ist das Dorf in der Stadt, von dem sie schon als ganz junge Frau geträumt. CAROLINE MASCHER www.goliving.de Mehr Infos zum Thema "Baugenossenschaften" finden Sie unter: www.goliving.de/immobilien-wohnen/bauen

68 wohnen Der Flächenlautsprecher lässt sich einfach in die Wand integrieren. Eingebaut in eine Gipskartonplatte und überzogen mit einer Membran kann er mit Tapete überklebt oder in der Wandfarbe gestrichen werden. Mit Novasonar GK kann man auch ein Surroundsystem mit Heimkino-Effekt gestalten. Je nach Ausführung ab ca. 700 Euro. Weitere Infos: www.novasonar.de Neue Klanggefühle Zeit für höchsten Audiound TV-Genuss - goliving.de zeigt auf diesen Seiten neueste Medientechnik, ausgereifte Geräte mit einem modernen Design, das zu jedem Wohnstil passt Home-Entertainment mit 3-D-Effekt. Das integrierte MediaPortal erlaubt die Vernetzung mit allen anderen Heimmedien. Individual Compose 3D-Fernseher, 55 Zoll, Loewe, ab 6 300 Euro, gesehen bei der Firma life-like, Oberföhringerstraße 107, www.life-like.de

69 ören mit bestem Klang und sehen in 3-D Format - wenn Sie Musik jenseits der MP3-Player und Filme in Kinoqualität genießen wollen, finden Sie auf diesen Seiten Geräte, die höchste Ansprüche erfüllen. Wir stellen Ihnen Neuheiten wie Control 15 von Meridian vor, ein System, das der Verwaltung und Steuerung von CDs dient, gleichzeitig aber auch mit dem Internet verbunden ist und auf seiner Festplatte Tausende von Musik-Files speichern kann. Den Plattenspieler Majek LP 12, der mit einer aufwändigen Technik für präzise Wiedergabe sorgt. Er wird von der schottischen Firma Linn gebaut, die jahrzehntelange Erfahrung im Hifi-Bereich hat und auch die Elektronik für den Aston Martin liefert. Außerdem zeigen wir Lautsprecher der Schweizer Firma Piega, die mit einem LDR-Bändchen für die hohen Töne ausgestattet sind. Und ein in die Wand integrierbares Boxen-System, mit dem Sie beim Fernsehen einen Surround-Effekt erreichen können. UK Dieses System speichert die Musik einer CD, geht automatisch ins Internet, um sich Media- und Coverdaten und Informationen über die Musiker zu holen. Per Knopfdruck sind diese Informationen dann abrufbar. Sooloos Control 15, Meridian. Gesehen bei life-like, Oberföhringerstr. 107, 6490 Euro, www.life-like.de In diesem Plattenspieler steckt viel Erfahrung. Der schottische Hersteller Linn gilt für solche Geräte als einer der besten der Welt. Majik LP 12, ca. 2750 Euro Formschön ist der Verstärker der Firma Musical fidelity mit zusätzlichem manuellen Lautstärkeregler. Er ist perfekt auch für hohe Ansprüche und passt zu jedem System. Verstärker M6i, ab 2450 Euro, www.musical-fidelity.com Das Geheimnis dieser Lautsprecher von Piega ist das kleine LDR-Bändchen, das oben am Gehäuse sitzt. Es sorgt dafür, dass höhe Töne auch bei geringer Lautstärke noch sehr durchsichtig und klar zu hören sind. Premium 3, gesehen bei life-like, Oberföhringerstr. 107, ab 2600 Euro. www.life-like.de www.goliving.de Weitere Audio- und Video-Tipps finden Sie unter www.goliving.de/wohnen

70 Leben in der Stadt Gläserne Präsente Originell oder klassisch, aber auf alle Fälle praktisch ist das Sortiment von Bottles & Glashaus. In dem 300 Quadratmeter großen Laden gibt es Flaschen, Gläser, Vasen und andere nützliche Gebrauchsgegenstände. Zum Aufbewahren oder für den täglichen Gebrauch. Ideal, um Marmelade aus eigener Produktion, leckere Chutneys oder Selbstgebrautes zu verschenken. Josephspitalstraße 1, Tel. 26 31 35, Öffnungszeiten: Mo - Fr, 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, www.bottles.de süsse träuMe Pralinen, die langsam auf der Zunge zergehen, Nougat, der im Mund zerfließt und der süße, vollmundige Geschmack von Trüffeln. elly seidl zählt seit Generationen zu den führenden Firmen in der Pralinenbranche. Zentral genug gelegen, um sich auch mal in der Mittagspause einen Schokoladentraum zu gönnen: Die Filialen befinden sich mitten in der Innenstadt. Am Kosttor 2, Tel. 2 21 52, Öffnungszeiten: Mo - Fr 9 - 18.30 Uhr, Sa 9.30 - 14 Uhr, www.ellyseidl.com Delikatessen & Mehr Ausgesuchte Münchner Geschäfte mit schönen Dingen, die Sie verschenken oder mit denen Sie sich selbst verwöhnen können 70 72

71 hiMMEl auf ErdEn Im originellen Guggelhupf-Outfit präsentieren sich die Gugl-Köstlichkeiten. Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit gibt es die neue Kollektion: Marzipan-Feige, Schoko-Cranberry oder Pistazie-Mohn. Und das ist nur ein kleiner Einblick in die kreative Vielfalt der gugl-Bäckerei. Müllerstraße 46a,Tel. 23 03 24 20, Öffnungszeiten: Mo - Fr 9 - 18.30 Uhr, www.dergugl.de KaffEE und laChs Ein himmlischer Kaffeduft weht dem Besucher beim Betreten des Delikatessenhauses entgegen. Hier findet sich alles, was die Welt an Köstlichkeiten zu bieten hat: Leckere Backwaren, kostbare Weine, erlesene Spirituosen, Pasta in allen Varianten, Geräuchertes und natürlich die besten Kaffeesorten. dallmayr ist ein kulinarisches Paradies und ein Muss für jeden Münchner oder Besucher dieser Stadt! Dienerstraße 14 - 15, Tel. 21 35 -1 30, Öffnungszeiten: Mo - Sa 9.30 - 19 Uhr www.dallmayr.de Edler Balsamicoessig trifft hier auf Öle aus Italien. Daneben lockt die Essig & öl Compagnie mit anderen mediterranen Spezialitäten. Alles köstliche Zutaten, die sogar Küchenmuffel zum Kochlöffel greifen lassen. Blumenstraße 1, Tel. 2 60 62 54 , Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 18.30 Uhr, Sa 10 - 16 Uhr, www.essig-oel.de Essig MEEts öl

72 Leben in der Stadt behütet Unterwegs Knallrot, herbstlich braun, avantgardistisch oder klassisch - diese Werkstatt bietet eine einzigartige Vielfalt an Hüten für Männer und Frauen. Ob für lange Winterspaziergänge oder das nächste Fest - bei eisenblätter & triska finden Sie garantiert für sich oder ihre beste Freundin die passende Kopfbedeckung. Hans-Sachs-Straße 13, Tel. 2 60 58 60, Öffnungszeiten: Mo - Fr 11 - 18.30 Uhr, Mi 14 - 18.30 Uhr, Sa 11 - 14 Uhr, www.eisenblaetter-triska.de Hier findet jeder den Gürtel, der zu ihm passt. Jedes Teil ist ein eigenes Kunstwerk. Varianten gibt es genug: mit Nieten, Ornamenten oder Riemchen. Dazu das passende Armband. buckles & belts ist der ideale Shop für Kreative. Fürstenfelder Str. 13, Tel. 23 23 17 70, Öffnungszeiten: Mo - Sa 11 - 19 Uhr, www.bucklesbelts.com träUme In Leder Im LampenfIeber Geschenk gesucht? Oder ein nettes Objekt für die eigene Wohnung? Bei abovo lässt es sich in freundlicher Atmosphäre durch Möbel, Lampen und Accessoires stöbern. Eine Innenarchitektin berät und gibt den Kunden Einrichtungs-Tipps. Rumfordstraße 8, Tel. 26 01 80 00 , Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.30 -19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, www.abovohome.com

73 ExklusivE Wohnkultur Wunderbare Stoffe, Wandteppiche, Decken, Geschirr und jede Menge Accessoires, die eine Wohnung schöner machen - radspieler ist eine Fundgrube des guten Geschmacks und auf jeden Fall einen Besuch wert. Hackenstraße 7, Tel. 2 35 09 80, Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, www.radspieler.com Samstag 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Poppig und originell: ruxan bietet interessantes WohnDesign, aber auch Schräges, wie PC-Mäuse als Marienkäfer. Nymphenburgerstraße 58-60, Tel. 18 95 45 08, Öffnungszeiten: Mi 14 -18 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr, www.ruxan.de Bunt & trEndig rEisEn mit stil Hier würde man am liebsten alles gleich einpacken. sams & son verführt auf eine Reise in die Vergangenheit, in eine Zeit, in der man noch mit kostbaren Lederkoffern und geräumige Taschen unterwegs war. Fraunhoferstraße 23, Tel. 2 01 57 35, Öffnungszeiten: Mo - Fr 13 - 19 Uhr, Sa 11 - 14 Uhr, www.alte-koffer.de Anz. GoLiving.qxd:Layout 1 18.10.2011 19:13 Uhr Seite 1 GRATIS! Exklusiv für goliving-Leser! Wenn's um das gute Hören geht... Sie hören schlecht? Oder sind unzufrieden mit Ihrem Gehör? Wir helfen Ihnen - kompetent, freundlich und zuverlässig - und führen die modernsten Hörgeräte aller bedeutenden Hersteller. Probieren Sie bei uns aus, was am besten für Sie geeignet ist. Natürlich kostenlos und in angenehmer Umgebung. Wir freuen uns auf Sie! München o Pettenkoferstraße 5 (2 Min. v. Sendlinger Tor, ggü. Universitäts-HNO-Klinik) Tel.: (089) 51 51 48 86 o www.audilogik.de 1 Satz Markenbatterien für Ihr Hörgerät! Bitte einfach Anzeige bis 20. März 2012 bei AUDILOGIK abgeben.

74 leben in der stadt Kochschule Hans Haas Gaumenkunst Ein feines Menü zaubern, eine himmlische Torte kredenzen, den perfekten Latte servieren - so schwer ist das doch gar nicht. goliving.de-Autor Philipp Fischer hat in München fünf ganz besondere Kochschulen für Sie besucht

75 KocHscHule Hans Haas Große Küche für jedermann enn aus dem Kochstudio in der Schwabinger Amalienpassage mal wieder die "Ohs", "Ahs" und "Mmhhs" durch die Höfe schallen, dann können Sie sicher sein: Heute hält Hans Haas, Chef de Cuisine im Zweisterne-Tempel Tantris, wieder einen Kochkurs im Kreise begeisterter Liebhaber seiner kreativen Küche ab. Zweimal wöchentlich schart der Spitzenkoch rund zehn Teilnehmer um sich. Auf dem Tagesplan steht ein 5-Gänge-Menü mit Stationen wie gebratene Seezunge im Curry-Artischockenfond, confierte Nantaiser Entenbrust oder rosa gebratenes Lammcarré mit Spitzkraut. Manch Anfänger mag angesichts dieses Menü-Plans versucht sein, an der Schwelle der bestens ausgestatteten Lehrküche gleich wieder kehrt zu machen. Aber keine Sorge. Haas' Ehefrau Ina und Tantris-Koch Markus Dinter gehen nicht nur dem Meister, sondern auch den Schülern jederzeit hilfreich zur Hand. Außerdem hält es der Spitzenkoch auch im Umgang mit Laien so, wie ihn seine langjährige Sommeliére Paula Bosch treffend beschreibt: "Hans Haas ist kein Selbstdarsteller, er liebt sein Handwerk und seine Gäste." Dementsprechend erklärt der gebürtige Österreicher mit Leidenschaft, unprätentiös und nachvollziehbar. So gelingen Kocherlebnisse, die jeden seiner Schüler am Ende des Tages restlos begeistern. Das Grand Finale findet stets an der großen Tafel statt, an der das selbst kreierte Menü mit ausgesuchten Weinen gemeinsam verköstigt wird. Eine Urkunde, die Rezepte des Tages und eine Foto-CD dienen als vorzeigbarer Ritterschlag aus der Schule des Meisterkochs. Die Kurse gehen immer donnerstags und freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr. Preis: 380 Euro pro Person. Kochschule Haas, Amalienpassage, Tel. 28 67 44 70, www.hans-haas.de

76 Kochschule WirtschaftsWunder Mokkatrüffel & falscher hase 120 Euro) in die Welt von Schokobuttercreme und Trüffelpralinen ein. Es gibt aber auch kulinarische Schulungen aus der Genusswelt von heute: Ob"Projekt Kühlschrank", "Picknickworkshop mit Tupperschüsseln", "Alpenglühen", "Sterneküche" oder "Tokyomania" - das Kursangebot ist breit gefächert. Aber Vorsicht: Steg-bauer und Kollegen brechen nur allzu gerne die gängige Küchenordnung und stellen mit experimentellen Kombinationen auf genussvolle Art und Weise das gastronomische Wertesystem auf den Kopf. Tipp: Auch Spitzenköche wie Steffen Metzger (Bayerischer Hof) oder Manuel Reheis (Restaurant Broeding) führen hier in die hohe Kunst des feinen Kochens ein. Kochschule Wirtschaftswunder, Waldfriedhofstr. 105, Tel. 71 04 91 26, www.cafe-kubitscheck.de rmin Stegbauer lässt backen und kochen - wenn nicht sogar "hochkochen". Nämlich das (kulinarische) Lebensgefühl der 50er Jahre. In seinem nostalgischen Café Kubitscheck unweit dem Waldfriedhof lebt der umtriebige Süßwaren-Hipster zwischen Nierentischen, Glasmosaiksäulen und dem 50er-Jahre-Buffet seine Leidenschaft für Adenauers Zeiten mit ausgewählter Konditorei, kunstvollen Torten und köstlichen Petit Fours aus. Diese Liebe zur zuckersüßen Verführung kann man auch in den Kursen seiner Kochschule Wirtschaftswunder, die direkt ans Café Kubitscheck anschließt, miterleben. Stegbauers rechte Hand, die Konditorin Elisabeth Guschak, führt in ihren Kursen mit Namen wie "Tortenschlacht mit Anstand und Elisabeth" oder "Schokokurs mit 10000 Kalorien und Elisabeth" (je

77 SAtyAm School of AyurvedA die Weisheit Indiens foto: Fiorito & Fluturel München ie ayurvedische Küche gilt als "das älteste überlieferte Gesundheitssystem der Welt". Nach der über 5000 Jahre alten indischen Lehre Ayurveda wirken im Kosmos wie im Menschen fünf Elemente (Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde). Aus diesen bilden sich die drei unterschiedlichen Doshas, jene Lebensenergien, die bestimmen, zu welchem Konstitutionstyp ein Mensch gehört. Bevor Clarissa Döttinger in der großzügig ausgestatteten Küche ihrer Satyam School of Ayurveda die erste Zutat schneidet, klärt sie mit jedem Schüler ausführlich, zu welchem Typ er gehört und wie er auf sein persönliches Dosha abgestimmt kochen muss. Denn jede Geschmacksrichtung hat spezifische Eigenschaften und damit Wirkung auf den Körper. Außerdem führt die sympathische Indienkennerin und Ernährungsberaterin in die Philosophie des Ayurveda ein. Beim gemeinschaftlichen Kocherlebnis finden dann alle Doshas unter ihrer sachkundigen Anleitung zueinander. Der sechsstündige Basiskurs "Einführung in die ayurvedische Kochkunst" kostet 130 Euro. Für fortgeschrittene Kenner der ayurvedischen Küche bietet Döttinger "Rezeptfrei kochen - die hohe Kunst" (75 Euro) oder "Ayurvedisch backen" (125 Euro) an. Satyam School of Ayurveda, Schubert-str. 12, Tel. 45 47 38 83, www.satyam-ayurveda.de MUSIKGENUSS MUSIKGENUSS Die Kinder sind aus dem Haus? Ein Kinder sind aus dem Haus? Ein Zimmer wird frei? Sie haben wieder wird frei? Sie haben wieder für sich Zeit? Vielleicht erfüllen Sie sich Zeit? Vielleicht erfüllen Sie sich nun einen lang ersehnten Traum? nun einen lang ersehnten Traum? Zum Beispiel von einer McIntosh AnZum Beispiel von einer McIntosh Anlage, von der man schon im Studium lage, von der man schon im Studium träumte. Wir bieten die perfekte Löträumte. Wir bieten die perfekte Lösung für Ihre musikalischen Träume, sung für Ihre musikalischen Träume, wie mit der McIntosh MXA60. wie mit der McIntosh MXA60. AUDIO HEIMKINO AUDIO HEIMKINO MULTIROOM MULTIROOM Life Like Oberföhringerstrasse 107 81925 München Tel. 089- 9577113 Fax 089 - 9577246 www.life-like.de info@life-like.de Life Like Oberföhringerstrasse 107 81925 München Tel. 089- 9577113 Fax 089 - 9577246 www.life-like.de info@life-like.de

78 MAngostin KochKurse Thai-genüsse ben. Ursprünglich für Stammgäste gedacht, sind die Kurse mittlerweile eine feste Einrichtung geworden, bei der sich selbst Profiköche Rat vom früheren Leiter des thailändischen Köche-Nationalteams holen. Ob "Thai-Basis", "Wok-Seafood" oder " Thai Food in 5 minutes": Die eintägigen Kurse finden im Restaurant Lemon Grass im Mangostin Asia statt und kosten 180 und 240 Euro. Mangostin Asia, Maria-Einsiedel-Str. 2, Tel. 7 23 20 31, www.mangostin.de er sich schon immer mal in die neuesten Trends und die Geheimnisse der asiatischen Kochkunst mit ihrer ganzen Vielfalt und Frische einführen lassen wollte, der ist im Mangostin Asia in Thalkirchen genau richtig. Dort verköstigt Restaurantchef Joseph Peter seine Gäste nicht nur mit weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kreationen. In den von ihm persönlich geleiteten Kochkursen, lässt er sie auch an seinem Wissen teilha- BAristA-Kurs iM "KAffee - espresso & BAristA" Die perfekte tasse Kaffee rkennen Sie den Unterschied zwischen gewaschenem und ungewaschenem Arabica und Robusta? Muss man ja auch nicht unbedingt. Wer es trotzdem lernen möchte - und noch vieles mehr rund um das Thema Kaffee -, der kommt um Thomas Leeb nicht herum. Für Afficionados und alle, die es werden wollen, ist das Café "Kaffee - Espresso & Barista", das der erfahrene Gastronom und Buchautor zusammen mit Stefanie Doerfler nahe dem Rotkreuzplatz betreibt, eine der ersten Adressen Münchens. Hier feilt der Experte inmitten seiner Sammlung museal anmutender Kaffeemaschinen unablässig an der perfekten Tasse Kaffee. In bald 40 Jahren hat Leeb ein unbändiges Wissen angesammelt: über Sorten, Lagerung, Mühlen, Wasser, Röstung, Maschinen und die entscheidenden Handgriffe. Dieses Wissen gibt er an Interessierte gerne weiter. Der fünfstündige Grundkurs (immer sonntags Nachmittag) kostet 85 Euro, Getränke inklusive. Kaffee - espresso & Barista, Schlörstr. 11, Tel. 16 78 38 78, www.kaffee-espresso-barista.de

79 Entdecken Sie die Welt von bulthaup! Wer sich begeistert für die Ästhetik zweckmäßiger Formen und die Sinnlichkeit hochwertigen Materials, wer Küche und Lebensraum seinen Ansprüchen und seinem Geschmack entsprechend einrichten will, braucht gleichgesinnte und kompetente Partner. Besuchen Sie uns, die Spezialisten für die Küchenarchitektur von bulthaup. Bulthaup München GmbH. Herrnstraße 44 80539 München. beim Parkhaus am Hofbräuhaus Tel. 089 242157-0. www.herrnstrasse.bulthaup.de

80 wohlfühlen Zeit für den Hautcheck Der Winter ist die beste Jahreszeit, um Flecken und andere Hautveränderungen vom Arzt entfernen zu lassen - ob aus medizinischen oder kosmetischen Gründen enn unsere Haut nur reden könnte. Dann würde sie uns jeden Morgen zurufen: Vergiss die Sonnencreme nicht! Oder: Lass diesen Fleck von einem Arzt anschauen! Aber leider tut sie das nicht. Im Gegenteil: So perfekt tarnen sich entstehende Karzinome und Basaliome, dass ein Laie meist nicht erkennen kann, ob es sich bei einem dunklen Mal lediglich um einen unschönen, aber harmlosen Altersfleck handelt oder schon um die Vorstufe zu einem bösartigen Tumor. Und gerade die hautfarbenen Basaliome lassen sich nur schwer von anderen Unregelmäßigkeiten unterscheiden. Spätestens ab 35 sollte daher jeder einmal im Jahr und bei jeder neuen Erscheinung die Haut durchchecken lassen. Wann aber sollte man altersbedingte Hautveränderungen entfernen lassen? Und mit welcher Methode? Dermatologen unterscheiden zwischen gutartigen Hauttumoren, denen mit Potenzial zur Bösartigkeit (Vorstadien) sowie dreierlei bösartigen. Maligne Karzinome und der schwarze Hautkrebs können streuen. Basaliome sind eigentlich gutartig, werden sie aber nicht rechtzeitig ent- fernt, wachsen sie in Breite und Tiefe weiter und bilden ebenfalls Metastasen. Laser, Vereisung oder Peeling - es gibt viele Wege Zu den gutartigen Tumoren gehören etwa Altersflecken, die meist durch zu viel Sonne hervorgerufen werden. Sie zu entfernen, ist eine rein kosmetische Entscheidung; hier bietet sich eine Rubin-Laserbehandlung an. Das gleiche gilt für kleine Hautgewächse (Fibrome), sie lassen sich meist problemlos mit einem Skalpell oder Laser entfernen. Auch rote Tupfer (Angiome) im Gesicht sind harmlos und lassen sich per Laser beseitigen. Anders sieht es bei Hautveränderungen aus, die ein Vorstadium zu bösartigen Hauttumoren sein könnten. Vor allem aktinische Keratosen, eine Sonnenschädigung, die häufig bei Männern mit Glatzen zu finden ist, sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, warnt die Münchner Dermatologin Franzis Bönniger-Beckers. Für die Entfernung empfehlen sich je nach Tiefe und Größe der Schäden verschiedene Methoden: Das operative Abtragen, unterstützt durch einen Erbium-Laser, die Vereisung der Stelle (Kryo) oder eine Peeling-Lösung, die Fotos: Getty Images

81 verätzend wirkt. Es gibt auch eine Salbentherapie, die in die Immunologie der Haut eingreift. Allerdings dauert diese Anwendung vier Wochen. Gute Erfolge mit photodynamischer Therapie Schneller und nachhaltiger ist eine neue Methode, die photodynamische Therapie. Dabei wird eine lichtsensible Salbe aufgetragen. Während der drei bis fünf Stunden Wirkzeit wird die Haut mit Alufolie abgeklebt und danach die behandelte Partie mit einer Speziallampe bestrahlt. Zusätzlich verstärkt wird die Behandlung in Kombination mit einem Fraxellaser. Dieser Laser wird sonst auch für die Entfernung von Falten und Pigmentflecken, also den Folgen der chronischen aktinischen Hautalterung (Sonnenschäden plus Alter) eingesetzt. Er schießt minimale Löcher in die Haut, so dass Salbe und Bestrahlung intensiver und tiefer wirken können. Der Vorteil: Die Haut kann großflächig behandelt und gleichzeitig verjüngt werden; die Therapie dauert nur acht Tage. Der Nachteil: Die Salben-Behandlung ist relativ schmerzhaft. Mit Cremes vorbeugen und verjüngen Was aber kann man vorbeugend und nachbereitend tun, um die Haut zu schützen? "Sonnenschutz und nochmals Sonnenschutz", meint Bönniger-Beckers. Das sei zwar schon fast eine Binsenweisheit, werde aber noch immer viel zu wenig ernst genommen. Eine Tagescreme, die sowohl vor UVA als auch UVB-Strahlen schützt, sei absolute Pflicht. Wer um die vierzig ist und außerdem etwas für die Verbesserung der Hautstruktur mit Anti-Aging-Effekt tun will, dem empfiehlt die Hautärztin folgenden täglichen Pflegefahrplan - allerdings nur unter medizinischer Anleitung: Am Morgen wird zusätzlich zum Sonenenschutz eine fruchtsäurehaltige Creme aufgelegt. Am Abend eine Vitamin E-, C- und A-haltige Creme. Die wirkt antioxidativ, das heißt, sie bindet die schädlichen sogenanten freien Radikale. Bestehende Falten lassen sich nicht wegcremen, aber über einen frischen Teint freut sich Ihre Haut bestimmmt. Wenn sie nur reden könnte! CAROLINE MASCHER www.goliving.de Weitere Infos finden Sie auf www.goliving.de/lebensstil/wohlfühlen :TSC ... wir vermieten Ihre Immobilie: ... wir verkaufen Ihre Immobilie: Bestens! :TSC Immobilien Consulting GmbH | Münchner Strasse 19a | 82319 Starnberg | 08151-911 462 | info@tsc-immobilien.de | www.tsc-immobilien.de

82 Fritz Glaßer, 69, beim Training mit Elizabeth Hoeh im Golfpark Aschheim bei München. Trotz lädierter Schulter spielt der Bauingenieur heute besser als je zuvor - durch eine veränderte Schwungtechnik, die er bei der Golf-Proette gelernt hat Golfen mit Zukunft Das Handicap verbessern - beim Golfen ist das keine Altersfrage. Vorausgesetzt Bänder und Gelenke bleiben fit. Elizabeth Hoeh zeigt "gesunde" Golfschwünge

83 Wohlfühlen schUlTERN ÖFFNEN ?? Falsch ?? RIchTIG linkes Bild: Die schultern sind nach vorne gezogen, das schulterdach drückt dadurch auf den schleimbeutel. Besser (rechtes Bild): Die schultern gerade halten, damit die Räume im Inneren frei werden. Die arme entspannt aus der schulter fallen lassen schwingen und drehen ohne Druck aRME ENTlasTEN linkes Bild: Der schläger liegt zu weit oben in der hand. Besser (rechtes Bild): Den schläger zwischen dem ansatz des kleinen Fingers und der Mitte des Zeigefingers halten, dadurch bilden schultern, Oberarme und handgelenke eine linie ?? Falsch ?? RIchTIG hüFTE UND KNIE schONEN linkes Bild: Das rechte Bein ist durchgestreckt, das belastet die Kniegelenke. Besser (rechtes Bild): Das rechte Knie bleibt im Rückschwung leicht angewinkelt, diese haltung führt insgesamt zu mehr stabilität und einer guten Gewichtsverlagerung Fotos: Edith Lauenstein ?? Falsch ?? RIchTIG

84 EinE GuTE TEcHnik GlEicHT körpErlicHE HAnDicApS lOckEr AuS "Golf ist die einzige Sportart, in der man sich im Alter noch verbessern kann." Fritz Glaßer, 69, hier beim Training, weiß, wovon er spricht. Vor Jahren ging mit der rechten Schulter gar nichts mehr. Heute spielt er mit einem verbesserten Handicap und mit neuer Technik: Er stabilisiert den Schläger mit der rechten Hand und zieht den Schwung mit beiden Schultern und dem Oberkörper durch. Die Füße stehen parallel, so dass die Drehbewegung harmonisch und ohne einseitige Belastung möglich wird. www.goliving.de Weitere Golf-Tipps finden Sie auf www.goliving.de/lebensstil/ wohlfuehlen "Ein Schwung, von dem ich früher immer geträumt habe." Von Handicap 32 auf Handicap 16. Das ist ein langer Weg, auch für Golfer, die sich körperlich fit fühlen. Fritz Glaßer hat das Unmögliche geschafft: Nachdem fast alle seine Sehnen im Schulterbereich gerissen waren und er seinen rechten Arm nicht mehr heben konnte, beherrscht er heute einen Schwung, der ihn sein Handicap sogar verbessern ließ. Akupressur, Physiotherapie und tägliches Hantel-Training haben ihn körperlich wieder fit gemacht. Die Schulter schonende Schwung-Technik hat er bei Golf-Proette Elizabeth Hoeh gelernt. Nach fünf Jahren konnte er seinen Arm wieder nach oben durchstrecken. Das Training erforderte eine Menge Geduld und auch Disziplin. Wie schafft man das? Fritz Glaser lacht: "Nur wenn einen jemand unterstützt. Immer wenn ich faul wurde, hat meine Frau gesagt, dir geht's wohl wieder richtig gut. Den Wink habe ich verstanden und trainiert." EinE GuTE TEcHnik GlEicHT körpErlicHE HAnDicApS lOckEr AuS "Golf ist die einzige Sportart, in der man sich im Alter noch verbessern kann." Fritz Glaßer, 69, hier beim Training, weiß, wovon er spricht. Vor Jahren ging mit der rechten Schulter gar nichts mehr. Heute spielt er mit einem verbesserten Handicap und mit neuer Technik: Er stabilisiert den Schläger mit der rechten Hand und zieht den Schwung mit beiden Schultern und dem Oberkörper durch. Die Füße stehen parallel, so dass die Drehbewegung harmonisch und ohne einseitige Belastung möglich wird. www.goliving.de Weitere Golf-Tipps finden Sie auf www.goliving.de/lebensstil/ wohlfuehlen "Ein Schwung, von dem ich früher immer geträumt habe." Von Handicap 32 auf Handicap 16. Das ist ein langer Weg, auch für Golfer, die sich körperlich fit fühlen. Fritz Glaßer hat das Unmögliche geschafft: Nachdem fast alle seine Sehnen im Schulterbereich gerissen waren und er seinen rechten Arm nicht mehr heben konnte, beherrscht er heute einen Schwung, der ihn sein Handicap sogar verbessern ließ. Akupressur, Physiotherapie und tägliches Hantel-Training haben ihn körperlich wieder fit gemacht. Die Schulter schonende Schwung-Technik hat er bei Golf-Proette Elizabeth Hoeh gelernt. Nach fünf Jahren konnte er seinen Arm wieder nach oben durchstrecken. Das Training erforderte eine Menge Geduld und auch Disziplin. Wie schafft man das? Fritz Glaser lacht: "Nur wenn einen jemand unterstützt. Immer wenn ich faul wurde, hat meine Frau gesagt, dir geht's wohl wieder richtig gut. Den Wink habe ich verstanden und trainiert."

85 www. goliving.de goliving.de Stadtmagazin und OnlinepOrtal Hinter unseren Themen stehen Experten, mit denen Sie Kontakt aufnehmen können Finden Sie Tipps zu den Themen Wohnen und Einrichten Passende Immobilienfinanzierung für die zweite Lebenshälfte Logo.indd 1 20.03.2011 18:53:00 Uhr Lesen Sie jetzt auch unseren Blog: goliving-de.blogspot.com

86 WOHLFÜHLEN Mit den "Kindern" durch VietnaM Kommt ihr noch mal mit? Die Jungen wollen aufbrechen. Die Alten "back to the roots". Das passt doch?! Karen Cop lud ihre erwachsenen Kinder ein - zu real existierendem Sozialismus und fantastischen Märkten, zu spektakulärem Essen und paradiesischer Natur. Von Nord nach Süd, von Laos nach Vietnam

87 ann findet die letzte Reise mit den Kindern statt? Ich ahnte schon lange, dass es sie irgendwann geben würde. Womöglich würde man muffig an einem Strand sitzen und nicht merken, dass man zum letzten Mal gemeinsam auftankt. Das wollte ich nicht. Und fing an, eine Reise zu planen, die wie ein langes Fest, voll unvergesslicher Familien-Erinnerungen sein sollte. Unsere Tochter Katinka, 20, war schon vor einem Jahr fürs Studium nach Berlin gezogen, Sohn Moritz, 18, sollte im Mai Abitur machen und hatte für den Herbst ein Auslands-Praktikum in Aussicht. Wir Eltern würden dann im leeren Nest sitzen, sicher stolz auf die großen Kinder, aber auch mit wackligen Knien und blutenden Herzen angesichts des neuen Lebensabschnitts. Also jetzt oder nie! Wir einigten uns schnell auf Vietnam und sagten ja, als Katinka ihren Freund Oskar mitnehmen wollte - Hauptsache alle zusammen. 1. Tag: Die Rucksäcke sind gepackt, mein Rollköfferchen auch. Hab die "peinlich"-Bemerkungen der übrigen Backpacker weggesteckt, will mich nicht alt fühlen, nur weil ich 16 Kilo durch Asien schleppe. Im Zug nach Frankfurt schlafen Oskar mit den dunklen und Moritz mit den roten Haaren einträchtig nebeneinander. Süß! Wir treffen Katinka am Flughafen mit kurzen Haaren - wie schön. Wir haben uns lange nicht gesehen. Und los geht's! Das heißt, erstmal nicht. Beim Flieger muss ein Rad ausgewechselt werden; das kommt aus Paris. Wir warten. Kaufen Kartenspiele, spielen Uno wie früher. Es tut gut, im Kreis zu sitzen. 2. Tag: Nach der Nacht in Frankfurt starten wir endlich um 11 Uhr, in den Klamotten von gestern. Wir wollen erst nach Laos, um uns in der Mönchsstadt Luang Prabang etwas auszuruhen. In Hanoi müssen wir im Transit-Bereich bleiben. Wir lassen uns auf die Bänke fallen, während Ratten über den Teppich flitzen, ein bisschen pennen im Irgendwo - wie früher zu Low-Budget-Zeiten. Als die Sonne aufgeht, diesig in über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, jubeln wir: endlich Asien! In Laos wohnen wir im Maison Dalabua an einem Lotusteich. Der Vat Xieng Thong, ein Tempel aus dem 16. Jahrhundert, ist nah. Abends schlendern wir über den Markt durch kraftvolle Farben- Rot, Orange und Gold. Zwischendurch gefüllte Klöße essen, Smoothies trinken. Dann schlafen, während die Kröten quaken. Katinka, Oskar und ich wollen zum Sonnenaufgang los. 3. Tag: 5.25 Uhr, die Hähne krähen, kein ,Kind' ist zu sehen. Ich laufe los, um den Almosengang der Mönche nicht zu verpassen. Sie ziehen als safranorangene Reihe durch die Stadt. Was für ein Bild! Ich entdecke Katinka und Oskar, wir hatten an verschiedenen Stellen gewar- Fotos: Karen Cop, Oskar Wagner

88 tet. Auf dem erwachenden Markt staunen wir über trockene Fische, gekochte Bambusrohre. Wir würden gerne noch zu den Wasserfällen reisen, über den Mekong fahren, Moritz auf Elefanten reiten lassen. Es bleibt nur Zeit für den goldenen Königspalast. Am Nachmittag landen wir in Hanoi. 34 Grad im Schatten, aber erfrischend kühl im Hotel Hanoi Elegance Diamond. Draußen tobt der Wahnsinn. Hunderte Motorräder rasen ohne zu bremsen auf die Fußgänger zu. In unserem Schlagschatten stellen sich einige ältere Frauen auf, um sicher über die Straße zu kommen. Ansonsten sind kaum alte Leute unterwegs. Kein Wunder: Das Durchschnittsalter der Vietnamesen liegt bei 24,9 Jahren. Wir nehmen ein Taxi zum Revolutionsmuseum, stehen neben HoChi-Minhs Statue stramm. Katinka und ich zicken uns an. Die Kinder tapsen halt nicht mehr hinter uns her wie früher. Der eine bleibt beim Hemdenladen stehen, der Nächste will schneller zum Schildkrötenturm auf dem Hoan-Kiem-See, der die Gassen des alten Hanoi vom französischen Viertel trennt. Beim Essen versöhnen sich alle wieder. Abends bei Madame Hien. Köstlicher Seebarsch im Lotusblatt, feines Tee-Eis! 4. Tag: Die Kinder ziehen alleine los, Lars und ich gehen zur Fußmassage. Die ist in Vietnam alle paar Meter zu haben. Auch die Garküchen gefallen uns. Man hockt auf Kinder-Plastikstühlen, kauft sich eine Schale Curry aus einem Eimer, den die Köche von zu Hause mitgebracht haben. Am Abend sehen wir uns ein Wasserpuppenballett an. Nur Moritz bleibt im Hotel, um mit seiner Freundin zu chatten, die für ein Jahr in China ist. Endlich sind sie in der gleichen Zeitzone! 5. Tag: Aufbruch zur Halong-Bucht mit dem Kleinbus, vorbei an Mopeds mit lebenden Schweinen und hunderten rohen Eiern auf dem Gepäckträger. In der Bucht wartet eine Luxus-Dschunke, sie gleitet durch die "Drachenspucke", wie die rund 2000 Inselchen genannt werden. Als wir unterwegs anlegen, besuchen die anderen ein schwimmendes Fischerdorf, Moritz und ich steigen ins Kanu um: Wir gleiten durch Fledermaushöhlen, paddeln in einsame Lagunen. Davon habe ich geträumt. Mein starker Sohn! Nachts liegen wir mit Mai Thai an Deck, vom Himmel tropft eine dicke Sternschnuppe. Kitschig? Ist wahr! 6. Tag: Aufwachen bei Regen. Dabei sieht die Bucht fast noch schöner aus. Eine Stunde Tai Chi. Anschließend in die Tropfstein-"Wunderhöhle". Zum Frühstücksbrunch gibt es wieder Pfannkuchen und Suppe. Pappsatt fahren wir zurück nach Hanoi, zum Zug. Wir wollen über Nacht weiter nach Hue. Aber brrr: Der Liegewagen ist eiskalt. 7. Tag: Aufgewacht wie durchgeprügelt, mit dem alten Traveller-Gefühl. Die Toilette lädt nicht zum Waschen ein. Wir verzichten auf die Instant-Suppe, warten auf das Frühstück in Hue, im Tran Ly-Hotel, für sieben Euro die Nacht. Der alte Kaiserpalast wird renoviert, aber wir können viel sehen. Ein Vietnamese wirft Oskar seine Schwester zu, damit er sie heiratet. 8. Tag: Mit dem Bus nach Hoi Anh. Die Straßen sind holprig, die Sitze kaputt, der Motor glüht und stinkt. Das hatte ich das letzte Mal vor 30 Jahren in Indien. Vorbei an Reisfeldern mit Wasserbüffeln, an in Wasser gebauten Hütten, damit die Bewohner keine Grundsteuern zahlen müssen. Die Klimaanlage im Hotel tropft ins Bett. Es gibt keine Laken. Aber die Männer halten sich ohnehin am liebsten beim Schneider auf, lassen sich vermessen, geben Hemden und Hosen in Auftrag. Morgen soll alles fertig sein. Unglaublich! Abends leuchtet die alte japanische Treppe rot. Laternen schwimmen zum Hafen, in dem bunt bemalte Schiffe schaukeln. 9. Tag: Umzug ins Sunflower, mit Pool. Herrlich: Familienkonferenz im Wasser. Lars holt beim Schuster maßgeschneiderte Schuhe ab; die Jungs wollen ihre Hemden probieren. Katinka, Oskar und ich buchen für den nächsten Tag einen Kochkurs. Wir begegnen einer Frau mit Tochter, die wir aus der Halong-Bucht kennen. Sie reist REISEINFOS Anbieter: Vietnam Airlines fliegt ab Frankfurt direkt nach Hanoi und Saigon, Lufthansa über Bangkok. Spezialisierte Agenturen wie www. diamir.de organisieren Rundreisen, bei www. lotus-travel.com kann man verschiedene Bausteine kombinieren, z. B. Tage im Luxusresort Six Senses in Ninh Van Bay einbauen. Reisezeit: Man kann das ganze Jahr über nach Vietnam reisen, es ist immer tropisch warm, aber im Norden regnet es von Juni bis September recht viel, im Zentrum von September bis Oktober, im Süden von Mai bis November. Nötige Reisedokumente: Der Reisepass muss nach der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und sollte mindestens drei Seiten für Visa frei haben. Das Visum mindestens eine Woche vor Abreise beantragen, besser drei Wochen vorher. Es gibt auch Expressvisa, die sind aber teurer. Informationen über Gesundheitsvorsorge wie z. B. Impfungen bei www.fit-for-travel.de.

89 per Taxi, findet uns "ganz schön tough". Lars gönnt sich trotzdem eine zweite Fußmassage, ich eine Rikscha. 10. Tag: Früher Aufbruch zum Markt. Wir suchen die Zutaten für den Kochkurs: Hühnchen, Chili, Zimtrinde, Kräuter. Wir tuckern zu einem Inselchen, besuchen ein altes Paar, das zwischen Palmen lebt, und dürfen seine Reismühle benutzen. Dann kochen wir vier Gänge, um sie einen nach dem anderen zu genießen. Unvergesslich! Später Nachtfahrt mit dem Liegebus nach Nah Trang. Leider sind es vietnamesische Liegen - zu eng und zu kurz für uns. Die Kinder stöpseln sich Musik ins Ohr. Lars und ich beneiden die weniger toughe Mutter vom Tag zuvor. Zumal Taxis nicht viel kosten. 11.Tag: Vor dem Morgengrauen werden wir auf einem vermüllten Parkplatz aus dem Bus geschmissen. Jetzt reichts, Schluss mit den Backpacker-Roots! Ich buche eine Suite im 5-Sterne-Hotel Sunrise mit Pool, einem Jacuzzi auf dem Balkon im 12. Stock und Blick über die Bucht. Wir erholen uns zusehends. Die Kinder aber besichtigen lieber den Cham-Tempel Po Nagar. Huch! Früher blieben sie immer vor Kirchen sitzen, wenn ich rein wollte. 12.Tag: Der Taxifahrer vor dem Hotel zittert vor Glück, als ich ihn bitte, uns nach Mui Ne zu fahren, den SurfHotspot drei Stunden entfernt. Oskar fand es zwar schade, dass wir in einer ,Badeanstalt' Zeit verschwenden, aber wir Alten brauchen dringend etwas mehr Erholung, damit wir nach diesen Ferien fit sind. Das Bamboo Village Resort liegt direkt am langen Puderstrand. Lars meldet sich sofort für eine Fußmassage an. Moritz will Kitesurfen lernen. Oskar und Katinka stapfen durch ein wunderschönes Flussbett zum Wasserfall. 13. Tag: Ich liege im Sand, habe ein Buch zur Tarnung in der Hand, und schaue meinem Sohn zu, wie er einen Drachen lenkend durchs Meer pflügt. Abends frische Fische aussuchen, Essen am Strand. Tipp: Das Lam Tong sieht einfach aus, ist aber extralecker. 14. Tag: Busfahrt auf Holperstrecken nach Saigon, einchecken im Elios-Hotel. Viele Nachtbars, laute Musik. Manche Alleen mit ihren Boutiquen erinnern an Paris. 15. Tag: Good Morning, Saigon! Beim Frühstück auf der Hotel-Terrasse bewundere ich Wolkenkratzer. Die Stadt pulsiert hochmodern. Die Familienwege trennen sich. Die Kinder gehen ins Kriegsmuseum. Lars zur letzten Massage. Ich will in den riesigen Ben-Thanh-Markt. Anschließend treffen wir uns im Huong Lai-Restaurant zu einem guten Essen, aber Katinka und Oskar sind sichtlich froh, dass sie nun allein ins Mekong-Delta weiterreisen. Tschüß ihr beiden! Sie sind wirklich schon viel mehr Paar als Kinder ihrer Eltern. Gut so. Schade auch. Guten Flug euch, meine Riesen-Küken! www.goliving.de Weitere interessante Reiseziele finden Sie unter www.goliving.de/lebensstil/reisen-unterwegs

90 Wohlfühlen Winterrefugien Von wegen Glatteis. Wir zeigen Ihnen schöne Resorts für die kalte Jahreszeit, gut erreichbar und ganz in Ihrer Nähe SEEhotEl ÜbErfahrt NEbElhorN rElax-hotEl Zimmer mit aussicht Die Bergwelt rund ums Nebelhorn im Allgäuer Land ist ideal für Hochgebirgstouren und entspannte Tage auf 500 Kilometern Langlaufloipe und 120 Pistenkilometern. Wohl dem, den der Einkehrschwung ins Nebelhorn Relaxhotel führt. Das kleinste Designhotel Deutschlands mit 10 Zimmern und drei Suiten verwöhnt mit stilvoller Einrichtung, dem atemberaubenden Blick auf das Nebelhorn, Sport, Beauty & Spa bis hin zu Medical Wellness und Reha-Anwendungen. Das Hotel bietet maßgeschneiderte Therapiepläne nach dem Motto: "Weg von Symptomen, hin zur Ursache". Das Gourmet-Restaurant im Haus glänzt mit Sterne-Menüs bis hin zu ausgewählter Vital-Kost. Die Schnuppertage (drei Tage mit zwei Übernachtungen) im DZ kosten 285 Euro p.P. Nebelhorn relaxhotel, Am Herrenberg 10, 87538 Obermaiselstein, Tel. 0 83 26/36 38-0, www.nebelhorn-relax.de Schlemmen am tegernsee Eine Hochburg des guten Geschmacks: Im romantischen Malerwinkel direkt am Ufer des Tegernsees liegt das Hotel Überfahrt. Sein Herzstück ist der 2000 qm große Spa-Bereich mit 28 Meter langem Indoor-Pool, Außenpool und sieben Sauna- und Dampfbadvariationen. Sein Aushängeschild aber sind die vier Spitzenrestaurants - ob bayerisch , italienisch oder die zwei-Sterne-Küche von Christian Jürgens. Wer gerne das Weite sucht: Winterwanderwege rund um den Tegernsee gibt es zur Genüge, das Skigebiet Tegernsee-Spitzingsee ist nah. Das Arrangement "Traumtag am Tegernsee" mit 4-Gänge-Menü kostet 225 Euro, die Nacht im Superior Zimmer (DZ mit Wohlfühl-HP) 154 Euro. Seehotel Überfahrt, Überfahrtstraße 10, 83700 Rottach-Egern, Tel. 0 80 22/ 6 69 -0, www.seehotel-ueberfahrt.com

91 Staudacher hof familienanschluss deluxe Hotels in und um Garmisch-Partenkirchen gibt es viele. Doch nur wenige pflegen die Liebe zum Detail und zu ihren Gästen wie der Staudacher Hof. Warme Farben in den Zimmern und stets zuvorkommender Service, dazu der herrliche Blick auf das Zugspitzmassiv bereiten ein perfektes Hotel-Vergnügen. Brettl-Fans und Nicht-Alpinisten erholen sich im 800 qm großen Vital-Center Thermarium mit Hallenbad, Saunen, Freibad und Wohlfühlbehandlungen im Alpin-Spa. Küchenchef René Randolfo Rasile verwöhnt mit bayerischen Schmankerln, Vitalgerichten und ausgefeilten Gourmetkreationen. Positiv: Angebote wie Internet-Nutzung, Minibar oder Leih-Räder sind kostenlos. Preise: ab 120 Euro im EZ, die 50 qm große Landhaus-Suite gibt es ab 165 Euro p.P. Staudacher hof, Höllentalstr. 48, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 0 88 21/92 90, www.staudacherhof.de Englische Stilmöbel Ausgesuchte Antiquitäten Dekorative Asiamöbel Handgefertigte Lampen Klassische Ledermöbel WellneSSreSidenz alpenroSe Wohlfühloffensive am achensee Ob als Single, mit der besten Freundin oder der ganzen Familie: Im Hotel Alpenrose werden alle Gäste gleichermaßen rundum und perfekt umsorgt. Der Wellnessbereich ist riesig, das Fitness- und Yoga-Angebot professionell und abwechslungsreich, die Kinderbetreuung umfassend, das Essen einfach köstlich. Besitzer Wolfgang Kotzeder und sein Team achten auf jedes Detail: In der Garage stehen Langlaufski bereit. Ein Gast kommt aus Italien? Kein Problem, am Abend liegt das Menü handgeschrieben auf italienisch am Tisch. Unser persönlicher Tipp: Die angewärmten Wasserbetten in der Stillen Hochalm mit Panoramablick auf die Alpen! Ein 3-Tage-Verwöhnpaket (inkl. VP und Nutzung aller Wohlfühleinrichtungen sowie Beauty-Extras) gibt es ab 595 Euro. Wellnessresidenz alpenrose, A-6212 Maurach, Tel. +43/ (0)5243/5 29 30, www.alpenrose.at Interesse? Mehr Informationen finden Sie unter www.kai-wiechmann.de Kai Wiechmann Sollner Str. 59 81479 München-Solln Telefon 089/791 49 59 Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10-19 Uhr Sa: 10-18 Uhr

92 Marktplatz REISEN&WohNEN cubus SEKRETÄR Was auf den ersten Blick wie eine Kommode aussieht, entfaltet sich beim Gebrauch zum praktischen Home Office. Mit optional integriertem Bildschirmlift kann der Bildschirm stufenlos elektrisch auf die ergonomisch perfekte Höhe des Benutzers angepasst werden und komplett im Sekretär "verstaut" werden. Handgefertigte Englische Bücherregale Englische Stilmöbel Ausgesuchte Antiquitäten Dekorative Asiamöbel Handgefertigte Lampen Klassische Ledermöbel Kai Wiechmann Sollner Straße 59, 81479 München-Solln Telefon 089/791 49 59 www.kai-wiechmann.de TEAM 7 München | Herzogspitalgasse 3 | 80331 München | Tel.: 089/232 49 50-0 www.team7-muenchen.de marktplatz_118x118_sek.indd 1 24.10.11 11:38 Schreinerei Robert Doppler Der Kreuzfahrt-Spezialist im Westen von München In unserem persönlich geführten Spezial-Reisebüro beraten wir Sie objektiv und individuell und erstellen Ihnen gern ein besonderes Angebot für Ihre wertvollsten Tage im Jahr. Wir bieten Ihnen Kurz- und Schnupperreisen, Fernreisen und mehrmonatige Weltreisen. Dank unserer langjährigen Erfahrung kennen wir viele Schiffe und Destinationen aus eigenen Erlebnissen. Jetzt im neuen Büro direkt an der U5 Haltestelle Friedenheimer Straße Gotthardstraße 4 . 80686 München. Telefon 089/29 19 47 0 . Fax 089/29 19 47 77 info@welt-der-seereisen.de . www.welt-der-seereisen.de IndIvIduelle Möbel und InnenauSbau ? 08143/44 78 40 ? 0151/11 69 66 20 robert.doppler@gmx.de www.schreinerei-doppler.de

93 Marktplatz WohlfühlEN&WohNEN Akademie für Kunstgeschichte Die Winckelmann Akademie ermöglicht Menschen ab etwa 50 Jahren ein fundiertes Studium der Kunstgeschichte, auch ohne Abitur. An einem wöchentlichen Studientag (10 bis 17 Uhr) können Sie auf hohem Niveau, zu moderaten Preisen (13 EUR/Std.) und ohne Leistungs- oder Prüfungsdruck studieren und dabei neue Interessen und Fähigkeiten entdecken. Zusätzlich werden alle 14 Tage kostenlose Kurzexkursionen angeboten. Im Miteinander soll das Studium der Kunstgeschichte vor allem Freude bereiten. Der Tagungssaal der Sammlung Bollert im Bayerischen Nationalmuseum bietet hierfür einen hervorragenden Rahmen, vor allem durch das Studium an originalen Kunstwerken. Ein offizieller Informationsabend findet am Donnerstag, dem 1. Dezember, von 18 bis 20 Uhr in diesem Tagungssaal statt. Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: www.winckelmann-akademie.de Winckelmann Akademie für Kunstgeschichte München PD. Dr. Steffen Krämer Destouchesstraße 44 80803 München Telefon: 089/30728754 Email: info@winckelmann-akademie.de www.winckelmann-akademie.de "Auch wenn ich fernsehe, will ich das Programm in eigener Regie machen." Wim Wenders Erleben auch Sie multimediale Unterhaltung nach Ihrem eigenen Geschmack. Mit den 3D Home Cinema Systemen von Loewe. Lassen Sie sich jetzt Ihr ganz persönliches Wunsch-System entwerfen. Bei Ihrem Loewe Fachhändler oder auf loewe.de Loewe Galerie Albert Knoll Englschalkinger Str. 230, 81927 München Tel.: 089 9301199, www.albertknoll.de Loewe Galerie Reisenberger Maxburgstraße 4, 80333 München Tel.: 089 2904050, www.reisenberger.de Ralph Moosbrugger Heilpraktiker für "Wellness beginnt beim Schlafen" Betten Frei sorgt seit 40 Jahren als Familienbetrieb für Ihren gesunden Schlaf. Wir führen ausgewählte Marken und beraten Sie mit unserer Erfahrung auch bei Ihnen zu Hause. Öffnungszeiten: Montag-Freitag 10.00-13.00 und 14.00-18.00 Uhr Samstag 10.00-13.00 Uhr Parkpkätze direkt gegenüber Marschallstr. 1 80802 München Telefon +49(0)89-332750 Fax +49(0)89-38367017 kontakt@bettenfrei.com www.bettenfrei.com o Osteopathie o Manuelle Schmerztherapie o Wirbelsäulen-/Rückenbeschwerden und Gelenkbehandlungen und Lebendigkeit sind essentieller Bestandteil unserer Gesundheit. Das Leben ist wie ein Fluß, mit viel Bewegungen und Veränderungen "Harmonie, innere Balance Landshuter Allee 61 80637 München Telefon: 089-51009643 info@naturheilpraxis-moosbrugger.de www.naturheilpraxis-moosbrugger.de Moosbrugger.indd 1 16.08.11 18:56

94 Himmlische Wohnträume Wie man sich einrichtet, sich wohlfühlt, die Wohnung zu einem richtigen Zuhause macht, das ist etwas ganz Eigenes, das jeder für sich selbst entscheiden muss. Wir wollten trotzdem wissen, ob es so etwas wie ein persönliches WohnKarma gibt. Und baten die Münchner Astrologin Sonja Schön, die Sterne und Planeten zu befragen

95 Sie sind energiegeladen, kreativ und viel unterwegs. Ihre Wohnung benutzen Sie nur zum Schlafen. Deshalb ist Ihre Einrichtung gradlinig und praktisch. das passt zum Widder: Kakteen auf dem Fensterbrett, weil sie widerstandsfähig und anspruchslos sind. Tische und Stühle aus Holz. Ein gemütlicher Abend mit roten Kerzen: Feuer hat eine erotische Wirkung. Es weckt beim Widder die Leidenschaft und fördert seinen Mut. Er wird nicht nervös, wenn es brennt - im Gegenteil! Erst wenn es richtig lodert, ist er in seinem Element. Widder (21.3.-20.4.) vermitteln ihnen Gemütlichkeit. Denn im Leben des Krebses spielt die Vergangenheit eine große Rolle. Stier (21.4.-20.5.) Als Erdzeichen wollen Sie es schön und bequem haben. Sie lieben es, sich mit einem Drink in der Hand auf ein großes Sofa zu kuscheln. das passt zum Stier: Er blickt zufrieden auf seine wertvollen Antiquitäten und barocken Bilder. Er liebt es warm, sinnlich - und voll. Stiere sind Sammler und haben Mühe, sich von etwas zu trennen. Besonders wichtig ist dem Stier ein gut bestückter Weinkeller und eine Küche mit echten Fliesen aus Terrakotta. Orange, Bordeauxrot und Dunkelgrün verleihen dem ganzen Ambiente eine edle Note. Sie haben das Charisma eines Königs bzw. einer Königin: schön, souverän und herzlich. das passt zum löwen: Zum Beispiel eine prächtige Villa, in der Großzügigkeit herrscht. Der Löwe gönnt sich viel und spart nicht an sich selbst. Gold ist die Lieblingsfarbe und das bevorzugte Metall. Er liebt ein Badezimmer, das einem Spa-Tempel gleicht, und luxuriöse Kosmetika. Auch ein prächtiges Schlafzimmer, das einem Hollywood-Star würdig wäre, würde durchaus zum Löwen passen. Genauso wie ein begehbarer Kleiderschrank mit edlen Schuhen und viel Haute Couture. löWe (23.7.-23.8.) Jungfrau (24.8.-23.9.) ZWillinge (21.5.-21.6.) Ihre Wohnung ist das reinste Kommunikationszentrum. Hier empfangen Sie Kollegen und Freunde zu Kaffee und Kuchen. Abends mixen Sie gerne Cocktails hinter Ihrer Bar. das passt zum Zwilling: Ein großes und geräumiges Zuhause, das aber auch zweckmäßig und pflegeleicht sein soll. Nichts Überflüssiges steht herum. Die Zwillinge mögen oft Hellblau und Gelb. Das symbolisiert für sie Licht und Luft. Gerne schmückt der Zwilling seine Räume mit schönen Lampen aus hellem Papier oder Pergament. Und er liebt seine Hängematte, die er möglicherweise aus einem Urlaub in Mexiko mitgebracht hat. An Ihrer Eingangstür hängt möglicherweise ein Erntekranz, und wer Ihre Wohnung betritt, muss die Schuhe ausziehen. das passt zur Jungfrau: Aufgeräumte und saubere Zimmer. Die Lieblingsthemen sind Hygiene und Gesundheit, mit denen sich die Jungfrau auch in den eigenen Wänden beschäftigt. Sie kocht gern vegetarisch und bevorzugt gedeckte Farben wie hellbraun, beige und lindgrün. Vereinzelt sieht man in der Wohnung geschmackvolle, selbst restaurierte Antiquitäten. Wertvolle Uhren zeigen exakt an, welche Stunde geschlagen hat. Waage (24.9.-23.10.) KrebS (22.6.-22.7.) Gerne entführen Sie Ihre Lieben in Ihre Wohnung, die eine Welt des Guten, Wahren und Schönen ist. Ausgewogen sind hier Möbel, Materialien und Farben. das passt zur Waage: Schöne Pastelltöne, Samt und Seide. Die Waage liebt es, in einem stilvollen Ambiente zu malen oder zu musizieren. Auch beim Essen zeigt sie Niveau. Sie serviert kleine, köstliche Häppchen, denn sie achtet auf ihre Figur. Die Waage schmückt ihre Tafel gern mit Kristallgläsern und Vasen voller Rosen. Und liebt klassizistische Figuren, die auf weißen Sockeln stehen. Ihre Wohnung gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Hier können Sie seelisch auftanken. Umgeben von Ihrer Familie fühlen Sie sich geborgen. das passt zum Krebs: Egal ob weiblich oder männlich - er bemuttert gerne. Ein großer Esstisch könnte deshalb im Zentrum der vier Wände stehen. Gedeckt mit bestem Porzellan und möglicherweise geschmückt mit rosafarbenen Tulpen. Krebse sind ganz bei sich, wenn sie kochen und backen. Souvenirs und silberne Rahmen mit alten Fotos Sie wollen an Ihre Grenzen gehen. Ihr Einrichtungsstil ist dementsprechend extrem und sprengt jeden Alltag. Jedem Besucher bleibt Ihr Zuhause ewig in Erinnerung. das passt zum Skorpion: Eine Wohnung, die wie eine Mischung aus Höhle und Hexenhaus aussieht. Der Skorpion liebt Lack und Leder, dunkle Räume mit Orchideen SKorpion (24.10.-22.11.) foto: iStockphoto Sie sind energiegeladen, kreativ und viel unterwegs. Ihre Wohnung benutzen Sie nur zum Schlafen. Deshalb ist Ihre Einrichtung gradlinig und praktisch. das passt zum Widder: Kakteen auf dem Fensterbrett, weil sie widerstandsfähig und anspruchslos sind. Tische und Stühle aus Holz. Ein gemütlicher Abend mit roten Kerzen: Feuer hat eine erotische Wirkung. Es weckt beim Widder die Leidenschaft und fördert seinen Mut. Er wird nicht nervös, wenn es brennt - im Gegenteil! Erst wenn es richtig lodert, ist er in seinem Element. Widder (21.3.-20.4.) vermitteln ihnen Gemütlichkeit. Denn im Leben des Krebses spielt die Vergangenheit eine große Rolle. Stier (21.4.-20.5.) Als Erdzeichen wollen Sie es schön und bequem haben. Sie lieben es, sich mit einem Drink in der Hand auf ein großes Sofa zu kuscheln. das passt zum Stier: Er blickt zufrieden auf seine wertvollen Antiquitäten und barocken Bilder. Er liebt es warm, sinnlich - und voll. Stiere sind Sammler und haben Mühe, sich von etwas zu trennen. Besonders wichtig ist dem Stier ein gut bestückter Weinkeller und eine Küche mit echten Fliesen aus Terrakotta. Orange, Bordeauxrot und Dunkelgrün verleihen dem ganzen Ambiente eine edle Note. Sie haben das Charisma eines Königs bzw. einer Königin: schön, souverän und herzlich. das passt zum löwen: Zum Beispiel eine prächtige Villa, in der Großzügigkeit herrscht. Der Löwe gönnt sich viel und spart nicht an sich selbst. Gold ist die Lieblingsfarbe und das bevorzugte Metall. Er liebt ein Badezimmer, das einem Spa-Tempel gleicht, und luxuriöse Kosmetika. Auch ein prächtiges Schlafzimmer, das einem Hollywood-Star würdig wäre, würde durchaus zum Löwen passen. Genauso wie ein begehbarer Kleiderschrank mit edlen Schuhen und viel Haute Couture. löWe (23.7.-23.8.) Jungfrau (24.8.-23.9.) ZWillinge (21.5.-21.6.) Ihre Wohnung ist das reinste Kommunikationszentrum. Hier empfangen Sie Kollegen und Freunde zu Kaffee und Kuchen. Abends mixen Sie gerne Cocktails hinter Ihrer Bar. das passt zum Zwilling: Ein großes und geräumiges Zuhause, das aber auch zweckmäßig und pflegeleicht sein soll. Nichts Überflüssiges steht herum. Die Zwillinge mögen oft Hellblau und Gelb. Das symbolisiert für sie Licht und Luft. Gerne schmückt der Zwilling seine Räume mit schönen Lampen aus hellem Papier oder Pergament. Und er liebt seine Hängematte, die er möglicherweise aus einem Urlaub in Mexiko mitgebracht hat. An Ihrer Eingangstür hängt möglicherweise ein Erntekranz, und wer Ihre Wohnung betritt, muss die Schuhe ausziehen. das passt zur Jungfrau: Aufgeräumte und saubere Zimmer. Die Lieblingsthemen sind Hygiene und Gesundheit, mit denen sich die Jungfrau auch in den eigenen Wänden beschäftigt. Sie kocht gern vegetarisch und bevorzugt gedeckte Farben wie hellbraun, beige und lindgrün. Vereinzelt sieht man in der Wohnung geschmackvolle, selbst restaurierte Antiquitäten. Wertvolle Uhren zeigen exakt an, welche Stunde geschlagen hat. Waage (24.9.-23.10.) KrebS (22.6.-22.7.) Gerne entführen Sie Ihre Lieben in Ihre Wohnung, die eine Welt des Guten, Wahren und Schönen ist. Ausgewogen sind hier Möbel, Materialien und Farben. das passt zur Waage: Schöne Pastelltöne, Samt und Seide. Die Waage liebt es, in einem stilvollen Ambiente zu malen oder zu musizieren. Auch beim Essen zeigt sie Niveau. Sie serviert kleine, köstliche Häppchen, denn sie achtet auf ihre Figur. Die Waage schmückt ihre Tafel gern mit Kristallgläsern und Vasen voller Rosen. Und liebt klassizistische Figuren, die auf weißen Sockeln stehen. Ihre Wohnung gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Hier können Sie seelisch auftanken. Umgeben von Ihrer Familie fühlen Sie sich geborgen. das passt zum Krebs: Egal ob weiblich oder männlich - er bemuttert gerne. Ein großer Esstisch könnte deshalb im Zentrum der vier Wände stehen. Gedeckt mit bestem Porzellan und möglicherweise geschmückt mit rosafarbenen Tulpen. Krebse sind ganz bei sich, wenn sie kochen und backen. Souvenirs und silberne Rahmen mit alten Fotos Sie wollen an Ihre Grenzen gehen. Ihr Einrichtungsstil ist dementsprechend extrem und sprengt jeden Alltag. Jedem Besucher bleibt Ihr Zuhause ewig in Erinnerung. das passt zum Skorpion: Eine Wohnung, die wie eine Mischung aus Höhle und Hexenhaus aussieht. Der Skorpion liebt Lack und Leder, dunkle Räume mit Orchideen SKorpion (24.10.-22.11.) foto: iStockphoto

96 und überall hängende Spiegel. Er bevorzugt spannungsreiche Farbkombinationen wie Schwarz und Rot oder das Schachbrettmuster. Seine vier Wände sind geradezu geschaffen für heimliche Affären. Beispiel schöne Findlinge aus den Bergen sein, die zur dezenten Eleganz der vier Wände beitragen. WASSERMANN (21.1.-19.2.) SCHüTZE (23.11.-21.12.) Viele Sachen haben Sie sich aus fernen Ländern mitgebracht. Schließlich symbolisiert Ihr Tierkreiszeichen das Reisen und die Horizonterweiterung. Es gibt kaum einen Flecken auf der Erde, an dem Sie nicht waren. Das passt zum Schützen: Möbel, die nicht von der Stange kommen und eine großzügige Wohnung. Wenn der Schütze die finanziellen Möglichkeiten hat, bringt er Bilder aus Asien, Decken aus Indien und Statuen aus Bali mit. Außerdem hat er ein Faible für exotische Pflanzen wie etwa Palmen. Seine Wände streicht er gern in leuchtenden Farben, zum Beispiel Kardinalsrot, Königsblau und Purpur. Gruppen und Gleichgesinnte spielen eine große Rolle in Ihrem Leben. Mit ihnen sind Sie Ihrer Zeit weit voraus und setzen Trends. Unbeschwert und witzig machen Sie jedes Treffen in Ihren vier Wänden zu einem bizarren Erlebnis. Das passt zum Wassermann: hohe, offene und halbleere Räume. Die Farben des Wassermanns sind kühl, klar und metallisch. Vorstellbar, dass in seiner Wohnung nur ein skurriler Gegenstand aus Plastik, Aluminium oder aus recycelbaren Materialien steht. Wenn er es sich leisten kann, hat er nur wenige Möbelstücke, und die könnten dann von einem Designer sein, der gerade hip ist. FISCHE (20.2.-20.3.) STEINBOCK (22.12.-20.1.) Wahrscheinlich ist Ihre Wohnung im englischen Stil eingerichtet. Alles wirkt klar und sachlich und ist auf das Notwendigste reduziert. Das passt zum Steinbock: tiefe Clubsessel, dunkle Regale und wertvolle Teppiche. Als Erdzeichen liebt er Antiquitäten mit gerader Linienführung, die eine Wertanlage darstellen. Seine Bibliothek könnte gespeichertes Wissen über Geschichte, Kultur und Mineralien enthalten. Der Steinbock bevorzugt als Material Stein. Das können zum Sie müssen regelmäßig in Ihre eigene Welt abtauchen, um wieder Kraft zu tanken. Dann beginnen Sie zu träumen und gehen gedanklich auf Reisen. Das kann auch mitten am Tag sein. Wasser ist Ihr Element. Das passt zum Fisch: Er lädt gerne ein. Nicht nur zum Essen, sondern auch zum Pokern, Roulette spielen und Alkohol trinken. Er könnte sich durchaus für Zimmer in Meergrün und Türkis entscheiden. Der Fisch liebt Möbel aus Glas und Stoffe aus Batik. Räucherstäbchen mit betäubenden Düften, die geheimnisvoll und orientalisch wirken, könnten eine Option sein. Genau wie die Perserkatze, die sanft auf dem Diwan schnurrt. DIE ASTROLOGIN SONJA SCHÖN Sonja Schön hat Jura in Genf und Heidelberg studiert und ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule. Sie arbeitet als Autorin für verschiedene Zeitungen, Magazine und Portale. Ihre Schwerpunkte sind Wirtschaft, Lifestyle, Reisen und Spiritualität. Astrologie hat sie bei Hajo Banzhaf, Brigitte Theler und Rüdiger Dahlke gelernt. Seit 2003 ist sie als Astrologin mit eigenen Kolumnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Persönliche Beratungen, Wellness-Seminare und Kunst-Führungen sind ihre Königsdisziplin. Astrologie ist für sie praktische Lebenshilfe, nämlich die Kunst, in allen Bereichen zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun - oder auch zu lassen. Infos: www.astrojob.com

97 www. goliving.de Bei uns finden Sie günstige Finanzierungen für Ihre Immobilie goliving.de Stadtmagazin und OnlinepOrtal Christine Allert, Dipl. Ökonom, goliving.de-Expertin für Immobilienfinanzierung Sie haben Ihre WunschImmobilie gefunden und suchen eine passende Finanzierung? Durch einen günstigen Zinssatz und mit Hilfe staatlicher Fördermittel können Sie eine Menge Geld sparen. Unsere goliving.de -Partnerin Christine Allert und ihr Team sind unabhängige Finanzierungs-Experten mit jahrzehntelanger Erfahrung. Sie vermitteln Ihnen eine optimale Finanzierung. Sie erreichen uns unter info@goliving.de Logo.indd 1 20.03.2011 18:53:00 Uhr

98 szene-scout Funkenflug im WWW! Mit Matchpoints und Nettiquette angeln immer mehr Singles online. Karen Cop surfte im Netz der einsamen Herzen und kam ins Träumen allo, sind Sie auch Silversurfer? So ein virtuoser Netzwerker, virtueller OnlineVerführer und Chatflirter? Kurz: Spinnen Sie Liebesfäden im Cybernetz? Laut einer groß angelegten Studie von www.singleboersen-vergleich.de tummeln sich in einschlägigen Web-Portalen sieben Millionen Singles auf Partnersuche. Und offensichtlich klickt sich nicht nur die per Playstation und Facebook sozialisierte Jugend bis zum Spontan-Date durch. Da gibt es zum Beispiel Richard, 54 Jahre alt. Seine Augen funkeln mit den Lichterketten um Menschen auf der Welt. Im Web begegnet man sich viel wahrhaftiger. Nichts lenkt von der Persönlichkeit ab." Seufz. Schließlich sucht sie fern von Nachwuchswünschen mehr als Kerle mit klasse Genen. Doch ist es nicht komisch, unter dem wachsamen Blick von anonymen Netcops zu flirten, die aufpassen, dass es mehr Smileys gibt als geschmacklose Affronts unter die Gürtellinie? Und führt von Computern gesteuertes Matchen nicht zu einer Konsumhaltung, die nicht zu einer Sache passt, in der es um Gefühle geht? Gerade in der Liebe will man Match me im Liebesnetz die Wette, während er erzählt. "Ich hab mich bei ElitePartner angemeldet. Für drei Monate. Mehr brauch ich nicht. Hab einen langen Fragebogen über mich beantwortet, bald darauf landeten lauter Frauen auf meinem Schirm, mit bis zu 99 "Matchpoints", weil sie die gleichen Interessen haben wie ich. Drei hab ich getroffen. Mit der ersten quatschte ich die Nacht durch. Super! Die zweite war total fit, wir sind am Wochenende per Mountainbike los. Wir bikten und bikten, sonst funkte nichts, aber das war ebenfalls toll. Und egal. Denn die dritte, die ich als letzte traf, weil sie auf dem Foto irgendwie schief aussah: Die ist es. Verstehst du? DIE IST ES! Ich weiß nicht, wieso ich so viele Jahre damit verbracht habe, mich in Beziehungen abzumühen, bei denen eigentlich klar war, dass wir nicht zueinander passen." Richard und Kristina sind inzwischen ein Paar und waren schon zusammen im Urlaub. Täglich füttern sie sich mit SMS. Susanne, 57, dagegen ist noch in der Mailing-Phase. Und genießt es enorm: "Männer sind oft schlimme Sprechmuffel oder reden sich vor lauter Lust auf schnellen Sex um Kopf und Kragen. Online müssen sie schreiben, verstehst du? Mit Peter maile ich schon drei Monate lang. Das ist so schön! Ich habe das Gefühl, dass ich ihn besser kenne als jeden anderen doch in seiner Einzigartigkeit erkannt werden und nicht als Matchpunkte-Double? "Schicksal, nein danke!", ruft da Richard. Wenn, dann seien verwöhnte Frauen ein Problem, die Tango tanzende Testosteronbomben mit filigranen Antennen in Typen suchen, die einfach nur entspannt normal sein wollen. Susanne schimpft: "Oder Männer, die von flauschigen Supermiezen um die 20 mit aufopferndem Drang zum Küchen- und Krankendienst träumen. Die fliegen gleich aus meiner Kontaktliste raus!" Aber wenn die ,Nettiquette', der feine Online-Stil, stimmt, dann ist doch nichts verloren. Allein das Gefühl, wenn man morgens den PC anstellt und wieder neue Post aus der Partnerbörse blinkt! Die vielen Lacher, die da möglich sind. Na und, solange daraus kein Ernst wird. Wie gut das tut, hier ein wenig Humor zu entdecken, dort romantische Sehnsucht. Außerdem beherrschen viel mehr OnlineFlirter die Kunst nachzufragen und verführerisch ins Netz zu flüstern, als man denkt. Du auch? Wo bist du unterwegs, mein süßer WortCatcher, du Online-Matcher, bei parship, elitePartner, flirt-fever oder im Silbernetzwerk? Lass uns im Netz flüstern, bis die Gedanken knistern, bis wir nur noch Pixelpünktchen sehn. Ich würde so gerne noch mal die ganze www-Welt umarmen, und du?

99 Promotion Modernste Diagnostik in unserer Praxis Histoscanning bei Prostatakrebs, Photodynamische Diagnostik beim Blasenkrebs, Urodynamik bei Blasenentleerungsstörung und Inkontinenz Modernste Ausstattung der Behandlungsmöglichkeiten Lasertechnologie, minimal-invasive/ laparoskopische Operationen sicherheit dUrch Vorsorge, erfAhrUng Und QUALität Unsere LeistUngen Ambulant: o Urologische Vorsorgeuntersuchung o Histoscanning - eine neue computergestützte Erkennungsmethode bei Prostatakrebs o Photodynamische Diagnostik beim Blasenkrebs o Blasen-Beckenbodenschwäche: Inkontinenzdiagnostik und Beratung o Blasenentleerungsstörung, Prostatavergrößung o Prä- und postoperative urologische Betreuung o Beratung und Zweitmeinung stationär: o Urologisch-onkologische Chirurgie möglichst mit Organerhalt sowie rekonstruktive Chirurgie o Radikale Prostatektomie offen chirurgisch und laparoskopisch mit/ohne Nerverhalt o TURP (TURIS®) bzw. Adenomektomie bei gutartiger Prostatavergrößung o TURB (TURIS®) + PDD bei Blasentumoren o Blasenersatz nach Zystektomie o Steinchirurgie (endoskopisch flexibel und starr, Mini-PNL, laparoskopisch) o Nierenchirurgie offen und laparoskopisch (Nephrektomie,Teilnephrektomie, Pyeloplastik, Organerhalt bei Nierenkrebs) o Plastische Rekonstruktion der Harnröhre o Rekonstruktion des Harnleiters inklusive Harnleiterersatzoperation o Behebung von Blasenproblemen des Mannes und der Frau die urologische Praxis mit der längsten erfahrung Unsere Philosophie: Versorge verlangt Untersuchungen in regelmäßigen Abständen. Durch Erkennung von gefährlichen Veränderungen kann die frühzeitige Behandlung erfolgen. Das Institut für Urologie unter der ärztlichen Leitung von Professor Dr. Schilling und Dr. Eck liegt im Herzen von München. Die private urologische Praxis ist Teil des Isar Medizin Zentrums und Partner der Isar-Pettenkofer Kliniken, einer äußerst renommierten urologischen Klinik in München. Die ausgewiesenen Fachärzte im Bereich der rekonstruktiven und onkologischen Chirurgie setzen bewusst auf das Konzept der umfassenden medizinischen Dienstleistung. Isar Medizin Zentrum Institut für Urologie Prof. dr. med. Albrecht schilling & dr. med. Bernd eck sonnenstr. 24-26 80331 München tel: 089/149 903 7440 email: urologie@isarkliniken.de www.uromuc.de Luxuriöse Unterbringung auf den Krankenstationen

100 www.boconcept.com Tisch Occa, ab 1.595,- EUR, Stuhl Mariposa, ab 429,- EUR Urban Danish Design since 1952 Erleben Sie die neue Kollektion von BoConcept! Und entdecken Sie dänisches Möbeldesign für sich. Dahinter steckt eine Philosophie, der wir seit 1952 treu sind: Wir bieten formschöne Möbel, die durch modulares Design an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Wir beraten Sie gerne! Einer unserer weltweit 250 BoCocept Stores ist bestimmt auch in Ihrer Nähe. Den neuen Katalog gibt es kostenlos zum Mitnehmen. Oder einfach bestellen unter: www.boconcept.com. BoConcept 2 x in München: Sonnenstr. 19 & Buttermelcher Str. 2/Ecke Reichenbachstr.

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