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2 international I n t e r n a t i o n a l Als Antwort auf die immer größer werdenden Aufgaben in den einzelnen Ländern haben wir vor einigen Jahren internationalisiert. Unter dem Dach von Sharkproject International e.V. entstanden eigene, selbständige Landesorganisationen. Hier haben wir uns zunächst auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, d.h. Deutschland, Österreich und Schweiz. Mehr über die Arbeit der SP-Organisationen erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Vor 9 Jahren, als einer kleinen Gru gründete, konnt was einmal aus damals viel bel organisation we e_magazin

3 s ich Sharkproject mit uppe Gleichgesinnter ten wir nicht ahnen, unserer kleinen und lächelten Haischutzerden würde. DZI-Spendensiegel für Sharkproject Als einzige Meeresschutzorganisation bekam Sharkproject International e.V. auch für 2011 wieder das DZI-Spendensiegel für besonders empfehlenswerte Organisationen. Foto: Gerhard Wegner unSERE STRATEGIE: Was uns von anderen Haischutzorganisationen unterscheidet, sind nicht nur die Menschen, sondern auch unsere Denke. Gestartet sind wir vor 9 Jahren mit der klaren Erkenntnis, dass Haischutz nicht funktioniert, wenn es keinen gibt, der mitmacht! Klingt simpel, ist aber eine wichtige Erkenntnis. Übersetzt heißt das: Zunächst brauchen wir eine breite Lobby für das Tier Hai, bevor wir uns daran machen können, mit Hilfe dieser Lobby Haischutzprogramme durchzusetzen. und da klar ist, dass niemand etwas schützt, SP International steuert zudem eine vor dem er sich fürchtet ­ war auch unsere Koalition von kooperierenden Organisationen, Strategie klar: Aufklärung und Information, wie »PRETOMA, Wildaid, Save our Seas oder bzw. Entkriminalisierung des Monsters Hai. Eyes on the Horizon«. Siehe dazu unsere Informationsseite über die Stop-Finning-Alliance, Erst wenn wir aus dem Menschenfresser, desdie ab Januar nächsten Jahres ihre Arbeit auf- sen Bild noch immer in der Köpfen der meisten nehmen wird. Menschen ist, ein normales Tier machen ­ erst dann können beginnen, dieses Tier zu schütDazu kommen Botschafter bzw. Partner in zen. Brennpunktländern wie Südafrika, Malediven, Das war und ist unsere Strategie. Deswegen Hawaii und vielen mehr. waren wir 12 Monate mit einem u-Boot unterwegs, deswegen haben wir inzwischen 5 DAS PRäSIDIuM Bücher veröffentlicht, und das ist auch der Grund für die Kampagnen und Ideen, die Sie Gerhard Wegner auf den nächsten Seiten finden. Präsident Einer der wichtigsten Punkte in 2011 ist dabei »Zuständig für Strategien, Öffentlichkeitsunsere interaktive DVD. Der integrierte Vorarbeit, Kampagnen« trag, den jeder selbst vor Freunden und Bekannten halten kann, soll unsere Aufklärung Christine Gstöttner vervielfachen. Vize-Präsidentin »Zuständig für Kampagnen, Events, Seien Sie also mit dabei ­ und Pädagogik« informieren Sie Freunde, Bekannte, ArbeChristine Staacks Vize-Präsidentin »Zuständig für Digitale Kommunikation« itskollegen und Familie über die Situation der Haie. Wir liefern dazu alle Informationen und einen kompletten Multimediavortrag zur freien nutzung. Heute gelten wir als eine der größten und aktivsten Haischutzorganisationen der Welt und sind Anlauf- und Kontaktstelle für viele befreundete Organisationen. Aber nach wie vor gilt: Alle Sharkproject-Mitglieder arbeiten rein ehrenamtlich. Entstehende Kosten ­ auch Reisekosten ­ sind bis auf wenige Ausnahmen selbst zu tragen. Wir glauben, dass Umweltengagement nur so funktionieren kann. Nur wer mit dem ganzen Herzen dabei ist, kann Wunder vollbringen. Und Wunder brauchen wir, wenn wir an der Rettung der Haie und der Meere denken. Es ist in vielen Bereichen 1 Sekunde vor 12. Aber kein Grund aufzugeben, sondern eher noch, einen Schlag schneller zu werden. Und das haben wir uns vorgenommen. Was wir im letzten Jahr getan haben, und an welche Riesenprojekte wir uns im Jahr 2011 wagen, das soll Ihnen diese neue E-Magazin aufzeigen. kennenlernen, die ihren Bereich kurz vorstellen. Dazu kommen die ersten Informationen über neue Kampagnen, Events und Produkte, die wir intensiv vorbereiten. Besonders spannend unter den spannenden Themen, die Sie erwarten, ist die »Mission: Deep Blue«, die wir ab Ende Januar gemeinsam mit dem internationalen Tauchverband SSI starten. Hier werden wir erstmals unser angestammtes Kampagnengebiet »Hai« verlassen und uns dem gesamten Meeresschutz zuwenden. Es macht nämlich keinen Sinn, die Haie erfolgreich zu schützen, wenn gleichzeitig das gesamte Meer stirbt! Auf den nächsten Seiten werden Sie einige Sharkproject-Mitglieder Entdecken Sie uns. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Ihr Gerhard Wegner Präsident Sharkproject International e.V.

4 Messe 2011 Projekt: Dieser Messestand ist eigentlich kein Messestand mehr. Mit der »boot« 2011 beginnt unsere Wanderausstellung MS-Haitanic. Ein Messestand in der Anmutung eines alten verrosteten Wracks. Auf 100 qm erleben die Besucher in den Gängen und Kabinen des »Schiffes« die Welt der Haie. e_magazin Wir starten mit der Angst und enden ­ natürlich in der Kombüse mit der aktuellen Situation der Haie. Und das alles in 2- und 3-D, mit vielen Animationen und Filmen. Die Führung erfolgt durch Audioguides ­ kleinen, digitalen Führern ­ die den Besucher durch die Welt der Haie geleiten. Die Wanderausstellung wird nach der »boot« 2011 für 3 Jahre auf eine Reise durch Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen. Die Termine erfahren Sie immer aktuell auf unserer Website: www.sharkproject.org Wir wollen nicht zu viel verraten, und für Fotos der Ausstellung ist zum Zeitpunkt dieses E-Magazins noch zu früh. Aber anbei einige Skizzen, die zeigen, was Sie erwartet.

5 Die Messe "boot" in Düsseldorf war immer der Startpunkt für unsere neuen Kampagnen und Aktionen. Sponsoren gesucht: Bei der Knappheit unserer Mittel sind Sponsoren immer willkommen und das gilt besonders für die Finanzierung der »MS-Haitanic«. Helfen Sie uns, die Geschichte der Haie in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Spenden können Sie hier und jetzt ­ entweder per Paypal, Kreditkarte oder Eurokarte ­ ob eine Kapitäns-, Offiziers- oder Seemanns-Spende. Foto: Mulipix

6 expedition MosaMbik Haifinnings zeigen und gleichzeitig Recherche für unsere neue Kampagne »StOP FInnInG«. Expedition Sharkproject 2010: Das Ziel: Bilder und Filme, die die Dramatik und Brutalität des e_magazin Text von Wolfram Koch Mit Wut in den Augen stürmt der muskelbepackte 2-Meter-Hüne auf mich los. Warum der einheimische Haifänger mit Händen wie Klodeckel und Füßen wie Schwimmflossen auf einmal auf mich losgeht, ist momentan eher zweitrangig. Der erste Gedanke: wegrennen! Keine Chance bei den durchtrainierten Beinen des Schwarzen! Ich bin wie fest gefroren. Mit dem Rücken zum Meer ist eine Flucht ebenfalls unmöglich! Als Papa von zwei kleinen Jungs wollte ich nicht wie zahllose Haie hier am Strand in Pomene enden. Nur noch wenige Meter trennen uns... Dabei hatte der Trip nach Mosambik so ruhig begonnen. Am Flughafen Frankfurt war Gerhard pünktlich am Treffpunkt aufgetaucht. Ich musste grinsen. Genau wie ich war er mit breikrempigem Hut und Outdoor Klamotten eine ganz brauchbare Indiana Jones Interpretation auf dem Weg zu neuen Abenteuern. Während des langen Flugs nach Inhambane bestanden die aber lediglich in der Frage, welchen Film wir uns ansehen, und ob wir den Anschlussflug in Johannesburg nach Maputo erwischen. Auch die ersten paar Tage vor Ort in Mosambik zogen sich hin. Interviews mit Fischern, Meeresforschern und ein paar Recherchen und natürlich Essen, Bier trinken. Geschockt hat mich eine Tatsache: Das Durchschnittsalter in Mosambik ist 17! Das liegt am langen Bürgerkrieg nach der portugiesischen Kolonialzeit. Viele der älteren Einwohner starben. Zurück blieben die Kinder. Bettelarm und ohne Geschichte. Dann geht es endlich los. Mitten in der Nacht starten wir mit Chris, Dave und Markus nach Pomene. Dort erwartet uns eine wunderschöne Lodge inmitten eines traumhaften Naturschutzgebietes. Wo genau aber die Haifänger ihr aktuelles Camp haben, weiß niemand so genau. Zusammen mit dem ambitionierten Taucher und Naturschützer Neville fahren Dave und ich die riesige Lagune im Boot ab. Plötzlich, kurz vor dem Ausgang der Lagune ins offene Meer, zeigt Neville auf ein paar unscheinbare Schilfhütten. Er reißt das Steuer herum und landet sanft am Ufer. Sofort nähern sich Fischer. Sie sind auf der Hut, denn die Regierung hat sie schon öfters mit dem Camp vertrieben. Haifänger werden im Naturschutzgebiet nicht geduldet. Dave erklärt Ihnen in der Landessprache Portugiesisch unser Anliegen. Wir sitzen im Sand und verhandeln. Die Fischer sind nicht unfreundlich, zumal Neville in Zulu vermittelt. Unser Ziel ist, ein Boot ein paar Tage bei der Jagd auf Haie mit der Kamera zu begleiten, um Material für den Haischutz und zur Aufklärung in die Hand zu bekommen. Schließlich willigen die Fischer ein. Am folgenden Morgen bei Sonnenaufgang finden wir uns wieder bei den Fischern ein. Wir werden von einem baumlangen Fischer begrüßt. Er heißt Nelson und ist ein durchtrainierter Hüne. Kein Wunder: mit einem Ruderboot fahren die Männer zu dritt gegen die Brandung zu Ihren Fischgründen auf den Indischen Ozean hinaus. Dort an einer Boje hängt die Longline mit duzenden Haken. Nelson beginnt, sie aus dem Wasser zu ziehen. Ich mache mich zum Tauchen fertig und gehe ins Wasser. Kein ungefährliches Unterfangen, einer Schnur mit großen und spitzen Angelhaken entlang zu tauchen, die gerade aus dem Wasser gezogen wird. Außerdem könnten verletzte Tiere an den Haken größere Räuber anlocken. Einfach nicht drüber nachdenken. Der Blick durch den Sucher der laufenden Kamera beruhigt mich. Im Lichtkegel der Scheinwerfer folge ich der Schnur. Plötzlich schießt ein Schatten auf mich zu. Instinktiv halte ich die Kamera entgegen. Ein junger Tigerhai, gefangen an einem Haken der Longline, greift mich panisch an. Wie schon öfters schützt mich die Kamera. Der Hai beißt in die Optik. Besser als in mich. Ich filme, wie das Tier um sein Leben kämpft. Kurz überlege ich, ihn loszuschneiden. Doch die Spitze des großen Angelhakens bohrt sich von innen durch die Kiemen und tritt unterhalb des Auges wieder aus. Das Tier ist zu schwer verletzt. Ich filme die traurigen Bilder fast mit Tränen in den Augen. Welche Schmerzen muss dieser kleine Hai wohl in diesem Augenblick aushalten? Egal wie groß, die Fischer ziehen das Tier aus dem Wasser und rudern zum Camp zurück. Dort schneiden sie dem noch lebenden Hai die Flossen ab und ziehen die Haut ab. Das Fleisch landet in den Kochtöpfen der Dorfgemeinschaft. Immerhin wird hier das ganze Tier verwertet. Für die Fischer ist das Tagwerk geschafft. Sie erhalten ein paar Dollar für die Flossen und das Haifleisch. Das reicht, um sich komatös zu betrinken. Völlig benebelt wird Nelson am nächsten Morgen wach. Es beginnt gerade zu dämmern. Ein Bootsmotor hat Ihn geweckt. Er guckt aus der Hütte. Undeutlich kann er im schwachen Licht der aufgehenden Sonne Fremde am Ufer erkennen. Ohne nachzudenken stürzt er auf die Gruppe los. Der Alkoholkonsum vom Vortag entlädt sich in purer Aggression. ...Ich springe dem mächtigen Schwarzen entgegen und kann so seinem Schlag ausweichen. Blitzschnell dreht er sich wieder zu mir um, mich erneut anzugreifen. Mit einem Mal fängt er von einem bis zum anderen Ohr zu Grinsen an, streckt mir die riesige Pranke zum üblichen Handschlag entgegen und umarmt mich. Er muss uns im Halbdunkel wohl nicht gleich erkannt haben... Wir fahren wieder zur Longline. Diesmal hängt ein großer Gitarrenrochen am Haken. Verzweifelt kämpft er um sein Leben, als er an der Bootswand zappelt. Etliche Knüppelschläge beenden es, bevor er an Bord gezogen wird. So bekommt er wenigstens nicht mit, wie die Fischer ihm die Flossen abschneiden, um derentwillen er gefangen wurde. Unsere Expedition führt uns weiter nach Süden. Hier sollen die Fischer auf der Jagd nach Flossen auch Mantas in Netzen fangen. Aber Einheimische raten uns dringend ab, den Strand des Todes zu besuchen, wenn uns unser Leben lieb ist. Nach kurzer Diskussion fahren wir trotzdem. Mehr von der Sharkproject-Expedition 2010 gibt es in unserem Multimedia-Vortrag "Haijäger". Hier zeigen wir harte Fakten und spannende Abenteuer auf der Spur der Finning-Mafia. Die Reise führt von Costa Rica nach Afrika und zurück zum weltweiten Hauptumschlagsplatz für Haiflossen. Die Vortragstour startet im Frühjahr 2011 in Wien. Weitere Termine auf unserer Website und auf www.stop-finning.org

7 Einfach nicht drüber nachdenken - Der Blick durch den Sucher der laufenden Kamera beruhigt mich. Das Ergebnis: · Einzigartige Fotos und Filmszenen · Kooperation mit der mosambikanischen Umweltorganisation Eyes on the Horizon (EOtH) · Methylquecksilberstudie für den Gesundheitsminister des Landes (über 30 Haiproben-Analysen wurden von uns finanziert) · Mitproduktion an einem tV-Film über das Finning · Gestaltung und Sponsoring von »3-WeltSchulmaterial«, das über EOtH an Schulen in Mozambique verteilt wird Foto: Gerhard Wegner

8 germany G e r m a n y 2 0 1 0 Wir bedanken uns ausdrücklich bei der BLAUEn ARMEE für das tatkräftige Mitwirken bei ,Morituri te salutant`. Viele Menschen, außer den meisten Politikern haben verstanden, daß der Konsum von Haifleisch schädlich ist und die Ausrottung der Haie verhindert werden muß. Kurzinf e_magazin · Berlin Filmes für Ha Berlin · Gymn seinen Shark · Duisb fram K sere F · Schulp stark Buchin ischen ter un

9 Symposium zu Problematiken in der Meeresumwelt Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt holen Experten Anfang Juni nach Hamburg ins Institut für Seeschifffahrt und Hydrographie Der Umweltausschuss des EUParlamentes blamiert sich bis auf die Knochen! Durch die Ablehnung des Antrages zur Kennzeichnungspflicht für hoch-methylquecksilber-haltige nahrungsmittel im Europa-Parlament im März entlarven sich die Parlamentarier als schlecht informierte Laien, deren Umweltengagement beim Verabschieden von Verordnungen aufhört, die sowieso nicht umgesetzt werden. Foto: Iris Keppeler MSC Stakeholder Dialog in Hamburg Meeting des Marine Stewardship Councils. teilnehmer aus der Wissenschaft (Meeresbiologie), von Umweltschutzorganisationen sowie aus der Wirtschaft, und hochrangige Manager des MSC zeigten, dass ein solches treffen ernst genommen wird. fos zu Aktionen Foto: Christine Gstoettner nale 2010. Zur Vorstellung des s »Hannes Jaenicke - im Einsatz aie«: Andreas Bödecker aktiviert ner Gymnasien. nasium in Hildesheim weiht n gewässerbiologischen trakt ein, kproject Germany ist dabei. burger Zoo. Aktions-Stand. WolKoch und Ulrike Simon halten unFahne hoch. projekte wurden und werden ganz durch Simone Grimm, Elisabeth nger, den Präsidenten des Hessn tauchsportverbandes Rolf Richnd Dr. Andreas Keppeler geprägt. Münchner Aktionstage. Wie jedes Jahr, geht unser starkes Müncher team für die Haie auf die Straße: · F.R.E.E.-Messe München · »World Ocean Day« · Streetlife Festival München Symposium zu Problematiken in der Meeresumwelt Dr. Herman Kruse, Toxikologe der Universitätskliniken Kiel und Dr. Andreas Keppeler Präsident SP Germany tragen die Problematik des Giftes Methylquecksilber in langlebigen Räubern der Meere vor, und erläutern den unzureichenden Schutz der Konsumenten vor diesem Gift durch die nationalen und europäischen Gesetzgeber. Bei der anschließenden Diskussion beharrt ein Vertreter der Fischereiindustrie vehement darauf, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung von Dornhaibeständen möglich wäre, dies habe eine Expertenrunde festgestellt und in einem von allen Experten unterzeichneten Abschlusskommuniqué zum Ausdruck gebracht. Anwesende Teilnehmer dieser Expertenrunde, wie Heike Zidowitz (DEG ­ Deutsche Elasmobranchier Gesellschaft und Sharkalliance) wiesen allerdings die Symposiumsteilnehmer darauf hin, dass es dieses Kommuniqué nicht gäbe und der Herr die Unwahrheit sage. Auf den Hinweis von Dr. Keppeler an den Herrn der Fischerei-Industrie, dass es bei den Vorträgen in der Hauptsache um das Vergiftungsrisiko für menschliche Konsumenten gegangen sei, und man diese Tiere schon allein deshalb nicht auf den Markt bringen dürfe, wurde nur seine Behauptung erwidert, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung der Dornhaibestände irgendwo auf der Erde möglich sei und man sie deshalb auch anbieten könne. Das Argument der Giftproblematik überging er einfach! »So geht es wohl auch! Hauptsache rentabel, und wenn die Tiere ausgerottet sind, entdecken wir unser Umweltbewusstsein und den Verbraucherschutz!« Text: Dr. Andreas Keppeler Der Umweltausschuss des EU-Parlamentes blamiert sich bis auf die Knochen! Jegliches Bestreben der EU, die Haie zu schützen und die Konsumenten vor dem Umweltgift Methylquecksilber zu warnen, stellt sich damit als Lippenbekenntnis heraus. Bei der CITES-Konferenz in Doha für den Haischutz zu votieren, aber in Europa nicht nur keinen Schutz der bedrohten Tierklasse zu erlassen, sondern noch nicht einmal eine Kennzeichnungspflicht der »hochmethylquecksilber-haltigen« Raubfische einzuführen, zeigt, wie wenig sich unsere souveränen Europaabgeordneten wirklich für Konsumenten und Umweltschutz interessieren. Was einzig und allein zählt, ist, dass Kontrollen auf Methylquecksilbergehalt in Haifleisch nur ganz selten durchgeführt werden. Haie stehen weiterhin vor der Ausrottung, und die letzten Bestände werden hochgradig schädlich für die Konsumenten (>30% überschreiten den erlaubten Höchstgehalt) straffrei angeboten. Nationale Anstrengungen für diese Schlüsseltierklasse laufen ins Leere, weil es der EU egal ist, oder sie den Lobbyinteressen der Fischereiwirtschaft nachkommt. Text: Dr. Andreas Keppeler MSC Stakeholder Dialog in Hamburg Vorträge über die bisherigen und zukünftigen Zertifizierungsverfahren für nachhaltige Fischereibewirtschaftung klärten über Verfahrensabläufe des MSC auf. Aufgrund der hohen Fachkenntnis in der Runde kamen sehr interessante Diskussionsbeiträge zustande. Konstruktive Vorschläge wurden genauso aufgenommen wie auch begründete Kritik an den bisher erteilten Zertifikaten. Die Komplexität der MSC-Verfahren und die Datenerhebungsumfänge und -aktualität von Meeresbeständen erfordern einen gewaltigen Aufwand, um Transparenz und Unabhängigkeit glaubwürdig für alle Interessensgruppen in den Zertifizierungen für nachhaltig bewirtschafteten Fischbeständen darzustellen. Es ist sicher besser, wenigstens ein anerkanntes Zertifikat zu haben, welches eine freiwillige Kontrolle und Einblick in die Fischereiwirtschaft zulässt. Das MSC ist nicht perfekt, das haben alle Teilnehmer gelernt, aber es befindet sich in einem kontinuierlichen und intensiven Lernprozess, so dass man diesen Kontrollmechanismus sicherlich unterstützen sollte, mit Zustimmung und Kritik. Das hat für uns die Teilnahme an diesem Meeting ergeben. Text: Dr. Andreas Keppeler

10 jEc Ro Rkp ShaER ER nD D E al k e_magazin kalender 2006: White SharkS erscheinung unseres Buches »Weiße haie« und Start einer aufklärungs- und informationskampagne in Südafrika. rund 40.000 info-Flyer wurden an haitouristen verteilt. 2007: Shark MoMentS Unser U-Boot-Jahr mit unglaublichen haierlebnissen. Start der Vortragsreihe »angstzination hai«, in der wir das Verhalten der haie zeigten. 2008: räUBer, MonSter, MenSchenFreSSer erscheinung unseres Buches mit dem gleichen titel, in dem wir mit 99 Vorurteilen gegenüber haien aufräumen. Dazu Start unserer Vortragstour. ende des wissenschaftlichen U-Boot-einsatzes. 2009: MoritUri te SalUtant Start unserer bisher größten deutschsprachigen kampagne gegen die ausrottung der Dornhaie. erscheinung unseres Buches: »12 Monate unter Weißen haien« und Start der Vortragstour. 2010: haie haUtnah Start unserer aufklärungskampagne »hands off« gemeinsam mit ägyptischen organisation hePca als Folge der immer häufiger werdenden haiunfälle aufgrund von leichtsinnigen und respektlosen tauchern.

11 Seit 6 Jahren gibt es ihn jetzt schon ­ den großen Sharkproject Jahreskalender. Und er war schon immer ein Spiegelbild unserer Arbeit; und das wird auch für 2011 so bleiben. Ein Rückblick: 2006-2010 alle Kalendereditonen auf einem Blick die schöne Seite, zeigt faszinierende Bilder von Haien. Ein Ausblick: Der Kalender zeigt Doch in 2011 werden wir die andere Seite zeigen, die des Finnings und der gnadenlosen Ausrottung durch den Menschen. Dazu passend unser neues Buch »Finning« ­ ein spannender thriller zu diesem thema und gleichzeitig Start unserer neuen Kampagne in Costa Rica ­ als gemeinsame Aktion der neu gegründeten StOP FInnInG ALLIAnCE. Initiiert und gepowert durch uns. Foto: Christine Gstoettner Foto re: Klaus Peter Harter

12 switzerland S W I T Z er L a n D 2 0 1 0 2010 war für die Mitglieder von Sharkproject Switzerland ein spannendes Jahr. Es war von abwechslungsreichen Events geprägt, an denen wir viel direkten Kontakt mit interessierten Besuchern hatten. e_magazin Im Januar waren wir an den Ferienmessen in Bern und Zürich präsent. Beide Messen erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit und ziehen dank den vertretenen Tauchreiseveranstaltern viele Freunde der Unterwasserwelt an. Während je vier Tagen haben wir Infoflyer verteilt, Spenden gesammelt, Gespräche geführt und die Chance genutzt, Networking zu betreiben. Die Ferienmessen sind jedes Jahr ein Highlight in unserem Vereinsjahr. Ausserdem haben wir an diesen Anlässen schon mehrfach neue Mitglieder für unser Team rekrutieren können. Ebenfalls im Januar besuchte eine Delegation aus der Schweiz die »boot« in Düsseldorf. Wir nutzen den Anlass jeweils gerne, um die Mitglieder der anderen Länder kennenzulernen und auch mal Kontakte live zu pflegen. Mit dem Zoo Zürich stehen wir auch regelmässig in Kontakt. Leider ist das Aquarium dort nicht so gross und auch Haie gibt es keine, das schmälert aber keinesfalls das Interesse der Zoobesucher. An den diesjährigen Madagaskar-Tagen waren wir mit einem Stand vor Ort und haben auf das Finning aufmerksam gemacht, ein Problem, das leider nicht nur vor Madagaskar eines ist. Nicole Blumenthal

13 Messeaktivitäten Im Januar waren wir an den Ferienmessen in Bern und Zürich präsent. Beide Messen erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit und ziehen dank den vertretenen tauchreiseveranstaltern viele Freunde der Unterwasserwelt an. SeaLife Konstanz Im Sommer 2010 waren wir mehrmals im SeaLife Konstanz zu Gast. An den gut besuchten Wochenenden während der Sommerferien haben wir das kleine Kino für Vorträge genutzt und die vielen Fragen von interessierten grossen und kleinen Besuchern beantwortet. Das Besondere an diesen Besuchen im SeaLife war, dass wir direkt am lebenden Objekt arbeiten konnten, das bedeutet, wir standen im Glastunnel im grossen Aquarium, wo die Haie über unseren Köpfen kreisten. Das macht natürlich doppelt Eindruck! Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch im SeaLife. ... in den Schulen Während dem ganzen Jahr waren wir mit diversen Vorträgen in Schulen unterwegs und haben direkt auf die Klassenstufe abgestimmte Informationen an die Kids weitergegeben. Es ist faszinierend, wie wissbegierig diese die Informationen aufsaugen und wieviel sie jeweils vorher schon wissen! Ein Highlight Eines der Highlights des diesjährigen Vereinsjahres war wieder unsere Vortragstour. An zwei tagen haben wir in Winterthur und Bern zwei grosse Events organisiert, die über 400 tauch- und Haifreunde von überallher anlockten. In diesem Jahr haben wir auf vielfältigen Wunsch der Besucher vom letzten Jahr den Film »Das Grosse Fest« von Ralf Kiefner und Andrea Ramalho gezeigt. natürlich standen die beiden danach den Besuchen noch für Fragen zur Verfügung. Die eindrücklichen Bilder haben bestimmt auch nichttaucher sehr beeindruckt und wir haben bereits wieder tausend Ideen für eine weitere Vortragstour. Foto: Christine Gstoettner

14 neues buch FINNING Das neue Sharkproject-Buch. Ein atemberaubender spannend bis zu letzten Seite und von einer beklem e_magazin Mehr als ein gelungener Abenteuer-thriller. Auf packende Weise klagt Gerhard Wegner eines der schlimmsten ökologischen Verbrechens an, deren sich der Mensch in den Meeren schuldig macht ! Frank Schätzing Blendend recherchierter Umwelt-thriller! Hannes Jaenicke

15 r Abenteuer-Thriller ­ mmenden Realität. Der Kauf des Buches unterstützt die "Stop Finning"Aktionen in Costa Rica. Die gesamten Autorenhonorare und Gewinne werden zu 100% zur Finanzierung der Sharkprojekt-Aktionen in Costa Rica verwendet. Siehe dazu das Kapitel: StOP FInnInG ALLIAnCE in diesem E-Magazin. tion nur edi b er un ei s zu ka neugierig? Dann laden Sie sich hier eine Leseprobe (pdf) runter. Neu ! d als Sond

16 austria a U S T r I a 2 0 1 0 Aktivitäten Lange schon arbeiten die jetzigen Mitglieder, allen voran Christine Gstöttner als Botschafterin Österreichs, für Sharkproject International. Um für den Kampf gegen maritime Ausbeutung und Zerstörung mehr ortsansässige Unterstützung zu erhalten, haben die Akteure Österreichs den Weg fortgesetzt, den bereits beispielsweise Deutschland oder die Schweiz beschritten haben, und gründeten die Landesorganisation Sharkproject Austria. Wir waren be gen präsent: · Artenschut · UW-Photo · Photo+Ad · diverse lok · Ferienvera O.Ö. , Wie Foto: M.Zmaritz e_magazin Die Geburtsstunde von Sharkproject Austria war am 17. Mai 2010. Unser Jahre langes Engagement, wie zum Beispiel auch die Betreuung der »Stop Sales Kampagne« durch Helmut Wipplinger, möchten wir fortsetzen, mit dem Schwerpunkt, die Bewusstseinsbildung über die Notwendigkeit des Haischutzes und des Schutzes maritimen Lebens beim Konsumenten zu schärfen. Nicht nur durch die »Stop Sales Kampagne«, sondern auch durch unsere Präsenz auf diversesten Veranstaltungen wollen wir deutlich machen, dass Artenschutz und Biodiversität im Ozean auch Angelegenheit jener Länder oder Regionen ist, welche nicht direkt daran »beteiligt« sind, also nicht ans Meer angrenzen. In der Aufklärungsarbeit trägt ein vielfältiges Land wie Österreich seit jeher mit dazu bei, natürliche Lebensräume zu schützen und wiederherzustellen. Wer wir sind: Wipplinger Helmut, Präsident Buchinger Elisabeth, Vizepräsident Minarik Harald, Vizepräsident Gstöttner Christine, Schriftführer Futterknecht Herbert, Kassier Buchinger Walter, Aquarien Gabriel Renate, Events Michal Michaela, Paten Scheiblauer Susi, Stop Sales Wallner Peter, Messen

17 Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kooperation mit Institutionen, die schon per se das an natur und tierwelt interessierte Publikum anlocken, mit Zoos und Aquarien. Für den Tiergarten Schönbrunn haben wir bereits die Zusage, trotz des beschränkten Platzangebots im Aquarienhaus eine »Haiecke« zu etablieren, sowie eine Einladung für März 2011, um im Rahmen eines Vortrags Sharkproject Austria und unsere Anliegen zu präsentieren. Auch mit den Verantwortlichen des haus des Meeres haben wir Kontakt aufgenommen, die Resonanz war durchaus positiv, bevorstehende Umbau- und Erweiterungsarbeiten beschränken aber im Augenblick die Möglichkeiten einer Kooperation. ei folgenden Veranstaltun- tztagen im Zoo Vienna odays am Attersee dventure in der Messe Wien kale Straßenfeste und anstaltungen in Marchtrenk en, Gablitz . Kinder und Jugentliche Ein teil der Informationsarbeit, der sich Sharkproject Austria widmet, ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Kinder, wie zum Beispiel Ferienspiele, Artenschutztage im Zoo, nutzen wir als Plattform, unser Anliegen zu transportieren. Speziell für die Kinder haben wir hierfür einen Wissensparcours kreiert. nach positiver Beantwortung eines Fragebogens werden sie per Diplom zum/zur »JuniorhaiforscherIn« ernannt. Wir erreichen damit aber nicht nur die Kinder, sondern auch die Generation der Eltern und Großeltern. Foto: Christine Gstoettner Foto: Christine Gstoettner

18 interaktive dvd Einzigartig: Interaktives Hai-Lexikon mit komplettem Hai-Multimedia-Vortrag und umfangreiches Bonus-Material. basic V e_magazin Im Vordergrund der Sharkproject-Arbeit steht seit jeher die Aufklärung und objektive Information über das tier Hai. Eines der Highlights waren dabei immer die Haivorträge der SharkprojectMannschaft. Das werden wir ab jetzt auf eine breitere Basis stellen. Zehntausende von Haivorträgen soll es weltweit geben. Das Instrument dazu ist jetzt da. Unsere neue interaktive Hai-DVD.

19 aRks AB 2011: DIE PROFESSIOnALVERSIOn Ab der »boot« 2011 gibt es dann auch eine ebenfalls zweisprachige Professional-Version speziell für tauchbasen oder Instructoren, mit einem noch ausführlicheren 4-teiligen Vortrag, der noch tiefer in Verhalten und Unterscheidung der einzelnen Arten einsteigt. Mit Copyrig htfür gew Lizenz erblic Hai-Kur he se VeRsion Foto: Christine Gstoettner Dazu ein ausgedrucktes Vortrags-Manual und das Ganze auf einem hochwertigen Computerstick. Dazu eine Lizenz, dass dieser Vortrag auch für gewerbliche Hai-Kurse verwendet werden darf. Preis: Euro 89,90 inkl. einer CopyrightLizenz für gewerbliche Hai-Kurse. Technische Voraussetzungen wie Basic-Version. Ideal für Tauchbasen, die ihren Tauchgästen das Verhalten von Haien nahebringen wollen. Hier schon vorbestellen: member@sharkproject.org 1. Mehr Wissen integriert ist ein umfassendes interaktives hai-Lexikon mit vielen Filmen und einem begleitenden Wissenstest. 2. seLbst vortragen im zweiten Kapitel findet der interessierte einen kompletten, eigenen hai-Multimediavortrag mit vielen bildern und Filmen, komplett mit ausführlichem vortrags-Manual und der Lizenz für kostenlose eigene vorträge. 3. bonus-saMMLung im dritten Kapitel dann gibt es bildschirmschoner, Filme und vieles mehr für den haibegeisterten. Die basic-DvD ist zweisprachig (deutsch/englisch) und kann auf jedem Windows-rechner präsentiert werden. Der integrierte Powerpoint-vortrag funktioniert mit jeder Powerpoint-Funktion, auch mit Mac-Powerpoint. Preis: euro 29,90 inkl. einer Copyright-Lizenz für kostenlose vorträge. ideal für taucher und haifreunde, die ihren Freunden, ihrer Familie oder ihren Club-Kameraden das tier hai nahebringen wollen. erhältlich ab sofort in führenden tauchsportgeschäften oder im sP-shop.

20 kampagne In vielen Ländern der Erde ist es auch eine Geldsache, ob man Haifleisch isst oder nicht. Methylquecksilber DaS auf DEM tiSch Sharkproject Germany hat sich in den vergangenen 18 Monaten intensiv eingesetzt, um die Methylquecksilbergefahr bekannt zu machen, die der Bevölkerung durch den Konsum von Haifleisch droht. Unsere Untersuchung von Dornhaiproben, also Schillerlocken und Seeaal, aus deutschen und österreichischen Lebensmittelmärkten hat 2009 ergeben, dass über 31% der Proben die gesetzlich zulässigen Grenzwerte überschritten haben. Unsere Ergebnisse bestätigen die Untersuchungen des deutschen Umweltbundesamtes. Die Zuständigkeit für den Verbraucherschutz vor Umweltkontaminanten wie Quecksilber liegt in Deutschland nicht im Verbraucherschutzministerium, sondern beim Umweltministerium. Jedoch trifft die EU die Festlegungen, was zulässig ist. e_magazin

21 Arm & Reich In Industrieländern wie in den europäischen Staaten wird Haifleisch als »Schillerlocke, Seeaal, Steinlachs, Seestör, Speckfisch, Karbonadenfisch oder Königsaal« verkauft. Es wird eine Marketingkampagne für diese Delikatessen aus dem Meer gefahren. Wer Geld hat, kann es sich leisten, und wer wenig über das Methylquecksilber weiß, der wird es wohl auch tun. Da Haifleisch weltweit als fast wertlos gehandelt wird, was wohl am stark nach Urin riechenden rohen Fleisch liegt, ist es in Küstenregionen vieler armer Länder wohl die günstigste Form des tierischen Eiweißes, mit der die ärmsten der Länder ihre Familien ernähren. Foto: Christine Gstoettner, Gerhard Wegner Foto: Gerhard Wegner Methylquecksilber, das Gift auf dem Tisch Letzten Endes ist also die EU für den Schutz der deutschen Verbraucher vor einem Gift zuständig. Verschiedene EU Verordnungen regeln jetzt ja eigentlich, dass es nicht sein darf, dass so hohe Quecksilber-Giftwerte, wie sie beim Haifleisch gefunden werden, überhaupt im Verkehr sein dürfen. »Das geltende EU Recht sagt, es soll nicht höher als 1000 Mikrogramm Quecksilber pro Kilogramm Fleisch im Fisch sein!«. Wichtigster Punkt in der dies behandelnden EU-Verordnung sagt, dass die Aufklärung der besonders gefährdeten Konsumenten durchgeführt werden soll! »Sollen bedeutet müssen wenn man kann!« - Die EU kann! ­ Aber tut es nicht! Im März 2010 lag ein Änderungsvorschlag beim EU-Parlament zur Abstimmung, der eine Kennzeichnungspflicht für hoch-methylquecksilber-haltige Produkte zwingend vorschreiben sollte. Der EU-Umweltausschuss unter Vorsitz des deutschen SPD-EU-Parlamentariers Jo Leinen hat den Vorschlag abgelehnt! Unserer Ansicht nach haben die Parlamentarier sich damit strafbar gemacht, da sie geltendes Recht gebrochen haben, durch Untätigkeit oder Unterlassung des Schutzes der Verbraucher und der bedrohten Tierarten. »Untätigkeit ist dann widerrechtlich, wenn eine Rechtspflicht zum Handeln besteht!« - Nach EUVerordnungslage besteht diese Pflicht ganz klar! Jedes Umweltministerium in der EU muss sich durch solches EU-Parlamentsverhalten betrogen fühlen! In einer parlamentarischen Demokratie aber ist es so, dass sich die Parlamentarier aus Desinteresse oder vielleicht Lobbygründen über den Verbraucherschutz hinwegsetzen und nicht belangt werden können. Es ist ihnen schlichtweg egal! Oder sind sie zu dumm dafür, zu verstehen, dass eine Methylquecksilberbelastung der Bevölkerung eine große Gefahr darstellt, und dass das Ausrotten von Tierarten ebenfalls nicht sein darf. Es sind die von uns gewählten, gut verdienenden EU-Abgeordneten, auf die wir unseren Einfluss geltend machen müssen, sich für das bisherige Verhalten zu schämen und mit diesen Missständen Schluss zu machen! Wir werden weiter darüber berichten! Text: Dr. Andreas Keppeler Arm & Reich Wo es bei uns ein Wohlstandsproblem darstellt, für ein Kilogramm Schillerlocke bis zu 60,- Euro zu bezahlen, ist es in vielen Dritte-Welt-Ländern die fehlende bezahlbare Alternative, die die Ursache für den Haikonsum darstellt. So unterstützt Sharkproject Aufklärungskampagnen und Konzepte, wie zum Beispiel in Mozambik, die den hohen Methylquecksilbergehalt in Haifleisch und dessen Folgen thematisieren. Wenn die Menschen verstehen, dass Programme, die Haie schützen, nicht nur höhere Einkommen ermöglichen, sondern auch über die Nahrung ihre Familien mit weniger Gift belasten, werden solche Konzepte zum Aufbau des Tourismus und Einkommensmöglichkeiten für die ehemaligen Haifischer erfolgreich sein. Wir sind derzeit mit der Erstellung von Bildungsmaterialien befasst, mittels derer diese Wissensinhalte auf einfachste aber effektive Weise in Schulen dieser Länder vermittelt werden können, im großen Stil, und in mehreren Ländern. Text: Dr. Andreas Keppeler

22 schule Sharkproject in der Schule Sharkproject International hat in seinem team SchulreferentInnen, welche seit 2007 überaus engagiert und ­ ein nicht zu unterschätzender Faktor ­ auch unentgeltlich dieser tätigkeit mit großer Freude nachkommen. Mittlerweile gibt es in Deutschland 12, in Österreich 2 und in der Schweiz 6 SchulreferentInnen, die von Elisabeth Buchinger koordiniert werden. gibt es für Schulen und Lehrer kostenloses Unterrichtsmaterial speziell über das tier Hai. Die Materialien, sind sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für den Einsatz in Projektwochen geeignet. e_magazin

23 Foto: Elisabeth Buchinger Was tun wir? Wir kommen auf Einladung seitens der Schule (am einfachsten erreichen Sie uns mittels Mail über unsere Webseite), häufig auf Initiative von SchülerInnen verschiedenster Altersstufen. Gemeinsam mit den Kindern und den Lehrern gestalten wir in der Regel ein bis zwei Unterrichtseinheiten mit themen wie: Die Rolle des Hais im Ökosystem, Biologie des Haies, notwendigkeit des Haischutzes, ... Auf Wunsch begleiten wir auch Projektwochen, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Foto: R. Kaiblinger Ein weiteres Medium, um unsere »Zielgruppe« zu erreichen, ist die »SchulDVD«, welche wir jeder Schule auf schriftliche Anfrage kostenfrei zur Verfügung stellen. Damit haben Lehrkräfte die Möglichkeit, die Kinder vorzubereiten, oder sich in Eigenregie dem Thema Hai zu nähern. Ein zentraler Punkt unserer Arbeit mit Kindern ist die Imagekorrektur des Hais ­ weg vom menschenfressenden Monster, hin zum normalen Raubtier im Ökosystem, dem Respekt gebührt. Unserer Beobachtung nach gilt es genau diese Hürde zu nehmen, da das kolportierte Bild des Hais in der Öffentlichkeit und in den Medien meist nicht den Tatsachen entspricht. Überraschenderweise ist es aber erfreulich, feststellen zu können, wie viel Wissen Kinder über Informationsmedien unterschiedlichster Art, die verantwortungsvoll mit der Thematik umgehen, aufnehmen. Diese Veränderung des negativen Images des Hais ist wohl ein längerer Bildungsprozess. Positiv überrascht uns immer wieder die Offenheit, Neugierde und Unbefangenheit, mit der Kinder an die Thematik herangehen, das zu beobachtende »Aha-Erlebnis«, das sich einstellt, wenn sachliche Informationen Bild und Notwendigkeit eines Topräubers in funktionierenden Ökosystemen beschreiben. Wir denken, es ist ein Weg, den Anspruch der Zukunft durch Information und Auseinandersetzung mit den zukünftigen Erwachsenen erreichen zu können. Für viele Eltern bedeutet das schon jetzt Auseinandersetzungen mit ihren Sprösslingen am Mittagstisch oder beim Einkauf von Fisch. Es ist zu hoffen, dass die Begeisterungsfähigkeit unserer Kinder und deren Leidenschaft im Umgang mit der Umwelt viele »(Ä)Elter(e)n« erreicht, denn wenn wir unsere Welt zumindest stabilisieren wollen: es ist eine Minute vor Zwölf!

24 sHaRk awaRD 2011 Stefanie Brendl, award Vorstellung und Abstimmung der nominierten für den Shark Guardian und den Shark Enemy Artenschutzorganisation Shark Allies Stefanie Brendl und ihrem persönlichen Engagement ist es zu verdanken, dass Hawaii der erste Bundesstaat der USA ist, in dem der Handel mit Haiflossen per Gesetz verboten wurde. Das Gesetz wurde am 1. Juli 2010 beschlossen und tritt am 1. Juli 2011 in Kraft. Präsident Gaston tong Sang, Französisch Polynesien Polynesien hat bereits 2006 ein umfangreiches Haischutzprogramm an seinen Küsten eingerichtet. Demnach ist nicht nur der Fang, sondern auch der Handel mit Haiprodukten verboten. Damit ist Französisch Polynesien eines der Länder mit dem umfangreichsten Haischutz weltweit. Präsident toribiong Johnson, e_magazin Palau Präsident toribiong Johnson von Palau hat am 25.September 2009 vor der Generalversammlung der Vereinten nationen gesprochen und die Gewässer von Palau zur Haischutzzone erklärt. Damit hat er die im selben Jahr eingebrachten Gesetzesentwürfe der Senatoren ignoriert, die den kommerziellen Haifischfang erlauben bzw. ausweiten wollten. GUaRDian Freitauch-Profi Der österreichische Freitaucher Christian Redl, in der Öffentlichkeit vor allem für seine publikumswirksamen Weltrekorde im Freitauchen unter Eis und in mexikanischen Höhlensystemen bekannt, setzt sich seit Jahren für den Erhalt und den Schutz der Haie ein. Christian Redl, Noch schlimmer ist es jedoch, dass sogar eigene HaiFischereiwettbewerbe ausgeschrieben sind, so u.a. die Shark Week und das Mako-Tournament. Dabei werden Preise bis zu 500.000 US-Dollar pro Bewerb ausgelobt. Mindestgrößen für die Haifänge sollen möglichst spektakuläre Fänge möglichst alter und großer Haie ermöglichen. So wurde z.B. im Sommer 2010 sogar ein großer Weißer Hai bei einem der Bewerber gefischt, einer Spezies, die nachweislich vom Aussterben bedroht ist. Auf der Webseite des Veranstalters gibt es zudem auch unzählige Fotos der erlegten Haie in der Vergangenheit. Dass im hauseigenen Shop zudem Haiprodukte en masse angeboten werden, versteht sich bei dieser Marina scheinbar von selbst. http://www.starislandyc.com/ EnEmy Wie heißt es doch so schön? Die Nachfrage bestimmt das Angebot. eBay wurde im September 1995 in Kalifornien gegründet und ist mittlerweile weltweit in 38 Märkten vertreten. Rund 83 Millionen aktive Nutzer nutzen das Online-Portal. eBay Deutschland ging 1999 aus dem deutschen InternetAuktionshaus alando hervor, das in das weltweite Unternehmen integriert wurde. Die deutsche eBay GmbH hat ihren Sitz in Dreilinden bei Berlin. http://cgi.ebay.de/KETTE-HAI-ZAHN-ANHANGER-SHARK-TOOTH-HAIFISCHZAHNSURFER/400144635786?pt=DE_Mode_Accessoires_ Schmuck_Schmuck&hash=item5d2a7a978a www.ebay.de EnEmy Fischern vor Ort werden 5,- US-Dollar pro Flosse gezahlt ­ dass dadurch natürlich der »irrtümliche« Beifang extrem ansteigt, muss nicht extra erwähnt werden. Solange die Regierung das an und für sich lobenswerte Haifangverbot nicht rigoros kontrolliert und auch entsprechende Sanktionen setzt, wird sich an der tragischen Situation vor Ecuadors Küsten nichts ändern. Präsident Correa ist dazu aufgerufen, hier dringend ein Machtwort zu sprechen. http://www.youtube.com/watch?v=NyxPTdkvEQ&feature=related EnEmy Beide Tierarten stehen auf der Roten Liste der internationalen Naturschutzorganisation IUCN, ihre Bestände sind in den vergangenen 20 Jahren weltweit um rund 80 Prozent zurückgegangen. Widerstand kam vor allem aus Japan, unterstützt von Indonesien und China. Wie meinte doch Spiegel Online so schön dazu: »Viele Haiarten sind durch den Menschen stark bedroht. Eine internationale Artenschutzkonferenz konnte sich dennoch nicht darauf einigen, den Handel mit Haifischprodukten zu beschränken. Der asiatische Hunger auf Haifischsuppe ist zu groß.« Wir sind der Meinung, dass diese Einstellung eine Nominierung für den Shark Enemy Award 2011 mehr als rechtfertigt. http://www.cites.org/ EnEmy Weitere Sendungen im Programm (des ansonsten wirklich empfehlenswerten) Senders: »Das Flussmonster ­ Der Bullenhai« und ähnliche reißerische Machwerke. Da es nicht angehen kann, dass ein deutscher Fernsehsender Haie als super-gefährliche Tiere hinstellt (»Dem verrückten Angler ist kein Fisch zu gefährlich.«), mit denen man sowieso nichts besseres tun kann als sie zu töten, prädestiniert die vier Geschäftsführer des Senders unserer Meinung nach dazu, für den diesjährigen Shark Enemy Award nominiert zu werden. Solche Sendungen haben in unserem Fernsehen nichts verloren. Aufklären: JA. Sich am Töten von Haien ergötzen: NEIN! http://www.dmax.de/video/shows/matt-watson/ http://www.dmax.de EnEmy

25 Rich Janis, Veranstalter der Star Island Yacht Club & Marina Fischereibewerbe Alljährlich veranstaltet der Star Island Yacht Club & Marina im US-Bundesstaat new York einige Fischereibewerbe, bei denen nach der Größe des Fisches Preise vergeben werden. Dass dabei auch viele Haie gefischt werden (und als trophäen enden), versteht sich von selbst. Dr. Stephan Zoll, GF eBay Deutschland GmbH Auf dem Online-Marktplatz eBay, dem weltgrößten Online-Auktionshaus, werden seit Jahren permanent unzählige Haiartikel gehandelt. Auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um artenschutzrechtlich geschützte Haie handelt, wäre es angebracht, generell auf Haiprodukte zu verzichten. Präsident von Ecuador Obwohl der Haifang in Ecuador offiziell verboten ist, werden tagtäglich hunderte Haie, die »irrtümlich« gefangen wurden, in Fischerorten, wie z.B. Puerto Lopez und dutzenden anderen, angelandet. Die Regierung sieht zu, unternimmt nichts und ­ glaubt man Medienberichten ­ profitiert vom Haifang. Rafael Correa, Generalsekretär CItES Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CItES haben sich bei ihrer 2010er Versammlung (zum wiederholten Male) mehrheitlich gegen strengere Schutzmaßnahmen für bedrohte Haie ausgesprochen. Auf ihrer Konferenz in Doha lehnten sie einen Vorschlag der USA und des Pazifikstaats Palau ab, ab 2012 Handelsbeschränkungen für den Bogenstirn-Hammerhai und den WeißspitzenHochseehai einzuführen. John Scanlon, GF des DMAX /Discovery Communications Deutschland GmbH & Co. KG Eine der Fernsehsendungen des »Fernsehsenders für Männer« ist "Matt Watson ­ Der verrückteste Angler der Welt". Dabei werden so »lustige« Episoden wie das Fangen von tigerhaien, das Fangen und töten von Makohaien (tw. mit der bloßen Hand!) und ähnliche »witzige« Sendungen gezeigt. eneMy Magnus Kastner, Deirdre Forbes, Yitzchok Shmulewitz, John Honeycutt Ab diesem Zeitpunkt wird es auf Hawaii verboten sein, Haiflossen und daraus gewonnene Produkte zu vertreiben. Des weiteren hat ihre Initiative bewirkt, dass nicht nur weitere US-Bundesstaaten ein ähnliches Gesetz überlegen, sondern auch Länder wie Kanada, Hong Kong, Malaysia, die Pazifischen Inseln; und sogar auf der Ebene der UNO wird ­ nach dem Vorbild Hawaiis ­ eine internationale Verordnung angedacht. Zusammen mit ihrem Partner Jimmy Hall, der 2007 verstorben ist, gründete sie die Non-Profit-Organisation Shark Allies, die sich dem Schutz und dem Erhalt der Haie verschrieben hat. Derzeit ist sie außerdem für die Artenschutzorganisation Wildaid tätig. Zusätzlich arbeitet sie als Videofilmerin in den eigenen Produktionsfirmen Sea to Sky Productions und WhySharksMatter.com. http://www.sharkallies.com/ guardian Da der Präsident und sein Vorgänger Oscar Temaru (bis 2009 im Amt) allerdings seit Einrichtung des Gesetzes großem Druck von diversen Fischerei-Lobbys ausgesetzt waren, sehen wir in der Nominierung zum Shark Guardian 2011 eine Unterstützung durch Sharkproject für ihn und seine Regierung, den eingeschlagenen Weg auch fortzusetzen und sich nicht dem Druck zu beugen. Nimmt man noch die Tatsache hinzu, dass Französisch Polynesien zu Frankreich ­ und damit indirekt zur EU ­ gehört, wird es umso deutlicher, warum gerade die Vorreiterrolle dieses Landes so immens wichtig ist. http://www.presidence.pf/ guardian Nicht nur, dass er persönlich Sharkproject seit Jahren unterstützt, startet er auch regelmäßig private Initiativen, um auf die Gefährdung der weltweiten Haipopulation aufmerksam zu machen. Seine jüngste derartige Aktion war eine Patenaktion Mitte November 2010 für Haie im Haus des Meeres in Wien. Die von ihm initiierten Veranstaltungen dienen dazu, das Interesse an Haien zu verstärken, die Öffentlichkeit verstärkt auf das Problem des weltweiten Haifangs hinzuweisen und andererseits auch Gelder für den Erhalt der Haie zu sammeln. www.christianredl.com guardian Präsident Johnson hat durch diese Vorreiterrolle einen wichtigen Schritt gesetzt, um ein weiteres Rückzuggebiet für Haie vor der Küste von Palau zu schaffen. Wir können nur hoffen, dass auch andere Staatschefs diesem Beispiel folgen und ihre Küstengewässer zu einem Schutzgebiet erklären. http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8272508.stm http://sharksanctuary.blogspot.com/ guardian

26 shop sHaRk sHop OFFICIAL LICEnSED Interaktives Hailexikon mit integriertem Multimediavotrag. Basic Version in Deutsch/Englisch Sharks interactive EuR 29,90 Der Kultkalender von Sharkproject mit den Maßen : H 47 x B 52 cm kalender 2011 EuR 21,90 e_magazin Das neue SHARKPROJEKt-Buch. Ein atemberaubender Abenteuerthriller - spannend bis zur letzten Seite und von einer beklemmenden Realität. finninG - Das Buch EuR 19,99

27 Das klare Design ist ein gelungener Mix aus Armycap und Wintermütze: gerippter Fuggerschnitt mit kleinem Schirm. tribe hat EuR 15,00 3-teilig bestehend aus: Mütze, Schal, Handschuhe. Schal und warme Mütze bestickt mit dem SHARKPROJECt Logo Winter-Set EuR 15,00 Exklusiv für SHARKPROJECt entwickelt und in einer limitierten Auflage von nur 120 Stück ist dieser Kuschelhai das Geschenk schlechthin. Schmuse hai (60 cm) Ein weiterer Hammerhai in unserer Collection. Ein echtes Knuddeltier. Riesen hammer hai EuR 29,75 EuR 35,00 EuR 22,95 EuR 17,95 Foto: Christine Gstoettner Hannes Jaenicke - Wut alleine reicht nicht Hannes Jaenicke deckt in diesem Buch auf, welcher Umweltkrimi tagtäglich auf unserer Welt gedreht wird. J. Cluzaud - Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane Die Meere sind zu 90% leergefischt, belegt dieser spannende neue Dokumentarfilm.

28 mission deep blue Seit 9 Jahren arbeiten wir erfolgreich für den Schutz der Haie. Aber es macht keinen Sinn, Haie zu schützen, wenn gleichzeitig das ganze Meer stirbt. Sharkproject versteht sich deshalb immer mehr als engagierte Meeresschutzorganisation. Mit dem Hai als Botschafter. Unsere Satzung sagt es deutlich: Unsere Aufgabe ist der Schutz der Haie und der marinen Ökosysteme. Zusammen mit SSI, einem der weltweit größten tauchsportverbände, starten wir ab der »boot« 2011 in Düsseldorf deshalb unsere gemeinsame Mission: Deep Blue. Hauptaufgabe dieser Mission ist der Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner. Als »Ocean Ranger« werden uns SSI-taucher dabei massiv unterstützen. Details und erste Maßnahmen ab der »boot« 2011, wo wir die Mission auch erstmals der Presse vorstellen. e_magazin Foto: Christine Gstoettner

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30 kampagne Gemeinsam im Kampf gegen die costa-ricanische Finning-Mafia. Über viele Jahre hinweg haben wir versucht, in Costa Rica an die ökologische Verantwortung der Politiker zu appellieren. Wir haben tV-Spots geschaltet, einen amtierenden Präsidenten offiziell als »Haifeind des Jahres« ausgezeichnet und das mit einer ganzseitigen Anzeige in der größten tageszeitung des Landes kommuniziert ­ aber das Finning geht einfach weiter. Korruption und eine regelrechte Finning-Mafia im Land sorgen dafür, dass alle Appelle verpuffen. Aber noch ist der Kampf nicht verloren. Wir starten in die zweite Runde. Und das nicht alleine. Mit uns starten einige der weltweit größten Haischutzorganisationen mit. kaMp aGn staRt 22.01 .201 Alliance sind mit dabei: Save our seas ­ Südafrika, Eyes on the horizon ­ Mosambik, Wildaid - Pazifik, Pretoma - Costa Rica. *In der von uns neugegründeten Stop-Finning- Hintergrund. Costa Rica genießt den Ruf als ein Vorbild, was die Erhaltung der Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung anbelangt. Zugleich jedoch spielt das Land eine gewichtige Rolle im weltweiten Handel mit Haifischflossen, einer nicht nachhaltigen Fischfang-Praxis, die für den dramatischen weltweiten Rückgang der Haipopulationen verantwortlich ist. e_magazin

31 nen t 11 Foto: Paul Munzinger Unsere Projekte in 2011: 1. Wir werden offiziell eine Klage einreichen gegen Incopesca (das costaricanische Institut für Fischerei und Aquakultur), das Landwirtschafts-, das Finanz- und das Umweltministerium von Costa Rica. Unsere Anwälte bereiten die Klageschrift gerade vor. 2. Wir werden aktiv an die Bürger Costa Ricas appellieren. Dazu wird es Anzeigen, TV-Spots und viele weitere Unterlagen geben. 3. Wir werden in Puntarenas ­ dem Zentrum des Finning-Handels ­ aktiv werden, mit einer Protestdemonstration und vielen anderen Maßnahmen. 4. Wir gehen in die Schulen mit einem kompletten spanischen Schulpaket, in dem wir das Thema Finning bei den Kindern herausstellen. Dafür werden wir über 30.000 Euro investieren. Das Geld kommt aus dem Verkauf unseres Buches »Finning« und aus Spenden. Start der Aktion: Ab der Messe »boot« 2011 Foto: Paul Munzinger 2004 war Costa Rica der weltweit viertgrößte Exporteur von Haifischflossen. Die anhaltende und zunehmende Berichterstattung über die Haifangpraxis seit 2001 in der lokalen wie auch in der internationalen Presse in Form von Dokumentationen, Filmen, Zeitungsreportagen und Leitartikeln hat Costa Rica den unrühmlichen Ruf als das Land eingetragen, in welchem der Handel mit dem Abtrennen von Haifischflossen nicht nur floriert, sondern darüber hinaus aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Interessen Schutz genießt. Hauptschuldig für diesen Ruf ist die in Puntarenas, dem bedeutendsten Hafen des Landes, seit 1983 angesiedelte und vom Ausland aus gelenkte haifischflossenverarbeitende Industrie. Der Zollgesetzgebung des Landes zufolge müssen unter ausländischer Flagge fahrende Fangflotten für den Import bestimmte Ware in staatlichen Docks anlanden, in denen den Gesetzen der öffentlichen Verwaltung Folge zu leisten ist, damit der Staat das öffentliche Interesse zu schützen vermag. Tatsächlich jedoch landen Schiffe taiwanesischer Eigentümer, die ihre Flaggen nach Belieben unter Ländern wie Belize, Panama, Bolivien oder auch Georgien wählen, ihre Ware in privaten Docks von Puntarenas an, die sich im Besitz von in Costa Rica eingebürgerten früheren Taiwanesen befinden. Pretoma warnt seit 2004, dass ein Schutz des öffentlichen Interesses in der Ungestörtheit der privaten Docks unmöglich ist, und hat in den Jahren 2004-2005 immer wieder dargelegt, wie unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe Haifischflossen in Puntarenas in einem Umfang von bis zu 30 Tonnen in einer einzigen Nacht anlanden. Im Februar 2006 gewann Pretoma eine Verfassungsklage, mit der die Fischereibehörde des costa-ricanischen Landwirtschaftsministeriums, die dem Finanzministerium unterstehende Zollbehörde sowie das Ministerium für Öffentliche Transportmittel dazu aufgefordert wurden, das Anlanden an privaten Docks, die der Kontrolle durch die Öffentlichkeit entzogen sind, zu unterbinden. Seither haben die vorgenannten Institutionen die Entschließung entweder gänzlich ignoriert, oder aber sie interpretieren sie auf höchst eigenwillige Art und behaupten, sie voll und ganz zu erfüllen. Die jüngste Intervention von Oscar Arias während der letzten Tage seiner Präsidentschaft im letzten Mai blieben fruchtlos, da die erwähnten staatlichen Stellen die Verantwortung sich seither wechselseitig zuschieben und die Situation sich hierdurch in keiner Weise gebessert hat. Foto: Paul Munzinger

32 kampagne Die Teilnehmer des DESIGNERDOCK-Award 2010, konnten alternativ zum übergeordneten Motto »Artenschutz der Meeresbewohner« auch eine Aufklärungs- und Awarenesskampagne zum Thema »Finning« gestalten. Die Jury - Kurt-Georg Dieckert (TBWA\Germany), Eric Urmetzer (TOMORROW- STUDIOS), Dr. Ljubomir Stoimenoff (PUBLICIS Frankfurt GmbH), Prof. Jochen Pläcking (kleinundpläcking), Gerhard Wegner (Sharkproject International e.V.) und Dr. Andreas Bödecker (Sharkproject e.V.) haben gewählt. wahl kamp des agne n moti vs JEtzt SIND SIE DRAN! motiv 1 Wenn Haie sterben, stirbt auch das Meer. e_magazin motiv 2 IT`S NOT A FILM!

33 motiv 4 Würden Sie Ihren Liebling für die Suppe opfern? motiv 3 Price! motiv 5 Animal dignity is inviolable. Stop Shark Finning. motiv 6 Haie können nicht schreien. motiv 7 Kampagne Blockbuster

34 kampagne Statusbericht stop sales Wichtig zu erwähnen ist, dass seit 2005 rund 8.000 Lebensmittelhändler, Imbissbetriebe, Restaurants und Apotheken auf den Verkauf von Haiprodukten verzichten. Die Stop Sales Meldungen beinhalten alles, was das Produkt Hai »hergibt«. Von Haizähnen, Uhrenarmbändern bis Haifischsteak. Stop Sales ist also keine kurzfristige Jahreskampagne, sondern als eine dauerhafte Agitationsarbeit ausgelegt. »Aktives Informieren« ist das Motto. Wir schreiben die Unternehmen an, legen unsere Broschüre dazu und appellieren an ihr Umweltengagement und fordern zum Verzicht auf. e_magazin 34

35 Seit ich die Kampagnen Stop Sales und ab 2009 die Morituri te Salutant übernommen habe, sind bei mir viele Meldungen eingegangen, 400 alleine aus Deutschland. Hier einige der Firmen/Unternehmen, die nach unseren Anschreiben sofort Hai aus dem Handel genommen haben: Foto: Gerhard Wegner Und viele, viele andere mehr. Man darf nicht außer Acht lassen, dass viele Firmen das Produkt Hai aus ihrem Sortiment nehmen, ohne uns zu informieren. Heimlich, still und leise. Foto: Christine Gstoettner Festzustellen ist hierbei, dass die meisten Meldungen über Hai in Restaurants eingehen. Wobei auffällig ist, dass es tatsächlich meistens chinesische Restaurants sind. Allerdings muss man bemerken, dass sich im Gegensatz zum Fischhandel die Meldungen über ganz Deutschland verbreiten, genauso wie bei den Supermärkten. Eine starke Tendenz ist in Richtung Fischmärkte/ Fischadler Nord- /Ostsee zu erkennen, wobei es sich hauptsächlich um Schillerlocken oder Seeaal handelt. Diese Fischhändler sind leider selten bereit, auf Hai zu verzichten, weil er sich gut verkauft und einen großen Teil des Umsatzes ausmacht. Da gilt es, Lösungen zu erarbeiten und eine Ersatzeinnahmequelle zu finden. Für diesen Bereich haben wir die Morituri te Salutant Kampagne ins Leben gerufen. Alle großen Tauchsportverbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen 2009 auf breiter Front die Kampagne MORITURI TE SALUTANT. Gemeinsam mit den Haischützern sind das fast 2 Millionen Menschen, die nur eines wollen: Den Verkauf von DornhaiProdukten in Deutschland, Österreich und der Schweiz endgültig stoppen! Es gibt leider immer noch Lebensmittelketten, Händler usw., die wir seit Jahren anschreiben und bei denen sich nichts rührt oder die wieder beginnen, Hai zu verkaufen. Ganz oben auf dieser Liste steht die Metro AG, die Globus Handelskette, Fa. Gosch auf Sylt, die Fa. Rügenfisch und der Hauptlieferant aller Supermarktketten: die Deutsche See. Bei REWE/PENNY war es zeitweise möglich, wieder Schillerlocken zu verkaufen. Sind aber momentan nicht im Handel erhältlich, zumindestens bekomme ich keine Meldungen darüber. Bei EDEKA gibt es, trotz großer Kampagne, mit dem WWF zusammenzuarbeiten und nachhaltige Fischerei zu praktizieren, immer noch vereinzelt Schillerlocken zu kaufen. Man hat uns zugesagt, bis zur 1. Jahreshälfte keinen Hai mehr im Angebot zu haben. Das behalten wir im Auge, zumal wir nun schon fast Jahresende haben. Die Metro vertröstet uns und betreibt Hinhaltepolitik, und ich denke, da werden wir wohl momentan nicht weiterkommen, was aber nicht heißt, dass wir nicht dranbleiben. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt wäre für uns für die Zukunft, verstärkt auf die Spielzeugindustrie zuzugehen und das »böse« Image des Hais für die Kinder und die heranwachsende Jugend zu entschärfen. Das wäre ein guter Ansatz, um schon den Kleinsten zu zeigen, dass dieses Tier wichtig ist und man ihn mit den gleichen Augen sehen muss, wie einen niedlichen Delphin. Diese Kinder sind die Zukunft, auch der Haie. Wenn sie lernen, es anders zu machen und mit Bedacht und Umsicht mit Natur und Tier umgehen, haben die Haie noch eine Chance. Aber nur wir können Ihnen das JETZT beibringen. In der Politik finden wir momentan kaum Unterstützung. Die Grünen reden sich heraus und erklären uns, dass es die Haiarten, die bedroht sind, ja gar nicht bei uns gibt. Dass wir aber einer der Hauptabnehmer für Schillerlocken sind, wird hier nicht beachtet. Alle anderen Parteien sagen, dass für solche Sachen die Grünen zuständig sind, und dass es ja nun wirklich wichtigere Dinge gibt. Ja, sicherlich, alles ist wichtiger als die Gesundheit der Menschen. Wir sind allerdings in ca. 2 Wochen im Dezember bei den Jusos in Bayern und halten dort einen Vortrag. Man ist sehr interessiert und will sich ­ mehr als die Mutterpartei (SPD) ­ verstärkt um den Tierschutz kümmern. Löblich erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang die Nordsee, die als eine der ersten Unternehmen komplett auf Hai verzichtet, und auch wenn ich heute bewusst nach Hai frage, antwortet die Verkäuferin, dass Haie vom Aussterben bedroht sind und deshalb nicht verkauft werden. Das nenne ich Firmenphilosophie, da wurde eine ganz wichtige Mitteilung bis zum »etzten Mann« durchgestellt. Wenn man so etwas hört, fühlt man sich richtig super und hat gleich doppelt Energie für die, die noch fehlen. Text: Ulrike Simon

36 vortrag e_magazin Illegales Entladen von Flossen an einem privaten Dock in Puentearenas, Costa Rica. Fotografiert mit versteckter Kamera. © Pretoma / Sharkproject Vergeblicher Versuch, in eines der privaten Docks einzudringen. Massiver Polizeieinsatz als Folge. © Sharkproject Trockenanlage für Haiflossen in San José, Costa Rica. Gefilmt mit versteckter Kamera © Pretoma / Sharkproject Vergeblicher Versuch, in eines der privaten Docks einzudringen. Massiver Polizeieinsatz als Folge. © Sharkproject Augenzeugen von Longlining und Finning ­ mit Kamera und Tränen. © Sharkproject Auf der Spur des verschollenen Schatzes von Lima. © Sharkproject Auf der Spur des verschollenen Schatzes von Lima. © Sharkproject

37 Ein Buch zu schreiben ist spannend ­ noch interessanter ist aber oftmals die Recherche dazu. Viele Reisen sind notwendig, unzählige Gespräche mit Menschen und unzählige einzelne Erlebnisse prasseln auf einen ein. Und irgendwann verdichten sie alle diese Punkte zu »der« Geschichte des Romans. Noch etwas Phantasie und Sex & Crime ­ und ein spannender Roman ist entstanden. Aber die Erlebnisse während der Recherche sind eigentlich eine eigene Geschichte. Abenteuer pur ­ egal, ob wir uns mit versteckten Kameras in Lagerhäuser der Finning-Mafia eingeschlichen haben, oder wochenlang mit Haifischern zusammen lebten. Die Geschichte der Recherche zu diesem Roman ist sogar so spannend, dass daraus die Grundlage einer neuen Vortragstour 2011 wurde. »Haijäger« zeigt die Fakten und unsere Erlebnisse ­ verpackt in einem atemberaubenden Multimedia-Vortrag. Begleiten Sie zu uns auf unserer Reise zu den Fakten. Die Termine und Orte in D, A und CH finden Sie ab Ende Januar auf unserer Website. In unserer Galerie finden Sie vorab schon einige der Bilder aus »Haijäger« Foto: Gerhard Wegner

38 impressum Impressum Herausgeber: sharkproject International e.V. Internationale Initiative zum schutz der Haie und der marinen Ökosysteme Frankfurter str. 111 b 63067 Offenbach Deutschland e_magazin Telefon: 49 (0) 69 - 98 64 53 - 0 Telefax: + 49 (0) 69 - 98 64 53 - 30 e-mail: info@sharkproject.org Internet: http://www.sharkproject.org

39 Vertreten durch: präsident: Gerhard Wegner Vizepräsidentin: Christine Gstoettner Vizepräsidentin: Christine staacks Verantwortlicher für Inhalte nach § 55 II rstV: Gerhard Wegner (redaktion), Dr. Andreas Keppeler (Germany), Nicole Blumenthal (switzerland), elisabeth Buchinger (Austria/schule), Wolfram Koch (mozambik), ulrike simon (stop sales) Art- und Bildredaktion: Christine staacks umsetzung: Dipl.-Des. maik Breilmann, Wegner & partner GmbH, Offenbach schlussredaktion: Heiner endemann Titelfilm: istockphoto/ benjapo Titelfoto: Christine Gstoettner e_magazin sHArKprOjeCT 2010 Foto: Christine Gstoettner

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42 international I n t e r n a t i o n a l Vor 9 Jahren, als einer kleinen Gru gründete, konnt was einmal aus damals viel belä ganisation werd Als Antwort auf die immer größer werdenden Aufgaben in den einzelnen Ländern haben wir vor einigen Jahren internationalisiert. Unter dem Dach von Sharkproject International e.V. entstanden eigene, selbstständige Landesorganisationen. Hier haben wir uns zunächst auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, d.h. Deutschland, Österreich und Schweiz. Mehr über die Arbeit der SP-Organisationen erfahren Sie auf den nächsten Seiten. e_magazin

43 s ich Sharkproject mit uppe Gleichgesinnter ten wir nicht ahnen, unserer kleinen und ächelten Haischutzorden würde. DZI-Spendensiegel für Sharkproject Als einzige Meeresschutzorganisation bekam Sharkproject International e.V. auch für 2011 wieder das DZI-Spendensiegel für besonders empfehlenswerte Organisationen. Foto: Gerhard Wegner

44 Messe 2011 Projekt: Dieser Messestand ist eigentlich kein Messestand mehr. Mit der Boot 2011 beginnt unsere Wanderausstellung MS Haitanic. Ein Messestand in der Anmutung eines alten verrosteten Wracks. Auf 100 qm erleben die Besucher in den Gängen und Kabinen des "Schiffes" die Welt der Haie. e_magazin

45 Die Messe Boot in Düsseldorf war immer der Startpunkt für unsere neuen Kampagnen und Aktionen. Sponsoren gesucht: Bei der Knappheit unserer Mittel sind Sponsoren immer erwünscht und das gilt besonders für die Finanzierung der "MS Haitanic". Helfen Sie uns, die Geschichte der Haie in die breite Öffentlichkeit zu bringen. Spenden können Sie hier und jetzt ­ entweder per Paypal, Kreditkarte oder Eurokarte ­ ob eine Kapitäns-, Offiziers- oder Seemanns-Spende. Foto: Mulipix

46 expedition MozaMbique Das Ziel: Bilder und Filme, die die Dramatik und Brutalität des Haifinnings zeigen und gleichzeitig Recherche für unsere neue Kampagne "Stop Finning". Expedition Sharkproject 2010: e_magazin

47 Einfach nicht drüber nachdenken - Der Blick durch den Sucher der laufenden Kamera beruhigt mich. Das Ergebnis: · Einzigartige Fotos und Filmszenen · Kooperation mit der mozambiquanischen Umweltorganisation Eyes on the Horizon · Methylquecksilberstudie für den Gesundheitsminister des Landes (Über 30 Haiproben-Analysen wurden von uns finanziert) · Mitproduktion an einem TV-Film über das Finning · Gestaltung und Sponsoring von "3-WeltSchulmaterial", das über EOTH an Schulen in Mozambique verteilt wird Foto: Gerhard Wegner

48 jEc Ro Rkp ShaER ER nD D E al k e_magazin kalender

49 Seit 6 Jahren gibt es ihn jetzt schon ­ den großen Sharkproject Jahreskalender. Und er war schon immer ein Spiegelbild unserer Arbeit und das wird auch für 2011 so bleiben. Ein Rückblick: 2006-2010 alle Kalendereditonen auf einem Blick die schöne Seite, zeigt faszinierende Bilder von Haien. Ein Ausblick: Der Kalender zeigt Doch in 2011 werden wir die andere Seite zeigen, die des Finnings und der gnadenlosen Ausrottung durch den Menschen. Dazu passend unser neues Buch "Finning" ­ ein spannender Thriller zu diesem Thema und gleichzeitig Start unserer neuen Kampagne in Costa Rica ­ als gemeinsame Aktion der neu gegründeten STOP FInnInG ALLIAnCE. Initiiert und gepowert durch uns. Foto: Christine Gstoettner Foto re: Klaus Peter Harter

50 switzerland S W I T Z er L a n D 2 0 1 0 2010 war für die Mitglieder von Sharkproject Switzerland ein spannendes Jahr. Es war von abwechslungsreichen Events geprägt, an denen wir viel direkten Kontakt mit interessierten Besuchern hatten. e_magazin

51 Messeaktivitäten Im Januar waren wir an den Ferienmessen in Bern und Zürich präsent. Beide Messen erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit und ziehen dank den vertretenen Tauchreiseveranstaltern viele Freunde der Unterwasserwelt an. SeaLife Konstanz Im Sommer 2010 waren wir mehrmals im SeaLife Konstanz zu Gast. An den gut besuchten Wochenenden während der Sommerferien haben wir das kleine Kino für Vorträge genutzt und die vielen Fragen von interessierten grossen und kleinen Besuchern beantwortet. Das Besondere an diesen Besuchen im SeaLife war, dass wir direkt am lebenden Objekt arbeiten konnten, das bedeutet, wir standen im Glastunnel im grossen Aquarium, wo die Haie über unseren Köpfen kreisten. Das macht natürlich doppelt Eindruck! Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch im SeaLife. ... in den Schulen Während dem ganzen Jahr waren wir mit diversen Vorträgen in Schulen unterwegs und haben direkt auf die Klassenstufe abgestimmte Informationen an die Kids weitergegeben. Es ist faszinierend, wie wissbegierig diese die Informationen aufsaugen und wieviel sie jeweils vorher schon wissen! Ein Highlight Eines der Highlights des diesjährigen Vereinsjahres war wieder unsere Vortragstour. An zwei Tagen haben wir in Winterthur und Bern zwei grosse Events organisiert, die über 400 Tauch- und Haifreunde von überallher anlockten. In diesem Jahr haben wir auf vielfältigen Wunsch der Besucher vom letzten Jahr den Film "Das Grosse Fest" von Ralf Kiefner und Andrea Ramalho gezeigt. natürlich standen die beiden danach den Besuchen noch für Fragen zur Verfügung. Die eindrücklichen Bilder haben bestimmt auch nichttaucher sehr beeindruckt und wir haben bereits wieder tausend Ideen für eine weitere Vortragstour. Foto: Christine Gstoettner

52 neues buch FINNING Das neue Sharkproject-Buch. Ein atemberaubender spannend bis zu letzten Seite und von einer beklem e_magazin Mehr als ein gelungener Abenteuer-Thriller. Auf packende Weise klagt Gerhard Wegner eines der schlimmsten ökologischen Verbrechens an, deren sich der Mensch in den Meeren schuldig macht ! Frank Schätzing Blendend recherchierter Umwelt-Thriller! Hannes Jaenicke

53 r Abenteuer-Thriller ­ mmenden Realität. Der Kauf des Buches unterstützt die "Stop Finning"Aktionen in Costa Rica. Die gesamten Autorenhonorare und Gewinne werden zu 100% zur Finanzierung der Sharkprojekt-Aktionen in Costa Rica verwendet. Siehe dazu das Kapitel: STOP FInnInG ALLIAnCE in diesem E-Magazin. tion nur edi b er un ei s zu ka neugierig? Dann laden Sie sich hier eine Leseprobe (pdf) runter. Neu ! d als Sond

54 interaktive dvd Einzigartig: Interaktives Hai-Lexikon mit komplettem Hai-Multimedia-Vortrag und umfangreiches Bonus-Material. baSic V e_magazin Im Vordergrund der Sharkproject-Arbeit steht seit jeher die Aufklärung und objektive Information über das Tier Hai. Eines der Highlights waren dabei immer die Haivorträge der SharkprojectMannschaft. Das werden wir ab jetzt auf eine breitere Basis stellen. Zehntausende von Haivorträgen soll es weltweit geben. Das Instrument dazu ist jetzt da. Unsere neue interaktive Hai-DVD.

55 aRKS AB 2011: DIE PROFESSIOnALVERSIOn Ab der BOOT 2011 gibt es dann auch eine ebenfalls zweisprachige Professional-Version speziell für Tauchbasen oder Instructoren mit einem noch ausführlicheren 4-teiligen Vortrag, der noch tiefer in Verhalten und Unterscheidung der einzelnen Arten einsteigt. Mit Copyrig htfür gew Lizenz erblic Hai-Kur he se VeRSion Foto: Christine Gstoettner

56 schule Sharkproject in der Schule Sharkproject International hat in seinem Team SchulreferentInnen, welche seit 2007 überaus engagiert und ­ ein nicht zu unterschätzender Faktor - auch unentgeltlich dieser Tätigkeit mit großer Freude nachkommen. Mittlerweile gibt es in Deutschland 12, in Österreich 2 und in der Schweiz 6 SchulreferentInnen, die von Elisabeth Buchinger koordiniert werden. gibt es für Schulen und Lehrer kostenloses Unterrichtsmaterial speziell über das Tier Hai. Die Materialien, sind sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für den Einsatz in Projektwochen geeignet. e_magazin

57 Foto: Elisabeth Buchinger Was tun wir? Wir kommen auf Einladung seitens der Schule (am einfachsten erreichen Sie uns mittels Mail über unsere Webseite), häufig auf Initiative von SchülerInnen verschiedenster Altersstufen. Gemeinsam mit den Kindern und den Lehrern gestalten wir in der Regel ein bis zwei Unterrichtseinheiten mit Themen wie: Die Rolle des Hais im Ökosystem, Biologie des Haies, notwendigkeit des Haischutzes, ... Auf Wunsch begleiten wir auch Projektwochen, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Foto: R. Kaiblinger

58 SHaRK awaRD 2011 Stefanie Brendl, award Vorstellung und Abstimmung der nominierten für den Shark Guardian und den Shark Enemie Artenschutzorganisation Shark Allies Stefanie Brendl und ihrem persönlichen Engagement ist es zu verdanken, dass Hawaii der erste Bundesstaat der USA ist, in dem der Handel mit Haiflossen per Gesetz verboten wurde. Das Gesetz wurde am 1. Juli 2010 beschlossen und erreicht mit 1. Juli 2011 Gültigkeit. Präsident Gaston Tong Sang, Französisch Polynesien Polynesien hat bereits 2006 ein umfangreiches Haischutzprogramm an seinen Küsten eingerichtet. Demnach ist nicht nur der Fang sondern auch der Handel mit Haiprodukten verboten. Damit ist Französisch Polynesien eines der Länder mit dem umfangreichsten Haischutz weltweit. Präsident Toribiong Johnson, e_magazin Palau Präsident Toribiong Johnson von Palau hat am 25.9.2009 vor der Generalversammlung der Vereinten nationen gesprochen und die Gewässer von Palau zur Haischutzzone erklärt. Damit hat er die im selben Jahr eingebrachten Gesetzesentwürfe der Senatoren ignoriert, die den kommerziellen Haifischfang erlauben bzw. ausweiten wollten. GuaRDian Freitauch-Profi Der österreichische Freitaucher Christian Redl, in der Öffentlichkeit vor allem für seine publikumswirksamen Weltrekorde im Freitauchen unter Eis und in mexikanischen Höhlensystemen bekannt, setzt sich seit Jahren für den Erhalt und den Schutz der Haie ein. Christian Redl,

59 Rich Janis, Veranstalter der Star Island Yacht Club & Marina Fischereibewerbe Alljährlich veranstaltet der Star Island Yacht Club & Marina im US-Bundesstaat new York einige Fischereibewerbe, bei denen nach der Größe des Fisches Preise vergeben werden. Dass dabei auch viele Haie gefischt werden (und als Trophäen enden) versteht sich von selbst. Dr. Stephan Zoll, GF eBay Deutschland GmbH Auf dem Online-Marktplatz eBay, dem weltgrößten Online-Auktionshaus, werden seit Jahren permanent unzählige Haiartikel gehandelt. Auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um artenschutzrechtlich geschützte Haie handelt, wäre es angebracht, generell auf Haiprodukte zu verzichten. Präsident von Ecuador Obwohl der Haifang in Ecuador offiziell verboten ist, werden tagtäglich hunderte Haie, die "irrtümlich" gefangen wurden, in Fischerorten, wie z.B. Puerto Lopez und dutzenden anderen, angelandet. Die Regierung sieht zu, unternimmt nichts und - glaubt man Medienberichten - profitiert vom Haifang. Rafael Correa, Generalsekretär CITES Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES haben sich bei ihrer 2010er Versammlung (zum wiederholten Male) mehrheitlich gegen strengere Schutzmaßnahmen für bedrohte Haie ausgesprochen. Auf ihrer Konferenz in Doha lehnten sie einen Vorschlag der USA und des Pazifikstaats Palau ab, ab 2012 Handelsbeschränkungen für den Bogenstirn-Hammerhai und den WeißspitzenHochseehai einzuführen. John Scanlon, GF des DMAX /Discovery Communications Deutschland GmbH & Co. KG Eine der Fernsehsendungen des "Fernsehsenders für Männer" ist "Matt Watson ­ Der verrückteste Angler der Welt". Dabei werden so "lustige" Episoden wie das Fangen von Tigerhaien, das Fangen und Töten von Makohaien (tw. mit der bloßen Hand!) und ähnliche "witzige" Sendungen gezeigt. eneMie Magnus Kastner, Deirdre Forbes, Yitzchok Shmulewitz, John Honeycutt

60 shop SHaRK SHop OFFICIAL LICEnSED BY Interaktives Hailexikon mit integriertem Multimediavotrag. Basic Version in Deutsch/Englisch Sharks interactive EuR 29,90 Der Kultkalender von Sharkproject mit den Maßen : H 47 x B 52 cm kalender 2011 EuR 21,90 e_magazin Das neue SHARKPROJEKT-Buch. Ein atemberaubender AbenteuerThriller - spannend bis zur letzten Seite und von einer beklemmenden Realität. finninG - Das Buch EuR 19,99

61 Das klare Design ist ein gelungener Mix aus Armycap und Wintermütze: gerippter Fuggerschnitt mit kleinem Schirm. tribe hat EuR 15,00 3-teilig bestehend aus: Mütze, Schal, Handschuhe. Schal und warme Mütze bestickt mit dem SHARKPROJECT Logo Winter-Set EuR 15,00 Exklusiv für SHARKPROJECT entwickelt und in einer limitierten Auflage von nur 120 Stück ist dieser Kuschelhai das Geschenk schlechthin. Schmuse hai (60 cm) Ein weiterer Hammerhai in unserer Collection. Ein echtes Knuddeltier. Riesen hammer hai EuR 29,75 EuR 35,00 EuR 22,95 EuR 17,95 Foto: Christine Gstoettner Hannes Jaenicke - Wut alleine reicht nicht Hannes Jaenicke deckt in diesem Buch auf, welcher Umweltkrimi tagtäglich auf unserer Welt gedreht wird. J. Cluzaud - Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane Die Meere sind zu 90% leergefischt, belegt dieser spannende neue Dokumentarfilm.

62 mission deep blue Seit 9 Jahren arbeiten wir erfolgreich für den Schutz der Haie. Aber es macht keinen Sinn, Haie zu schützen, wenn gleichzeitig das ganze Meer stirbt. Sharkproject versteht sich deshalb immer mehr als engagierte Meeresschutzorganisation. Unser "Hero" ist dabei der Hai. Mit dem Hai als Botschafter. Unsere Satzung sagt es deutlich: Unsere Aufgabe ist der Schutz der Haie und der marinen Ökosysteme. Zusammen mit SSI, einem der weltweit größten Tauchsportverbände, starten wir ab der BOOT in Düsseldorf deshalb unsere gemeinsame Mission: Deep Blue. Hauptaufgabe dieser Mission ist der Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner. Als "Ocean Ranger" werden uns SSITaucher dabei massiv unterstützen. Details und erste Maßnahmen ab der BOOT 2011, wo wir die Mission auch erstmals der Presse vorstellen. e_magazin Foto: Christine Gstoettner

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64 kampagne Gemeinsam im Kampf gegen die costa-ricanische Finning-Mafia. Über viele Jahre hinweg haben wir versucht, in Costa Rica an die ökologische Verantwortung der Politiker zu appellieren. Wir haben TV-Spots geschaltet, einen amtierenden Präsidenten offiziell als "Haifeind des Jahres" ausgezeichnet und das mit einer ganzseitigen Anzeige in der größten Tageszeitung des Landes kommuniziert ­ aber das Finning geht einfach weiter. Korruption und eine regelrechte Finning-Mafia im Land sorgen dafür, dass alle Appelle verpuffen. Aber noch ist der Kampf nicht verloren. Wir starten in die zweite Runde. Und das nicht alleine. Mit uns starten einige der weltweit größten Haischutzorganisationen mit. KaMp aGn StaRt 22.01 .201 Alliance sind mit dabei: Save our seas ­ Südafrika, Eyes on the horizon ­ Mocambique, Wildaid - Pazifik, Pretoma - Costa Rica. *In der von uns neugegründeten Stop-Finning- Hintergrund. Costa Rica genießt den Ruf als ein Vorbild, was die Erhaltung der Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung anbelangt. Zugleich jedoch spielt das Land eine gewichtige Rolle im weltweiten Handel mit Haifischflossen, einer nicht nachhaltigen Fischfang-Praxis, die für den dramatischen weltweiten Rückgang der Haipopulationen verantwortlich ist. e_magazin

65 nen t 11 Foto: Paul Munzinger

66 kampagne Die Teilnehmer des DESIGNERDOCK-Award 2010, konnten alternativ zum übergeordneten Motto »Artenschutz der Meeresbewohner« auch eine Aufklärungs- und Awarenesskampagne zum Thema »Finning« gestalten. Die Jury - Kurt-Georg Dieckert (TBWA\Germany), Eric Urmetzer (TOMORROW- STUDIOS), Dr. Ljubomir Stoimenoff (PUBLICIS Frankfurt GmbH), Prof. Jochen Pläcking (kleinundpläcking), Gerhard Wegner (Sharkproject International e.V.) und Dr. Andreas Bödecker (Sharkproject e.V.) haben gewählt. waHl KaMp DeS aGne n Moti VS JEtzt SIND SIE DRAN! motiv 1 Wenn Haie sterben, stirbt auch das Meer. e_magazin motiv 2 IT`S nOT A FILM!

67 motiv 4 Würden Sie Ihren Liebling für die Suppe opfern? motiv 3 Price! motiv 5 Animal dignity is inviolable. Stop Shark Finning. motiv 6 Haie können nicht schreien. motiv 7 Kampagne Blockbuster

68 kampagne Statusbericht Stop SaleS Wichtig zu erwähnen ist, dass seit 2005 rund 8.000 Lebensmittelhändler, Imbissbetriebe, Restaurants und Apotheken auf den Verkauf von Haiprodukten verzichten. Die Stop Sales Meldungen beinhalten alles, was das Produkt Hai "hergibt". Von Haizähnen, Uhrenarmbändern bis Haifischteak. Stop Sales ist also keine kurzfristige Jahreskampagne, sondern als eine dauerhafte Agitationsarbeit ausgelegt. "Aktives informieren" ist das Motto. Wir schreiben die Unternehmen an, legen unsere Broschüre dazu und appellieren an ihr Umweltengagement und fordern zum Verzicht auf. e_magazin 34

69 Seit ich die Kampagnen Stop Sales und ab 2009 die Morituri te Salutant übernommen habe, sind bei mir viele Meldungen eingegangen, 400 alleine aus Deutschland. Hier einige der Firmen/Unternehmen, die nach unseren Anschreiben sofort Hai aus dem Handel genommen haben: Foto: Gerhard Wegner Und viele, viele andere mehr. Man darf nicht außer Acht lassen, dass viele Firmen das Produkt Hai aus ihrem Sortiment nehmen, ohne uns zu informieren. Heimlich, still und leise. Foto: Christine Gstoettner

70 vortrag e_magazin

71 Ein Buch zu schreiben ist spannend ­ noch interessanter ist aber oftmals die Recherche dazu. Viele Reisen sind notwendig, unzählige Gespräche mit Menschen und unzählige einzelne Erlebnisse prasseln auf einen ein. Und irgendwann verdichten sie alle diese Punkte zu "der" Geschichte des Romans. noch etwas Phantasie und Sex & crime ­ und ein spannender Roman ist entstanden. Aber die Erlebnisse während der Recheche sind eigentlich eine eigene Geschichte. Abenteuer pur ­ egal ob wir uns mit versteckten Kameras in Lagerhäuser der Finning-Mafia eingeschlichen haben oder wochenlang mit Haifischern zusammen lebten. Die Geschichte der Recherche zu diesem Roman ist sogar so spannend, dass daraus die Grundlage einer neuen Vortragstour 2011 wurde. "Haijäger" zeigt die Fakten und unsere Erlebnisse ­ verpackt in einem atemberaubenden Multimedia-Vortrag. Begleiten Sie zu uns auf unserer Reise zu den Fakten. Die Termine und Orte in D, A und CH finden Sie ab Ende Januar auf unserer Website. In unserer Galerie finden Sie vorab schon einige der Bilder aus "Haijäger" Foto: Gerhard Wegner

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73 Ein Buch zu schreiben ist spannend ­ noch interessanter ist aber oftmals die Recherche dazu. Viele Reisen sind notwendig, unzählige Gespräche mit Menschen und unzählige einzelne Erlebnisse prasseln auf einen ein. Und irgendwann verdichten sie alle diese Punkte zu "der" Geschichte des Romans. noch etwas Phantasie und Sex & crime ­ und ein spannender Roman ist entstanden. Aber die Erlebnisse während der Recheche sind eigentlich eine eigene Geschichte. Abenteuer pur ­ egal ob wir uns mit versteckten Kameras in Lagerhäuser der Finning-Mafia eingeschlichen haben oder wochenlang mit Haifischern zusammen lebten. Die Geschichte der Recherche zu diesem Roman ist sogar so spannend, dass daraus die Grundlage einer neuen Vortragstour 2011 wurde. "Haijäger" zeigt die Fakten und unsere Erlebnisse ­ verpackt in einem atemberaubenden Multimedia-Vortrag. Begleiten Sie zu uns auf unserer Reise zu den Fakten. Die Termine und Orte in D, A und CH finden Sie ab Ende Januar auf unserer Website. In unserer Galerie finden Sie vorab schon einige der Bilder aus "Haijäger" Foto: Gerhard Wegner

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75 Ein Buch zu schreiben ist spannend ­ noch interessanter ist aber oftmals die Recherche dazu. Viele Reisen sind notwendig, unzählige Gespräche mit Menschen und unzählige einzelne Erlebnisse prasseln auf einen ein. Und irgendwann verdichten sie alle diese Punkte zu "der" Geschichte des Romans. noch etwas Phantasie und Sex & crime ­ und ein spannender Roman ist entstanden. Aber die Erlebnisse während der Recheche sind eigentlich eine eigene Geschichte. Abenteuer pur ­ egal ob wir uns mit versteckten Kameras in Lagerhäuser der Finning-Mafia eingeschlichen haben oder wochenlang mit Haifischern zusammen lebten. Die Geschichte der Recherche zu diesem Roman ist sogar so spannend, dass daraus die Grundlage einer neuen Vortragstour 2011 wurde. "Haijäger" zeigt die Fakten und unsere Erlebnisse ­ verpackt in einem atemberaubenden Multimedia-Vortrag. Begleiten Sie zu uns auf unserer Reise zu den Fakten. Die Termine und Orte in D, A und CH finden Sie ab Ende Januar auf unserer Website. In unserer Galerie finden Sie vorab schon einige der Bilder aus "Haijäger" Foto: Gerhard Wegner

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77 Ein Buch zu schreiben ist spannend ­ noch interessanter ist aber oftmals die Recherche dazu. Viele Reisen sind notwendig, unzählige Gespräche mit Menschen und unzählige einzelne Erlebnisse prasseln auf einen ein. Und irgendwann verdichten sie alle diese Punkte zu "der" Geschichte des Romans. noch etwas Phantasie und Sex & crime ­ und ein spannender Roman ist entstanden. Aber die Erlebnisse während der Recheche sind eigentlich eine eigene Geschichte. Abenteuer pur ­ egal ob wir uns mit versteckten Kameras in Lagerhäuser der Finning-Mafia eingeschlichen haben oder wochenlang mit Haifischern zusammen lebten. Die Geschichte der Recherche zu diesem Roman ist sogar so spannend, dass daraus die Grundlage einer neuen Vortragstour 2011 wurde. "Haijäger" zeigt die Fakten und unsere Erlebnisse ­ verpackt in einem atemberaubenden Multimedia-Vortrag. Begleiten Sie zu uns auf unserer Reise zu den Fakten. Die Termine und Orte in D, A und CH finden Sie ab Ende Januar auf unserer Website. In unserer Galerie finden Sie vorab schon einige der Bilder aus "Haijäger" Foto: Gerhard Wegner

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