Sites & Services 09 2010
1 Sites & Services SiteS & ServiceS D aS i nDuStrieparkmagazin 2. Ausgabe - September 2010 e inzelpreiS 5 Instandhaltung Maschinen und Anlagen optimal nutzen BA Studium Praxisnahe Ausbildung von Service Ingenieuren Industrieparks Für Ansiedlung gerüstet? Konzepte zur Standortvermarktung Interview Netzwerk Innovative Werkstoffe: Erfolg macht sexy! 2 KOMPETENZ UND SERVICE, DER ZEICHEN SETZT. CURRENTA Leistungen für Ihre Märkte. Erfolgreiche Unternehmen sind selten allein. Sie haben einen kompetenten Partner an ihrer Seite, der sie mit zuverlässigen Services unterstützt und auf dessen fachliche Kompetenz sie vertrauen können. CURRENTA ist ein solcher Partner. Denn als Manager und Betreiber des CHEMPARK führt CURRENTA eines der größten Chemie-Areale in Europa mit den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Und ist ein erfahrener Dienstleister mit umfangreichen Leistungen genau für Ihre Märkte. Dies gilt innerhalb des CHEMPARK zum Beispiel bei der Versorgung mit Energien, bei den Sicherheitsleistungen auf dem Gelände oder ganz einfach bei der Lieferung sauberer Arbeitskleidung aber auch außerhalb des Geländes wie bei der Analytik, der Entsorgung chemisch belasteter Sonderabfälle oder auch beim Thema Schallschutz. Die Erfahrungen von CURRENTA können also auch auf dem freien Markt genutzt und so zu einem Erfolgs-Faktor werden. Mit unserer Erfahrung und unserem Know-how als Dienstleister begleitet CURRENTA Kunden auf ihrem Weg zum Geschäftserfolg. Currenta GmbH & Co. OHG CHEMPARK 51368 Leverkusen www.currenta.com Ein Unternehmen von Bayer und LANXESS
3 inhalt T iTelThema Hebel zur Produktivitätssteigerung ABB Full Service verspricht Steigerung der Produktion durch eine optimierte Instandhaltung. Seiten 4-5 Saniertes Zuhause für Mikroorgansmen Industriepark Frankfurt Griesheim: Korrosionsschutzeinsatz am Biohochreaktor. Seiten 6-7 Mehr Service für Pumpen Siemens Prozessleitsystem Simatic PCS 7 und Asset Management verbessern die Instandhaltung im Chemiepark Marl. Seiten 8-9 Konzepte für jeden Bedarf Bilfinger Berger Industrial Services versteht sich als strategischer Partner seiner Kunden. Seiten 10-11 Kompetenz aus Erfahrung TÜV SÜD Chemie Service GmbH Full-ServiceProvider für Sicherheit und Zuverlässigkeit. Seiten 12-14 Dauerhaft Dicht Neuartige Dichtung von Tectrion für Kunststoffverbundsysteme mit TA-Luft-Zulassung. Seiten 16-17 Schnell, direkt, optimal Mobile Auftragsabwicklung für effektive Instandhaltung von Mainsite Technologies. Seite 19 Messen mit Sicherheit Durchflusskalibrierungen von Infracor. Seite 20 Praxisnahe Ausbildung der BA Sachsen Studiengang Service Engineering für die komplexen Prozesse der Instandhaltung. Seiten 22-23 S iTeS Für Ansiedlung gerüstet? Konzepte zur Standortvermarktung von Chemieund Industrieparks. Von Benjamin Fröhling. Seiten 24-25 Rettungsdusche auf sechs Rädern Neues Sonderfahrzeug "Gerätewagen Atemschutz/ Dekon" ist Novum unter deutschen Feuerwehrfahrzeugen. Seiten 26-27 Repower plant den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks - Investition von rund 340 Millionen Euro steigert Wettbewerbsfähigkeit des CHEMPARK Leverkusen. Seiten 28 - 29 Pharmaserv weiht neues Logistikzentrum ein Standort Behringwerke macht weiteren Schritt in eine erfolgreiceh Zukunft. Seiten 30 - 31 i nTer view Erfolg macht sexy! Interview mit Wolfgang Paczenski, Sprecher des Netzwerks Innovative Werkstoffe. Seiten 32 - 33 e xTraS Impressum, Fotohinweise, Termine, Kongresse. Seite 35 Sites & Services 3
4 TiTelThema n der Prozessindustrie werden einmal optimierte Produktionsabläufe ständig perfekt wiederholt, um höchste Qualität und Produktivität zu erreichen. Genauso kann die Produktion von einer professionalisierten Instandhaltung durch erfolgreiche Wiederholung weltweit erprobter und standardisierter Prozesse und Methoden zur Erhöhung der Produktivität profitieren. Die ABB Automation GmbH ist seit vielen Jahrzehnten im Bereich der Automatisierungsprodukte und -systeme in der chemischen Industrie bekannt. erhöhung betrachtet und muss sich gegenüber diesem Ziel rechnen. In unseren Projekten konnten wir immer wieder feststellen, dass mögliche Optimierungen der Instandhaltung trotz des Wissens um moderne Instandhaltungsstrategien wie RCM, TPM, 5S ... bei weitem nicht ausgeschöpft werden. Das liegt in der Regel an den bestehenden Strukturen. Instandhaltung wird als Cost Center betrachtet, die Mitarbeiter werden vor allem dann positiv wahrgenommen, wenn sie als "fire-fighter" erfolgreich "retten" konnten, Instandhaltung ist kein Kernprozess. Die Strategien sind häufig sicherheitsgetrieben und führen zu kaum mehr finanzierbaren Ersatz- tenreduzierung, Abbau von Personal und dessen Qualifikation bestehen kann, sondern in der Etablierung einer Dienstleistungskultur von motivierten und sehr gut ausgebildeten Instandhaltern, um die Produktivitätssteigerung tatsächlich zu erreichen. Daher ist die Ertragserhöhung aus der Produktivitätssteigerung im Vergleich zur Reduzierung des Instandhaltungsbudgets häufig doppelt so hoch. "Es ist immer wieder beeindruckend, wie die ehemaligen Mitarbeiter des Kunden trotz des anfänglichen Schocks über einen Betriebsübergang nach den ersten Erfolgserlebnissen mit ganz anderem Selbstbewusstsein ihren ehemaligen Kollegen gegenübertreten. Hebel zur Produktivitätssteigerung Zusätzlich bietet die ABB seit 20 Jahren nicht nur Dienstleistungen für eigene Systeme an, sondern übernimmt beim Kunden auf Wunsch die Verantwortung für die komplette Produktionsinstandhaltung. Weltweit hat ABB mehr als 8.000 Mitarbeiter von Kunden übernommen und ist für die Instandhaltung von mehr als 150 Produktionsstandorten verantwortlich. teillagern", sagt Daniel Lautensack, Director Strategic Business Development in der ABB Automation GmbH, Full Service, Mannheim. esentliches Kriterium für ein erfolgreiches Projekt ist die Übergabe einer leistungsorientierten Gesamtverantwortung. Eine solche Vereinbarung kann nur in Form einer langfristigen Partnerschaft funktionieren, in der durch gemeinsame Vertragsziele eine natürliche Zielkongruenz erzeugt wird. Gesamtverantwortung heißt für ABB daher: Festpreis mit vertraglicher Zusage einer Produktivitätssteigerung. Der Festpreis für die Instandhaltung inklusive geplanter und ungeplanter Reparaturen beinhaltet die Personalkosten der übernommenen Mitarbeiter, die bestehenden Service- und Dienstleistungsverträge, Ersatzteileinkauf und -lagerhaltung über einen Zeitraum von in der Regel 5 Jahren. ber die Langfristigkeit der Vereinbarung und die zugesicherte Produktivitätssteigerung ist für den Kunden sichergestellt, dass die Mittel für eine verfügbarkeitsorientierte Instandsetzung wirtschaftlich eingesetzt werden. Die Produktivitätssteigerung wird über die Gesamtanlageneffizienz (OEE) kontinuierlich gemessen. Durch die Kombination von Produktivitätssteigerung und Instandhaltungskostenoptimierung wird deutlich, dass das Ziel nicht in der alleinigen Kos- Es ist eine Dienstleistungsorientierung verbunden mit dem Wissen, durch ihr Know-how direkt zur Produktivitätssteigerung in der Produktion beizutragen, was sich in der partnerschaftlichen Anerkennung durch die ehemaligen Kollegen widerspiegelt", beobachtet Andreas Beyerle-Köster. n der Instandhaltung liegt ein erhebliches Potenzial, die Produktivität zu erhöhen und Kosten zu senken. Hierbei ist es weniger die Frage, ob diese Potenziale besser durch die interne Organisation oder externe Partner gehoben werden können, sondern vielmehr, wer von beiden die Potenziale schneller und verlässlicher heben kann. "ABB hat die Instandhaltungskonzepte schnell und erfolgreich für Myllykoski Paper in Anjalankoski, Finnland, umgesetzt. Schon jetzt wurden die zugesagten Ergebnisse erreicht", berichtet Tuoma Tuomela, geschäftsführender Direktor bei Myllykoski Paper Oy. Er sagt dies bereits 17 Monate nachdem ABB die komplette Instandhaltung einschließlich der Mitarbeiter und der vertraglichen Zusagen zur Produktivitätssteigerung übernommen hatte. "ABB Full Service" bedeutet die vertraglich vereinbarte Steigerung der Produktion durch eine optimierte Instandhaltung zu geringeren Kosten. Instandhaltung wird als Investition in eine ergebnisrelevante Produktivitätsverbesserung und Energieeffizienz- er Weg zu diesem gemeinsamen Ziel ist beim ABB Full Service ein weltweit erprobter mehrstufiger Prozess. Nach der grundsätzlichen Entscheidung des Kunden, ein solches Projekt zu prüfen, folgt die Potenzialanalyse, eine umfangreiche einwöchige Analyse der Ist-Situation und anschließende Ableitung verbindlicher Verbesserungspotenziale bezüglich Kosten und Produktivität. Bestätigen sich hier für alle Beteiligten die gesetzten Erwartungen, erfolgt nach der gemeinsamen Vertragsentwicklung und Start-up-Phase die Übernahme der Instandhaltung. Jetzt steht parallel zur Instandhaltung die Organisationsentwicklung im Vordergrund, denn eines ist klar: Produktivitätserhöhung durch Instandhaltung lässt sich nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern erreichen, die auf Grundlage von weltweit erprobten und standardisierten Instandhaltungsprozessen arbeiten. Kontakt: Andreas Beyerle-Köster, Vertriebsleiter Full Service, ABB Automation GmbH, E-Mail: andreas.beyerlekoester@de.abb.com Sites & Services 4
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6 ie Korrosionsschutzexperten von ThyssenKrupp Xervon haben gerade einen interessanten Einsatz erfolgreich abgewickelt: Im wahrsten Wortsinne unter Hochdruck setzten sie die biologische Abwasser-Kläranlage im Industriepark Frankfurt Griesheim instand. Im Industriepark Griesheim übernehmen zwei so genannte Biohochreaktoren die biologische Reinigung der Abwässer aus den chemischen Anlagen, bevor diese in den Main geleitet werden. 20 Meter hoch sind die jeweils 18.000 m3 fassenden Tanks, in denen aerobe Organismen Kohlenstoffverbindungen aerob zu CO2, H2O, Energie, Nitraten und Phosphaten umwandeln. Vereinfacht gesagt: Mikroorganismen bauen unter Zugabe von Luft die organischen Substanzen im Abwasser ab. Da es sich bei den Biohochreaktoren um Stahltanks handelt, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem die Reaktoren innen wie außen auf Schadstellen überprüft und ihre Korrosionsschutzbeschichtung erneuert werden muss. Das war im Industriepark Griesheim im vergangenen Jahr der Fall. Von April bis September 2009 haben Korrosionsschützer von ThyssenKrupp Xervon einen der beiden Reaktoren instand gesetzt. und 7.000 m2 Stahl und Blech hat das fünf Mitarbeiter starke Team in dieser kurzen Bauzeit untersucht, abhängig vom Schadensmaß partiell oder auch großflächig im Hochdruckstrahlverfahren von vorhandenem Rost befreit und anschließend neu beschichtet. Ein ehrgeiziger Zeitplan. Da war es von Vorteil, dass auch die Gerüstbaumannschaft von ThyssenKrupp Xervon gestellt wurde. So war eine besonders enge und damit zeitsparende Abstimmung der beiden Gewerke gewährleistet. In einem ersten Arbeitsschritt haben die Gerüstbauer ein verfahrbares Hängegerüst montiert, von dem Industriepark Frankfurt Griesheim: Korrosionsschutzeinsatz am Biohochreaktor Saniertes Zuhause für Mikroorganismen aus die Arbeiten im Außenbereich des Biohochreaktors durchgeführt worden sind. Die zehn Gerüstbauer zählende Mannschaft war außerdem zuständig für die rund 7.900 m3 große, technisch höchst anspruchsvolle Einrüstung des trichterförmigen Reaktorinneren sowie die Einrüstung der sogenannten Räumer, mit denen im laufenden Betrieb der Klärschlamm aus dem Stahltank herausgeschafft wird. Besondere Herausforderung dabei: die Räumer mussten trotz Einrüstung verfahrbar bleiben, damit die Korrosionsschützer Zugang zu jedem noch so kleinen Bereich hatten. Hinzu kam als weitere Aufgabenstellung die Montage diverser Kleingerüste, die mehr oder weniger auf Zuruf für alle an der Sanierung beteiligten Gewerke montiert wurden das waren neben den Korrosionsschützern auch Rohrleitungs- und Stahlbauer. ur Beschichtung des Biohochreaktors wurden außen wie innen zwei unterschiedliche Korrosionsschutzsysteme eingesetzt, die beide speziell für den Abwassereinsatz geprüft sind. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl: Die Beschichtung muss schwankenden pH-Werten standhalten und beständig gegen aggressive Abwässer sein. Weil aber jeder Einsatzfall seine ganz spezifischen Bedingungen aufweist, werden die zu verwendenden
7 Beschichtungssysteme generell in Zusammenarbeit mit dem Kunden, dem Beschichtungsstoffhersteller und dem Verarbeiter ausgewählt. In intensiven Vorgesprächen werden Belastungsfälle "durchgespielt" und mit dem Beschichtungsstoffhersteller Systemaufbauten festgelegt. egen ihrer winkligen Konstruktion erhielten die Räumer im Reaktorinneren und die Tragkonstruktion im Außenbereich eine ca. 400 µm starke Dreifachbeschichtung. Wegen der kleineren Flächen sowie der Vielzahl an Ecken und Kanten dieser Bauteile konnte durch die Dreifachbeschichtung sichergestellt werden, dass wirklich alle Stellen mehrfach mit Beischichtungsmaterial überdeckt wurden. Bei dem aufgetragenen Material handelt es sich um einen auf Epoxydharz basierenden Zweikomponentenstoff, der mit Eisenglimmer verstärkt ist. Eisenglimmerhaltige Korrosionsschutzbeschichtungen zeichnen sich durch eine hohe Wetterbeständigkeit aus. Die Eisenglimmerplättchen haben sozusagen eine "Barrierewirkung". Hierunter ist eine Verlängerung der Diffusionszeit zu verstehen. Außerdem weist Eisenglimmer an den Grenzflächen eine geringere Haftung gegenüber den meisten organischen Bindemittelsystemen vor. Dadurch können Spannungen, die während des Alterungsprozesses in Beschichtungen auftreten, abgebaut werden. Appliziert wurde der Korrosionsschutz hauptsächlich mit Pinsel und Rolle in Teilbereichen auch im Airless-Spritzverfahren. Zur besseren Haftung der Beschichtungen wurden sämtliche zu behandelnden Flächen nach Normreinheitsgrad Sa 2,5 gestrahlt. Um auch bei den partiellen Anstrichen eine innige Verbindung zwischen alten und neuen Anstrich zu gewährleisten, wurden die Randbereiche sorgfältig angestrahlt, sodass die Oberfläche gereinigt war und die erforderliche Mindestrautiefe aufwies. peratur von ca. 70 - 80°C erwärmt und im Airless-Verfahren auf die zu behandelnden Flächen gespritzt. Besonderheit: Eine Heißbeschichtung besteht aus nur einer Schicht. Bei diesem Einsatzfall lag die aufgetragene Schichtdicke zwischen 600 1.000 µm. Grundsätzlich sind mit diesem Beschichtungssystem Schichtdicken von bis zu 2.500 µm möglich. Wegen seiner breiten Einsatzmöglichkeit setzen es die Korrosionsschützer von ThyssenKrupp Xervon sehr häufig zum Beschichten von Tanks in der petrochemischen Industrie ein. Aufgetragen wird der heiße Schutz mit einer speziellen Beschichtungsmaschine, die außer einem statischen Mixer, einer 2-Kolben-Pumpe, einem Schlauchpaket und einer AirlessSpritzpistole wie könnte es anders sein eine Einrichtung zum Aufheizen der Beschichtung besitzt. ämtliche anderen Schadstellen größere Flächen ohne störende Einbauten wurden mit einer lösemittelfreien Heißbeschichtung geschützt. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Zweikomponentensystem auf Epoxydharzbasis, das überwiegend als Innenbeschichtung für Behälter eingesetzt wird. Die Beschichtung ist physiologisch unbedenklich, sehr gut dekontaminierbar und elektrostatisch ableitfähig. Die beiden Einzelkomponenten dieses Systems (Stammkomponente und Härter) sind lösungsmittelfrei und in kaltem Zustand extrem zähflüssig. Erst bei Erwärmung werden die Komponenten fließfähig und lassen sich verarbeiten. Deshalb wird das Beschichtungsmaterial auf eine Tem- ittlerweile sind die Instandsetzungsarbeiten am Biohochreaktor beendet, die Gerüste demontiert. Projektleiter Ralf Buch vom ThyssenKrupp Xervon-Standort Raunheim resümiert: "Das ist bereits die dritte Reaktor-Instandsetzung, die wir erfolgreich für diesen Auftraggeber durchführen konnten." Weitere Informationen: www.thyssenkruppxervon.de Sites & Services 7
8 Foto oben: Der Pumpenprüfstand bei Infracor in Marl im Überblick Mehr Service für Pumpen ur kontinuierlichen Verbesserungen der Serviceleistungen wurde bei Infracor im Chemiepark Marl in 2008 ein neuer vollautomatischer Pumpenprüfstand in Betrieb genommen. Ausgerüstet mit dem Siemens Prozessleitsystem Simatic PCS 7 und Asset Management wird dadurch die Instandhaltung entscheidend verbessert. Der Chemiepark Marl gehört zu den größten Chemieparks in Deutschland. Gemanagt wird er vom Standortbetreiber und Komplettdienstleister Infracor GmbH. Die umfassenden Infrastruktur- und Servicedienstleistungen sind in vier Gebieten gebündelt: Ver- und Entsorgung, Technik, Logistik und Standortmanagement. Sie reichen von der Erbringung einzelner Dienstleistungen über die Betreuung kompletter Produktionsprozesse bis zum Betreiben komplexer Chemiestandorte. Sites & Services 8 Leistungen für bessere Instandhaltung Zum umfassenden Dienstleistungsspektrum der Infracor im Chemiepark Marl gehören auch Maßnahmen rund um die Instandhaltung, Revision und Anlagenbetreuung. Mit innovativen Lösungen will man kontinuierlich die Verfügbarkeit der Produktionsanlagen erhöhen und Instandhaltungskosten senken. Für die rund 20.000 Pumpen, von denen etwa 6.000 jährlich im Pumpenservice instandgesetzt werden, wurde 2008 ein neuer Pumpenprüfstand eingerichtet. Die Entwicklung und Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Siemens. Der Pumpenprüfstand ist mit dem kompakten Prozessleitsystem Simatic PCS 7 Box inklusive den neuesten Asset Management-Funktionalitäten für Pumpen ausgerüstet. Die Prüfbank ist in der Höhe einstellbar und für unterschiedlich große Pumpen bis zu einer hydraulischen Leistung von 100 m³/h vorgesehen. Verschiedene Passstücke ermöglichen den richtigen mechanischen Anschluss der Pumpe an den Hydraulikkreislauf. Asset Management für Pumpen mit SIMATIC PCS 7 Kernstück der Prozessautomatisierung im Pumpenprüfstand ist das in Simatic PCS 7 integrierte Asset Management mit den Funktionsbausteinen PumpMon und AssetMon. Der PumpMon-Baustein ermöglicht es, vorhandene Prozessdaten, die den Betriebszustand einer Pumpe charakterisieren, so aufzubereiten, dass Rückschlüsse auf die tatsächliche hydraulische Leistung der Pumpe gezogen werden können. Damit wird der aktuelle Zustand einer Pumpe detailliert erfasst und dokumentiert. Mit dem Baustein AssetMon können aus Prozess- und errechneten Daten
9 die für das Asset Management relevanten Informationen interpretiert und weitergegeben werden. Damit lassen sich neben den bisherigen Pumpenuntersuchungen, bei denen nur die klassischen mechanischen Kennwerte ermittelt wurden, zusätzliche Qualitätsnachweise an Strömungsmaschinen durchführen. tung bringt. "Genau das ist der Vorteil des Projekts für unsere Technik. Die Qualitätsnachweise an Strömungsmaschinen sind ein weiterer Baustein in unserem Angebot an integrierten Dienstleistungen", so Infracor-Geschäftsführer Andreas Bonhoff. Vorteile für Ausbildung und Schulung Auch die Mitarbeiter profitieren von den Möglichkeiten des neuen Pumpenprüfstandes und der Vielfältigkeit der Leittechnik. So lässt sich zu Demonstrationszwecken beispielsweise mit einer manuellen Drosselung in der Wasserstrecke die Pumpe in den Kavitationszustand bringen, so dass sich die Mitarbeiter mit dem Erkennen und Vermeiden dieses unerwünschten Betriebszustandes er neue Prüfstand ermöglicht zum Beispiel die Konformitätsprüfung neuer Pumpentypen mit den Herstellerdaten vor der Erstinstallation in einer Produktionsanlage. Zudem kann die exakte Leistung einer Pumpe nach einer Reparatur dokumentiert werden, so dass sichergestellt ist, dass die Reparatur erfolgreich war und die Pumpe im Betrieb wieder die gewünschte Leis- vertraut machen können. Gleichzeitig dient Simatic PCS 7 mit seinen verschiedenen Anschlussvarianten (Profibus DP/PA und Ex-sichere Anschlüsse) auch als Schulungssystem für den Bereich der Prozessleittechnik insgesamt. "Im Pumpenkompetenzzentrum ist jetzt eine noch intensivere Vorbereitung der zukünftigen Fachkräfte für Instandhaltung und Produktion möglich. Gleichzeitig erweitert sich das Fortbildungsangebot für Betriebsmitarbeiter so lernen auch unsere Fachkräfte kontinuierlich dazu", erläutert Ausbildungschef Dr. Hans Jürgen Metternich. Mehr Informationen: www.siemens.de/chemie Grafik unten: Mit SIMATIC PCS 7 und der integrierten Asset ManagementFunktion lassen sich Pumpen einfach überwachen Sites & Services 9
10 Konzepte für jeden Bedarf Bilfinger Berger Industrial Services versteht sich als strategischer Partner seiner Kunden er Industrieservice profiliert sich zunehmend als eigenständige lösungsorientierte Branche. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat die Bilfinger Berger Industrial Services GmbH (BIS Group), die zu den weltweit führenden Anbietern von Industrieservices und Anlagentechnik mit Fokus auf Prozessindustrie und Energiewirtschaft zählt. Mit 27.000 Beschäftigten bietet die innerhalb von Bilfinger Berger als Teilkonzern geführte BIS Group den Kunden komplexe Industriedienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer Anlage einschließlich Engineering, Fertigung und Montage. Bei einem hohen Anteil an Eigenleistung aus einer Hand werden komplementäre Gewerke gebündelt und Planungs-, Management- sowie Ausführungskompetenzen bis hin zu Komplettlösungen verknüpft. Die BIS Group erzielt eine Jahresleistung von rund 3 Mrd. Euro. Insbesondere in Zentraleuropa wurde die Marktposition in der jüngsten Vergangenheit durch die Integration des österreichischen Industrie- und Kraftwerksdienstleisters MCE deutlich ausgebaut. Die BIS Group versteht sich als strategischer Partner ihrer Kunden, der sich sowohl bei anspruchsvollen Projekten als auch bei der Entwicklung und Umsetzung langfristiger Servicekonzepte durch Qualität und Zuverlässigkeit auszeichnet. Die Servicemodelle reichen von wettbewerbsorientieren Einzelbeauftragungen, Projektaufträgen und Rahmenverträgen über umfassende Kooperationen durch Main Contracting Sites & Services 10
11 bis hin zu Full-Service-Leistungen. Dabei bringen die Partnerschaftskonzepte Main Contracting und Full Service die größten Effizienzeffekte. So umfasst das Full-Service-Vertragskonzept von BIS den Leistungsumfang nach DIN 31051, einen vereinbarten, jährlich sinkenden Festpreis und die Übernahme aller Instandhaltungsressourcen des Vertragspartners, also Personal, Material sowie sämtliche die Instandhaltung betreffenden Betriebsmittel. Zudem beinhaltet es vereinbarte Leistungskennzahlen, beispielsweise Anlagenverfügbarkeit und Reaktionszeit, sowie für das Personal im Einzelnen festzulegende Besitzstandsgarantien. Instandhaltungs-Controlling, was nicht zuletzt Voraussetzung für die zunehmend wichtiger werdende präventive Instandhaltung ist. Zugleich schafft diese Systemlösung Kostentransparenz. Eine effektive Zustandsüberwachung wird mit Condition-Monitoring-Techniken wie Schwingungsmessungen, Thermografie oder Ölanalysen sichergestellt. Wie beim Planungs- und Steuerungssystem entfallen auch hier für den Kunden Non-Core-Investitionen. in weiteres Entscheidungskriterium für die Kunden ist das von der BIS entwickelte regionale Kooperations-Management. Es ermöglicht das Sharing von Materialressourcen ebenso wie die Verfügbarkeit und den flexiblen Einsatz von Fachkräften. Dieser Lösungsansatz trägt durch günstige Beschaffungsund Lagerkonditionen ebenso zur Reduzierung der Kapitalbindung bei wie umfassende Geräte-Services. Das Full-Service-Vertragskonzept von BIS ist damit klar ausgerichtet auf Steigerung der Instandhaltungseffizienz und Anlagenverfügbarkeit sowie nachhaltige Kostenreduzierung. Auch die übernommenen Instandhaltungsmitarbeiter profitieren. Sie wechseln zu einem führenden Industrieservicespezialisten und damit in ein professionelles Umfeld, in dem ihnen vielfältige Angebote zur Sicherung ihrer beruflichen Qualifikation zur Verfügung stehen. Sites & Services 11 Fotos: BIS Group ostenreduktion und Leistungssteigerung sind die Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Full-ServiceInstandhaltung. Dies realisiert BIS mit modernen IT-Systemen und innovativer Instandhaltungsmethodik. So sorgt intelligente Instandhaltungsplanung und -steuerung für ein automatisiertes
12 ls Full-Service-Provider für die Chemie- und Pharmaindustrie bietet die TÜV SÜD Chemie Service GmbH mit Sitz in Leverkusen integrierte Dienstleistungen rund um die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Chemieanlagen an. Ihre Wurzeln hat die Tochtergesellschaft der TÜV SÜD AG in der Eigenüberwachung von Bayer, Dow Olefinverbund und Hoechst. "Durch unsere Herkunft haben wir nicht nur das entsprechende Expertenwissen, sondern auch umfangreiche Erfahrungen rund um die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Chemieanlagen", sagt Geschäftsführer Dr. HansNicolaus Rindfleisch. "Unsere Mitarbeiter und Sachverständigen kommen alle aus der chemischen Industrie und haben dort umfangreiche Berufserfahrungen als Betriebs- und Projektingenieure gesammelt." Erst im Sommer 2009 hat TÜV SÜD Chemie Service die Technische Überwachung der Dow Olefinverbund GmbH übernommen und damit das Leistungsangebot für die Chemieindustrie weiter ausgebaut. "Mit dieser Übernahme haben wir unseren Auftritt in Mitteldeutsch- land deutlich gestärkt", erklärt Dr. Rindfleisch. "Das ist auch ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass die Vor-Ort-Präsenz in den Chemie- und Industrieparks und die Nähe zu unseren Kunden entsprechend unseres Selbstverständnisses als Dienstleister von ganz entscheidender Bedeutung sind." ie Leistungen von TÜV SÜD Chemie Service umfassen Prüf- und Unterstützungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus von Chemieanlagen von der Planung und Beschaffung über die Montage/Inbe- Kompetenz aus Erfahrung TÜV SÜD Chemie Service GmbH Full-Service-Provider für Sicherheit und Zuverlässigkeit triebnahme und den Betrieb sowie die Instandhaltung bis zur Stilllegung und zum Rückbau. "Unsere Kunden profitieren von unserem ganzheitlichen Ansatz und von unserem durchgängigen Qualitätsmanagement", betont der Geschäftsführer. "Als One-stop-Dienstleister bieten wir Anlagensicherheit von Anfang an aus einer Hand." esentliche Dienstleistungen der TÜV SÜD Chemie Service betreffen die ganzheitliche Anlagenüberwachung in der Betriebsphase. Dazu zählen beispielsweise die Prüfung einer Anlage vor der Inbetriebnahme, die Unterstützung bei der Erstellung von Gefährdungs- und Risikoanalysen sowie die Entwicklung und Implementierung von erfahrungs- bzw. risikobasierten Inspektionsstrategien. Darüber hinaus unterstützen die Experten die Anlagenbetreiber durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement in der Beschaffungsphase, beispielsweise durch die Hilfe bei der Herstellerauswahl und Auditierung sowie bei der konstruktiven Gestaltung und Festlegung der Spezifikationen. Die Leistungen in der Betriebs- und Beschaffungsphase werden durch ein umfassendes Datenmanagement mittels einer speziellen SAP-basierten Software ergänzt. "Mit TIDOC® der Technical Inspection Documentation bieten wir eine lückenlose technische Dokumentation der Anlagen inklusive der Terminierung, Abwicklung und Dokumentation aller vorgeschriebenen beziehungsweise nötigen Prüfun- Foto: Ultraschall Wanddickenprüfung Sites & Services 10 Sites & Services 12
13 Foto: Wiederkehrende Prüfung eines kontaminierten Behälters gen", erklärt Dr. Rindfleisch. "Damit leisten wir natürlich auch einen wichtigen Beitrag zum Compliance Management unserer Kunden." Die erklärten Ziele von TÜV SÜD Chemie Service sind die weitere Festigung der Marktführerschaft in Deutschland und der kontinuierliche Ausbau der Position als internationaler Branchendienstleister. "Die meisten Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie sind global aufgestellt", erklärt Dr. Rindfleisch. "Bei unseren Kunden sehen wir ein wachsendes Bedürfnis, Dienstleistungen weltweit aus einer Hand und auf einem vergleichbaren Qualitätsniveau zu beziehen." Die Leistungen der TÜV SÜD Chemie Service im Detail Beschaffung von Apparaten und Rohrleitungen · Qualitätsmanagement bei Investi- ls logische Folge hat TÜV SÜD Chemie Service im Jahr 2006 die internationale Präsenz durch die Übernahme des US-amerikanischen Dienstleisters PetroChem Inspection Services mit 400 Mitarbeitern und durch den Aufbau einer Niederlassungsstruktur in China mit momentan 25 Mitarbeitern deutlich ausgeweitet. "Durch diese Standorte sind wir in der Lage, unsere Kunden in wichtigen Chemieregionen auf der ganzen Welt zu unterstützen und bei Problemen auch zeitnah vor Ort zu sein." Foto: Dr. Hans-N. Rindfleisch, CEO TÜV SÜD Chemie Service GmbH · · · tionsprojekten im In- und Ausland unter Anwendung von nationalen/ internationalen Regelwerken (z. B. AD 2000, EN 13445/ EN 13480, ASME, China GB), landesspezifischen Vorschriften und Kundenspezifikationen Unterstützung bei der Herstellerauswahl/Auditierung Überprüfung von Spezifikationen für Beschaffungsvorgänge Unterstützung bei Fragen zu konstruktiver Gestaltung und werkstoffspezifischen/ schweißtechnischen Anforderungen Festigkeits-, Standsicherheits- und Stabilitätsberechnungen Stress- und Sonderberechnungen (z. B. FEM) . . . weiter auf Seite 14 Sites & Services 13
14 · Fertigungsüberwachung und Qua· · litätssicherung Zulassungen, Prüfungen und Zertifizierungen nach DGRL Expediting · Schulungen von Betriebspersonal/ · Befähigten Personen Unterstützung bei der Implementierung von Knowledge Based Inspection/ RBI-/TÜV-RoiM®Verfahren Werkstofftechnik Anlagenüberwachung · Gutachterliche Stellungnahmen · Unterstützung bei sicherheitstech· · · (Wasserrecht, BImSchG, BetrSichV) · Einsatz klassischer und innovativer · mechanisch-technologische Prü· metallographische Prüfungen und · · · · · · fungen Gefügebeurteilungen (stationär und mobil) Corrosion Monitoring Schadensanalysen und Gutachten Labor für Kunststoffprüfung und Zeitstanduntersuchungen Werkstoffeinsatz- und Korrosionsschutzgutachten Unterstützung bei der Werkstoffauswahl bei Korrosions- und Beständigkeitsfragen Unterstützung bei Fragen zu Dichtungssystemen zerstörungsfreier Prüfmethoden · · · · · nischen Fragen und Konzepten Unterstützung bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen Systematische Sicherheitsbetrachtungen Prüfungen in der Betriebsphase von Anlagen nach BetrSichV und Wasserrecht, von Maschinen, Krananlagen und Hebezeugen sowie dem Transportrecht unterliegenden Behältern Prüfung von MSR-Sicherheits-/PLTSchutzeinrichtungen und Prüfungen zum Explosionsschutz Schadensanalysen und -bewertungen Prüfung von Instandhaltungsmaßnahmen Beurteilung von Fachwerkstätten und Fachbetrieben nach WHG Datenverwaltung und Prüfterminverfolgung mit eigenen DV-Tools (SAP-basiert oder Stand-aloneLösung) der TÜV SÜD AG zeichnet sich durch ihre Branchenorientierung und ihre modernen, ganzheitlichen Dienstleistungen aus. Dazu gehören auch die Prüf- und Zertifizierungsleistungen einer Benannten Stelle bzw. einer Zugelassenen Überwachungstelle (ZÜS). Ausgehend von Standorten in Deutschland, den USA und China bieten die Experten ihre Dienstleistungen weltweit an. Die TÜV SÜD AG ist ein international führender Prüf- und Zertifizierungsdienstleister mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und MENSCH. Rund 14.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden. Kontakt: TÜV SÜD Chemie Service GmbH Georg Moravec Kaiser-Wilhelm-Allee, Geb. B407 51368 Leverkusen Deutschland Tel.: +49 (0)214 30-28183 Fax: +49 (0)214 30-28197 E-Mail: georg.moravec@tuev-sued.de www.tuev-sued.de/chemieservice Profil: Die TÜV SÜD Chemie Service GmbH ist aus den Eigenüberwachungen der Chemie-/Pharmakonzerne Bayer, Dow Olefinverbund, Hoechst und der Werkstofftechnik von Hoechst hervorgegangen. Die 100-prozentige Tochter Foto: Prüfung des Explosionsschutzes Sites Services 12 Sites && Services14
15 DIE ZUKUNFT LIEGT DIREKT AM RHEIN. CHEMPARK der richtige Standort für innovative Werkstoffe. Der CHEMPARK ist einer der bedeutendsten Standorte Europas für Chemie- und chemienahe Unternehmen. In bester Lage direkt am Rhein bietet er ideale Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Produktion "Innovativer Werkstoffe" und überzeugt durch vielfältige Produktverbünde, ein umfassendes Service-Portfolio sowie eine hochfunktionsfähige Infrastruktur mit direkter Anbindung der drei CHEMPARK Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen an den Rhein. Currenta GmbH & Co. OHG CHEMPARK 51368 Leverkusen www.chempark.de Powered by CURRENTA
16 Neuartige Dichtung für Kunststoffverbundsysteme mit TA-Luft-Zulassung Dauerhaft Dicht ls erste ihrer Art erhält die Flachdichtung Tectrion Pro-GFK T504 die TA-Luft-Zulassung gemäß VDI 2440 für Kunststoffverbundsysteme und setzt neue Standards in der Luftreinhaltung mit Kunststoffverbundsystemen. Beständig gegen Chemikalien und gegen Alterungsprozesse bei der Abdichtung von GFK-Leitungen bleibt die Neuentwicklung nicht nur dauerhaft dicht, auch das Nachziehen der Flanschverbindung entfällt. Auf diese Weise lassen sich Instandhaltungskosten spürbar senken. Insbesondere in der chemischen Industrie, wo glasfaserverstärkte Kunststoffrohre, kurz GFK-Rohre, immer häufiger eingesetzt werden, sollte das neue Produkt auf "offene Ohren" stoßen. Denn die Abdichtung von Flanschverbindungen im Kunststoffbereich ist seit längerem eine Herausforderung. n den letzten Jahren werden Kunststoffverbundsysteme immer häufiger bei hohen Chemiebelastungen sowie steigenden Temperaturen und Drücken eingesetzt. Die Mindestflächenpressung der bislang eingesetzten PTFE-Dichtungen erfordert jedoch Anzugsmomente, die das Kunststoffverbundsystem an die eigene Festigkeitsgrenze führen können. Im Extremfall droht die GFKFlansch-Verbindung im Betrieb undicht zu werden, sodass aufwendige und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten erforderlich werden, um den laufenden Betrieb einer Anlage aufrecht zu erhalten. Früher wurden bei niedrigen Belastungen "weiche" Gummidichtungen für die Kunststoffrohrleitungen verwendet. Später sorgten Gummidichtungen mit Stahlkern für dichte Rohrleitungen. Ein Problem blieb bestehen: Gummi ist sowohl gegen Chemikalien als auch gegen Alterungsprozesse nur unzureichend beständig. Als Alternative kamen verschiedenste Dichtungen aus Polytetrafluorethylen, kurz PTFE, zum Einsatz. Doch auch diese stellten in der Praxis keine optimale Lösung dar: Die Instandhalter wurden regelmäßig durch die Anlagen geschickt, um jede einzelne Flanschverbindung nachzuziehen. Ein Vorgang, der teuer und zeitintensiv ist. inerseits zeichnet sich PTFE als sehr reaktionsträge aus und eignet sich daher gut für aggressive Chemikalien, andererseits erweist sich die notwendige Mindesteinbauflächen- und betriebsflächenpressung als signifikantes Problem. Darüber hinaus führen die nötigen Anzugsmomente das Kunststoffrohrverbundsystem zwangsläufig an die eigene Festigkeitsgrenze. Insbesondere das Relaxationsverhalten der GFK-Losflansche verursacht bei hohen Anzugsmomenten bereits nach relativ kurzer Zeit den Abbau der aufgebrachten Spannungen vor allem bei Temperaturbeanspruchung. In der Folge droht das System undicht zu werden. Eine Störung, für deren Beseitigung erhöhte Personal- und Wartungskosten entstehen, die mit einer explizit für Kunststoffverbundsysteme zugeschnittenen Dichtung vermeidbar wären. Aus der Praxis lässt sich ableiten das die für heutige Ansprüche optimale Sites & Services 16
17 Dichtung folgende Eigenschaften besitzen muss: Als erstes müssen die hervorragenden chemischen Beständigkeiten von PTFE erhalten bleiben. Zum Zweiten muss die Dichtung eine relativ hohe Rückfederrate aufweisen und zum Dritten dürfen die Anzugsmomente das Flanschsystem nicht übermässig belasten. Nur in dieser Kombination ist es möglich, dauerhaft dichte und sichere Kunststoffrohrverbundsysteme zu betreiben. Flachdichtung mit TA-Luft-Zertifizierung Die Herausforderung liegt in der langfristigen Leistungsgarantie von professionellen PTFE-Dichtungen. Aus dieser Erkenntnis, entwickelte der Industriedienstleister Tectrion - vormals Technische Dienste der Bayer Industry Services - in seiner hauseigenen Kunststoffwerkstatt und in Zusammenarbeit mit Bayer MaterialScience eine Flachdichtung mit genau den geforderten Eigenschaften eine Dichtung, die im GFK-Flansch dicht bleibt und als erste und einzige ihrer Art über das TA-LuftZertifikat für Kunststoffverbundsysteme verfügt. inen hohen Stellenwert nimmt in diesem Zusammenhang die Prüfung im realen Kunststoffverbundsystem mit GFK-Losflanschen ein. Nach kompletten Temperatur- und Druckwechseln folgte der für die Zertifizierung notwendige Belastungstest. Dabei wurden die Schrauben im Prüfungsverlauf nicht nachgezogen. Die TA-Luft-Prüfung erfolgte mit der verbleibenden Restflächenpressung direkt am Kunststoffverbundrohr und nicht, wie heute oft üblich, zwischen Prüfplatten. Der TÜV bescheinigte nach der Prüfung eine für PTFE-Dichungen dreimal höhere Restflächenpressungen im Kunststoffverbundsystem - ein bislang einmaliger Wert im Vergleich zu bisherigen PTFE-Dichtungen. Zudem ist die neue Dichtung - im Gegensatz zu DIN- und EN-Abmessungen - speziell auf die vorgegebenen Durchmesser von Kunststoffverbundsystemen abgestimmt und liegt jederzeit perfekt zentriert in den Losflanschen. Sparen bei der Instandhaltung nwender profitieren von der Neuentwicklung mehrfach: Undichte Kunststoffverbundsysteme gehören mit einer chemisch beständigen und langfristig dichten PTFE-Dichtung ab sofort der Vergangenheit an. Zudem werden die Instandsetzungsintervalle für die Dichtungen drastisch verlängert und in der Folge die Kosten stark reduziert. Waren GFK-Leitungen zudem bislang nach TA-Luft überhaupt nicht nutzbar, können sie jetzt auch für luftgefährdende Stoffe verwendet werden. Von den Vorteilen überzeugt ist beispielsweise das Unternehmen Bayer MaterialScience (BMS). Für ihre zwei neuen Produktionsanlagen in China hat die BMS tausende Exemplare der Dichtung geordert und installiert. Mit der Entwicklung der neuen Dichtung, die in verschiedenen Nennweiten von DN 15 bis DN 600 hergestellt wird, ist ein wichtiger Schritt nach vorn gelungen, damit sich Kunststoffverbundsysteme in chemischen Anlagen sicher und wirtschaftlich betreiben lassen, wovon Anlagenbetreiber und Instandhalter gleichermaßen profitieren. Eine Jury namhafter Instandhaltungs-Experten zeichnete die neue Dichtung mit dem Maintainer Award 2010 in der Kategorie "Innovative Produkte" aus. Autor: Dipl.-Ing. Ralf Breihan, Werkstattleiter "Nichtmetallische Werkstoffe", Tectrion GmbH, www.tectrion.de Weitere Informationen und Auskünfte: dichtungen@tectrion.de Vorteile der Dichtung im Überblick: Vorteile der Dichtung gemäß VDI 2440 · TA-Luft-Zertifikat im Überblick: · Bis zu dreifach höhere Betriebsflächenpressung mit GFK-Losflan- TA-Luft-Zertifikat gemäß VDI 2440 schen selbst bei Betriebsflächen- Bis zu dreifach höhereTemperatur- und Druckwechsel pressung mit GFK-Losflanschen selbst · Temperatur- und Druckwechsel bei Gute Standfestigkeit durch hohe Rückfederrate - Gute Standfestigkeit durch hohe Rück· Universal beständig gegen Chemifederrate kalien -· langfristiger Investitionsschutz Universal beständig gegen Chemikalien -· beständig gegen Alterungsprolangfristiger Investitionsschutz - beständig gegen Alterungsprozesse zesse Geltungsbereich der TA-Luft-Zulassung: Geltungsbereich der TA-Luft-Zulassung: · Betriebsüberdruck bis max. 10 bar · Betriebsüberdruck bis max. 90 °C · Betriebstemperatur bis max. 10 bar · im Kunststoffverbundsystem 90 °C Betriebstemperatur bis max. · Mindestflächenpressung im Einbau· im Kunststoffverbundsystem · zustand 10 MPa Mindestflächenpressung im Einbauzustand 10 MPa Sites & Services 17
18 www.tuev-sued.de/chemieservice TÜV SÜD Chemie Service Kompetenz für eine ganze Branche Wir sind Ihr Partner für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Anlagen in der Chemie- und Prozessindustrie. Weltweit. TÜV SÜD Chemie Service GmbH · Kaiser-Wilhelm-Allee, Geb. B407 · 51368 Leverkusen Tel.: 0214 30-28183 · Fax: 0214 30-28197 · E-Mail: vertrieb.chemieservice@tuev-sued.de Sites & Services 15
19 Schnell direkt optimal Mobile Auftragsabwicklung für effektive Instandhaltung. ei der Erbringung technischer Dienstleistungen setzt das Industrie Center Obernburg auf modernste Technologie. "Für den Bereich Instandhaltung haben wir zusammen mit SKF in Schweinfurt ein mobiles System entwickelt, das es ermöglicht, direkt beim Kunden, Auftragsdetails und Zustandsdaten einer Anlage mit dem ERP-System (Enterprise Ressource Planning System) papierlos auszutauschen", erläutert Projektleiter Jürgen Oeser von Mainsite Technologies. Gleichzeitig können Informationen oder Arbeitsanweisungen an den Monteur online übermittelt werden. Dies geschieht mittels Einsatzes mobiler Datenerfassungssysteme. Sie ermöglichen eine einfache, zeitnahe und fehlerfreie Auftragsabwicklung und Maschinenzustandsdatenerfassung direkt an der Produktionsanlage. "Die Software ist sehr benutzerfreundlich und hardwareunabhängig. Vom Laptop bis zum Handy ist jedes Gerät einsetzbar", erläutert Application Manager Reinhard Jansen von Mainsite. Der Monteur kann alle Informationen, die im Mainsite ERP-System hinterlegt sind, mobil abrufen und muss nicht auf einen schriftlichen Auftrag warten. Jeder Benutzer kann Daten abrufen und verschicken und ist so immer auf dem aktuellen Stand. rsatzteile oder Halbzeuge können aus dem Lager abgerufen werden, was eine deutliche Zeitersparnis bedeutet. Vorteil für den Kunden: Dank des schnelleren Informationsaustauschs und die dadurch schnellere Materialbeschaffung reduzieren sich die Stillstandszeiten seiner Anlagen. Auch in der Reduzierung möglicher Fehlerquellen liegt ein großer Vorteil. Während bisher handschriftliche Angaben auf Papier falsch interpretiert werden konnten, erfolgt die Dateneingabe bzw. der -abruf jetzt durch den Benutzer in das mobile System. So kann der Vorgesetzte die Daten jederzeit auf Richtigkeit und Vollständigkeit kontrollieren. ür den Anwender entsteht eine optimale Lösung, in die das Fachwissen der Mainsite und die über 100-jährige Erfahrung und das Know How der SKF im Bereich der Bewegungstechnik und Instandhaltung einfließen. Eingebunden ist das neue System im Rahmen eines Forschungsvorhabens mit dem Titel "Maintenance Supply Chain Optimisation", kurz MSCO. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Logistikkonzepts, das für ein verkehrsoptimiertes Ersatzteilmanagement (ETM) sorgen soll. Im Zentrum des ambitionierten Forschungsprojektes steht die Optimierung entlang der gesamten Lieferkette, angefangen von der Bedarfsmeldung bis zur Endmontage des Ersatzteils an der Anlage des Kunden. Diese unternehmensübergreifende Betrachtung der MSCO eröffnet bisher unerschlossene Optimierungspotenziale, die weit über unternehmensinterne Verbesserungen hinausgehen. Neben Mainsite Technologies beteiligen sich an diesem Forschungsvorhaben vier weitere namhafte Unternehmen sowie das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird im Rahmen der Initiative "Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und vom TÜV Rheinland als Projektträger begleitet. as Industrie Center Obernburg ist einer der größten und vielseitigsten Chemiefaserstandorte Europas. Für jeden Hersteller, der auf dem stark umkämpften Chemiefasermarkt bestehen will, sind erstklassige Qualität, Kosteneffizienz und Termintreue Voraussetzungen für Erfolg. Dazu gehören zuverlässig gewartete Anlagen, die an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang einwandfrei produzieren. Daher sind vielseitige, innovative und vor allem professionell erbrachte technische Dienstleistungen in den Bereichen Instandhaltung, Montage und Anlagenbau das Kernstück der Standortbetreibergesellschaft Mainsite Services. Die rund 210 Ingenieure und Techniker der Tochtergesellschaft Mainsite Technologies kümmern sich um die technischen Bedürfnisse der Kunden. "Von einfachen Schlossertätigkeiten bei der Wartung, bis hin zur Fertigung komplexer Anlagen zur Wasseraufbereitung und von Komponenten im Kraftwerksbereich, wer unsere technischen Services in Anspruch nimmt, kann sicher sein, dass er erstklassige Qualität bei höchster Liefertreue erhält", erklärt Geschäftsführer Rudolf Opitzer. Foto: v.l.: Application Manager Reinhard Jansen und Projektleiter Jürgen Oeser mit Hightech vom Feinsten. Sites & Services 19
20 Durchflusskalibrierung Messen mit Sicherheit eben den klassischen, physikalischen Größen des Drucks und der Temperatur ist der Durchfluss eine der wichtigsten Kenngrößen zur Steuerung von Prozessen in der Industrie. Um den Durchfluss zu quantifizieren, also eine Aussage zu treffen, wie viel Gas oder Flüssigkeit durch ein Rohr fließt, werden Durchflussmessgeräte mit unterschiedlichen Messprinzipien eingesetzt. Je nach Anwendung gibt es verschiedene Schwerpunkte beim Messen. Bei abrechnungsrelevanten Messungen ohne Spitzenlastverrechnungen werden Mengen zeitunabhängig erfasst. Sie "zählen" lediglich die Menge, die durch eine Rohrleitung fließt. Innerhalb von Regelungen in Fließprozessen wird bevorzugt die Durchflussmessung d.h. Volumen oder Masse pro Zeiteinheit eingesetzt. Auch bei der Ermittlung von Abnahmespitzen kommt es auf die Leistung (Durchströmung des Leitungsquerschnitts pro Zeiteinheit) an. Diesen Messungen wird hohe Bedeutung innerhalb des Abrechnungswesens und der Qualitätssicherung zugeordnet. Ungenauigkeiten sowie das Langzeitverhalten des Messgerätes. Die zunehmende Wichtigkeit der Kalibrierungen hat die Infracor GmbH dazu veranlasst, ihren Service auszubauen. An zehn unterschiedlichen Kalibrierständen können Durchflüsse von 0,1 ml/min bis 450 m³/h erzeugt und gemessen werden. alibrieren bedeutet, die Werte des Kalibriergegenstandes mit denen des Normals zu vergleichen. Sollte eine Abweichung vorhanden sein, wird diese dokumentiert. Nimmt man Einstellungen am Gerät vor, um Abweichungen zu eliminieren, bezeichnet man dies als Justage. Bei moderneren Geräten erfolgt die Justage oft mit Hilfe einer Software. Bei älteren Geräten, wie z.B. Ovalradzählern, werden entsprechende Zahnräder eingesetzt, um die richtige Anzeige wieder zu erhalten. Manchmal ist auch eine Justage nicht mehr möglich, das Gerät ist defekt. Die Infracor unterhält ein umfangreiches Lager mit Ersatzteilen, so dass Geräte schnell und kostengünstig instandgesetzt werden können. Jedoch sind die Reparaturmöglichkeiten in Abhängigkeit vom Messprinzip unterschiedlich. Sollte eine Reparatur nicht mehr möglich oder zu aufwändig sein, können zeitnah und in Abstimmung mit dem Kunden, Beratung und Neubeschaffungsmöglichkeiten eröffnet werden, so dass Zwischenschritte für den Anwender eingespart werden können. Um verschleißbedingte Gerätedefekte nach Möglichkeit zu vermeiden, ist bei der Beschaffung bereits darauf zu achten, dass Messaufgabe und -gerät aufeinander abgestimmt sind. Auch hier bietet das Dienstleistungsunternehmen Hilfestellung an: Es besteht die Möglichkeit der Anlagen- / Messstellenplanung. ie Durchflusskalibrierungen werden sowohl nach dem Master- als auch dem Wägeverfahren durchgeführt. Alle verwendeten Messwerte sind auf nationale Normale rückgeführt. Folgende Kalibriermöglichkeiten sind vorhanden: Kalibriermedium: Wasser Messbereich: 0,1 ml/ min bis 20 ml/ min, Nennweite wird an den Prüfling angepasst Messbereich: 0,005 m³/h bis 450 m³/h, Nennweite DN 6 bis DN 200 Kalibriermedium: Gas Messbereich: 5 ml/min bis 10.000 ml/ min, Nennweite wird an den Prüfling angepasst Messbereich: 0,4 m³/h bis 60 m³/h, Nennweite. DN 6 bis DN 50 Autor: Dietmar Slaby, Sachgebiet Kalibrierung und Typprüfung Kontakt: Infracor GmbH Geschäftsgebiet Technik Marketing und Vertrieb Telefon: 02365/49-2867 Telefax: 02365/49-6865 E-Mail: kundencenter.technik@infracor.de Internet: www.infracor.de essergebnisse sollen dem Prozess entsprechend genau sein. Richtige Dosierung setzt eine richtige Messwerterfassung voraus! Zum Beispiel können Verschleiß, Drift elektrischer Bauteile oder Verschmutzungen Messwerte verändern. Durch regelmäßige Kalibrierungen erkennt man eventuell auftretende Sites Services 20 Sites & & Services 16 Foto: Masterstation zur Kalibrierung von Durchflussmessern bis 450 m³/h
21 Beste Perspektiven an der Westküste. Hier kommt etwas zusammen: Der Bayer Industriepark Brunsbüttel vereint die Vorteile einer starken Region mit den Chancen der globalen Wirtschaft. Verschiedene internationale Unternehmen nutzen bereits die umfassende Infrastruktur des führenden Chemiestandortes im Norden am Schnittpunkt bedeutender Schifffahrtsstraßen: Elbe und Nord-Ostsee-Kanal. www.brunsbuettel.bayer.de Bayer Industriepark Brunsbüttel Erfolg durch Synergie Sites & Services 17
22 as Modell Berufsakademie (BA) bewährt sich seit einer Reihe von Jahren als duales Studium. Diese Studienform findet sowohl bei unseren Partnern in den Ausbil- egenstand und Inhalt der Ausbildung im Studiengang Service Engineering sind über die Grundlagenkenntnisse eines Ingenieurs hinaus alle wesentlichen Prozesse der Instandhaltung wie Wartung, Inspektion und Instandsetzung, insbesondere Instandhaltungsstrategien und methoden zur Planung, Vorbereitung und Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen. Die Gebiete Schädigungstheorie, Erneuerungstheorie, Zuverlässigkeitstheorie sowie Technische Diagnostik und Condition Monitoring der technischen Dienstleistungen. nentbehrlicher Bestandteil des Studiums ist die anwendungsorientierte Beherrschung von Informationsverarbeitung und CAD. Die Ausbildung im Fach Kommunikation zu Inhalten der Organisation und Führung der Teamarbeit sowie in den Bereichen Projekt-, Qualitäts- und Informationsmanagement sowie Rechtsprobleme in der Ingenieurtätigkeit vervollständigen die Studieninhalte. rgänzt wird die theoretische Ausbildung innerhalb des Praxisnahe Ausbildung dungsunternehmen als auch bei den Studieninteressenten außerordentliches Interesse. Unsere Absolventen sind unmittelbar nach dem Studium berufsfähig und werden in der überwiegenden Zahl von ihren Ausbildungsunternehmen übernommen. "Service Engineering" für die komplexen Prozesse der Instandhaltung. sind integraler Bestandteil des Studiums. Die Lehrveranstaltungen finden vorrangig in seminaristischer Form statt und werden durch eine umfangreiche Laborausbildung in den Gebieten Elektrotechnik, MSR - Technik, Prozessautomatisierung, Technische Diagnostik und Instandsetzungstechnik untersetzt. esondere Spezifik der Studienrichtung ist die deutliche Ausrichtung auf die Schnittstelle zwischen technischen und ( betriebs-) wirtschaftlichen Aspekten der Instandhaltung. Die betriebswirtschaftliche Ausbildung wird dabei unterteilt in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre und in die spezielle Betriebswirtschaftslehre dreijährigen Studiums im vierteljährlichen Wechsel durch den Erwerb praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten im Praxisunternehmen. Praxispartner der Staatlichen Studienakademie Leipzig im Studiengang Service Engineering sind Unternehmen aus den Bereichen der Gebäude-, Maschinen- und Prozessanlageninstandhaltung. ie Einsatzgebiete der Absolventen nach Abschluss des Studiums liegen in den Bereichen Leitung, Planung und Steuerung von Instandhaltungs- und Serviceprozessen, Gebäude- und Anlagenmanagement sowie Technisches Controlling, Qualitäts- und Projektmanagement. iese positive Bilanz der Arbeit der Berufsakademie Sachsen und der Staatlichen Studienakademie Leipzig führte im Jahr 1999 dazu, die Palette der Studienangebote im Studienbereich "Technik" um den Studiengang "Service Engineering" zu erweitern. Ziel dieses Studiums ist die Ausbildung von Diplomingenieuren (BA) für die komplexen Prozesse der Instandhaltung von technischen Anlagen und Gebäuden Sites & Services 22
23 · Qualitätsmanagement Monitoring · Informationsmanagement ( Arbeit · Technische Diagnostik / Condition · Übersicht der Studieninhalte: Grundlagenausbildung · Technische Dienste (Wartung, Pflege, Qualitätsmanagement mit IPSS ) Monitoring · Informationsmanagement (Arbeit · Mathematik / Statistik Reinigung, Schmierung) · Integriertes Management · Technische Dienste (Wartung, Pflege, mit IPSS) Grundlagenausbildung · Physik / Chemie / Werkstoffkunde · Instandsetzungsverfahren · Rechtsfragen der Instandhaltung ( Reinigung, Schmierung) · Integriertes Management · Mathematik / Statistik · Informations- und KommunikationsVertragsrecht, Arbeitsrecht, Arbeits· Instandsetzungsverfahren · Rechtsfragen der Instandhaltung · Physik / Chemie / Werkstoffkunde technik Instandhaltungsseitige Vertiefungsprofile schutzrecht ) (Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Arbeits · Informations- und Kommunikations ( ab 3. Theoriesemester ) Instandhaltungsseitige Vertiefungsproschutzrecht) technik Ingenieurtechnische Ausbildung · Gebäudeinstandhaltung Praxisbezogene Studieninhalte file (ab 3. Theoriesemester) · Maschinenbau · Maschineninstandhaltung · Fehler- und Schwachstellenanalyse · Gebäudeinstandhaltung Praxisbezogene Studieninhalte Ingenieurtechnische Ausbildung · Elektrotechnik · Prozessanlageninstandhaltung · Überwachung und Inspektion ex· Fehler- und Schwachstellenanalyse · Maschineninstandhaltung · Maschinenbau · Konstruktionsentwurf perimentelles Arbeiten · Überwachung und Inspektion ex · Prozessanlageninstandhaltung · Elektrotechnik · MSR Technik Betriebswirtschaftliche Ausbildung · Analyse der Prozess- und Informati· Konstruktionsentwurf · Arbeitsplanung · Allgemeine Betriebswirtschaftslehre perimentelles Arbeiten onsabläufe Betriebswirtschaftliche Ausbildung · MSR Technik · BWL Technische Dienstleistungen · AnalyseQualitätsmanagement · der Prozess- und Informa· Allgemeine Betriebswirtschaftslehre tionsabläufe · Arbeitsplanung Grundlagen der Instandhaltung · Servicemanagement · BWL Technische Dienstleistungen · Qualitätsmanagement · Instandhaltungsplanung und -orga- Management / Recht · Kostenanalyse · Servicemanagement Grundlagen der Instandhaltung nisation · Projektmanagement · Arbeit an Projekten im Unternehmen · Instandhaltungsplanung und -orga Management / Recht · Kostenanalyse nisation · Projektmanagement · Arbeit an Projekten im Unternehmen Übersicht der Studieninhalte: · Technische Diagnostik / Condition Sites & Services 23
24 sites teht der deutschen Chemie- und Industrieparklandschaft ein Ansiedlungsboom bevor? Knapp 20 Prozent der Gesamtindustrieparkfläche in Deutschland stehen für Ansiedlung zur Verfügung. Es gibt ferner FlächenErweiterungsprojekte wie z.B. im zu erzeugen oder durch Abwanderung und Anlagenstilllegung bedingte Remanenzkosten aufzufangen. Industrieparkmodelle Es gibt Single-User-, Major-User- und Multi-User-Standorte. Weiteres Unterscheidungsmerkmal kann das Vorhandensein einer eigenständigen Industrie- Flächenverfügbarkeit Eine Industriefläche zu besiedeln ist nicht trivial. Es sind schon erschlossene Freiflächen angeboten worden, bei denen sich in der praktischen Umsetzung der Ansiedlung unüberwindbare Hemmnisse in den Rahmenbedingungen ergaben sei es auf Grund mangelnder Investitionsbereitschaft Standortvermarktung von Chemie- und Industrieparks Für Ansiedlung gerüstet? Industrie Center Obernburg (40 ha), bei der BP in Gelsenkirchen (70 ha) und im Industriepark Marl (40 ha), in dessen Nähe der newpark (136 ha) entsteht. Es gibt Signale, dass die Ansiedlungsanfragen zunehmen. Was sind aber die Faktoren, um als Chemie- oder Industriepark ansiedlungstauglich zu sein? Ansiedlungsmotivationen Ansiedlungen waren meist produktionsgetrieben. Die nächsten Veredelungsstufen der am Standort erzeugten Produkte siedelten sich neben ihren Vor-Produkten an und errichteten neue Anlagen. Durch Outsourcing von Standortservices zogen auch Dienstleistungsfirmen in die Parks ein. Der Standort(betreiber) ist beauftragt, die Freiflächen zu füllen, um Infrastruktur-Fixkosten zu verdünnen, Synergien parkgesellschaft sein. Im Grundsatz sind alle diese Modelle ansiedlungstauglich, bringen aber unterschiedliche Anforderungen mit. Oft haben die größeren Parks Erfahrungen bei der Ansiedlung sammeln können. Die kleineren Standorte dagegen fragen sich, warum es in letzter Zeit kaum zu Ansiedlungen gekommen ist. Die folgenden Faktoren geben einen Überblick, was für einen Ansiedler bei seiner Entscheidung wichtig ist und ein Standort zur erfolgreichen Ansiedlung beachten sollte. Übergreifende Standortfaktoren Es gibt einige Faktoren, die ein Standort nur langfristig oder überhaupt nicht beeinflussen kann wie z.B. wie z.B. die Personalverfügbarkeit, das Lohnniveau, erhältliche Fördermittel sowie die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes. des Eigentümers oder Webfehlern im Ansiedlungskonzept. Wichtig für den Ansiedler ist, dass die interessanten Flächen frei von Altlastenproblematiken sind. Ansiedlungsbeschränkungen, z.B. ein Vorbehalt der ansässigen Unternehmen gegen bestimmte Wettbewerber oder Branchen, sollten geklärt sein. Eine Werksgrenzenverlegung nach innen, um im Gürtelbereich vermeintlich attraktivere Gewerbeflächen zu schaffen, muss mit Fingerspitzengefühl erfolgen. Vermietung, Verpachtung oder Grunderwerb müssen nachvollziehbar sein. Dienstleistungs- und Infrastrukturangebot Das Dienstleistungsangebot ist im überwiegenden Teil der Standorte hinreichend und wird selten das maßgebende Kriterium zur Ansiedlung sein. Die Philosophie eines Industrieparks Sites & Services 24
25 bedingt, dass es gemeinschaftliche Einrichtungen und Infrastrukturen gibt, die eine kostengünstige Ver- und Entsorgungssicherheit für alle ansässigen Unternehmen garantieren. Meist sind diese in sogenannten Pflichtleistungen gebündelt, deren verbindliche Abnahme in Standort- oder Mietverträgen festgeschrieben ist. Doch genau diese Pflichtleistungen schrecken oft wegen versteckter zusätzlicher Kosten ab. Jeder Ansiedler muss akzeptieren, dass das Modell Industriepark nur gemeinschaftlich funktioniert. Transparenz ist hier wichtig. Sind z. B. die Kanalgebühren ein Teil von Pacht- und Kaltmiete oder werden diese separat berechnet? Wie stabil sind die Preise, wer bestimmt, wie sich die Preise entwickeln dürfen und was wird für die Optimierung der Kosten getan? Wer trägt die Investitionskosten, wenn Kanäle oder Anlagen saniert oder erneuert werden müssen? Was ist mit Remanenzen z.B. im Falle einer Abwanderung? Industrieparkkonzept Wichtig ist, dass in einem Industriepark klare Rollen und Zuständigkeiten definiert sind, da ein Ansiedler deren spezifische Ausprägung auch erwartet. Es ist z.B. sehr schwierig nachzuvollziehen, wenn die Rolle des Verwalters bzw. Industrieparkbüros nicht losgelöst ist von der Rolle des Betreibers bzw. Dienstleisters am Standort. Der Verwalter ist zuständig für die Flächenvermarktung und trägt dafür Sorge, dass die Interessen aller ansässigen Unternehmen (Produzenten (als Nutzer) sowie Dienstleister) sorgfältig austariert sind. Der Betreiber will seine Infrastrukturkosten decken und ist somit an hohen Erlösen, einer bestmöglichen Monopolstellung und vielen Pflichtleistungen interessiert. Oft ist aber die Betreiber- und Dienstleistungsgesellschaft auch zuständig für die Ansiedlung selbst, womit sich ein Interessenskonflikt ergibt: entgegen des Bedarfs eines Ansiedlers sollen möglichst viele Dienstleistungen mitverkauft werden. Weiteres Konfliktpotenzial bieten sogenannte Standortgremien, sofern ihre Kompetenzausübung nicht auf klaren Statuten basiert. Hier hat die Rolle des Verwalters oder Industrieparkbüros einen besondern Stellenwert und sorgt für die Wahrung von Rechten und Pflichten im Sinne aller Standortansässigen sowie eine einheitliche Standortaußendarstellung. Das Industrieparkkonzept beschreibt Incentivierungsmechanismen und Konditionenmodelle für Ansiedlungsinteressierte, mit denen durch erfolgreiche Ansiedlung das Gemeinwohl am Standort gesichert wird. Standortvermarktung Ein funktionierendes Industrieparkkonzept unterstützt die Flächenvermarktung. Es definiert die zuständige Vermarktungsrolle und liefert bereits Konstrukte, die in das Vermarktungskonzept einfließen. Die Vermarktung ist ein aktiver Prozess. Es reicht in der Regel nicht aus zu warten, bis ein Interessent sich meldet. Das Flächenangebot muss von den potenziellen Bewerbern wahrnehmbar sein. Dafür muss ein konkretes Angebot formuliert sein. Es ist ein Spagat, sich auf der einen Seite für jegliche Form von Ansiedlern offen anzubieten. Auf der anderen Seite ist es schwierig den Standort aktiv zu vermarkten, wenn die Zielgruppe nicht klar definiert ist. Daher sollten die standorteigenen Vorteile und Differenzierungsmerkmale herausgearbeitet, das Idealprofil eines Ansiedlers erstellt und dessen Nutzen beschrieben sein. Fazit Gezielte Ansiedlungen führen zu einer Entlastung aller am Standort ansässigen Unternehmen und stärken das Gesamtkonstrukt Industriepark, wenn bestimmte Prämissen beachtet werden. Jedes Industrieparkmodell ist im Grundsatz ansiedlungstauglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dies sind tatsächlich verfügbare Flächen, ein definiertes Industrieparkkonzept, das alle Spielregeln für den gemeinsamen Umgang, Rollen, Ansprechpartner und Verantwortlichkeiten und die Dienstleistungsbeziehungen beschreibt sowie ein auf das Profil von Standort und Ansiedlern maßgeschneidertes Vermarktungskonzept, das eine erfolgreiche aktive Vermarktung ermöglicht. Autor: Benjamin Fröhling Start Management Consulting Stadttor 1, 40219 Düsseldorf + 49 211 3003 375 benjamin.froehling@startmc.de www.startmc.de Sites & Services 21 Sites & Services 25
26 Foto: Stolze Besitzer eines neuen Unikums in der deutschen Feuerwehrwelt: Dr. Thorsten Peine, stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr des Industrieparks Höchst, Dr. Jan-Robert Schwark, Geschäftsfeldleiter Industrieparkdienste bei Infraserv Höchst und Dr. Markus Bauch, Leiter der Werkfeuerwehr (v.l.n.r.). © 2010 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Rettungsdusche auf sechs Rädern Neues Sonderfahrzeug "Gerätewagen Atemschutz/Dekon" ist Novum unter deutschen Feuerwehrfahrzeugen as neue Wunderkind der Werkfeuerwehr des Industrieparks Höchst trägt den schlichten Namen "Gerätewagen Atemschutz/Dekon". Dahinter verbirgt sich ein Novum unter deutschen Feuerwehrfahrzeugen, das in enger Zusammenarbeit von Experten der Werkfeuerwehr und der Firma Rosenbauer speziell für den Industriepark entwickelt wurde: Als erstes Fahrzeug hat der 440 PS starke und bis zu 26 Tonnen schwere Gerätewagen zwei komplett integrierte Duschkabinen zur Reinigung von durch chemische Stoffen kontaminierten Personen. Außerdem trägt er zwölf komplette Ausrüstungssätze mit Atemschutzausrüstung und Chemieschutzanzügen. Damit stellt er eine innerhalb weniger Minuten einsatzbereite, vollkommen autonome Einheit dar, um chemische Stoffaustritte zu bekämpfen und vom Stoffaustritt Betroffene zu retten und zu reinigen. Rüstzeiten und Personaleinsatz auf ein Viertel reduziert Den Anstoß für die Entwicklung des neuen Fahrzeugs gab der altersbedingte Ersatz des bisherigen Gerätewagens "Atemschutz". "Dabei haben wir gemerkt, dass wir mit den marktüblichen Fahrzeugen unseren stetig gewachsenen selbstgesteckten Qualitätsanspruch nicht mehr halten konnten", so Dr. Jan-Robert Schwark, für die Werkfeuerwehr verantwortlicher Leiter des Geschäftsfeldes Industrieparkdienste bei Infraserv Höchst, dem Industrieparkbetreiber. "Wir wollten unsere Möglichkeiten zur Dekontamination, das heißt zur Reinigung von schädlichen Stoffen, erweitern und zwar sowohl im Hinblick auf die Einsatzkräfte in ihren Chemikalienschutzanzügen als auch im Hinblick auf potentiell mit Chemikalien in Berührung gekommene Betriebsangehörige". Dabei sei klar geworden, dass die gängigen Lösungen immer Rüstzeiten von etwa 20 Minuten für das Aufbauen von Duschzelten erfordert und dabei bis zu vier Einsatzkräfte gebunden hätten. "Einsatzkräfte, die bei einem Ernstfall an anderer Stelle gebraucht werden", so Schwark. "Unser neues Fahrzeug kann von einem einzigen Mitarbeiter in nur fünf Minuten komplett einsatzbereit gemacht werden." Beide Duschen, die Kalt- und Warmwasserversorgung, der Lichtmast Sites & Services 26
27 zur gezielten Beleuchtung des engeren Einsatzortes, die Wetterschutzmarkisen und die Umkleidekabine mit der Chemie- und Atemschutzausrüstung seien dann startklar. Eine durchdachte Lösung "Das ganze Fahrzeug zeigt, dass hier durchdachte Lösungen geschaffen wurden", freut sich Dr. Thorsten Peine, stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst, über den Zuwachs in seinem Fuhrpark. "Durch intelligentere Platzverteilung bekommen wird deutlich mehr Ausrüstung mit, als mit dem vorherigen Fahrzeug. Somit steigt auch die Menge der Spezialausrüstung, die mit an den Einsatzort gelanget." Insgesamt 600.000 Euro war dem Industrieparkbetreiber Infraserv Höchst die deutliche Verbesserung der Einsatzfähigkeit wert. Dass sich die Mitarbeiter jetzt nicht mehr bei Wind und Wetter draußen umziehen müssten, sei da nur eine Nebenerscheinung für die Einsatzkräfte, so Peine wenngleich eine angenehme. Säubern nach dem Ampelsystem Die Dekontamination durch das Fahrzeug funktioniert nach dem Ampelsystem, von rot nach grün: Einsatzkräfte, an deren Schutzanzügen noch Rückstände gesundheitsschädlicher Stoffe sein könnten, werden als "rot" eingestuft und gehen zunächst in die klappbare Außendusche an der Rückseite des Fahrzeuges. Hier können sie sich entweder selbst mit Hilfe von Boden- und Handbürsten reinigen oder werden durch den Dekontaminationstrupp gereinigt. Danach verlassen sie die Dusche wieder als "gelb" eingestuft. Anschließend ziehen sie ihre Schutzkleidung aus und entsorgen diese in einem in die Fahrzeugwand eingelassenen Container. Dann betreten sie durch eine gelb markierte Tür die Innendusche, in der sie sich komplett ausziehen und wahlweise mit kaltem oder warmem Wasser erneut duschen können. Durch eine grün gekennzeichnete Tür verlassen sie die Dusche und finden im Fahrzeug gleich ihre persönliche Wechselkleidung vor. Betriebsmitarbeiter, die durch chemische Stoffe kontaminiert sind, werden direkt in die Innendusche geführt. Für sie hält das Fahrzeug etliche Sets mit Ersatzkleidung, Handtüchern und Hautschutzlotion vor. Verletzte Personen können liegend in der Außendusche dekontaminiert werden. Das Fahrzeug ist mit einem 1.000 Liter Wassertank ausgerüstet, mit dessen Hilfe über 50 Personen dekontaminiert werden können. Das gesamte Reinigungswasser wird in fahrzeugeigenen Tanks aufgefangen und anschließend fachgerecht entsorgt. Gute Zusammenarbeit Peine lobt die hervorragend Zusammenarbeit mit der Österreichischen Firma Rosenbauer, die das Fahrzeug gemeinsam mit der Höchster Werkfeuerwehr entwickelt und gebaut hat. "Wir haben auch in Deutschland Lieferanten angefragt, sind aber nicht auf die gleiche Expertise gestoßen und die war uns wichtig", resümiert der Feuerwehrmann. Auch für die Firma Rosenberger könnte sich die Zusammenarbeit langfristig auszahlen: Mit Zustimmung von Infraserv Höchst darf Rosenbauer die Neuentwicklung jetzt auch anderen Werkfeuerwehren anbieten dort ist in den vergangenen Monaten wiederholt Interesse an dem außergewöhnlichen Fahrzeug bekundet worden. Foto: Schnell wieder sauber: Binnen weniger Minuten ist der neue "Gerätewagen Atemschutz/Dekon" startklar, um zum Beispiel Einsatzkräfte im Schutzanzug von chemischen Stoffen zu reinigen. © 2010 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Sites & Services 23 Sites & Services 27
28 ie Schweizer Energieunternehmung Repower plant, auf dem Gelände des CHEMPARK Leverkusen ein Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) mit einer Leistung von circa 430 Megawatt zu bauen. Insgesamt sollen rund 340 Mio. Euro investiert werden. CHEMPARK produziert. Repower kann weitere eigene Kraftwerkskapazitäten in ihrem Schlüsselmarkt Deutschland aufbauen, CURRENTA sichert eine hoch effiziente und kostengünstige Versorgung der im CHEMPARK Leverkusen ansässigen Unternehmen mit Dampf. lichen Druckstufen erfolgen wird. Für den Bau des Kraftwerks setzt Repower aus Überzeugung modernste Komponenten und Technologien ein. ie neue Anlage würde die bestehenden Gaskessel in den Kraftwer- CHEMPARK Leverkusen: Repower plant den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks CURRENTA soll technische Betriebsführung übernehmen / Investition von rund 340 Millionen Euro steigert Wettbewerbsfähigkeit des CHEMPARK und unterstützt die Repower-Tätigkeit in Deutschland. Der Betrieb des Gas- und Dampfkraftwerks schafft etwa 25 hoch qualifizierte Stellen. Auf Basis der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erreicht die Anlage einen Brennstoffnutzungsgrad von über 80%. Als Betreiber und Manager des CHEMPARK Leverkusen soll CURRENTA Dampf aus dem Kraftwerk beziehen und damit die Unternehmen am Standort versorgen. as Kraftwerksprojekt der Repower AG wird in enger Zusammenarbeit mit CURRENTA entwickelt. In dem modernen Kraftwerk wird sowohl Strom für die Kunden von Repower auf dem deutschen Markt als auch Dampf für den Hoher Wirkungsgrad Das Kraftwerk verfügt über eine elektrische Leistung von ca. 430 Megawatt. Mit dieser Leistung können jährlich rund 800.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgt werden. Durch die zusätzliche Einspeisung von Prozessdampf in das Leitungsnetz des CHEMPARK Leverkusen wird aus dem GuDKraftwerk eine KWK-Anlage, die einen sehr hohen Brennstoffnutzungsgrad von über 80% erreicht. Die Auslegung des Kraftwerks wird speziell auf die Bedürfnisse der Chemiepark-Partner abgestimmt, sodass die Dampfversorgung bedarfsgerecht auf unterschiedken im CHEMPARK Leverkusen um eine klimafreundlichere und wirtschaftlichere Technologie ergänzen. Damit wird eine besonders effiziente Energiebereitstellung zu verbrauchsintensiven Zeiten - also in der Regel werktags - gewährleistet. Derzeit werden alle für das Genehmigungsverfahren erforderlichen Unterlagen vorbereitet. Starke Basis für Tätigkeit im deutschen Markt Deutschland ist für Repower ein Schlüsselmarkt und für die Marktaktivitäten des Unternehmens von großer Bedeutung. Zusätzliche Produktionskapazität Foto: Vor Ort machten sich (v.l.) Felix Vontobel, stellv. CEO der Repower AG; CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat; Stadtkämmerer Rainer Häusler; Projektleiter Heiko Schmitt von Currenta und Dr. Daniel Fritsche, Projektleiter der Repower AG ein Bild von der möglichen Baufläche. Sites & Services 28
29 ist die Grundlage für den weiteren Ausbau der Repower-Tätigkeiten auf diesem Markt. Die Anlage in Leverkusen wird zu 100% Eigentum von Repower sein. epower setzt auf ein breites Produktionsportfolio; erst kürzlich gab die Firma den Kauf von zwei Windparks in Prettin (Sachsen-Anhalt) und in Lübbenau (Brandenburg) bekannt. "Mit dem künftigen Kraftwerk in Leverkusen werden wir unsere eigene Produktionsbasis in Deutschland deutlich stärken und diversifizieren können", kommentiert Felix Vontobel, stellvertretender CEO und Leiter Anlagen, das Projekt. "Damit können wir unsere Handels- und Vertriebstätigkeiten in Deutschland auf eine starke eigene Basis stützen, was uns auch die Weiterentwicklung dieses Marktes ermöglicht." Der CHEMPARK - ein idealer Standort im Zentrum Europas Auch für den CHEMPARK ist eine zuverlässige, umweltgerechte und kostengünstige Energieversorgung von großer Bedeutung. "Wir freuen uns, wenn wir mit der Schweizer Firma Repower einen neuen wichtigen Partner im CHEMPARK Leverkusen begrüßen dürfen. So rücken wir auch unserem Ziel - Europas attraktivster Chemiepark zu werden - wieder ein Stück näher", betont der CHEMPARKLeiter. Grigat weiter: "Für uns ist Dampf einer der wichtigsten Energieträger bei der Herstellung von chemischen Produkten. Durch die Flexibilität des modernen Kraftwerks gestalten wir die Energieversorgung dann auch weiterhin bedarfsgerecht und effizient." Der Geschäftsführer des CHEMPARKBetreibers CURRENTA, Dr. Klaus Schäfer, hebt die besondere Bedeutung des Klimaschutzes bei diesem Projekt hervor: "Das geplante Kraftwerk trägt dazu bei, dass wir auch in Zukunft auf eine umweltfreundliche Energieversorgung zurückgreifen können. Und: Wir unterstützen damit auch die Ziele der Bundesregierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil des umweltschonenden, in Kraft-Wärme-Kopplung produzierten Stroms bis zum Jahr 2020 auf 25% zu erhöhen. Da die chemische Industrie zu den energieintensiven Branchen gehört, ist der CHEMPARK bestens geeignet, die Ziele der Bundesregierung zum Erreichen der 25%-Marke für KWK-Strom zu unterstützen." Ein positives Signal für die Region Das neue Kraftwerk im CHEMPARK - der sowohl auf Leverkusener als auch auf Kölner Stadtgebiet liegt - stellt auch ein besonders wichtiges Signal für die beiden Städte und somit für die gesamte Region dar. "Die heutige Nachricht tut unserer Stadt gut. Für Leverkusen ist das eine begrüßungswerte Initiative und Investition, die die Unternehmen am Standort sichert. Die geplante Investition für ein neues Gas- und DampfKraftwerk im CHEMPARK Leverkusen ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort. Wir freuen uns", sagt Stadtkämmerer Rainer Häusler in Vertretung für Leverkusens Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. r. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Leverkusen, freut sich ebenfalls: "Der Wirtschaftsstandort Leverkusen beweist mit der aktuellen Investition im CHEMPARK einmal mehr, dass er lebendig und wettbewerbsfähig ist. Die Investition in ein neues GuD-Kraftwerk ist eine gute Nachricht für Leverkusen und den CHEMPARK, denn die Rahmenbedingungen für eine effiziente Produktion - und damit für zukunftsfähige Arbeitsplätze - werden verbessert." Für die Stadt Köln ist das GuD-Kraftwerk ebenfalls von großer Bedeutung. Oberbürgermeister Roters: "Köln ist Industriestadt - Fahrzeugbau, chemische Industrie, Maschinenbau und Elektrotechnik sind die Fundamente dieses erfolgreichen Standortes. Dieser braucht ausreichend Fläche, die im CHEMPARK optimal angeboten wird. Diese Industrien benötigen eine gesicherte Energieversorgung. Dafür wird dieses große Investment geplant, das die Zukunftsfähigkeit der Region sicherstellt." (Foto: Zukünftiger Standort des GuDKraftwerks im CHEMPARK Leverkusen.) Sites & Services 29
30 ach zehn Monaten Bauzeit weihte der Standortbetreiber Pharmaserv im August das neue Logistikzentrum M484 im Werksteil Görzhausen ein. Der mit einer Gesamtfläche von 2.640 Quadratmetern große Lagerbau bietet Raum für circa 2.800 Palettenplätze und dient der Vereinnahmung, Lagerung und dem Versand von Fertigarzneimitteln sowie weiteren Warengruppen. Mit der Fertigstellung des neuen GMP-Lagers setzt Pharmaserv einen weiteren Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft am Standort Behringwerke. "Das neue Logistikzentrum zeigt unsere Innovationskraft bei der Umsetzung partnerschaftlicher Konzepte und unterstreicht die Leistungsfähigkeit von Pharmaserv", erklärt Thomas Janssen, Geschäftsführer Pharmaserv. Die Erstellung des neuen Lagers stellt für den Standortbetreiber die umfangreichste Einzelinvestition in der Firmengeschichte dar. Hauptnutzer ist CSL Behring, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Plasmaprotein-Biotherapeutika. Die Besonderheit dieses Logistikgebäudes, das nach pharmazeutischem Standard erstellt ist, besteht in den unterschiedlichen Temperaturbereichen (2 bis 8 Grad Celsius und 15 bis 25 Grad Celsius), die es ermöglichen, empfindliche Fertigarzneimittel zu lagern, kommissionieren und luftfrachtgerecht zu verpacken. Die Temperatur im sogenannten "Ambient Bereich" (15 bis 25 Grad) wird durch ein modernes Luftkanalsystem gewährleistet. Je nach Temperatur wird durch Stoffschläuche, die an der Decke befestigt sind, kalte oder warme Luft in den Lagerbereich geführt und dort gezielt verteilt. Im Kaltbereich (2 bis 8 Grad) sorgen redundante Kälteverdichter, Verdampferund Schleusensysteme für eine sichere Kühlkette. Optimaler Prozessablauf Durch die direkte räumliche Anbindung an das vor vier Jahren in Betrieb genommene Lagergebäude M 483 konnten die Prozesse weiter optimiert werden: Die Wareneingangsanmeldung von Rohstoffen und Stückgut erfolgt wie gehabt. Fertigarzneimittel, Handelswaren, oder Einzelteile werden im neuen Lagerbüro in M484 angemeldet. Je nach Ware und Temperaturanforderung wird dem Fahrer ein entsprechendes Tor zugewiesen. Die Ware wird daraufhin entladen und im Warenein- gangsbereich M484 kalt oder warm bereitgestellt. Eine spezielle absenkbare Überladebrücke im Warmbereich erleichtert den Entladungsprozess bei kleineren Fahrzeugen. Die Verladetechnik im Kaltbereich ermöglicht einen Be- und Entladevorgang, ohne dass die Ware einer Veränderung der Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist. Der LKW fährt geschlossen bis zur Rampe, an der das Heck des LKW mit einem Airbag umschlossen wird, bevor die Tür geöffnet und die Rampe ausgefahren wird. Im Wareneingangsbereich erfolgt die Kennzeichnung der Paletten mit einem Etikett samt Barcode zur eindeutigen Identifizierung und Rückverfolgbarkeit. Die Angaben auf dem Lieferschein werden mit der Ware und gegebenenfalls den übertragenen Schnittstellendaten genauestens abgeglichen. Ist die Prüfung erfolgreich, werden systemseitig die optimalen Lagerplätze reserviert und die Einlagerungsbefehle per Funk an den Stapler gesendet. Nach Verbringung der letzten Palette auf den Lagerplatz wird der Wareneingang gebucht und gegebenenfalls über Schnittstellen übertragen. Pharmaserv weiht neues Logistikzentrum ein Sites & Services 30
31 Foto: von links: Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv), Egon Vaupel (Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg), Carola Adler (Leiterin Warehousing, Pharmaserv), Ulrich Triebel (Projektleiter Pharmaserv), Dr. Martin Egger (Leiter Logistik, PharmaIn Merkenich wird hochqualifizierserv), Martin Hobi (Director Logistics Europe, CSL Behring), Conrad Holetzeck (Head of Warehousing & Distribution Management, tes Fachpersonal eingesetzt. CSL Behring), Dr. Roland Martin (Geschäftsführer CSL Behring) Reibungslose Kommissionierung und Warenannahme Das GMP-Lager verfügt über Verschieberegal-Anlagen, die eine optimale Platzausnutzung gewährleisten. Die Kommissionierung der Ware erfolgt Regalweise. Als Lagerverwaltungssystem wird die Navision-basierte Lösung "SNCLogistics" angewandt. Dieses System ist voll in das ERP-System von Pharmaserv integriert und über mehrere Schnittstellen, sowohl im Rohstoff- und Produktionshilfsmittel- als auch im Fertigarzneimittelbereich mit dem Kunden-ERP von CSL Behring verbunden. Dadurch wird eine optimale Integration der Prozesse gewährleistet. Die Avisierung einer Auslagerung erfolgt ebenfalls über die Schnittstelle. Die Information, welche Verpackung die Ware erhält, liegt der Lieferung von CSL Behring bei. Systemseitig werden dem Staplerfahrer die Plätze und Paletten angezeigt, die in den Packbereich gebracht werden müssen. Er bestätigt die Aufnahme und Verbringung der Ware durch Scannen der Barcodes. Im Packbereich wird die Ware nach Vorgabe und Packschema des Kunden gepackt. Je nach Anforderung werden die Emballagen (Packmittel) mit Kühlakkus bestückt. Nach Beendigung des Verpackungsprozesses wird die Ware abgemessen, gewogen, die ermittelten Daten systemseitig erfasst und über die Schnittstelle an CSL Behring übermittelt. Nach diesen Daten richten sich Ausfuhranmeldung und Frachtraumplanung. Zusätzlich zu den Verpackungsschritten werden die Einheiten mit sogenannten Datenloggern versehen, die eine nahtlose Dokumentation und Überwachung der Temperaturführung ermöglichen. Ist der Warenausgang nicht zeitnah avisiert, wird die Ware in die Bereitstellungszone (Warm- oder Kaltbereich) umgelagert. Am Tag der Verladung werden die Aufträge im Warenannahmebereich bereitgestellt und nach Verladung in den LKW gebucht. Die Warenausgangsbuchung wird ebenfalls über Schnittstellen in Echtzeit an CSL Behring übertragen. Reglementierter Beauftragter für Luftfracht Die Kommissionierung und Verpackung von Luftfrachtsendungen erfolgt ebenfalls im neuen GMP-Lager. Als reglementierter Beauftragter für Luftfracht ist Pharmaserv trotz verschärfter Sicherheitsstandards autorisiert, Waren zur direkten Verladung in Flugzeuge zu transportieren ohne zeitraubenden Sicherheitscheck auf dem Flughafen. Sollte die Luftfracht aufgrund ungeplanter Vorkommnisse dennoch als "unsecured" eingestuft werden, gewährleistet ein Dienstleistungsvertrag die ordnungsgemäße Prüfung durch die vorgeschriebene Röntgenkontrolle. Mit der Zulassung zum "Reglementierten Beauftragten" kann Pharmaserv somit für die Luftfracht-Sendungen ihrer Kunden eine durchgehende Sicherheitskette gewährleisten. Monitoringsystem (MOPL) im GMP-Lager Um die unterschiedlichen Temperaturzonen in dem neuen Logistikzentrum zu überwachen, hat Pharmaserv Temperatursensoren an definierten Stellen im Lagergebäude installiert, die mit einem digitalen Prozessvisualisierungssystem verbunden sind, in dem Grenzwerte programmiert und geschaltet sind. Um den GMP-Anforderungen zu entsprechen, werden die Messwerte, Störmeldungen und Benutzereingriffe in einer Datenbank aufgezeichnet. Das Prozessvisualisierungssystem stellt aktuelle Messwerte und Diagramme dar, leitet Störmeldungen weiter und versendet Statusmeldungen. Der Vorteil gegenüber einem herkömmlichen stationären Leitsystem liegt in der besonderen Handhabung dieser Technologie: Alle Ansichten und Funktionen können mit entsprechender Berechtigung über das Internet abgerufen werden. Sites & Services 31
32 inter view Am 30. Juni 2010 feierte das "Netzwerk Innovative Werkstoffe (IW)" seine Gründung und veranstaltete gleichzeitig mit dem Landescluster Nano.Mikro+Werkstoffe (NMW) den ersten "materials day" im Kölner Tanzbrunnen. Das Netzwerk verdankt sein Entstehen maßgeblich dem CHEMPARK, den Industrie- und wesentlichen Einfluss darauf haben, wie sich unser Alltag und unser Lebensraum entwickeln. Nicht zuletzt deshalb setzt auch der CHEMPARK auf dieses Schlüsselthema, und beim Landescluster NMW spielt es ebenfalls eine wichtige Rolle. Wir alle wollen die Attraktivität der Region insgesamt weiter erhöhen, Erfolg macht sexy! Interview mit Wolfgang Paczenski, Sprecher des Netzwerks Innovative Werkstoffe. Handelskammern der Region und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Leverkusen (WfL). "Sites & Services" sprach mit Wolfgang Paczenski, Sprecher des Netzwerks. Sites & Services: Warum hat sich das Netzwerk auf innovative Werkstoffe fokussiert? Wolfgang Paczenski: Innovative Werkstoffe sind ein Zukunftsthema, auch wenn uns das oft gar nicht bewusst ist. Technische Kunststoffe, Verbundmaterialien, intelligente Oberflächen, neuartige Lacke, Beschichtungen und Folien werden indem wir dieses Kompetenzfeld systematisch ausbauen. S & S: Was wollen Sie mit dem Netzwerk erreichen? W.P.: Wir sind angetreten, um Ideen und Konzepte schnell und effizient in den Markt zu bringen, um durch Kooperation und Vernetzung wirtschaftlichen Erfolg für unsere Partner zu generieren. Was uns auszeichnet, ist der regionale Fokus auf das Rheinland und die Ausrichtung auf die gesamte Wertschöpfungskette, vom Hochschulinstitut über Rohstoff- und Maschinenhersteller Foto links unten: Das Netzwerk Innovative Werkstoffe ist von großer Bedeutung auch für den Standort Leverkusen, erklärten beim "materials day" (v.l.n.r.) Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent beim NRW-Wirtschaftsministerium, Wolfgang Paczenski, Sprecher des Netzwerks, CHEMPARKLeiter Dr. Ernst Grigat, Dr. Frank Obermaier von der Wirtschaftsförderung und Leverkusens Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Sites Services 24 Sites && Services32
33 bis zum Verarbeiter, EndproduktHersteller, Vermarkter und Dienstleister. Das Rheinland verfügt bereits über beträchtliches Potenzial auf dem Gebiet der innovativen Werkstoffe, das es zu koordinieren und gemeinsam zu nutzen gilt. S & S: Welche Projekte haben Sie in der Planung? W.P.: Wir arbeiten gerade intensiv daran, Partner für ein konkretes Projekt zu interessieren und zusammenzubringen. Thema wird voraussichtlich der Einsatz von Additiven in neuen High-Tech-Kunststoffen sein. Parallel bringen wir einen Förderantrag für dieses Netzwerkprojekt auf den Weg und wollen noch in diesem Jahr in die konkrete Projektarbeit einsteigen. So kann das Netzwerk am besten zeigen, wie es Mehrwert schafft viel besser als mit Hochglanzbroschüren oder Werbebriefen. Weil Zeit ein wichtiger Faktor ist, nutzen wir intensiv flexible, schnelle Kommunikationswege wie das Web oder interaktive Dialog-Plattformen. S & S: Derzeit befindet sich das Netzwerk noch im Aufbau. Wie wollen Sie neue Partner gewinnen? W.P.: In erster Linie bauen wir dabei auf institutionelle Partner wie IHKs und Wirtschaftsförderungsein richtungen mit ihrer Kenntnis der Unternehmenslandschaft. Potenzielle Projektpartner zu motivieren und zu verknüpfen, erfordert dann vor allem gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Das schafft man am besten im persönlichen Gespräch. Deshalb reise ich viel, spreche mit möglichen Partnern, werbe für unsere Idee und erläutere ihr Potenzial. Das werde ich auch Ende Oktober auf der Kunststoffmesse K 2010 in Düsseldorf tun, und zwar auf dem Gemeinschaftsstand des CologneBonn-Business e.V. in Halle 7 mit Partnern entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Auf der neuen Fachmesse "InnoMateria" im März 2011 in Köln werden wir ebenfalls vertreten sein. Last but not least gilt auch für uns: "Erfolg macht sexy!" Wirtschaftlicher Erfolg ist die beste Motivation: für uns selbst, aber auch für unsere derzeitigen und die zukünftigen Partner. Foto links: Wolfgang Paczenski Telefon: 0214-206 4036 Mobil: 0176-32 361 270 w.paczenski@netzwerk-iw.de www.netzwerk-iw.de Fotos Mitte und rechts unten: Gespräche an den Ausstellungsständen der beteiligten Institutionen beim "materials day" in Köln Sites & Services 25 Sites & Services 33
34 AUF ZUM CHEMANAGER-PORTAL K OR ING TREN THEM D EN N HE EN C ANUNG BR LD ME © julien tromeur | fotolia.com BUYERS GUIDE CHEManager CHEManager Europe LVT LEBENSMITTEL Industrie CITplus Uns gibt´s jetzt auch online! www.CHEManager-online.com www.gitverlag.com
35 INDISTA Ausstellungskongress am 30.09.2010 in Köln. Thema: Instandhaltung - Maschinen und Anlagen optimal nutzen extras Wartungs- und Instandhaltungskonzepte haben die Aufgabe eine möglichst hohe technische Verfügbarkeit der Anlage zu gewährleisten. Der wachsende Druck im Wettbewerb um Qualität und Produktivität zwingt die Unternehmen zu Einführungen von Instandhaltungssystemen, um Anlagenausfälle zu vermeiden. Mit den richtigen Instandhaltungskonzepten werden Schäden frühzeitig erkannt, die Restnutzungsdauer der Maschinen und Anlagen optimal genutzt, ihre Weiterentwicklung verbessert und letztendlich die Betriebskosten gesenkt. Produktionsanlagen sind für Unternehmen das wichtigste Kapital. Ihren Werterhalt zu sichern und die größtmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten, ist das Ziel. INDISTA, der Branchentreff für industrielle Dienstleistungen und Standortmarketing, informiert Sie über die neuesten industriellen Trends und die erfolgreichsten Strategien aus erster Hand. Treffen Sie Entscheidungsträger der Chemie-Industrie und intensivieren Sie Ihre Netzwerkkontakte! www.INDISTA.de Impressum Chefredakteur: Oliver Pruys (V.i.S.d. § 55 RStV) Redaktion, Layout und Design: Pruys InterCom Agentur für Kommunikation Ahornhof 6, 53340 Meckenheim Telefon 022 25 - 980 89 35 www.pruysintercom.de UID: DE 222/5351/2136 Druck: bonnprint.com Fotos: ABB, BIS Group, Currenta, Infracor, IGS, Pharmaserv, Siemens, u.a. . Online: www.sites-and-services.de Internetportal mit aktuellen Neuigkeiten von den Chemie- und Industrieparks inkl. Firmenverzeichnis, Terminen und Tipps, E-Paper und PDF-Download. Sites & Services 35
36 EINE SERVICE-PARTNERSCHAFT MIT DER BIS GROUP IST IMMER MEHR ALS DIE SUMME DER EINZELTEILE! 27.000 Mitarbeiter, mehr als 130 Standorte in Europa und Nordamerika, ein umfassendes Leistungsspektrum von Einzelgewerken über Engineering, Rohrleitungsbau und Anlagenmontage bis hin zu umfassenden Instandhaltungskonzepten DIE BIS GROUP IST IHR STRATEGISCHER PARTNER. BESUCHEN SIE UNS AUF DER MAINTAIN IN HALLE 1 STAND 501 Oder klicken Sie hier! www.BIS.bilfinger.com Solutions for Industrial Services

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