SAZbike Nr. 1 2012

SAZbike Nr. 1 20121 marktaktiv_SAZ_Titelkopf_02_2010_print.qxd 20.01.2010 16 Fokus: Warenwirtschaft & B2B ab S. 12 www.saz.de Der Online-Shop B13804 Nr. 1/23.1.2012 b2b.paul-lange.de SAZbike-Barometer: Fahrradhändler ziehen Bilanz über 2011 Es lief gut, wird es 2012 noch besser? ?? Inhalt Heroeco übernimmt Ultra Motor Ltd. Schwalbe ruft Kleber zurück Accell kauft US-Firma Ritchey verkauft Syncros an Scott Giant eröffnet Hybrid-Center Vredestein neu bei Paul Lange Ellsworth rollt zu Shock Therapy Umbau: Fahrrad XXL Marcks neu eröffnet Deutsche siegen bei Europa-Cup Fertigung in Taiwan: Qualität wird immer besser Fahrradhersteller in Taiwan setzen mehr auf Handarbeit. Dadurch steigt die Qualität der Produkte. Seite Key Combo. Das perfekte Familienschloss! Zahlencode vergessen? Kein Problem: Notfallschlüssel nutzen und Code rekonstruieren! 2 FRM-Vertriebsstreit: Markenrechte verkauft: 2 Latsch kämpft Fixie Inc. gibt es 2 um sein Rechtdroht auf Fahrrad.dezum Um Leichtbauspezialist FRM Die Internetstores AG hat ein Rechtsstreit zu entflammen: Italiener haben zusätzlich die 2 DieHandels GmbH (Dresden) mit 1. Januar die Markenrechte von Singlespeed-Pionier Fixie Inc. R2 übernommen. Die Karlsruher ihrem Deutschland-Vertrieb behatte erst im 3 auftragt. Für den bisherigen Part- Szene-SchmiedeEinstellung des Dezember die ner FRM Deutschland - BOR (GF: Geschäftsbetriebs verkündet. jedoch 3 Boris Latsch) stellt diesdar. Da Bikes der Marke sind nur noch einen Vertragsbruch in den Online-Shops der Esslinzudem auch geistiges Eigentum verletzt 3 LatschsR2 bereitsworden sein soll, ger (u.a. fahrrad.de) erhältlich. Doch sollen über diese Kanäle wurde abgemahnt. R2 nicht bloß Restposten abverwerden: Die Internetstores 5 ist sich keiner Schuld bewusst und kauftwill künftig eigene Fixedsieht die Angelegenheit gelassen. AG R2-Geschäftsführer Robert Jüngel Gear-Bikes unter dem Markenauf 11 will sich(as) das Geschäft konzent- namen Fixie anbieten. (ms) rieren. Die Fahrradbranche kann auf ein sehr gutes Jahr 2011 zurückblicken. Das bestätigt auf jeden Fall das neue SAZbike-Barometer. Weit über 500 Händler nahmen teil - und die Zufriedenheit überwiegt: Sowohl Umsätze als auch Gewinne konnten sich sehen lassen. Und der grüne Winterstart, unter dem Sporthändler litten, ermutigt Fahrradhändler zu weiteren mutigen Prognosen für 2012. Vor allem E-Bikes, aber auch andere Segmente, machten 2011 viel Freude. Lesen Sie ausführliche Ergebnisse (Teil 1) ab S. 4. Händler-Forum: Ist der Euro ein "Teuro"? Zehn Jahre nach der Währungsreform fragt SAZbike nach den Erfahrungen der Händler. Seite Jetzt auch als Kettenschloss! SAZbike jetzt auch als E-Paper Zeit ist kostbar, Menschen werden immer mobiler - wol­ len aber trotzdem immer top informiert sein. Deshalb star­ tet SAZbike mit dieser Aus­ gabe ein neues Projekt: Jede Ausgabe wird künftig auch als E­Paper erscheinen. Für all jene, die lieber am Bildschirm als in der klassischen Print­ Ausgabe blättern. Mit vielen neuen Zusatznutzen. Vorerst kostenlos über die SAZ­Web­ site (www.saz.de) aufzurufen. Viel Spaß beim "Blättern". www.abus.com t itä l ua n Q te nktio s ch Fu Hö nd u www.chiba.de Notfallschlüssel

2 NachrichteN Technischer Fehler: Nach Insolvenz im November: Schwalbe-Kleber haftet nicht Aufgrund eines technischen Fehlers ruft Schwalbe (Reichs­ hof) eine Produktions­Charge vom Schlauchreifenkleber "Tu­ bular Cement" aus dem Jahr 2011 zurück. "Wir wurden von unserem Zulieferer darüber in­ formiert, dass bei einigen Dosen Verunreinigungen vorliegen können und der Kleber dann eventuell nicht mehr über hin­ reichende Klebkraft verfügt", er­ klärt Schwalbe in einer offiziel­ len Information. Betroffen seien ausschließlich 180 g­Dosen mit dem Produktionscode 110509. Kleber, der vor Mai 2011 gekauft wurde, sei nicht betroffen. (ms) Indischer Fahrradriese kauft Ultra Motor Ltd. Die Zukunft von Ultra Motor Ltd. ist geklärt: Der größte indische Fahrradproduzent Heroeco hat die Übernahme des E-Bike-Herstellers bekannt gegeben. Heroeco erweitert dadurch seine Produkt-Range und bekommt gleichzeitig einen Zugriff auf Europa. Die insolvent gegangene Ultra Motor Ltd. (London) gehört ab sofort zum größten indischen Fahrradhersteller Heroeco (Lud­ hiana). Im November hatte Ultra Motor Ltd. einen Insolvenzan­ trag eröffnet und seine Taiwan­ Tochter an eine Gruppe europäi­ scher Investoren verkauft. Jetzt übernimmt Heroeco die Ltd. mit­ samt seines Distributionsnetzes in 22 Ländern sowie dem R&D­ Center in Taiwan und dem De­ sign­Center in Berlin. Zum Distri­ butionsnetz gehören auch zwei Töchter in USA und Deutschland. Des Weiteren gehören eine Fab­ rik in Taiwan und zwei Ferti­ gungspartner in China zu Ultra Motor. Die Produktion in den beiden chinesischen Fabriken wird Heroeco innerhalb der nächsten sechs bis acht Monate nach Indien verlagern. "Dieser Deal bietet uns einige Vorteile: Wir können erstmals E­Bikes selbst produzieren und bekommen auch Zugriff auf High End­Märkte", erklärte Na­ veen Munjal, Managing Director von Heroeco Vehicles Pvt Ltd. Dazu passend hat Heroeco auch die Schaffung zweier neuer Mar­ ken (Mediva und Winn) bekannt gegeben, die auch weltweit ver­ marktet werden sollen. (as) US-Unternehmen gekauft: Accell greift im USMarkt für E-Bikes an Die niederländische Accell-Gruppe (Heerenveen) lässt die gewonnenen Millionen aus dem Derby-Aktien-Deal nicht auf der Bank liegen, sondern investiert in seine E-BikeSparte. Dabei werden auch neue Märkte erschlossen. Nachdem die Holländer im Okto­ ber (SAZbike v. 31.10.2011) bereits angekündigt hatten, verstärkt in die Entwicklung von Steuerungs­ Software für E­Bikes investieren zu wollen, vermeldet der Konzern jetzt die Übernahme aller Anteile der US­amerikanischen Firma Cur­ rie Technologies (Chatsworth, Ka­ lifornien). Bei Currie handelt es sich laut Accell um den Marktfüh­ rer für E­Bikes und E­Steps (elekt­ rische Stehroller) in den USA, der zudem mit einem ausgedehnten Vertriebsnetz ausgestattet sei. "Currie Technologies ist für uns ein exzellentes Investment in die E­Mobilität in den Vereinigten Staaten. Amerikaner erkennen das Fahrrad mehr und mehr als al­ ternatives Transportmittel an. Mit seinen selbst entwickelten elekt­ rischen Zweirädern bedient Currie einen wachsenden Markt für öko­ freundliche und erschwingliche Transport­Alternativen. Die Über­ nahme bietet zudem gute Syner­ gien mit unseren anderen nord­ amerikanischen Aktivitäten. Zu­ dem verfügt Currie über ein inte­ ressantes Portfolio an ,IP­Rights' (Intellectual Property = intellektu­ elles Eigentum), verbunden mit der Möglichkeit, auch in anderen Ländern aktiv zu sein", begründe­ te Accell­Geschäftsführer René Takens den Schritt. Currie Technologies beschäf­ tigt 40 Mitarbeiter und erwirt­ schaftet einen jährlichen Umsatz von rund 20 Mio. USD. Der E­Bike­ Markt in den USA steckt mit jähr­ lich rund 50.000 verkauften Ein­ heiten - im Vergleich zu Europa - noch in den Kinderschuhen. Nach Prognosen der Light Electrical Ve­ hicle Association (LEVA) sollte der Überseemarkt aber kurz­ bis mit­ telfristig eine ähnliche Entwick­ lung nehmen wie der euro­ päische. Mit der Übernahme hat sich Accell eine strategisch günsti­ ge Position über dem großen Teich gesichert. (ms) Zu kurze Schrauben: Pro-Vorbau kann bei Sturz brechen Beim "Pro Atherton"­Vorbau für Direktmontage mit den Serien­ nummern HH, HJ, HK, HL, IA, IC, ID, IE und IF kann es zu Sicher­ heitsproblemen kommen: In den Montageanleitungen wird der Benutzer darauf hingewie­ sen, die Lenker­Klemmschrau­ ben über Kreuz mit einem be­ stimmten Drehmoment nach und nach gleichmäßig festzu­ ziehen. Wenn der Benutzer die­ sen Anweisungen nicht folgt, kann es passieren, dass beim Fahren eine Schraube aus dem Gewinde reißt oder der Vorbau durch einen starken Aufprall (z.B. einen Sturz) bricht. Dies kann ernsthafte Verletzungen zur Folge haben. Shimano Eu­ rope (Nunspeet) bietet daher ein Austauschset mit längeren Schrauben an. (as) Ritchey-Eigenmarke: Scott holt sich Syncros dazu Der amerikanische Komponen­ tenhersteller Ritchey Design (San Carlos, CA) hat seine Ei­ genmarke Syncros an Scott Sports SA (Givisiez) verkauft. Mit dem frischen Kapital möch­ te sich Ritchey auf neue Pro­ dukte und Innovationen unter dem eigenen Namen konzent­ rieren. Dazu gehört auch die Rückkehr in den Stahlrahmen­ Markt, die im letzten Jahr mit einigen Modellen begann. "Wir hatten viel Spaß dabei, die Mar­ ke Syncors zu entwickeln. Jetzt wollen wir aber Ritchey auf ein neues Level bringen", erklärte Sean Coffey, Global Marketing Director bei Ritchey. "Uns hat eine Accessoire­Linie im techni­ schen Bereich gefehlt", begrün­ dete Pascal Ducrot, Vice Presi­ dent bei Scott, den Kauf. "Im Aftermarket­Bereich werden wir die Syncros­Linie weitge­ hend umkrempeln, erweitern und in den nächsten Jahren mit Produkten aufwarten, die un­ seren Vorstellungen entspre­ chen. Dieser Prozess wird aber mindestens zwei Jahre dauern, es ist aber ganz klar das Ziel, Syncros weiter zu entwickeln und als starken Markennamen zu etablieren", führt Ducrot die weiteren Pläne aus. Dazu hat Scott die neue Marke vollum­ fänglich im Hauptsitz in der Schweiz integriert. (as) Henk de Vreeze geht: Biretco bekommt neue Führung (v.l.): E. de Geus, H. de Vreeze und W. Veenstra. Zum 31. Dezemeber hat Henk de Vreeze sein Amt als Geschäftsfüh­ rer der Biretco B.V. (Breda) nieder­ gelegt, steht jedoch weiterhin der Biretco als Berater zur Seite. Ge­ meinsam mit dem Finanzge­ schäftsführer Erik de Geus hat Wil­ lem Veenstra als kommerzieller Geschäftsführer das Tagesge­ schäft übernommen. Veenstra ar­ beitet bereits seit 1. Februar 2011 als kommerzieller Manager bei der Biretco. Davor hatte er diverse leitende Funktionen innerhalb des Retailings. Eine der wichtigs­ ten Aufgaben der neuen Ge­ schäftsführung ist die Ausrich­ tung der Strategie, bei der die Zu­ sammenarbeit mit den ange­ schlossenen Mitgliedern (700 Fahrrad­Shops in den Niederlan­ den, Belgien und Deutschland) und den Geschäftspartnern eine zentrale Rolle spielt. Bei der Biret­ co GmbH (Krefeld) in Deutschland bleibt Ad Roest als Manager wei­ ter der Ansprechpartner. (as) GF bei Formula: R. Vodan folgt auf D. Mankel Seit dem 31. Dezember ist Den­ nis Mankel nicht mehr Geschäfts­ führer der Formula Deutschland GmbH (Rimsting). Mankel war als Geschäfts­ führer für die Serviceabläufe und die OEM­ Betreuung zu­ ständig. Die kommissari­ sche Geschäfts­ R. Vodan führung über­ nimmt zwischenzeitlich der von Specialized zurückgekehrte Riko Vodan, der diesen Posten von 2004 bis 2010 bereits innehatte. (SAZbike Nr. 2 v. 14.2.11). Zusätzlich möchte Formula seine neue Laufrad­ und Feder­ gabelsparte voranbringen. Des­ halb verstärkt Kai Drese als neu­ er Mann in der Werkstatt das Team. Er kam vom Laufradher­ steller Mavic. Für den techni­ schen Support der neuen Sparte ist Fabian Krehl zuständig. Er ist seit 2009 in der Firma. (tg) Vertrieb und Design: Sugoi besetzt Spitzenplätze Sugoi (Vancouver/Kanada) hat zwei Positionen im oberen Management neu besetzt: Charles Russell heißt der Se­ nior Vice Pre­ sident Global Sales, Rob Gill ist neuer Chef­ designer der kanadischen Bekleidungs­ marke, die in Ch. Russell der Apparel Footwear Group (AFG) unter dem Dach von Dorel Indust­ ries (u.a. Cannondale) organi­ siert ist. Russell war bereits von 2002 bis 2006 Vize­Ver­ triebsleiter bei Sugoi. Gill ent­ warf in den letzten Jahren die offiziellen Merchandise­Arti­ kel der olympischen Winter­ spiele 2010 in Vancouver, Life­ style­Bekleidung für Helly Hansen Nordamerika und Funktionsbekleidung für Can­ nondale. (ms) Bremskabelfehler: Gore Ride On ruft zurück Aus Sicherheitsgründen startet Gore Ride On einen freiwilligen Produktrückruf. Betroffen da­ von sind Bremskabel der "Low Friction"­ und "Professional"­ Serie, die mit dem Campagno­ lo­Zugnippel in einem Campag­ nolo­Bremshebel verbaut sind sowie unverbaute Bremskabel­ Sets. Diese können anhand folgender Artikelnummern identifiziert werden: ROLFBREA, ROLFBREA­B, ROLFBREA­W, ROLFBREA­U, ROLFBREA­R, ROPRBREA­B, ROPRBREA­W, ROPRBREA­U, ROPRBREA­R. Das Bremskabel kann sich vom Zug­ nippel am Campagnolo­Brems­ hebel ablösen. Der Rückruf läuft über den Distributeur Cosmic Sports (Fürth). (tg) Nr. 1/23.1.2012

3 NachrichteN Vollsortiment an Reifen: Deutschland Rückkehr: Lange vertreibt jetzt Vredestein Paul Lange & Co. hat zum 1. Januar den Deutschland-Vertrieb von Vredestein-Fahrradreifen übernommen. Die Stuttgarter haben zusätzlich Fahrradreifen von Michelin im Katalog. Neben Paul Lange vertreibt allerdings auch Batavus Bäumker (Rheine) die Marke Vredestein nach wie vor. Damit stehen Händlern ab sofort zwei Vredestein-Bezugstellen zur Verfügung. (ms) Ellsworth rollt zu Shock Therapy Der hessische MountainbikeDistributor Shock Therapy (Bad Camberg) erweiterte zum Jahreswechsel sein Angebot und vertreibt ab sofort auch die amerikanische Marke "Ellsworth" in Deutschland sowie Österreich. Die Mountainbikes mit den Qualitätsmerkmalen "Handcrafted Bicycles" und "Made in USA" passen in das High End-Segment des Großhändlers. "Ellsworth rundet im oberen Bereich unser Angebot sinnvoll ab", erklärt Hans Scherf, Inhaber von Shock Therapy. Weiterhin im Vertrieb bleiben hochwertige Marken wie Santa Cruz Bicycles, Mondraker oder Dirty Dog. "Ellsworth" war bis 2009 im Vertrieb bei Shocker Distribution (Kelheim), verschwand danach jedoch vom deutschen Markt. (tg) Mit "Qcamz": Ciclo macht jetzt auch Filme Ciclosport (Martinsried) nimmt die Marke "Qcamz" ins Portfolio auf, die zum Technikanbieter Maptaq gehört. "Qcamz" bietet ein Programm an hochwertigen HD-Videocameras an. (ms) Neues Service-Center: Giant hilft Händlern bei Hybrid-Fragen Werkstattleiter U. Kampe (l.) im neuen Hybrid-ServiceCenter. Mit einem neuen Hybrid-ServiceCenter will Giant Deutschland (Erkrath) Händlern professionellen sowie schnellen Support bei allen Fragen zum Thema Hybrid bieten. Dazu zählen Ersatzteilbestellung, Reparaturhilfe, technischer Support, Live-Coaching und Workshops. "Mit unserem neuen Service-Center tragen wir der stetig wachsenden Bedeutung des Hybrid-Segments Rechnung und schaffen ein eigenes KompetenzZentrum. Der Beratungsaufwand im E-Bike-Bereich ist naturgemäß höher, die gestiegenen Anforderungen an den technischen Support werden in unserem ServiceCenter professionell erfüllt", so Oliver Hensche, Geschäftsführer Giant Deutschland. Die Verantwortung für das neue Hybrid-Service-Center trägt der gelernte ZweiradMechaniker und E-Bike-Spezialist Uwe Kampe (36). Er war zuvor elf Jahre lang beim Düsseldorfer Zweiradhändler Jung & Volke tätig. Um Händlern auch vor Ort helfen zu können, wird Kampe auch als technischer Außendienst deutschlandweit unterwegs sein. Des Weiteren verstärkt Simon Scheible seit Jahresbeginn den Verkaufsinnendienst. Der 29-jährige Diplom-Betriebswirt ist langjähriger Leistungssportler im Bereich Mountainbike und hat in der Fahrrad- und Sportbranche bereits Erfahrungen gesammelt. (tg) Nr. 1/23.1.2012

4 haNdel Deutsche Fahrradhändler ziehen eine positive Bilanz: 2011 stiegen Umsätze und Gewinne, 2012 soll es damit weitergehen 2011 war ein gutes Jahr für den Fahrradhandel. In der großen SAZbike-Umfrage, an der wieder mehr als 500 deutsche Händler teilnahmen, meldete die Mehrheit Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Dementsprechend optimistisch erwarten die Händler auch ein erfolgreiches Jahr 2012. Das gute Gefühl hat nicht betrogen: Als SAZbike vor zwölf Monaten deutsche Händler nach den Erwartungen für 2011 befragte, fielen die Antworten sehr positiv aus. Mehr als die Hälfte (52,4 %) rechnete mit einer Umsatzsteigerung, deutliche 43,7 % mit einer Verbesserung der Erträge. Die aktuelle Umfrage beweist, dass dies kein Wunschdenken war. Von den über 500 Händlern, die an der aktuellen SAZbikeUmfrage teilnahmen, meldeten 83 % einen Umsatzzuwachs. Da weitere 5,6 % ihre Umsätze stabil auf dem Vorjahresniveau hielten, sind es nur 11,4 %, deren Umsatz zurückging. Ein erfreuliches Ergebnis, das noch positiver wird, wenn man die Ertragsentwicklung hinzunimmt. on. Zu den Umsatz- und Ertragsgewinnern gehört Thomas Schicketanz (Zweirad-Center Schicketanz, Bad Liebenwerda). Der Brandenburger führt die positive Entwicklung vor allem auf zwei Faktoren zurück: "Wir profitieren durch das große Interesse an Jedermann-Rennen. Unsere Kunden kaufen gerne hochwertige Triathlon- und Rennräder. Dazu resultieren unsere Umsatzzuwächse vor allem aus den Verkäufen von E-Bikes. Wir könnten sogar mehr verkaufen, wenn es keine Lieferprobleme geben würde." Nur 60 km südlich von Schicketanz kommt Oliver Hoffmann (Radsport Kotyrba, Dresden) ohne E-Bikes ganz gut aus. Der Sachse macht mit den Trekkingrädern die besten Geschäfte und freut sich darüber, dass der Wintereinbruch ausgeblieben ist. "Die Geschäfte laufen jetzt genauso gut weiter, wie sie aufgehört haben." Mit seinem Verzicht auf E-Bikes gehört Hoffmann zu einer Minderheit. Immer mehr Händler haben Elektroräder in ihr Sortiment aufgenommen und fahren mit Pedelecs & Co. erkleckliche Umsätze ein. Nach Mountainbikes und Trekkingrädern sind E-Bikes mittlerweile das drittstärkste Segment. Damit haben sie die klassischen Tiefeinsteiger überholt, da deren älteres Stammklientel die elektronische Unterstützung bevorzugt. Auch bei Edmund Bespaluk (Radsport Bespaluk, Bietigheim) haben E-Bikes eingeschlagen. Der kleine badische Händler setzt dabei vor allem auf das gehobene Niveau und verkauft meistens hochwertige Räder ab 3.000 EUR. "Ich habe eine stabile Kundenstruktur, die mir nicht wegen eines günstigen Internetpreises davonläuft. Davon profitieren auch meine High End Fullys", meint Bespaluk. Um das E-Wachstum weiter voranzutreiben, stellte der Händler zuletzt auch auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT aus. Den Stand dafür bekam er von Cannondale E-Bikes sind zum drittwichtigsten Segment in der Umsatzverteilung aufgestiegen. Foto: Giant gesponsert, die ihn in seinen Verkaufsbemühungen unterstützen. da. 44,2 % der Händler rechnen auch für 2012 mit einer Umsatzsteigerung. Weitere 50,9 % erwarten immerhin eine Stabilisierung des Umsatzes. Ähnlich positiv sieht es bei der Ertragsentwicklung aus: Während 38,6 % sich noch mehr Erträge erhoffen, gehen 51,7 % davon Auch für 2012 sind die Erwartungen positiv Mit seinen positiven Erwartungen steht Bespaluk nicht alleine Mehr Umsatz und auch mehr Gewinn Bei 57,5 % der Händler stieg 2011 der Gewinn im Vergleich zu 2010. Nur bei 11,2 % verschlechterte sich dagegen die Ertragssituati- ?? Umsatzverteilung 2011 E-Bikes 11,7 % (7,7 %) Kinder 8,4 % (7,9 %) Rennräder 7,5 % (7,1 %) Trekking 28,0 % (25,9 %) (Vorjahreswerte in Klammern) Tiefeinsteiger 7,3 % (16,4) Urban-Bikes 5,3 % (2,2 %) Spezialräder 1,9 % (2,5 %) Falträder 1,1 % (1,0 %) Liegeräder 0,3 % (-) ?? Umsatzentwicklung 2011 25,0 % 2010 2011 20,0 % 20,0 % 14,8 % 16,4 % MTB 28,5 % (29,3 %) E-Bikes werden immer wichtiger in der Umsatzverteilung und lösen in der Bedeutung die klassischen Tiefeinsteiger ab. Jedoch bleiben Mountainbikes und Trekkingräder weiterhin die wichtigsten Umsatzsegmente für den Handel. 15,0 % 23,6 % 13,6 % 23,6 % 14,2 % 13,8 % ?? Ertragslage 2011 schlechter 11,2 % (31,6 %) gleich 31,3 % (33,9 %) 6,4 % 7,1 % 10,0 % 4,2 % 6,4 % 7,8 % (Vorjahreswerte in Klammern) 3,6 % 4,0 % 5,6 % 1,4 % 2,1 % 5,0 % 3,3 % 6,2 % 0,0 % über 20 % bis 20 % 0,8 % bis 15 % 1,0 % besser 57,5 % (34,5 %) bis 10 % bis 5 % bis5 % bis 10 % bis 15 % bis 20 % über 20 % Umsatzrückgang Umsatzzuwachs Mehr als die Hälfte der Händler beendete das Jahr 2011 mit Zuwächsen bei den Erträgen. Eine deutliche Mehrheit konnte im vergangenen Jahr ihre Umsätze steigern. Nur wenige Händler mussten einen Umsatzrückgang verkraften. Nr. 1/23.1.2012

5 haNdel ?? Prognosen für Umsätze 2012 schlechter 4,9 % (5,0 %) Alles neu bei Fahrrad XXL Marcks in Hamburg: (Vorjahreswerte in Klammern) gleich 50,9 % (42,6 %) besser 44,2 % (52,4 %) Nach Umbau erstrahlt Shop in neuem Glanz (Fast) das ganze Jahr 2011 stand bei Fahrrad XXL Marcks in Hamburg-Bergedorf im Zeichen des Um- und Ausbaus des Firmengebäudes. Nachdem dieses jetzt innen und außen komplett in neuem Glanz erstrahlt, gab es als krönenden Abschluss kurz vor Weihnachten eine offizielle Wiedereröffnung mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und dem Freundeskreis des Inhaber-Ehepaares Tina und Wolfhard Hansmann. Bei ständig weiterlaufendem Verkaufsbetrieb wurde während des vergangenen Jahres für mehr als eine Mio. EUR in mehreren Bauabschnitten nach und nach das gesamte Areal am "Curslacker Neuer Deich" erst erneuert und dann noch erweitert. Dieses gesamte Umbaukonzept entstand auch in enger Zusammenarbeit mit einer Erfa-Runde innerhalb der Fahrrad XXL-Gruppe, sagt Tina Hansmann. Zunächst wurden bis zum Frühjahr die schon bestehenden Verkaufsräume gründlich entkernt, renoviert und modernisiert. Anschließend erhielt in einem zweiten Schritt das alte Gebäude bis zum Spätsommer noch einen weiteren neuen Anbau: Dessen zusätzliche 300 qm ließen die zur Verfügung stehende Verkaufsfläche auf nun insgesamt beeindruckende 1.800 qm anwachsen. "Wir nutzen die durch die Erweiterung gewonnene Fläche jetzt vor allem, um unser gesamtes Sortiment noch besser darzustellen und den Kunden optimal präsentieren zu können", unterstreicht Wolfhard Hansmann. Weitere Sortimente wurden also nicht aufgenommen, aber zum Beispiel viele zusätzliche Test- und Messmöglichkeiten mit direktem Kundenzugriff neu einer Außen-Teststrecke direkt hinter dem Firmengebäude. Damit gibt es neben den vielen neuen Indoor- jetzt auch eine Outdoor-Testmöglichkeit: "Ab sofort können die Kunden vom Verkaufsraum über Rampen mit dem Bike ihrer Wahl gleich auf die umzäunte Teststrecke fahren und alle Zweiräder, auch die Elektroräder, auf einem Rundkurs testen", freut sich Tina Hansmann. Deshalb lautet das neue Firmenmotto bei Marcks nun auch "Erleben - testen - losfahren". Tina Hansmann steht, als Enkelin des firmengründenden Die Erwartungen für 2012 sind nach dem guten Jahr 2011 sehr positiv: Fast die Hälfte der Händler erwarten eine weitere Umsatzsteigerung. ?? Prognosen für Erträge 2012 (Vorjahreswerte in Klammern) schlechter 9,7 % (12,0 %) besser 38,6 % (43,7 %) gleich 51,7 % (44,3 %) Auch bei der Entwicklung der Erträge rechnen viele Händler mit weiteren Steigerungen. aus, dass sie auf gleichem Niveau bleiben. In dieser Zeit blickt der Fahrradhandel aufgrund der letztjährigen Erfahrungen durchaus optimistisch in die Zukunft. Manchmal kann auch ein Umzug viel bewirken: Lothar Platz (Bike & Sports, Wertheim) ist mit seinem Geschäft an einen besseren Standort gezogen und hat seitdem eine wesentlich höhere Frequentierung bei Kinder- und Jugendrädern, da er nun ein breiteres Klientel ansprechen kann. Eine bessere Konzentration im Einkauf hat bei Thomas Gross (Radstation Radladen, Bad Oeynhausen) zum Erfolg geführt. Durch eine bessere Differenzierung und die Einführung von Custom Made-Rädern werden Überhänge im Lager verhindert und Kosten eingespart. Dazu kommt noch der Verkaufsrenner E-Bikes - und schon ist das Erfolgsrezept fertig. Die Beispiele zeigen deutlich, dass es verschiedene Wege zum Erfolg gibt. Gemeinsam ist ihnen jedoch eines: Fahrradhändler können momentan so erfolgreich arbeiten wie selten zuvor. (as) Bei dieser Bikewear-Auswahl ist für alle Ansprüche ein großes Angebot vorhanden. Foto: Lang in die Verkaufsfläche integriert. Mit deren Hilfe lassen sich etwa sofort die optimalen Rahmenmaße ermitteln, die Helligkeit oder Leuchtweiten verschiedener Fahrradbeleuchtungen vergleichen, diverse Lenkervarianten testen oder die Unterschiede vielfältiger Bikewear-Materialen direkt auf der Haut spüren. Den (vorerst) letzten Bauabschnitt bildete dann der Bau Großvaters, für die dritte Generation bei Fahrrad XXL Marcks. Das Unternehmen entstand vor 66 Jahren und befindet sich seit rund 30 Jahren am heutigen Standort "Curslacker Neuer Deich" mitten in einem verkehrsgünstig gelegenen Industriegebiet zwischen dem Bergedorfer Ortszentrum und einem nahen Autobahnanschluss. (dl)

6 barometer Durchwachsene Bilanz für sportliche Räder im Verkauf: Hardtails springen ins Licht, Rennräder rollen im Schatten Das zurückliegende Jahr lief gut für den deutschen Fahrradhandel. Dies trifft jedoch nicht auf alle Fahrradsegmente zu: Während Hardtails eine sichere Bank im Verkauf waren, rollten Fullys nur langsam aus den Shops. Holprig liefen Rennräder: Eine große Mehrheit war unzufrieden. Auch 2011 waren Hardtails ein stabiler Umsatzbringer für deutsche Fahrradhändler. Ein Vergleich der 2011er Werte mit jenen von 2010 ergab nur Veränderungen im Nuancenbereich: Die positiven Noten (sehr gut und gut) nahmen um vier bzw. einen Prozentpunkt zu. Zusammen machen sie jetzt 60 % aus, womit eine deutliche Mehrheit erkennbar ist. Dagegen waren nur 14 % (11 % schlecht, 3 % sehr schlecht) der Händler im vergangenen Jahr unzufrieden mit dem Abverkauf von Hardtails. Bei den restlichen 26 % lief der Verkauf weder gut noch schlecht, sondern erfüllte schlicht die Erwartungen. Da Mountainbikes mit 28,5 % (s. Umsatzstatistik auf S. 4) noch immer das umsatzstärkste Segment im Verkauf sind, ist dieses Ergebnis sehr erfreulich für den Handel. Vor allem Händler aus BadenWürttemberg (30 % sehr gut, 43 % gut) und Hessen (23 % sehr gut, 50 % gut) meldeten große Zufriedenheit mit den Abverkäufen von Hardtails: Jeweils 73 % vergaben entweder die Noten sehr gut oder gut. Dahinter folgten die bayerischen Kollegen mit einer Zustimmung von 68 %. Weiter auf dem Weg nach oben befindet sich der durchschnittliche Verkaufspreis für Hardtails: Waren es 2009 noch 670 EUR und 2010 bereits 707 EUR, so ist der Durchschnittspreis mittlerweile bei 733 EUR angekommen. Das entspricht einer weiteren Steigerung um ca. 3,5 %. Traditionell erzielen bayerische Händler sowie ihre Kollegen aus Baden-Württemberg die höchsten Durchschnittspreise für Mountainbikes. 2011 lagen sowohl Bayern mit 800 EUR und BadenWürttemberg mit 789 EUR pro Hardtail deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Ebenfalls darüber verkauften die Kollegen aus Nordrhein-Westfalen (751 EUR) und Hessen (736 EUR). Während Händler mit Hardtails 2011 überwiegend zufrieden waren, sah dies bei Fullys anders aus: MTB Hardtail 50 Abverkauf in % Auch 2011 war die Zufriedenheit mit Hardtails groß. Nur wenige Händler hatten Grund zu klagen. Farbige Säulen: 2011 Graue Säulen: 2010 19 23 sehr gut 36 37 gut 29 26 mittel 13 11 schlecht 3 3 sehr schlecht Hinweis zu den SAZbike-Barometern: Aus den Angaben von weit über 500 Fahrradhändlern ergibt sich das aktuelle SAZbike-Barometer für 2011. Dabei bewerten deutsche Händler den Verkauf der einzelnen Segmente mit den Noten "sehr gut", "gut", "mittel", "schlecht" oder "sehr schlecht". Mehr über E-Bikes, Trekkingräder, UrbanBikes, Tiefeinsteiger, Kinder- und Jugendräder sowie Falträder lesen Sie in den nächsten Ausgaben. Zwar errang die Gruppe der unzufriedenen Händler mit 41 % (26 % schlecht, 15 % sehr schlecht) weniger als die Hälfte der Stimmen, allerdings waren von den restlichen 58 % noch 25 %, die nur mittelmäßig zufrieden sind. Damit wird beinahe das 2010er Ergebnis bestätigt, als noch 44 % (29 % schlecht, 15 % sehr schlecht) unzufrieden waren. Fullys verkauften sich nicht überall gut Vor allem Händler aus NordrheinWestfalen (39 % schlecht, 17 % sehr schlecht) und Sachsen (37 % schlecht, 14 % sehr schlecht) taten sich mit dem Abverkauf von Fullys schwer. Dazu gehört z.B. Frank Uhlig (Fahrrad Uhlig, Leipzig). Er glaubt, dass für viele Kunden vollgefederte Mountainbikes einfach zu teuer sind: "Viele der jüngeren Kunden wollen lieber ein TrialBike, während für die ältere MTBKlientel schon ein Hardtail reicht. Da bleiben nur noch wenige Kunden übrig, die sich für Fullys interessieren", schildert der Leipziger sein Problem. Wesentlich zufriedener waren Händler aus Hessen (33 % sehr gut, 17 % gut) und Bayern (17 % sehr gut, 29 % gut), die durch ihre topographischen Profile begünstigt werden. Allerdings spezialisieren sich Händler in diesen Regionen auch auf Fullys, sodass ihre Kunden auch aus anderen Bundesländern anreisen, um dort einzukaufen. Dabei sind sie sogar bereit, höhere Durchschnittspreise für die Expertenkompetenz dieser Händler zu bezahlen. Mit 1.878 EUR erzielten hessische Händler den höchsten durchschnittlichen Verkaufspreis pro Fully. Es folgten Baden-Württemberg (1.703 EUR) und Bayern (1.662 EUR). Alle drei Bundesländer la-gen über dem Gesamtdurchschnitt von 1.578 EUR, der deutlich höher war als 2010 (1.483 EUR) und 2009 (1.432 EUR). Obwohl der Boom bei Jedermann- und Triathlon-Rennen un- unterbrochen anhält, konnten viele deutsche Händler beim Rennradverkauf davon nicht profitieren: Nur 14 % meldeten für 2011 gute Verkäufe, nur 7 % vergaben die Note sehr gut. Dazu kamen noch 27 %, die mittelmäßig zufrieden waren. Dem gegenüber standen insgesamt 52 % (30 % schlecht, 22 % sehr schlecht), die unzufrieden mit dem Abverkauf von Rennrädern waren. Im Vergleich zu 2010 war das eine weitere Verschlechterung. Wo liegen die Ursachen für diese Unzufriedenheit? Während in den vergangenen Jahren vor allem die Doping-Probleme der Profis und das daraus resultierende Des- Kasse und Werkstattverwaltung VLHS die Warenwirtschaft mit integrierter komfortabel, schnell, weniger Verwaltungsaufwand durch Datenanbindung der führenden Fahrrad- und Motorradteilelieferanten Lieferbar als Softwarepaket für vorhandene Hardware oder als fertiges System ?? Durchschnittspreise 2008-2011 2.000,00 EUR 1.500,00 EUR 1.000,00 EUR 2008 2009 2010 2011 vKASSE Fahrradarbeitswerte + Werkstatt 1.305,00 EUR 694,00 EUR 500,00 EUR 0,00 EUR Kasse+Warenwirtschaftssysteme Erfahrung + Zuverlässigkeit seit 1979 für den Zweiradhandel Hardtails 733,00 EUR 670,00 EUR 707,00 EUR Lieferbar als betriebsfertige Kasse mit Kassenbon und A4-Rechnungsdruck Fullys Rennräder Sicher ist sicher bei Kasse und Warenwirtschaft Tel: +49(0)2402 90302 0 Fax: ... 90302 25 saz12@velodata.de Info: www.velodata.de Service: www.vlhs.de Tannenbergstr. 45 D-52224 Stolberg-Zweifall Für alle drei Segmente konnte der durchschnittliche Verkaufspreis angehoben werden. Der größte prozentuale Sprung gelang bei Rennrädern (+ 8 %). Nr. 1/23.1.2012 1.545,00 EUR 1.483,00 EUR 1.578,00 EUR 1.323,00 EUR 1.432,00 EUR 1.432,00 EUR 1.425,00 EUR sofort einsatzbereit kassieren ohne Warenwirtschaft mit 180.000 Fahrradartikeln aktuell per Internet für Preis+Text per Scanner

7 MTB Fully 50 Abverkauf in % barometer Bei Fullys war auch 2011 die Menge der unzufriedenen Händler größer als die der zufriedenen. Rennrad boomt, Verkauf lahmt Gerade in Berlin ist Hagemann nicht der einzige Rennrad-Passionist, was auch an den BarometerZahlen erkennbar ist: Immerhin 44 % (25 % sehr gut, 19 % gut) waren zufrieden mit dem Abverkauf von Rennrädern. Weniger gut lief es für die sächsischen Kollegen, Dafür befindet sich bundesweit der durchschnittliche Verkaufspreis im Aufwind: Mit 1.545 EUR liegt er mehr als 100 EUR über dem Vorjahreswert von 1.425 EUR. Darüber liegen Händler aus Bayern (1.699 EUR), Hessen (1.688 EUR) und Baden-Württemberg (1.592 EUR). (as) 10 50 0 15 13 sehr gut 18 21 gut 23 25 mittel 29 26 schlecht 15 15 sehr schlecht 40 Abverkauf in % Rennräder Rennräder konnten 2011 die meisten Händler nicht überzeugen. Mehr als die Hälfte vergab eine negative Zensur. interesse der Öffentlichkeit am Rennradsport als Hauptgründe für die Misere genannt wurden, bereiten mittlerweile die Direktversender-Konkurrenz (wie Canyon und Radon) sowie Internetshops (wie Brügelmann.de) das größte Kopfzerbrechen. Während diese Unternehmen durch großangelegtes Sponsoring, gut platzierte TV-Werbespots und weitere MarketingAktionen viele neue Kunden akquirieren, bleiben stationäre Händler auf ihren Rennmaschinen sitzen. Nicht so bei Fahrrad Hagi in Berlin: Inhaber Jan Hagemann vergab die Note sehr gut für seinen Rennradverkauf im vergangenen Jahr. "Mein Team und ich verkaufen mit Leidenschaft. Die Kunden spüren, dass unser Herz für den Rennradsport schlägt, und kommen daher gerne zu uns", erzählt der Berliner. Über die FacebookSeite des Shops hält er aktiv Kontakt mit seinen Kunden, organisiert Trainingsfahrten, präsentiert neue Produkte oder kündigt Preisausschreiben an. So viel Engagement gibt es selten, da viele Fahrradhändler nur kühle Rechner seien, bemängelt Hagemann. "In Italien können in kleinen Orten mehrere Fahrradhändler Tür an Tür existieren. Da hängen 30 oder 40 Carbon-Rahmen an der Decke und an den Wänden hängen Fotos von den Besitzern als aktive Rennfahrer", berichtet Hagemann begeistert. In seinem Shop versucht 7 7 sehr gut 18 14 gut 24 27 mittel 34 30 schlecht 17 22 sehr schlecht er selbst ein Stück Atmosphäre aufzubauen, die von seinen Kunden gerne honoriert wird. von denen 59 % (37 % schlecht, 12 % sehr schlecht) eine negative Zensur vergaben.

8 barometer Positive Bilanz für 2011: Komponenten liefen oftmals gut, mit Engagement noch besser Der Verkauf von Komponenten stellte auch 2011 den deutschen Fahrradhandel zufrieden: Antriebsteile, Bremsen oder Laufräder wurden gut nachgefragt. Einzig die spezielleren Parts Federelemente und Rahmen erfüllten nicht die Erwartungen der Händler. Obwohl vor allem bei Teilen durch die Internet-Versender ein hoher Konkurrenzkampf herrscht, erfüllten die meisten Parts die Erwartungen der Händler. Da jedoch viele Komponenten eine Installation erfordern, der sich viele Kunden nicht gewachsen sehen, setzen sie lieber auf die Kernkompetenz des Fachhandels. Die war 2011 z.B. bei Antriebsteilen (Kassetten, Ketten, Kurbeln (29 % sehr gut, 47 % gut) und Sachsen (23 % sehr gut, 48 % gut) waren mit den Abverkäufen zufrieden. Nur 8 % der deutschen Händler (7 % schlecht, 1 % sehr schlecht) beklagten sich über fehlendes Interesse an ihren Antriebskomponenten. Ähnlich zufriedenstellend verlief 2011 der Abverkauf von Bremsen. Mit 52 % (13 % sehr gut, 39 % gut) vergaben mehr als die Hälfte der Händler eine positive Note. Da Antrieb Antriebskomponenten werden 50 Abverkauf in % bei fast allen Händlern gut verkauft. Bremsen 50 Abverkauf in % Bremsen gehörten auch 2011 zu den am besten verkauften Parts. 24 23 sehr gut 45 46 gut 23 23 mittel 8 7 schlecht 0 1 sehr schlecht sen verkauft. Zumindest zeigten sich die sächsischen Händler (23 % sehr gut, 40 % gut) am zufriedensten. Dahinter folgten die Kollegen aus Niedersachsen (14 % sehr gut, 43 % gut) und Bayern (11 % sehr gut, 44 % gut). Farbige Säulen: 2011 Graue Säulen: 2010 Singlespeeder kaufen gerne Bremsen Jeweils die Bestnote für den Abverkauf von Antriebsteilen und Bremsen vergab Kent Prelle (Singlespeedshop, Hannover). Der Fixie-Experte verkauft viel an Bastler, die selbst an ihren Singlespeedern rumschrauben. "Wir bieten besondere Teile an, die kaum in einem Shop zu finden sind. Zudem unterstützen wir unsere Kunden mit Expertenwissen", erklärt der Online-Händler, der einen großen Stammkundenkreis hat und auch Kunden aus dem europäischen Ausland betreut. Laufräder 13 13 sehr gut 40 39 gut 31 32 mittel 15 14 schlecht 1 2 sehr schlecht 50 Abverkauf in % und Schaltungen) gefragt: Wie 2010 vergaben auch im Vorjahr 69 % (24 % sehr gut, 45 % gut) der Händler eine positive Note. Vor allem Händler aus Niedersachsen (26 % sehr gut, 53 % gut), Berlin weitere 32 % ihren Verkauf mit mittelmäßig bewerteten, blieben nur 16 % (14 % schlecht, 2 % sehr schlecht) übrig, die unzufrieden waren. Am häufigsten wurden 2011 Bremsen scheinbar in Sach- Obwohl die Zufriedenheit mit Laufrädern nachließ, überwiegen die positiven Werte. Hinweis zu den SAZbike-Barometern: Aus den Angaben von weit über 500 Fahrradhändlern ergibt sich das aktuelle SAZbike-Barometer für 2011. Dabei bewerten deutsche Händler den Verkauf der einzelnen Segmente mit den Noten "sehr gut", "gut", "mittel", "schlecht" oder "sehr schlecht". Mehr über ergonomische Komponenten (wie Lenker, Sättel und Griffe) sowie über Zubehör (wie Fahrrad-Computer, Beleuchtung und Taschen) lesen Sie in den nächsten Ausgaben von SAZbike. 8 7 sehr gut 33 28 gut 36 40 mittel 20 20 schlecht 3 5 sehr schlecht Nr. 1/23.1.2012

9 Federelemente 50 Abverkauf in % Nur wenige spezialisierte Händler verkauften erfolgreich Federelemente. velo:konzept organisiert fünf FahrradPublikumsmessen zur besten Zeit des Jahres. Seien Sie dabei! Buchen Sie jetzt Ihre Messeteilnahme für die kommende Saison: Karlsruhe www.horizont-outdoor.com 3.- 5.2.2012 1 2 sehr gut 4 5 gut 21 18 mittel 47 45 schlecht 27 32 sehr schlecht Mit Laufrädern können hohe Umsätze generiert werden. Dies funktionierte 2011 zumindest bei einem Teil der Händler: Immerhin 35 % (7 % sehr gut, 28 % gut) vergaben eine der beiden Top-Noten. Da weitere 40 % ihre Verkäufe mit "mittel" bewerteten, blieben 25 % (20 % schlecht, 5 % sehr schlecht) übrig, die unzufrieden waren. Zu den zufriedenen Händlern gehörte 2011 Carsten Kupsch (RadKreuz, Berlin). Der Hauptstädter hat sich auf Rennräder spezialisiert und verkauft vor allem in diesem Segment seine Laufräder. "Jedes Wochenende ist ein Rennen, und da geht mindestens ein Laufrad kaputt", erklärt er den hohen Verschleiß seiner Kunden. Auf die Frage, warum die Kunden bei ihm und nicht im Internet kaufen, antwortet Kupsch: "Nicht jeder traut sich, das Richtige zu kaufen und zu montieren. Zudem können wir dem Kunden mit unserer Erfahrung auch erklären, wie er das Rad anzufahren hat". Ähnlich zufrieden wie Kupsch waren auch andere Händler aus Berlin: 53 % (35 % sehr gut, 18 % gut) vergaben eine positive Zensur. Im Gegensatz zu Antriebsteilen, Bremsen und Laufrädern konnte der Verkauf von Federelementen (Dämpfer, Gabeln) und Rahmen 2011 die Händler nicht so zufrieden stellen. Nur 9 % (3 % sehr gut, 6 % gut) vergaben eine positive Note für den Verkauf von Rahmen, nur 7 % (2 % sehr gut, 5 % gut) für den von Federelementen. Jene Teile werden wesentlich seltener angefragt und verkauft. Insolvenz führt zum Verkaufserfolg Trotzdem gibt es Händler wie Dietrich Grobe (Das kleine Radhaus, Heidelberg) oder Markus Hübner (Magge's Bikescheune, Mössingen-Belsen), die sehr zufrieden mit Rahmen bzw. Federelementen waren. Bei Grobe spielte das Schicksal auch ein wenig Pate: Die Insolvenz eines Großhändlers nutzte der findige Händler aus, um einen großen Vorrat an Stahlrahmen zu einem günstigen Preis zu erwerben. Nachdem er sie in RAL-Farben pulver-beschichten ließ, wurden ihm die Rahmen regelrecht aus der Hand gerissen. "Mit weiteren Teilen, die wir aus der Insolvenzmasse gekauft haben, bauten wir einige Retro-Räder im 80erJahre-Look auf. Sowohl das Interesse danach als auch nach Stahlrahmen für Fixies war enorm", berichtet Grobe, der eine einmalige Gelegenheit nutzte. Dagegen resultiert die Zufriedenheit von Markus Hübner aus seiner Expertise für Federelemente. Der kleine Händler hat sich durch seine versierten Kenntnisse einen Namen gemacht. "Ich biete Garantieabwicklungen für verschiedene Gabelhersteller an, mache Fahr-Trainings und helfe dadurch meinen Kunden, die richtige Einstellung für ihre Gabel zu finden", erklärt Hübner. Damit seine Kunden sofort die Unterschiede spüren können, hält er stets einige Testräder bereit. "Als ehemaliger Downhiller weiß ich, wie wichtig die richtige Federgabel-Einstellung ist. Zudem mache ich es auch gerne", meint Hübner, der dafür jedoch kaum Bikewear verkauft. "Man kann eben nicht alles haben", schließt der Schwabe ab. (as) München www.free-muenchen.de 22.-26.2.2012 Bremen www.rad-outdoor.de 10.-11.3.2012 Berlin www.veloberlin.com 24.-25.3.2012 Rahmen 50 Abverkauf in % Nur selten wurden Rahmen verkauft. Das erklärt die Unzufriedenheit der Händler. Frankfurt www.velofrankfurt.com 12.-13.5.2012 3 3 sehr gut 5 6 gut 16 14 mittel 39 34 schlecht 37 42 sehr schlecht Nr. 1/23.1.2012 messen@velokonzept.de www.velokonzept.de Tel. +49 30 311 65 14 - 0 Fax +49 30 311 65 14 - 69

10 industrie Qualitätsmanagement und Design in Taiwan: Die Quantität geht weiter zurück, Qualität wird aber immer besser Taiwan ist schon lange das Land des Fahrradbaus. Das Qualitätsmanagement in Fernost ist auf hohem Niveau, und die Zahlen zeigen, dass auch der Durchschnittswert der exportierten Räder steigt. Auf Taiwan ist es normal, dass große Hersteller nicht nur ihre eigene Marke fertigen, sondern auch einen hohen Prozentsatz ihrer Kapazitäten für die Fertigung von "Fremdprodukten" nutzen. Ein gutes Qualitätsmanagement liegt dabei nicht nur im Interesse der Kunden aus der Industrie, sondern ist auch ein Anliegen im eigenen Interesse. Lassen sich doch so auf lange Sicht Kosten sparen. Ein guter Ruf - auch in Sachen Qualität - zahlt sich beim Kunden aus, egal ob dieser aus der Industrie kommt oder aus dem Handel. Mag vor Jahren die Fertigung in Taiwan dem "exquisiten" Ruf einer Marke noch geschadet haben, gehört dieses Problem größtenteils der Vergangenheit an. Es verwundert deshalb, dass einige Marken in diesem Punkt immer noch Wert auf höchste Diskretion legen. Zumindest was die seriösen Manufakturen in Fernost betrifft, sollte das eigentlich kein Problem mehr sein - aber ein gut gepflegtes Image mag man nach wie vor nicht aufs Spiel setzen. Heute zieht man die Trennlinie eher zwischen aufwendiger beziehungsweise selbst konstruierten Rahmen und solchen von der Stange. Die taiwanischen Hersteller sind bestrebt, ihre Qualität ständig zu verbessern. Die Zahlen zeigen, dass der Durchschnittswert der exportierten Räder steigt. Wie bereits in SAZbike Nr. 23 v. 21.11.2011 berichtet, ist die Anzahl der exportierten Fahrräder von Januar bis September 2011 im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 14,05 % gesunken (von 3,79 auf 3,25 Millionen Einheiten). Gleichzeitig ist aber auch der Wert der exportierten Ware um 13,47 % gestiegen: von 1,05 auf 1,20 Mrd. USD. Betrachtet man den Durchschnittspreis pro Rad, liegt die Steigerung sogar bei 32,03 % - von 278,37 auf 367,53 USD. Räder im unteren Preissegment werden seit Jahren zunehmend auf dem chinesischen Festland gefertigt - auch das ist ein Grund für steigende Durchschnittspreise auf Taiwan. Die 2003 von Merida und Giant zusammen mit elf Komponentenherstellern etablierte "A-Team"-Initiative hat sich höchste Qualität, Innovation und die Förderung eines Marktes für hochwertige Produkte auf die Fahnen geschrieben. Sie umfasst mittlerweile 22 reguläre und sie- Bei Giant werden die CarbonRahmen handgearbeitet. Foto: Giant Bei Novatec in Taiwan stehen High-End-Produkte im Vordergrund. Foto: Martin Munker ben Sponsoring-Mitglieder - zur Mitgliedschaft wird man vom ATeam eingeladen. tion ist viel Handarbeit im Spiel. In der Entwicklungsphase durchlaufen der Rahmen und die Fertigungsprozesse diverse Testphasen, in der Massenproduktion greift das "Total Quality Management System", das in jeder Phase der Produktion die Qualität sichern soll. Etwaige Probleme sollen so bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden, so lassen sich Spätfolgen oder auch nur sinnlose weitere Arbeitsschritte und damit unnötige Kosten vermeiden. Simples Beispiel ist das Schleifen und Polieren der Rahmen in Handarbeit: Wird hier schlecht gearbeitet, leidet die Qualität der Lackierung. Mittlerweile werden aus jeder Produktionscharge einige zufällig ausgewählte Kompletträder einer kompletten Inspektion unterzogen. Die Fertigungslinien für Aluminium-Räder sind so besetzt, dass einzelne Monteure noch Zeit für einige Handgriffe neben ihrer eigentlichen Tätigkeit haben. So können sie kleinere Probleme noch beheben, zudem hat der Verantwortliche für die Montagelinie keine festgelegte manuelle Tätigkeit zu erledigen und kann im Problemfall eingreifen. Das Team soll so gemeinsam sichern, dass am Ende ein fehlerfreies Rad in den Karton wandert. Kenda will unter die besten 20 Wertsteigerung und Qualitätskontrolle ist auch bei Reifenhersteller Kenda ein Thema. In diesem Jahr feiert die Kenda-Gruppe ihr 50-jähriges Bestehen: Sie unterhält zwei Reifenfabriken in Taiwan, vier auf dem chinesischen Festland und eine in Vietnam. 10.000 Angestellte fertigen in diesen Werken täglich 260.000 Reifen, etwa 40 % davon Fahrradreifen, und 360.000 Schläuche. 90 % der Reifenproduktion läuft unter der Marke Kenda, der Rest ist Auftragsfertigung. Kenda ist seit 2004 "A-Team"-Mitglied, in den kommenden fünf Jahren will sich die Firma vom derzeitigen Rang 26 unter den Reifenherstellern weltweit in die Top Giant setzt auf viel Handarbeit Auch "A-Team"-Gründungsmitglied Giant liefert zunehmend Räder im mittleren und hohen Preissegment aus und versucht dabei, durch effiziente Abläufe das Preis-Leistungs-Verhältnis hoch zu halten. Allein die Fabrik in Taichung hat eine Kapazität von 5.000 Rädern pro Tag, 500 davon aus Carbon. Die Zahlen umfassen Giant-Bikes und Auftragsproduktionen, über den jeweiligen Durchschnittspreis der Räder wollte man keine Auskunft geben. Ein Carbon-Rahmen besteht durchschnittlich aus 300 Carbon-Matten, bei der Produk- 20 schieben, vor allem durch Wachstum im Automobilbereich. Auch bei Kenda steigt der Durchschnittspreis der gefertigten Produkte konstant, zudem verweist man stolz auf eine sehr niedrige Reklamationsrate, welche wiederum Folge einer permanenten Qualitätskontrolle sei. Jeder Produktionsschritt wird überwacht, beginnend vom importierten Rohmaterial, über alle Produktionsstufen bis hin zur Endkontrolle vor der Auslieferung. Kenda ist seit langem ISOund OHSAS-zertifiziert (ISO steht für International Organization for Standardization, OHSAS für Occupational Health and Safety Assessment Series). Letztere zeigt die Bedeutung des Arbeitsschutzes. Zumindest in der Theorie soll das die Motivation der Mitarbeiter erhöhen, die Ausfallzeiten und Produktionsunterbrechungen mindern. Novatec setzt nur auf High-End Ebenfalls seit 2004 ist Nabenund Laufradhersteller Novatec "A-Team"-Mitglied. Novatec ist neben Joytec und Dienatronic die dritte Marke unter dem Dach von Joy Industrial. Mit sechs Angestellten hatte Joy Industrial unter dem Namen Yong Yu 1971 nr. 1/23.1.2012

11 industrie angefangen, heute sind in Taiwan 200 und in zwei Werken auf dem chinesischen Festland weitere 700 Angestellte bei Joy Industrial beschäftigt. Auch hier zeigen die Zahlen, dass in Taiwan vor allem hochpreisige Produkte die Produktion verlassen. In Süd-China werden 18-21,6 Millionen Einheiten produziert, der Umsatz beträgt 3,63 Mio. USD, in Zentralchina liegen die entsprechenden Werte bei 18-22 Millionen Einheiten und 1,8 Mio. USD Umsatz, in beiden Fällen sind es Laufräder und Naben. Die Zentrale in Taiwan fertigt Naben, Laufräder und E-Bike-Parts. 1,5 Millionen Einheiten werden hier gefertigt, der Umsatz ist mit 5,63 Mio. USD aber höher als der beider Werke auf dem Festland zusammen. Novatec als die HighEnd-Marke wird komplett in Taiwan gefertigt, seit 1989 gibt es die Marke, anfangs wurden Naben produziert, seit fünf Jahren auch komplette Laufräder. Die Carbon-Teile werden zugeliefert, ansonsten wird die komplette Produktion in den eigenen Hallen abgewickelt. Nur so sei die Qualitätskontrolle auf hohem Niveau durchzuführen, ausgelagert sind lediglich die Lackierung und das Finishing. Unter den durchgeführten Tests sind unter anderem ein Dauerhaltbarkeitstest, ein Salzwasser-Test und metallurgische und optische Mikroskop-Untersuchungen. Auch Novatec schmückt sich mit diversen ISO-Zertifizierungen. Die ISO/TS 16949 etwa, ursprünglich aus dem Automobilbau, stellt diverse Anforderungen an die Qualitätsmanagement-Systeme. Drei große "T" verfolgt das Unternehmen: "TQM" (Total Quality Management), um Fertigungstoleranzen zu mindern. "TPS" (Toyota Production System) steht für schlanke Produktion und soll unter anderem, die Zeit von der Planung bis zum fertigen Produkt reduzieren. "TPM" (Total Productive Maintenance) schließlich, soll der Definition und kontinuierlichen Verbesserung der Abläufe dienen, Defekte und Qualitätsverluste möglichst auf Null reduzieren. Mehrmals wurden Novatec-Produkte mit dem "Symbol of Excellence"-Preis ausgezeichnet. Der 1993 etablierte Preis zeichnet alljährlich innovative und hochqualitative Produkte aus. Er soll ebenso das internationale Image taiwanischer Produkte heben wie das Projekt "Taiwan Excellence", das 2010 ins Leben gerufen wurde. Verschiedene Initiativen und Taiwans Regierung bemühen sich, die Bedeutung Taiwans als High End-Produktionsstandort zu unterstreichen, Qualitätsmanagement auf hohem Niveau in der Industrie ist ebenso Teil dieser Bestrebungen wie die Promotion innovativer Produkte. mals vergeben werden. Sie sollen die Bedeutung unterstreichen, die Innovation und Design für die Fahrradindustrie in Taiwan gewonnen haben. Die 2007 unter dem Dach der Thunder Graphic Corporation etablierte Firma T-One zum Beispiel bietet diverse Zubehörteile an. T-One versteht sich in erster Linie als Designfirma, mehr als die Hälfte der Teammitglieder sind Designer, T-One fertigt nicht selbst. Neben der Gestaltung eigener Produkte, die 70 % der Arbeit ausmacht, werden Kundenaufträge abgewickelt. Zum Beispiel stammt das Rahmendesign von Hercules E-Bikes von T-One. Mit dem variabel zu montierenden Flaschenhalter "Anyway" hat TOne 2010 einen iF Design Award errungen. Interessante Lösungen bieten zum Beispiel auch der Griff "Bricko" und die Alarmanlage "Undercover". "Brickos" T-One entwickelt pfiffige Produkte Ganz neu sind die "Taipei Cycle d&i Awards", die in diesem Jahr auf der Taipei Cycle Show erst- Länge ist variabel, da er nicht aus einem Stück besteht, sondern innen mehr oder weniger viele Ringe aufgesetzt werden. "Anyway" ist eine Alarmanlage, die unter dem Flaschenhalter montiert wird. Nur drei Beispiele für Innovation und Design "Made in Taiwan". Martin Munker Europa-Cup Zweirad 2012 in Wien: Deutsche Fahrradmechaniker feiern einen Doppelsieg Beim Europa-Cup Zweirad in Wien sicherten sich die jungen deutschen Mechaniker Michael Rampetsreiter und David Geisel die ersten beiden Plätze. Erstmals nahmen auch Gäste aus Ungarn an der Veranstaltung teil. Bei sieben unterschiedlichen Übungen mussten die Teilnehmer ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. In den Werkstätten der Siegfried-Marcus-Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik in Wien fand am 13. Januar 2012 der vierte Europa-Cup Zweirad statt. Hervorragend organisiert von der Schule, traten insgesamt 17 junge Zweiradmechaniker zum friedlich-fachlichen Wettbewerb an. Es waren die Nationen Österreich als Gastgeber, Tschechien, die Schweiz, Deutschland und erstmals Ungarn am Werk. Üblicherweise bestreiten jeweils zwei Personen in den Bereichen Motorrad und Fahrrad den Cup, jedoch waren die Gastgeber mit nur einem Fahrrad-Mechaniker und Ungarn lediglich mit zwei Motorradmechanikern vertreten. Insgesamt verlief die Veranstaltung in einer gelösten und freundlichen Atmosphäre und wird (wie auch schon die voran gegangenen Wettbewerbe dieser Art) für alle der Beteiligten und Begleiter ein bleibendes Stück Erinnerung sein. Im Sektor Fahrrad gab es sieben Stationen, die in je 40 Minuten zu absolvieren waren. Dabei stand auch einmal das Thema E-Bike an, in dem die jungen Leute ihr Können und Wissen zu zeigen hatten. Kleine Pausen sorgten für die nötige gedankliche Zeit dazwischen zum "Umschalten", alle Teilnehmer hatten Angaben über die durchzuführenden Tätigkeiten in Schriftform vorliegen. Die zu für ein Kinderrad zu montieren. Einspeichen eines Laufrades, der Aus- und später wieder Einbau eines Hinterrades unter Beachtung der Verkabelung des E-Motors, eine gerissene Speiche am Hinterrad oder die Kassettender späteren Siegerehrung wurden allerdings leider keine erreichten Punktzahlen genannt. Von Mitgliedern der Jury war jedoch zu hören, dass teilweise nur wenige Punkte über den Endstand entschieden. Ohne werten zu können, jedoch mit besonders großem Interesse, bewegte sich eine Dame unter den Männern, denen in diesem Jahr der Wettbewerb vorbehalten war. Es war Annick Roetynck, die Generalsekretärin der ETRA (European Twowheel Retailers Association), also des Europäischen Dachverbandes der Zweiradhändler, in dem sowohl Fahrradwie auch Motorradbetriebe international organisiert sind. Zur Siegerehrung waren neben den Offiziellen einige Repräsentanten von Sponsoren sowie VIPs anwesend. Die Auszeichnung selbst wurde von Schulleiter Markus Fuchs und Lorenz Schertler als Cheforganisator vorgenommen, nachdem via Grußworte die Spannung noch eine deutliche Steigerung erfahren hatte. Beim Europa-Cup Fahrradtechnik gingen mit Michael Rampetsreiter sowie David Geisel die ersten beiden Plätze nach Deutschland. Dritter wurde überraschend der Tscheche Daniel Komarek. Überraschend darum, weil es in Tschechien bisher noch keine festgefügte Ausbildung für Zweiradmechaniker im Bereich Fahrrad gibt und in den Jahren zuvor die Schweizer recht stark waren. Für das deutsche Zweiradmechniker-Handwerk war der EC-Cup insgesamt ein großer Erfolg, denn auch im Bereich Motorrad stand mit Philip Weber ein Teilnehmer aus Deutschland ganz oben. (dtp) Die stolzen Sieger Bereich Fahrrad auf dem Treppchen. Michael Rampetsreiter (1), David Geisel (2) und Daniel Komarek (3). lösenden Aufgaben waren zum Beispiel so angelegt: Radmontage aus einem Karton mit Anbau eines Fahrrad-Anhängers. Oder die Montage mit Entlüftung einer hydraulischen Scheibenbremse vorn und Erneuerung samt Einstellung einer mechanischen V-Brake am Hinterrad. Ein weiterer Punkt war beispielsweise, eine Lichtanlage mit Nabendynamo und Follow-Kupplung nabe ersetzen, waren weitere Aufgaben der jungen Mechaniker. Mit Argusaugen und feinem Gespür dafür, wo die Grenzen erreicht wurden, zeigten sich die Mitglieder der Jury an den Stationen, an denen nach einem vorgegebenen Ablaufplan die Teilnehmer in buntem Wechsel anzutreten hatten. Je Station konnten theoretisch 100 Punkte erreicht werden, die real erreichte Punktzahl ergab letztlich in der Addition die Platzierung. Bei nr. 1/23.1.2012

12 fokus: warenwirtschaft & B2B Mehr und mehr Händler nützen B2B-Plattformen und Warenwirtschaftssysteme: Nur wer richtig vernetzt ist, bietet seinen Kunden immer frische Ware Über das Internet beim Großhändler bestellen und dann über den Online-Kanal an den Endkunden weiterreichen? Für Fahrradhändler ein interessantes Thema zum Erschließen neuer Märkte. Elektronische Arbeitshilfen nehmen deshalb einen immer größeren Platz ein, denn B2B-Plattformen und Warenwirtschaftssysteme können die Händlerarbeit spürbar erleichtern. Schnittstellen zwischen den Bereichen helfen bei der besseren Koordination, Systemlösungen für eigene Online-Shops bringen bessere Erfolgschancen im Online-Geschäft. Mancher Software-Hersteller entwickelt sogar Lösungen, die es Händlern ermöglichen, Produkte einfach auf Großplattformen wie Amazon oder eBay anzubieten - was nicht alle als Vorteil sehen. Benutzerfreundlich, einfach zu bedienen, eine schnelle Produktübersicht und eine Suchfunktion - so sollte eine gute B2B-Plattform im Internet funktionieren. Der französische Laufrad- und Zubehöranbieter Mavic (Deutschlandsitz: Oberaudorf) unterhält seit fünf Jahren eine solche Plattform. Im letzten Jahr wurde der Bereich komplett überarbeitet, die neue, übersichtlichere Version steht Händlern seit Oktober zur Verfügung. "Die gesamte Benutzerführung ist einem E-Shop angepasst, die Navigation intuitiv und einfach zu bedienen, ebenso die Suchfunktion", erklärt Marketing-Managerin Karoline Rettig. Händler können durch eine persönliche Kontoeinstellung ihre vorangegangenen Bestellungen einsehen sowie offene Bestellungen nachverfolgen. Der Vorteil: Bei ihrer Order sind die Nutzer nicht mehr an die Öffnungszeiten des Innendienstes gebunden und somit unabhängiger. Des Weiteren können Händler Sales-Informationen über alle Produktgruppen einsehen, Bestellungen und Umsatz nachverfolgen sowie Verfügbarkeit und Lieferzeit auf einen Blick erkennen. "Eine B2B-Plattform ist wichtig, um unseren Händlern einen erweiterten Service zu bieten", so Rettig. Mavic ist dabei kein Einzelfall. Mehr und mehr Hersteller sowie Großhändler nutzen die Möglichkeit der Business-to-BusinessKommunikation über das Internet und fahren damit sehr gut. "Wir sind mit dem Verkauf über unser B2B-Portal Marktaktiv sehr zufrieden", meint Michael Wild, Marketing-Mann bei Paul Lange (Stuttgart). Mittlerweile gehen knapp 60 % der After-Markt-Bestellungen online ein. In den letzten Jahren lag das Wachstum konstant im zweistelligen Prozentbereich. "Es gibt aber selbstverständlich immer noch Potenzial, das wir entwickeln und ausbauen wollen", so Wild. Ähnliche Ergebnisse teilt auch Raffael Oppold, Vertriebsleiter von MCG (Magstadt), mit: "In den letzten Jahren konnten wir deutliche Steigerungen verzeichnen." Es sei noch Luft nach oben, deshalb kreiert MCG momentan ein völlig neues Shop-System. Vororder bald über Internet? Darüber hinaus arbeitet MCG an einer Möglichkeit, welche die Rabattierung im aktuellem Vorordersystem darstellen lässt. Somit könnte auch bald die Vororder über die B2B-Plattform abgewickelt werden. Bislang spielte sie bei den Online-Bestellungen kaum eine nennenswerte Rolle. Modalitäten sowie Konditionen für alle möglichen Vorordervarianten und -volumina sind zu komplex, um über ein PC-System abgewickelt zu werden. Genauso sieht es auch Sven Bernhardt, Pressemann der Winora-Gruppe (Schweinfurt): "Die Komplexität der Vororder im Detail lässt sich nur bedingt im Online-Bereich abbilden und macht Beratungsgespräche beim Kunden notwendig, um ihm ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Paket anbieten zu können." Dennoch ist er mit dem B2B-Bereich sehr zufrieden, da bei Wiener Bike Parts momentan 80 % der Order über das Internet laufen. Ein weiteres Problem der Internet-Vororder ist die zeitliche Struktur: Gerade im Bekleidungsbereich erfolgt die Vororder häufig zu einem Zeitpunkt, zu dem die genauen Rahmendaten für die einzelnen Artikel noch nicht verfügbar und diese daher auch noch nicht im B2B-System hinterlegt sind. Händler können sich demnach auch weiterhin auf den Kontakt zu ihrem Außendienstler der jeweiligen Firma freuen. "Der Ein Warenwirtschaftssystem liefert einen einfachen Überblick über alle wichtigen Geschäftsdaten. Foto: Velodata menschliche Kontakt ist für uns immer noch vorrangig, das kann und soll selbst die ausgefeilteste IT-Technologie nicht ersetzen", ist sich Wild sicher. B2B-Plattformen machen den Außendienst nicht ersetzbar, sondern stellen für ihn ein effizientes Tool zur Verkaufsunterstützung dar. Oppold sieht das genauso: "Wir können und wollen auf einen starken Außendienst auch in Zukunft nicht verzichten." Sven Bernhardt (Winora) aber zwischen Teilen und Kompletträdern unterschieden werden: "Die Vergleichbarkeit eines Schwalbe-Reifens ist wesentlich besser gegeben als bei einem Fahrrad, wo wir ein Gesamtpaket anbieten können." Als Vorteil des Online-Portals zählt er, dass die Preisgestaltung flexibler wird. "Wir können so auf Trends, Lagerbestände und günstige Einkaufsbedingungen im Wochenrhythmus reagieren und Aktionen anbieten." Um näher am Kunden zu sein, verändert sich jedoch das Aufgabenfeld des Innendienstes bei den Großhändlern. Die Mitarbeiter müssen sich zukünftig weniger um die administrative Erfassung der Aufträge kümmern (das übernimmt der Kunde im B2BPortal selbst), sondern können sich stattdessen mehr auf Beratung und Support konzentrieren. "Der Fragenrücklauf hält sich bei uns momentan in Grenzen. Wir sehen den B2B-Bereich eher als Entlastung unseres Innendienstes an", so Oppold. Großhändler trotzen den Preiskämpfen Die Gefahr, dass durch den Ausbau des B2B-Bereichs - aufgrund von transparenteren Preisen - ein Preiskampf zwischen den Großhändlern entstehen könnte, vermuten die Betroffenen nicht. "Wir sehen trotz der wachsenden Bedeutung unseres B2B-Bereichs keinen Anlass zur Veränderung unserer Preispolitik", verrät Wild. Für ihn macht das Internet nicht nur Preise vergleichbarer, sondern auch Faktoren wie Service und Qualität in Form von Bedienbarkeit, Schnelligkeit, Erreichbarkeit und Zuverlässigkeit. Diese Punkte spielen in der Online-Kommunikation eine erhebliche Rolle. "Wir wollen tatsächliche ,Preiskämpfe' vermeiden und versuchen vielmehr, unsere Artikel auf einem stabilen Niveau und zu ,gesunden' Preisen anzubieten", meldet Oppold. Bei Internetpreisen muss aus der Sicht von Warenwirtschaft und B2B vernetzen Für eine bessere Vernetzung mit dem Handel sind Schnittstellen zwischen Großhändlern und einzelnen Warenwirtschaftssystemen gefragt. Der Großhändler hat bei einer Vernetzung den Vorteil, dass Mithilfe von B2B-Portalen, z.B. Marktaktiv von Paul Lange, können Händler ihre Order über das Internet abgeben. nr. 1/23.1.2012

13 fokus: warenwirtschaft & B2B die Bestellwahrscheinlichkeit hö­ her ist. Der Händler freut sich über einfachere Bestellmöglichkeiten und die Verringerung oder Ver­ meidung von Fehlerquellen. Aller­ dings weist Michael Wild darauf hin, dass Datensynchronisationen auch erhebliche Nachteile mit sich bringen: Auf Sonderaktionen kann nicht hingewiesen werden, die Benutzeroberfläche des Waren­ wirtschaftssystems ist für Bestell­ zwecke manchmal nicht so gut geeignet, und manche Informa­ tionsmöglichkeiten von Online­ Plattformen können durch Waren­ wirtschaftssysteme nicht aufge­ griffen werden. Auch bei der Wi­ nora­Gruppe ist die Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem eine der wichtigsten Anforderungen an die EDV. Kompatibilität mit allen gängigen EDV­Systemen ist dabei ein nicht zu unterschätzender Punkt. "Der Fachhändler soll bei der Umstellung auf unser System nicht aus seiner vertrauten Umge­ bung heraus gezwungen werden", so Winora­Sprecher Sven Bern­ hardt. Gerne nutzen auch Einkaufs­ verbände die Vernetzungsmög­ lichkeiten eines Warenwirtschafts­ systems mit Lieferanten­Plattfor­ men. Die Firma HIW (Cham) hat in Zusammenarbeit mit der Bico das Warenwirtschaftssystem "Bike & Co Rendite" entwickelt. Das Sys­ tem bietet Schnittstellen z.B. zu Veloconnect oder Bikeshops.de sowie direkt zur Bico­Zentrale. Da­ durch können Rechnungen und Lieferscheine der Bico elektronisch eingelesen und per Knopfdruck verbucht werden. HIW und Bico streben an, die Anbindung der Händler an den Verband noch wei­ ter auszubauen. "Wir haben die Vi­ sion von einem zentralen Artikel­ pool, der die Stammdaten inklusi­ ve Bild­ und Featuredaten von allen wichtigen Lieferanten ent­ hält", verrät Markus Weichsel­ mann, Leiter Marketing & Vertrieb bei HIW. Das Einverständnis der Händler vorausgesetzt, arbeitet das Unternehmen momentan an einer Lösung, damit sich bestimm­ te Händlergruppen durch die Soft­ ware über die Bestände und Ab­ verkäufe der Kollegen informieren können. werden", so Weich­ selmann. Durch den Einsatz einer modernen und leistungsfähigen Software bekommt aus seiner Sicht der Einzelhandel eine Grundvorausset­ zung, um von einer Multichannel­Stra­ tegie zu profitieren. Über eine Schnitt­ stelle zu Amazon bzw. eBay verfügt auch das Software­ System "Doit!7" Schnittstellen zwischen Warenwirtvon Schollware schaft und B2B-Bereichen helfen bei (Nürnberg). Ge­ der Bestellung. Foto: Velodata schäftsführer Karl­ heinz Scholl sieht darin jedoch nicht die Gefahr eines logistik. Das ist aus seiner Sicht Preisverrisses durch billige Inter­ auch gut so, denn sonst wären net­Angebote: "Der Schlüssel zum schon lange Hersteller und Groß­ langfristigen Erfolg im Umgang händler, wie aus anderen Bran­ mit neuen Medien und Marktplät­ chen bekannt, im großen Stil unter zen sind nach wie vor die gleichen Umgehung ihrer Einzelhändler als Tugenden, wie sie schon zu Groß­ Handelspartner eingestiegen. "Die vaters Zeiten im Einzelhandel Gül­ Risiken aus der Produkthaftung tigkeit hatten." Ein reiner Verkaufs­ bei einem Verkehrsmittel sind ein erfolg über den billigen Preis im In­ Segen für den stationären Handel", ternet führe nur zu Strohfeuer­ meint Koll. erfolgen. Jedoch seien die großen Verkaufsplattformen aus der mo­ Zukunft ist eigener dernen Wirtschaft nicht mehr weg­ zudenken und hätten ihre Vorzüge, Online-Shop die der Einzelhändler zu seinem Aus einem anderen Grund rät Urs Vorteil nutzen müsste, so die Mei­ Keller, Business­Manager D/A/CH von Ascend (Dübendorf/Schweiz), nung von Scholl. Eine weitere Möglichkeit zum von einem Verkauf über die gro­ Verkauf im Internet bietet sich ßen Portale ab: "Ein Einkaufserleb­ Fahrradhändlern durch das Inter­ nis für Endkonsumenten ist beim net­Auktionshaus eBay. Beispiels­ Online­Shopping nur über die weise verfügt das System von Tri­ hauseigene Homepage möglich." data (Nürnberg) über eine solche Händler müssten über ihren eige­ Schnittstelle zum Abruf von eBay­ nen Online­Shop ihre Philosophie Aufträgen. "Viele Kunden wünsch­ und Begeisterung an Rädern so­ ten dies, um ihre Altware aus dem wie Zubehör kommunizieren. Kel­ Lager zu bereinigen", erklärt Alex­ ler ist der Meinung, dass bislang ander Gocht, verantwortlich für nur wenige Händler effektiv online das Marketing beim Software­Her­ verkaufen. Um hier Unterstützung steller. Wenn ein Händler aller­ zu leisten, steht Ascend vor einem dings Neuware reduziert verkau­ Produktlaunch, der das Einpflegen fen möchte, würde er dies auch in Online­Shops erleichtern soll. Auch andere Anbieter haben ohne die Unterstützung einer Soft­ ware tun und am Ende sich selbst die Möglichkeiten zur Nutzung sowie seiner Marge schaden. Des­ von händlereigenen Webshops halb ist aus seiner Sicht ein Preis­ entdeckt. "Wir bieten zu unserer verriss von den Produkten nicht zu Warenwirtschaft ,Doit!7' ein Webs­ erwarten. Von der Plattform Ama­ hop­Modul an, das die Kundenda­ zon rät er allerdings ab: "Amazon ten synchronisiert, die Bestände ist generell durch seine Kosten updatet und die Online­Bestellun­ nicht dafür geeignet, großartige gen in die Warenwirtschaft zur Rabatte zu geben, ohne sich die weiteren Verarbeitung über­ nimmt", so Karlheinz Scholl (Scholl­ Marge zu zerstören." Dieter Koll, Geschäftsführer von ware). Zur Verbesserung der On­ Velodata (Stolberg­Zweifall), steht line­Chancen spielen dabei auch den Internet­Plattformen dagegen Schnittstellen zu bereits bestehen­ kritisch gegenüber: "Zum Glück ist den Online­Shop­Systemen, wie der Verkauf über Amazon und z.B. XTCommerce, eine wichtige eBay nicht so easy, wie manche Rolle. Das sieht Juergen Weng, Leute das darstellen. Amazon und Geschäftsführer von EDV­Dienste eBay sind immer die Gewinner." (Konstanz), ähnlich. Seine Firma ist Händler scheitern bei der erhoff­ mit dem System "Myfram" auf ten Rendite an Umtausch, Gewähr­ dem Software­Markt vertreten. leistung sowie rationeller Versand­ Ein integriertes Online­Shop­Sys­ tem ist ein neues Update seines Wa­ renwirtschaftssys­ tems. "Wir sind da­ bei den Weg ge­ gangen, dass wir uns einen starken Partner auf dem Markt gesucht ha­ ben, um hier eine Anbindung zu schaffen", erklärt Weng. Bei der Planung eines Web­Shops sollte der Fahrrad­ händler allerdings überlegen, ob der Bestand von stati­ onärem und On­ line­Handel ge­ trennt oder zusammen zu führen ist. Da viele Web­Shop­Angebote von unterschiedlichen Unterneh­ men kommen, ist es schwer, ge­ meinsame Standards für eine Schnittstelle zwischen Warenwirt­ schaft und Web­Shop zu finden. Velodata bietet daher bei seiner VHLS­Warenwirtschaft drei Arten von Schnittstellen an: Bei der On­ line­Schnittstelle tauscht das ex­ terne Web­System per Internet di­ rekt die Informationen mit der Wa­ renwirtschaft aus und aktualisiert die Bestände. Anders bei der XML­ Schnittstelle, bei der die Waren­ wirtschaft z.B. einen Ausschnitt aus dem Artikelstamm im XML­ Format erzeugt und diesen per FTP beim Webserver abliefert. Der Webserver wertet die Daten aus und verarbeitet sie bis zu einer möglichen Verfügbarkeitsanzeige. Als dritte Möglichkeit gibt es die CSV­Schnittstelle, bei der Artikel­ daten in einem einfach zu öff­ nenden Format (Excel oder Open­ Office) ausgegeben werden. tet werden, dass dem gegenüber ein Konfigurationsaufwand steht, an dem viele Händler mangels fi­ nanzieller Möglichkeiten zur Zah­ lung fremder Dienstleister oder persönlicher Zeit scheitern. Tridata hat sich daher für eine andere Lösung entschieden: "Der Online­Shop wird von uns in die Homepage des Kunden, unter Ver­ wendung seiner Farben, Logos und Schriftarten, eingebaut", er­ klärt Alexander Gocht. Händler müssen die Artikel, Bilder, Be­ schreibungen, Preise etc. einmal einpflegen und dann per Knopf­ druck in den Shop stellen bzw. he­ rausnehmen. "Kauft ein Kunde ein Produkt im Online­Shop, wird nicht nur der Kunde vollautoma­ tisch in unserem System angelegt, sondern der komplette Auftrag er­ scheint inklusive Versandkosten als offener Auftrag im System." Mit einem Klick wird anschließend die Ware aus dem Lager abgebucht sowie die Rechnung erstellt. Eben­ so gleicht die Software stationäre Verkäufe vollautomatisch mit dem Online­Shop ab, damit der Kunde eine Übersicht über die Liefer­ fähigkeit hat. Keine Abhängigkeit durch Warenwirtschaft Neben dem Verkauf im Online­ Markt muss ein Warenwirtschafts­ system jedoch auch den Online­ Einkauf eines Händlers steuern können. Gocht weist darauf hin, dass ein System über Schnittstel­ len zu Großhändlern (z.B. Velocon­ nect, Wiener Bike Parts) verfügen sollte, um Verfügbarkeitsabfragen und Preis­Updates durchzuführen. Den Vorwurf, dass sich ein Fahr­ radhändler durch die Nutzung eines speziellen Warenwirtschafts­ systems in die Abhängigkeit eines Herstellers begibt, kann er nicht gelten lassen: "Die von Großhänd­ lern empfohlenen Systeme kön­ nen in der Regel die Artikeldaten aller Lieferanten und Hersteller verwalten", so Gocht. Anders sieht ??? Individualität auch online ermöglichen "Viele Händler wollen aber mit Recht ein individuell gestaltetes Schaufenster als Online­Web­ Shop", weiß Velodata­Mann Dieter Koll. Allerdings muss dabei beach­ Amazon: Nutzen oder Preisverriss? Darüber hinaus erweitert der Soft­ ware­Anbieter sein Angebot um eine Schnittstelle zum Internet­ Riesen Amazon. Daten können so einfach in das Amazon­Format um­ gesetzt und aufgearbeitet werden. "Wir sind der Meinung, dass man die Augen vor der Realität nicht verschließen darf. Der Online­Han­ del wird in Zukunft noch stärker nr. 1/23.1.2012

14 fokus: warenwirtschaft & B2B gehört unserer Meinung nach der Vergangenheit an", so Karlheinz Scholl (Schollware). Günstige Komplettangebote mit PC, Softwarepaket, Kasse, Bildschirm etc. sind von einigen Anbietern bereits unter 1.000 EUR zu haben. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit eines Leasing-Angebots. "Wir haben darauf geachtet, dass die Software auch auf einem einfachen PC-System lauffähig ist und dadurch keine hohen Anschaffungskosten bei der Hardware entsterungen, die sich unter dem Strich positiv auswirken." Ein Einarbeiten in die spezielle Software ist für Fahrradhändler besonders wichtig, da bislang alle Warenwirtschaftssysteme individuell auf die Branche zugeschnitten sind. Standardprogramme wie SAP haben es wegen zu hoher Konfigurationskosten (noch?) schwer Fuß zu fassen. Zusätzlich haben die Systeme keine Schnittstellen zu Lieferantenanbindungen wie Veloconnect und beschäftigen sich in der Regel nicht mit Arbeitswerten sowie Rahmenbedingungen in einer Werkstatt. "Unser Vorteil ist: Wir kennen die Branche genau und können die passende Konfiguration kostengünstig aus einem vorhandenen Baukasten erstellen", verrät Dieter Koll (Velodata) die Vorzüge der brancheneigenen Warenwirtschaft. Jedoch ist der Bico-Partner HWI ein gelungenes Beispiel für die Arbeit eines "branchenfremden" Anbieters. Die Software ist grundsätzlich für den technischen Einzelhandel konzipiert und wurde zunächst vorwiegend an EuronicsMitglieder vertrieben. "Allerdings haben wir festgestellt, dass auch in der Bike-Branche ähnliche Fragen und Problemstellungen vorliegen", so HWI-Marketingleiter Markus Weichselmann. Seit nunmehr vier Jahren arbeitet der oberpfälzerische Software-Anbieter nun bereits mit der Bico zusammen. Weitere fachfremde Hersteller fürchten die Software-Anbieter jedoch nicht. "Meine persönliche Meinung ist, dass keine dieser Standardlösungen die spezifischen Anforderungen der BikeBranche erfüllt", glaubt Juergen Weng (EDV-Dienste). Unterstützung erhält er von Urs Keller (Ascend): "Es werden nur Systeme überleben, die auf die spezielle Bike-Branche zugeschnitten sind." es nach seiner Ansicht aus, wenn der Händler ausschließlich Artikel eines Anbieters mit seinem System verwaltet. Anderer Meinung ist hier Urs Keller (Ascend). Sein SoftwareHaus ist offizieller Warenwirtschaftspartner von Trek. "Bei Ascend kümmern wir uns um den Händler und all seine Lieferanten, egal wie groß seine Vororder z.B. bei Trek war", widerspricht er. Wei- ?? Leserbrief Aufzeichnungen dürfen nicht verändert werden Zum Artikel "Wir müssen jetzt agieren, damit wir später nicht reagieren müssen" in SAZbike Nr. 24 v. 12.12.11 erreichte uns ein Leserbrief von Dieter Koll (Geschäftsführer Velodata): Die Überschrift "Inventur an jedem Abend" und die Aussage im Text ",Die beste Maßnahme dagegen wäre eine Inventur an jedem Abend', so der VelodataMann" kann zu falschen Schlüssen bei den Lesern führen. Richtig ist folgendes: Die Steuerexperten, bei dem von mir angesprochenen Datev-Seminar, waren der Meinung, dass, wenn lückenlose, unveränderbare und beweiskräftige Aufzeichnungen aller Kassenbewegungen fehlen, der Einzelhändler täglich ein Kassenzählprotokoll zur Dokumentation der Tageskasse fertigen soll oder muss. Die innerbetriebliche Kassenführung sei immer ein wesentlicher Bestandteil der Buchhaltung. Viele PC-Programme seinen wegen ihrer offenen Datenbanken, ähnlich einem per Excel geführten Fahrtenbuch (BFH-Urteil, 12.07.2011 - VI B 12/11 ), nicht als geeignet zu sehen. Das Zählprotokoll (Beispiel anbei) könnte man als Kasseninventur bezeichnen, da jede Münzund Geldscheinsorte zeitaufwendig gezählt und einzeln mit Ihrem Wert aufgeführt werden muss. Es ist aber keine normale Inventur für den Warenbestand. Wir, die Velodata GmbH, sind der Meinung, dass dieses zusätzliche Kassenprotokoll für unsere Produkte "vKASSE" und "VLHS"Warenwirtschaft nicht erforderlich ist. Wir können unseren Kunden bzw. dem Steuerberater zusichern, dass eine nachträgliche Veränderung der Kassendaten durch den Steuerpflichtigen selbst oder einem PC-Experten bei unserer Datenspeicherung nahezu unmöglich ist. Das Risiko liegt jedoch immer beim Steuerpflichtigen, der dieses dann nur durch verbindliche Aussage seines persönlichen Steuerberater minimieren und verlagern kann. Durch den Einsatz der richtigen Software wird die Arbeit mit Kunden wesentlich vereinfacht. Foto: EDV-Dienste terhin ergänzt er: "Trek sieht sich verpflichtet, die Fahrradbranche aktiv in eine positive Richtung zu bewegen." Daher können Händler das Warenwirtschaftssystem auch weiternutzen, wenn sie ihre Zusammenarbeit mit dem Fahrradhersteller beenden. Keller sieht nicht eine Abhängigkeit des Händlers von einem Hersteller, sondern eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern zum beiderseitigen Wohle. "100 % der Räder und des Zubehörs von Trek, Diamant und Bontrager gehen über die Ladentheke unserer Händler. Da ist es logisch, dass wir ein Interesse daran haben, dass es dem Händler grundsätzlich besser geht", meint der SoftwareSpezialist. Braucht ein Händler also ein Warenwirtschaftssystem, um erfolgreich im heutigen Fahrradgeschäft tätig zu sein? Die SoftwareSpezialisten sind davon überzeugt, und empfehlen jedem Händler, egal welcher Größe, sich ein Programm anzulegen. "In unserem Fall lohnt sich der Einstieg auch für kleine Händler und Existenzgründer", so Juergen Weng (EDV-Dienste). Und Dieter Koll (Velodata) ist der Meinung: "Es ist sicher der Traum eines jeden Verkäufers, das Verhalten und die Vorlieben sowie die finanziellen Möglichkeiten eines Kunden genau zu kennen. Wer die Musik bestellt, bestimmt, was gespielt wird." hen", berichtet Juergen Weng (EDV-Dienste). Für Alexander Gocht (Tridata) stellt sich nach Abwägen der Vor- und Nachteile sowie der Kosten-Nutzen-Rechnung einer Software eine andere Frage: "Kann es sich ein Händler heutzutage noch leisten, ohne Warenwirtschafts- bzw. Kassensystem überhaupt zu arbeiten?" Allerdings ist ein erfolgreicher und lukrativer Einsatz der Systeme, neben dem finanziellen Aufwand, auch mit einem Schulungsprogramm verbunden. Hier versuchen die Software-Hersteller ebenfalls die Gemüter der Händler zu beruhigen. "Wir werden versuchen, den Schulungsaufwand durch Schulungsvideos zu minimieren", so Juergen Weng (EDV-Dienste). Velodata versucht seinen Kunden durch Internet-Angebote, eine Kunden-Hotline sowie Rundschreiben zu helfen und den Zeitaufwand für den Händler möglichst gering zu halten. Auch die anderen Hersteller sehen den Kontakt zum Händler durch eine Hotline als unerlässlich an, um Fragen und Probleme schnell zu klären. Dennoch verweisen alle Software-Anbieter darauf, dass eine Schulung im Bereich Warenwirtschaft insbesondere am Anfang sehr sinnvoll sei. Karlheinz Scholl (Schollware) gibt den Tipp: "Schulungen sind zum Neustart mit der Software zu empfehlen und auch ein gutes Mittel, um gleich ein ganzes Team auf den neusten Stand zu bringen." Urs Keller (Ascend) sieht die Weiterbildung im Bereich der Software-Handhabung speziell im Interesse des Händlers: "Bei Schulungen darf nie gespart werden. Bei Händlern, die enger mit dem Support zusammenarbeiten als andere, sehen wir stetige Verbesse- Dieter Koll Velodata Entscheidung fürs Leben Daher sollten sich Händler bei der Auswahl eines Software-Systems genau informieren und das Paket auf ihre Bedürfnisse abstimmen. "Jeder Händler kann sich frei für ein neutrales oder ein Verband-, Hersteller- oder Lieferanten-abhängiges System entscheiden", meint Karlheinz Scholl. Ein wichtiger Punkt bei der Wahl sollte sein, ob das Software-Unternehmen auch langfristig als Partner zur Seite steht. Markus Weichselbaum erteilt den Rat, sich im Vorfeld des Auswahlprozesses intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Schließlich sei die Auswahl eines Warenwirtschaftssystems eine "Entscheidung fürs Leben." Anschaffungskosten sind nicht hoch Die Ausrede, dass sich die hohen Anschaffungskosten bei Hard- und Software für den Händler nicht rechnen, lassen die Spezialisten nicht gelten. "Dieses Argument Thomas Geisler Beispiel für ein Kassenzählprotokoll nr. 1/23.1.2012

15 forum Ist der Euro ein "Teuro"? SAZbike fragte bei Händlern nach: Preisanstiege sind nur ok, wenn im Gegenzug die Qualität erhöht wird Der Euro feierte dieser Tage sein zehnjähriges Jubiläum als offizielle Währung. SAZbike fragte deshalb vier Händler nach ihren Erfahrungen seit der Währungsumstellung. Ist der Euro wirklich der berüchtigte "Teuro"? Haben sich die Margen verändert? Verminderte sich die Qualität der Produkte, um Eckpreislagen zu halten? Lesen Sie in unserem DreiFragen-Kurzinterview die unterschiedlichen Meinungen von deutschen Händlern. SAZbike: Der Euro feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Seit seiner Einführung wird er gerne auch als "Teuro" bezeichnet. Trifft diese Aussage auch für den Fahrradbereich zu? Klaus Kern (Zweirad Kern/Hatzenbühl): Wenn ich den DM-Bereich und den Euro-Bereich miteinander vergleiche, dann muss ich sagen, dass die Aussage zutrifft. Im DM-Bereich haben wir unsere Räder durchschnittlich mit 600 bis 700 DM verkauft. Heute sind wir im Schnitt bei 600 bis 700 EUR. Dabei hat sich die Qualität der Räder nicht wesentlich verbessert. Aber im Grunde ist es auch beim Fahrrad so wie im Alltag, z.B. bei den Nahrungsmitteln: Man gewöhnt sich an die höheren Preise. Arvid Prohn (Fahrradprofi/Scheeßel): Auf keinen Fall. Die Aussage ist größter Schwachsinn. Die Preise für die Verkaufsmaterialien sind in etwa gleich geblieben. In manchen Fällen, wenn man die Qualität der Ausstattung der Räder heranzieht, sind sie sogar vergleichsweise billiger geworden. Ein Beispiel: Vergleicht man einfach mal ein 500 EUR-Cityrad von heute mit einem 1000-DMRad von vor zehn Jahren. Damals bekam man ein Rad mit einem Stahlrahmen, ohne Federung und einer mittelmäßigen Schaltung. Heute bekommt man zum selben Preis einen Alurahmen, eine Federgabel und eine TopSchaltung. Gestiegen sind nicht die Preise, sondern die Ansprüche der Kunden. Deshalb gibt es heute ja viel teurere Räder als früher, die allerdings durch bessere Qualität überzeugen. Sicherlich gibt es einzelne Bereiche, in denen die Preise sich in den letzten Jahren gesteigert haben. Aber das kommt nicht vom Euro, sondern von Preiserhöhungen bei den Rohstoffen und Lohnkosten. Torsten Schäler (Radmarkt/Weimar): Teils, teils. Es gibt sicherlich bestimmte Sachen, bei denen die Aussage stimmt. Das allgemeine Zubehör sehe ich allerdings nicht betroffen. Ein guter Schlauch von Schwalbe hat früher 15 DM gekostet und kostet jetzt 7,50 EUR. Hier ist keine Veränderung zu spüren. Bei den Kompletträdern trifft die Aussage aber schon eher zu. Hier ist ein deutlicher Preisanstieg zu sehen. Al- anderen Produkten, dass es heute größtenteils über eine viel bessere Technik verfügt. Da bekommt man was für sein Geld, im Gegensatz zu vor zehn oder gar 20 Jahren. Das ist in anderen Bereichen nicht so. Und wenn man dann noch die Währung von 2001 mit der von 1991 vergleicht: War das dann etwa eine D-ämlich-teure Mark? Ich meine, der "Teuro" ist eine schiefe Wahrnehmung. bestimmten Preis halten zu können? Kern: Um die Eckpreislagen zu halten, wird meiner Meinung nach viel eingespart. Insbesondere an Teilen, die der Kunde nicht auf Anhieb sieht, z.B. beim Innenlager. Die Teile werden abgespeckt und die Qualität lässt erheblich nach. Wenn der Kunde nach ein paar Monaten oder Jahren dann Probleme mit dem Rad bekommt und rauskommt, worin das Problem lag, muss schlussendlich immer der Händler den Kopf hinhalten. Prohn: Zum Teil ist das leider so. Einige Hersteller denken immer noch, dass sie einen bestimmten Preis halten müssen, um die Produkte zu verkaufen. Preisschwankungen werden dann gerne als Währungsschwankungen umschrieben, aber eigentlich wird die Qualität gemindert. Ich würde auch gerne ein Rad etwas teurer verkaufen, wenn dafür die Qualität stimmt. Eckpreislagen bringen nur den üblichen Verdächtigen, die ihr Rad einfach aus dem Regal ziehen, etwas. Ein guter Verkäufer kann seine Kunden durch die richtige Qualität überzeugen. Dann ist es egal, ob das Rad 499 EUR oder 549 EUR oder 580 EUR kostet. Schäler: Definitiv ja. Als Beispiel führe ich eine Sattelstütze an: Um den Preis des Rades unter 400 bzw. 500 EUR zu drücken, wird hier teilweise billiges und minderwertiges Zeug angeschraubt. Wenn man näher Gerne wird das Argument vorgebracht, dass von DM zu EUR eins-zu-eins umgetauscht wurde. Aber trifft das auch wirklich zu? hinschaut, stellt man fest, dass manche Produkte an einem solchen Rad nichts verloren haben. Solche Erfahrungen haben auch meine Kollegen und meine Werkstattmitarbeiter gemacht. Zum Glück haben wir auch Hersteller, die sich nicht von Eckpreislagen gängeln lassen. Zusätzlich haben wir uns bewusst entschieden, die Eckpreislagen zu verlassen. Dem Kunden ist es eigentlich egal, wie viel er für ein Produkt bezahlt - wenn die Qualität stimmt. Heise: Das kann ich für uns nicht bestätigen. Bei uns gibt es Lieferanten, die lieber einen vermeintlich krummen Preis festlegen. Oder wenn es nach oben geht, ist der nächste Eckpreis dann auch meistens mit einer besseren Qualität verbunden. SAZbike: Hat sich aus Ihrer Sicht durch die Umstellung in den letzten Jahren die Marge verändert? Kern: Nein, ich sehe hier keine Veränderung. Aus meiner Sicht sind die Margen so geblieben wie zu- "Bei den Kompletträdern trifft die Aussage zu. Hier ist ein deutlicher Preisanstieg zu sehen." lerdings ist alles relativ und an die Preise von vor zehn Jahren kann sich doch kaum einer mehr erinnern. Des Weiteren ist auch nicht geklärt, ob der Anstieg überhaupt mit dem Euro zu tun hat oder andere Gründe hat. Man müsste die Hintergründe genauer untersuchen. Roger Heise (Radfinesse/ Wuppertal): Nein, die Aussage trifft für den Fahrradbereich, den unser Geschäft bearbeitet, pauschal nicht zu. Aber man muss auch unterscheiden, wer "Teuro" sagt: Wir verkaufen eher teurere Produkte. Und bei einem Preis von 2.500 EUR für ein Rad rechnet mancher Kunde immer noch im Kopf um. Wenn dann noch ein zweites Rad angeschafft wird, ist dann schnell mal ein Preis von 10.000 DM erreicht. Das sind Dimensionen, die schon mal Kunden abschrecken und noch eine gewisse Barriere im Kopf auslösen - mehr als bei 5.000 EUR. Beim Fahrrad ist allerdings der Vorteil gegenüber vor. Prohn: Bislang habe ich bei den Margen keine gravierenden Änderungen feststellen müssen. Jedoch muss man aber immer aufpassen, wo man wie am besten einkauft. ! ! ! Schäler: In diesem Bereich hat sich gar nichts geän- dert. Heise: Grundsätzlich hat sich an der eh nicht ganz so üppigen Situation nichts geändert. Je nach Lieferant: Die Margen, die früher schon knapp waren, sind noch heute knapp. Davon abgesehen legen wir noch jedes Jahr ertragsmäßig zu und sehen auch weiteres Steigerungspotenzial. SAZbike: Eckpreislagen sind ebenfalls ein heiß diskutiertes Thema. Denken Sie, dass sich die Qualität der Produkte in den letzten Jahren vermindert hat, um einen Nr. 1/23.1.2012

16 Die Online-Orderhilfe rderhilfe.de ww.sazbike-o w

17 für die Saison 2012/13 Die große nützliche Datenbank für den Bikehandel: o Mit allen Produkt-Neuheiten aus SAZbike für die neue Saison o Sortiert nach Marken, Sortimenten und Produkten o Alphabetische Marken-Übersicht mit Aktualitätshinweis o Ein Klick führt direkt zum jeweiligen Produkt o Weiterführende Links zu anderen Neuheiten des Anbieters o Per Klick zur Anbieter-Website oder gleich zum "B2B-Order-Login" für Händler

18 Neue Produkte Ascend Das Warenwirtschaftssystem "Ascend Analytics" wurde von Trek entwickelt und im Juli 2011 zum ersten Mal präsentiert. Mit dem Programm erstellt ein Händler innerhalb weniger Minuten ein detailliertes Budget mit Verkaufszahlen pro Monat, Margen-Erwartungen pro Monat bis hin zur monatlichen Kostenaufstellung. Danach generiert "Ascend Analytics" einen einfach zu verstehenden Cashflow. Auf der Team-Seite können Händler zudem vergleichen, ob ihre Mitarbeiter auf Kurs sind, und wie sie gegenüber anderen Mitarbeitern, den Shop-Zielen oder auch dem ShopDurchschnitt dastehen. Dank einer integrierten Arbeitswerteliste sowie Arbeitshilfen für das Werkstattpersonal können Werkstattaufträge schnell erstellt werden. Die Software errechnet automatisch die Auftragsdauer und informiert den Kunden automatisch, wenn der Auftrag fertiggestellt wurde oder Teile dazu eingetroffen sind. Mit zwei Mausklicks kann jeder Mitarbeiter den Verlauf eines Werkstattauftrages einsehen. Ascend bietet seinen Händlern zusätzlich eine Software-/Hardware-Unterstützung sowie eine Geschäftsunterstützung an. Ascend Analytics www.ascendrms.com Nr. 1/23.1.2012

19 HIW GmbH/Schollware Neue Produkte In Zusammenarbeit mit der Bico hat die Firma HIW ein ERP-System speziell für die Anforderungen des Fahrradeinzelhandels entwickelt. Die entstandene Software "Bike & Co Rendite" ist modular aufgebaut und kann so flexibel an verschiedene Kundenbedürfnisse angepasst werden. Mit einer modernen Touchscreen-Oberfläche ist das Modul "Superkasse" schnell und einfach bedienbar. Die Anordnung der Buttons wird individuell und flexibel vorgenommen. Des Weiteren lässt sich die Serviceannahme mit Terminvergabe unkompliziert steuern, eine schnelle Kommunikation mit dem Kunden findet per SMS-Versand, E-Mail oder TAPIAnbindung statt. Zusätzlich sorgt die Software für eine laufende Aktualisierung der Bico-Artikelstammdaten und übermittelt elektronisch Lieferscheine sowie Rechnungen der Bico, die direkt per Knopfdruck verbucht werden. Bike & Co Rendite www.hiw24.de Die Software "Doit!7" von Schollware bedient alle Bereiche, die ein Artikel im Einzelhandel durchläuft. Von der qualifizierten Order oder Bestellung, bei der die Verfügbarkeit der Ware online zur Verfügung gestellt wird, über den Wareneingang mit Kalkulationskontrolle, Etikettendruck und intelligenter Zuordnung der vorbestellten Ware mit anschließendem Verkauf am Point of Sale. Basierend auf vielfältigen Auswertungen und Analysen lassen sich frühzeitig Trends und Marktentwicklungen erkennen sowie entsprechende Maßnahmen, von der Bestelloptimierung, einer Preisanpassung bis hin zu Sortimentsumstellungen einleiten. Zusätzlich bietet "Doit!7" u.a. echte Arbeitswerte mit zentraler Steuerung des anvisierten Stundensatzes sowie der Länge einer Arbeitseinheit, ein Web-Shop-Modul zum Abgleich der Kunden- und Bestandsdaten oder eine Anpassung von eBay-Daten an die aktuelle Version des Turbalisters. Doit!7 www.schollware.de Nr. 1/23.1.2012

20 Neue Produkte Birkhold/tridata Flexi Das "Flexi" ist eine gemeinsame Lösung von Birkhold und Tridata für die Preisauszeichnung von Fahrrädern. Birkhold bietet die Einzel- und Doppelpreisschilder an. Mit der integrierten Beschriftungsfunktion von Tridata lassen sich die Inlays für die Preisschilder schnell und professionell erstellen. Eine Kunststofftasche schützt vor Schmutz und Nässe, eine Ausstanzung in der Mitte der Einhängelasche ermöglicht ein Einhängen auch bei kurzen Zügen. "Flexi"-Preisschilder können auch während einer Probefahrt am Fahrrad belassen werden. www.birkhold.com Durch den Einsatz des "TriBike"-Warenwirtschaftssystems verspricht Tridata mehr Gewinn in der Fahrradwerkstatt. Im Terminplaner wird dabei der Auftrag für den Kunden per Doppelklick angelegt, die Kundendaten registriert und das entsprechende Fahrrad ausgewählt. Die zu erledigenden Arbeiten können dann direkt mit dem Barcode-Scanner erfasst werden. Zusätzlich verfügt "TriBike" über eine integrierte Schnellfehlerbeschreibung, in der ein Händler seine häufigsten Arbeiten direkt anlegen und mit Arbeitswerten hinterlegen kann. Das System hilft bei der Erstellung des Abholscheins sowie des Kostenvoranschlags. Ebenso können Mängel am Rad nachweisbar vermerkt werden. In der Werkstatt wird der Auftrag durch den Fahrradaufkleber aufgerufen und nach der Reparatur die durchgeführten Arbeiten aus dem Arbeitswertebuch eingescannt. Anschließend erstellt das System eine fertige Rechnung und über ein Benachrichtigungsmodul wird der Kunde per SMS oder E-Mail informiert. Bei der Abholung wird der Abholschein eingescannt und der Werkstattauftrag direkt in die Kasse geholt. Für evtl. Reklamationen hinterlegt die Software die getätigten Arbeiten in der Kundenverwaltung. TriBike www.tri-data.de Nr. 1/23.1.2012

21 edV-dienste/Velodata Neue Produkte Mit "Myfram" bietet EDV-Dienste ein kleines Warenwirtschaftssystem, das durch seine modulare Struktur vom Existenzgründer/Kleinbetrieb bis zum großen Ladengeschäft eingesetzt werden kann. Die Software besteht derzeit aus folgenden Modulen: Basic, Kasse, SMSVersand und Bestellwesen. Dank dieses modularen Aufbaus besteht die Möglichkeit, individuelle Anpassungen für die einzelnen Händler zu entwickeln. Das Basic-Programm enthält eine Adressverwaltung, Fahrradverwaltung, Kostenvoranschlag, Auftrag (Werkstattauftrag mit Arbeitszeitenkatalog), Rechnung, Terminübersicht, Mitarbeiterverwaltung, Artikelverwaltung, Lagerbuchungen sowie E-Mail-Versand aus den Bereichen Adresse und Auftrag. Das Kassenmodul kann auf professionellen Kassenterminals sowie auf Standard PC-Systemen installiert werden, dabei werden die erfassten Werkstattaufträge in den Kassenbeleg übernommen und über die Kasse abgerechnet. Beim SMS-Versand besteht die Möglichkeit, den Kunden zu informieren, wann die Reparatur fertig ist. Das Bestellwesen hilft bei Preisanfrage bei Lieferanten und der Bestellung gleich in dessen Shop. Artikel sowie Daten im System (z.B. Adressen, Fahrradbestand, Artikelstamm) können in das System importiert werden. Myfram www.myfram.de Beim Warenwirtschaftssystem "VLHS" von Velodata sind auf Windows-basierende Arbeitsplätze der Standard. Dadurch entfallen aufwendige Systemvoraussetzungen. Die Software wird an einem zentralen Linux-PC installiert und kann von dort aus flexibel eingesetzt werden. Neben Windows-PCs funktioniert das System jedoch auch auf Tablet-PCs mit Apple iOS oder Android, auf Terminals oder sogar auf Handys. Getestet werden auch Versionen für iPod, iPad2 sowie iMac. Durch eine mögliche Verwendung an Arbeits- und Kassenplatz im Haus sowie Internet ist das System fast ohne Einschränkungen nutzbar. Mit Hilfe der Software lassen sich beispielsweise Werkstattaufträge oder Kundenbestellungen verwalten. Darüber hinaus ermöglicht sie einen schnellen Barverkauf mit einer Einzelhandelskasse im SB-Bereich per Kurznummer, Bestellnummer oder Scanner. Des Weiteren unterstützt das System bei der Inventur. VLHS www.velodata.de Nr. 1/23.1.2012

22 Neue Produkte Schwalbe/tacx/Wahoo Fitness Doc Blue Professional Speziell für die Umwandlung von Tubeless-Ready MTB-Reifen in ein Tubeless-System bringt Schwalbe das "Doc Blue Professional" heraus. Die Dichtflüssigkeit wird von Stan's NoTubes produziert. Die Latexmilch lässt sich leicht einfüllen und verklebt den Reifen nicht. Zwar wurde die Dichtflüssigkeit für die Tubeless-Konversion optimiert, sie eignet sich aber ebenso für Reparaturen oder als Pannenschutz für Fahrradschläuche, Schlauchreifen sowie normale Tubeless-Systeme. Der "Galaxia" von Tacx ist ein Rollentrainer, der sich mit dem Fahrer bewegt. Dank der kinetischen Energie, die bei der Beschleunigung erzeugt wird, bewegt sich der Trainer vorwärts. Beim Abbremsen bewegt er sich wieder nach hinten. Somit kann sich der Trainierende relativ einfach auf den Bahnrhythmus einstellen sowie die Muskeln beim Fahren lockern. Zusätzlich ist eine hohe Trittfrequenz möglich. Galaxia Mit dem "BlueHR" bietet Wahoo Fitness einen Herzfrequenzgurt mit Bluetooth-Smart-Technologie an. Diese gewährleistet den direkten Datentransport zum iPhone 4S. Mit passenden Apps lässt sich so die Herzfrequenz ohne zusätzlichen Adapter direkt auf dem iPhone abbilden. Der Brustgurt verfügt über eine eigene Lithium-Batterie (3V) und beansprucht daher die Batteriekapazität des iPhones nur gering. Durch elastisches Gewebe ist der "BlueHR"-Gurt individuell verstellbar und verspricht hohen Tragekomfort. BlueHR www.schwalbe.de www.tacxgalaxia.com www.wahoofitness.com Nr. 1/23.1.2012

23 SrM/elite/SkS Neue Produkte Ab Januar 2012 werden die bisher im IndoorTranier von SRM verbauten Nexus-Inter-8Naben von Shimano durch die stufenlosen NuVinciN360-Naben abgelöst. Der Vorteil der neuen Nabe liegt im größeren Übersetzungsspektrum sowie den leiseren Geräuschen. Durch die Kombination von stufenloser Nabe und Magnetbremse lässt sich die Bremsleistung noch feiner dosieren. Indoor-Trainer www.srm.de In den Farben von elf UCI-Teams präsentiert Elite die Trinkflaschen "Corsa Team". Die Flaschen sind komplett biologisch abbaubar und ideal für extrem sportliche Belastungen. Zusätzlich können sie in allen gängigen Trinkflaschen-Halterungen genutzt werden und es gibt sie in den Versionen 500 ml sowie 750 ml. Die Flaschen sind in den Modellen AG2R, BMC, Euskatel, FDJ, GreenEdge, Katusha, Lampre, Liquidas, Movistar, Sky und Vacansoleil bestellbar. Corsa Team www.elite-it.com Injex T-Zoom Die Kompaktpumpe "Injex T-Zoom" stammt aus der neuen Injex-Serie von SKS. Die Luftpumpe verfügt über einen universellen Multi ValveVentilanschluss und einen ergonomischen Griff. Dank viel Volumen pro Hub eignet sie sich speziell für Trekking- und Mountainbikes, durch eine zuschaltbare Hochdruckstufe erreicht sie bis zu 10 bar Maximaldruck. Ein Klapp-T-Griff, eine Teleskopfunktion und ein Ventilklemmhebel ermöglichen ein komfortables Pumpen. Vor Matsch und Nässe bei Rennrad-Winterausfahrten schützt das neue "Raceblade Long" von SKS. Das Ende des Radschutzes reicht jeweils bis unterhalb der Nabenachse. Somit schützt es nicht nur den Fahrer, sondern auch den Hintermann vor Spritzwasser. Durch eine Längenverstellung der Streben lassen sich die Reifen an den Radius des Laufrades anpassen. Des Weiteren sorgen Clip-Verbindungen dafür, dass sich das Schutzblech schnell vom Rennrad lösen lässt. Raceblade Long www.sks-germany.com Nr. 1/23.1.2012

24 Neue BücHer Dies ist das umfassende Standardwerk der allgemeinen Fahrradtechnik. Die Inhalte sind auf die Neuordnung der fahrzeugtechnischen Berufe ausgerichtet und um die Fachkenntnisse der Grundstufe erweitert. Alle Komponenten des Fahrrades werden ausführlich auf dem neusten Stand der Technik beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt des überarbeiteten Nachschlagewerks ist die Vermittlung von Kenntnissen rund um elektrisch betriebene Fahrräder. Daneben werden Kenntnisse zur Ergonomie, der Anpassung Mensch-Maschine und mathematisch-technologische Grundlagen vermittelt. Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten, 4. Auflage, 536 Seiten Fachkunde Fahrradtechnik Die zweite Auflage des "Tabellenbuch Fahrradtechnik" umfasst wichtige Formeln, die das Fahrrad betreffen sowie Tabellen aller Bauteile und Fahrradkomponenten. Zusätzlich enthält das Buch Hinweise zur Vermessung und Ergonomie genauso wie Fachbegriffe, die der Auszubildende in der Abschlussprüfung oder der Meister in der Werkstatt kennen muss. In die zweite Auflage sind neue Produkte und Entwicklungen aufgenommen (z.B. NuVincy-Nabenschaltung, 29"-Laufräder, gefederte Hinterbauten). Eigenschaften, Typen, Vorschriften und gesetzliche Bestimmungen von E-Bikes wurden aktualisiert und die Kapitel "Sitzgeometrie" und "Federung" überarbeitet. Das Fachbuch begleitet den Fachunterricht und ist zum Einsatz bei Prüfungen geeignet. Verlag Europa Lehrmittel, Haan-Gruiten, 2. Auflage, 392 Seiten Tabellenbuch Fahrradtechnik Mit Beruf, Familie und sonstigen Dingen des außersportlichen Lebens schwinden die Stunden, die ein Sportler zum täglichen Training benötigt. Der ehemalige Trainer von Radsportlern, Björn Kafka, erarbeitete deshalb mit dem Physiotherapeuten Olaf Jenswein ein Trainingssystem, das den Sportler in Form bringt, aber wenig Zeit benötigt. Das Ergebnis heißt "Functional Fitness". Die neuen Bewegungsabläufe verbinden drei große Pluspunkte: Sie sind einfach zu erlernen, sie erfordern kaum technische Hilfsmittel, und sie erlauben allgemeines sowie gezieltes Training für bestimmte Sportarten. Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 176 Seiten Functional Fitness Wer sich einen Überblick über das Angebot an "Hardware" für Rennräder verschaffen will, ist mit dem Katalog "Tour Rennradmarkt" gut bedient. Die vorgestellte Produktpalette reicht von Rennrädern, Triathlonmaschinen, Crossrädern, Rahmen, Gabeln, Komponenten, Laufrädern, Lenkern, Reifen, Zubehör bis zur Bekleidung. Alle Produkte sind illustriert. Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 268 Seiten Tour Spezial 2012 Rund 2.600 Mountainbikes, Komponenten, Bekleidungsund Zubehörteile umfasst der Katalog "Workshop". Fans, Freaks, Schrauber, Tuner, Sammler und Händler kommen mit ihm auf ihre Kosten. Neben den Produktvorstellungen 2012 sind auch Schrauber-Tipps sowie Kaufberatungshinweise abgedruckt. Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 412 Seiten Bike & Freeride Special 2012 Nr. 1/23.1.2012

25 Das kompetente Fachpaket SHIMAN der Laufrä Fokus: fen und Rei S. 18 nktion yle, Fu ano S70X-PHW mit St Schutz Komfort: Shim und Clas O_EyeW ear_SA Zbike_ 201 TK_09_ 1_prin 19.05. 2011 Juni 2010 z.de www.sa www.p aul-lang e.de 0 April 201 ich Unglaubl e Ra se bei mschprei E-Bikes/ hlosdestag Der Bun errufsrecht besc woneues Wid dert wurde und 4. S. geän sen. Was en müssen: dler acht rauf Hän Func B13804 .5.2011 Nr. 9/30 dem tt schadet Billigschro l nur kurzfristig Fachhande Pedelecs : r, nd sichtba ist ein Tre uell Proike: Kaum für ein E-B em Fall akt Brust r (in dies e 499 EUR Ernst tbrettfahre Lächerlich ständigen schon Trit rradschver der Billiges anbie, stürzen sich auf ihn. Den Fah and OBI) immer jem zu bedeuten, Billigphete mit - es gäbe viel das nicht mehr so sich Kunden überrascht heute aber nicht stig, weil n habe l nur kurzfri Pedelecs müsste tet. Das Fachhande hen adet dem h jenseits en. 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Bikewear) uns en Sie Besuch 302 Stand Halle A3, ww w.c enturio auf der Eurobi 1 ke 201 08.08.11 14:26 tione Funk port lle S o 2 Magazine "Textile Funktionen" o Online-Branchen-Newsletter n.de m6_titel.in dd 1 d 1 RZ_C33_1 1_SAZ_Ce 5x340.ind nturion_24 bike Kosten los und exklusi v nur fü r -Abonn enten Schnell ein Abo bestellen unter: abo@saz.de bike erscheint 14-täglich (zu den Messen täglich) inklusive SAZcollege für Verkäufer (mit Verkaufstraining, Warenkunde, Produktschulung und Kundenbindung). Zum Abonnement gehören auch 6-8 SAZmagazin-Ausgaben jährlich. Das Jahres-Abonnement kostet 112 EUR Deutschland / 129 EUR Europa / 174 EUR Übersee per Luftpost. SAZ Verlag, Abo-Service, Postfach 260 246, 80059 München

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27 Stellenmarkt No. 1/12 (23.1.2012) erscheint 14täglich Herausgeber: Horst O. Frankl SAZ Verlag GmbH P.O.Box 260246, 80059 München Rumfordstraße 42, 80469 München Redaktion: Friedenstraße 4, 81671 München ?? Stellenangebote Wir eröffnen im April 2012 auf Sylt in zentraler Lage einen modernen Fahrradfachmarkt mit Verleihstation. Fon ++49-89-212110-0 Fax ++49-89-212110-39 Email: sazbike@saz.de Redaktion (mit Telefon-Durchwahl): Sekr.: +49-89-212110-10, Fax: (-77) Chefredaktion: Horst O. Frankl (hof) (-90) Alexander Schmitz (as) (Stv.) (-11) schmitz@saz.de Redaktion: Thomas Geisler (tg) (-12) geisler@saz.de Marc Schneider (ms) (-13) schneider@saz.de Redaktion Österreich: Ernst A. Swietly 1160 Wien, Ribarzgasse 12 Tel: +43-1-914 85 79 Mobil: +43-676 530 89 52 swietly-at@saz.de Freie Mitarbeiter: Detlef Lang (dl), Dieter Thurm (dtp) Anzeigen (mit Tel./Fax-Durchwahl): Sekr.: +49-89-212110-23, Fax: (-28) Email: anzbike@saz.de Anzeigenleitung: Eric Wollenberg (verantw.) (-25) wollenberg@saz.de Anzeigenleitung Textil: Kirsten Meuer / meuer@saz.de (-26) Stellenmarkt: Sibylle Bayer / bayer@saz.de (-21) Disposition: Max Siefert / siefert@saz.de (-23) Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 15 Abonnenten-Service: Marcel Berthold (Tel. -32) (Fax -39) Email: berthold@saz.de Anfragen: abobike@saz.de Jahresabonnement SAZbike: Deutschland: e 112; Europa: e 129; Übersee (Luftpost): e 174 Kombi-Rabatt mit Abo SAZsport: 25% Repräsentanz Taiwan: Wheel Giant Inc. 193 Tzu-Chiang Rd., Changhua Taiwan P.O.Box 23-80, Changhua Taiwan Tel. ++886-4-7360 794 Fax ++886-4-7357 860 Grafik: KP Mediengestaltung K. Pokuta Druck: Universal, München Erfüllungsort und Gerichtsstand für Vollkaufleute: München Alle redaktionellen Texte und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck und jegliche Vervielfältigung ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Verlages sind strafbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernehmen wir keine Gewähr. 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